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2012-07-05 Samos – Kos

Aktualisierung 21.08.2018 20:45:24 Anzahl Tage: 14
05.07.2012 Sámos / Marathókampos
06.07.2012 Sámos / Marathókampos – Sámos / O. Ag. Kyriakis
07.07.2012 Sámos / O. Ag. Kyriakis – Foúrnoi / O. Kámpi
08.07.2012 Foúrnoi / O. Kámpi – Patmos / O. Meloï
09.07.2012 Patmos / O. Meloï
10.07.2012 Patmos / O. Meloï – Patmos / Livadi
11.07.2012 Patmos / Livadi – Arkí / O. Augústa (Hafenbucht) – Arkí / Tiganáki
12.07.2012 Arkí / Tiganáki – Lipsi / Hafen
13.07.2012 Lipsi / Hafen – Lipsi / O. Platys Gialós
14.07.2012 Lipsi / O. Platys Gialós – Lipsi / O. Katsadiá
15.07.2012 Lipsi / O. Katsadiá – Kálymnos / O. Paliónisos
16.07.2012 Kálymnos / O. Paliónisos – Psérimos / O. Psérimos (Avlakia)
17.07.2012 Psérimos / O. Psérimos (Avlakia) – Pserimos / Bucht Südküste – Kos / Marina
18.07.2012 Kos Nord / Marina

Crew:
Tötterström Tom
Tötterström Beate
Götz Renate
Obermann Gottfried

Gesamt Törn:
Zeit unterwegs: 18:59 Strecke: 113 Seemeilen Ø Fahrt: 5,9 Knoten


05.07.2012 Donnerstag
Sámos / Marathókampos
Kurz vor 15h kommen Beate, Renate und Gottfried mit dem Taxi vom Samos Flughafen an. Sie zahlen die 45 Euro für die 30km lange Strecke gerne, denn sie sind froh, die rasante Fahrt überlebt zu haben.
Bei einem Bier in der Taverna Ouzeri i Trata, dem nächsten Lokal beim Boot, fragen wir, ob wir wie die Fischerboote, auch elektrischen Strom haben könnten. Ja, kein Problem, wenn wir ein Kabel haben, das lang genug ist. Die 50m auf der Trommel, das Landstromkabel samt Verbindungsstücken und noch ein Verlängerungskabel sind aber um ca. 3m zu kurz. In der Taverna haben sie kein Verlängerungskabel und der Supermarkt auch nicht. Also verholen wir die Blodughadda um die 3 m nach hinten. Das bb Ruderblatt kommt jetzt am feinen Sandgrund an. Ich grabe mit dem Fuß eine Grube darunter.
Es folgt der Einkauf im Supermarkt und dann ein Essen in der Stromtaverna. Als wir um ca. 22h vom Essen zurück kommen, ist deutlich zu spüren, dass das Ruderblatt bei der geringsten Welle den Grund berührt. Die sonst unerhebliche Tide von wenigen cm. hat jetzt doch eine Bedeutung. Wir stecken das Stromkabel ab und ziehen das Boot um 1,5m weiter hinaus. Mehr geht nicht, weil dann schon das Tagesausflugsboot im Weg ist. Es reicht aus, aber das Stromkabel nicht. Trotz aller Anstrengungen fehlen 30cm. Gottfried geht wieder in die Taverna und diesmal ist der Familienvater zur Stelle. Er findet dann auch ein langes Verlängerungskabel, womit die Vollladung der Batterien über Nacht gesichert ist.


06.07.2012 Freitag
11:40 Sámos / Marathókampos Karte
12:22 Sámos / Limnionas Karte
Zeit unterwegs: 00:42 Strecke: 3,8 Seemeilen Ø Fahrt: 5,4 Knoten


Einkauf beim Bäcker und Supermarkt, Frühstück, Schwimmen, Stromkabel hereinholen und um 11:40h Ablegen. Wir tuckern nur 40 Minuten in die nächste Bucht. Eine ziemlich offene, nicht ganz wellenfreie. Es ist warm, 33-34°, aber das Meer kühlt gut mit 23°. Ein wenig Boot aufräumen, schlafen, essen, schwimmen, quatschen.


07.07.2012 Samstag
10:10 Sámos / Limnionas Karte
12:45 Foúrnoi / O. Kámpi Karte An Boje
Zeit unterwegs: 02:34 Strecke: 14,6 Seemeilen Ø Fahrt: 5,7 Knoten


Bis um 5h ist es angenehm ruhig. Dann beginnen die Wellen größer zu werden. Um 8h schaukelt es nicht gerade wenig aber Wind ist keiner da. Beate und Renate richten das Frühstück sehr schön her. Und dabei beruhigen sich die Wellen wieder.
In 2,5 Stunden erreichen wir Ormos Kampi. Vor 6 Tagen war hier gar kein Touristenboot. Jetzt sind die zwei Plätze am Betonanleger besetzt und an der N-Seite stehen auch schon zwei Boote. Der Deutsche auf dem kleinen Segelboot Abraxas am Anleger sagt, er werde die Nacht über bleiben, aber die Boje in der Bucht könne man nehmen und stark genug sei sie auch. Das machen wir bevor die italienische Lagoon 410, die zugleich mit uns angekommen ist, sie nimmt. Dessen Anlegemanöver zu den Pollern an der N-Seite bietet uns bestes Hafenkino während wir Joghurt mit Honig und Pfirsich essen.



Am frühen Abend gehen wir in den Hauptort Furni. Während wir Fleisch vom Drehgrillspieß essen, marschiert eine Hochzeitsgesellschaft vom Hafen zur Kirche an uns vorbei. Die Böller sind so laut, dass die mitmarschierenden Musiker gar nicht zu hören sind. Das ganze Dorf hat sich fein gekleidet und wartet vor der Kirche und an den Tischen, mit denen der Platz vor der Kirche voll gestellt ist, auf das Ende der Hochzeitszeremonie. Die Kirche ist auch voll, bietet aber nur wenigen Platz.
Der Wirt vom Café in dem wir vor dem Essen waren, sagte uns zwar, dass jeder, also auch wir, an den Feierlichkeiten teilnehmen könnten. Aber wir gehen doch wieder zurück. Auf dem halben Weg am Bergsattel bei der Windmühle nehmen wir ein Getränk, gehen weiter zum Strand hinunter und fahren zur Blodughadda mit dem Schlauchboot. Beate und Gottfried hupfen ins Wasser und gleich danach hören wir Kirchenglocken und Böller. Die Hochzeit ist vorbei. Die Feier auf dem Dorfplatz kann so richtig losgehen. Es ist 22:30h. Wir diskutieren darüber, wie unmöglich eine solche Zeiteinteilung bei uns wäre.


08.07.2012 Sonntag
11:54 Foúrnoi / O. Kámpi Karte
12:10 Genua setzen, Motoren aus
14:18 motoren dazu
15:40 Patmos / O. Meloï Karte Ankern
Zeit unterwegs: 03:45 Strecke: 18,3 Seemeilen Ø Fahrt: 4,9 Knoten


Bei 20° im Wasser erfrischt der Morgenschwimm ganz schön. Um 11:50h werfen wir das Bojenseil über Bord. Nach 20 Minuten ist die Genua gesetzt und die Motoren schweigen. Es geht still aber langsam voran. Nach einer Stunde hat sich der Wind stabilisiert und wir machen ca. 5kn mit der Genua allein, gut so.
Um 15:40h ankern wir in der Bucht Meloï. Abends essen wir in der Campingplatztaverna wieder gut und üppig.


09.07.2012 Montag
Patmos / O. Meloï
Vom Stefanos mieten wir zwei Mopeds und fahren zum Kloster hinauf. Jetzt muss man 4 Euro Eintritt zahlen, dafür ist das Museum inkludiert. Es zahlt sich aus. Bei Taverna Vagelis am Platía Ag. Leviás löschen wir unseren Durst und die Damen kaufen im Kunsthandwerkssouvenirshop von Konstantinos Boukouras ein.
Der Einkauf wird in Skala fortgesetzt während Gottfried und ich im Arion das Treiben vor dem Hafen beobachten. Dann geht es zurück aufs Boot und ins Wasser zum Abkühlen.
Um 17h fahren Gottfried und ich wieder los. Ich hoffe, die kleine leere 3 kg Gasflache auf eine volle 5kg austauschen zu können. Stefanos informiert, dass nur der Supermarkt Proton auf Patmos solche Flaschen hat. Den Supermarkt finden wir nicht leicht durch enge Gassen. Leider tauscht sie nicht die kleine gegen eine größere Flasche aus und will auch keine große verkaufen, weil sie darauf angewiesen sind, jeweils eine leere entgegen zu nehmen. Aber die sehr gut englisch sprechende Kassierin bietet an, unsere Flasche aufzufüllen. Das würde aber bis ca. 20h dauern. Egal, wir wollen eh etwas herum fahren und schlängeln uns aus dem Gassenwirrwarr wieder hinaus.
Bei Blue Fin kaufe ich Trainingsflossen, also ganz kurze, und eine sehr gute Pütz ein. Dann fahren wir zum Ormos Kampos auf ein Bier beim George’s Place. Um punkt 20h sind wir wieder bei Proton, diesmal wieder einen anderen Weg benützend. Die Flasche ist natürlich noch nicht aufgefüllt. Den übrigen Einkauf können wir aber erledigen und warten draußen auf den Gasfüllmann. Nach 20 Minuten kommt er eh daher und wir nehmen den vierten Weg zur Hauptstraße zurück.
Zu Abend essen wir diesmal in der Taverna To Meloï beim Strand. Auch nicht schlecht. Die Mopeds bringen wir zurück und hoffen, ein sixpack Wasserflaschen kaufen zu können. Der kleine Laden, der sonst kaum was verkauft, hat aber geschlossen. Die Wirtin der Campingplatztaverna verkauft uns welche. Zwar bereits gekühlt aber mit 1 euro per Stück doch unnötig teuer.


10.07.2012 Dienstag
12:37 Patmos / O. Meloï Karte
12:44 bb Motor Alarm
13:07 Patmos / Livadi Geranou Karte
Zeit unterwegs: 00:30 Strecke: 2,2 Seemeilen Ø Fahrt: 4,4 Knoten


Beate arbeitet an ihrem EU-Projekt. Ich teste die neuen Trainingsflossen – super. Um 12:37h legen wir ab mit Ziel Arkí. Daraus wird nichts, denn 7 Minuten später meldet der bb Motor Alarm. Mit nur dem stbd Motor fahren wir in die Bucht Livadi auf Patmos und werfen den Anker in den Sandgrund um 13:07h. Das zweite Mal hier, das zweite Mal mit nur einem Motor, diesmal der andere. Es ist der Keilriemen. Komplett abgerissen liegt er in der Bilge. Binnen 10 Minuten hat ihn Gottfried gegen einen neuen getauscht. Und weil wir schon dabei sind, blase ich die mittlerweile auf 6 cm gewachsene Luftblase aus der Treibstoffleitung des stbd Motors heraus, also Diesel von unten nach oben pumpen. Der Motor läuft zwar noch bestens aber wer weiß, wann er dann plötzlich nicht mehr läuft – und dann sicherlich im absolut ungünstigsten Augenblick. Wir diskutieren, was die Ursache für den Lufteintritt sein kann. Gottfried meint, die Kupferdichtungen in der Treibstoffleitung sollte man jedes Mal gegen neue tauschen. Leuchtet ein. Denn die Dichtwirkung wird durch die Verformung des weichen Materials erzielt. Und wenn die Verformung schon Mal da ist…
Ich erledige ein Hausverwaltungsprogrammproblem via Skype und TeamViewer und fahre dann mit dem Schlauch zum einzigen Nachbarboot hinüber. Es ist der Schweizer Wolfgang mit Frau auf ihrem Boot Ti Punch. Nach kurzem Plausch hole ich Beate, Renate und Gottfried ab. In der netten Taverna oberhalb des schönen Ankerplatzes essen wir köstliche Zucchinibällchen, Tsatsiki, Saganaki und Choriatiki.


11.07.2012 Mittwoch
12:33 Patmos / Livadi Geranou Karte
14:05 Arkí / O. Augústa (Hafenbucht) Karte
16:03 Arkí / O. Augústa (Hafenbucht) Karte
16:35 Arkí / Tiganáki Karte
Zeit unterwegs: 02:04 Strecke: 11,9 Seemeilen Ø Fahrt: 5,8 Knoten


Obwohl die Diskussion in der Nacht fast bis halb drei gedauert hat, frühstücken wir zur normalen Zeit um ca. 9. Um halb eins fahren wir los. Nach einem kurzen Blick auf das bootgefüllte Maratho fahren wir in die Hafenbucht Augusta. Das Ausflugsboot aus Patmos legt gerade ab und so liegen wir kurz nach 14h am frei gewordenen Platz. Der Kiosk am Kai hat jetzt sogar Toastbrot und Joghurt im Sortiment, was umgehend eingekauft wird. Wir setzen uns in die Taverna Tripas und essen ein paar Vorspeisen. Seine Internet WiFi nütze ich, um einen neuen Sterling-Laderegler bei SVB zur Lieferung an Pavlos in Kos zu bestellen.
Um 16h legen wir wieder ab. Das nächste Segelboot freut sich, unseren Platz zu bekommen. Nach einer halben Stunde ankern wir in Tiganáki. Das seichte türkise Wasser ist leider vom Wind etwas aufgewühlt. Nach dem Abendessen nimmt der Wind wie fast jeden Abend noch mehr zu.


12.07.2012 Donnerstag
17:05 Arkí / Tiganáki Karte
18:10 Lipsi / Hafen Karte
Zeit unterwegs: 01:05 Strecke: 7,6 Seemeilen Ø Fahrt: 7 Knoten


Es ist wieder ziemlich warm, also so um die 33°C. Das Wasser hat aber 10° weniger und entsprechend guten Kühleffekt. Daher bleiben wir bis 17h in Tiganaki, da in Lipsi Hafen das Baden nicht so ganz appetitlich ist. Etwas mehr als eine Stunde später bekommen wir unseren Favoritplatz am Ende des Piers. Bekommen auch Strom und Wasser für das Boot und einen ordentlich großen Einkauf. Den besorgen Beate, Renate und Gottfried.
Kurz vor Sonnenuntergang schlendern wir in den Ort hinauf und sitzen kurze Zeit später bei Manolis Tastes. Er hat uns, wie immer, schon im Hafen Gusto gemacht. Diesmal mit gegrillter Goldbrasse, Beef Stroganoff und Chicken in Lemonsauce. Obwohl wieder ganz köstlich, habe ich diesmal was auszusetzen: Das Stroganoff ist mit Champignons gemacht, enthält keine Gurkerln und das Fleisch ist viel zu faserig. Also eher ein Stroyannis als ein Stroganoff.
Der Abschlussouzo im Lokal an der Pierwurzel darf natürlich nicht fehlen.

Der schöne Ort im letzten Sonnenlicht.

Von der Kirche aus gesehen.

Manolis in Arbeitskleidung.


13.07.2012 Freitag
12:10 Lipsi / Hafen Karte
13:10 Lipsi / O. Platys Gialós Karte
Zeit unterwegs: 01:00 Strecke: 6,6 Seemeilen Ø Fahrt: 6,6 Knoten


Der BBG (Bester Bäcker Griechenlands) bekommt unsere Aufwartung. Drei Mal. Dann können wir ablegen um 12:10h. Eine Stunde später ankern wir auf 2m Tiefe im feinen weißen Sand von Platys Gialos. Dabei sind wir weit weg vom Strand. Es ist also hier langseicht und viele Leute stehen oder schwimmen im herrlichen Wasser. So auch wir.
Die Taverna Kostas am Scheitel der Bucht wird von grölenden Engländern heimgesucht. Aber nicht von uns. Es gibt würzige Rindswürstel mit Salat und Saganaki an Bord. Dann ein Versuch, Bauernschnapsen zu spielen. Würde gelingen, hätten Beate und ich mehr Erfahrung oder zumindest Glück.


14.07.2012 Samstag
12:02 Lipsi / O. Platys Gialós Karte
13:10 Lipsi / O. Katsadiá Karte
Zeit unterwegs: 01:07 Strecke: 6,7 Seemeilen Ø Fahrt: 5,9 Knoten


Als sich ganze zwei andere Boote einfinden, machen wir uns um 12h auf den Weg. Wir schauen vorbei am kleinen Strand von Aspronisi (weiße Insel) aber die Ausflugsboote haben den Ankerplatz fest im Griff. In Tourkolímano, wo wir 2002 und 2005 übernachteten, ist es zu windig. So setzen wir die Fahrt direkt fort nach O. Katsadiá im Süden. Viele Boote hier – ganze sieben – aber kein Problem, einen Ankerplatz im Seichten zu finden.
Die Taverne Dilaila erhält auch von uns Besuch. Zuerst am Nachmittag, dann am Abend. Kein schlechtes Essen obwohl von der Speisekarte kaum was erhältlich ist.


15.07.2012 Sonntag
10:35 Lipsi / O. Katsadiá Karte
13:19 Kálymnos / O. Paliónisos Karte
Zeit unterwegs: 02:43 Strecke: 19,1 Seemeilen Ø Fahrt: 7 Knoten


Um 10:35h holen wir den Anker herauf. Bei mäßig bis gar kein Wind machen wir gute 7kn und erreichen Paliónisos um 13:19h. Es gibt neuerdings Bojen hier! Der Platz am kleinen Anleger ist aber frei und so legen wir am Kopf von diesem an. Ein schwimmender, rundlicher, leidlich Deutsch sprechender Grieche hilft uns mit den Leinen. Als Dank bekommt er ein kühles Bier, also zwei. Auf ein solches gehen Gottfried und ich in die Taverna Kalidonis, ungefähr in Mastspitzenhöhe an der W-Seite der Bucht. Schöne Aussicht von hier:

Als wir zurück kommen ist der Nikolas an Bord. Redet wieder wie ein Wasserfall und schnorrt Zigaretten. Er ist aber in Eile, weil Gäste in seiner Taverna sitzen. Am Abend wird er sich mit einem Liter Wein revanchieren sagt er – damit wir sicher zu ihm und nicht zu Kalidonis oder Ilias gehen.

Seine Schwester frittiert donutsähnliche Kringerln am Strand (Lukumades). Gottfried kauft ihr welche ab um fünf Euro. Etwas später bringt sie noch drei Stück als Zugabe zum Boot.

Die früher kaum besuchte Bucht ist nicht wieder zu erkennen seit die Straße zum Strand fertig geworden ist. So viele Badegäste und sogar Sonnenschirme und -liegen.
Es ist hier sehr warm mit 37°C. Wir warten bis die Sonne untergeht und gehen dann zur Taverna Paradisos hinauf. Auch die Frau von Nikolas begrüßt uns herzlich mit Bussi. Wir sind und bleiben die einzigen Gäste. Dafür legt sich Nikolas ordentlich ins Zeug und singt sogar zwei Lieder, die er auf seiner Mandoline begleitet. Eigentlich umgekehrt, denn die Mandoline ist unheimlich laut – eine Laute?


16.07.2012 Montag
12:13 Kálymnos / O. Paliónisos Karte
13:39 Pserimos / O. Psérimos (Avlakia) Karte
17:50 Pserimos / O. Psérimos (Avlakia) Karte
18:03 Pserimos / O. Psérimos (Avlakia) Karte zum Kai verlegt
Zeit unterwegs: 01:39 Strecke: 10,5 Seemeilen Ø Fahrt: 6,4 Knoten


Während Beate, Renate und Gottfried in der Taverna Kalidonis frühstücken kommt Nikolas mit frischem Brot und einer von der Renate bestellten Ouzo-Flasche an Bord. Er erzählt nochmals, wie viel einfacher das Leben im Tal ist, seit es Strom, Telefon, Wasser und vor allem die Straße gibt.
Um 12:13h legen wir ab und erreichen Pserimos 1,5 Stunden später. Wir ankern direkt vor dem Badestrand. Der Wind weht in die Bucht herein und hält das Wasser warm, 27,9°C! Als um 15:30h die großen Ausflugsboote aus Kos eintreffen, wimmelt es von Badegästen rund herum. Um 17h sind sie alle wieder weg. Wir verlegen das Boot zum Ausflugsbootkai. Das Souvenirstandl direkt hinter uns wird abgebaut und diese Tätigkeit von uns genauestens beobachtet und kommentiert. Auch die zwei Ziegen, die Wassermelonenreste aus einem Müllsack herausholen, werden ebenso behandelt.
Wir gehen an Land quer durch das Dorf, sprich den Sandstrand entlang und dann noch 100m einem Staubweg entlang zur kleinen Kirche. Die wird innen renoviert. In der Taverna Sevasti gleich daneben soll es laut Empfehlung gutes Essen geben. Das können wir aber nicht bestätigen, denn von Fliegen und einem schlechten Hauswein verjagt, gehen wir ohne Essensbestellung in die bewährte Tripolitis-Annas Taverne direkt am Strand. Der wieder Dreadlocks tragende Wirt Niko freut sich und ist lustig wie immer. Und hat wieder köstliche selbst gemachte Dolmades. Er erzählt, dass er für den Winter oder vielleicht für immer nach Australien auswandern wird. Der letzte Winter sei schrecklich gewesen und er konnte keinen einzigen Job finden.


17.07.2012 Dienstag
09:35 Pserimos / O. Psérimos (Avlakia) Karte
10:01 Pserimos / Bucht Südküste Karte
13:13 Pserimos / Bucht Südküste Karte
14:35 Kos / Marina Karte
Zeit unterwegs: 01:48 Strecke: 11,7 Seemeilen Ø Fahrt: 6,5 Knoten


Nach Frühstück und Souvenirstandlaufbauschauen legen wir um 9:35h ab. 20 Minuten später ankern wir in der Südbucht von Pserimos. Wir wollen ausführlich schwimmen, bevor es in die Marina Kos weiter geht.
Nach drei Stunden brechen wir auf. Es ist eh ungemütlich geworden, weil der auflandige Wind nun vom Land her in starken Fallböen kommt. Nach 1:20h legen wir an der Tankstelle an. Mit gefüllten Dieseltank bekommen wir anschließend einen angenehmen Platz ganz außen am Pier D in der Marina. Diesmal kein Problem, einen Platz zu bekommen als ich ihn gestern telefonisch reserviert habe. Die Anlegegebühr ist seit dem vorigen Jahr um 25% gestiegen: von 36,68 auf 45,96 per Tag. Auch Wasser und Strom kosten jetzt extra: Wasser € 6,54 /m3 Strom € 0,44/Kw (wird wohl KWh heißen). Also kein Wunder, dass Platz bekommen kein Problem ist.
Ein sauteures Bier im Marinacafé (€5,-) muss aber sein. Dafür kostet das Duschen nichts.
Renate und Beate fahren mit dem Bus in die Stadt zum Shoppen. Gottfried und ich lassen uns Zeit und gehen dann vor zur Taverna Lithino, wo wir wieder sehr gut und günstig essen.


18.07.2012 Mittwoch
Kos Nord / Marina
Ein gutes üppiges Frühstück im Marinacafé kostet nur das Eineinhalbfache eines Bieres. Die Zubereitung dauert aber ein Vielfaches länger. Aber wir haben Zeit. Das Taxi für Renate und Gottfried ist für 12:45h bestellt und außer einen Berg Wäsche in die Wäscherei zu tragen, haben wir kaum was zu tun. Denn Renate hat gestern Abend schon alles eingepackt. Weil Gasflaschen auf den anderen Inseln eine Rarität ist, erstehe ich bei der Tankstelle eine weitere neue 3 kg Campinggasflasche. Der Inhalt kostet wie üblich 13 Euro. Aber der Einsatz für die Flasche ist mit 55 Euro schon ein Hammer.
Beim Abschiedsbier/-Kaffee fährt schon das bestellte Taxi vor. Es darf ein wenig warten bis wir ausgetrunken haben. Wir verabschieden uns herzlich und dann geht es für Renate und Gottfried heimwärts.