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2011-07-06 Kos Umrundung

Aktualisierung 21.08.2018 20:56:50 Anzahl Tage: 9
06.07.2011 Kos / Marina
07.07.2011 Kos / Marina – Psérimos / O. Vathy
08.07.2011 Psérimos / O. Vathy – Psérimos / O. Psérimos (Avlakia) – Kálymnos / O. Paliónisos
09.07.2011 Kálymnos / O. Paliónisos – Kálymnos / O. Vathy
10.07.2011 Kálymnos / O. Vathy – Nisyros / Páli
11.07.2011 Nisyros / Páli
12.07.2011 Nisyros / Páli – Gyali
13.07.2011 Gyali – Kos / Kamari
14.07.2011 Kos Süd / Kefalos Kamari

Crew:
Tötterström Tom
Tötterström Beate
Tötterström Patrick
Lamprecht Harald
Melk Lisbeth

Gesamt Törn:
Zeit unterwegs: 16:46 Strecke: 78,6 Seemeilen Ø Fahrt: 4,7 Knoten


06.07.2011 Mittwoch
Kos / Marina
Beate, Harald und Lisbeth landen pünktlich. Der Versuch, einen Leihwagen am Flughafen zu organisieren scheitert am Preis und an der Unfreundlichkeit der AutoBank Angestellten. Also nehmen sie ein Taxi. Kurz nachdem sie am Boot angekommen sind, kommt auch der Motormechaniker Babis vorbei. Er dreht ein paar Muttern fester und meint, das Öl wäre von dort ausgeronnen. Er stellt aber fest, dass das Motoröl am Messstab ziemlich dünnflüssig ist. Ich soll beobachten, ob der Pegelstand im Motor steigt. Wenn ja, ist die Membran der Dieselförderpumpe kaputt.

Beate und Lisbeth machen sich über den Staub im Inneren des Bootes. Harald, Patrick und ich schlagen die Segel an. Dann gehen wir ins Lithino gut essen. Danach Beate und ich aufs Boot und die jungen Leute in die Stadt.


07.07.2011 Donnerstag
11:33 Kos / Marina Karte Abfahrt
13:01 Pserimos / O. Vathy Karte Ankern
Zeit unterwegs: 01:28 Strecke: 8,9 Seemeilen Ø Fahrt: 6,1 Knoten


Nach dem Großeinkauf beim Kostas fahren wir um 11:33 los. Nach 1,5 Stunden ankern wir im weißen Sand der Vathy-Bucht.
Ich überprüfe den Motorölstand: Um ein paar Millimeter gestiegen. Also Babis anrufen. Er wird eine neue Pumpe aus Athen bestellen und anrufen, wenn sie angekommen ist. Bis zum Austausch sollen wir den Motor möglichst nicht verwenden.
Am Nachmittag wird der Wind stärker mit unangenehmen Fallböen. Wir verlegen das Boot zum bewährten Platz auf tieferes Wasser mit weniger heftigen Fallböen. Abends gibt es Beates besonders guten Nudelsalat.


08.07.2011 Freitag
11:22 Pserimos / O. Vathy Karte Abfahrt
12:26 Pserimos / O. Psérimos (Avlakia) Karte Ankern
15:36 Pserimos / O. Psérimos (Avlakia) Karte Weiterfahrt
17:58 Kálymnos / O. Paliónisos Karte Anlegen
Zeit unterwegs: 03:25 Strecke: 16,4 Seemeilen Ø Fahrt: 4,8 Knoten


In einer Stunde tuckern wir mit einem Motor um den Südteil der Insel und ankern um 12:26 in der „Hafenbucht“ des einzigen Ortes der Insel. Eigentlich ist es ja eine Badebucht. Wir schwimmen zum Mittagessen. Der Wirt Niko von Taverna Tripolitis hat wieder längere lockige Haare. Und auch längere Wartezeiten. Es dauert ewig, bis wir unser Essen bekommen, dabei jeder nur eine Speise. Die Preise sind sehr ordentlich gestiegen wie auch die Lautstärke der griechischen Popmusik, die aus den Lautsprechern dröhnt. Eine Unterhaltung ist kaum möglich. Dieses Lokal muss ich leider von der Liste der Lohnenswerten streichen.
Nach 2 Stunden 20 Minuten erreichen wir die Bucht Paliónisos. Es ist kaum zu fassen: Auf beiden Seiten der Bucht gibt es jetzt eine Straße, die zu jeweils einer neuen Taverna führen! Wir legen uns mit Buganker und Heckleinen zum kleinen Betonsteg an der Ostseite. Im steinigen Grund hält der Anker nicht besonders gut so dass wir das Boot um eine halbe Bootslänge nach hinten verholen. Jetzt liegen wir halblängsseits entlang des Stegs.

Weiter geht es nicht, weil dann der Steg einen Knick macht. Aber so ist es gut und die 4 Leinen unterstützen den Anker bestens. Dabei ist der Wind sowieso nicht besonders stark.
Die Kantina-Taverna „Ilias“ oberhalb des Stegs erhält Besuch von uns. Schöne Aussicht über die Bucht. Wein, Bier und Knabbereien gut und nicht teuer. Wir wollen aber auch den Nikolas in seiner Paradise Taverna aufsuchen. Bei Sonnenuntergang gehen wir die mittlerweile ganz schöne Straße entlang zu seiner Taverna ein paar hundert Meter vom Strand entfernt.


Er und seine Frau sind gerade beim Putzen und begrüßen die ersten Gäste des Abends herzlich. Die Namen von Patrick, Beate und mir hat er sich sogar gemerkt.
Nikolas „the talking machine“ macht seinem Spitznamen alle Ehre. Und da wir die einzigen Gäste bleiben, hat er genügend Zeit, sich um uns zu kümmern. Seine 3 Söhne sind alle fertig mit der Ausbildung. Der jüngste, Leftheris, hat zuletzt als Frühstückskoch im Robinson Club Arosa in er Schweiz gearbeitet und Nikolas zeigt stolz sein gutes Dienstzeugnis, das wir noch etwas erklären und kommentieren dürfen.
Die Konkurrenz am Strand zeigt Wirkung: Das von ihm heute gemachte Essen, Oktapus Hydra (eine Art Gulasch mit Oktopusfleisch) und gebratene Leber in Sauce ist wirklich sehr gut und gar nicht teuer. Außerdem müssen wir von diesem und jenem kosten und die Verdauungsouzos gehen natürlich auch aufs Haus. Er verspricht, morgen auf ein Kaffee aufs Boot zu kommen und frisches Brot aus Kálymnos Stadt mitzubringen.


09.07.2011 Samstag
12:20 Kálymnos / O. Paliónisos Karte Abfahrt
12:35 Genua dazu, Motoren langsamer
13:24 Genua weg, Motoren schneller
13:55 Kálymnos / O. Vathy Karte Anlegen
Zeit unterwegs: 01:34 Strecke: 7 Seemeilen Ø Fahrt: 4,5 Knoten


Nikolas kommt etwas später als vereinbart und bringt von seiner Mutter gebackenes Brot mit. Nach Póthia konnte er nicht fahren, weil er schon in der Früh eine Ziege schlachten und kochen musste. Gäste haben eine Vorbestellung für heute Abend gemacht.
Beim Kaffee erzählt er über die neue Quelle: Vor etwa 5-6 Jahren kam ein Geologe aus Rodos in das Tal und stellte fest, dass es eine Quelle geben muss, ca. 800m oberhalb seiner Taverna. Heuer im Winter kam dann ein entsprechendes Bohrgerät und wurde tatsächlich fündig In ca. 118m Tiefe stieß man auf Grundwasser. Dieses ist nun erschlossen und ersetzt die Wasserschifflieferungen der letzten Jahre und jahrzehntelang davor die extrem mühsamen Wanderungen über den Sattel in das nächste Tal, um ein paar Eimer Wasser zu holen. Jetzt ist die Wasserzisterne unter der Kirche einfach immer voll. Für die wenigen Bewohner hier muss es ein unglaublich befreiendes Gefühl sein.
Er erzählt aber auch, dass sein Gehalt als Grundschullehrer drastisch gekürzt worden ist. Von einem Jahresgehalt von 26.000 Euro auf 19.000. Und das nach 25 Dienstjahren. Er ist nur froh, dass seine Söhne mit der Ausbildung fertig sind und er mit Jahresende in Pension gehen kann – mit 53 Jahren! Hätte er ein Jahr später zu arbeiten begonnen, müsste er bis 65 arbeiten. Irgendwie versteht man da die Bürgerproteste in Athen. Davon ist hier in der Provinz aber nichts zu bemerken.

Um 12:20h fahren wir ab und erreichen den Vathy-Fjord nach 1,5 Stunden. Ein Platz am Ende der Mole ist frei. Der Lärm der Badegäste im Schwimmbereich auf der anderen Seite der Mole ist nicht zu überhören.
Aufgrund der Erfahrungen mit den hiesigen Tavernen essen wir an Bord.
Erst danach auf ein Getränk in eines der Lokale. Im Nachbarlokal gibt es griechische Livemusik mit Tanz. Beides extrem einfallslos und immer wieder dasselbe.


10.07.2011 Sonntag
11:08 Kálymnos / O. Vathy Karte
18:11 Nisyros / Páli Karte
Zeit unterwegs: 07:03 Strecke: 31,7 Seemeilen Ø Fahrt: 4,5 Knoten


Ein 7 Stunden dauernder Segeltag. Wir umrunden Kos westlich und kommen beim NW-Wind nur mit der Genua mit 4 bis 6 Knoten voran. Das ist auch gut so. Denn die Stbd-Lichtmaschine liefert wieder Mal viel zu hohe Spannung. Die Batterietrenndiode, die einen Spannungsabfall von 0,6V erzeugen soll, ist durchgebrannt. Es gibt keinen Widerstand mehr zwischen den drei vorhandenen Anschlüssen darauf, lediglich ca. 2,4 Ohm, also praktisch nix.
In Pali versuchen wir mit nur einem Motor rückwärts anzulegen. Das geht aber nicht. Der BB-Motor muss also mithelfen. Mit nur ein paar Minuten Laufzeit wird das verdünnte Motoröl hoffentlich keinen Kolbenreiber verursachen.


11.07.2011 Montag
Nisyros / Páli
Harald und Lisbeth fahren mit dem Moped los.
Ich setzte mich zum Captain mit dem Computer, um herauszufinden, ob ich das Startguthaben für die Internetverbindung schon verbraucht habe, weil eine eine Verbindung nicht möglich ist, obwohl das Signal bestens ist. Es dauert seine Zeit, bis ich merke, dass das 3G (also UMTS) Signal irgend einen Fehler hat. Es gaukelt zwar eine Verbindungsmöglichkeit vor, aber eine solche ist dann doch nicht möglich. Erst als ich das Modem auf „nur 2G“ (also GPRS) stelle, ist die Verbindung plötzlich wieder möglich. Mit einem SMS an 1228 mit Text BAL erhalte ich eine Mitteilung auf Griechisch, dass bis zum 6.8.2011 noch 2.990,05 MB zur Verfügung steht. Na das ist beruhigend. Wenn man noch eine Möglichkeit hätte, diese zu Verbrauchen, wäre es noch besser. Aber der Captain hat ein WLAN (PW 362KZ1958) und der Hafen auch noch eines mit Zugangsdaten free sowohl für User als auch PW.
Um 12:30h machen sich Patrick und ich über die spinnerte Elektrik. Wir sind wild entschlossen, den Sterling Hochleistungsladeregler so einstellen zu können, dass er die perfekte Ladespannung liefert. Und zwar ohne eine idiotische Batterietrenndiode. Das heißt zunächst, die Ladespannung des internen Reglers in den Griff zu bekommen. Seit Jahren versuche ich das bereits vergeblich. Und heute gelingt es auch nicht. Im Internet findet Patrick diverse Foren, wo eben dieses Problem diskutiert wird. Die Lichtmaschine Hitachi LR155-20 dürfte immer zu viel Ladespannung liefern, nämlich zwischen 15 und 16V wenn kein „sensing wire“ angeschlossen ist. Wie dieses anzuschließen ist, wird aber nirgends genau erklärt. Wir probieren alle Möglichkeiten aus. Das Resultat ist immer dasselbe: Entweder zu viel Ladespannung oder gar keine. Wir probieren das mit zwei Lichtmaschinen aus. Es ist furchtbar. Zum Schluss bleibt nur, den internen Regler außer Betrieb zu setzten: LiMa aufschrauben und den F – Kontakt des IC-Reglers abzwicken. Der so kastrierte Regler kann jetzt keine Elektronen mehr zeugen. Das bleibt bleibt dem externen Regler vorbehalten. Aber er tut es auch nicht! Erst nach mehreren Kombinationsversuchen mit den gelben, brauen und roten Kabeln finden wir eine, die zu funktionieren scheint. Die Ladespannung pendelt sich bei 14,20V ein und lässt sich mit den Potetiometern am Regler auch noch nach unten und oben verändern. Bei einer Batterietemperatur von 32° sollte die höchste Ladespannung 14,04V sein, damit die sauteuren Mastervolt AGM-Batterien möglichst lange halten. Aber das machen wir morgen. Um 18:30h haben wir endgültig genug und räumen die Werkzeuge weg. Beate, Lisbeth und Harald kommen auch gerade daher. Sie waren am Strand schwimmen und in der Strandbar Paralia Kaffee trinken. Patrick und ich gehen schwimmen und dann zum Captain auf ein Mythos.
Bevor Harald das Moped an den Verleiher zurück bringt, fährt auch Patrick damit ein wenig herum. Der Captain George, mit dem ich am Vormittag geplaudert hatte, und auch Mopeds verleiht, hat davor gewarnt, dass der Verleiher, bei dem wir das Moped jetzt ausgeliehen hatten, Geld verlangen könnte für einen Schaden am Moped, der bereits vorhanden war. Genau das passiert auch. Ein Plastikteil auf der rechten Seite des Mopeds war bei der Übernahme ordentlich zerkratzt und jetzt behauptet der Verleiher, dieses Teil sei gebrochen. Dabei gibt er zu, dass es schon beschädigt war und meint, es sei jetzt gebrochen und daher müssten wir 15 Euro zahlen. Er will also Geld haben für die angebliche Beschädigung eines bereits kaputten Teils. Er droht damit, dies der Hafenpolizei zu melden und im nächsten Hafen würden wir dann hops genommen werden. Ja, das soll er ruhig machen. Es ist absolut lächerlich, aber vor allem ärgerlich, dass er offenbar versucht, seine günstige Mopedmiete von 10 Euro um 150% auf diese Weise aufzufetten. Mit dieser Geschäftspraktik wird es den Mopedverleiher am Fuße der Außenmole nicht mehr lange geben.
Wir setzen uns zum Captain George und erzählen ihm das. Ja, er hat noch nie Geld für eine leichte Beschädigung verlangt, behauptet er. Am Nachbartisch kommen wir mit einem griechisch-deutschen Ehepaar ins Gespräch und alsbald kommt auch der Engländer der gelb-blauen Stahlmotoryacht vorbei. Es wird ein langer und unterhaltsamer Abend.


12.07.2011 Dienstag
11:05 Nisyros / Páli Karte Abfahrt
12:00 Gyali / Strand Karte Ankern
Zeit unterwegs: 00:55 Strecke: 3,7 Seemeilen Ø Fahrt: 4 Knoten


Kurz nach 11 heißt es „Leinen los!“ Bei fast Windstille tuckern wir mit dem Steuerbordmotor in einer knappen Stunde zur Insel gegenüber. Auf der Fahrt korrigiert Patrick die Ladespannung des Sterlingreglers auf 14,01V, endlich möglich!
Der Anker geht auf 2m Tiefe ca. 50m vom langen Sandstrand. Wir folgen ihm sogleich ins Wasser. Es ist herrlich kühlend aber nicht zu kalt mit 24°C. Es folgen rasieren, Haare schneiden, Schlauchboot ins Wasser, Motor drauf und ausprobieren, lesen… Beate fährt mit Harald und Lisbeth mit dem Schlauch zum Inselchen Ag. Antónios
Und endlich finde ich ein wenig Ruhe und Muße, um auch Tagesberichte zu schreiben. Es gibt viel nachzuholen.


13.07.2011 Mittwoch
11:29 Gyali / Strand Karte
12:12 Genua dazu
13:21 Genua weg
13:49 Kos / Kefalos, Kamari Karte Ankern
Zeit unterwegs: 02:20 Strecke: 10,9 Seemeilen Ø Fahrt: 4,6 Knoten


Gemeinsames Frühstück, Großabwasch, Blogbuch schreiben, schwimmen und dann Abfahrt um 11:30h. So gut wie kein Wind, gut so. Wir müssen gegenan nach Kamari. Mit einem Motor geht das nicht so gut. Aber als wir auf direktem Kurs 293 sind, kommt der Wind aus N so dass wir mit der Genua bestens motorsegeln können. 6,5 statt 4,5 Knoten. Naja, der Wind ist sehr wechselhaft und manchmal gar nicht vorhanden. Aber wir erreichen Kamari bestens um 13:49. Leider kein Platz an der Mole also ankern in der Bucht. Der Schlauch darf uns hinüber tragen. Der Motor spinnt. Sobald man mehr Gas mit eingelegtem Gang gibt, stirbt er ab. Aber im fast Leerlauf kommt man eh voran.
Die Autovermieterin holt mich bei der Taverna Faros ab und wir machen im Büro den Vertrag für zwei Tage. Nach einem Clubsandwich in Taverna Faros bringe ich den Patrick zum Flughafen.
Ich bin so froh darüber, dass er körperlich und geistig mitgeholfen hat, das Boot für diesen Sommer herzurichten. Ohne ihn hätte ich es nicht geschafft.

Kurz vor 19h fahren wir los. In Mastichari nehmen wir ein passables Touristenabendessen bei einem fulminanten Sonnenuntergang ein. Zurück in Kamari den Verdauungs-Ouzo bzw. Wein in einer bis auf uns leeren Bar ein. Um mit dem Minischlauch nicht 2x fahren zu müssen, biete ich mich als Schwimmer an. Gut so, denn der Motor will nicht und ich darf als Ersatz fungieren. Obelix wäre zwar schneller gewesen aber besser langsam als gar nicht.


14.07.2011 Donnerstag
Kos Süd / Kefalos Kamari
Um 6:45h versuche ich wieder eine Internetverbindung zu erhalten in der Hoffnung, es würden weniger Leute beim Provider angemeldet sein. Aber genau so wie gestern bricht die Verbindung nach wenigen Sekunden ab.
Nach dem Frühstück verlegen wir die Blodughadda an den Kopf der Mole. Längsseits ist ein Platz frei, wo gestern der Lastkahn gelegen ist. Harald und Lisbeth fahren mit dem Auto los, die Insel zu erkunden. Ich freue mich darüber, dass die Internetverbindung hier, keine 100m entfernt brauchbar funktioniert. Zwar nicht konstant aber die Unterbrechungen sind hier so kurz wie die Verbindungen am Ankerplatz.
Ich mache mich über den schlecht funktionierenden Außenborder her, putze die Zündkerze und tausche Getriebe- und Motoröl. Dabei kann ich mich wieder ärgern: Im Handbuch steht, dass die Dichtung der ein Mal aufgeschraubten Ölablassschraube auf keinem Fall wieder verwendet werden darf, sondern eine neue genommen werden muss. Aber im ganzen Handbuch steht nicht, was für eine Dichtung das ist. Also aufschrauben und hoffen, dass ich eine passende habe. Trotz Unmengen Dichtungen in Reserve findet sich natürlich keine.
Der Dieseltankwagen kommt vorbei und wir können kommod den Tank anfüllen. 45 Liter zu 68 Euro. Dafür ist hier das Wasser gratis. ein nicht versperrter Schlauch liegt bei den Ausflugsbooten. Sicherheitshalber warte ich bis diese abgelegt haben bevor ich die Tanks fülle und die Kugellager der Mastrutscher vom Staub befreie.

Nach einem erfrischenden Schwimm gehe ich mit dem MacBook in die Taverna Faros auf ein Bier. Die Tagesberichte werden nachgetragen.

Um 19h fahren wir mit dem Auto los. Bei Ria und Remko in Pyli kaufen wir zwei schöne Keramiken. Nach einer kurzen Besichtigung der „Alpen“ in Palio Pyli kehren wir beim „Fischer“ ein. Die Aussicht ist herrlich, die Fischplatte auch.

Kurz vor 22h erreichen wir das Hotel Sea Breeze in Mastichari. Harald und Lisbeth haben hier ein nettes Zimmer mit Balkon zum Meer gefunden, wo sie die nächsten 6 Tage verbringen werden. Wir verabschieden uns, fahren wieder nach Kamari und geben den Leihwagen zurück. Den langen Fußmarsch zum Boot schaffen wir nur mit einem Zwischenstopp in einem der vielen Café-Bars.