- Blodughadda-Blogbuch - https://blodughadda.lpe.at/blogbuch -

2002-08-01 Dodekanes Süd mit Söhnen

Aktualisierung 20.08.2018 13:25:15 Anzahl Tage: 13
01.08.2002 Kos / Marina – Tílos / O. Livádia
02.08.2002 Tílos / O. Livádia – Sesklí (Symi) / O. Skomisá
03.08.2002 Sesklí (Symi) / O. Skomisá – Symi / O. Thessálona – Symi / Ag. Marina
04.08.2002 Symi / Ag. Marina – Symi / O. Thessálona – Symi / Hafen
05.08.2002 Symi / Hafen – Tílos / O. Èristos
06.08.2002 Tílos / O. Èristos
07.08.2002 Tílos / O. Èristos – Nisyros / Páli
08.08.2002 Nisyros / Páli – Gyali
09.08.2002 Gyali – Kos / Kamari
10.08.2002 Kos Süd / Kefalos Kamari
11.08.2002 Kos / Kamari – Kos / Paradise Beach – Kos / Thérma – Kos / Marina
12.08.2002 Kos Nord / Marina
13.08.2002 Kos Nord / Marina

Crew:
Tötterström Tom
Tötterström Beate
Lamprecht Matthias
Tötterström Patrick
Lamprecht Harald

Gesamt Törn:
Zeit unterwegs: 35:05 Strecke: 196,7 Seemeilen Ø Fahrt: 5,6 Knoten


01.08.2002 Donnerstag
12:30 Kos / Marina Karte Ablegen
13:05 segel setzen
14:39 Motoren starten
15:30 Motor aus
17:48 Segel bergen
18:28 Tílos / O. Livádia Karte Ankern
Zeit unterwegs: 05:58 Strecke: 35,8 Seemeilen Ø Fahrt: 6 Knoten


Nach wasserbunkern und leinenwasch im schlauchboot legen wir um 12:30 ab. Nach einem kurzen stopp bei der tankstelle nehmen wir kurs richtung süden auf. Der wind kommt mit 15 knoten von nordwest. Wir setzen segel kurz vor dem ostkap von Kos (A. Louros). Mit raumem wind segeln wir bis einige meilen vor die türkische halbinsel Datca, wo uns ein flautenloch erwartet. Allerdings ist das meer trotz der absoluten windstille alles andere als ruhig. Wir essen brote und salat. Unmittelbar unterhalb des leuchtfeuers auf Datca kommt wieder wind auf, diesmal vom westen mit 17-20 knoten. Es ist schon recht spät geworden und wir würden unser ursprüngliches ziel Symi voraussichtlich erst nach sonnenuntergang erreichen. So beschliessen wir stattdessen nach Tilos zu segeln.
Auf schnellem halbwindkurs erreichen wir die weite bucht Livádia, wo wir im südosteck ankern. Das wasser ist sehr warm – 26,5° – und das schwimmen und schnorcheln herrlich.


02.08.2002 Freitag
12:30 Tílos / O. Livádia Karte Ablegen
12:51 segel setzen
16:45 vor Seskli Motoren starten
17:30 Sesklí (Symi) / O. Skomisá Karte Anlegen
Zeit unterwegs: 05:00 Strecke: 29 Seemeilen Ø Fahrt: 5,8 Knoten


Morgenschwimm – zum Hafen, einkauf, nach einer stunde wieder abgelegt richtung Symi. Gleich segel gesetzt. Bei gutem NW-wind bis nach Symi gesegelt. In die Bucht bei starkem wind unter motor eingelaufen. Angelegt mit heck zum anleger. Gleich anschliessend kommt charterboot mit franzosen, denen wir eine klampe zum festmachen anbieten. Anschliessend schnorcheln – oktopus fotografiert. Wind bleibt stark und dünung lässt uns schaukeln.


03.08.2002 Samstag
12:20 Sesklí (Symi) / O. Skomisá Karte Ablegen
15:00 Symi / O. Thessálona Karte Ankern
16:59 Weiterfahrt
19:00 Symi / Ag. Marina Karte Anlegen
Zeit unterwegs: 04:40 Strecke: 10,6 Seemeilen Ø Fahrt: 2,3 Knoten


Unruhige nacht – der wind kommt mit böen bis zu 30 knoten und schwell steht in die bucht hinein. Das boot wird hin und her gezogen, das angehängte charterboot ruckelt an den vorderen klampen. Um 5 h früh ist es endlich ruhig und das boot legt ab. Während des morgenschwimms legt sich ein ausflugsboot neben uns am anlegepier. Wir machen platz und brechen alsbald auf. Die gerüche des am anleger aufgestellten holzkohlengrills wehen direkt auf uns zu.
Auf der fahrt richtung norden nehmen wir die angelrute in betrieb und schleppen einen gummifisch ganz langsam durchs wasser – angeln kann man es wohl nicht bezeichen. Wir schauen in zwei buchten hinein. Der wind kommt als fallböen mit enormer wucht die steilen berghänge herunter. Schliesslich ankern wir in der bucht Thessalona, in der der wind auch sehr heftig weht, aber der ankergrund aus gut haltendem sand besteht. Am nachmittag wird der wind noch heftiger und wir fahren los, um einen platz für die nacht zu finden. Am ankerplatz bei der kleinen insel Ag. Marina im nordwesten von Symi versuchen wir zu ankern. Obwohl wir zwei anker einsetzen, treibt uns der wind ab. Nachdem das letzte taxiboot die badegäste vom strand geholt hat, legen wir uns mit bugleinen und heckanker an den kleinen anlegepier. Die aktion ist recht mühsam, weil auch hier heftige fallböen, die abwechselnd aus unterschiedlichen richtungen kommen, das anlegen sehr erschweren und ausserdem der ausgebrachte heckanker nicht hält. Schliesslich bringen wir den heckanker mit dem beiboot weit hinaus, wo er endlich festsitzt, verwenden eine boje und vier landleinen. Vor einbruch der dunkelheit können wir noch unser werk beschnorcheln und stellen zufrieden fest, dass wir eine sichere nacht verbringen können. Das umso mehr als die griechische armee direkt oberhalb des bootes posten bezieht, um Europa gegen illegale flüchtlinge zu verteidigen.
Es gibt gebratene würsteln mit kartoffeln und reis. Anschliessend spielen wir noch “Siedler von Catan” und musik aus dem computer.


04.08.2002 Sonntag
07:00 Symi / Ag. Marina Karte Abfahrt
09:35 Symi / O. Thessálona Karte Ankern
15:15 Ablegen
16:20 Symi / Hafen Karte
Zeit unterwegs: 03:39 Strecke: 18,6 Seemeilen Ø Fahrt: 5,1 Knoten


Der buffetbesitzer hat angekündigt, um 7 uhr würden die ersten boote in die kleine bucht einlaufen. Ich stehe also auf, um die lange landleine, die wir quer über die ganze anlegestelle gespannt haben, abzumontieren. Da es noch sehr ruhig ist, aber der wind sich schon anschickt, zuzunehmen, beschliesse ich gleich abzulegen und eine neue bucht zu fahren. Wir sehen uns die buchten Tavíri, Nimporiós und Sárpes an, aber keine ist zum ankern geeignet – viel zu tief bis unmittelbar vor dem strand. Und so fahren wir wieder zurück in die bucht Thessalona. Abwasch, schnorcheln, wasserball spielen, schwimmen…
Um 15:15 legen wir ab und steuern den hafen Symi an. Wir kommen gerade rechtzeitig, um einen platz längsseits an der “Anastasia” (GibSea 442) besetzt mit einer menge polnischer burschen zu bekommen. Die übliche pfeiferei, platzanweisung und abkassieren einer “hafengebühr” in der höhe von 2 euro durch den selbsternannten hafenkapitän Mike fehlt auch diesmal nicht. Jetzt hat er einen assistenten dazubekommen.
Wir beobachten die vielen boote, die der reihe nach eintreffen und so ihre schwierigkeiten haben, in dem tiefen hafen bei starkem seitenwind anzulegen. Abends gehen wir in eine taverna und anschliessend in eine bar. Um 22h fängt das freiluftkonzert vom griechischen popsänger Konstantinos mit entsprechendem gedröhne über den ganzen hafen an. Wir gehen hin um das spektakel anzusehen. Nach kurzer zeit stellen wir fest, dass es nicht ganz unser geschmack ist. Naja, die griechen würden Wolfang Ambros wahrscheinlich auch nicht so toll finden.
Danach gehen Beate und ich noch in die bar Vapori.


05.08.2002 Montag
06:40 Symi / Hafen Karte Ablegen
07:49 segel setzen
11:20 Segel bergen
12:09 Tílos / O. Èristos Karte Ankern
Zeit unterwegs: 05:29 Strecke: 36 Seemeilen Ø Fahrt: 6,6 Knoten


Um 6:40 legen Patrick und ich ab. Wir motoren eine stunde lang und setzen dann segel. Während die anderen schlafen, kommen wir gut voran bis wir die SE-spitze von Tilos erreichen. Dort sind die fallwinde sehr wechselhaft und mit motorhilfe erreichen wir Ormos Éristos um 12h.
Abendessen in der taverna Tropicana, mit “tropischem” garten.


06.08.2002 Dienstag
Tílos / O. Èristos
Gut und lange geschlafen. Statt nordwind gibt es jetzt einen lauen südwind. Harald, Matthias und ich lassen uns nacheinander in den masttopp hinaufhissen. Der neue bootsmannstuhl ist sehr bequem und mit zusätzlicher hilfe der strickleiter kann ich den windmessgeber am masttopp abmotieren und schmieren. Die hinunterfahrt nutze ich, um die mastschiene mit teflonspray einzusprühen.
Abendessen in der taverna Nausika, auch mit üppigem garten.


07.08.2002 Mittwoch
12:05 Tílos / O. Èristos Karte Ablegen
15:02 Nisyros / Páli Karte Anlegen
Zeit unterwegs: 02:57 Strecke: 19,8 Seemeilen Ø Fahrt: 6,7 Knoten


Um die mittagszeit legen wir ab und motoren 3 stunden lang nach Pali auf der insel Nisyros. Harald, Patrick, Matthias und ich nehmen den öffentlichen bus zum vulkankrater. Dort sehen wir uns die bizarre und nach schwefel riechenden gegend an. Der bus fährt anschließend wieder zurück, allerdings via den zwei restlichen orten auf der insel: Nikia und Emporios. Die aussicht von der straße, die sich entlang der caldera windet, ist grandios.


08.08.2002 Donnerstag
18:35 Nisyros / Páli Karte Ablegen
19:17 Gyali / Strand Karte Ankern
Zeit unterwegs: 00:42 Strecke: 3,9 Seemeilen Ø Fahrt: 5,5 Knoten


Warten auf wasser von Manos K. – kommt nicht. Dafür kommt er mit dem dieselwagen. Der preis ist gut – 6,70/l – und so tanken wir voll. Dann sagt er, er hätte probleme mit dem wasserwagen und wir sollen von der wasserleitung nehmen. Das geht aber erst um 18 h. So beschliessen wir zum hauptort Mandraki zu gehen, 4 km. Sehen uns das kloster und die malerische stadt an. Trinken nescafé-frappé am hauptplatz unter einem riesigen gummibaum und schlendern dann zurück zum hafen. Dort warten wir auf den öffentlichen bus, der uns nach Pali zurückbringt.
Die wassertante ist pünktlich da und nach dem volltanken brechen wir gleich auf nach Gyalí, wo wir 40 minuten später den ankern


09.08.2002 Freitag
18:06 Gyali / Strand Karte Ablegen
18:55 segel setzen
20:52 Kos / Kefalos, Kamari Karte Ankern
Zeit unterwegs: 02:45 Strecke: 16,3 Seemeilen Ø Fahrt: 5,9 Knoten


Mit dem schlauchboot zum strand. Bimssteinabbau angesehen, auf dem werksgelände herumgegangen. Mit dem schlauch die verladerampe näher angesehen, dann zum badestrand am inselchen Agios Antonios gefahren – toller schnorchelplatz bis ausflugsschiff anlegt. Zurück zum boot, noch etwas schlauchboot gefahren und karten gespielt. Zum strand mit aus dem sandgrund aufsteigenden luftblasen geschnorchelt.
Um 18h abgelegt. Nach umrunden von SE-kap von Gyalí kommt der wind auf die nase. Setzen segel und müssen aufkreuzen. Der erste schlag richtung norden geht gut mit über 8 knoten. Am anderen bug gelingt es weder eine gute geschwindigkeit, noch eine vernünftige höhe zu erreichen, also dürfen die motoren mithelfen. Nach sonnenuntergang erreichen wir den strand von Kefalos. Ormos Kamari, wo wir im letzten tageslicht ankern.


10.08.2002 Samstag
Kos Süd / Kefalos Kamari
Frühstück, zum strand geschwommen um wassersportmöglichkeiten zu erkunden. Harald, Patrick und Matthias fahren jetski. Patrick und ich wollen ein sportkatamaran ausleihen. Verleih gegenüber hat nur NACRA 570 und wollen diese nicht ohne instruktionen verleihen. Gehen was essen. Am strand entlang gegangen und festgestellt, dass kein anderer katamaranverleiher vorhanden ist. Casino gespielt, einkaufen, essen.


11.08.2002 Sonntag
12:35 Kos / Kefalos, Kamari Karte Ablegen
13:11 Kos / Paradise Beach Karte Ankern
16:22 Weiterfahrt
18:42 Kos / Thérma Karte
19:05 Weiterfahrt
20:00 Kos / Marina Karte Anlegen
Zeit unterwegs: 03:50 Strecke: 26,7 Seemeilen Ø Fahrt: 6,9 Knoten


Der geplamte Katamaran-Kurs fällt wegen flaute aus. Probieren daher das geschwindigkeitspotenzial des schauchbootes aus. Wir fahren los und verlegen uns an den endlosen sandstrand 2,5 sm weiter östlich. Matthias begleitet uns mit dem schlauch.
Um 16:20 fahren wir weiter und nach einem zwischenstopp an der heissen therme erreichen wir die marina um 20 uhr.


12.08.2002 Montag
Kos Nord / Marina
Patrick fliegt wieder nach hause. Mit dem leihwagen sehen wir uns Kos an.


13.08.2002 Dienstag
Kos Nord / Marina
Ausflüge mit dem leihwagen zu Casa Romana, Askleipion, Lampi, Hamburger essen, Therme, Ausflug nach Pili, Palio Pili, Zia – sofort wieder wegen tuoristenverseuchung umgedreht, Taverna Koniario, zurück, Yacht Café, Boote angesehen, Am Boot geplaudert