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2012-07-18 Astypalea

Aktualisierung 21.08.2018 20:44:35 Anzahl Tage: 11
18.07.2012 Kos Nord / Marina
19.07.2012 Kos / Marina – Kos / Reede zw. Marina u. Hafen
20.07.2012 Kos / Reede zw. Marina u. Hafen – Kos / Kamari
21.07.2012 Kos / Kamari – Gyali
22.07.2012 Gyali
23.07.2012 Gyali – Astypálea / O. Livadia
24.07.2012 Astypálea / O. Livadia
25.07.2012 Astypálea / O. Livadia
26.07.2012 Astypálea / O. Livadia – Astypálea / O. Schinunta
27.07.2012 Astypálea / O. Schinunta – Kos / Kamari
28.07.2012 Kos Süd / Kefalos Kamari

Crew:
Tötterström Tom
Tötterström Beate

Gesamt Törn:
Zeit unterwegs: 19:50 Strecke: 127 Seemeilen Ø Fahrt: 6,4 Knoten


18.07.2012 Mittwoch
Kos Nord / Marina
Beate macht einen langen Spaziergang in die Stadt und ich diverse Besorgungen. Dann bekommt die Blodughadda ein Schaumbad: Geschirrspülmittel in die neue Pütz, mit Wasser aufschäumen und das Deck mit der neuen Star-Brite Bürste schrubben. Geht wirklich gut weg der Dreck. Beate entrostet die Metallteile und bringt die Tür und das Cockpitfenster mit Star-Brite Plastic Scratch Remover und Star-Brite Plastic Polish/Restorer auf Hochglanz. Laut Guthabenanzeige der Versorgungssäule verpritscheln wir 3,85 Euro, also 588 Liter Wasser. Dabei war erst die dritte Säule überhaupt bereit, zusätzlich zu Strom auch Wasser herzugeben. Die ersten zwei hatten irgendeine Störung. Verständlich, sind ja doch schon seit ein paar Monaten mit dem neuen GIGIEFFE-Bezahlsystem im Betrieb.
Ich packe den Tretroller aus und düse zum WIND-Shop im Zentrum, um Ladebons für die Mobile-Broadband SIM zu kaufen. Der Shop hat aber am Mittwoch Nachmittag geschlossen. Also wieder zurück treten.
Nach köstlichen Schweinskotelets mit Gemüse machen wir einen Abendspaziergang. Kurz vor dessen Ende sehen wir eine Tobago 35 längsseits am Kopf von am Pier A. Es ist die Carpe Diem aus Östereich. Dessen Eigentümer Roland Steindl sitzt im Cockpit mit seinen drei Kindern. Wir plaudern eine Weile und bestätigen gegenseitig, was für ein tolles Boot wir nicht haben. Allerdings will er seines verkaufen, weil er ein größeres in Aussicht hat. Also wenn jemand ein wirklich sehr gepflegtes Boot kaufen möchte, bitte:
Tobago zu verkaufen


19.07.2012 Donnerstag
11:59 Kos / Marina Karte Abfahrt
12:22 Kos / Reede zw. Marina u. Hafen Karte Ankern
Zeit unterwegs: 00:23 Strecke: 1 Seemeilen Ø Fahrt: 2,6 Knoten


Vor 12h müssen wir die Marina verlassen. Es gibt einiges zu tun. Beate geht zu Kostas einkaufen. Ich zuerst zur Hafenpolizei in der Marina und dann zum WIND-Shop. In beiden erlebe ich Überraschungen: Die Hafenpolizistin ist überproblemlos. Die üblichen Amtshandlungen erledigt sie ruck zuck und das überaus wichtige Papier, das ich von der Hafenpolizei in Leros bekommen habe „Sailing Permission“ erledigt sie ratz fatz. In Leros hieß es, das Papier gelte bis zum 24.7. und müsse rechtzeitig erneuert werden. In Kos sagt sie „no problem, this is nothing“ und zerreisst es in kleine Schnipseln.
Im nun geöffneten WIND-Shop ist es zwar möglich, die Gültigkeit der SIM-Wertkarte um einen Monat zu verlängern. Aber Es ist nicht möglich, eine Rubbelkarte oder zumindest einen Zettel mit einem Aufladecode zu kaufen, den man per SMS versenden könnte, um die Gültigkeit zu verlängern. Den erhalte ich im Mini-Market, also beim Greißler gegenüber! Ich frage noch nach, ob ich richtig verstanden habe. Ja habe ich. Also zum SIM-Wertkartengreißler, der aber auch nichts dergleichen verkaufen kann, weil seine Bonausdruckmaschine kaputt ist.
Egal, ich tretrolle zum Geschäft von Pavlos gegenüber der Marina, um eine CR2032 Knopfzelle für das Handwindmessgerät zu kaufen. Nein, die hat er nicht. Die gibt es im Zentrum neben der Post, also ziemlich dort, wo ich gerade war und sicher nicht jetzt wieder hintrete. Wahrscheinlich hätte dieses Batterien-Spezialgeschäft sowieso gerade diese Type nicht. So wie es mir auch nicht gelingt, Ersatz-Kupferdichtungen zu kaufen, weil die gängigen Dimensionen natürlich längst ausverkauft sind. Auch egal, Gottfried hat eh versprochen, dem Matthias ein Set mitzugeben.
Nach Auffüllung des Wassertanks und herrlichem Warmduschen legen wir um 11:59:25 ab. Wir drehen eine kleine Runde bis zum Fähranleger und dann wieder zurück zwischen Marina und Flying Dolphin Pier, wo wir ankern. Es ist zwar wirklich nicht gemütlich, weil es so schaukelt und der Wind aus anderer Richtung als die Wellen kommt. Aber da der neue Laderegler von SVB in Bremen morgen beim Pavlos eintreffen wird, möchte ich dessen Ankunft abwarten. Als ich aber so um die Sonnenuntergangszeit, sprich kurz nach acht, die UPS-Trackingseite zum x-ten Mal aufrufe, ist die Enttäuschung so groß, dass sie mich grün und blau vor Wut werden lässt: Die Auslieferung ist auf Montag verschoben worden. Dabei war seit dem 12.7. ständig die Information „Unterwegs pünktlich, geplantes Zustelldatum 20.7.“ Und seit Dienstag Früh befindet sich das Ding in Athen, von wo täglich Fähren und Flüge nach Kos abgehen.
Während die griechischen Steinerdäpfel kochen, geht das Gas aus. Ich freue mich direkt. Denn damit ist der schaukelige Aufenthalt nicht ganz umsonst. Morgen können wir die leere alte rostige Gasflasche gegen eine neue tauschen und damit genug Gasvorrat für den Rest der Saison bekommen. Ein schwacher Trost, aber immerhin.


20.07.2012 Freitag
13:50 Kos / Kefalos, Kamari Karte
Zeit unterwegs: 03:56 Strecke: 25,3 Seemeilen Ø Fahrt: 6,4 Knoten


Gleich nach dem Frühstück tuckern wir zur Tankstelle. Als ich die leere Gasflasche in die Höhe halte, nickt der Tankwart mit dem Kopf (bedeutet nein) – er hat jetzt keine einzige Gasflasche. Er erwarte eine Lieferung während des Tages. Die noch am Dienstag halb volle LKW-Ladefläche mit neuen Gasflaschen sei jetzt leer und die Flaschen allesamt in Kalymnos. Na super! Ein paar Liter Benzin für den Außenborder geht noch in den 5L Kanister, damit nicht wirklich alles für die Katz war.
Wir fahren los und erreichen Kamari knapp 4 Stunden später. Es ist schön hier und auch schön, die überaus geschickten Surfer und Sportkatamaransegler zu beobachten. Als sie sich verziehen, verzupfen wir uns mit dem Schlauch zum Strand und essen in der Taverna Faros. Dann noch ein langer Verdauungsspaziergang entlang des Ufers und zurück via Drink im Lokal Sydney.
Zurück auf dem Boot rufe ich wieder die UPS-Sendungsverfolgungsseite auf. Jetzt steht da plötzlich „ Wie vom Kunden beantragt, Abholung durch den Empfänger bei UPS innerhalb von 5 Arbeitstagen. / Wie gewünscht holt Empfänger nach Bedarf bei einer UPS Einrichtung ab. Muss in 5 Werktagen erfolgen.“ Also ich habe sicher nichts beantragt und wüsste auch nicht, wo eine UPS Einrichtung wäre. Ich schreibe ein Hilfe-Mail an den Versender SVB in Bremen.
Irgendwie irritiert mich schon wieder dieses Nichtsfunktionieren in Griechenland. Wären die Griechen nicht so nett, würde ich sagen, sie seien allesamt Chaoten (ein griechisches Wort) oder Idioten (eher nicht griechisch – idiotiko bedeutet privat).
Achja noch was: Hier in Kamari hat es immer wieder Probleme mit der Internet-Mobilfunk-Anbindung gegeben. So auch jetzt noch. Die Verbindung schwankt zwischen HSPA und UMTS (zu 95%-99%). Während der kurzen HSPA-Phasen flutscht die Verbindung wie nix. Wenn sie aber auf UMTS umschaltet, geht absolut nichts mehr. Die Verbindung ist zwar offen, aber kein einziges Byte rutscht durch. Garantiert seit Längerem ein Fehler in der örtlichen Mobilfunkzelle. Aber das WLAN der Taverna Faros funktioniert auch an Bord bestens.


21.07.2012 Samstag
09:43 Kos / Kefalos, Kamari Karte
12:59 Gyali / Strand Karte
Zeit unterwegs: 03:16 Strecke: 21,6 Seemeilen Ø Fahrt: 6,6 Knoten


Also zwischen Kamari und Gyali sind es ca. 10 Seemeilen und nicht 21,6. Wir machen aber einen Umweg. Denn eigentlich wollten wir nach Astypalea. Aber ein paar Seemeilen außerhalb von Kos wird die Fahrt doch sehr mühsam mit großen Wellen von schräg vorne. Mindestens 4 Stunden müssten wir das aushalten. Warum eigentlich? Wir drehen also um und wollen die Überfahrt erst dann machen, wenn sich der Wind beruhigt. Das sollte am Montag sein laut Windfinder.
Es ist herrlich still, kein Maschinenlärm und keine kreischenden Kinder und der Wind ist hier angenehm.
Auch angenehm, dass Pavlos mir heute Vormittag schrieb, dass das Paket bei ihm angekommen ist. Doch keine Selbstabholung in Athen notwendig. Dass UPS so einen Quatsch von sich gibt, wundert mich schon. Es ist ja keine Pimperlfirma. Um 23h lautet der Sendungsverfolgungsstatus immer noch „Aufbewahrt zur Selbstabholung Letzter Standort: Athens, Greece, Freitag, 20.07.2012“ obwohl das Paket heute vor 10 Uhr zugestellt wurde.
Ich bringe den HP Multifunktionsdrucker in die stbd Achterkajüte. Nach 10 Monaten Stillstand funktioniert er sofort. Nur die Tinten müssen ausgewechselt werden. Dann schnorchle ich zu den vom Sandgrund aufsteigenden Luftbläschen und lasse sie meinen Bauch kitzeln.
Leider ist wieder was kaputt. Der philippi Batterie- und Ladekontrollmonitor zeigt überhaupt nichts an. Dabei hat er auch über den Winter bestens funktioniert. Ich stelle fest, dass die Stromversorgung der Shuntelektronik nur 0,85 Volt hat statt richtigerweise ca. 7,2. Das war es aber schon. Wahrscheinlich werde ich das Gerät zur Reparatur schicken müssen.
Nach Spaghetti al Pesto mit Tomaten-Thunfischsalat gibt es einen Krimi aus dem Fundus.


22.07.2012 Sonntag
Gyali
Wir nutzen den Tag, um Ordnung im Schiff zu machen. Zuerst kommen die Vorderkajüten dran, dann die Backskiste. Jede Menge Sachen zum Wegwerfen. Beim Motorcheck stelle ich fest, dass einiges zu tun ist. Stbd fehlt Motoröl und ein kleiner Teil davon ist in der Bilge – schlecht. Aber ich kann nicht eruieren, woher es kommt. Bb ist die Kühlwasserpumpe nicht mehr dicht. Ich tausche sie gegen die Ersatzpumpe. Auch der Schlauch sollte erneuert werden. Aber ich habe keine in Reserve. Dafür habe ich ja jetzt neuen Dieselschlauch. Obwohl Gottfried meinte, es sei nicht notwendig, die alten zu tauschen, mache ich es am bb Motor trotzdem. Drei meiner vier ergatterten neuen Kupferdichtungen baue ich auch ein und hoffe, dass das Luftblasenphänomen jetzt nicht mehr vorkommen wird. Die Luftblase war wieder auf ca. 6cm Länge angewachsen.
Als alles fertig ist, bin ich es auch. Der anschließende Waschvorgang dauert fast bis zum Abendessen.


23.07.2012 Montag
09:23 Gyali / Strand Karte
15:28 Astypálea / O. Livadia Karte
Zeit unterwegs: 06:05 Strecke: 40,3 Seemeilen Ø Fahrt: 6,6 Knoten


Die Nacht ist sehr feucht. Wir schlafen schlecht. Mit dem Mop lässt sich das Deck in der Früh aber vortrefflich säubern.
Bei herrlicher absoluter Flaute fahren wir los. Aber nach der Kos-Abdeckung kommt Wind auf. Zwar nicht so viel wie vorgestern. Aber von schaukelfreier Fahrt kann keine Rede sein. Nach 6 Stunden und 5 Minuten werfen wir den Anker in der Livadia Bucht an unserer bewährten Stelle. Heuer neu hinzugekommen sind gelbe Markierungsbojen für den Schwimmbereich. Ganz schön weit draußen.
Ich muss gleich testen, ob die WLAN Verstärkerantenne eines der hier vorhandenen offenen Netze erreicht. Tut sie bestens. So haben wir nicht nur eine schnelle UMTS-Verbindung sondern auch 3 WLAN-Netze zur Auswahl. Sollte reichen.
Um fünf Uhr dreht der Wind plötzlich um 180°. Wir verlegen das Boot etwas weiter hinaus, da eine der Schwimmbereichmarkierungsbojen unangenehm nahe kommt, also wir ihr. Um 18h ist es absolut windstill und die Sonne blendet. Aber angenehme Temperaturen: 29° in der Luft 26° im Wasser.
Ich mache das Schlauchboot und die Mistsäcke klar für den Landgang.
Weil wir das WLAN vom Restaurant Astropelos anzapfen, gehen wir auch dorthin essen. Die frittierten Symi-Mini-Shrimps sind köstlich aber der griechische Salat und die gefüllten Paradeiser so lala. Aber schöne Terrasse mit Blick auf Burg und Boot:

Wir wundern uns schon wieder darüber, dass kaum jemals Boote in dieser herrlichen Bucht ankern. Kann uns aber nur Recht sein.


24.07.2012 Dienstag
Astypálea / O. Livadia
Windstiller Morgen, herrlicher Morgenschwimm, frisches Brot zum Frühstück. Der Tag fängt gut an. Am Vormittag kommt kühlender Wind auf, der sich passenderweise am Abend wieder legt.
Die heutige RepdT betrifft nicht Motor oder Elektrik sondern Luftschlauch für Motorbelüftung und Cockpittisch. Dieser lässt sich jetzt wieder leicht drehen. Aber den Luftschlauchanschluss in der Backskiste bekomme ich nicht wasserdicht. Ein 10-er Schlauch auf einem 9-er Stutzen ist ohne Reduktionsstück nicht dicht zu bekommen. So landen jetzt gelegentlich Spritzer von Wellen, die in die Lufteinlassöffnung schlagen, am Backskistenboden. Naja, es hat schon Mal größere Probleme gegeben.
Ein solches wird hoffentlich bald Vergangenheit sein: Von philippi werde ich einen komplett neuen Batteriemonitor erhalten, erfahre ich.
Heute ist Taverna To Gerani für das Abendessen zuständig. Diesmal leider eine Enttäuschung. Der Ouzo im Royal Café ist aber keine.


25.07.2012 Mittwoch
Astypálea / O. Livadia
Ein Morgen wie gestern. Heute keine Reparatur. Dafür gibt es was zu beobachten: Die Motoryacht ENDLESS SUMMER schmeißt zwei Anker und legt zwei Landleinen an der Südseite der Bucht. Wird also länger bleiben, vermuten wir. Als vier Leute inklusive Kapitän 2 Stunden lang eine riesige aufblasbare Wasserrutsche vom obersten Deck ins Meer aufbauen, vermuten wir, dass die Vermutung stimmt. Als sie fertig sind, rutscht aber niemand. Wir vermuten, das die Chartergäste im klimatisierten Salon vor dem 42-Zoll-Plasmafernseher sitzen. Aber um 16h finden sich doch einige rutschwillige Halbwüchsige.

Von den fünf(!) WLAN Netzwerken der Yacht ist eines offen. Es funktioniert bestens.
Beate fängt an, das Reisetagebuch zu bemalen und beschriften. Ich drucke dazu einige Fotos aus. Um 18h fahren wir mit dem in die Jahre gekommenen 23und1-Sitzer-Bus hinauf zur Chora. Alle Beschriftungen innen sind auf deutsch, zB „Im Notfall Fenster mit dem Hammer zertrümmern“.
Wir gehen rund um das Kastell auf schmalen pittoresken Gassen und Stufen, setzen uns ins Café Meltémi bei den Windmühlen und gehen dann zurück nach Livadi. Noch vor Einbruch der Dunkelheit sind wir wieder auf dem Boot.


26.07.2012 Donnerstag
12:26 Astypálea / O. Livadia Karte Abfahrt
13:10 Astypálea / O. Schinunta Karte Ankern
Zeit unterwegs: 00:43 Strecke: 3,4 Seemeilen Ø Fahrt: 4,7 Knoten


Um die Batterien aufzuladen, tuckern wir ganz langsam in die nächste Bucht. Eigentlich die siebente entlang der Küste.
Am Abend machen wir den üblichen Spaziergang durch den Ort Analipsi (Maltezana). In der schönen Taverna Astakos mit Aussicht auf das Boot essen wir gut und leicht.


27.07.2012 Freitag
10:40 Astypálea / O. Schinunta Karte
11:23 segel setzen
11:27 Motoren aus
15:33 Genua weg
16:05 Kos / Kefalos, Kamari Karte Ankern
Zeit unterwegs: 05:25 Strecke: 35,4 Seemeilen Ø Fahrt: 6,6 Knoten


Wie hier genau vor einem Jahr, überfallen uns die Mücken in der Nacht. Außerdem ist es sehr feucht. Ich schlafe im Cockpit schlecht, Beate in der Kajüte fast gar nicht.
Nach Frühstück mit Ö1 Morgenjournal Podcast, legen wir um 10:40 ab. Kurz vor der E-Spitze von Astypalea setzen wir Segel. Das Großsegel zum ersten Mal in diesem Sommer. Der Wind ist angenehm mit ca. 12-15kn und es geht gut und gemütlich voran mit 6 bis 7kn. Die Luft ist allerdings so feucht, dass Kondenswassertropfen vom Segel herunter fallen und die Sicht so schlecht, dass Kos in 6sm Entfernung noch gar nicht zu sehen ist. Vielleicht sehen wir deswegen keine anderen Segelboote. Bis kurz vor Kamari können wir segeln. Der ablandige Wind nach Umrundung der Südspitze ist wie üblich wesentlich stärker. Die feuchte Luft wird vom Wind gegen die Insel gedrückt und dabei entstehenden dichte Wolken. Die Berggipfel sind nicht zu sehen.
Nach 5 Stunden und 25 Minuten werfen wir den Anker am üblichen Platz vor der Taverna Faros. Macht 6,6kn im Schnitt für die gesamte Strecke.
Um 19:30h fahre ich zum Anleger und rufe die Autovermieterin an. Sie kommt sehr bald daher und nimmt mich mit ins Büro für die Papiere. 35 Euro für einen Tag ist OK. Ich fahre wieder zurück und genehmige mir einen Ouzo in Taverna Faros, bevor ich aufs Boot zurück kehre, wo Beate mittlerweile das Abendessen gekocht hat.


28.07.2012 Samstag
Kos Süd / Kefalos Kamari
Nach dem Frühstück gehts los nach Kos. Wir checken die Strecke: Kamari-Flughafen 17,5km und es dauert genau 30 Minuten inkl. Schlauchbootfahrt. Nach Kos Stadt sind es 38km und 50 Minuten.
Wir nützen den Tag, um Besorgungen zu machen. Beate außerdem für Friseur und Brief aufgeben. Nach Einkauf im Carrefour folgt der lang ersehnte Einkauf bei Lidl. Der Carrefour wäre gar nicht so schlecht, hätte er nicht diese lächerlichsten aller Förderbänder bei der Kasse, maximal 65 cm lang! Aber zwei um 50% verbilligte Badehosen und ein Badetuch, in Summe 21,50 sowie ein neuer kleiner Kochtopf passen gerade noch drauf.
Das kleine Auto ist ziemlich voll gepackt. Es genügt aber, nur ein Mal extra mit dem Schlauchboot zu fahren, um alles auf die Blodughadda zu bringen. Nach dem Einräumen geht sich ein Erfrischungsschwimm aus, bevor wir zum Flughafen aufbrechen, um Harald abzuholen.