{"id":1205,"date":"2018-08-20T01:17:23","date_gmt":"2018-08-19T23:17:23","guid":{"rendered":"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/?page_id=1205"},"modified":"2018-08-20T01:17:23","modified_gmt":"2018-08-19T23:17:23","slug":"2008-07-26-lefkas-patras","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/toernberichte\/2008-2\/2008-07-26-lefkas-patras\/","title":{"rendered":"2008-07-26 Lefkas &#8211; Patras"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/toernberichte\/2008-2\/2008-07-26-lefkas-patras\/print\/\" title=\"Beitrag drucken\" rel=\"nofollow\"><img decoding=\"async\" class=\"WP-PrintIcon\" src=\"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/wp-content\/plugins\/wp-print\/images\/printer_famfamfam.gif\" alt=\"Beitrag drucken\" title=\"Beitrag drucken\" style=\"border: 0px;\" \/><\/a>  Aktualisierung 20.08.2018 02:16:17 Anzahl Tage: 6<br \/>\n<a href=\"#2008-07-26\">26.07.2008 Lefkas \/ Hafen Lefkada &#8211; Megan\u00edsi \/ O. Spilia<\/a><br \/>\n<a href=\"#2008-07-27\">27.07.2008 Megan\u00edsi \/ O. Spilia &#8211; Megan\u00edsi \/ Vathy &#8211; Kast\u00f3s \/ Bucht S v. A. Meg\u00e1los K\u00e1vos<\/a><br \/>\n<a href=\"#2008-07-28\">28.07.2008 Kast\u00f3s \/ Bucht S v. A. Meg\u00e1los K\u00e1vos &#8211; Festland \/ Astak\u00f3s<\/a><br \/>\n<a href=\"#2008-07-29\">29.07.2008 Festland \/ Astak\u00f3s &#8211; Festland \/ Bucht ohne Namen N v. Platygiali<\/a><br \/>\n<a href=\"#2008-07-30\">30.07.2008 Festland \/ Bucht ohne Namen N v. Platygiali &#8211; Skr\u00f3fa \/ Ankerplatz<\/a><br \/>\n<a href=\"#2008-07-31\">31.07.2008 Skr\u00f3fa \/ Ankerplatz &#8211; Peloponnes \/ Patras<\/a><\/p>\n<p>Crew:<br \/>\nT\u00f6tterstr\u00f6m Tom<br \/>\nT\u00f6tterstr\u00f6m Beate<\/p>\n<p>Gesamt T\u00f6rn:<br \/>\nZeit unterwegs: 54:32 Strecke: 81 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 1,5 Knoten<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2008-07-26\">26.07.2008 Samstag<\/strong><br \/>\n18:30 Lefkas \/ Hafen Lefkada <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b049'57''+020\u00b042'39''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n20:30 Megan\u00edsi \/ O. Spilia <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b039'40''+020\u00b045'36''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Anlegen<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 02:00 Strecke: 9,5 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 4,8 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Bei der Informationsbox gegen\u00fcber dem Liegeplatz erkundige ich mich nach einer W\u00e4scherei. Jawohl, die gibt es der Stra\u00dfe entlang nach der Polizei rechts. Gut, wir packen alles zu Waschende in die W\u00e4schetonne und marschieren los. Die W\u00e4scherei ist eine Putzerei. Sie verlangt 15 Euro pro Maschine f\u00fcr Waschen und Trocknen. Wir h\u00e4tten 2 Maschinen dabei. Also wieder W\u00e4schewaschpreistreiberei wie in Zakynthos. In der vorigen Ortschaft Nydri hat die Maschine Wash&#038;Dry 8 Euro, wie in Kos Marina gekostet. Weil ich am Donnerstag in der Marina eine W\u00e4scherei gesehen habe und vermute, dass diese g\u00fcnstiger sein wird, marschieren wir dorthin. Aber von g\u00fcnstiger kann keine Rede sein: 15 Euro pro Maschine Wash&#038;Dry, wir h\u00e4tten 2 Maschinen dabei&#8230; Nun bleibt keine Wahl mehr aber wir reduzieren auf eine Maschine, n\u00e4mlich auf das was unbedingt gewaschen werden muss, also die Lein-, Hand- und Badet\u00fccher. Beim Schreiben kommt mir jetzt in den Sinn, dass ich in Griechenland noch nie einen Selbstbedienungs-Waschsalon gesehen habe. Das w\u00e4re vielleicht eine Gesch\u00e4ftsidee. Am besten kombiniert mit einem Kafenion ausschlie\u00dflich f\u00fcr Frauen, weil die griechischen M\u00e4nner garantiert nicht einen Waschsalon betreten w\u00fcrden und die traditionellen Kafenions praktisch mit Frauenverbot versehen haben. Das w\u00e4re wohl eine Revolution aber gleichzeitig wohl zum Scheitern verurteilt &#8211; noch.<br \/>\nDie W\u00e4sche soll um 18h fertig sein und wir marschieren mit der Restw\u00e4sche zur\u00fcck. Ich besorge Halterungen f\u00fcr den Au\u00dfenborder, damit dieser auf die Heckreling aufgeh\u00e4ngt werden kann. Als ich mir \u00fcberlege, wie das am besten zu machen ist, rutscht mir ein Klotz aus der Hand und landet im fast undurchsichtigen Hafenwasser. Weil er wei\u00df ist, kann ich ihn auf dem Grund gerade noch ausmachen. Ich versuche ihn mit dem Bootshaken zu erreichen aber trotz der geringen Tiefe, gelingt das nicht. Ich \u00fcberlege, um wie viel Geld ich bereit w\u00e4re, in der Br\u00fche zu Tauchen und komme zum Entschluss, dass es viel mehr w\u00e4re als die 36,50, die die Halterungen kosten. Also kaufe ich eine weitere Packung. Beim Montieren bin ich jetzt sehr vorsichtig und es dauert lange, bis ich die richtige L\u00f6sung gefunden habe.<br \/>\nKurz vor 17h kommt Takis mit dem reparierten Bimini und Vorsegel. Dieses hat er selbst repariert und verlangt gar nichts daf\u00fcr. Das Bimini hat er zum N\u00e4hen weiter gegeben, weil er nicht den ben\u00f6tigten Zipferschluss hatte. Das kostet 50 und das Schlauchboot kann er um 650,- hergeben. Das freut mich nat\u00fcrlich, denn inzwischen hatte ich schon beschlossen es zu kaufen, weil es gut zu rudern ist (Sitzbrett vorhanden) und ich es einfach jetzt brauche. Wir fahren gemeinsam zur\u00fcck in die Marina f\u00fcr die Kreditkartenzahlung und um die W\u00e4sche abzuholen. Danach bringt er mich wieder zur\u00fcck und wir verabschieden uns auf unbestimmte Zeit &#8211; sicher sehr lange Zeit, vielleicht f\u00fcr immer.<br \/>\nBeate und ich beschlie\u00dfen, die kommende Nacht wo anders zu verbringen. Sie geht noch Geschenke und sauteures Bier einkaufen &#8211; 1,- pro 0,33 Dose! Um 18:30h fahren wir los.<br \/>\nWeil ich schon beobachtet hatte, dass hier nicht nur der Anker sondern auch die Ankerkette voll von Schlamm sein wird, machen wir das Ankeraufman\u00f6ver etwas anders als sonst: Wir fahren einfach los ohne uns um die Ankerkette zu k\u00fcmmern. Der Wind ist ablandig und da holen wir vor den anderen Booten liegend die Kette ganz gem\u00fctlich herauf, wobei ich diese mit dem Bootshaken hin und her r\u00fcttle w\u00e4hrend Beate sie mit der Ankerwinde einholt. Gelegentlich l\u00f6st sich ein Klumpen nicht von der Kette aber da kann ich der Beate entsprechend Bescheid sagen und die Kette wieder ins Wasser dirigieren. So bleibt der Ankerkasten einigerma\u00dfen sauber. Aber grauslich ist es schon.<br \/>\nJetzt fahren wir durch den 3,4sm langen, 25-35m breiten, auf 4,5m Tiefe ausgebaggerten Kanal in Richtung S. An beiden Seiten davon befinden sich weite Fl\u00e4chen mit ganz seichtem Wasser. Eine seltsame Landschaft.<br \/>\nUm 20:30h erreichen wir die Bucht Spilia auf der N-Seite der Insel Maganisi. Zu unserer \u00dcberraschung kommt ein Mann im Schlauchboot uns entgegen und bietet einen kostenlosen Platz am Schwimmsteg an. Wir sollen nur in die Taverna essen gehen. Der Platz ist sehr eng aber der gute Mann schiebt mit dem Schlauchboot nach. Am Steg steht ein anderer, der die Festmacher entgegen nimmt und uns eine Mooringleine reicht. Also gleiches Service wie in er Marina Kos. Sogar Strom gibt es zum gleichen Preis. Wir sind entz\u00fcckt und gehen schwimmen, denn das Wasser ist trotz der vielen Boote ganz klar.<br \/>\nWohin wir abendessen gehen ist also auch klar wie Hafenwasser. Es gibt nur die eine Taverna \u201ePorto Spilia\u201c. Sie ist riesengro\u00df, weil es fr\u00fcher zwei waren. Der Besitzer, der uns mit dem Schlauchboot eingelotst hat, erz\u00e4hlt uns das und dass er die Taverna von seinem Vater \u00fcbernommen hat und die zweite Taverna aufgekauft hat. Den ganzen Abend rennt er gesch\u00e4ftig nur in Badeshorts bekleidet herum und kontrolliert das Funktionieren seiner Riesentaverna. Das tut sie tats\u00e4chlich perfekt und gut und g\u00fcnstig ist das Essen auch noch. Wir essen leistbaren Fisch (12,- pro Portion Goldbrasse mit Pommes) an einem der vielen Tischen auf dem Kiesstrand.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2008-07-27\">27.07.2008 Sonntag<\/strong><br \/>\n11:30 Megan\u00edsi \/ O. Spilia <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b039'40''+020\u00b045'36''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n12:00 Megan\u00edsi \/ Vathy <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b039'49''+020\u00b047'05.5''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Angelegt<\/em><br \/>\n14:44 Megan\u00edsi \/ Vathy <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b039'49''+020\u00b047'05.5''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n17:00 Kast\u00f3s \/ Bucht S v. A. Meg\u00e1los K\u00e1vos <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b035'43''+020\u00b055'55''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 02:45 Strecke: 14,4 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 5,2 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Eigentlich wollen wir den Ort Spartochori besuchen, der direkt oberhalb liegt. Aber der dicke Wirtassistent kommt um 11h vorbei und sagt, er ben\u00f6tige alle Pl\u00e4tze am Schwimmsteg, weil sich telefonisch schon so viele Besucher zum Mittagessen angesagt h\u00e4tten. Also Schluss mit Gastfreundschaft. Wir haben schon gegessen, wir k\u00f6nnen gehen. Aber ich verstehe das ja auch. Am Sonntag wollen sicher viele Familien einen Ausflug machen und da bietet sich dieser Platz wirklich sehr gut an.<br \/>\nWir fahren also los. 30 Minuten sp\u00e4ter legen wir im n\u00e4chsten Ort Vathy an. Obwohl das Hafenwasser furchtbar dreckig ist, macht der Ort einen schnucklig-sauberen Eindruck. Hafenausbauarbeiten sind im Gang und sogar am Sonntag werden riesige Betonkl\u00f6tze von einer Arbeitsplattform auf das flache W-Ufer entladen. Wir flanieren in extrem langsamem Tempo herum, stellen fest, dass der B\u00e4cker nicht offen hat, seine \u00d6ffnungszeiten auch nicht angeschlagen hat aber daf\u00fcr die Zeiten der F\u00e4hrverbindungen mit Lefkas und landen dann in der Cafe-Bar Patrino. Je 2 Euro f\u00fcr Capuccino und gro\u00dfes Bier ist sehr moderat. Wir versuchen erfolglos, jemanden zu finden, der die aufgestellten mit Jetons funktionierenden (oder auch nicht) Strom- und Wassers\u00e4ulen in Gang bringen k\u00f6nnte. Weder Person noch Jetons sind irgendwo aufzutreiben.<br \/>\nUm 14:45h fahren wir weiter. Beate m\u00f6chte schwimmen. Ich biete ihr einen Strand gleich E vom N-Kap der Insel K\u00e1lamos an, der laut griechischem Seekartenbuch wunderbar sein soll und wo Onassis und Kallas gebadet haben sollen. Nat\u00fcrlich ist sie damit einverstanden. Aber als wir nach fast zwei Stunden dort ankommen (Onassis hatte sicher ein schnelleres Boot) m\u00fcssen wir feststellen, dass es da so toll nun auch nicht ist aber sehr viele Leute dieser Meinung sein m\u00fcssen.<br \/>\nWir fahren weiter. Die E-K\u00fcste der n\u00e4chsten Insel, Kast\u00f3s soll jede Menge Kiesstr\u00e4nde haben. Der erste w\u00e4re gleich nett aber nicht ohne Landleine zu ben\u00fctzen. Dazu habe ich keine Lust. Der n\u00e4chste passt. Das Wasser ist klar und kalt, 21\u00b0. Der Anker liegt perfekt in einem Sandfeld umringt von niedrigen Felsplatten. Der Wind dreht uns mehrmals im Kreis und kleine Wellen kommen immer wieder vom offenen Wasser zwischen uns und dem Festland. Aber ich befinde den Platz f\u00fcr gut genug zum \u00dcbernachten. Ein Nachtsturm ist nicht zu erwarten.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2008-07-28\">28.07.2008 Montag<\/strong><br \/>\n12:30 Kast\u00f3s \/ Bucht S v. A. Meg\u00e1los K\u00e1vos <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b035'43''+020\u00b055'55''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n15:10 Festland West \/ Astak\u00f3s <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b031'58''+021\u00b004'49''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 02:40 Strecke: 12,4 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 4,6 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Morgenschwimm im kristallklaren, spiegelglatten aber kalten Wasser, Fr\u00fchst\u00fcck mit weichem Ei und Wespen, Abwasch, lesen, Abfahrt um 12:30h. Nach 20 Minuten kommen wir zum einzigen Ort der Insel. Obwohl Platz zum Anlegen vorhanden w\u00e4re, fahren wir weiter. Ein Fall von Attraktivit\u00e4smangel. Entlang der restlichen E-K\u00fcste von Kast\u00f3s leiden die Buchten entweder genau darunter oder sie sind mit einem Segel- oder Motorboot italienischer Provinienz besetzt. An der s-Spitze nehmen wir deshalb Kurs auf das Festland. Die Motoren schnurren weiterhin nur mit 2000rpm aber mit der Genua dazu kommen wir im m\u00e4\u00dfigen R\u00fcckenwind auf \u00fcber 6kn Fahrt.<br \/>\nNach ca. einer Stunde erreichen wir die Einfahrt in die Bucht Astakos am Festland. Bis zum Ort gibt es keine verwendbaren Ankerbuchten und der Ort selbst sieht wenig anlegefreundlich aus. Aber zwischen Wellenbrecher und Fischerhafen befindet sich ein Badestrand, vor dem sich ankern l\u00e4sst. Das machen wir auch auf 4,5m Tiefe. Hier hat man keine Chance, den Meeresgrund zu sehen. Daf\u00fcr ist das Wasser mit 24\u00b0 wieder badefeundlicher.<br \/>\nW\u00e4hrend des entspannten Nachmittags putze ich widerwillig die Bilgen. Die stbd-Bilge ist trocken aber schmutzig. die bb-Bilge hat ca. 2l Wasser und bereits Algenbildung. Ich verwende griechisches Chlorputzmittel, um jegliche Bakterien zu t\u00f6ten.<br \/>\nUm 20h fahren wir erstmals mit dem neuen Schlauchboot an den Strand. Wir gehen der Strandpromenade entlang und wundern uns \u00fcber die vielen Lokale, in denen kein Mensch sitzt. Wir gehen vor bis zum F\u00e4hranleger und wieder zur\u00fcck entlang der Hauptstra\u00dfe an der R\u00fcckseite der H\u00e4user der Wasserfront. Es ist deutlich zu sehen, dass es hier um keinen Touristenort handelt. Es fehlen die Fetzen- und Badeutensiliengesch\u00e4fte.<br \/>\nWir setzen uns in die Taverna Dionysos direkt am Strand. Mehr G\u00e4ste als uns zwei hat sie nicht und bekommt sie auch nicht so bald &#8211; sprich w\u00e4hrend wir dort sind. Aber wir essen hervorragend und bekommen sowohl eine Vorspeise als auch die Nachspeise von \u201eThe boss\u201c geschenkt. Beide ausgezeichnet. Dann gehen wir die paar Meter zu den Hafenflaniermeilenlokalen. Kaum zu glauben, aber sie sind alle fast voll. Woher kommen die Leute???<br \/>\nWir bekommen einen Tisch in der ersten Reihe der Flaniermeilenbeobachtungszone und bestellen Kaffee und Metaxa (ich). Dann rudern wir bei absoluter Windstille zur\u00fcck zum Boot. Das lauteste Lokal spielt \u201el\u00e4if is l\u00e4if, bab baa da da dam\u201c \u00fcber die windstille Bucht und einige auffrisierte Mopeds mischen im Chor mit.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2008-07-29\">29.07.2008 Dienstag<\/strong><br \/>\n14:15 Festland West \/ Astak\u00f3s <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b031'58''+021\u00b004'49''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n15:27 Festland West \/ Bucht ohne Namen N v. Platygiali <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b029'06''+021\u00b005'00''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 01:12 Strecke: 5,5 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 4,6 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Viele Fischerboote fahren hier ein und aus, machen Krach und Wellen. Die Einheimischen d\u00fcrften gerne fr\u00fch am Morgen schwimmen gehen, wobei sie H\u00fcte aufhaben und sich im unendlich langsamen Schwimmtempo lautstark unterhalten.<br \/>\nUm 11:30h verlegen wir das Boot zum Hafen, um einzukaufen und Wasser zu tanken. Zuerst gehen wir l\u00e4ngsseits an den F\u00e4hranleger. Da habe ich gestern einen Wasserhahn gesehen. Beate geht Brot und Joghurt einkaufen. Ich stelle fest, dass eines der drei neben einander liegenden gro\u00dfen Fischerboote den Wasserschlauch in Beschlag genommen hat. Das k\u00f6nnte l\u00e4nger dauern und am Horizont sehe ich bereits die F\u00e4hre kommen. Als Beate zur\u00fcck kommt verlegen wir das Boot auf die andere Seite des riesigen Hochseeschleppers, der hier liegt. Ich wundere mich wieso. Hochseeschiffe gibt es hier keine zu sehen.<br \/>\nVor einer Taverna finde ich auf einem kleinen Rasenst\u00fcck einen weiteren Wasserhahn. Meine Frage, ob ich mich daraus bedienen darf wird bejaht und ich rolle die Schl\u00e4uche aus. Den schmutzigsten verwende ich f\u00fcr die Stra\u00dfenquerung, weil dieser von vielen Autos \u00fcberfahren werden wird. Der Hebel des Wasserhahns ist kaputt aber mit einer Zange kann es doch \u201eWasser marsch!\u201c hei\u00dfen. Eigentlich hei\u00dft es \u201eWasser kriech!\u201c denn der Druck ist so schwach, dass kaum etwas in den Tank kommt. Ich setze mich in die Taverna mit Blick auf den \u00dcberlauf und bestelle mir ein Bier. Dieses kommt mit einer Miniportion Huhn und Pommes. Beate geht auf ein Capuccino einige Lokale weiter. Sie kommt dann zu mir und ich bestelle noch ein Bier. Diesmal kommt es mit einer Miniportion Sardinen mit Pommes. Es dauert fast 2 Stunden bis der kleinere Wassertank mit ca. 125 Liter voll ist. Den gr\u00f6\u00dferen versuche ich erst gar nicht aufzuf\u00fcllen. Dabei d\u00fcrfte es nicht so sein, dass der Wirt absichtlich den Wasserdruck reduziert, um mehr Umsatz zu machen. Denn einerseits ist der Wasserdruck beim H\u00e4ndewaschen auf der Toilette auch sehr niedrig und andererseits ist der Preis f\u00fcr ein Bier mit Meze mit 1,70 Euro ja so gut, dass man auch ohne Wasserdruckproblem hier ein solches zu sich nimmt.<br \/>\nUm 14:15 dampfen wir in die Vorspring ein, damit wir aus dem engen Platz wieder heraus kommen. Die Bucht Panteleimon keine 3sm weiter entlang des Festlandes ist das Ziel. Aber leider ist diese sch\u00f6ne Bucht durch Fischfarmen v\u00f6llig zerst\u00f6rt. An der S-Seite der Halbinsel, die diese Bucht gegen S abschlie\u00dft, finden wir aber eine sch\u00f6ne Bucht. Nur zwei italienische und ein englisches Segelboot ankern hier. Das Wasser ist tr\u00fcb und der Anker h\u00e4lt bombenfest, also Schlickgrund.<br \/>\nZum Abendessen kocht Beate die in Astakos eingekauften Fische. die kleinen f\u00fcr sie, den gro\u00dfen f\u00fcr mich. Alle werden einfach in der Pfanne gebraten und mit Erd\u00e4pfel und griechischen Salat verspeist.<br \/>\nAm Ufer entlang zieht eine kleine Horde Minirindviecher, die nicht viel gr\u00f6\u00dfer sind als die sonst \u00fcblichen Ziegen. D\u00fcrfte irgendeine widerstandsf\u00e4hige griechische Spezialrasse sein.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2008-07-30\">30.07.2008 Mittwoch<\/strong><br \/>\n14:30 Festland West \/ Bucht ohne Namen N v. Platygiali <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b029'06''+021\u00b005'00''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n16:49 Festland West \/ Skrofa Ankerplatz <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b018'35''+021\u00b008'21''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 23:02 Strecke: 13 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: ,6 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Eine weitere neue Tiergattung gibt es hier: Flugameisen oder sowas \u00e4hnliches. Als ich um 8h hinaus gehe, ist das Salondach voll davon. Sie bewegen sich kaum. Auch nicht wenn man sie t\u00f6tet. Mir f\u00e4llt nichts ein, was ich sonst mit ihnen machen k\u00f6nnte. Also metzle ich sie nieder mit dem Fliegenpracker und sammle sie dann auf zur Entsorgung ins Meer.<br \/>\nDer Hoschseeschlepper aus Astakos quert drau\u00dfen vorbei und bleibt stehen. Bald kommt auch schon das dazugeh\u00f6rende Hochseeschiff, n\u00e4mlich ein Containerschiff. Es wird in die Nachbarbucht begleitet! Wir fahren los und sehen sie uns an. Tats\u00e4chlich, hier mitten in nichts wurde eine sch\u00f6ne Ankerbucht in einen hochmodernen Containerhafen umgebaut. Ein Sattelschlepper, der mit einem dieser hier zu tausenden gestapelten Container beladen wird, sieht direkt witzig winzig aus.<br \/>\nWir fahren wieder hinaus und fahren Richtung S. Es ist sehr diesig. \u00dcberall befinden sich Fischfarmen. Es gibt auch viele vorgelagerte Inseln, die s.g. Echinaden. Aus der Ferne sehen sie ganz nett aus. Aber weil hier keine einzige Ankerbucht vorhanden ist, taugen sie nur als Fischfarmbehausungen. Diese Ecke des Ionischen Meeres ist sicher die schrecklichste.<br \/>\nWir umrunden die M\u00fcndung des Flusses Achel\u00f3os mit gro\u00dfem Abstand, weil hier so flaches Schwemmland ist. An der absoluten SW-Ecke des Festlandes finden wir einen Ankerplatz zwischen den Inselchen Skrofa und Skrofop\u00fala (kein Witz), die eigentlich mit Sandd\u00fcnen mit einander verbunden sind, die eine riesige Lagune vom Meer abtrennen. Endlich haben wir klares Wasser und reinen Sandgrund in 2m Tiefe. Der Platz ist zwar sehr offen und die Nachmittagsbrise l\u00e4sst uns ein wenig schaukeln. Aber endlich auch wieder allein an einem Ankerplatz.<br \/>\nUnter dem Sternenhimmel und mit Blick auf die in der Ferne vorbei rauschenden F\u00e4hren zwischen Italien und Patras sehen wir uns einen Krimi aus der Konserve an. Das haben wir auch noch nie gemacht.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2008-07-31\">31.07.2008 Donnerstag<\/strong><br \/>\n09:30 Festland West \/ Skrofa Ankerplatz <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b018'35''+021\u00b008'21''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n15:40 Peloponnes NNW \/ Patras <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b014'56''+021\u00b043'58''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankunft<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 22:50 Strecke: 26,2 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 1,2 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Die ganze Nach pfeift ein ablandiger Wind in der Takelage. Er ist nicht stark aber laut. Wir wollen Johan und Agneta in Patras am Nachmitag abholen und vorher einkaufen und Boot waschen und auftanken. Daher fahren wir um 9:30h los. Obwohl wir nach E wollen, m\u00fcssen wir \u00fcber eine Meile Richtung S fahren, um die extrem lange Flachstelle am Kap Skrofa zu umrunden. Da ist ein GPS-Wegpunkt schon sehr brauchbar.<br \/>\nDer schwache Wind aus N stirbt bald komplett ab und wir motoren \u00fcber ein spiegelblankes Meer. Etwa 12sm vor Patras sehe ich, dass das Wasser am Horizont ganz dunkel ist. Bald kommen Wellen entgegen und 10 Minuten sp\u00e4ter sind wir im \u00e4rgsten Gegenwind. Wir m\u00fcssen die Geschwindigkeit reduzieren.<br \/>\nDie zahlreichen Italien-F\u00e4hren zeigen uns, wo die Hafeneinfahrt ist. Wir halten uns in gro\u00dfem Respektabstand N von der Route und erreichen um ca. 15h die N-Seite des Yachthafens, der N des F\u00e4hrhafens liegt. Gerade als wir dem Wellenbrecher entlang fahren, kommt das Wasserflugzeug der www.airsealines.com aus der Marina heraus und startet mit gro\u00dfem Get\u00f6se und gewaltiger Wasserfont\u00e4ne gleich neben uns &#8211; faszinierend.<br \/>\nWir biegen in die Marina ein und ein freundlicher Mann empf\u00e4ngt uns am ersten Schwimmsteg mit der Information, dass die Marina voll ist und wir im F\u00e4hrhafen anlegen sollen nach vorheriger Anmeldung \u00fcber VHF Kanal 13 bei Patra Traffic. Diese antwortet auch sogleich und weist uns an, in der Mitte des Hafens hinter den K\u00fcstenwachbooten anzulegen. Das machen wir dann auch gleich bei einigen Containeranh\u00e4ngern von DHL. Ich steige aus und frage einen der Hafenpolizisten, wo der n\u00e4chste Supermarkt sei. Er wei\u00df es nicht. Wo man Wasser f\u00fcr das Boot bekommen k\u00f6nnte. Er wei\u00df es nicht. Bl\u00f6derweise frage ich ihn nicht, wo man aus dem Hafengel\u00e4nde herausgehen kann. Ich gehe zun\u00e4chst in s\u00fcdlicher Richtung, dort wo die Autos ein- und ausfahren. Aber nach einigen hundert Metern kehre ich um. Ein Ende des schwarzen Metallgitters ist nicht zu sehen. Der L\u00e4rm der vielen Autos und von den noch mehr Sattelschleppern, die au\u00dferdem dauernd hupen, ist ohrenbet\u00e4ubend.<br \/>\nIn der anderen Richtung gibt es eine Taverna mitten im L\u00e4rm. Ich gehe hinein, um ein Bier zu kaufen und mich zu erkundigen. Ja, gleich neben der Taverna gibt es ein Tor f\u00fcr Fu\u00dfg\u00e4nger und nach \u00fcberquerung des Gleises und der 3-Spurigen Einfallstra\u00dfe,k\u00e4me ein Supermarkt nach 150m. Als ich wieder hinaus gehe, sehe ich eine Gruppe Jugendicher, die sich hinter einem geparkten Auto verstecken, offensichtlich vor dem Polizeiauto, das gerade vorbei f\u00e4hrt. Ich denke gleich, dass es sich nur um Fl\u00fcchtlinge handeln kann, die auf eine Gelegenheit warten, unbemerkt auf eine der F\u00e4hren nach Italien zu gelangen.<br \/>\nIch gehe zur Blodughadda zur\u00fcck. Beate ist ganz aufgel\u00f6st. Sie hat einige Containertrailers weiter eine Gruppe M\u00e4nner beobachtet, die sich darunter verstecken. Bei genauerer Beobachtung sehen wir jede Menge davon, die von einem Versteck zum n\u00e4chsten huschen. Wir beschlie\u00dfen, das Boot nicht allein zu lassen und daher keinen Einkauf zu machen. Wir warten also auf den Anruf von Johan und diskutieren das Beobachtete. Wenn wir schon nach so kurzer Zeit so deutlich sehen, was hier vor sich geht, muss die Polizei es ja auch schon l\u00e4ngst wissen. Und wenn die Polizei es wirklich wollte, k\u00f6nnte sie diese Fl\u00fcchtlinge wie nichts festnehmen. Aus irgend einem Grund tun sie das aber nicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aktualisierung 20.08.2018 02:16:17 Anzahl Tage: 6 26.07.2008 Lefkas \/ Hafen Lefkada &#8211; Megan\u00edsi \/ O. Spilia 27.07.2008 Megan\u00edsi \/ O. Spilia &#8211; Megan\u00edsi \/ Vathy &#8211; Kast\u00f3s \/ Bucht S v. A. Meg\u00e1los K\u00e1vos 28.07.2008 Kast\u00f3s \/ Bucht S v. A. 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