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2002-10-14 Mit Robert nach Rodos

Aktualisierung 20.08.2018 13:06:03 Anzahl Tage: 6
14.10.2002 Kos / Marina – Tílos / Ágios Antónios
15.10.2002 Tílos / Ágios Antónios – Tílos / Hafen Livadia – Symi / Hafen
16.10.2002 Symi / Hafen – Symi / O. Nanou – Rodos / Hafen Mandraki
17.10.2002 Rodos / Hafen Mandraki
18.10.2002 Rodos / Hafen Mandraki – Sesklí (Symi) / O. Skomisá – Nisyros / Páli
19.10.2002 Nisyros / Páli – Gyali – Kos / Marina

Crew:
Tötterström Tom
Proisl Robert

Gesamt Törn:
Zeit unterwegs: 27:03 Strecke: 185 Seemeilen Ø Fahrt: 6,8 Knoten


14.10.2002 Montag
14:25 Kos / Marina Karte Ablegen
15:19 bei SW-Kap Kos segel setzen
16:22 kurz vor Dacia Motoren starten
17:09 LF Datca querab Position
19:21 Tílos / Ágios Antónios Karte Anlegen
Zeit unterwegs: 04:56 Strecke: 31,9 Seemeilen Ø Fahrt: 6,5 Knoten


Robert kommt am sonntag abend zwischen zwei von vielen regenschauern an. Wir beobachten noch den start des Dodekanes Cup, den freund André Leers veranstaltet und brechten um 14:25 richtung süden auf. Das wetter ist nach wie vor sehr wechselhaft und so auch der wind. Bis kurz vor der türkischen halbinsel Datca können wir schön segeln, aber dann ist der wind weg.
Nach einigen überlegungen, wohin mit uns, beschliessen wir den kleinen Hafen Agios Antonios an der N-küste von Tilos anzulaufen. Dieser erweist sich als ein wirklich verschlafenes nest mit einer einzigen taverne, in der die ortsbevölkerung lautstark diskutiert. Als wir eintreten und “Ouzo me meze” auf griechisch bestellen, werden wir wie ausserirdische bestaunt.
Wir setzen uns draussen hin und warten auf die bedienung, die dann erleichtert “oh yes” sagt, als sie die Blodughadda im hafenbecken sieht.


15.10.2002 Dienstag
08:15 Tílos / Ágios Antónios Karte Ablegen
09:30 Tílos / Hafen Livadia Karte Anlegen
14:30 Tílos / Hafen Livadia Karte Ablegen
19:00 Symi / Hafen Karte Anlegen
Zeit unterwegs: 05:45 Strecke: 39 Seemeilen Ø Fahrt: 6,8 Knoten


Wir brechen früh auf und erreichen in den windstillen morgenstunden nach einer stunde den haupthafen von Tilos. Robert organisiert ein moped, um damit die insel zu erforschen. Ich bin zunächst skeptisch – gibt es hier doch kaum 6 km strasse. Meine skepsis steigert sich noch mehr, als das alstersschwache moped es nicht einmal schafft, uns beide, die erste steigung hinauf zu befördern. Ich muss hinten nachrennen. Am totalgewicht der beladung kann das jedenfalls nicht gelgen sein! Wir tanken bei der einzigen tankstelle und erreichen in der sehr schönen landschaft den hauptort Megalo Horio, den wir schon im sommer von der nahe gelegenen bucht Eristos aus gesehen, aber nicht besucht hatten. Der ort ist eine grüne oase, in der noch immer tausende blumen blühen. Wir streunen herum, fotografieren, trinken eine erfrischung und erkunden die restlichen strassen im westteil der insel. Auch zum kilometerlangen strand von Eristos fahren wir hinunter. Jetzt ist er im gegensatz zum sommer menschenleer.
Anschliessend besichtigen wir – nach einigen irrfahrten – das verlassene dorf Mikro Horio. Nur die Kirche und ein geschlossenes café sind noch intakt. Alle anderen gebäude und die terrassen rund herum sind verfallen. Eine gespentische kulisse.
Um 14:30 legen wir richtung Symi ab. Die überfahrt beschert uns keinen wind, einen kleinen vogel als passagier und kurz vor Symi einen grandiosen sonnenuntergang. Um 19 uhr legen wir längsseits gegenüber des yachtkais an und pfeifen auf das pfeifen von “hafenmeister” Mike.


16.10.2002 Mittwoch
15:00 Symi / Hafen Karte Ablegen
16:00 Symi / O. Nanou Karte Ankern
16:30 Symi / O. Nanou Karte Weiterfahrt
19:30 Rodos / Hafen Mandraki Karte Ankunft
Zeit unterwegs: 03:59 Strecke: 28,9 Seemeilen Ø Fahrt: 7,2 Knoten


Wieder mieten wir uns mopeds – diesmal für jeden eines – und die sind wesentlich besser beisammen als auf Tilos. Wir fahren der einzigen strasse entlang über die ganze insel, bleiben immer wieder stehen, um die herrliche aussicht zu geniessen und schöne fotos zu machen. die strasse endet bei kloster Panormitis an der gleichnamigen bucht. Man kann sich nur über die gewaltigen anstrengungen wundern, die der bau der strasse mit endlosen serpentinen verursacht haben muss.
Um 15 uhr legen wir ab und mit einem kurzen badestopp in der bucht Nanou setzen wir die reise richtung Rodos fort. Unterwegs bin ich mit dem kopieren von Roberts CD’s so beschäftigt, dass ich übersehe, dass die ganz flache sandige landzunge an der nordspitze von Rodos im weg ist. Wir laufen mit genua und eingeschalteten motoren bei achterlichem wind und kommen viel schneller voran, als ich eingeschätzt hatte. Als ich wieder mal nach dem rechten sehen will, ist die in der nacht nicht sichtbare landzunge bereits 50 meter vor uns! Ich gebe zwar vollgas rückwärts aber zu spät. Wir krachen mit voller geschwindigkeit auf den strand. Gott sei dank ist hier nur feiner sand und wir erwischen keinen der verstreut herumliegenden steine. Ich rolle die genua ein und reversiere problemlos wieder zurück. Sehr aufgeregt setzen wir die fahrt fort, umrunden die landzunge und den gefährlichen antiken wellenbrecher, der knapp unterhalb der wasserlinie liegt, wobei wir von einem patruillenboot der küstenwache begleitet werden. Die hatte ofensichtlich unseren falschen kurs am radar beobachtet und waren gleich am platz, jedoch etwas zu spät.
Der hafen ist gerammelt voll und mit mühe finden wir einen platz gegenüber dem yachtkai. Erst nachdem wir recht mühsam eine andere segelyacht etwas verholt und die Blodughadda mit muskelkraft in die kleine lücke hereingezogen haben, können wir uns entspannen.


17.10.2002 Donnerstag
Rodos / Hafen Mandraki
Wir durchstreifen die altstadt, fotografieren, gehen zur gerammten landzunge, mieten ein auto, fahren nach Lindos und stellen fest, dass Rodos zwar schön aber voll mit pauschaltouristen und ebensolchen läden ist.


18.10.2002 Freitag
06:55 Rodos / Hafen Mandraki Karte Ablegen
10:04 Sesklí (Symi) / O. Skomisá Karte Ankern
15:40 Sesklí (Symi) / O. Skomisá Karte Weiterfahrt
20:39 Nisyros / Páli Karte Anlegen
Zeit unterwegs: 08:09 Strecke: 57,6 Seemeilen Ø Fahrt: 7 Knoten


Bereits um 7 uhr früh legen wir ab. Um 10 h erreichen wir die schöne bucht Skomisa, wo wir den anker im 3 m tiefen wasser werfen. Wir lassen es uns gut gehen bis um 15:40 in richtung Nisyros weiterfahren.Um 20:30 legen wir im hafen Pali längsseits der E-mole an.


19.10.2002 Samstag
12:59 Nisyros / Páli Karte Ablegen
13:39 Gyali / Strand Karte Ankern
15:25 Gyali / Strand Karte Weiterfahrt
19:00 Kos / Marina Karte Anlegen
Zeit unterwegs: 04:13 Strecke: 27,6 Seemeilen Ø Fahrt: 6,5 Knoten


Ein schöner tag begrüsst uns. Kaum bekleidet fotografieren wir im sonnenaufgang. Robert mietet ein moped und sieht sich die insel an während ich mir diverse putzarbeiten am boot vornehme – der öffentliche wasseranschluss direkt nebenan ist sehr praktisch.
Um 13 h legen wir ab und erreichen den schönen strand von Gyali ca. eine stunde später. Wir schwimmen und beobachten die luftbläschen, die aus dem meeresboden aufsteigen.
Um 15:30 fahren wir weiter, machen einen zwischenstopp an der therme auf Kos und beenden den letzten törn des jahres um 19 h in der Marina Kos