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2002-08-14 Astypálea mit Martin

Aktualisierung 20.08.2018 13:23:37 Anzahl Tage: 8
14.08.2002 Kos / Marina – Psérimos / O. Vathy
15.08.2002 Psérimos / O. Vathy – Kálymnos / Pothia Tankstelle – Astypálea / O. Agrilithi
16.08.2002 Astypálea / O. Agrilithi – Astypálea / O. Maltezana
17.08.2002 Astypálea / O. Maltezana – Astypálea / O. Skala (Hafen)
18.08.2002 Astypálea / O. Skala (Hafen) – Astypálea / O. Kaminakia – Astypálea / O. Vathy
19.08.2002 Astypálea / O. Vathy – Kos / O. Kamári (Kefalos)
20.08.2002 Kos / O. Kamári (Kefalos) – Kos / Marina
21.08.2002 In Marina Kos

Crew:
Tötterström Tom
Tötterström Beate
Lamprecht Matthias
Lamprecht Harald
Aschauer Martin

Gesamt Törn:
Zeit unterwegs: 25:44 Strecke: 158,1 Seemeilen Ø Fahrt: 6,1 Knoten


14.08.2002 Mittwoch
13:03 Kos / Marina Karte Ablegen
13:44 segel setzen
14:43 Segel bergen
15:15 Pserimos / O. Vathy Karte Ankern
Zeit unterwegs: 02:11 Strecke: 11 Seemeilen Ø Fahrt: 5 Knoten


Martin kommt an um 11h. Wir gehen gleich auf einen Cappuccino im Café Marina. Um 13h legen wir ab. Der Wind bläst mit 5 bft aus NW und es wird mühsam gegenan zu motoren. Wir setzen Segel mit einem reff und nehmen Kurs auf die Türkei auf. Kurz nach der wende richtung Pserimos reisst die reffleine des ersten reffs und wir reffen aus.
Um 15h erreichen wir die bucht Vathy auf Pserimos, wo unser “normaler” ankerplatz von heftigen windböen gepeitscht wird. Wir legen uns daher etwas weiter aussen an der N-seite, wo es ruhiger ist mit buganker und landleine.


15.08.2002 Donnerstag
10:25 Pserimos / O. Vathy Karte
12:00 Kálymnos / Pothia Tankstelle Karte Diesel tanken
12:15 Weiterfahrt
12:33 vor Hafen Kalymnos segel setzen
13:18 Ns Safonidi querab
17:02 SE-Kap Astypalea
17:23 Segel bergen
17:55 Astypálea / O. Agrilithi Karte Ankern
Zeit unterwegs: 07:14 Strecke: 49,7 Seemeilen Ø Fahrt: 6,9 Knoten


Um 10:25 brechen wir auf richtung Kálymnos. Der wind ist nach wie vor stark und wir motoren fast gegenan zur tankstelle. Unterwegs werden wir von zahlreichen ausflugsbooten eskortiert.
Nach dem tanken setzen wir die segel. Unter der landabdeckung von Kálymnos sind wind und wellen schwach aber schon nach kurzer zeit kommt der nordwind mit 20 knoten. dieser begleitet uns auf unserem SW-kurs bis nach Astypálea. Es wird ein schöner segeltag mit stetigem halbwind zwischen 18 und 24 knoten und mässigen wellen. Wir kommen zeitweise mit 8,5 knoten voran und erreichen die SE-Spitze (Ak. Poulari) um 17h. Anschliessend können wir noch 2 meilen auf glattem wasser bis wir kurz vor der einfahrt in die bucht Agrilidi segeln. Auch in dieser bucht weht der nordwind noch ganz ordentlich, aber der anker hält gut.


16.08.2002 Freitag
12:23 Astypálea / O. Agrilithi Karte Ablegen
13:44 Astypálea / O. Maltezana Karte Ankern
Zeit unterwegs: 01:20 Strecke: 2,7 Seemeilen Ø Fahrt: 2 Knoten


Die 3 seemeilen von einer bucht in die nächste fahren wir langsam mit beiden motoren und ziehen die schleppangel hinten nach. Wie durch ein wunder beisst kein fisch an. Wir ankern in der schönen, weiten bucht mit sandstrand und tamarisken. Wir schwimmen und schnorheln. Matthias entdeckt eine 15cm grosse, noch lebende Tonnenschnecke und holt sie mit dem kübel herauf. Nach fototermin darf die schnecke wieder zurück ins meer.
Mit dem beiboot fahren wir zum strand. In der strandtaverna müssen wir lange auf essen und trinken warten. Es gibt spezialitäten, die wir kosten: “Dynamit”, gerührter Schafskäse und Sailors Snack. Anschliessend gehen wir noch in den “ort”, wo wir zunächst ein altes ehepaar verschrecken, idem wir in ihr haus hineingehen, weil wir glauben, das schild “Cigarettes” auf ihrem haus würde bedeuten, dass sie welche verkaufen. Nach einem abschlussdrink im kafénion (mit kirschenkuchen) fahren wir zurück aufs boot.


17.08.2002 Samstag
13:30 Astypálea / O. Maltezana Karte Ablegen
14:30 Astypálea / O. Skala (Hafen) Karte Anlegen
Zeit unterwegs: 01:00 Strecke: 2,5 Seemeilen Ø Fahrt: 2,5 Knoten


Die tagesetappe ist heute noch kürzer – 2,2 seemeilen. Wir legen uns zunächst längsseits am ende des fähranlegers an. Der hafenpolizist ordnet römisch-katolisch an und so fahren wir nochmals hinaus und setzen den buganker. Der erste versuch gelingt nicht so gut aber beim zweiten mal klappt es dann trotz seitenwind. Neben uns legt ein riesiges motorboot an “Stella of the North”, das mit 4 irrsinnig knarrenden trossen festmacht. Wir gehen ins schöne kaffeehaus Dapia auf einen guten capuccino und geniessen die aussicht über die schöne bucht von der terrasse. Das erste mal seit einem monat suche ich die hafenpolizei auf und erledige ordnungsgemäss den papierkram, weil der hafenpolizist dazu aufgefordert hatte. Die hafengebühr von euro 3,41 fällt moderat aus. Wir kaufen noch brot, kekse und feta in der netten bäckerei und gehen zum boot zurück.
Nach einer verschnaufspause machen wir uns auf den weg zur Chora. Wir steigen unzählige treppen durch malerische kykladenhäuser hinauf und erreichen 20 minuten später die alte burg auf der spitze des berges. Die aussicht ist herrlich aber die burg eine ruine, dafür frei zugänglich. Nur die zwei – versperrte – kirchen sind renoviert. Nach einem rundgang gehen wir wieder hinunter und setzen uns am hauptplatz der Chora in ein kaffeehaus. Nach Skala gehen wir auf dem treppenfreien weg zurück.
Wir gehen auf ein frühes abendessen in eine taverna direkt am strand. Nachher machen wir noch einige einkäufe und trinken kaffee an bord. Inzwischen hat sich eine grosse türkische segelyachtauf die andere seite gelegt – auch mit knarrenden trossen. Eine kleine charteryacht mit 7 personen an bord legt sich noch zwischen uns und der motoryacht.
Beate, Martin und ich gehen in eine bar an der “promenade” mit bequemen regiesesseln und beobachten die hauptsächlich griechischen urlauber. Harald und Matthias sehen sich DVDs an je einem laptop an. Auf dem rückweg stärken wir uns noch auf der terrasse des hotels Paradiso.
Zurück am boot gehen Beate und ich schlafen während Martin, Harald und Matthias zum hauptplatz der Chora hinaufgehen und bis 2 uhr früh in einer bar herumlungern, was zu meiner völligen verwirrung führt, als ich um 3 uhr aufwache und die mannschaft im cockpit vorfinde.
Die nachtruhe wird von den elendiglich knarrenden trossen der nachbarboote und von sirrenden mücken gestört. Übernachtungen in häfen sind eben nicht so komfortabel.


18.08.2002 Sonntag
10:57 Astypálea / O. Skala (Hafen) Karte Ablegen
12:44 Astypálea / O. Kaminakia Karte Ankern
16:29 Ablegen
19:02 Astypálea / O. Vathy Karte Ankern
Zeit unterwegs: 04:20 Strecke: 23,7 Seemeilen Ø Fahrt: 5,5 Knoten


Ich wache um 9 uhr auf und gehe in den ort, um den zahmen pelikan zu fotografieren und das angebot des fischgeschäftes zu sondieren. Nutze die gelegenheit und gehe gleich frühstücken im Paradiso. Beate kommt nach und wir gehen noch auf ein capuccino ins Dapia. Auf dem rückweg schauen wir beim fischhändler vorbei, der aber nur tiefgekühlten fisch hat.
Um 11uhr legen wir ab und motoren entlang der SW-küste von Astypálea auf der suche nach einer badebucht. Nach 6 sm werden wir fündig und ankern in der schönen bucht Kaminakia mit mässigem badebetrieb und einer taverna.
Nach 4 stunden aufenthalt fahren wir weiter der küste entlang und umrunden die NW-spitze. Wind und welle sind inzwischen ansehnlich geworden und für die letzten 5 sm bis zur einfahrt in die Vathy-bucht setzen wir zusätzlich die genua.
Wir ankern im ostteil der binnenseeartigen bucht und fangen gleich mit der zubereitung des abendessens an – karotten in zitronensaft, griechischer salat, in bierteig gebratene zucchini und feta, fleischbällchen und reis.
Nach einbruch der dunkelheit machen wir alle noch ein “nightswimming” im mondschein. Das wasser ist herrlich warm. Weit im westen beobachten wir wetterleuchten.


19.08.2002 Montag
12:24 Astypálea / O. Vathy Karte Ablegen
13:39 bei Ak. Flouda segel setzen
18:17 kurz vor Kamari Segel bergen
18:39 Kos / Kefalos, Kamari Karte Ankern
Zeit unterwegs: 06:14 Strecke: 41,3 Seemeilen Ø Fahrt: 6,7 Knoten


Wir setzen das grosssegel bereits in der geschützten bucht. Motoren dann gegen wind und wellen zum NE-kap von Astypálea, wo die genua dazukommt. Der wind ist aber nicht mehr stark, 10-12 knoten, dafür die wellen immer noch beachtlich. Nach einer halben stunden schaukelns darf der bb-motor mithelfen und so bleibt es die ganze überfahrt. Nach 4 stunden mit wellen von schräg hinten erreichen wir das S-kap von Kos und lassen den anker eine stunde später im feinen sand vor der Kefalos Beach fallen.
Beate bleibt an bord und die anderen fahren mit dem schlauchboot zum essen. Wir entscheiden uns nach langem marsch entlang der ganzen bucht für das restaurant Sebastian, wo es alles gibt, wonach wir gusto haben. Anschliessend besuchen wir noch 2 bars, in denen wir auf grossen fernsehern das ungemein spannende fussballmatch Newcastle-West Ham mitverfolgen können. Unterhalten kann man sich bei dem musiklärm sowieso nicht. Newcastle gewinnt 4:0.
Um mitternacht sind wir wieder auf dem boot zurück.


20.08.2002 Dienstag
17:44 Kos / Kefalos, Kamari Karte Ablegen
21:07 Kos / Marina Karte Anlegen
Zeit unterwegs: 03:22 Strecke: 27,2 Seemeilen Ø Fahrt: 8 Knoten


Wir stehen um 9 uhr auf, schwimmen, frühstücken und warten auf den betreiber des sportkatamaranverleihs. Gegen 1/2 11 taucht er auf. Matthias und ich fahren hinüber und vereinbaren eine einführungslektion mit dem besitzer Dirk Trio. Ich hole noch geld aus dem bankomaten: € 35,- pro person! und um 1/2 12 fahren wir mit ihm hinaus. Es gibt kaum wind und daher haben wir gut zeit, uns über alles ausführlich zu informieren. Nach etwas mehr als einer stunde, in der wir abwechselnd gesteuert und die vorschot geführt haben, meint Dirk, wir könnten das boot noch eine stunde mieten, wenn wir wollten. Wir wollen und bringen ihn in die nähe von seinem verleihplatz, wo er ins wasser springt und ans ufer schwimmt. Der wind wird gleich stärker und die NACRA 570 spurtet los. Wir segeln zwischen Club Med und dem hafen Kamari hin und her bei sehr böigem seitenwind. Jetzt macht es richtig spass! Sobald die bö einfällt, hebt die Nacra den luvrumpf aus dem wasser – grossschot ca 10 cm fieren – der rumpf sinkt wieder und das boot macht einen richtigen sprung nach vorne obwohl die geschwindigkeit ohnehin schon atemberaubend ist. Die Hobie Cats 14 aus dem Club Med haben nicht die geringste chance mitzuhalten. Zwei junge burschen in einem anderen Nacra von Dirk haben das schon, und bald machen wir ein rennen, wobei wir zwei bojen umrunden. Nach ca. 10 längen haben wir die burschen um eine 1/4 länge abgehängt – sie haben offensichtlich zu viel spass daran, auf nur einem rumpf zu segeln, was geschwindigkeit kostet.
Während wir segeln mietet Harald ein surfbrett und hat damit grossen spass. Weniger spass macht ihm das aufkreuzen zurück zum ufer im böigen wind.
Nach einer stärkung in der strandbar brechen wir auf zum “Banana Beach” neben dem “Paradise Beach”. Wir ankern direkt neben der basis für Beach Boy Watersports. Harald und Matthias machen je einen parasailflug.
Zurück zur Marina in schnelltempo. Aegean regatta macht gerade station mit 90 booten. Wir mieten einen wagen vom Stamatis, der ihn um 21:45 in die marina bringt, und fahren anschliessend wieder in die taverna Tasos gut essen.
Dirk betreibt auch eine pension mit 8 appartements. Seine adresse:
Dirk Trio
CAT Adventures
Belgien: 1, Pastoor Goethalsstraat
8750 Wingene, Belgien
Griechenland: Kefalos Beach
Kos, Griechenland
e-mail: dirk.trio@skynet.be
www.catadventures.be
tel./fax: +32 51 63 42 16
gsm: +32 494 18 75 95
in GR: 0030 69 70 71 94 98


21.08.2002 Mittwoch
In Marina Kos