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2009-07-16 Claudia und Wolfgang

Aktualisierung 21.08.2018 21:34:31 Anzahl Tage: 7
16.07.2009 Kos / Marina – Sesklí (Symi) / O. Skomisá
17.07.2009 Sesklí (Symi) / O. Skomisá – Bozburun / Hafen – Bozburun / Bucht vor Hafen
18.07.2009 Bozburun / Bucht vor Hafen – Bozburun / Ankerplatz N von Kizil Adasi – Symi / Hafen
19.07.2009 Symi / Hafen – Symi / O. Thessálona – Chalki
20-7-2009 Chalki / Hafen
21.07.2009 Chalki – Tílos / O. Livádia
22.07.2009 Tílos / O. Livádia – Tílos / O. Skáfi – Nisyros / Páli

Crew:
Tötterström Tom
Tötterström Beate
Nozar Claudia
Nozar Wolfgang

Gesamt Törn:
Zeit unterwegs: 25:29 Strecke: 143 Seemeilen Ø Fahrt: 5,6 Knoten


16.07.2009 Donnerstag
12:55 Kos / Marina Karte
13:15 segel setzen
15:53 Motoren dazu
19:08 Sesklí (Symi) / O. Skomisá Karte Ankern
Zeit unterwegs: 06:13 Strecke: 46,1 Seemeilen Ø Fahrt: 7,4 Knoten


Kurz nach Mitternacht holt Beate uns von der Taverna ab und wir fahren zur Marina zurück. Sie möchte noch ein Glas Retsína trinken und alle anderen haben auch nichts dagegen. So werden es doch ein paar mehr Gläser und 2 Uhr früh bis wir endlich schlafen gehen.

Wie vereinbart steht ein Mitarbeiter von Stamatis um 8:30h vor dem Leihwagen. Ich gebe ihm die Autoschlüssel und 40 Euro. Damit ist die Autoverleihaktion ohne jegliche Formalität beendet.

Die Blodughadda wird gewaschen und die Wassertanks aufgefüllt. Der neue Jambo-Anker, den Claudia und Wolfgang mitgebracht haben, wird montiert und neue Markierungen in die Kette eingedrückt. Nach einer Erfrischung im Marina Kafé legen wir um 12:55h ab.
Der Wind bläst frisch aus N und wir setzen gleich die Segel mit je zwei Reffs. Dann geht es ab Richtung Süd. Unser vorgesehenes Ziel ist Gyali. Aber S von Kos kommt der Wind mit 36 Knoten und sehr steilen Wellen daher. Der Halbwindkurs nach Gyali ist sehr ungemütlich. Der fast Vorwindkurs 180 ist viel angenehmer und es geht mit 8-9 Knoten auch recht flott dahin. Nur wohin? Ich studiere die Windkarten im Internet. Das Starkwindgebiet soll sich etwa bis Symi strecken. Es könnte also sein, dass wir dort eine ruhige Nacht haben könnten. Also auf nach Sesklí S von Symi.
Nach der Umrundung der W-Spite der Datça Halbinsel sind natürlich die Wellen wieder weg. Aber die Fallböen finden auch hier statt. Obwohl von der Genua nur noch ein kleiner Fleck draußen ist, fängt das Vorstag zu geigen an. Wir rollen sie komplett weg und starten stattdessen die eiserne Genua um möglichst schnell weiter hinaus zu kommen. Das gelingt mit bis zu 9,7 Knoten Geschwindigkeit. Dann wird der Wind tatsächlich schwächer. Ich freue mich schon über die Entscheidung, so weit zu fahren. Aber unterhalb von Symi nimmt der Wind wieder auf über 30 Knoten zu.
Nach nur 6 Stunden und 13 Minuten erreichen wir den Ankerplatz im S von Sesklí. Der neue Anker wird erstmals gebadet und hält sofort bestens. Wir können uns endlich ins Wasser hupfen, das hier kühler ist als bisher – 23°, während der Wind extrem warm ist.
Es gibt ein typisches Bord-Abendessen und danach sind alle schon um 22 Uhr bettreif. Der warme, in teilweise heftigen Böen wehende Nachtwind verspricht allerdings keine angenehme Nacht. Um 22:30h hat es noch über 30° aber zumindest ist die Luftfeuchtigkeit gering.


17.07.2009 Freitag
13:04 Sesklí (Symi) / O. Skomisá Karte Ablegen
15:15 vor Hafeneinfahrt
15:27 Bozburun / Hafen Karte Längsseits anlegen
20:10 Bozburun / Hafen Karte Ablegen
20:15 Bozburun / Bucht vor Hafen Karte Ankern
Zeit unterwegs: 02:28 Strecke: 15,6 Seemeilen Ø Fahrt: 6,3 Knoten


Beate hat in der Nacht versucht, durch Schlaf im Cockpit der Hitze zu entfliehen. Ist aber nicht gelungen. Auch der Nachtwind hat mehr als 30°! Und der ist noch dazu zeitweise heftig. Auch die Strömung ist zeitweise heftig. Bei einer meiner Kontrollrundgänge steht das Boot im rechten Winkel zum Wind, der also direkt von der Seite daher kommt.
Der obligate Morgenströrenfried ist diesmal kein Geräusch sondern eine der zahlreichen Seklí-Fliegen, die es auf mein Ohrläppchen abgesehen hat. Also Morgenschwimm. Claudia und Wolfgang sind um 8h schon auf.
Wir schwimmen und faulenzen und legen um 13h ab. Nach etwas mehr als zwei Stunden erreichen wir Bozburun in der Türkei. Wir fahren in den Hafen hinein und sehen einen freien Platz zum längsseits anlegen. Ein Mann mit weißem Hemd und blauer Hose deutet, dass unser Ansinnen passt. Er hilft mit den Leinen und geht danach wortlos davon. Wir machen einen kurzen Spaziergang durch das nette Städtchen mit vielen Lebensmittelgeschäften, Apotheken, die Viagra und Cialis etc. auf Werbetafeln anbieten und natürlich Cafés und Restaurants.
Wir landen in einem davon direkt am Wasser und bestellen Bier. Das kalte Efes zischt schön. Der Kellner wird von einigen Burschen im Alter von ca. 12-14 Jahren assistiert und erweist sich als der Geschäftsführer. Er heißt Aitatsch, ein 33 jähriger Kurde aus Batman, wo seine Frau und drei Kinder leben. Nur für die Sommermonate kommt er hierher. Sonst betreibt er ein Taxi in seiner Heimatstadt. Er ist sehr lustig und sympathisch.
Beate geht voraus aufs Boot und als wir nachkommen erzählt sie, dass der Kassier da war und 80 Lira, 40 Euro, für die Nacht kassieren wollte. Da beschließen wir, sogleich essen zu gehen und für die Nacht die paar hundert Meter hinaus zu fahren, wo viele andere Segelboote ankern. Aitatsch hat uns angeboten, von seiner gut bestückten Vitrine ein Menü auszusuchen um 10 Euro pro Person. Das machen wir natürlich und es ist wirklich gut.
Kurz nach 20h sind wir fertig und legen uns auf die Reede. Der Wind ist beinahe verschwunden und die Lichter der Ortschaft spiegeln sich im Wasser. Wir freuen uns über ein Abendschwimm und die gute Entscheidung, hierher zu fahren statt im Hafen zu bleiben.


18.07.2009 Samstag
11:28 Bozburun / Bucht vor Hafen Karte Abfahrt
11:56 Bozburun / Ankerplatz N von Kizil Adasi Karte Ankern
16:29 Bozburun / Ankerplatz N von Kizil Adasi Karte Abfahrt
19:15 Symi / Hafen Karte Anlegen
Zeit unterwegs: 03:13 Strecke: 12,4 Seemeilen Ø Fahrt: 3,9 Knoten


Die Nacht und der Morgen sind absolut windstill aber nicht heiß – herrlich. Der Morgenstörenfried tritt heute in Form von Minifischerbooten auf. Diese tuckern mit unglaublichem Lärm und lähmend langsam um 6 Uhr früh über das spiegelglatte Wasser. Sie sind garantiert doppelt so laut wie ihre griechischen Pendants, sehen aber schnittiger aus mit dem gerade geschnittenen Steven in etwa 45° zum Wasser geneigt.
Wir frühstücken, schwimmen und Beate malt das Minarett und die ziemlich große Moschee bevor wir losfahren. Keine 2 sm weiter ankern wir wieder. Zwischen Festland, und den Inseln Kizil und Kiseli befindet sich ein herrlicher Ankerplatz mit ganz klarem Wasser und Sandgrund in 4 m Tiefe. 4,5 Stunden bleiben wir da bevor wir die 10 sm nach Symi in Angriff nehmen.
Der Hafen von Symi ist um 18:30h natürlich voll. Neben dem Zollwacheboot ganz am Ende er Bucht ist ein wunderbarer Platz zum Längsseits anlegen frei. Das machen wir auch. Besser gesagt, fast. Wolfgang springt an Land um die Leine fest zu machen. Da tönt es „no, no no!“ aus einem offenen Fenster des nächsten Gebäudes. Obwohl sich also nicht ein Mal jemand gezeigt hat, lassen wir uns verscheuchen.
Als wir uns die Stelle neben einer Riesenmotoryacht ganz außen an der N-Seite ansehen, pfeift es von der Südseite und zwei Männer winken uns zu, dort anzulegen. Das machen wir gleich drei Mal. Es ist nämlich wirklich schwierig, mit 50 m Ankerkette zu ankern, wenn es 30m vor dem Kai 30m Tiefe hat. Das erste Mal ist der Anker zu nahe, das zweite Mal zu weit draußen – die Kette reicht nicht aus. Das dritte Mal passte es dann endlich. Ich bin ziemlich genervt.
Der Mooring Man Theo hilft mit den Leinen und knöpft dann 5 Euro Gebühr ab. Er erklärt, der bisherige, Merkurios, sei nur mehr für Wasser und Strom zuständig. Und früher habe er auch nur „geholfen“ und war nicht der „Mooring Man“. Da müssen sich ziemliche Machtkäpfe abspielen, um diesen lukrativen Job zu erhalten, der von der Hafenpolizei wohlwollend geduldet wird (weil ihr damit Arbeit abgenommen wird).
Abends essen wir in einer Taverne, die ich noch als gsehr gut in Erinnerung habe. Aber das ist Geschichte. Die Taverna International Manolis ist zwar nicht teuer aber schlicht schlecht! Den traditionellen Abenddrink in der Vapori-Bar fällt wegen verrückter Preisgestaltung aus. Stattdessen nehmen wir ihn im Café gleich beim Wasser ein. Ist zwar viel günstiger aber die Serviererin will uns offenbar ungern bedienen. Laute Brüller bringen dann doch die Drinks.


19.07.2009 Sonntag
09:15 Symi / Hafen Karte
10:00 Symi / O. Thessálona Karte
12:30 Symi / O. Thessálona Karte
14:00 Segel setzen
15:08 Segel weg
17:30 Chalki / Hafen Karte Anlegen
Zeit unterwegs: 05:45 Strecke: 31,4 Seemeilen Ø Fahrt: 5,5 Knoten


Wir verlassen Symi um 9:15 ohne Frühstück, weil „a very big cargo ship“ ankommen wird. 45 Minuten später ankern wir in der spektakulären Thessalona-Bucht und holen das Frühstück nach. 2,5 Stunden später fahren wir Richtung Chalki los. S von Symi sieht es nach Segelwetter aus. Wir setzen die Fetzen. Aber wirklich gut geht es nicht. Der Wind dreht immer mehr auf die Nase und bald gibt es nur eines: Gegenan per Motor bolzen. Nach entsprechender Schaukelpartie erreichen wir Chalki um 17h. Yannis der jüngere (siehe später) überreicht uns eine Mooring an der noch leeren W-Seite des Schwimmstegs.
Der Ort ist nett wie immer. Wolfgang und Claudia inspizieren sogleich das erste der vielen Lokale entlang der Wasserfront. Ich stehe mit einem Fender bereit, um ein hochwahrscheinliches Antitschen des neu angekommenen, neben uns anlegenden, riesigen Katamarans – eine Logoon 500 – bei Bedarf abfedern zu können. Es titscht aber nix an. Der griechische Skipper macht es perfekt und spektakulär. Aber es dauert lange und inzwischen legen auch andere Boote am anderen Ende des Steges an. Beate geht auch schon vor aber als ich nachkommen will, spricht mich ein junger Norweger an, der auch gerade angelegt hat. Wir plaudern ein wenig und der griechische Katamaranskipper gesellt sich dazu – vollkommen besoffen. Das Anlegemanöver dürfte doch etwas nervenaufreibend gewesen sein. Die zwei französischen Familien an Bord konnten ja nicht wirklich was beitragen. Der Norweger interessiert sich für den Außenbordmotor, den ich seit vorigem Jahr mit einem Schild „FOR SALE“ versehen habe! Aber so ganz groß ist das Interesse doch nicht.
Ich gehe los und treffe die anderen in der Taverna AVRA. Das Essen und Trinken ist gut und mit 60 Euro nicht teuer. Der Norweger mit Mannschaft, 2 männlich, 1 weiblich setzen sich am Nachbartisch. Es geht sehr gut, mit dem Norweger „Skandinavisch“ zu reden. Aber die Frau ist Schweizerin aus Baden bei Zürich und mit ihr geht es gut auf Deutsch. Also sprechen wir englisch.


20-7-2009 Montag
Chalki / Hafen
Wir beschließen, den Tag in Chalki zu verbringen und erst morgen weiter zu fahren. Es ist bereits in der Früh sehr heiß aber hier kann man ja im Hafen schwimmen. Wir sind ausgesprochen faul und nur ich fahre mit dem Bus um 17 Uhr zum Kloster. Ich ergattere gerade den letzten Platz im 17-sitzigen Minibus. Die Fahrt geht hoch hinauf und quer über die Insel. Die Straße wird immer enger. Nach 6,5 Kilometern ist sie beim Kloster zu Ende. Eine halbstündige Pause mit Besichtigungs- und Erfrischungsgetränkkaufmöglichkeit folgt. Das Kirchlein des Klosters ist nett, kellerartig und voll mit brennenden Kerzen. Die drei Mönchszellen sind seit langer Zeit leer, aber im langgestreckten Haus oberhalb der Kirche leben eine Frau und ein Mann, die das Anwesen und die selten anwesenden Touristen betreuen.
Interessanter finde ich die Reste der Siedlungen aus dem Jahr 400 vor Christus auf dem Hochplateau. Sogar einige „Häuser“ sind noch erhalten. Des Busfahrer erklärt, dass diese „Kifes“, Einzahl „Kifi“ heißen. Ich merke mir das gut, weil „kivi“ auf Finnsich „Stein“ heißt und die Behausungen wie aus Stein gebaute Iglus mit flachem Grasdach aussehen. Sie haben nur einen niedrigen Eingang, keine Fenster und die Steine sind lose auf einander gestapelt um ein etwa ein Meter tiefes Loch in der Erde. Das sei im Winter wärmer und im Sommer kühler erklärt der Fahrer. Das finden offensichtlich jetzt die Ziegen auch.
Es ist schwer vorzustellen, dass hier mal Ackerland war. Es ist so voll von Steinen. Aber die im Laufe der Jahrhunderte aufgestapelten Steinmauern und hie und da noch vorhandene Feigenbäume bezeugen das.
Nach ein paar Fotostopps ist der Bus nach 1,5 Stunden wieder im Hafen zurück. Inzwischen haben Claudia und Wolfgang frisch gefangene Garnelen gekauft. Während sie diese mühsam schält und Beate die griechischen Reisnudeln dazu vorbereitet, unterhalte ich mich mit dem Norweger Svend und seinem Bruder Knud. Sie haben bereits viel erlebt, u.a. eine Segelfahrt in die Karibik und zurück.


21.07.2009 Dienstag
09:02 Chalki / Hafen Karte Abfahrt
12:44 Tílos / O. Livádia Karte Ankern
14:59 Tílos / O. Livádia Karte Abfahrt
15:13 Tílos / O. Livádia Karte Ankern
Zeit unterwegs: 03:56 Strecke: 18,7 Seemeilen Ø Fahrt: 4,7 Knoten


Heute wollen wir weiter fahren. Aber zunächst muss ich noch sehen, ob die norwegischen Brüder, vielleicht doch noch Interesse am Außenborder haben. Ich biete also an, ihn unverbindlich zu testen an ihrem Schlauchboot. Das nehmen sie gerne an. Als der Motor überhaupt nicht starten will, denke ich, dass das Interesse wohl jetzt vorbei wäre. Aber als ich an der Startschnur ziehe, springt er doch an. Svend dreht eine Runde. Als er zurück kommt hat er das schlechte Anspringen und ein stotterndes Ansprechen auf Gasgeben diagnostiziert: Kondenzwasser im Vergaser, weil so lange nicht in Verwendung. Er sei schon interessiert… Ich fasse das als die norwegische Art des Feilschens auf und gehe von 450 auf 399 Euro mit dem Preis herunter. Als ich auch noch anbiete, seinen alten Außenborder zu entsorgen, ist die Sache klar.
Er bringt einen uralten, 3,5 PS Motor unbekannter Marke. Der Zweitakter funktioniere, sei aber fürchterlich laut. Jedenfalls ist er viel leichter als der Honda 4,5 PS, der gleich auf seinem Schlauchboot bleibt.
Kurz nach 9 Uhr fahren wir los. Natürlich kommnt der Wind wieder von vorne, wenn auch nicht so stark. Dafür sind die Wellen recht groß und nervig, weil von überall her kommend. Mit reduzierter Geschwindigkeit kommen wir erst um 12:45 in der Livadia Bucht an. Wir ankern und schwimmen N des Hafens zwei stunden lang.
die deutsche Hafenmeisterin kann uns keinen Platz im Hafen geben, alles voll. Also ankern wir vor dem langen Kieselstrand gemeinsam mit sehr vielen anderen Booten. Ich zähle ganze 17 Stück, wovon die Hetairos definitiv der Star ist: Eine 140 Fuß lange, extrem edle Ketsch, siehe http://www.abeking.com/Hetairos.40.0.html?&L=0
Claudia und Wolfgang haben sofort Gusto auf das tägliche Tsaziki und Oktopussalat. Ich führe sie an Land mit dem Schlauchboot und dem Norweger-Motor. Er ist tatsächlich sehr laut und raucht fürchterlich. Aber er startet sofort und funktioniert einwandfrei!
Am Abend gehen wir dann alle in die von ihnen entdeckte Taverna To Armenon. Sie erweist sich als eine der seltenen kulinarischen Höhepunkte im Dodekanes. Jeder bestellt was anderes und alles ist wirklich sehr gut und mit Phantasie zubereitet und serviert. Es ist außerdem ausgesprochen preiswert: 60 Euro für alles zusammen.
Anschließend will ich mir noch den Hafen ansehen und kann dabei beobachten, wie ein am Pier ankernder türkischer Gulet in Bedrängnis kommt: Die Blue Star-Fähre erzeugt beim Ablegen eine derartig reißende Strömung, dass die 20 mm Heckleine des Gulets bricht. Sie treibt sofort seitlich ab und verhängt sich mit der Passarella im Bug eines Fischerbootes, das längsseits am Molenkopf liegt.


22.07.2009 Mittwoch
11:00 Tílos / O. Livádia Karte
11:55 Tílos / O. Skáfi Karte Ankern
13:15 Tílos / O. Skáfi Karte Abfahrt
16:10 Nisyros / Páli Karte Ankunft
Zeit unterwegs: 03:50 Strecke: 18,8 Seemeilen Ø Fahrt: 4,9 Knoten


Abfahrt um 11 Uhr. Kaum eine Stunde später baden wir in der herrlichen bucht Skáfi ganz im N von Tilos. Hierher verirren sich selten Boote, weil nach N offen. Aber der übliche NNW oder NW Wind kommt hier nicht herein. Im Gegensatz, er dreht sich um und weht aus der Bucht heraus!
Nach 1:20h fahren wir weiter und erreichen Pali auf Nisyros fast drei Stunden später, weil wieder langsam gefahren – übrigens von Wolfgang und ich kann zwischendurch sogar schlafen.
Obwohl schon viele Boote im Hafen sind und noch eine sunsail-Flottilie mit 15 Booten erwartet wird, finden wir noch gut Platz. Hildegard und Yves sind mit der Dusty hier und kommen uns gleich begrüßen. Sie haben ihren Stammplatz in der Kos Marina für ein paar Tage verlassen.
Claudia und Wolfgang gehen in die Taverna Afrodite auf Tsatsiki und Oktopussalat. Nach einer Weile folgen Beate und ich nach. Letztes Mal war der Ouzo me Meze ausgezeichnet. Diesmal auch aber nun besteht er hauptsächlich aus Tsatsiki und Oktopussalat…
In Pali gibt es mittlerweile zwei Autoverleihe und mindestens drei Mopedverleihe. Alle mit neuem Gerät um 7 bzw. 10 Euro pro Tag für einen starken Zweisitzer. Vor dem Hafenausbau war es ein Mopedverleiher mit alten Mopeds um 15 Euro pro Tag. Claudia und Wolfgang mieten ein schönes Moped und organisieren ein Appartement ab morgen.
Beate und und machen einen Spaziergang und gehen anschließend am Strand baden. Jetzt gibt es hier auch schöne Liegen, wie es aussieht kostenlos. Die dusche ist es auf jeden Fall.
Abends gehen wir wieder zur Afrodite. Das machen anscheinenend auch alle anderenen Crews. Das Personal ist hoffnungslos überlastet und nach einer halben Stunde oder so wechseln wir ins Nachbarlokal, Ellenis, wo niemand sitzt. Jetzt bekommen wir Bedienung vom Feinsten. Das Essen ist genau so gut wie bei Afrodite und kostet gleich viel. Schon ein recht seltsamer Herdentrieb, der die Masse steuert, wohin sie essen geht und wohin nicht.
Den letzten gemeinsamen Abend schließen wir in Captain’s House mit ein paar Drinks ab.