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2024-05-08 Steen

Aktualisierung 27.05.2024 18:31:53 Anzahl Tage: 11
08.05.2024 Léros / O. Parthéni Agmar Marine – Patmos / O. Meloï – Patmos / Hafen Skála
09.05.2024 Patmos / Hafen Skála
10.05.2024 Patmos / Hafen Skála – Arkí / O. Augústa (Hafenbucht)
11.05.2024 Arkí / O. Augústa (Hafenbucht)
12.05.2024 Arkí / O. Augústa (Hafenbucht) – Lipsi / Hafen
13.05.2024 Lipsi / Hafen – Léros / N. Archángelos Ankerbucht
14.05.2024 Léros / N. Archángelos Ankerbucht – Léros / Lakkí Marina
15.05.2024 Léros / Lakkí Marina – Kálymnos / Emboriós
16.05.2024 Kálymnos / Emboriós – Kos / Kefalos, Kamari
17.05.2024 Kos / Kefalos, Kamari
18.05.2024 Kos / Kefalos, Kamari

Crew:
Tötterström Tom
Manelius Steen

Gesamt Törn:
Zeit unterwegs: 15:53 Strecke: 86,2 Seemeilen Ø Fahrt: 5,4 Knoten

08.05.2024 Mittwoch
14:25 Léros / O. Parthéni Agmar Marine Karte
16:50 Patmos / O. Meloï Karte Ankerversuch
17:09 Patmos / O. Meloï Karte
17:30 Patmos / Hafen Skála Karte Längsseits anlegen am Schwimmsteg
Zeit unterwegs: 02:46 Strecke: 16,5 Seemeilen Ø Fahrt: 6 Knoten

Zu zweit ist das Vorbereiten des Bootes für den Sommer angenehm entspannt gewesen. Gestern haben wir die neue Genua abholen können und sogar ein offenes Geschäft gefunden, in dem wir die wichtigsten Vorräte kaufen konnten.

Heute frühstücken wir im Hotel und kaufen Brot und prickelndes Mineralwasser ein, bevor wir zum Boot fahren. Denn vor der Bludoghadda steht quer ein Segelboot „Big Easy“. Es ist daher klar, dass wir nicht als erstes Boot ins Wasser gehoben werden. Als wir kurz nach 9 am Boot ankommen, ist Frau Giannakos schon da, um den Leihwagen abzuholen.
Ich gehe zum Büro, um die Torschlüsselkarte abzugeben und die offene Rechnung für die bestellten Arbeiten zu bezahlen – € 10.026,83, also genau das, was ich mir erwartet hatte.

Erst um 14:25 schwimmt das Boot im Travelliftbecken. Bei leichtem Südwind fahren wir nach Patmos. Beim Ankermanöver in Meloi hält der Anker nicht. Gut so, denn es ist bei dem Wind ungemütlich mit hereinkommenden Wellen. Außerdem sehen wir, dass die Taverna am Ufer noch nicht geöffnet hat. Wir fahren in die Hafenbucht. Jede Menge Platz für Freizeitboote und wir bekommen einen sehr guten längsseits am Schwimmsteg. Die junge Frau vom Hafenbüro kommt gleich daher und kassiert € 37,11 für zwei Nächte.

Der Platz ist wirklich gut, weil der Straßenlärm nur schwach zu hören ist und gleich am Ufer meine Favorittaverna Netia ist. Allerdings dürfte die sehr nette Wirtin, die ich schon seit Jahren kenne, das Geschäft an eine kastenförmige ziemlich androgyne Frau mittleren Alters übergeben haben. Sie ist aber auch nett und spricht perfekt Englisch. Unnötigerweise bestellen wir als Hauptspeise eine Grillplatte für zwei Personen. Auch vier Personen hätten sie nicht geschafft.

Der Verdauungsspaziergang führt uns ins Kavos auf ein Verdauungsouzo.

2024-05-08 Leros Partheni Blodughadda kommt ins Wasser
Leros Partheni Blodughadda kommt ins Wasser

09.05.2024 Donnerstag
Patmos / Hafen Skála
Wir wollen die Lage nützen und im Netia frühstücken. Um 9 Uhr ist das Lokal aber noch zu. Wir gehen weiter zu Stefanos, bei dem wir für 10 Uhr einen Leihwagen bestellt haben. Er ist schon da, also kein Problem, mit dem Auto irgendwohin zum Frühstück zu fahren. In Grikos hat das Café für die Saison noch nicht geöffnet und die Taverna sperrt erst um 12:30 auf. Also retour nach Skala, wo wir zu unserer Zufriedenheit in einer Snackbar je ein Sandwich á la Subway bekommen.

Auf dem Weg zur Chora besichtigt Steen die Apokalypse-Grotte, die ich schon kenne. Das Kloster ganz oben besichtige ich aber schon auch nochmals. Ist ja wirklich sehr sehenswert. Die Vorsaison hat zwar den Nachteil, dass viele Lokale noch nicht geöffnet haben, aber den Vorteil, dass hier nur wenige Touristen sind. Was im Kloster und beim anschließenden Schlendern durch das enge Gässchenlabyrinth der Chora sehr angenehm ist.

Das Wetter ist mit ca. 20°C kühl und bis 14:15 total bewölkt.

Um 15 Uhr ist der Wind so gut wie weg. Wir schlagen die Segel an. Die neue Genua sieht sehr gut aus. Das alte Großsegel sieht fürchterlich aus, darf aber noch Dienst versehen bis es kaputt ist. Drei Stunden dauert die Aktion. Alleine wäre sie kaum zu schaffen.

2024-05-09 Patmos Klosterhof
Patmos Klosterhof
2024-05-09 Patmos Liegeplatz
Patmos Liegeplatz
2024-05-09 Patmos am Abend
Patmos am Abend

10.05.2024 Freitag
09:50 Patmos / Hafen Skála Karte
11:51 Arkí / O. Augústa (Hafenbucht) Karte
Zeit unterwegs: 02:01 Strecke: 10,9 Seemeilen Ø Fahrt: 5,4 Knoten

Nach dem Frühstück an Bord(!) kaufe ich noch ein wenig ein, tanke das Auto voll und stelle es beim Stefanos ab. Alsbald machen wir uns den den Weg Richtung Arki. Der Wind kommt mit 20 Kn entgegen, es hat 19° und es ist komplett bewölkt, also echt ungemütlich. In Maratho sind keine Bojen und alle drei Tavernen haben zu. Im kleinen Hafen von Arki ist der Wind viel schwächer, genug Platz zum Anlegen und alle drei Esslokale haben geöffnet. Das passt. Bei Tripas essen wir sowohl zu Mittag als auch zu Abend. Gutes sympathisches Lokal mit guter nicht-griechischer Musik.

11.05.2024 Samstag
Arkí / O. Augústa (Hafenbucht)
In der Nacht um ca. 3 Uhr werde ich von Lärm geweckt. Es ist Sturm und regnet heftig. Nachdem ich mich vergewissert habe, dass alles in Ordnung ist, schlafe ich wieder ein, obwohl das Fall des Nachbarbootes immer noch heftig gegen den Mast schlägt.

In der Früh scheint wieder die Sonne und der Wind ist weniger. Nach dem Frühstück zippen wir die Cockpitnetze ans Bimini und haben den besten Windschutz. Aber es ist immer noch kalt, 18°C in der Luft und 19°C im Wasser.

Wir beschließen, noch einen Tag hier zu bleiben. Bis auf das Wetter ist es ja sehr schön, zum Seelebaumelnlassen. Und bis auf die elektrischen Golfplatzautos, mit denen die Inselbewohner gelegentlich herumkurven, ist alles wie vor 21 Jahren als ich erstmals da war. Naja, perfekte Mobiltelefonverbindung und ein neues solar- und dieselbetriebenes Elektrizitätswerk sind auch hinzugekommen. Aber die sieht man im Ort nicht.

Die Nachmittagssonne bringt etwas Wärme und nach dem Nachmittagsschlaferl gehen wir in 35 Minuten nach Tiganaki. Der kleine Strand ist menschenleer, es gibt eine funktionierende Dusche und sogar eine Wassertrinkstelle. Das glasklare türkisblaue Meerwasser lockt. Also raus aus dem Gwand und rein ins kühle Nass – herrlich!

Zurück im Ort setzen wir uns sogleich diesmal in die Taverna Nicolas. Auch sehr gut. Der Wirt erzählt, dass es sein Elternhaus ist und er jetzt im Winter in Polen bei seiner Frau und seinen Kindern lebt. Sein fast genau gleich aussehender Bruder ist 16 Monate älter und bedient den Holzkohlengrill.

2024-05-11 Arki
Arki
2024-05-11 Arki Tiganaki
Arki Tiganaki
2024-05-11 Arki
Arki

12.05.2024 Sonntag
11:28 Arkí / O. Augústa (Hafenbucht) Karte
11:44 Genua setzen, Motoren aus
12:55 Genua weg, Motoren an
13:05 Lipsi / Hafen Karte Längsseits am neuen Kai
Zeit unterwegs: 01:37 Strecke: 8 Seemeilen Ø Fahrt: 5 Knoten

Wir ziehen die neue Genua heraus. Sie zieht gut und sieht gut aus. Nur mit ihr kommen wir mit 5 bis 6 Knoten voran und erreichen Lipsi Hafen bestens. Der Hafenschackl Manolis weist uns den Platz zu, der mir sowieso vorgeschwebt ist: Längsseits am neuen Kai am Eck zur alten Pier direkt vor Ouzeri Asprakis. Der alte Platz für Yachten auf der anderen Seite der Pier ist sowieso voll mit Segelbooten.
Manolis kassiert fünf Euro für den Dienst, aber Jannis wird noch kommen, um die Stromsäule in Gang zu setzen und die Hafengebühr zu kassieren.

Der Platz ist zwar gut, weil hier der Wind von vorne kommt und wir windgeschützt im Cockpit sitzen können. Aber er hat zwei große Nachteile: Erstens die vollkommen unnötige schwarze Gummiwulst entlang des gesamten neuen Kais. Ohne Fender geht es sowieso nicht und jetzt werden sie schwarz eingefärbt. Zweitens kommen Wellen daher, zwar nicht hohe aber ausreichend, um das Liegen unruhig zu machen. Zusammen mit dem Wind lassen sie das Book vor und zurück ruckeln. Und der Wind ist stark. Um 18 Uhr messen wir 35,6 Knoten!

Am Abend essen wir ganz gut und nicht übertrieben teuer bei Manoli‘s Tastes. Allerdings ist es drinnen sehr laut und die Bedienung so lala. Als „Edeltaverna“ kommt er nicht an Zorbas in Panteli heran.

2024-05-12 Lipsi Ort vom Liegeplatz aus gesehen
Lipsi Ort vom Liegeplatz aus gesehen

2024-05-12 Lipsi kein gemütlicher Platz zum Schlafen
Lipsi kein gemütlicher Platz zum Schlafen
2024-05-12 Lipsi Aussicht von der Kirche
Lipsi Aussicht von der Kirche

13.05.2024 Montag
14:52 Lipsi / Hafen Karte
15:08 Genua setzen, Motoren aus
16:03 Genua weg, Motoren an
16:46 Léros / N. Archángelos Ankerbucht Karte An Mooring
Zeit unterwegs: 01:54 Strecke: 6,2 Seemeilen Ø Fahrt: 3,2 Knoten

In den Hafen von Lipsi fahre ich nimmer. Vielleicht mal kurz zum Wasser- und Stromtanken. Aber länger sicher nicht. Bis vier Uhr konnte ich ganz gut schlafen, aber dann war der Lärm der scheuernden Fender und der Wellen doch zu groß. Und der Preis für die Übernachtung ist zu hoch , € 30,32.

In der Früh sind die weißen Fender vom Gummiabrieb schwarz und haben die Bordwand versaut.

Wir frühstücken im Kalypso. Steen geht zum Bäcker Brot kaufen. Ich fülle den Wassertank und wasche das Boot. Die 10 Euro für die Versorgungssäule würde für mehrere Tage Landstrom und mehrere Tankfüllungen reichen.

Nach einer kleinen Jause im Asprakis fahren wir los. Wieder darf die Genua ziehen. In Archangelos gibt es jetzt vier Moorings, die mit kleinen schwarzen Fendern markiert sind. Wir nehmen die am nächsten zur Taverna Stigma. Das bedarf mehrerer Versuche. Vom Steuerstand aus sieht man das kleine Ding auf den letzten Metern nicht und der sehr böige Wind versetzt den Bug immer wieder. Erst mit Annäherung von der Luwseite gelingt es mit Retourgang gegen den Wind das Boot ausreichend lange zu stabilisieren, also länger als 10 Sekunden.

Ich schnorchle zur Mooring und stelle fest, dass sie wirklich sehr stabil ist. Ein riesiger Betonblock, eine schwere Kette und ein ordentliches Seil mit einer eingespleissten Plastikkausch am Ende, durch die unser Seil eingefädelt ist. Das würde auch für ein größeres Boot voll ausreichend sein.
Auch stelle ich fest, dass 21°C nicht die Wassertemperatur ist, in der ich mich wohl fühle.

Wir paddeln zum Steg der Taverna. Offenbar waren noch nicht viele Gäste da. Denn nur an einem Tisch haben die Stühle die geflochtenen Sitzflächen. Es gibt nicht viel zu essen, aber das immer, weil der Wirt und seine Frau das ganze Jahr hier leben – zusammen mit 80 Katzen, wie er erzählt. Die sind über die Insel verstreut und kommen immer um 9 und um 18 Uhr zur Futterausgabe. Jeden Herbst kommt der Tierarzt mit einer Katzenfalle und Unfruchtbarkeitsspritzen. Die Katzenanzahl genügt eh schon und auf der Insel gibt es keine Ratten mehr…

2024-05-13 Lipsi Liegeplatz
Lipsi Liegeplatz

2024-05-13 Lipsi Gummiwulstresultat
Lipsi Gummiwulstresultat
2024-05-13 Archangelos Aussicht von der Taverna Stigma
Archangelos Aussicht von der Taverna Stigma

14.05.2024 Dienstag
13:39 Léros / N. Archángelos Ankerbucht Karte
13:54 Genua setzen, Motoren aus
14:56 Genua weg, Motoren an
15:25 Léros / Lakkí Marina Karte
Zeit unterwegs: 01:46 Strecke: 7,8 Seemeilen Ø Fahrt: 4,4 Knoten

Das Morgenbad ist sehr erfrischend! Auch die Lufttemperatur ist mit 18° ungewöhnlich niedrig.
Wir fahren und segeln nach Lakki. Kurz vor der Kuluki-Ankerbucht will ich den Anker fertig zum herablassen machen. Aber die Ankerwinde geht nicht! Zum Glück passiert es gerade hier. Denn die Lakki Marina ums Eck hat einen Platz für uns, an dem man ohne Anker anlegt. Der langhaarige Marinero Kiriakos, den ich von früher schon kenne, hilft beim Anlegen und sagt nach Problemschilderung, dass ich die Werft Moor & Dock kontaktieren soll, damit deren Elektriker sich die Sache ansehen kann. Da schon Büroschluss war, sende ich eine E-Mail.

Spätnachmittags gehen wir mit dem Bollerwagen zum Supermarkt Kritikos, anschließend zum Eisenwarengeschäft Andreas Kritikos und dann essen ins I Thraka. Die Portionen sind gewaltig.

2024-05-14 Leros Lakkí Essen in I Thraka
Leros Lakkí Essen in I Thraka

15.05.2024 Mittwoch
14:33 Léros / Lakkí Marina Karte
15:59 Kálymnos / Emboriós Karte
Zeit unterwegs: 01:26 Strecke: 8,4 Seemeilen Ø Fahrt: 5,9 Knoten

Ein Anruf bei der Werft bestätigt, dass der Elektriker kommen wird, sobald er mit einem anderen Boot fertig ist. Den Vormittag verbringe ich mit Fendersäubern. Das gestern bei AK gekaufte Mittel DURO STICK BIO Clean Boat Cleaner ist gut. Die Fender werden wieder fast weiß. Aber mühsam.

Kurz vor 13 Uhr kommt der Elektriker mit Assistent. Nach einer knappen Stunde hat er den Fehler lokalisiert und provisorisch repariert. Das Stromkabel zur Ankerwinde ist korrodiert und beim Kabelschuh bei der Winde war die Leitung nicht mehr gut leitend. Im Winter muss der gesamte Kabelstrang erneuert werden.

Wir fahren los und erreichen eine Boje von Captain Kostas problemlos. Der Wind hat sich beruhigt und es ist mit 23°C im Cockpit fast schon angenehm warm. Steen findet 22°C Meerwassertemperatur auch angenehm warm.

Am Spätmachmittag wird es fast windstill. Mit Hilfe meiner zwei Gaslötkolben in Heißluftstellung gelingt noch eine Reparatur des Tages: Während des Winters hatte sich galvanische Aluminiumkorrosion in der Aufnahme eines Feststellbolzens des Außenborders gebildet. Der Bolzen ließ sich keinen Millimeter drehen, auch nicht mit Hammerschlägen. Ich las, dass in so einer Situation weder Kraft noch Kriechöl hilft, sondern nur Hitze. Wird die Oxidschicht auf über 200°C erhitzt, schrumpft sie. Tatsächlich! Nach etwa 15 Minuten lässt sich der Bolzen nur mit der Hand drehen. Nach Besprühen mit Vaselinespray sogar mit nur einem Finger.

Trotzdem fahren wir nicht mit dem Motor, sondern mit 54 Paddelschlägen zum Ufer und gehen zum Abendessen zu Captain Kostas. Gut, aber Schock bei der Rechnung: Die 0,5 l Retsinaflasche kostet 8 Euro, also doppelt so viel wie bisher anderswo.

2024-05-15 Blodughadda technisch Korrodierter Ankerwindenkabelanschluss
Blodughadda technisch Korrodierter Ankerwindenkabelanschluss
2024-05-15 Blodughadda technisch Korrodierter Ankerwindenkabelanschluss
Blodughadda technisch Korrodierter Ankerwindenkabelanschluss
2024-05-15 Kalymnos Emborios Schöner Platz mit Bojen
Kalymnos Emborios Schöner Platz mit Bojen
2024-05-15 Kalymnos Emborios Schöner Platz mit Bojen
Kalymnos Emborios Schöner Platz mit Bojen
2024-05-15 Kalymnos Emborios Steen in Captain Kostas
Kalymnos Emborios Steen in Captain Kostas

16.05.2024 Donnerstag
12:46 Kálymnos / Emboriós Karte
17:09 Kos / Kefalos, Kamari Karte
Zeit unterwegs: 04:23 Strecke: 28,4 Seemeilen Ø Fahrt: 6,5 Knoten

Für morgen ist Südostwind angesagt. Nicht extrem viel aber auch nicht wenig. Also fahren wir schon heute bei wenig anschiebendem Wind nach Kefalos, wo Steen am Samstag früh den Bus zum Flughafen nehmen muss. Mit den Motoren auf 2.500 RPM geht es praktisch wellenlos mit bis zu 7 Kn flott und kommod voran. Der vom GPS gesteuerte Autopilot hält den Kurs exakt ein. Man muss lediglich aufpassen, dass sich kein Boot auf Kollisionskurs befindet. Aber das einzige rundherum zu sehende Boot segelt langsamer weit ab von uns in dieselbe Richtung.

In Kefalos fahren und gehen wir zu Captain John. Ich bestelle wieder ein gegrilltes Schweinskotlett, um vergleichen zu können. Leider schneidet Captain John am schlechtesten ab. Das beste war bei Tripas in Arki.

17.05.2024 Freitag
Kos / Kefalos, Kamari
Wie vorhergesagt kommt der Wind aus Südost, also genau herein in die große Bucht. Bis zum Nachmittag soll er zulegen und dann wieder abflauen. Wir werden also geschüttelt werden, hoffentlich nicht zu stark. Es ist komplett bewölkt und mit 20°C ziemlich kalt.

Wir verbringen den Tag großteils in unseren Kojen. Das Boot schaukelt ordentlich aber nicht besorgniserregend. Um 18 Uhr ist der Wind am stärksten mit 34,2 Knoten. Als er sich um 20h wieder beruhigt, sind die Wellen immer noch zu hoch, um mit dem Schlauchboot an Land fahren zu können. Ich wärme die zwei Konservendosen mit Moussaka auf, die wir für solche Fälle vorsorglich gekauft haben. Der Inhalt entspricht dem Bild vom „Serviervorschlag“ auf der Dose überhaupt nicht. Er ist eine graue Pampe, schmeckt aber gar nicht schlecht.

18.05.2024 Samstag
Kos / Kefalos, Kamari
Kurz nach Sonnenaufgang stehe ich auf und mache meinen obligatorischen Morgenschwimm im mittlerweile fast windlosem Meer. Nur ein wenig Restdünung von gestern ist noch da.
Steen packt seine Sachen und nach dem Frühstück paddeln wir ans Ufer (der Honda will nicht starten). Der Bus zum Flughafen kommt griechisch pünktlich. Wir verabschieden uns auf ein Wiedersehen zur Midsommerfeier in Finnland in fünf Wochen.

3 Kommentare (Öffnen | Schließen)

3 Kommentare Empfänger "2024-05-08 Steen"

#1 Kommentar Von Robert am 2024-05-10 um 21:11 Uhr

Und heute seit ihr schon in Arki Grrrrrrrr
Gibt es schon mehr als eine Taverne? Ich glaube, die Insel ist noch Griechenland pur.
lg und schönen Urlaub
Robert

#2 Kommentar Von Tom am 2024-05-11 um 20:39 Uhr

Beide Tavernen Tripas und Nicolas haben seit Anfang Mai offen und sind sehr gut. Es stimmt, es ist Griechenland – ziemlich – pur. Bis auf die elektrischen Golfplatzautos mit denen die Inselbewohner herumfahren.
Der Hafen ist voll (8 Segelboote) und es ist sehr windig und kalt.
LG Tom

#3 Kommentar Von Robert am 2024-05-14 um 6:49 Uhr

Kalt? dann ändere mein Grrrr in ein Brrrr