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2011-08-03 Schillabs

Aktualisierung 21.08.2018 20:54:17 Anzahl Tage: 10
03.08.2011 Kos / Kamari – Gyali / Bucht bei S-Spitze – Nisyros / Páli
04.08.2011 Nisyros / Páli – Tílos / O. Livádia
05.08.2011 Tílos / O. Livádia
06.08.2011 Tílos / O. Livádia – Chalki
07.08.2011 Chalki – Alimiá / O. Tigáni
08.08.2011 Alimiá / O. Tigáni – Symi / Limáni Panormítis
09.08.2011 Symi / Limáni Panormítis – Symi / Hafen – Symi / Ag. Marina
10.08.2011 Symi / Ag. Marina – Datça / Parmak Bükü – Nisyros / Páli
11.08.2011 Nisyros / Páli
12.08.2011 Nisyros / Páli

Crew:
Tötterström Tom
Tötterström Beate
Schillab Christian
Schillab Elisabeth

Gesamt Törn:
Zeit unterwegs: 23:13 Strecke: 123,6 Seemeilen Ø Fahrt: 5,3 Knoten


03.08.2011 Mittwoch
12:50 Kos / Kefalos, Kamari Karte
14:15 Gyali / Bucht bei S-Spitze Karte
15:35 Gyali / Bucht bei S-Spitze Karte
16:35 Nisyros / Páli Karte
Zeit unterwegs: 02:25 Strecke: 13,5 Seemeilen Ø Fahrt: 5,6 Knoten


Das Taxi bringt Elisabeth und Christian kurz nach 9h zum Schiffsanleger. Wir verlegen das Boot auch dorthin, damit sie an Bord steigen können. Nach Begrüßung, Einräumen und Einkauf geht es um 12:50h los Richtung Nisyros. Auf Gyali machen wir einen Badestopp und um 16:35 erreichen wir Pali.
Vor dem Abendessen beim Captain George erzählt dieser, dass der österreichische Botschafter für später erwartet wird. Das freut uns, denn voriges Jahr haben wir ihn, seine Frau und Tochter auf Levitha kennen gelernt. Viel Zeit zum Plaudern haben sie allerdings nicht, denn sie organisieren eine Tournee mit österreichischer Kammermusik auf den Inseln und müssen morgen schon um 7:30h das Verbindungsboot nach Kos nehmen.


04.08.2011 Donnerstag
12:05 Nisyros / Páli Karte
15:35 Tílos / O. Livádia Karte
Zeit unterwegs: 03:30 Strecke: 17,6 Seemeilen Ø Fahrt: 5 Knoten


Um 12h fahren wir los. Mit dem Wind geht es bequem in 3,5 Stunden nach Tilos. Wir ankern vor dem schmalen Kieselstrand mit der Promenade dahinter. Mit dem Schlauch, der trotz der Minimaße uns zu viert bestens trägt, fahren wir an Land. Wir gehen durch den Ort, kaufen ein wenig Proviant und setzen uns dann ins Restaurant To Armenon an der Strandpromenade. Gut wie immer. Beim Abenddrink auf dem Dach des Mikro Café beobachten wir das Anlegemanöver der Blue Star Fähre „Diagoras“.


05.08.2011 Freitag
Tílos / O. Livádia
Um 9h fahre ich zum Strand, um womöglich einen Mietwagen aufzutreiben. Vor Sonntag gibt es aber keinen. Die Preise: Bei Stefanakis (Tilos Travel) Tel. +30 6946 55 9697: 35,-, Rent a Car DRIVE +30 22460 44173: 45,-, IRIS +30 22460 44294: 50,- per Tag.
Es gibt aber einen Bus, der über die Insel fährt: Von Livadia: 10:30, 13:30, 16:00, 18:00, 20:00, 23:00 Von Megalo Chorio jeweils 10 Minuten, von Eristos jeweils 20 Minuten später. Wir nehmen den 13:30h Bus und steigen in Megalo Chorio aus. Nach einer Erfrischung in der Café-Taverna
mit herrlicher Aussicht auf das Tal und dahinter liegende Bucht Eristos wandern wir der Straße entlang zum langen Sandstrand der Bucht Eristos. Es ist ziemlich heiß und dauert eine gute Stunde.
In der großen Bucht ankert kein einziges Boot. Dafür ist der baumbewachsene Teil des Strandes voll mit Zelten, obwohl das hier kein offizieller Campingplatz ist. Wir gehen ins nette Lokal En Plo unweit des Strandes auf eine Erfrischung und Stärkung. Eine Jugenband übt Greek Pop für den Auftritt am Abend, aber glücklicherweise nur ganz kurz. Um den Bus um 16:20 zu erwischen müssen wir uns beeilen. Er kommt auch recht pünktlich und fährt danach via Agios Antonios und Megalo Chorio wieder zurück nach Livadia. So haben wir praktisch die ganze Insel gesehen und zwar mit Chauffeur um insgesamt 8,80 Euro. Ein Leihwagen wäre wirklich unnötig gewesen. OK., die verlassene Stadt Mikro Chorio konnten wir jetzt nicht ansehen.
Abends essen wir an Bord.


06.08.2011 Samstag
12:20 Tílos / O. Livádia Karte
15:00 Chalki / Hafen Karte
Zeit unterwegs: 02:40 Strecke: 16,3 Seemeilen Ø Fahrt: 6,1 Knoten


Wieder mit dem Wind, der allerdings im Vergleich zu den Wellen sehr schwach ist, motoren wir in 2:40 Stunden nach Chalki. Am Schwimmsteg liegen nur zwei Segelboote. Wir nehmen den Platz längsseits an der E-Seite. Bald kommen mehr Segelboote, darunter zwei gleiche Zweimaster aus Israel mit jeweils sicherlich 20 Jugendlichen an Bord. Alsbald tummeln sie sich im Wasser und auf dem Steg und machen ein Freibad aus der Hafenanlage.
Wir empfehlen den Schillabs, den Touristenbus um 17h zum Kloster auf der anderen Seite der Insel zu nehmen. Leider ist heute aber nur die Fahrt zur verlassenen Chora oberhalb des Hafenortes im Programm und so kommen sie nach einer Stunde recht enttäuscht wieder zurück.
Es ist der Hochzeitstag von Elisabeth und Christian. Zur Feier des Tages laden sie zum Abendessen ein. Wir entscheiden uns für das Restaurant Babis. Das Fischessen ist sehr gut. Aber es ist fast unmöglich danach die Rechnung und danach das Retourgeld zu bekommen.
Den Absacker gibt es im Café Costas.


07.08.2011 Sonntag
15:30 Chalki / Hafen Karte
16:30 Alimiá / O. Tigáni Karte An Boje
Zeit unterwegs: 01:00 Strecke: 6 Seemeilen Ø Fahrt: 6 Knoten


Nach X Stunden gebe ich es endgültig auf, die Time-Machine Backup-Daten auf meinen neuen Computer zurück zu spielen. Auf dem alten MacBook hat das aber tadellos funktioniert, obwohl das Backup vom neuen MacBook Pro stammt. Nur ist es nicht möglich, über die Wind-SIM-Karte eine Verbindung zu lpe.at zu bekommen. Das bedeutet, dass ich keine E-Mails empfangen kann, die an meine normale Adresse gesendet werden. Vom Café Costas free WLAN funktioniert es aber schon.
Beate malt, Elisabeth und Christian erkunden den Ort und nach Einkauf und Wasser bunkern, verlassen wir Chalki um 15:30h. Es geht mit Motor und Genua in einer Stunde zur unbewohnten Nachbarinsel Alimia. Vom Wasser aus sehen wir uns die verlassene Siedlung im NE-Teil der Bucht an, wo der Wind aber recht ordentlich hinein bläst. In der S- Einbuchtung Ormos Tigáni wollen wir ankern. Aber bevor wir den Ankerhaltetest machen, sehen wir unter uns ein Schiffswrack. Obwohl sich die Kette vermutlich nicht darin verfangen würde, holen wir den Anker doch lieber herauf. Nach einem weiteren Ankerversuch im tiefen Wasser, entscheiden wir uns, die Boje zu nehmen, die an einem oberarmdicken Schwimmseil befestigt ist. Bei der Schnorchelüberprüfung zeigt sich, dass das Seil durchgehend so dick ist und an einem wirklich riesigen Bojenstein befestigt ist. Dieser wiederum liegt unmittelbar neben dem Wrack – ein Ausflugs- oder Verbindungsboot mit ca. 20m Länge.

Eine große italienische Segelyacht, die mit Landleine zu Ufer anlegt, übertreibt, wie bei Booten dieser Grüße üblich, mit der Ankerkettenlänge und legt sicherlich 120m aus – quer über das Wrack! Der Junior vom Schiff sieht das Ankerergebnis schnorchelnderweise zugleich mit mir und schlägt Alarm. Der Anker wird herauf geholt und verheddert sich glücklicherweise nicht im Wrack, aber in einem kaputten Fischernetz, das auf dem Grund liegt. Die Yacht kurvt herum, während zwei unfähige versuchen, das Netz mittels Scheren abzuschnipseln. Ein Proficrewmitglied einer anderen Luxusyacht kommt mit Schlauchboot und offenbar scharfem Messer zu Hilfe und befreit den Anker vom Netzklumpen wie nix.


08.08.2011 Montag
12:33 Alimiá / O. Tigáni Karte
16:32 Symi / Limáni Panormítis Karte
Zeit unterwegs: 03:59 Strecke: 21,1 Seemeilen Ø Fahrt: 5,3 Knoten


Heute wollen wir segeln und ziehen sogleich die Fetzen raus. Am Anfang geht es auch sehr gut, aber etwa ab er Hälfte wird der Wind immer schwächer und dreht immer südlicher, so dass wir bald fast vor dem Wind segeln und kaum mehr Fahrt haben.
In der sehr geschützten Bucht Panormítis ankern schon viele Boote. Aber ganz hinten ist noch Platz.
Mit dem Schlauch fahren wir zu viert zum Strand, gehen eine Weile herum und inspizieren die große Klosteranlage. Es gibt sogar einen Minimarket, der Olivenöl verkauft. Das ist gut, denn dieses ist gestern zu Ende gegangen, weshalb wir überhaupt das ursprüngliche Ziel Seskli nicht angelaufen sind. Ohne Olivenöl kann an Bord kein Essen zubereitet werden.
Dann essen wir in der einzigen Taverna überraschend gut und günstig.


09.08.2011 Dienstag
11:40 Symi / Limáni Panormítis Karte
14:20 Symi / Hafen Karte
17:27 Symi / Hafen Karte
18:06 Symi / Ag. Marina Karte
Zeit unterwegs: 03:18 Strecke: 13 Seemeilen Ø Fahrt: 4 Knoten


Bevor wir aufbrechen wollen wir das Kloster und seine Museen ansehen. Dummerweise trödeln wir beim Frühstück und erreichen die Treppen zum Eingang erst mit der Menschenfracht es ersten Ausflugsbootes. Mir reicht die Menge, um lieber die gleichzeitige Ankunft von drei weiteren Ausflugsbooten anzusehen. Dabei handelt es sich um ein „normales“, also als solches erkennbares Ausflugsboot. Die zwei anderen sind für den Zweck eher ungewöhnlich: Der Luftkissen-Highspeed-Katamaran „Sea Star“, der sonst zwischen Rodos und Tilos fährt und ein umgebautes Fährschiff namens „Proteus“ – sieht furchtbar aus.
Um 11:40h verlassen wir die mittlerweile recht leere Bucht. Die Buchten an der E-Seite von Symi sind alle recht voll mit Booten, insbesondere in der schönsten, Ag. Giorgos/Thessalona, wo sich die Gulets aufreihen. Nach 1,5 Stunden erreichen wir die Tankstelle vor dem Hafen Symi. Der riesige, extrem schöne im alten Stil gebaute Zweimaster Ares wird gerade betankt. Für unsere 50 Liter müssen warten, bis er seine 5.000 bekommen hat. In der Zwischenzeit können wir endlich die leere gegen eine volle Gasflasche tauschen, leider nur eine kleine.
Im Hafen ist um 14h genug Platz und weil die Fernbedienung der Ankerwinde nicht funktionieren will, darf die Beate einparken während ich den Anker mit der Entkupplungsstange in die Tiefe befördere. Tief ist es hier ja wirklich, obwohl wir einen der innersten Plätze ergattert haben. Die 35m Ankerkette gehen fast senkrecht hinunter.
Christian und ich sehen, dass Café Stella WLAN anbietet und gehen dorthin. Beate und Elisabeth erkunden die hübsche quirlige Stadt. Nach drei Stunden ist der Hafen voll und 12 Boote, darunter mehrere Zweimaster und andere Kaliber stehen Schlange vor der Hafeneinfahrt als wir und zugleich das Nachbarboot genug vom Wirbel haben und die Flucht antreten. Wir fahren praktisch nur um die Ecke und ankern vor der netten „Badeanstalt“ Agios Marina, wo die Abkühlung und die Ruhe gut tun.


10.08.2011 Mittwoch
11:32 Symi / Ag. Marina Karte
13:25 Datça / Parmak Bükü Karte Ankern
13:45 Datça / Parmak Bükü Karte
18:13 Nisyros / Páli Karte
Zeit unterwegs: 06:20 Strecke: 36,1 Seemeilen Ø Fahrt: 5,7 Knoten


Die Windvorhersage hat sich in den letzten Tagen nicht verändert: Ab morgen wird es bis Samstag Starkwind geben. Es ist daher ratsam, sich in Richtung Kos zu bewegen, weil die Schillabs am Samstag Nachmittag das Flugzeug in Kos erreichen müssen.
Nach ausgiebigem Schwimm fahren wir um 11:30h los. Um dem Gegenwind auszuweichen nehmen wir Kurs auf die türkische Datça-Halbinsel und fahren dicht entlang deren Südküste. In der Bucht Parmak Bükü machen wir einen kurzen Schwimmstopp, um Mal den Anker in Asien zu platzieren.
Bis zum Kap D… geht es recht gut und flott aber die restlichen drei Stunden nach Pali ist eine mühsame Spritz- und Schaukeltour.
Um 18:13h legen wir am Innenkai von Pali an. Während die Mannschaft das Boot von der Salzkruste befreit, gehe ich den Captain George begrüßen.
Am Abend essen wir ebenda.


11.08.2011 Donnerstag
Nisyros / Páli
Die Schillabs besichtigen den 4km entfernten Hauptort Mandraki zu Fuß, da heute anscheinend kein öffentlicher Bus fährt. Der Wind kommt exakt wie angekündigt von schräg vorne und drückt das Boot Richtung Kaimauer. Ich muss die Heckleinen in Windrichtung versetzen, eine stützende Spring zum Bug anbringen und die Ankerkette ordentlich spannen. Zunächst bin ich etwas skeptisch, ob der Anker hier hält. Aber die Sorge ist unbegründet.
Abends essen wir in der Taverna Afrodite. Die Wirtin hat von 197 auf 82 kg abgenommen! Sie ist fröhlich und freundlich wie immer und das Essen in Ordnung aber keine Offenbarung. Beates Imam ist sogar recht verzwiebelt. Also gehen wir zum Captain auf den digestiv.


12.08.2011 Freitag
Nisyros / Páli
Der starke Wind hält an. Wir erkundigen uns nach einer Möglichkeit für die Schillabs, mit einer Fähre morgen nach Kos zu kommen. Alle Auskünfte stimmen überein: Um 7:30h geht ein Verbindungsboot nach Kos Stadt. Wir mieten daher ein klappriges Miniauto vom „Eagle’s Nest“ bis morgen früh und machen uns auf, die Insel zu besichtigen. Die neue Aussichtsplattform mit Kirchlein oberhalb von Nikiá, das Vulkanmuseum und der schöne kleine Hauptplatz werden besichtigt und ausgiebig fotografiert.
Dann bringen wir Beate nach Mandraki, weil sie in Ruhe malen möchte. Elisabeth, Christian und ich fahren wieder auf den Berg hinauf nach Emporios. In der Terrasse der Taverna „Balkoni“ mit herrlicher Aussicht über die Kaldera essen und trinken wir ein wenig und gehen dann den halb, also eigentlich zu 80%, verfallenen Ort besichtigen, also eigentlich nur eine Treppenstraße hinauf zu einem Kirchlein und zurück. Es sind Arbeiten im Gang und es sieht so aus, als ob hier eine Wasserleitung gelegt würde.
Dann fahren wir zur Festung oberhalb von Mandraki. Die 2.500 Jahre alte Mauer besteht aus kleinen bis riesigen Lavasteinblöcken, jeder individuell geformt. Trotzdem sind die Fugen so dicht, dass eine Messerklinge nicht mehr darin Platz hätte.
Dann treffen wir Beate in Mandraki und gehen zum Platz und den zwei riesigen Bäumen, der mit Tischen und Sesseln von drei Lokalen voll gestellt ist. Ein Gummibaum und eine Ficus Benjamina überragen den ganzen Platz. Grüne Netze sind darunter gespannt, um den herabfallenden Laub ein wenig aufzufangen.
Auf dem Rückweg zum Auto kommen wir an einer Gemischtwarenhandlung vorbei. Es ist faszinierend, was hier alles verkauft wird und wie die Waren präsentiert werden – die Bratpfannen zwischen den Waschmitteln beispielsweise. Wir kaufen zwei Fußabstreifer, 6 Kleiderhaken, eine Küchenrollenhalterung samt riesiger Küchenrolle und dünnen Wettex auf Rolle.
Nach Sonnenuntergang im Meer essen wir an Bord. Christian besorgt guten Abschiedswein und frittierte Symi-Shrimps vom Captain. Die sind wirklich sehr klein, können mit der Schale gegessen werden und schmecken fantastisch gut.