{"id":1212,"date":"2018-08-20T01:25:58","date_gmt":"2018-08-19T23:25:58","guid":{"rendered":"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/?page_id=1212"},"modified":"2018-08-20T01:27:37","modified_gmt":"2018-08-19T23:27:37","slug":"2008-07-03-durch-den-kanal","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/toernberichte\/2008-2\/2008-07-03-durch-den-kanal\/","title":{"rendered":"2008-07-03 durch den Kanal"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/toernberichte\/2008-2\/2008-07-03-durch-den-kanal\/print\/\" title=\"Beitrag drucken\" rel=\"nofollow\"><img decoding=\"async\" class=\"WP-PrintIcon\" src=\"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/wp-content\/plugins\/wp-print\/images\/printer_famfamfam.gif\" alt=\"Beitrag drucken\" title=\"Beitrag drucken\" style=\"border: 0px;\" \/><\/a>  Aktualisierung 20.08.2018 02:25:04 Anzahl Tage: 9<br \/>\n<a href=\"#2008-07-03\">03.07.2008 Egina \/ Hafen &#8211; Angistri \/ Drive in Swimmingpool<\/a><br \/>\n<a href=\"#2008-07-04\">04.07.2008 Angistri \/ Drive in Swimmingpool &#8211; Peloponnes \/ O. Frangolimano &#8211; Peloponnes \/ Korinth-Kanalbeh\u00f6rde &#8211; Peloponnes \/ Korinth Hafen<\/a><br \/>\n<a href=\"#2008-07-05\">05.07.2008 Peloponnes \/ Korinth Hafen &#8211; Alkyon\u00eddes \/ Zoodochos Pigi<\/a><br \/>\n<a href=\"#2008-07-06\">06.07.2008 Alkyon\u00eddes \/ Zoodochos Pigi &#8211; Festland \/ Itea &#8211; Festland \/ Itea \u201eMarina\u201c<\/a><br \/>\n<a href=\"#2008-07-07\">07.07.2008 Festland \/ Itea \u201eMarina\u201c &#8211; Festland S\u00fcd \/ Molim\u00e9no Inselchen &#8211; Festland \/ Galaxidi Hafen<\/a><br \/>\n<a href=\"#2008-07-08\">08.07.2008 Festland \/ Galaxidi Hafen &#8211; Festland \/ A. Psaromyta, E-Seite<\/a><br \/>\n<a href=\"#2008-07-09\">09.07.2008 38\u00b009&#8217;06&#8220;N,021\u00b010&#8217;50&#8220;E &#8211; Zakynthos \/ Paralia Ionio &#8211; Zakynthos \/ Hafen<\/a><br \/>\n<a href=\"#2008-07-10\">10.07.2008 Zakynthos \/ Hafen<\/a><br \/>\n<a href=\"#2008-07-11\">11.07.2008 Zakynthos \/ Hafen<\/a><\/p>\n<p>Crew:<br \/>\nT\u00f6tterstr\u00f6m Tom<br \/>\nT\u00f6tterstr\u00f6m Patrick<br \/>\nSchermann Christian<\/p>\n<p>Gesamt T\u00f6rn:<br \/>\nZeit unterwegs: 30:05 Strecke: 181,4 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 6 Knoten<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2008-07-03\">03.07.2008 Donnerstag<\/strong><br \/>\n19:35 Egina \/ Hafen <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b044'44''+023\u00b025'39''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n20:30 Angistri \/ Drive in Swimmingpool <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b041'06''+023\u00b019'22''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n Zeit unterwegs: 00:55 Strecke: 7,7 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 8,4 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Christian kommt mit der F\u00e4hre aus Pir\u00e4us um 19:30h an. Wir legen sogleich ab. Eine Stunde sp\u00e4ter erreichen wir den Drive-In-Swimmingpool an im SW von Angistri. Wie die Bucht tats\u00e4chlich hei\u00dft, wei\u00df ich immer noch nicht. Aber der von mir schon vor Jahren vergebene Name ist sowieso zutreffender als jeder andere.<br \/>\nDer Bojenstein in der Mitte ist durch ein Fischernetz unbrauchbar geworden und daher m\u00fcssen wir ankern und eine Landleine ausbringen statt mit einem Seil zum Bojenstein hinunter zu tauchen, was der Patrick zuletzt vor 12 Jahren gemacht hat.<br \/>\nDie Taverna am Strand ist aber immer noch da. Es dauert daher nicht lange, bis wir hin\u00fcber paddeln und uns mit griechischen Salat und Fisch (viel mehr gibt es hier nicht) verk\u00f6stigen. <\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2008-07-04\">04.07.2008 Freitag<\/strong><br \/>\n12:00 Angistri \/ Drive in Swimmingpool <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b041'06''+023\u00b019'22''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n14:05 Peloponnes Nordost \/ O. Fragolimano <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b050'27.5''+023\u00b007'04''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>An Boje<\/em><br \/>\n16:47 Peloponnes Nordost \/ O. Fragolimano <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b050'27.5''+023\u00b007'04''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Weiterfahrt<\/em><br \/>\n17:45 Peloponnes Nordost \/ Korinth-Kanalbeh\u00f6rde <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b055'00''+023\u00b000'30.5''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Anlegen<\/em><br \/>\n19:10 Peloponnes Nordost \/ Korinth-Kanalbeh\u00f6rde <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b055'00''+023\u00b000'30.5''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n19:55 Peloponnes Nord \/ Korinth Hafen <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b056'29''+022\u00b056'10''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>L\u00e4ngsseits anlegen<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 03:47 Strecke: 24,9 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 6,6 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Das Wasser ist glasklar, der helle Sandgrund in 2,5 &#8211; 3 m Tiefe ist perfekt zu sehen durch die spiegelblanke Wasseroberfl\u00e4che und die Wassertemperatur ist mit 26\u00b0 ebenfalls swimmingpoollike. Schon recht seltsam, dass hier kein anderes Boot ist, aber mir kann es nur recht sein.<br \/>\nIm Laufe es Vormittags kommt etwas Wind direkt in die Bucht auf so dass es gerade ausreicht, das Boot schaukeln zu lassen. Wir fahren um 12h los. Die erste Schachpartie auf dem vom Christian mitgebrachten tollen Schachbrett kann anfangen. Als wir gerade die zweite Partie beenden biegt Patrick schon in die Bucht Frangolimani ein. Diese ist bis kurz vor dem Strand sehr tief aber im E-Zipfel finden wir eine Boje, die wir f\u00fcr den Badestopp verwenden k\u00f6nnen. Es ist kaum zu glauben, aber hier ist das Wasser noch um einen Grad w\u00e4rmer, wenn auch ziemlich tr\u00fcb.<br \/>\nNach 2:42h Aufenthalt fahren wir weiter. Unsere voraussichtliche Ankunftszeit am Korinth-Kanal habe ich per Funk, Kanal 11 durchgegeben. (Verwirrend, das mit den Kan\u00e4len. Nur die Engl\u00e4nder unterscheiden zwischen channel und canal.) Kurz vor der Einfahrt melden wir uns wieder und bekommen die Anweisung, l\u00e4ngsseits anzulegen und zum B\u00fcro zu kommen. Dort darf ich satte 135 Euronen f\u00fcr die Durchfahrt hinbl\u00e4ttern. Nach einer Stunde wird ein Kreuzfahrschiff aus dem Kanal bugsiert. Die Passagiere winken uns fr\u00f6hlich zu und wir zur\u00fcck. Danach bekommen wir per Funk die Order, in den Kanal zu fahren. Mit ca. 25 m Breite und 4,3km L\u00e4nge und mit bis zu 80m senkrecht hinaufragenden Felsw\u00e4nden ist der Kanal von Korinth wirklich ein Durchfahrterlebnis erster Klasse. Gerade in den Abendstunden beleuchtet die Sonne die Felsw\u00e4nde sehr sch\u00f6n. Ich filme und fotografiere. Patrick steuert. Die Blodughadda f\u00fchrt den Konvoi von 4 Booten an.<\/p>\n<p>Nach dem Kanal biegen wir nach S ab und steuern den Hafen von Korinth an. \u00dcberraschenderweise finden wir einen guten Platz im Hafenbecken f\u00fcr die Fischerboote, bzw. weist ein herbeieilender Mann uns zu, der mit den Leinen hilft und als Dank einen F\u00fcnfer bekommt.<\/p>\n<p>Der Hunger treibt uns in die Stadt. Wir finden die Fu\u00dfg\u00e4ngerzone mit zahlreichen Caf\u00e9s und Bars aber einem einzigen, eher mickrig aussehenden Esslokal. Wir fragen einen Mann, der so aussieht als w\u00fcrde er gerne in Tavernas gehen, wo denn eine zu finden sei. Er greift sich auf den Kopf und sagt, wir sollten ein Taxi nehmen und ca 5km au\u00dferhalb der Stadt in eine der dort befindlichen Tavernas gehen. Es sei gar nicht teuer. Etwas verwundert gehen wir in Richtung Taxistandplatz wie beschrieben und r\u00e4tseln, ob das wahr sein kann. Eine gro\u00dfe Stadt mit fast 20.000 Bewohnern und keine Taverna! vielleicht war der Mann Taxifahrer. Neben dem gepflegten Park, der das Zentrum der Stadt beherrscht, finden wir die Polizeistation. Christian fragt den dort postierten Portier in Begleitung eines Uniformierten nach der Tavernaszene. Sie best\u00e4tigen, quasi beeidet, dass das Lokal an der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone das einzige Esslokal Korinths sei und wir ein Taxi nehmen sollten&#8230; Auf der anderen Seite des Parks stehen die Taxis. Der Taxifahrer spricht weniger Englisch als ich Griechisch und das hei\u00dft schon was. Trotzdem gelingt es bestens zu erfahren, dass die Tavernas ca. 5km au\u00dferhalb der Stadt zu finden sind und es w\u00fcrde ca. 3 Euro kosten, uns dorthin zu fahren. So ist es auch, 2,80 laut Taxameter, was ja nun wirklich nicht teuer ist. Was aber so teuer ist, dass es uns die nicht vorhandenen Socken auszieht, sind die Fische: 60 Euro per Kilo! Obwohl Christian sich f\u00fcr einen Fisch fast schon entschieden hat, \u00e4ndert er seine Meinung als der Preis des Fisches genannt wird: 30 Euro! Wir essen daher die \u00fcblichen Vorspeisen und gegrilltes Fleisch, das zwar viel billiger als der Fisch ist, aber trotzdem alles mit einander zum Teuersten und Schlechtesten zu z\u00e4hlen sind, was ich in Griechenland erlebt habe. Nur der Platz ist wundersch\u00f6n direkt am Meer mit Blick auf das in der Ferne liegende Festland auf der anderen Seite des Golfes. Dar\u00fcber quellen die Wolken und zeigen imposante Blitze. Weder Donner noch Regen sind irgendwo wahrzunehmen.<\/p>\n<p>Uns wird ein Taxi gerufen, mit dem wir in den Hafen fahren. Als wir aussteigen f\u00fchlen wir uns gefoppt: 3 Esslokale neben einander. Der Wirt der Ouzeri dr\u00e4ngt mich, in die K\u00fcche zu kommen, um seine Fische anzusehen. Es sind herrliche Goldbrassen\/Doraden, wie im vorigen Lokal nur um den halben Preis. Als ich keine Begeisterung zeige, geht er noch auf 25 Euro per Kilo hinunter und will mir schnell ein Rets\u00edna aufzw\u00e4ngen. Ich habe aber genug gesehen (und auch gegessen) und verabschiede mich mit der griechischen H\u00f6flichkeitsfloskel \u201eich komme morgen\u201c.<br \/>\nGut, dass wir nicht den sauteuren Fisch gegessen haben. Und seltsam, dass diese Lokale unbekannt sein d\u00fcrften, obwohl es gar keine anderen gibt.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2008-07-05\">05.07.2008 Samstag<\/strong><br \/>\n11:57 Peloponnes Nord \/ Korinth Hafen <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b056'29''+022\u00b056'10''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n14:37 Alkyon\u00eddes \/ Zoodochos Pigi <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b006'46''+022\u00b059'32''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 02:39 Strecke: 15,4 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 5,8 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Kurz nach 9 mache ich mir auf die Suche nach einer Einkaufsm\u00f6glichkeit. Jetzt gehe ich sofort nach rechts die 400 m zum Zollhafen, wo die Tavernas sind, in der Hoffnung, irgendwo Brot, Margarine, Marmelade und Apfelsaft kaufen zu k\u00f6nnen. Nun, dort gibt es kein Gesch\u00e4ft. Also fange ich an, die Gassen systematisch abzusuchen. Schuh- und Bekleidungsgesch\u00e4fte und Caf\u00e9s sind sehr zahlreich vertreten aber kein Lebensmittelgesch\u00e4ft. (Ich glaube inzwischen, die Korinther essen gar nichts, oder kaum was und sind daher auch Korintenkacker) Doch dann sehe ich einen einigerma\u00dfen intelligent wirkenden Mann mit Einkaufsplatiksackerln, den ich frage, wo er eingekauft hat. Er weist mir den Weg zum AB-Supermarkt gleich bei der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone. Der Supermarkt ist wirklich super und f\u00fchrt sogar Apfelsaft. Ich kaufe auch Faschiertes f\u00fcr die Spaghetti heute Abend.<br \/>\nZur\u00fcck auf dem Boot gibt es Fr\u00fchst\u00fcck mit frischem Brot. Leider habe ich Bratfett statt Rama (hei\u00dft hier Vitam) gekauft, weil ich glaubte, es w\u00e4re dasselbe. Christian geht nochmals zum Gesch\u00e4ft, um das Malheur zu reparieren. W\u00e4hrenddessen entdeckt Patrick einen funktionierenden Wasserhahn direkt neben dem Boot. Wir packen den Schlauch aus, waschen das Boot wieder mal und f\u00fcllen den angefangenen Wassertank auf.<br \/>\nDann k\u00f6nnen wir endlich diese h\u00e4ssliche Stadt verlassen und steuern \u00fcber mehr oder weniger spiegelglattem Wasser zu den Alkyoniden-Inseln. Diese flache, karge, bis auf ein Kloster und eine Fischzucht unbewohnte kleine Inselgruppe begr\u00fc\u00dft uns mit zahlreichen M\u00f6wen und unz\u00e4hlichen quallenartigen, rechteckigen durchsichtigen &#8211; \u00e4h, ja was? &#8211; Fischen?, Schwebetierchen? doch Quallen?<br \/>\nAm Ankerplatz an der W K\u00fcste des Inselchens Zoodikhos Pigi sind sie aber kaum mehr vorhanden. Hier ist das Wasser sehr klar und man sieht deutlich den Schotter-\/Steingrund auf 5m Tiefe. Erwarungsgem\u00e4\u00df greift der Anker halt irgendwie aber bei 0 bis 3 kn wind es es ziemlich egal. Mehr soll es auch gar nicht werden.<br \/>\nWir hupfen sogleich ins 27\u00b0 warme Wasser, um uns \u201eabzuk\u00fchlen\u201c. Ein solches durchsichtiges Ding ist zur Stelle, wird beobachtet und aufs Boot gehoben. Es ist ca. 5 x 10 cm gro\u00df, f\u00fchlt sich viel fester als eine Qualle an und macht schwache Kontraktionsbewegungen. Wahrscheinlich kann es dadurch etwas Wasser durch sich hindurch pumpen zur Nahrungsaufnahme und Fortbewegung.<br \/>\nNaja, zu wissenschaftlichen Forschungsarbeiten ist das windstille Wetter mit fast 35\u00b0 im Schatten und fast 40% rel. Luftfeuchtigkeit sowieso nicht geeignet. Da spielt man besser Pr\u00e4feranzen und Schach und hupft zwischendurch ins Wasser.<br \/>\nUm 19h meldet sich der Hunger und die K\u00fcche wird angeworfen. Die Menge an Spaghetti Bolognese wird jedenfalls ausreichend sein f\u00fcr heute und morgen, denke ich jetzt w\u00e4hrend das Sugo fertig ist und das Spaghettiwasser (50% Meerwasser) erst aufkochen muss.<br \/>\nDie Sonne sticht unbarmherzig und das Wasser spiegelt die Sonnenstrahlen von unten brutal in die Augen. Noch sieben Minuten bis die Spaghetti fertig sind.<br \/>\nDie anschlie\u00dfende Pr\u00e4feranzpartie dauert bis weit nach Mitternacht.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2008-07-06\">06.07.2008 Sonntag<\/strong><br \/>\n10:50 Alkyon\u00eddes \/ Zoodochos Pigi <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b006'46''+022\u00b059'32''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n14:28  <em>BB Motor aus<\/em><br \/>\n15:48 Festland S\u00fcd \/ Itea <em>Ankern<\/em><br \/>\n18:13 Festland S\u00fcd \/ Itea <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n18:33 Festland S\u00fcd \/ Itea \u201eMarina\u201c <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b025'49''+022\u00b025'16''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n Zeit unterwegs: 05:19 Strecke: 32,4 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 6,1 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Die Nacht ist ungew\u00f6hnlich: Wind kommt auf, somit auch Wellen. Gl\u00fccklicherweise kommen sie aus derselben Richtung. So kann man doch ganz gut schlafen obwohl zwischendurch Duftwolken von der Fischzucht gegen\u00fcber zu uns finden.<br \/>\nAm Morgen ist der Wind fast weg aber die Wellen noch nicht. Daher legen wir nach dem Fr\u00fchst\u00fcck sofort ab. Die Wellen bleiben, der nicht vorhandene Wind auch &#8211; zaach.<br \/>\nAuf der Motorfahrt bis nach Itea kann Christian seinen Schachr\u00fcckstand entscheidend verringern und erzielt den Anschlusstreffer mit 4:3.<br \/>\nVor dem Ort Itea ankern wir f\u00fcr eine Schwimmpause. Von Abk\u00fchlung kann wirklich keine rede mehr sein. Das Thermometer zeigt in 1 m Tiefe 28\u00b0, an der Oberfl\u00e4che sogar 29\u00b0. Aber anschlie\u00dfend das Wasser auf der Haut verdunsten lassen, bringt die gew\u00fcnschte Abk\u00fchlung. Dabei ist die Lufttemperatur mit 32\u00b0 gar nicht so arg.<br \/>\nNach 2,5 Stunden fahren wir weiter und erreichen wenig sp\u00e4ter die neue \u201eMarina\u201c von Itea. Diese ist hier unter Anf\u00fcrungszeichen angef\u00fchrt, weil sie an sich hervorragend und gro\u00dfz\u00fcgig um zig Millionen Euro angelegt und gebaut worden ist aber seit der Fertigstellung 2003 vollkommen verlottert. Sie k\u00f6nnte mit minimalem Aufwand genau so wie die Marina Kos betrieben werden aber sie ist ihrem Schicksal \u00fcberlassen worden: Alle Elektro- und Wasserversorgungss\u00e4ulen sind unbrauchbar. Die K\u00e4stchen f\u00fcr Feuerl\u00f6scher bzw. Feuerl\u00f6schschlauch sind allesamt leer. Die Duschen\/WCs sind abgesperrt. Das Verwaltungsgeb\u00e4ude ebenso abgesperrt mit einer Staubschicht auf der T\u00fcr, die mindestens 2 Jahre alt ist. Fast alle Anlegepl\u00e4tze sind mit Bojen f\u00fcr die Einheimischen \u201ereserviert\u201c, also in Beschlag genommen &#8211; garantiert ohne einen Cent daf\u00fcr zu bezahlen. Wir k\u00f6nnen daher an der Au\u00dfenmole l\u00e4ngsseits anlegen und zahlen freilich auch nichts. Die ganze Anlage ist ein perfektes Beispiel f\u00fcr moderne griechische Ruinenarchitektur: Sobald mit EU-Geldern finanziert und fertig abgerechnet (m\u00f6glicherweise mit dem entsprechenden Obulus in die richtige Tasche), interessiert es keinem Menschen mehr, die Investition in irgendeiner Weise zu pflegen. Das habe ich schon so oft in Griechenland gesehen. Und das tut so weh. So nett und liebensw\u00fcrdig die Griechen sonst sind, aber daf\u00fcr hasse ich sie. W\u00fcrde es eine M\u00f6glichkeit geben, die mangelnde Nachhaltigkeit von EU-Finanzierungen anzuzeigen, ich w\u00e4re sofort dabei obwohl ich dann wohl hier 20-30 Euro f\u00fcr die Nacht zahlen m\u00fcsste.<br \/>\nAls wir nach Mitternacht unsere Pr\u00e4feranzpartie beendet haben, stellen wir fest, dass es \u00fcberhaupt keinen Wind gibt, dass aber trotzdem das Wasser vor dem Wellenbrecher ziemlich unruhig ist, und dass hinter dem Wellenbrecher, also da wo wir liegen auch noch ein Schwell vorhanden ist, der das Boot leicht schaukeln l\u00e4sst. Res\u00fcmee: Da hat irgend ein extrem Obergscheiter eine Marina geplant, die nicht ein Mal den Wellengang eines Flautenabends abhalten kann (im Seekartenbuch steht tats\u00e4chlich, dass sie bei S\u00fcdsturm unbrauchbar ist) und daf\u00fcr sicher L\u00e4nge mal Breite abkassiert. Danach hat man offensichtlich festgestellt, dass die Marina unbrauchbar sein kann und sie deswegen aufgelassen &#8211; aber nicht mit dem Wissen von vor 100 Jahren sondern mit dem Wissen von vor 5 Jahren. Wie man es auch dreht und wendet, eine bessere Beurteilung der griechischen Marinaplanung ist nicht drin.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2008-07-07\">07.07.2008 Montag<\/strong><br \/>\n15:40 Festland S\u00fcd \/ Itea \u201eMarina\u201c <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b025'49''+022\u00b025'16''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n16:03 Festland S\u00fcd \/ Molim\u00e9no Inselchen <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b024'34''+022\u00b025'15''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n17:25 Festland S\u00fcd \/ Molim\u00e9no Inselchen <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b024'34''+022\u00b025'15''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Weiterfahrt<\/em><br \/>\n18:10 Festland S\u00fcd \/ Galaxidi Hafen <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b022'35''+022\u00b023'16''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Angelegt<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 01:08 Strecke: 3,9 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 3,5 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Am windstillen Morgen mache ich einen Spaziergang zum anderen Hafen des Ortes. Dieser ist kleiner, \u00e4lter, seichter und voll mit Booten der Einheimischen. Und hier gibt es etwas, was in der neuen \u201eMarina\u201c nicht zu bekommen ist: Wasser aus dem Hahn.<br \/>\nIch finde auch den Supermarkt und kaufe ein paar Getr\u00e4nkeflaschen ein bevor ich zur\u00fcck gehe.<br \/>\nNach dem Fr\u00fchst\u00fcck holt Christian weitere Getr\u00e4nke und Brot bevor wir uns auf den Weg nach Delfi machen. In einem Touristengesch\u00e4ft erhalte ich die Auskunft, dass man am besten mit dem \u00f6ffentlichen Bus hinf\u00e4hrt, das Taxi koste 50 Euro. Wir fraen trotzdem einen Taxler, was er f\u00fcr Delfi hin und retour verlangt, tats\u00e4chlich 50. Patrick und ich finden das unversch\u00e4mt teuer aber Christian ist nicht zu einer Busfahrt zu bewegen. Als der Taxler 5  Euro nachl\u00e4sst, was den Preis zwar auch nicht menschlich macht, willige ich trotzdem ein.<br \/>\nAlso fahren wir die 16km hinauf nach Delfi. Der Eintritt in das Gel\u00e4nde des Apollo-Tempels samt Museum ist mit 9 Euro pro Person auch nicht gerade billig aber den Preis mehr als wert. Leider haben wir keinen F\u00fchrer dabei und so stapfen wir ziemlich planlos herum. Die wichtigsten Ruinen sind aber eh beschriftet. Das Museum ist ebenfalls sehr beeindruckend und im Gegensatz zum Gel\u00e4nde angenehm k\u00fchl.<br \/>\nZur\u00fcck in Itea erfrischen wir uns mit einem k\u00fchlen Getr\u00e4nk bevor wir um 15:40 ablegen. Nach 20 Minuten Fahrt ankern wir bei einem Miniinselchen, damit wir endlich wieder schwimmen k\u00f6nnen. Das Wasserthermometer zeigt schon deutlich erreichte 29\u00b0. Wenn es so weiter geht, wird die Dreissigermarke auch noch fallen.<br \/>\nEine Stunde sp\u00e4ter fahren wir weiter und erreichen Galaxidi nach 40 Minuten. Es gibt gerade noch einen Platz f\u00fcr uns, womit wir gar nicht gerechnet haben. Patrick f\u00e4hrt mit Herzklopfen aber perfekt in die Parkl\u00fccke hinein. Der Wasser-Diesel-Hafenmeister hilft mit den Leinen, was ganz praktisch ist, weil wir anschlie\u00dfend gleich den Dieseltank f\u00fcllen k\u00f6nnen.<br \/>\nDas Abendessen genie\u00dfen wir im Restaurant OMILOS, das sich schiffs\u00e4hnlich an der Hafeneinfahrt auf einer eigenen Betonmole<br \/>\nbefindet. Sogar mit zwei Masten und einer Lichterkette best\u00fcckt. Das Essen ist sehr gut und g\u00fcnstig und die Bedienung besser als \u00fcblich.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2008-07-08\">08.07.2008 Dienstag<\/strong><br \/>\n11:30 Festland S\u00fcd \/ Galaxidi Hafen <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b022'35''+022\u00b023'16''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n14:00 Festland S\u00fcd \/ A. Psaromyta, E-Seite <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b019'46''+022\u00b011'30''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern mit Landleine<\/em><br \/>\n22:45 Festland S\u00fcd \/ A. Psaromyta, E-Seite <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b019'46''+022\u00b011'30''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 02:30 Strecke: 13,3 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 5,3 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Wir fr\u00fchst\u00fccken ausw\u00e4rts, sprich in der Kaf\u00e9-Bar OK&#8230;? genau gegen\u00fcber unserem Liegeplatz. Weil der Hafenmeister gestern gemeint hat, wir k\u00f6nnten kostenlos Wasser aus den neuen Versorgungss\u00e4ulen verwenden (kostet sonst 5 euro), will ich den Wassertank auff\u00fcllen und das Boot abspritzen bevor wir los fahren. Aber aus der S\u00e4ule kommt kein Wasser und der Meister ist verschwunden. Egal, wir fahren um 11:30h trotzdem los.<br \/>\nKaum haben wir das Kap Andromachi umrundet und den Kurs Richtung E aufgenommen, kommen uns Wellen entgegen. Weil schwacher S\u00fcdwind herrscht, glauben wir zun\u00e4chst,eine Motoryacht oder mehrere h\u00e4tten die Wellen verursacht. Aber sie bleiben uns erhalten, werden immer gr\u00f6\u00dfer und pl\u00f6tzlich sehen wir die Ursache: Der Horizont vor uns ist voll mit wei\u00dfen K\u00e4mmen! Wir fahren also in eine Westwindwand hinein. So ist es dann tats\u00e4chlich auch. Der Wechsel von praktisch kein Wind in 30 Knoten Gegenwind vollzieht sich auf einer Strecke von max. 100m. Weil in keiner Vorhersage vorhanden, vermute ich, dass dieser Wind ein lokales Ph\u00e4nomen ist und sich nach dem n\u00e4chsten Kap wieder legen wird. Wir k\u00e4mpfen also die 2 sm gegenan bis zum Kap Psaromyta, wobei die Windb\u00f6en bis 39kn erreichen. Aber nix ist mit dem lokalen Wind. So weit das Auge reicht wei\u00dfe Schaumkronen vor uns. Wir drehen ab und suchen uns einen Ankerplatz im Lee. Das Seekartenbuch von Commodore Elias sagt n\u00e4mlich \u201eGood shelter from W Winds\u201c neben einem Ankersymbol. Wir finden eine kleine Einbuchtung, gerade gro\u00df genug f\u00fcr ein Boot, mit einem verschmutzten vielleicht 30m langen Kiesstrand. Es ist tats\u00e4chlich kaum Wind hier, nur gelegentlich m\u00e4\u00dfig heftige Fallb\u00f6en aus wechselnden Richtungen. Weil nicht ein Mal Platz genug vorhanden ist, das Boot mit den Windst\u00f6\u00dfen schwojen zu lassen ohne dabei die steilen Klippen zu ber\u00fchren, schwimme ich mit der Landleine zu einem gro\u00dfen Stein am Kiesstrand. Es gibt sogar eine Auswahl davon, so dass ich mir einen aussuchen kann, um das Boot mittig zu plazieren.<br \/>\nHier ist das Wasser wesentlich frischer als zuletzt. Knappe 22\u00b0 zeigt das Thermometer &#8211; fast 8 Grad weniger als gestern ein paar Meilen entfernt! Wir stellen einstimmig fest, dass es sich hier wieder lohnt, ins Wasser zu gehen, wenn man sich abk\u00fchlen will. Die Luft hat immer noch 33\u00b0.<br \/>\nWir faulenzen, spielen Schach, schlafen und sammeln Kr\u00e4fte f\u00fcr die geplante Nachtfahrt nach Zakynthos. Bevor es los geht kontrolliere ich die Motoren samt Getriebe\u00f6lstand w\u00e4hrend Patrick Palatschinken macht. Nachdem wir diese mit Erdbeermarmelade verschlungen haben (k\u00f6stlich) hole ich mit dem Schlauchboot die Landleine ein (wegen der vielen Seeigel mag ich das nicht in der Finsternis schwimmenderweise machen).<br \/>\nUm 22:45 geht es los. Eine Stunde lang haben wir noch Wellen gegen uns, die stark genug sind, das Boot zu duschen. Danach beruhigt sich die Lage und auch unsere Geschwindigkeit nimmt um einen Knoten zu.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2008-07-09\">09.07.2008 Mittwoch<\/strong><br \/>\n02:39  <em>Wachabl\u00f6se<\/em><br \/>\n11:18  <em>Ankunft<\/em><br \/>\n11:32 Zakynthos \/ Paralia Ionio <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b044'08''+020\u00b058'16''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n14:16 Zakynthos \/ Paralia Ionio <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b044'08''+020\u00b058'16''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Weiterfahrt<\/em><br \/>\n15:15 Zakynthos \/ Hafen <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b047'06''+020\u00b054'05''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n Zeit unterwegs: 13:45 Strecke: 83,8 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 6,1 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Gegen 1\/2 2 n\u00e4hern wir uns der neuen Rio-Br\u00fccke, die kurz vor Patras den Peloponnes mit dem Festland verbindet. Man muss sich auf VHF-Kanal 14 anmelden mit Rufzeichen RIO TRAFFIC (Rio Tower h\u00e4tte dem Otto noch besser gefallen), um eine der drei Durchfahrten zugeteilt zu bekommen. Wir werden angewiesen die n\u00f6rdliche Durchfahrt zu verwenden, die ausreichende 32m Durchfahrtsh\u00f6he hat, also das Doppelte unserer Masth\u00f6he. Die mittlere hat 45m. Die Durchfahrt unter der 2.252m langen Br\u00fccke ist faszinierend, weil die Dimensionen so deutlich werden. Der Lastwagen, der \u00fcber uns f\u00e4hrt, sieht aus wie ein Spielzeugauto. Die 160m hohen A-f\u00f6rmigen Br\u00fcckenpfeiler stehen auf runden Basispfeilern, die immerhin auch noch 60m tief bis zum Meeresgrund reichen.<br \/>\nKaum haben wir die Br\u00fccke hinter uns, verschwinden auch die Lichter an den Ufern, die uns bis hierher begleitet haben. Der Golf von Patras begr\u00fc\u00dft uns ruhig und dunkel. Wir bleiben bis Messolongi in der N\u00e4he der Festlandk\u00fcste, um notfalls eben dorthin ausweichen zu k\u00f6nnen, sollte der im Wetterbericht um 1h angesagt Wind mit 7 Windst\u00e4rken tats\u00e4chlich daher kommen. Er kommt aber nicht, so dass wir Kurs direkt auf Zakynthos aufnehmen k\u00f6nnen. \u00dcber ein kaum bewegtes Meer erreichen wir den Strand von Vasilikos um 11:18, also 24 Stunden nach unserer Abfahrt in Galaxidi und 12,5 Stunden nach dem Aufbruch von unsererem vorigen Ankerplatz. Von dort haben wir 78,9sm abgespult.<br \/>\nWir ankern vor dem Strand der Sommerakademie Zakynthos und ich schwimme zum Bedesteg,um die Zana zu begr\u00fc\u00dfen. Beate ist mit ihrer Kursgruppe irgendwo au\u00dferhalb auf Motivsuche f\u00fcr die Aquarellmalerei. Sie kommt um 1\/2 2 zur\u00fcck als wir an der Pool-Bar sitzen und ich kann sie nach 3 Wochen endlich wieder umarmen. Wir machen uns ein Treffen f\u00fcr den Abend in der Sommerakademie-Anlage aus und machen uns auf den Weg. Die Internet-Windprognose stimmt auf die Stunde genau, weil inzwischen der NW-Wind deutlich zugelegt hat und es h\u00f6chste Zeit wird, den ungesch\u00fctzten Platz zu verlassen.<br \/>\nWir tuckern in den 5sm entfernten Hafen von Zakynthos und finden gen\u00fcgend Anlegepl\u00e4tze vor. Allerdings ist die \u201eneue Marina\u201c, die seit 2001 gebaut wird noch lange nicht fertig und wird es sicher auch nie werden solange Griechen Griechenland regieren und allerdings zweitens kommt hier der Wind kr\u00e4ftigst direkt seitlich. Patrick ist inzwischen so selbstsicher, dass er sich das Anlegeman\u00f6ver trotz der schwierigen Umst\u00e4nde zutraut. Es geht auch bestens: Wir zielen schon sehr weit drau\u00dfen im Hafenbecken auf einen Platz und Patrick steuert die Blodughadda r\u00fcckw\u00e4rts mit ordentlicher Geschwindigkeit darauf zu, damit die Windb\u00f6en den Bug nicht so leicht versetzen k\u00f6nnen. Ich lasse den Anker gehen und Patrick hat die Nerven, die Geschwindigkeit bis kurz vor der Anlegemole beizubehalten. Die inzwischen dort versammelten Anlegehelfer haben aber weniger starke Nerven so dass sie mit den vorbereiteten Festmachern, die der Christian ihnen hin\u00fcber wirft, zu patzen anfangen. Es dauert eine ganze Weile bis sie diese endlich um einen Poller umgeh\u00e4ngt haben und schmei\u00dfen die Nerven vorher beinahe weg. Dabei rumpelt das bb-Heck zwei Mal gegen die Kaimauer aber wegen der nunmehr dort vorhanden Gummileisten macht es nur ein Ger\u00e4usch aber keinen Schaden. Der eine Helfer, offensichtlich ein Hafenschackl, f\u00e4ngt an sich wichtig zu machen, wie das Boot zu vertauen w\u00e4re. Ich muss ihm eindeutig klar machen, dass ich der Kapit\u00e4n bin und ich meine Arbeit mache und er gef\u00e4lligst seine Arbeit machen soll aber nicht meine.<br \/>\nWir brauchen wieder 6 Leinen und ziemlich lange Zeit um bei diesem Seitenwind sicher zu liegen und danach ist der Hafenschackl ganz freundlich w\u00e4hrend er mir die Bootspapiere und 30 Euro Hafengeb\u00fchr f\u00fcr zwei Tage abkn\u00f6pft. Weil anscheinend darin weder Wasser noch Strom noch irgendwas anderes au\u00dfer Platz und Mistk\u00fcbel enthalten ist, kann man diese Geb\u00fchr nur als beginnende kroatische Verh\u00e4ltnisse bezeichnen. Wasser und Strom an der Versorgungss\u00e4ule gleich beim Boot kosten pro Tag jeweils 5,- zus\u00e4tzlich.<br \/>\nChristian und Patrick organisieren ein Leihauto f\u00fcr zwei Tage. Sobald sie da sind, fahren wir damit zur\u00fcck nach Vassilikos und treffen Beate und Zana in der Taverne dort. Wir essen was und gehen anschlie\u00dfend mit zu der Vernissage der Kursteilnehmer. Nach einiger Zeit verabschieden wir uns und fahren zur\u00fcck zum Hafen. Wir gehen noch auf einen Schlummertrunk ins Caf\u00e9 Greco wonach wir definitiv streichf\u00e4hig sind.<br \/>\nZur\u00fcck auf dem Boot finden wir das griechische Fahrerlaubnispapier vor, wie mit dem Hafenschackl vereinbart, und sehen, dass er es tats\u00e4chlich von der Hafenpolizei hat abstempeln lassen. Eine Dienstleistung war also doch noch im Preis enthalten.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2008-07-10\">10.07.2008 Donnerstag<\/strong><br \/>\nZakynthos \/ Hafen<br \/>\nW\u00e4hrend wir fr\u00fchst\u00fccken kommt der Mann vom dauernd auf der Mole stehenden Tankwagen mit der Aufschrift MINERAL WATER und fragt, ob ich Wasser ben\u00f6tige. Ich bejahe, mache aber deutlich, dass ich das Wasser aus dem Wasserhahn direkt beim Boot haben m\u00f6chte. Ich m\u00f6chte das Boot nicht mit Mineralwasser waschen. Er ist f\u00fcr das aus dem Boden kommende Wasser aber nicht zust\u00e4ndig. Ich frage, was sein Wasser koste. Er fragt, wie viel ich ben\u00f6tige. Ich antworte \u201eabout 300 litres\u201c. Er antwortet \u201efifteen euros\u201c. Ich zeige auf den Wasserhahn und sage, dass das Wasser von dort \u201enur\u201c f\u00fcnf Euro kostet. Er sagt, ich bek\u00e4me sein Wasser um zehn und das Wasser aus dem Hahn sei \u201efinished\u201c. Weil er keine bessere Argumentation f\u00fcr sein doppelt\/dreifach so teueres Wasser als eine L\u00fcge hat, drehe ich mich wortlos um und gehe auf das Boot zur\u00fcck.<br \/>\nEin Hafenpolizist bleibt mit seinem Gel\u00e4ndewagen beim Boot stehen. Durch das offene Fenster ruft er \u201epapers?\u201c. Ich Antworte \u201eyes yes\u201c, gehe zu ihm hin und zeige ihm durch das offene Fenster die zakynthischen Ein- und Ausreisestempel. Er ist zufrieden und meine Frage nach dem Wassermann beantwortet er mit einem Fingerzeig auf diesen, der gerade daher kommt. Aus einem gewaltigen Schl\u00fcsselbund w\u00e4hlt er geschickt den Schl\u00fcssel aus, der das Vorhangschloss auf dem Wasserhahn aufsperrt. Er muss danach nur noch das Wasser wo anders aufdrehen gehen und in ca. 15 Minuten soll das Wasser schon flie\u00dfen. <\/p>\n<p>Patrick und Christian machen eine Inselrundfahrt mit dem Leihauto w\u00e4hrend ich das Boot putze. Mit dem begehrten Wasser wird das Boot au\u00dfen wie innen per Schlauch und Spritze vom Dreck befreit. Das Ergebnis kann sich sehen lassen aber ich schwitze wie verr\u00fcckt. Zwischendurch versuche ich erfolglos ein Bootszubeh\u00f6rgesch\u00e4ft zu finden. In einem Autoverleih frage ich danach und erfahre, dass es nur ein solches Gesch\u00e4ft gibt, weit vom Hafen entfernt.<br \/>\nIch kann auch den Dieseltank voll f\u00fcllen und das Stromkabel anschlie\u00dfen, damit der K\u00fchlschrank wieder ein solcher wird. Das kostet wie gesagt auch noch 5 Euronen pro Tag allerdings ebenfalls unabh\u00e4ngig vom Verbrauch. Ich rechne nach, dass wenn alles auf dem Boot 24 Stunden lang rennt und brennt die Kilowattstunde auf ca. 60 Cent kommt. Also auf Abkassieren verstehen sie hier was: 15 Euro pro Tag f\u00fcr den Liegeplatz (ok, inkl. Hafenpolizeistempel) plus 10 Euro f\u00fcr die Wasser- und Stromversorgung macht insgesamt fast schon so viel aus wie in der besten griechischen Marina. Aber dort w\u00fcrde man nicht die Aussicht auf drei riesige, verrostete, nie wieder in Betrieb gehende F\u00e4hrschiffe genie\u00dfen k\u00f6nnen. Was deren Eigner wohl an Hafengeb\u00fchr zahlen? Garantiert nichts, sonst w\u00e4ren sie nicht hier. Von zweien habe ich die Daten aufgeschrieben, weil an unserer Mole festgemacht: UGO FOSCOLO, Pir\u00e4us IMO 8325420 (hat schon Schlagseite und wird in sp\u00e4testens einem Jahr umkippen) sowie ODYSSEAS ELYTIS, Panama IMO 8613580. Die Dritte hei\u00dft Zakynthos 1 und hat genau wie die UGO als Reederei \u201eAnez\u201c an der Seite aufgemalt. Das Markanteste an allen dreien ist der zunehmende Rostbefall. Naja, es ist eben das h\u00e4ssliche Gesicht Griechenlands.<br \/>\nGegen 19h kommen Christian und Patrick zur\u00fcck und erz\u00e4hlen begeistert von der Bootsfahrt zu der Blauen Grotte im N der Insel, wo sie auch schwimmen waren. Danach fahren wir in 15 Minuten zum von ihnen entdeckten Terrassenrestaurant AGNANDI, wo wir bei herrlicher Aussicht sehr gut und gar nicht teuer essen und der Christian ausnahmsweise mit der Bedienung zufrieden ist.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2008-07-11\">11.07.2008 Freitag<\/strong><br \/>\nZakynthos \/ Hafen<br \/>\nDer Wecker l\u00e4utet um 1\/2 8. Muffig und fr\u00fchst\u00fcckslos fahren wir zum Flughafen. Das Flughafengeb\u00e4ude samt Zufahrt ist neu gebaut worden. So neu, dass bei der Einfahrt zum Geb\u00e4ude von der 4-spurigen Stra\u00dfe gar kein Schild vorhanden ist. Wir fahren daher daran vorbei und landen beim alten, nicht mehr im Betrieb befindlichen Flughafengeb\u00e4ude. Wir kehren um, fahren die Schnellstra\u00dfe wieder zur\u00fcck. Aber an der Abbiegung zum Flughafengeb\u00e4ude gibt es von dieser Seite kommend gar keine Abbiegung. Mit dem Gel\u00e4ndewagen w\u00e4re ist wohl kein Problem, \u00fcber den Mittelstreifen zu hupfen. Aber als der Christian mich darauf aufmerksam macht, sind wir schon vorbei. Also an der n\u00e4chsten Kreuzung Umdrehen (Schild \u201eUmdrehen verboten\u201c ist sicher wegen auff\u00e4lliger Verhaltensweisen unserer fr\u00fcheren Schicksalsgenossen aufgestellt worden, damit die R\u00e4tselrallye nicht zu leicht wird).<br \/>\nJetzt gelingt die Abbiegung zum Flughafen perfekt. Wir verabschieden uns im Halteverbot vor dem mit \u201eInternational Flights Intra-Extra Schengen\u201c beschrifteten Eingang. Wenn in Griechenland Schilder vorhanden sind, soll man sie nicht allzu ernst nehmen.<br \/>\nEin sch\u00f6ner T\u00f6rn ist zu Ende, bei dem wir leider kein einziges Mal passendes Segelwetter hatten.<br \/>\nAch ja, das Schachturnier geht mit 6,5 zu 5,5 zu Christians Gunsten aus aber beim Pr\u00e4feranzen gewinne ich und Patrick wird zweiter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aktualisierung 20.08.2018 02:25:04 Anzahl Tage: 9 03.07.2008 Egina \/ Hafen &#8211; Angistri \/ Drive in Swimmingpool 04.07.2008 Angistri \/ Drive in Swimmingpool &#8211; Peloponnes \/ O. 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