{"id":1208,"date":"2018-08-20T01:20:39","date_gmt":"2018-08-19T23:20:39","guid":{"rendered":"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/?page_id=1208"},"modified":"2018-08-20T01:20:39","modified_gmt":"2018-08-19T23:20:39","slug":"2008-07-15-zakynthos-lefkas","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/toernberichte\/2008-2\/2008-07-15-zakynthos-lefkas\/","title":{"rendered":"2008-07-15 Zakynthos &#8211; Lefkas"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/toernberichte\/2008-2\/2008-07-15-zakynthos-lefkas\/print\/\" title=\"Beitrag drucken\" rel=\"nofollow\"><img decoding=\"async\" class=\"WP-PrintIcon\" src=\"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/wp-content\/plugins\/wp-print\/images\/printer_famfamfam.gif\" alt=\"Beitrag drucken\" title=\"Beitrag drucken\" style=\"border: 0px;\" \/><\/a>  Aktualisierung 20.08.2018 02:19:28 Anzahl Tage: 12<br \/>\n<a href=\"#2008-07-15\">15.07.2008 Zakynthos \/ Ag. Nikolaos (Skinari) &#8211; Ith\u00e1ki \/ N. P\u00e9ra Pig\u00e1di<\/a><br \/>\n<a href=\"#2008-07-16\">16.07.2008 Ith\u00e1ki \/ N. P\u00e9ra Pig\u00e1di<\/a><br \/>\n<a href=\"#2008-07-17\">17.07.2008 Ith\u00e1ki \/ N. P\u00e9ra Pig\u00e1di &#8211; Ith\u00e1ki \/ O. Sarak\u00edniko &#8211; Ith\u00e1ki \/ Paralia Gidakiou &#8211; Ith\u00e1ki \/ Vathy Hafen<\/a><br \/>\n<a href=\"#2008-07-18\">18.07.2008 Ith\u00e1ki \/ Vathy Hafen &#8211; Ith\u00e1ki \/ Limeniskos Ag. Nikol\u00e1u<\/a><br \/>\n<a href=\"#2008-07-19\">19.07.2008 Ith\u00e1ki \/ Limeniskos Ag. Nikol\u00e1u &#8211; Arkoudi \/ SE-Bucht<\/a><br \/>\n<a href=\"#2008-07-20\">20.07.2008 Arkoudi \/ SE-Bucht &#8211; Lefkas \/ Syvota<\/a><br \/>\n<a href=\"#2008-07-21\">21.07.2008 Lefkas \/ Syvota &#8211; Megan\u00edsi \/ O. Atherin\u00f3s<\/a><br \/>\n<a href=\"#2008-07-22\">22.07.2008 Megan\u00edsi \/ O. Atherin\u00f3s &#8211; Lefkas \/ O. Vlycho &#8211; Lefkas \/ namenlose Bucht vor Nydri &#8211; Lefkas \/ Nydri<\/a><br \/>\n<a href=\"#2008-07-23\">23.07.2008 Lefkas \/ Nydri<\/a><br \/>\n<a href=\"#2008-07-24\">24.07.2008 Lefkas \/ Nydri &#8211; Megan\u00edsi \/ Bucht ohne Namen bei A. Makri\u00e1<\/a><br \/>\n<a href=\"#2008-07-25\">25.07.2008 Megan\u00edsi \/ Bucht ohne Namen bei A. Makri\u00e1 &#8211; Lefkas \/ Hafen Lefkada<\/a><br \/>\n<a href=\"#2008-07-26\">26.07.2008 Lefkas \/ Hafen Lefkada<\/a><\/p>\n<p>Crew:<br \/>\nT\u00f6tterstr\u00f6m Tom<br \/>\nT\u00f6tterstr\u00f6m Beate<br \/>\nPasalic Anita<br \/>\nHaberfellner Marion<\/p>\n<p>Gesamt T\u00f6rn:<br \/>\nZeit unterwegs: 44:10 Strecke: 4845,7 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 109,7 Knoten<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2008-07-15\">15.07.2008 Dienstag<\/strong><br \/>\n10:15 Zakynthos \/ Ag. Nikolaos (Skinari) <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b054'19.5''+020\u00b042'27''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n13:14  <em>langsamer<\/em><br \/>\n15:50 Ith\u00e1ki \/ N. P\u00e9ra Pig\u00e1di <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b020'06.4''+020\u00b044'51''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>L\u00e4ngsseits anlegen<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 05:35 Strecke: 28,7 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 5,1 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Die Nacht vergeht wind-, wellen- und problemlos. Beate geht einkaufen. Ich f\u00fclle den Wassertank mit kostenlosem Wasser. Es ist aber leicht brackig, was aber egal ist, weil wir es sowieso davon nicht trinken werden.<br \/>\nAnita und Marion kommen mit dem Taxi um 10h an. Nach kurzer Begr\u00fc\u00dfung legen wir sofort ab. Der Windvorhersage verspricht kaum Wind bis 12h und ertr\u00e4glichen Wind aus NW bis ca. 16h. Wir wollen Richtung NW so weit wie m\u00f6glich. Das Wetter ist total diesig, eigentlich schon bew\u00f6lkt. Bei absoluter Windstille kommen wir bis zur SE-Spitze von Kefallinia bestens voran. Hier f\u00e4ngt der Gegenwind an. Zun\u00e4chst ertr\u00e4glich, aber etwa 2 sm vor unserem Tagesziel nach Plan A wird er schon unertr\u00e4glich. Wir k\u00e4mpfen trotzdem dagegen an, um einen Blick in den Hafen Poros werfen zu k\u00f6nnen. Drinnen kocht das Wasser vor lauter Wellen. Damit ist Plan A gestorben. Plan B sowieso, weil der vorgesehen h\u00e4tte, durch die Stra\u00dfe von Ithaka bis Fiskardo ganz im N von Kefallinia zu fahren, wenn es der Wind zul\u00e4sst. Das tut er nun definitiv nicht, also Plan C nach O. Ag. Andr\u00e9ou ganz im S von Ithaka. Allerdings kommen die Wellen genau aus dieser Richtung, weshalb ich den Kurs weiter N setze. Das geht ganz gut. die Duschfrequenz nimmt deutlich ab und die Geschwindigkeit zu. Und daraus entsteht Plan D: In eine der Buchten im SE von Ithaka fahren. Das machen wir auch. Die Neuank\u00f6mmlinge werden gleich am ersten Tag einem H\u00e4rtetest unterzogen und bestehen diesen mit Bravour und etwas Kabinenschlaf.<br \/>\nSchon lange bevor wir das SE-Kap von Ithaka erreichen nimmt der Wellengang deutlich ab. Als wir in die Bucht P\u00e9ra Pig\u00e1dia abbigen, ist er schon fast weg. Als wir durch die enge Durchfahrt zwischen dem Inselchen gleichen Namens und Ithaka fahren, sehen wir die Anlegestelle des Inselchens. Obwohl hier der Wind ordentlich bl\u00e4st und auch die Wellen fast 50cm hoch sind, bietet sich an der Leeseite des mit Pollern bestens best\u00fcckten Betonanlegers ein brauchbarer Platz um l\u00e4ngsseits anzulegen an. Marion springt an Land, Anita und Beate reichen ihr die Festmacher. Mit etwas Kampf gegen den Wind, weil ich den achterlichen Festmacher zu kurz gebunden hatte, k\u00f6nnen wir bestens und sicher anlegen. Das Boot wird mit 6 Festmachern verzurrt, um auch f\u00fcr st\u00e4rkeren Wind vorbereitet zu sein.<br \/>\nSchwimmen und Kaffeetrinken sowie Windprognose aus dem Internet holen ist angesagt. Es soll st\u00fcrmischer werden. Das Abendessen wird wegen des Windes im Salon eingenommen. Danach gehe ich zum inzwischen angekommenen Nachbarboot zum Plaudern. Es ist ein deutsches Pensionistenehepaar, das nach vielen Jahren in der Nord- und Ostsee diesen Winter \u00fcber die holl\u00e4ndischen und franz\u00f6sischen Kan\u00e4len mit ihrem Motorsegler \u201eLobster\u201c ins Mittelmeer gekommen sind. Sie erz\u00e4hlen, dass sie im J\u00e4nner in den Ardennen im Eis festgefroren sind und jetzt unter der Hitze leiden. Sie wollten in Ag. Andr\u00e9ou \u00fcbernachten aber der Schwell war dort so stark, dass er den Anker herausgerissen hat. Gut, dass ich auch Plan C verworfen habe.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2008-07-16\">16.07.2008 Mittwoch<\/strong><br \/>\nIth\u00e1ki \/ N. P\u00e9ra Pig\u00e1di<br \/>\nDer Wind nimmt in der Nacht ordentlich zu. Zwischen 1 und 2 ist es am \u00e4rgsten. Die auf der anderen Seite der Mole aufkrachenden Wellen duschen das Boot. Es schaukelt. Nur die Motoren brummen nicht, sonst k\u00f6nnte man meinen, wir k\u00e4mpfen uns den Weg durch die Wellen. Aber wir liegen hier ganz sicher und gefahrlos, weil kein Anker ausrei\u00dfen kann und kein anderes Boot uns durch Ungl\u00fcck oder Unf\u00e4higkeit des Skippers bedrohen kann, wie es in einem Hafen oder in einer vollen Ankerbucht leicht sein k\u00f6nnte. Deshalb kann auch ich gut schlafen.<br \/>\nAuch gefr\u00fchst\u00fcckt wird im Salon. Aber gegen Mittag beruhigt sich der Wind. F\u00fcr die kommende Nacht ist noch Starkwind angesagt und so bleiben wir wo wir sind. Ab morgen soll es eine Woche lang wenig Wind geben.<br \/>\nIch gehe mit Beate zu den deutschen Nachbarn, weil sie um Tipps f\u00fcr die Weiterreise um den Peloponnes und dann in die T\u00fcrkei gebeten haben.<br \/>\nDer Tag vergeht mit Faulenzen, Lesen, Schwimmen und Verspeisen von hervorragenden Schinken-K\u00e4se-Toasts. Nach dem Abendessen kommen die Nachbarn zum Plaudern her\u00fcber. Weil der Wind schon etwas nachgelassen hat, sitzen wir im Cockpit. Als es schon finster geworden ist, gehe in den Salon hinein und schlage ein neues Erlebniskapitel auf: Ratten! Auf dem K\u00fchlschrank sitzt eine und st\u00fcrzt sich beim Salonfenster hinaus als ich herein komme. Das gibt nat\u00fcrlich Gespr\u00e4chstoff. Als die Deutschen auf ihr Boot zur\u00fcck gehen, rennen auch von diesem zwei Ratten davon. Es folgt eine Rattensuche mit der Taschenlampe. Es findet sich aber keine mehr.<br \/>\nDie Damen gehen schlafen und ich setze mich zum Computer. Da h\u00f6re ich Rattenschritte auf dem Deck und st\u00fcrze mit der Taschenlampe hinaus. Eine balanciert wie nix \u00fcber den schlapp h\u00e4ngenden Festmacher und verschwindet in einem Hohlraum des Anlegers. Die zweite versteckt sich unter dem Schlauchboot. Als ich es hoch hebe und die Ratte anleuchte, ist sie wie paralysiert und wagt sich nicht von der Stelle zu r\u00fchren. Ich kann auch nicht viel tun mit der Taschenlampe in der einen und das hochgehobene Schlauchboot in der anderen Hand. Ich knurre ganz furchteinfl\u00f6\u00dfend und r\u00fcttle das Boot und da entschlie\u00dft sich die Ratte die Flucht zu ergreifen. Zufrieden gehe ich zur\u00fcck und lege mich schlafen \u00fcberzeugt davon, dass sich die Ratten jetzt nicht mehr wagen w\u00fcrden, auf unser Boot zu kommen. Kurze Zeit sp\u00e4ter h\u00f6re ich wieder die Tapser auf dem Deck aber diesmal k\u00fcmmere ich mich nicht darum. Wir haben das Boot sowieso rattendicht gemacht.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2008-07-17\">17.07.2008 Donnerstag<\/strong><br \/>\n10:00 Ith\u00e1ki \/ N. P\u00e9ra Pig\u00e1di <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b020'06.4''+020\u00b044'51''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n10:36 Ith\u00e1ki \/ O. Sarak\u00edniko <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b021'51''+020\u00b044'18''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>anschaun<\/em><br \/>\n11:09 Ith\u00e1ki \/ Paralia Gidakiou <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b023'08''+020\u00b043'53''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n14:45 Ith\u00e1ki \/ Paralia Gidakiou <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b023'08''+020\u00b043'53''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n15:45 Ith\u00e1ki \/ Vathy Hafen <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b021'54''+020\u00b042'57''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n Zeit unterwegs: 02:10 Strecke: 8,5 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 3,9 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Endlich ist es windstill. Wir genie\u00dfen den Morgenschwimm im absolut klarem Wasser mit den vielen Fischen &#8211; wie im Aquarium. Um 10h legen wir ab. Zuerst sehen wir uns die Bucht Sarak\u00edniko an. Diese w\u00e4re auch als Sturmschutzbucht geeignet gewesen, allerdings nur f\u00fcr max. 5 Boote.<br \/>\nWir kommen am sch\u00f6nen Strand Gidaki vorbei und beschlie\u00dfen spontan, hier schwimmen zu gehen. Wir ankern und bleiben ganze 3,5 Stunden. Es ist herrlich hier. Anschlie\u00dfend fahren wir zur Inselhauptstadt, wo wir einen sch\u00f6nen Platz am SW-Kai bekommen. Hier sind jede Menge Festmacherringe und Poller vorhanden. Als Rammschutz sind hier Autoreifen angebracht und diese haben einen gelben Plastik\u00fcberzug, gegen schwarzen Gummiabrieb. Man f\u00fchlt sich willkommen.<br \/>\nUnsere deutschen Nachbarn sind auch da und helfen mit den Leinen beim Anlegen. Um 15:45 schalte ich die Motoren ab und wir gehen zuerst zum Mistk\u00fcbel und dann zum n\u00e4chsten Caf\u00e9. Der Ort hat davon zahlreiche ebenso wie Tavernen, die meisten davon direkt am Wasser. \u00dcberhaupt macht der Ort einen gepflegten und angenehmen Eindruck, gar nicht hektisch oder laut.<br \/>\nDie Damen gehen in den Champion-Supermarkt einkaufen und ich versuche die seit Mittag streikende Internetverbindung in Gang zu bringen.<br \/>\nIm Lauf der n\u00e4chsten Stunden kommt Boot nach Boot in die gro\u00dfe Hafenbucht hinein. Bald sind alle Pl\u00e4tze besetzt und einige Segelboote und Motoryachten ankern mitten in der Bucht. Ich z\u00e4hle ca. 60 Boote. Kein Wunder, dass sich die Hafenpolizei f\u00fcr Papierkram mit Privatbooten nicht interessiert.<br \/>\nAbends essen wir in der Taverna O Bosos nicht so besonders toll aber auch nicht teuer. Beate und ich gehen anschlie\u00dfend in eine Bar auf ein Ouzo bei den riesigen Motoryachten ca. 10 Boote von uns entfernt.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2008-07-18\">18.07.2008 Freitag<\/strong><br \/>\n13:40 Ith\u00e1ki \/ Vathy Hafen <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b021'54''+020\u00b042'57''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n15:54 Ith\u00e1ki \/ Limeniskos Ag. Nikol\u00e1u <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b028'56''+020\u00b040'20''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 02:14 Strecke: 9,1 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 4,1 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Alle haben einen guten Hafenschlaf. Marion und Anita gehen schon um 8h vom Boot fr\u00fchst\u00fccken. Ich stehe wie immer um 9h auf und h\u00f6re die Windprognose auf VHF an und mache den Morgentee. Dabei schaue ich hinaus uns sehe den h\u00f6chsten Segelmast, den ich je gesehen habe. Ich vergesse das Teewasser und gehe den Kai entlang, um zu sehen, zu wem dieser gewaltige Mast geh\u00f6rt. Nicht ganz unerwartet liegt unter dem Mast ein enorm gro\u00dfes Segelboot. Es ist die Mirabella V stelle ich an der am Schiff (nicht Boot) mehrfach vorhanden Beschriftung und dem wei\u00dfen Schriftzug der dunkelgr\u00fcnen G\u00fcrtel der Besatzungsmitglieder fest. Sie hat gerade Diesel getankt und gibt sich mit 4.920 Litern zufrieden, wie ich am Literz\u00e4hler des Dieselwagens feststelle. Ein mit dem Betanken beauftragter, wei\u00dfbekleideter, gr\u00fcnbeg\u00fcrtelter Mann beantwortet mir die Frage nach der L\u00e4nge des Schiffes: 75m (also 250 Fu\u00df!) und f\u00fcgt ungefragt die Masth\u00f6he hinzu: 90m (Neunzig Meter!!!). Im Internet g\u00e4be es auch Infos sagt er. Wikipedia oder Google sagen, es ist die gr\u00f6\u00dfte Slup der Welt.<br \/>\nInzwischen hat der pfeifende Wasserkessel die Beate aus den Federn geholt und es wird Zeit f\u00fcr das Fr\u00fchst\u00fcck. Marion und Anita kommen auch wieder zur\u00fcck. Es folgt ein Einkaufsvormittag in dem wirklich sehr netten Ort.<br \/>\nUm 13:40h verlassen wir ihn. Wir tuckern langsam in die n\u00e4chste Bucht und sehen uns den Ort Kioni an. Der Yachtkai ist schon fast voll. Gegen\u00fcber g\u00e4be es aber eine Anlegem\u00f6glichkeit f\u00fcr uns per Bugleinen und Heckanker. Aber wir wollen die Nacht in einer Bucht verbringen und fahren daher weiter. Die n\u00e4chste Bucht, Frikes, hat mehrere Anlegem\u00f6glichkeiten an Kiesstr\u00e4nden. Als wir die erste davon ansteuern, meldet der stbd-Motor mit lautem Pfeifsignal, dass er sich abgestellt hat. Etwas verwirrt drehe ich den Z\u00fcndschl\u00fcssel zur\u00fcck, damit das Pfeifen aufh\u00f6rt und erkenne bald darauf den Grund: Wir schleppen eine Fischernetz hinter uns her! Mit dem bb-Motor nehmen wir neuen Kurs auf einen Strand ganz im Luw des inzwischen frischen NW-Windes. Ich schaue mit der Taucherbrille nach: Der ganze Propeller ist in einem Seilkn\u00e4uel eingeh\u00fcllt und davon geht das Seil nach hinten zum Netz weiter. Ich hole den Bootshaken und schneide es durch. Damit kommen wir wieder vorw\u00e4rts. Nach 20 Minuten erreichen wir den Strand bei Ag. Nikol\u00e1u, wo schon 10 Boote liegen und wo der Fallwind ganz ordentlich auf das Meer hinaus weht. Ich inspiziere den Anker und mache mich dann daran, den Propeller zu befreien. Das geht z\u00fcgiger als erwartet und bald kann ich einen riesigen Seilhaufen herzeigen.<br \/>\nObwohl hier das Meer mit 23\u00b0 saukalt ist, gehen wir alle schwimmen. Abends gibt es ein fulminantes Essen mit den Koteletts, die wir in Vathy eingekauft haben. Dann sitzen wir im Cockpit und stellen fest, dass es regnet! Besser gesagt: Es tr\u00f6pfelt und zwar vom klitschnassen Bimini. Die Luftfeuchtigkeit ist so hoch, dass alles komplett nass ist.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2008-07-19\">19.07.2008 Samstag<\/strong><br \/>\n11:15 Ith\u00e1ki \/ Limeniskos Ag. Nikol\u00e1u <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b028'56''+020\u00b040'20''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n15:00 Arkoudi \/ SE-Bucht <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b032'36''+020\u00b043'06''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 03:45 Strecke: 20,3 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 5,4 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Auch der Morgen begr\u00fc\u00dft uns extrem feucht. Sogar der Boden innen ist grauslich nass. Kein Windhauch versucht, die N\u00e4sse zu vertreiben.<br \/>\nUm 11:15h machen wir uns auf den Weg. Das machen offenbar auch andere um diese Zeit. Ich z\u00e4hle mit einem Rundblick so an die 30 Segelboote, die irgendwohin unterwegs sind. Das ist mindestens das 10-fache dessen, was wir vom Dodekanes gewohnt sind.<br \/>\nWir steuern die S-Spitze von Lefkas an, um dort die ber\u00fchmten Felsen inklusive Sappho-Klippe anzusehen. Inzwischen ist wieder etwas Gegenwind aufgekommen so dass wir bei der Betrachtung der imposanten aber nicht wirklich einmaligen Felsen etwas schaukeln d\u00fcrfen. Wir drehen um und umrunden das Kap Duk\u00e1to in die andere Richtung.<br \/>\nNach etwas mehr als einer Stunde Fahrt erreichen wir die kleine unbewohnte Insel Arkudi. Wir suchen entlang der E-K\u00fcste nach einem geeigneten Badeplatz, wie im Kartenbuch von Elias beschrieben und finden schlie\u00dflich die kleine Bucht. Diese ist allerdings mehr als eng und der Wind kommt aus wechselnden Richtungen. Aber weiter S vor einem vorgelagerten Inselchen, das mit einer schmalen Landzunge, eigentlich Steinzunge, mit Arkudi verbunden ist, l\u00e4sst sich auf 7m Tiefe ankern. Obwohl der Wind schon die \u00fcbliche Nachmittagsst\u00e4rke erreicht hat, geht hier kaum Wind und es gibt auch keine Fallb\u00f6en.<br \/>\nEndlich wieder schwimmen. Aber bei 22\u00b0 ist es schon recht erfrischend. Trotzdem wird aus dem Badeaufenthalt ein N\u00e4chtigungsplatz.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2008-07-20\">20.07.2008 Sonntag<\/strong><br \/>\n13:32 Arkoudi \/ SE-Bucht <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b032'36''+020\u00b043'06''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n14:30 Lefkas \/ Syvota <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b037'28''+020\u00b040'58''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n Zeit unterwegs: 00:57 Strecke: 5,1 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 5,3 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Spiegelglatt begr\u00fc\u00dft uns der Morgen. Wir fr\u00fchst\u00fccken und schwimmen bevor wir um 13:30h abfahren. Nach einer Stunde erreichen wir die sch\u00f6ne Bucht Syvota. Ich traue meinen Augen nicht: Es ist gesteckt voll obwohl um diese Tageszeit immer ein Platz zu haben sein sollte. Die Segelflottilie SailingHolidays.com hat hier ihre Basis. Ich sch\u00e4tze, dass keines der 39 Boote j\u00fcnger als 10 Jahre ist und allesamt ehemalige Charterboote sind. Sonntag ist Crewwechseltag und um 15h kommen die bleichen Briten in Scharen. Zus\u00e4tzlich sind schon 34 Privatboote festgemacht und 7 ankern in der Bucht. Freie Pl\u00e4tze gibt es nur mehr am Schwimmsteg, den es angeblich seit 3 Jahren gibt. Ein Platz kostet hier satte 40 Euro! Wasser und Strom zwar inkludiert aber trotzdem f\u00fcr Griechenland unerh\u00f6rt teuer. Die Duschen im Caf\u00e9 Yacht Bar direkt beim Schwimmsteg sind nicht inkludiert und kosten 2,- f\u00fcr 10 Minuten, Automat vorhanden. Der private Betreiber des Schwimmstegs spricht nicht mal Greek-English. Daher kann ich mich nicht erkundigen, ob der Preis f\u00fcr alle gleich oder bootsspezifisch ist. Eine neu angekommene Bavaria 34 zahlt allerdings &#8222;nur&#8220; 25,-. Also doch bootsspezifisch. Jedenfalls alles ohne Quittung.<\/p>\n<p>Am Abend essen wir gut und g\u00fcnstig in einem der vielen Tavernas, die, bis auf eine, allesamt mit einer Terrasse im ersten Stock ausgestattet sind.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2008-07-21\">21.07.2008 Montag<\/strong><br \/>\n13:00 Lefkas \/ Syvota <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b037'28''+020\u00b040'58''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n13:20  <em>segel setzen<\/em><br \/>\n15:07  <em>Segel bergen<\/em><br \/>\n15:45 Megan\u00edsi \/ O. Atherin\u00f3s <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b040'03''+020\u00b047'54''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern mit Landleine<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 02:45 Strecke: 13 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 4,7 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Wir n\u00fctzen den teuren Platz fast 24 Stunden lang aus. Das Boot wird gr\u00fcndlichst gereinigt. W\u00e4hrend das Deck und das Cockpit trocknen gehen wir auf ein gutes zweites Fr\u00fchst\u00fcck. Der teure Supermarkt und der fahrende Gem\u00fcseh\u00e4ndler werden von uns beehrt.<br \/>\nUm 13h fahren wir los. Inzwischen haben schon fast alle Boote von Sailingholidays den Ort verlassen und krebsen vor der Buchteinfahrt herum. Wir setzen mitten in der Horde die Segel, weil endlich passender Wind da ist. Wir umrunden die S-Spitze von Megan\u00edsi. Auf der E-Seite l\u00e4sst sich besonders gut segeln: Der Wind genau in der richtigen St\u00e4rke und aus der richtigen Richtung und keine Wellen.<br \/>\nNach 1:40 erreichen wir das NE-Kap A. Eli\u00e1 und ab hier gibt es gar keinen Wind mehr. Aber um so mehr Boote! Entlang der N-Seite der Bucht Atherin\u00f3s ankern 23 St\u00fcck davon, alle mit Landleine. Wir finden trotzdem einen Platz ganz innen, gleich neben dem kleinen Kiesstrand. Ich schwimme mit der Landleine zum n\u00e4chsten Olivenbaum. Davon gibt es hier auch viele. Die Landschaft ist \u00fcberhaupt sehr gr\u00fcn und lieblich.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2008-07-22\">22.07.2008 Dienstag<\/strong><br \/>\n12:30 Megan\u00edsi \/ O. Atherin\u00f3s <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b040'03''+020\u00b047'54''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n14:51 Lefkas \/ O. Vlycho <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b042'01''+020\u00b042'35''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n15:25 Lefkas \/ O. Vlycho <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b042'01''+020\u00b042'35''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Weiterfahrt<\/em><br \/>\n15:55 Lefkas \/ namenlose Bucht vor Nydri <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b041'47''+020\u00b043'15''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern mit Landleine<\/em><br \/>\n19:37 Lefkas \/ namenlose Bucht vor Nydri <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b041'47''+020\u00b043'15''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n20:21 Lefkas \/ Nydri <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b042'30''+020\u00b042'50''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 03:35 Strecke: 13,1 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 3,6 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Als eine neue Horde Flottiliensegelboote um 12:30h bedrohen, die Ausfahrt von unserem Ankerplatz endg\u00fcltig zu verrammeln, machen wir uns auf den Weg. Wir sehen uns die vielen Buchten an der N-Seite von Megan\u00edsi an. Es sind wirklich herrliche Ankerpl\u00e4tze in sch\u00f6ner Landschaft. Das finden viele andere auch.<br \/>\nIm sehr nett wirkenden Hafenort Vathy wird gerade eine neue Mole gebaut. In der n\u00e4chsten Bucht, O. Spilia, gibt es zwei Anlegem\u00f6glichkeiten. Die Westliche ist bis auf den Schwimmsteg voll. Gewarnt von Syvotaerlebnis versuche ich erst gar nicht, dort anzulegen sonder fahre zur anderen Seite der Bucht. Hier ist ein ziemlich neuer kleiner Hafen vorhanden mit Versorgungss\u00e4ulen und Mooringleinen. Aber ein Mann deutet uns schon, wir sollen nicht anlegen und schreit als Erkl\u00e4rung \u201etoo much Wind\u201c zu. Er wird wohl meinen, dass sehr starker Wind aus NW f\u00fcr die Nacht angesagt ist. Und der wird die Anlage direkt treffen. Also fahren wir weiter in Richtung Lefkas. Morgen und am Donnerstag wird Starkwind sein. Deshalb bestelle ich per Telefon einen Leihwagen f\u00fcr morgen Mittag, damit wir uns Lefkas ansehen k\u00f6nnen w\u00e4hrend der Wind weht. Und deshalb fahren wir in die gro\u00dfe und als sicher bei jedem Wind beschriebenen Bucht Vlycho. Unterwegs schrammen wir ganz nah an der Insel Skorpios vorbei, die wir nicht als Nachthafen verwenden d\u00fcrfen, weil wir nicht Onassis hei\u00dfen.<br \/>\nAls wir um die Ecke biegen, trifft uns fast der Schlag: Noch mehr Boote als bisher schon gesehen. Die Bucht ist riesig, seicht (zwischen 5 und 10m), mit tr\u00fcbem Wasser und voll mit den merkw\u00fcrdigsten Booten vor Anker. Am W-Ufer befinden sich zwei Bootswerften vor denen Scharen von Booten festgemacht bzw. einige Rostsch\u00fcsseln gestrandet sind. Wir machen eine Runde bis zum Scheitel der Bucht und tuckern dann wieder hinaus. Um 14:50 ankern wir auf 9m Tiefe in der Buchteinfahrt. Ich verwende die Ankerboje. Dann beobachte ich diese und die furchtbare Umgebung. Hier ist eine recht starke Str\u00f6mung vorhanden so dass das Boot sich nicht nach dem Wind ausrichtet sondern \u00fcber die Ankerboje geschoben wird. Eine pr\u00e4chtige Qualle treibt auch gerade vorbei und da ist es klar: Weg hier! Der Anker kommt herauf grau von Schlamm. Wir fahren wieder zur\u00fcck um die Ecke, da wo das Wasser wieder klar ist. Eine nach NE offene Bucht bietet sich an. Weil weder im Hafenbuch beschrieben noch irgendein Boot hier ankert, vermute ich, dass die Bucht nicht besonders sicher ist. Wir ankern trotzdem und ich mache eine Erfindung: Landleine auf Slip! Ein Baum bietet sich daf\u00fcr bestens an. Ich schwimme hin, lege die Leine um den Baum und schwimme damit wieder zur\u00fcck und befestige das Ende wieder am Boot. Damit ist vielleicht sogar etwas mehr als die H\u00e4lfte der 110m Leine in Verwendung und wenn wir ablegen werden, braucht niemand vorher schwimmen gehen.<br \/>\nAber jetzt gehen alle gerne schwimmen. Wir lesen, faulenzen und beobachten das Wetter. Es ist absolut ungriechisch: Mehr als 50% bew\u00f6lkt, es regnet zwei Mal kurz und der Wind kommt aus unterschiedlichen Richtungen mit unterschiedlicher St\u00e4rke. Als er nach 19h in starken B\u00f6en aus SE kommt, wird es f\u00fcr den Anker zu viel. Wir n\u00e4hern uns dem Ufer schon recht bedrohlich und die Ankerwinde kann die Kette ganz gem\u00fctlich hereinziehen. Also m\u00fcssen wir sofort losfahren. Die Landleine auf Slip bew\u00e4hrt sich, denn wir k\u00f6nnen ziemlich stressfrei ablegen, was sonst wohl nicht der Fall gewesen w\u00e4re.<br \/>\nEs geht wieder zur\u00fcck in die grausliche Bucht. Wir werden von einem gro\u00dfen Algenteppich begr\u00fc\u00dft. Es ist gar nicht so einfach, einen Ankerplatz zu finden, auf dem sich das Boot um 360\u00b0 drehen kann ohne Kollisionsgefahr mit einem anderen. Gleich S vom Ort Nydri recht nahe dem Ufer auf nur 3m Tiefe und mit nur 10m Kette sollte das gelingen.<br \/>\nWir essen ein k\u00f6stliches Gem\u00fcseomelett bei angenehmer Barmusik vom Ufer her. Marion und Anita machen wie immer den Abwasch. Diesmal ohne Vorsp\u00fclen im Meerwasser. W\u00e4re wohl kontraproduktiv.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2008-07-23\">23.07.2008 Mittwoch<\/strong><br \/>\nLefkas \/ Nydri<br \/>\nIch rudere mit dem Schlauchboot zum nahe gelegenen Schwimmsteg. Drei Segelboote liegen hier aber sonst ist noch viel Platz frei. Zwei sind bemannt und die wissen nicht, ob es was kostet, hier anzulegen. Der Steg geh\u00f6rt der Firma Skorpios Charter, stelle ich fest. Das B\u00fcro gegen\u00fcber ist geschlossen. Ich frage die die Wirtin vom Nachbarlokal, eine Engl\u00e4nderin. Sie sagt, der Deutsche Herbert und der auch deutsch sprechende Edi seien die Besitzer aber beide nicht da, weil alle Segelboote drau\u00dfen sind. Vor dem Wochenende werden sie wohl auch nicht kommen, denke ich und rudere zur\u00fcck.<br \/>\nWir verlegen das Boot ca. 50m also zum Schwimmsteg zwischen einem Charterboot mit finnischen G\u00e4sten und einem allein segelnden Griechen. Dieser hilft uns mit der Mooringleine und bald ist das Boot auch schon bestens festgemacht.<br \/>\nDann machen wir uns auf den Weg, zum bestellten Leihwagen. Auf der sehr lebhaften Hauptstra\u00dfe hinter der Reihe von Lokalen an der Promenade am Hafen befinden sind zahlreiche Autovermietungen. Bei Avis nachgefragt, finden wir Europcar auch schon. Um \u20ac 45,- bekommen wir einen sehr ordentlichen Hyundai Getz f\u00fcr 24 Stunden. Wir wollen das Auto gut n\u00fctzen und fahren zuerst zum Wasserfall (!!!) &#8211; ja wirklich auf Lefkas gibt es einen solchen. Obwohl wir es nicht f\u00fcr m\u00f6glich halten, dass ein griechischer Wasserfall im Sommer was anderes als Trockenwasser enthalten kann, fahren wir die ca. 4 km in Richtung Berg und gehen dann noch einen immer beschwerlicher werdenden Fu\u00dfweg ca. 500 m. Und dann hat das Bachbett tats\u00e4chlich Wasser. Noch etwas weiter oben geht es weiter hinauf durch eine schmale, hohe Klamm und danach pr\u00e4sentiert sich der vielleicht 20m hohe Wasserfall in voller Pracht. Was wird da so hinunter schie\u00dfen?, naja ein bis zwei Liter in der Sekunde sicherlich. W\u00fcrde immerhin \u00fcber sieben Kubikmeter in der Stunde ausmachen. Vielleicht war es doch nicht so viel.<br \/>\nDann suchen wir den Serpentinenweg auf den Berg hinauf. Nach einem Fehlversuch gelingt das. Wir werden sogleich mit einer herrlichen Aussicht auf Nydri, die grausliche Bucht und die vorgelagerten Inseln mit den hohen, kargen Bergen des Festlandes im Hintergrund belohnt. Die Kameras knipsen. Von hier oben sieht alles wundersch\u00f6n aus und das ekelige, undurchsichtige Wasser der gro\u00dfen, seichten Bucht hat eine herrliche t\u00fcrkise Farbe. Also: Aus der Ferne betrachtet ist alles sch\u00f6n.<br \/>\nWir fahren bis zum Bergdorf Vafkeri hinauf, wo wir unseren Durst im einzigen Lokal \u201ePlatanos\u201c stillen und uns \u00fcberlegen, welche Route wir anschlie\u00dfend fahren sollen. Hier oben geht der Wind sehr ordentlich und im Schatten ist es sogar mehr als k\u00fchl. Wir beschlie\u00dfen, die Stra\u00dfe entlang der Westk\u00fcste nach S\u00fcden zu nehmen.<br \/>\nSie f\u00fchrt in ansehnlicher H\u00f6he entlang der Formation des Berges mit wunderbarer Aussicht auf das aufgew\u00fchlte Meer. Etwas Sorge bereitet uns die Tankanzeige, die innerhalb von 50km von 1\/4 auf E gesunken ist und die Warnlampe leuchtet mitten im Niemandsland. Eine Tankstelle haben wir bisher noch nicht gesehen. Aber bergab erreichen wir die s\u00fcdlichste Bucht von Lefkas, Vasiliki. An vielen Hotels und Appartements vorbeigefahren sehen wir endlich eine BP-Tankstelle. Hier machen wir sofort halt und tanken um 20 Euro. Anita m\u00f6chte unbedingt zum B\u00e4cker gegen\u00fcber gehen und Beate ist auch dabei. Der B\u00e4cker verkauft das gr\u00f6\u00dfte Einpersoneneis der Welt. Und er empfiehlt die Taverna seiner Mutter, Lithdria im Ort Nikol\u00ed. Er hat sogar einen A5-Flyer mit Bildern und Speisekartenauszug. Diese perfekte Marketingma\u00dfnahme passt uns sehr gut. Wir fahren los und suchen uns den Weg durch die Olivenbaumplantagen der Ebene und anschlie\u00dfend der Serpentinenstra\u00dfen auf den Berg hinauf. Immer wieder tauchen Schildchen auf, die den Weg zur \u03a4\u0391\u0392\u0395\u03a1\u039d\u0391 \u039b\u0399\u0398\u0394\u03a1\u0399\u0391 zeigen. Ehe wir uns noch versehen haben, taucht die Taverna an der rechten Seite schon auf. Eine Ortschaft \u201eNikol\u00ed\u201c haben wir eigentlich gar nicht wahrgenommen. Die Mama freut sich \u00fcber die Kundschaft, die sich \u00fcber die K\u00f6stlichkeiten im kleinen Lokal anhand der singul\u00e4ren Speisekarte und der griechischen Kommentare der Wirtin informieren. Schlie\u00dflich gehen wir \u00fcber die extrem wenig befahrenen Stra\u00dfe zu den Tischen auf der Terrasse mit Meerfernblick. Die Wirtin hat M\u00fche, die obligaten Papiertischt\u00fccher aufzulegen, weil der Wind sie immer wieder fortbl\u00e4st. Aber die Bestellung wird feins\u00e4uberlich auf einem linierten Spiralblock festgehalten, wobei ein Kugelschreiber den Besitzer wechselt, weil der der Wirtin schon aus ist.<br \/>\nEs dauert gar nicht so lange bis sie mit den Getr\u00e4nken und den Vorspeisen kommt, aber die 2 noch ben\u00f6tigten Trinkgl\u00e4ser dauern danach etwas l\u00e4nger. Es gibt lefkadisches Rosmarinbrot (Riganada), gebratenen Ziegenk\u00e4se, Tsaziki, Zucchini mit gr\u00fcnem Gem\u00fcse, Imam und Huhn in roter Sauce. Der Ros\u00e9-Hauswein ist allerdings nicht wirklich genie\u00dfbar.<br \/>\nBevor wir nach der Vertilgung der K\u00f6stlichkeiten eine Chance haben, etwas nachzubestellen, kommt die Mama schon mit der Rechnung. Es passt eigentlich eh gut aber etwas amerikanisch wirkt es schon. 35 Euro f\u00fcr 4 Personen ist aber nicht wirklich teuer.<br \/>\nWir fahren jetzt einen anderen Weg und ich beharre darauf, zu sehen, was im Bergdorf Agios Petros auf seinem in den Berg hineingesprengten Fu\u00dfballplatz abgelagert worden ist. Von oben sieht es sehr seltsam aus. Aus der N\u00e4he sieht man aber sofort, dass es sich um haufenweise Erdhaufen handelt. Der Sandplatz soll also einen Rasen bekommen. Allerdings wuchert das Gras schon recht hoch auf den Erdhaufen, die als erste abgeladen worden sein d\u00fcrften. Auch die riesige Stra\u00dfenhobel, die irgendwann diese Haufen verteilen soll, steht mitten drin. M\u00f6glicherweise wird der Treibstoff f\u00fcr sie auch noch aufzutreiben sein.<br \/>\nWir fahren wieder hinunter nach Vasiliki und sehen uns den Ort aus dem Autofenster an &#8211; nicht schlecht aber auch nichts Besonderes. Entlang der Stra\u00dfe zur\u00fcck nach Nydri gibt es einige Fotostopps &#8211; unter anderem die gerammelt volle Bucht Sivota von oben &#8211; aber sonst nichts besonderes.<br \/>\nWir finden einen Parkplatz fast beim Boot. Anita und Marion gehen auf Shoppingtour und Beate und ich in die Bar, die uns letzte Nacht mit so sch\u00f6ner Musik verw\u00f6hnt hat. <\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2008-07-24\">24.07.2008 Donnerstag<\/strong><br \/>\n14:45 Lefkas \/ Nydri <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b042'30''+020\u00b042'50''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n15:50 Megan\u00edsi \/ Bucht ohne Namen bei A. Makri\u00e1 <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b040'34''+020\u00b046'55''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern mit Landleine<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 01:05 Strecke: 4,5 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 4,2 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Wir stehen f\u00fcr unsere Verh\u00e4ltnisse fr\u00fch auf, um das Auto noch ausn\u00fctzen zu k\u00f6nnen. Beate hat leider Migr\u00e4ne und will nicht mitfahren. Anita, Marion und ich fahren mit dem Auto Richtung Norden entlang der K\u00fcste. Sehensw\u00fcrdigkeiten sind hier rar oder, sagen wir h\u00f6flich, schwer zu finden.<br \/>\nWir kommen zur Stadt Lefkada, die mit 6.300 Einwohnern viel gr\u00f6\u00dfer und hektischer wirkt als diese Einwohnerzahl vermuten lie\u00dfe. Wir fahren gleich quer durch auf der Stra\u00dfe, die zum Festland hin\u00fcber f\u00fchrt. Die Schwenkbr\u00fccke ist gerade offen und einige Segelboote preschen durch. Wir sehen uns die versandete N-Spitze der Insel an, wo einige wackere Griechen in der Brandung baden. Dann geht die Fahrt zur\u00fcck in die Stadt \u00fcber die Stra\u00dfe \u00fcber den bis auf 3 Wohnmobilen unbev\u00f6lkerten Lido, die die Lagune n\u00f6rdlich der Stadt umschlie\u00dft. So etwas ungriechisches habe ich in Griechenland noch nicht gesehen.<br \/>\nWir erreichen die neue Marina. W\u00e4hrend ich den Takis suche und mich im Marinab\u00fcro nach einem Anlegeplatz f\u00fcr das Wochenende erkundige, warten die M\u00e4dels im Caf\u00e9. Diese sind viel erfolgreicher als ich. Denn der Takis ist irgendwo auf der Insel unterwegs und f\u00fcr das Wochenende ist kein Platz zu bekommen obwohl die Marina f\u00fcr gut 620 Boote ausgelegt ist (laut Prospekt). Eigentlich bin ich froh dar\u00fcber, denn eine Nacht f\u00fcr die Blodughadda w\u00fcrde sich laut Preisliste mit 70 Euro aufs Budget schlagen. Und das schl\u00e4gt absolut alles, was ich in Griechenland bisher erlebt habe. Mein schon lang gefasster Entschluss, keinen Bootsstammplatz in dieser \u00fcberv\u00f6lkerten Gegend anzustreben, wird dadurch sehr stark unterst\u00fctzt. Da ist mir die Staubpiste auf Leros noch 100 Mal lieber. Wenn der Stammplatz hier f\u00fcr 10 Monate mehr als das Doppelte des Jahresplatzes in Kos und fast das 3-fache des Platzes in Leros kostet, f\u00e4llt es mir \u00fcberhaupt nicht schwer, dieser Gegend demn\u00e4chst das Nimmerwiedersehen zu sagen.<br \/>\nWir fahren wieder zur\u00fcck. Kurz nach der Stadt biegen wir auf den Parkplatz des Lidl-Marktes ab, der zur Freude der M\u00e4dels auch hier vorhanden ist. Ein ganzer Einkaufswagen voll kostet keine 90 Euro. Verglichen mit einem durchschnittlichen griechischen Super-Market die H\u00e4lfte &#8211; h\u00f6chstens.<br \/>\nWir laden den Provianteinkauf, darunter 30 1,5L Flaschen Wasser, beim Boot ab und ich bringe das Auto zum Vermieter zur\u00fcck. Die Europcarbedienstete Camilla sieht sich nicht Mal den Tankz\u00e4hlerstand an. Dabei habe ich sehr genau darauf geachtet, dass die verbrauchte Menge mit der getankten \u00fcberein stimmt.<br \/>\nWir essen ein von mir auf dem R\u00fcckweg erstandenes gef\u00fclltes Sandwich. Marion und Anita machen einen Ortsbummel. Das Wetter ist extrem ungriechisch: 99% bew\u00f6lkt und Regenschauer. Ich unterhalte mich mit inzwischen am Nachbarplatz angekommenen Schweden. Als alle wieder da sind fahren wir bei besserem Wetter um 14:45h los.<br \/>\nDiesmal sehen wir uns die Onassis-Insel Scorpios von der anderen Seite an. Aber sie ist dort ebenfalls uninteressant. Schon bald nach Abfahrt wird das Wetter noch besser und bei der Einsteuerung in die n\u00f6rdlichste Bucht auf Megan\u00edsi ist es schon fast wieder sommerlich.<br \/>\nWir ankern ganz im Scheitel der Bucht, wo es zu seicht f\u00fcr Kielboote ist. Selbstverst\u00e4ndlich liegen einige solche (ich mag gar nicht mehr z\u00e4hlen wie viele) etwas weiter drau\u00dfen aufgereiht mit Anker und Landleine. Unsere mache ich wieder auf Slip um einen Baum. Dabei merke ich gar nicht, dass die Wassertemperatur schon wieder unter 22\u00b0 gefallen ist durch den scharfen NW-Wind, der gestern und heute gew\u00fctet hat.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2008-07-25\">25.07.2008 Freitag<\/strong><br \/>\n13:16 Megan\u00edsi \/ Bucht ohne Namen bei A. Makri\u00e1 <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b040'34''+020\u00b046'55''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n15:10 Lefkas \/ Hafen Lefkada <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b049'57''+020\u00b042'39''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Anlegen<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 01:53 Strecke: 9,6 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 5,1 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Die Nacht ist so absolut ruhig, dass ich schlecht schlafen kann. Aber kurz vor Sonnenaufgang schlafe ich so richtig ein. Erst nach 9h wache ich wieder von einem seltsamen Ger\u00e4usch auf. Es regnet! Ich schaue nach. Tats\u00e4chlich ist es vollkommen bew\u00f6lkt und der Regen kommt in unterschiedlich intensiven Schauern. Ich gehe schwimmen, denn in Griechenland war ich noch nie bei Regen schwimmen.<br \/>\nBeate macht englisches Fr\u00fchst\u00fcck mit Ei, Speck und Baked Beans. Um 11h verzieht sich die Wolkendecke und es bleiben viele wei\u00dfe Wolken vor blauem Himmel. Die Abwaschspezialisten Marion und Anita machen musterg\u00fcltige Arbeit.<br \/>\nDie letzte Chance f\u00fcr unsere Mitseglerinnen, schwimmen zu gehen, n\u00fctzt nur Marion. Bald darauf um 13:15h fahren wir ab. Ich m\u00f6chte ca. um 15h in Lefkas ankommen, um zumindest theoretisch die Chance haben, einen Platz im Hafen zu bekommen. Die Marina will uns ja nicht. Sollte es auch im Hafen keinen Platz f\u00fcr uns geben, m\u00fcssen wir ankern. Das wird zwar etwas beschwerlich. Aber Takis hat versprochen, uns irgendwie zu helfen.<br \/>\nWir erreichen die Einfahrt in den ausgebaggerten Kanal zwischen Lefkas und Festland um ca. 14h. die Landschaft ist wahrlich seltsam und die Fahrt zwischen den ausgelegten Markierungen und der kilometerlangen Sandd\u00fcne wie auf einem Fluss, wie die Anita treffend feststellt.<br \/>\nWir erreichen die Marina Lefkas, bzw. die Tankstelle. Hier legen wir kurz an, um den Dieseltank voll aufzuf\u00fcllen. Auch den Preis f\u00fcr Diesel mit 1,55 Euro haben sie hier unversch\u00e4mt hoch angesetzt. Dann fahren wir weiter in den Stadthafen und erblicken unerwarteterweise einen freien Platz. Diesen nehmen wir sofort in Beschlag. Wir f\u00fcllen ihn nicht einmal voll aus. Aber wir m\u00fcssen das Landungsman\u00f6ver wiederholen, weil der Anker trotz nur 2,5m Wassertiefe nicht h\u00e4lt. Beim zweiten Versuch h\u00e4lt der Anker in 30m Entfernung anscheinend sehr gut. Die belgischen Nachbarn helfen dabei wieder mit den Leinen an Land und haben auch schon gelernt, wie ein Karabiner an einer Kettenschlaufe funktioniert.<br \/>\nKaum angelegt kommt auch schon der Takis daher. Wir begr\u00fc\u00dfen einander herzlich. Die Mannschaft erkennt, dass es l\u00e4nger dauern k\u00f6nnte und verabschiedet sich, um die Stadt zu erkunden. Dann zeige ich ihm die reparaturbed\u00fcrftigen Stellen an der Genua und Bimini. Wir montieren diese ab, damit er sie bearbeiten kann. Vom Schlauchboot kleben h\u00e4lt er nicht viel, weil dieses schon alt genug ist und die Verbindung Boden-Schlauch sicher immer wieder Probleme bereiten wird. Er best\u00e4tigt damit meine \u00dcberlegungen und daher lassen wir die Luft aus und rollen das Schlauchboot zusammen, damit er es entsorgen kann.<br \/>\nEr hat aber ein neues dabei auf dem Dachtr\u00e4ger, weil er uns damit abgeholt h\u00e4tte, falls wir im Hafenbecken wegen Platzmangels h\u00e4tten ankern m\u00fcssen. Wir holen es herunter zur Begutachtung. Zwei andere Bootsbesitzer sind gleich zur Stelle und kommentieren fachm\u00e4nnisch. Takis muss seine Telefonnummer zwei Mal hergeben, bevor wir weiter reden k\u00f6nnen. Wir bringen das Schlauchboot auf die Blodughadda, damit ich es ausprobieren kann bevor ich mich entscheide. Es soll ca. 800 Euro kosten. Den endg\u00fcltigen Preis kann er auch noch nicht nennen.<br \/>\nDann gehen wir auf ein Bier in das im Hafen schwimmende als Caf\u00e9-Bar genutzte, boots\u00e4hnliche Unget\u00fcm. Wir erz\u00e4hlen einander haupts\u00e4chlich unsere Erfahrungen mit der Marina Kos seit der Umstrukturierung und kommen beide zum Ergebnis, dass sie den guten Ruf der Marina verlieren werden, wenn sie so weiter machen wie seit Oktober. Wer davon profitiert, dass die unabh\u00e4ngigen Serviceunternehmen vom Marinagel\u00e4nde verbannt wurden bzw. der absolut unerfahrenen und unf\u00e4higen Firma Kos Marine Yacht Service unterstellt wurden, k\u00f6nnen wir aber nicht ausmachen.<br \/>\nAls ich wieder auf das Boot zur\u00fcckkehre, kommen die Damen auch schon wieder. Sie sind mit ihren Eink\u00e4ufen zufrieden. In einer Seitengasse der sehr belebten Fu\u00dfg\u00e4ngerzone essen wir ein wunderbares Abendessen in der Taverna Lighthouse und schlie\u00dfen den Ausgehabend in einem Caf\u00e9 direkt an der Flaniermeile. Im Cockpit trinken und diskutieren wir noch eine Weile bis es Zeit wird, schlafen zu gehen. Dazwischen kommt der f\u00fcr morgen bestellte Taxler und kontrolliert, dass die Bestellung ernst gemeint ist.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2008-07-26\">26.07.2008 Samstag<\/strong><br \/>\nLefkas \/ Hafen Lefkada<br \/>\nAlle schlafen gut, insbesondere weil der erwartete L\u00e4rm beschleunigender auspuffloser Mopeds doch nicht stattfindet. Nur etwas Discomusik von gegen\u00fcber.<br \/>\nMarion und Anita sind schon vor 8h auf den Beinen obwohl das Taxi erst f\u00fcr 9:30h bestellt ist. Aber so haben wir gen\u00fcgend Zeit, uns zu unterhalten und zu fr\u00fchst\u00fccken. Das Taxi kommt \u00fcberp\u00fcnktlich. Wir verabschieden uns herzlich. Ein sch\u00f6ner, langsamer T\u00f6rn ist zu ende.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aktualisierung 20.08.2018 02:19:28 Anzahl Tage: 12 15.07.2008 Zakynthos \/ Ag. Nikolaos (Skinari) &#8211; Ith\u00e1ki \/ N. P\u00e9ra Pig\u00e1di 16.07.2008 Ith\u00e1ki \/ N. 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