{"id":1214,"date":"2018-08-20T01:31:11","date_gmt":"2018-08-19T23:31:11","guid":{"rendered":"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/?page_id=1214"},"modified":"2018-08-20T01:35:45","modified_gmt":"2018-08-19T23:35:45","slug":"2008-06-23-kos-egina","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/toernberichte\/2008-2\/2008-06-23-kos-egina\/","title":{"rendered":"2008-06-23 Kos &#8211; Egina"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/toernberichte\/2008-2\/2008-06-23-kos-egina\/print\/\" title=\"Beitrag drucken\" rel=\"nofollow\"><img decoding=\"async\" class=\"WP-PrintIcon\" src=\"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/wp-content\/plugins\/wp-print\/images\/printer_famfamfam.gif\" alt=\"Beitrag drucken\" title=\"Beitrag drucken\" style=\"border: 0px;\" \/><\/a>  Aktualisierung 20.08.2018 02:35:14 Anzahl Tage: 11<br \/>\n<a href=\"#2008-06-23\">23.06.2008 Kos \/ Marina<\/a><br \/>\n<a href=\"#2008-06-24\">24.06.2008 Kos \/ Marina &#8211; Ps\u00e9rimos \/ O. Vathy<\/a><br \/>\n<a href=\"#2008-06-25\">25.06.2008 Ps\u00e9rimos \/ O. Vathy &#8211; L\u00e9ros \/ Marina Leros Evros SA<\/a><br \/>\n<a href=\"#2008-06-26\">26.06.2008 L\u00e9ros \/ Marina Leros Evros SA &#8211; Auf See<\/a><br \/>\n<a href=\"#2008-06-27\">27.06.2008 Auf See &#8211; S\u00edfnos \/ O. F\u00e1ros<\/a><br \/>\n<a href=\"#2008-06-28\">28.06.2008 S\u00edfnos \/ O. Fikiada &#8211; S\u00edfnos \/ O. Vathy<\/a><br \/>\n<a href=\"#2008-06-29\">29.06.2008 S\u00edfnos \/ O. Vathy &#8211; S\u00e9rifos \/ Hafenbucht O. Livadi &#8211; S\u00e9rifos \/ O. Maliadiko<\/a><br \/>\n<a href=\"#2008-06-30\">30.06.2008 S\u00e9rifos \/ O. Maliadiko &#8211; Kythnos \/ Hafen Merichas<\/a><br \/>\n<a href=\"#2008-07-01\">01.07.2008 Kythnos \/ Hafen Merichas &#8211; Kythnos \/ O. Fikiada<\/a><br \/>\n<a href=\"#2008-07-02\">02.07.2008 Kythnos \/ O. Fikiada &#8211; Egina \/ O. Klima<\/a><br \/>\n<a href=\"#2008-07-03\">03.07.2008 Egina \/ O. Klima &#8211; Egina \/ Hafen<\/a><\/p>\n<p>Crew:<br \/>\nT\u00f6tterstr\u00f6m Tom<br \/>\nT\u00f6tterstr\u00f6m Patrick<\/p>\n<p>Gesamt T\u00f6rn:<br \/>\nZeit unterwegs: 44:31 Strecke: 227,6 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 5,1 Knoten<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2008-06-23\">23.06.2008 Montag<\/strong><br \/>\n09:50 Kos \/ Marina <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b053'35''+27\u00b018'01''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Vom Travellisftbecken in die Marina<\/em><br \/>\n10:00 Kos \/ Marina <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b053'35''+27\u00b018'01''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>L\u00e4ngsseits Anlegen<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 00:10 Strecke: ,4 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 2,4 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Kurz nach 7 stehe ich schon auf, weil ich noch den stbd-Rumpf polieren will bevor das Boot ins Wasser kommt. Es ist noch angenehm k\u00fchl aber die Arbeit trotzdem schwei\u00dftreibend. Die ausgeliehene Poliermaschiene ist sauschwer und diese in regelm\u00e4\u00dfigen Bewegungen auf und ab zu bewegen ist die reinste Fitness\u00fcbung. Kurz nach 1\/2 9 bin ich fertig und der Kranf\u00fchrer l\u00e4sst sich auch blicken. Also wird es p\u00fcnktlich um 9h los gehen, denke ich. Aber als wir um diese Zeit fix fertig da stehen, ist der Kranf\u00fchrer verschwunden. Eine halbe Stunde sp\u00e4ter kommt er. Er versteht auch meinen Wunsch, den Sand von den Hebegurten abzuspritzen und \u00fcbernimmt diese Arbeit selbst. 15 Minuten sp\u00e4ter ist das Boot problemlos im Wasser und nach weiteren 10 Minuten liegen wir bereits l\u00e4ngsseits an der Au\u00dfenmole in der Marina.<br \/>\nWir gehen auf ein k\u00f6stliches English Breakfast ins Caf\u00e9 und warten auf Pierre, mit dem wir uns verabredet haben. Als er um 11:15 immer noch nicht da ist, gehen wir zum Kostas einkaufen. Dann wird der K\u00fchlschrank voll einger\u00e4umt inklusive Eisw\u00fcrfeln, die W\u00e4sche in die W\u00e4scherei gebracht, die Poliermaschine zur\u00fcckgegeben, Deck gewaschen, neue Toilette ordentlich montiert, weil sie leck ist (Die am einfachsten scheinenden Dinge haben gro\u00dfes Potenzial, sehr kompliziert werden zu k\u00f6nnen &#8211; in diesem Fall, weil der neue Ablaufstutzen ein wenig geringeren Durchmesser als der alte hat.) Unter Verwendung des alten Stutzens, drei H\u00e4nden, 2 Hirnen, einem Hammer, eines Holzstabes und einer Rohrzange (der alte Stutzen wollte nicht ins Abflussrohr hinein, der neue hat drin gewackelt) und nach der Produktion von mehreren Litern Schwei\u00df, bekommen wir die neue Toilette endlich dicht.<\/p>\n<p>Ich teste zum ersten Mal die Internetverbindung mit der griechischen WIND-Wertkarte. Siehe da, es funktioniert auf Anhieb mit HSDPA-Geschwindigkeit, also wesentlich besser als im WLAN der Marina. Es ist beruhigend zu wissen, dass es zwar teuer ist (\u20ac 4,30 per Tag) aber es nicht teuerer werden kann, weil darin bis zu 1 GB Datenvolumen inkludiert ist. <\/p>\n<p>Zufrieden gehen wir uns duschen und anschlie\u00dfend in die Stadt, um WIND-Wertkartenbons zu kaufen und uns bei der Hafenpolizei abzumelden, sprich um den lebensnotwendigen Stempel in das griechische Selgelpapier zu bekommen. Au\u00dferdem m\u00f6chte Patrick, wenn m\u00f6glich, eine Badehose erstehen. Die Wertkartenbons f\u00fcr 10 Wochen sind schnell gekauft. Die Badehosen f\u00fcr Patrick sind schwieriger, um nicht zu sagen unm\u00f6glich. Denn auch eine XXL-Gr\u00f6\u00dfe d\u00fcrfte hierzulande f\u00fcr kleinere Leute gemacht sein. Gr\u00f6\u00dfere gibt es nicht. <\/p>\n<p>Um 20:20 gehe ich zur Hafenpolizei w\u00e4hrend Patrick im Lokal daneben wartet. Der Hafenpolizist ist ganz aufgebracht dar\u00fcber, dass ich so sp\u00e4t komme. Alle Kollegen seien im Hafen und w\u00fcrden sich um die F\u00e4hren k\u00fcmmern und niemand w\u00e4re da, der den Stempel in mein Papier dr\u00fccken k\u00f6nne. Ich bin erstaunt dar\u00fcber, weil seit 2001 die Hauptwache der Hafenpolizei in Kos rund um die Uhr zu Diensten gestanden ist. Es sei aber jetzt anders und ich solle doch morgen Fr\u00fch wieder kommen.<\/p>\n<p>Als ich wieder im Lokal daneben mit Patrick mir ein Seidel Mythos genehmige, fahren zwei Hafenpolizeiautos zur Kommandantur vor und eine entsprechende Menge Hafenpolizisten steigen aus. Ich wittere eine Chance, mir den morgigen Hatscher zu ersparen und gehe wieder zum Rezeptionistenschackl und frage ob es nicht doch m\u00f6glich w\u00e4re, jetzt wo so viele Polizisten da sind, meinen Ausreisestempel zu bekommen. Mehr brauche ich nicht zu machen um den geballten Zorn der Obrigkeit auf mich zu lenken. Es f\u00e4llt mir sehr schwer, die Ruhe zu bewahren und freundlich darauf aufmerksam zu machen, dass ich nur ein Kunde bin, der die neuen Gepflogenheiten nicht kennt, w\u00e4hrend ich unwirsch und wie ein Vollidiot zusammengestaucht werde. Interessanterweise scheinen die zwei mich anbr\u00fcllenden Hafenpolizisten, mein Anliegen bzw. dessen zweimaliges Vorbringen als einen pers\u00f6nlichen Affront zu erleben. Daher bleibt nicht anderes \u00fcbrig als sich frustriert der Staatsgewalt zu f\u00fcgen. Andererseits verstehe ich auch, was abl\u00e4uft: Die Hafenpolizisten verdienen extrem wenig (sicher keine 1000 Euro im Monat), bekommen immer mehr Aufgaben zugeteilt und Personal wird auch noch eingespart, weshalb es heuer auch keinen Au\u00dfenposten in der Marina gibt. Wieder ein Grund weniger, den Bootsliegeplatz in Kos haben zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Wir gehen durch die Touristen-Shopping-Stra\u00dfe bis ganz hinauf. Dort befinden sich einige Tavernen mit freundlichen Hineinschmei\u00dfern (\u201cWhere are you from?\u201c). Das behagt uns nicht sehr und wir biegen links in eine scheinbar lokalfreie Stra\u00dfe, die wieder zum Zentrum hinunterf\u00fchrt. Nach wenigen Metern entdecken wir doch ein Lokal \u201eNever on a sunday\u201c &#8211; \u00fcbersetzt in alle Sprachen &#8211; kaum zu sehen ein paar Stufen hinauf auf eine Terrasse. Von den 6 Tischen ist noch einer frei an dem wir Platz nehmen. Es ist total urig und k\u00f6nnte auf jeder noch so abgelegenen Insel sein. So ist auch der freundliche und etwas verwirrt wirkende Wirt. Es gibt nur Vorspeisen und Fischspeisen in der sehr liebevoll mit vielen eingeklebten Bildern h\u00e4ndisch gestalteten Speisekarte, die urspr\u00fcnglich ein Schulheft war. Wir bestellen f\u00fcnf verschiedene Vorspeisen, Cola , Wasser und Retsina. Den gibt es nur vom Fass, ist ein Ros\u00e9 und schmeckt etwas ungew\u00f6hnlich aber nicht schlecht &#8211; sicher kein Industrieprodukt.<\/p>\n<p>Ges\u00e4ttigt treten wir den Heimweg an und wollen noch das Wetter im Internet nachsehen. Inwischen ist der Computer in den Ruhezustand gegangen und l\u00e4sst sich nicht mehr aufwecken. Nur der Brutalneustart hilft. Aber danach weigert sich die Huawei-DataCard mit WIND zu verbinden. Das L\u00e4mpchen blinkt beharrlich gr\u00fcn, statt auf blaublinkend umzustellen als Zeichen daf\u00fcr, dass die SIM-Karte mit dem Provider Kontakt aufgenommen hat und bereit ist, die Internetverbindung aufzubauen. Das WIND Contakt-Manager Programm ist auch ratlos und f\u00fchrt nach einigen Minuten Wartens auf das Modem zum Totalabsturz des Computers (Kernelpanic). Frustriert gehe ich schlafen und frage mich, ob ich jetzt 300 Euro f\u00fcr Wertkartenbons unn\u00f6tig ausgegeben habe.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2008-06-24\">24.06.2008 Dienstag<\/strong><br \/>\n09:50 Kos \/ Marina <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b053'35''+27\u00b018'01''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n11:20 Pserimos \/ O. Vathy <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b056'16.4''+027\u00b009'16.6''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 01:30 Strecke: 7,4 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 4,9 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Am windstillen Morgen versuche ich die seit gestern Abend streikende Internetverbindung zu reparieren. Gelingt mir aber nicht. Also gehe ich in die Marinarezeption, mich abmelden und meine geplante R\u00fcckkehr am 27. August (Crewwechsel Beate fliegt nach Hause, Wolfgang kommt)anzuk\u00fcndigen. Die Marina kann nun meinen Platz 2 Monate lang an andere vermieten, n\u00e4mlich genau in der Zeit, wo der Platz am meisten ben\u00f6tigt wird. Eine Verg\u00fctung daf\u00fcr erhalte ich nat\u00fcrlich nicht. Die Marina kann auch kein Fahrrad leihen, mit dem ich schnell zur Hafenpolizei fahren k\u00f6nnte. Also mache ich mich auf den 20-min\u00fctigen Fu\u00dfmarsch.<br \/>\nDie Amtshandlung dauert keine 10 Minuten und nachdem meine Bootspapiere zum 19. Mal kopiert worden sind (nachgez\u00e4hlt &#8211; n\u00e4mlich jedes Mal, wenn ich diesen bl\u00f6den Departure-Stempel in Kos hole) und ich die 0,88 Euro Amtshandlungsgeb\u00fchr bezahlt habe, steht nur mehr der Fu\u00dfmarsch zum Boot im Weg f\u00fcr die Abreise.<br \/>\nDieser dauert etwas l\u00e4nger, weil ich im WIND-Shop noch eine Reserve-Wertkarte kaufe (\u20ac 5,-). Am Boot angekommen wecke ich den Patrick, hole das Landstromkabel und den Wasserschlauch ein und wir k\u00f6nnen endlich ablegen.<\/p>\n<p>Die Fahrt f\u00fchrt uns in 1,5 Stunden nach Ps\u00e9rimos \/ O. Vathy, wohin sonst? Der Anker h\u00e4lt wie immer sofort und das Meer lockt tiefblau mit 23\u00b0C. Aber den Hunger ist noch gr\u00f6\u00dfer so dass wir vor dem Schwimmen ausgiebig fr\u00fchst\u00fccken. Darauf folgt abwechselnd aufr\u00e4umen des Bootsinneren und Internetverbindungsversuche. Ersteres gelingt auf anhieb, allerdings noch nicht perfekt, zweites ben\u00f6tigt l\u00e4ngere Zeit und gelingt erst als ich die SIM-Karte in das Nokia-Telefon eingebe, die Zugangsdaten bei Wind nachfrage und dann die Verbindung per Bluetooth mit den MAC OSX-Standardkomponenten aufbaue. So ist zwar nur GPRS m\u00f6glich besser so als gar nichts.<\/p>\n<p>Die Kartenspielsaison kann danach ge\u00f6ffnet werden. Wir spielen wie \u00fcblich Casino. Bis sp\u00e4t am Abend schaffen wir 17 Runden und ich gehe mit 3 zu 4 verlorenen Partien in F\u00fchrung. Zwischendurch essen wir Nudeln aus dem Packerl, die hervorragend schmecken, obwohl schon l\u00e4ngst abgelaufen. Abends bew\u00e4hrt sich die beim Hofer gekaufte Akku-Laterne ganz hervorragend.<\/p>\n<p>Noch ein Wort zum Wetter: Dieses ist auch hervorragend. Es k\u00f6nnte \u00fcberhaupt nicht besser sein: Tags\u00fcber ca. 30\u00b0 und nachts ca. 25\u00b0, aber immer sehr trocken: 20-30% relative Luftfeuchtigkeit und dazu ein m\u00e4\u00dfiger Wind. So sollte es immer sein!<\/p>\n<p>Bevor ich schlafen gehe, steche ich die Blasen an den Fu\u00dfballen auf, die ich von den Hafenpolizeim\u00e4rschen als Erinnerung mitgenommen habe.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2008-06-25\">25.06.2008 Mittwoch<\/strong><br \/>\n13:45 Pserimos \/ O. Vathy <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b056'16.4''+027\u00b009'16.6''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n17:10 vor Marina Leros <em>langsamer<\/em><br \/>\n17:13 L\u00e9ros \/ Marina Leros Evros SA <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b007'44.4''+026\u00b051'27''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Anlegen<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 03:27 Strecke: 21,2 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 6,1 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>W\u00e4hrend Parick schl\u00e4ft schreibe ich das Blogbuch fertig und stelle es auf den Webserver. Das Wetter ist noch immer herrlich. Wir fr\u00fchst\u00fccken, schwimmen ein wenig und legen um 13:45h los Richtung NW. Patrick mach das ganze Man\u00f6ver allein w\u00e4hrend ich mir einen Kaffee mache. Nach der Umrundung des W-Kaps von Ps\u00e9rimos kommt der Wind fast genau entgegen aber mit minimaler St\u00e4rke.<br \/>\nUm 17:10 kommen wir am neuen Wellenbrecher der Leros Marina Evros an. Weil ich unser Kommen per Telefon angek\u00fcndigt habe, kommt schon ein Mann per Fahrrad daher und winkt uns zu einem Platz am Anlegekai neben dem finnischen Segelboot Seaguy. Wir machen einen Rundgang durch das Gel\u00e4nde der Marina, die ich mir als n\u00e4chsten Winterplatz f\u00fcr die Blodughadda gedacht habe. Mir kommen aber immer mehr Zweifel, ob ich das tats\u00e4chlich tun soll. Das Ambiente ist scheu\u00dflich: Sandpiste vor Steinbruch (der halbe Bergfelsen ist f\u00fcr den neuen Wellenbrecher verwendet worden) auf dem jede Menge heruntergekommene Yachten stehen bzw. im Wasser liegen. Nur die Bootshebe- und -transportger\u00e4te sehen sehr solide aus. Der 160-tonnen Travellift d\u00fcrfte auch den breitesten aller Katamarane heben und transportieren k\u00f6nnen. Das Marinacaf\u00e9 ist noch lange nicht fertig und die Sanit\u00e4ranlagen ziemlich mickrig. Das B\u00fcro ist nicht besetzt und der Chef, Herr Constantin Kalantzopoulos, ist nicht da, obwohl wir vorige Woche ausgemacht hatten, Mitte dieser Woche in seiner Marina N\u00e4heres zu besprechen. Das w\u00e4re alles halb so schlimmt, w\u00e4ren nicht die Preise vom 20.8.2005 bis heute um 52% gestiegen, n\u00e4mlich von \u20ac 1.582,- auf 2.398,- f\u00fcr einen Stellplatz an Land f\u00fcr 9 Monate. Das ist entschieden zu viel f\u00fcr diese Staubpiste.<\/p>\n<p>Wir gehen in die Stadt Lakki in 20 Minuten, finden gleich ein Gesch\u00e4ft \u201eMicrostar\u201c, das alle Mobilfunknetze und vieles Elektronisches mehr vertreibt. Der Chef testet mein Huawei-DataCard-USB-Modem, bringt es aber auch nicht weiter als ich. Der Fehler liegt also eindeutig nicht in der Sim-Karte, nicht am Computer, sondern ziemlich sicher an der Firmware des USB-Modems. Wahrscheinlich hat sie das gschissene WIND-Programm gschossen, als der Mac in den Ruhezustand ging.<\/p>\n<p>Inzwischen ist es schon fast 22 Uhr, h\u00f6chste Zeit, ins beste Lokal der Insel, wenn nicht eines der besten von ganz Dodekanes, zu gehen: To Petrino bei der alten Markthalle, genau so wie die meisten andern Geb\u00e4ude in Lakki von den italienischen Besatzern in der Zeit 1912 bis 1943 in Art-d\u00e9co-Stil gebaut. Das Essen ist k\u00f6stlich (Kraut-\/Karottensalat, in Alufolie gebratener Feta, Schwein in Zitronensauce und H\u00fchnerfilets in Pfeffersauce, dazu helles und dunkles baquette\u00e4hnliches Brot und perfekt knackige Pommes Frites).<br \/>\nDanach sehen wir in einem Caf\u00e9 an der Uferstra\u00dfe mit einem Auge das Fu\u00dfballspiel Deutschland-T\u00fcrkei an, mit dem anderen unser Casino-spiel. Deutschland gewinnt mit 3 zu 2, was allen zusendenden Griechen sehr erfreut. Ich gehe mit 6:4 \u201euneinholbar\u201c in F\u00fchrung, was nur mich erfreut.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2008-06-26\">26.06.2008 Donnerstag<\/strong><br \/>\n10:16 L\u00e9ros \/ Marina Leros Evros SA <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b007'44.4''+026\u00b051'27''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ablegen<\/em><br \/>\n10:30  <em>Weiterfahrt<\/em><br \/>\n11:28  <em>segel setzen<\/em><br \/>\n12:13  <em>Motoren starten<\/em><br \/>\n15:26  <em>Segel setzen<\/em><br \/>\n16:50  <em>Kurs\u00e4nderung<\/em><br \/>\n17:31 Amorgos \/ A. Prasino (E-Kap) <em>Segel bergen<\/em><br \/>\n18:39  <em>segel setzen<\/em><br \/>\n19:03  <em>Segel bergen<\/em><br \/>\n20:47  <em>segel setzen<\/em><br \/>\n22:44 Auf See <em>Motoren an<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 11:46 Strecke: 66,1 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 5,6 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Ich gehe duschen. Es gibt 6 Kabinen \u00e1 ca. 1,3 x 1,3 m mit jeweils Waschbecken WC, Dusche und Spiegel, also ungef\u00e4hr wie auf der Blodughadda. Nur kann man hier das Wasser rinnen lassen und muss es nachher nicht auspumpen. Dann gehe ich zur Rezeption. Die Dame kopiert die Papiere und pr\u00e4sentiert die Rechnung: \u20ac 33,90. Nicht gerade g\u00fcnstig. In der Marina Kos h\u00e4tte die Nacht \u20ac 34,- gekostet aber bei unvergleichbarem Ambiente und viiiel gr\u00f6\u00dferen Duschkabinen (allerdings allesamt mit kaputten Duschkopfhalterungen).<br \/>\nWir f\u00fcllen den Wassertank, spitzen das Deck ab und fahren um 10:15h los. Kurz danach bleiben wir in einer kleinen Einbuchtung der gro\u00dfen Lakki-Bucht stehen, weil der Patrick sich mit deinem H\u00fcpfer ins Meer abk\u00fchlen will. Danach setzen wir die Fahrt fort und k\u00f6nnen nach Verlassen der Bucht schon den Kurs auf Schinousa, 65 sm entfernt, setzen. Nach 4 sm Fahrt scheint sich der Wind aus 330 bei etwa 18 kn stabilisiert zu haben und wir setzen erstmals die Segel. Dann fr\u00fchst\u00fccken wir endlich und stellen fest, dass so das Segeln Sinn macht: \u00dcber 7 kn Fahrt und eine lange Halbwindstrecke vor uns (glauben wir). Aber wir haben noch gar nicht fertig gegessen, wird der Wind schon schw\u00e4cher und nach ganzen 3 sm Segelfahrt m\u00fcssen wir wieder die Motoren starten. Der Wind ist komplett weg. Nur die Wellen sind noch da, was Patrick \u201ezaach\u201c nennt.<br \/>\nUm 13:30 ist der Wind wieder da, aus Richtung 290. Wir fahren 260. Zum Segeln braucht die Tobago eine Differenz von mindestens 50, aber dort ist nichts, Abdrift dazu gerechnet ist dort gar nichts. Also motorsegeln wir weiter. Im Laufe des Nachmittags steigert sich der Wind auf bis zu 30 Knoten, also volle 6, manchmal 7 Beaufort und die Wellen sind inzwischen so gro\u00df, dass wir an ihnen mal bergauf, mal eine Weile hinunter fahren, was nat\u00fcrlich viel angenehmer ist als kurze Spritzwellen. Die gibt es trotzdem dazwischen und wir bekommen unsere unfreiwilligen Duschen. Der Wind dreht au\u00dferdem immer mehr nach W. Um 16:50 m\u00fcssen wir erkennen, dass wir nicht mal motorsegelnd einen sicherem Abstand zur Leek\u00fcste von Amorgos schaffen. Wir drehen also ab, um Amorgos s\u00fcdlich zu umrunden und k\u00f6nnen dabei auch die Motoren abdrehen. Es geht sehr z\u00fcgig dahin und beim E-Kap von amorgos sogar mit 9,2 Knoten laut GPS. Aber dann ist pl\u00f6tzlich Schluss. Das Meer ist total ruhig und ein schwaches L\u00fcfterl weht aus S\u00fcd! Ein paar Delfine begr\u00fc\u00dfen uns kurz in der Ruhe nach dem Sturm. 5 Seemeilen weiter entlang der S-K\u00fcste von Amorgos tritt der Normalzustand der griechischen Luvk\u00fcste ein: Fallb\u00f6en von den Bergen wie deppert. Bei uns in geh\u00f6rigem Abstand zur K\u00fcste weht es genau so wie vor der Insel und nur gelegentlich erreicht uns eine Fallb\u00f6 mit \u00fcber 30 kn. Wir setzen wieder Segel und d\u00fcsen dahin mit 7-9 kn. Jetzt steuert nicht der Autopilot sonder der Patrick, weil wir in den B\u00f6en immer wieder anluven m\u00fcssen und danach wieder abfallen, um den Abstand zur K\u00fcste zu halten.<br \/>\n19:03h: 2,5 sm lang geht das gut, dann sind die Fallb\u00f6en nicht mehr berechenbar. Wir m\u00fcssen wieder die Segel streichen. Kaum erledigt schauen wieder Delfine vorbei. Diesmal schwimmen sie eine ganze Weile mit uns. Ein erfreulicher Anblick im tosenden Meer. Entlang der K\u00fcste ganz im SW der Insel ist es \u00e4rgsten und die Wellen sind sehr aggressiv. Es ist als ob die Insel ein dunkles, hoch aufragendes, furchterregendes, gewaltiges Wind- und Wellengeneratormonster w\u00e4re (Odysseus schau oba).<\/p>\n<p>Der Hunger wird \u00fcberm\u00e4chtig und wir machen uns Instantnudeln. Bei reduzierter Geschwindigkeit und Kurs\u00e4nderung geht das Kochen gerade noch, das Essen besser. Dann wird es bald Zeit f\u00fcr den Sonnenuntergang und wir wissen immer noch nicht, wohin mit uns. Die Insel bl\u00e4st uns nach wie vor wie verr\u00fcckt an aber schon fast aus N. Wir beschlie\u00dfen, das 2. Reff in das Gro\u00dfsegel einzubinden und zu setzen so lange es noch hell ist. Die Genua lupfen wir auch ein wenig heraus und schauen, welchen Kurs wir segeln k\u00f6nnen, um wieder ein neues Tagesziel festzulegen. Es zeigt sich, dass wir den Kurs jetzt auf Schinousa legen k\u00f6nnen und flitzen mit \u00fcber 7 kn auf kurs 310. Allerdings wollen wir jetzt nicht mehr nach Schinousa. Wenn dann gleich nach Sifnos, um dann einige Tage in den sch\u00f6nen Buchten auf Sifnos bummeln zu k\u00f6nnen. Obwohl der Wind immer noch stark ist, gibt es pl\u00f6tzlich seltsamerweise kaum Wellen mehr. Wir sind allerdings schon fast 4 sm SW von Amorgos, wo seine \u201eZauberkraft\u201c nicht mehr wirkt. Es ist also sch\u00f6nstes Segeln. Allerdings nur bis 22h. Dann geht der Wind schlafen &#8211; wie 10 Stunden zuvor. Eine Weile t\u00fcmpeln wir dahin, aber als die Geschwindigkeit unter 1 kn f\u00e4llt, schalten wir die Motoren mit niedrigen Drehzahlen dazu.<br \/>\nEs ist unglaublich feucht geworden. Auch der Boden im Salon ist total glitschig und ohne Segelschuhe grauslich und gef\u00e4hrlich zu betreten. Der Hygrometer zeigt 60% rel. Luftfeuchte und 24\u00b0C. Wahrscheinlich ist die Salzkruste von den Brechern so extrem hygroskopisch ;-)<br \/>\nDer Wetterbericht auf VHF um 23h wird nicht gesendet &#8211; egal inzwischen kann ich ja im Internet unter<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.windfinder.com\/forecasts\/wind_mediterranean_east_akt.htm\" target=\"_blank\">http:\/\/www.windfinder.com\/forecasts\/wind_mediterranean_east_akt.htm<\/a> die aktuelle Windprognose abrufen.<br \/>\nDie erste Nachtwache \u00fcbernimmt der Patrick, weil ich schon hundem\u00fcde bin (hab gestern bis 1\/2 3 erfolglos versucht, das verdammte Huawei-DataCard-Modem in Gang zu bringen).<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2008-06-27\">27.06.2008 Freitag<\/strong><br \/>\n06:07 S\u00edfnos \/ O. F\u00e1ros <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b056'38''+024\u00b045'02''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Bei der Buchteinfahrt<\/em><br \/>\n06:20  <em>Ankern<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 08:40 Strecke: 37,3 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 4,3 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Um 1:30h \u00fcbernehme ich die Wache. Vom Wind und Segeln ist schon lange keine Rede mehr. Wir tuckern mit 5,5kn langsam dahin, damit wir nach 6h in der Fr\u00fch, also bei gutem Tageslicht ankommen werden.<br \/>\n3:14h Kurs\u00e4nderung +14, weil laut Windprognose um 6h der Wind bei Sifnos aus N mit 20kn wehen soll. Daher jetzt lieber etwas H\u00f6he gewinnen so lange es ruhig ist, also Kurs auf Ns. Strongilo. Von dort wird es dann mit Halbwindkurs wohl problemlos hin\u00fcber nach Faros gehen.<br \/>\n3:38h Patrick \u00fcbernimmt die Wache. Mir brennen die Augen.<br \/>\n5:09h Ich bin wieder im Amt<br \/>\n5:33h In der Tat, der Wind springt an. Aber aus NW und nicht aus N. Bei 3,5 sm \u00fcbrig sollte es kein Problem werden.<br \/>\n6:04h Die Sonne geht auf.<br \/>\n6:07h In der Einfahrt zur Bucht.<br \/>\n6:20h Ankern, Motoren aus, schlafen gehen.<\/p>\n<p>Nach einigen Stunden machen wir uns ein kr\u00e4ftiges Fr\u00fchst\u00fcck und sehen uns die Bucht an. Die M\u00f6glichkeit, mit dem Bug voran direkt am Felsen zwischen den zwei Sandstr\u00e4nden anzulegen, besteht immer noch aber das Caf\u00e9 On The Rocks samt Treppe hinauf sind nicht mehr da. Weil der Wind au\u00dferdem ganz ordentlich weht, versp\u00fcren wir keine Lust auf \u00c4nderung des Ankerplatzes. Wir schwimmen etwas herum und wischen hier und da die Salzkruste vom Boot weg, sind aber noch ziemlich geschafft.<\/p>\n<p>Um 17:11 machen wir uns wieder auf den Weg. In der 1,5 sm entfernten Bucht Platis Gialos ist ein neuer Hafen in der NE-Ecke gebaut worden. Wir \u00fcberlegen, hier l\u00e4ngsseits anzulegen. Aber einerseits peitscht der Wind auf den Anleger, andererseits zeigt uns der Fischer von seinem Boot aus, dass der Platz, den wir uns ausgedacht hatten, \u201ereserviert\u201c sei und wir den Platz vor seinem Bootsbug nehmen sollen. Dieser w\u00e4re bei weniger Wind kein Problem. Der Abstand zum n\u00e4chsten Boot ist aber doch so knapp, dass der kleinste Fehler bei diesem Wind unweigerlich zu einem gr\u00f6beren Problem, wenn nicht Schadensfall f\u00fchren w\u00fcrde. Daher lassen wir den Hafen sein und fahren weiter. Nach 3,5 sm, biegen wir um die Ecke in die Bucht Fikiada ein. Bis auf ein Motorboot voll mit kreischenden Kindern und einem nackten, lautlosen Einsiedler am Strand ist hier niemand. Wir ankern auf 2,5 m Tiefe und gehen Schnorcheln. Das beschauliche, langsame, beobachtende Dahinschnorcheln ist diesmal nicht angesagt: Wir entdecken einen gro\u00dfen Schwarm Minifische, die dicht neben einander schwimmend wie eine Unterwasserwolke aussehen. Wir k\u00f6nnen recht nahe hinzu schwimmen, wobei sich die Wolkenform ganz faszinierend \u00e4ndert. Daraus entwickelt sich nat\u00fcrlich ein Sport und es gelingt uns sogar, den Schwarm auseinander zu rei\u00dfen. K\u00f6stlich zu beobachten, wie die zwei H\u00e4lften zusammenflie\u00dfen, sobald die Gefahr vorbei ist, also wir uns ruhig verhalten.<br \/>\nIch dusche mich schon als Patrick einen anderen Fischschwarm entdeckt: Riesige Fische! Also schnell wieder ins Wasser und vollgas hinten nach. Leider gelingt nur dem Patrick ein weiterer Blick auf die 20 bis 30 pr\u00e4chtigen Goldbrassen \u00e1 30 bis 40 cm.<br \/>\nDas Motorboot f\u00e4hrt ab und wir machen uns an das Abendessen. Zwischen Vorspeise (Feta mit Oliven) und Hauptspeise (Spaghetti mit Thunfisch-Basilikumsugo) verlegen wir das Boot und machen eine Landleine. Der Wind in dieser Bucht kommt n\u00e4mlich immer wieder von einer anderen Richtung.<br \/>\nAm windstillen Abend spielen wir noch Karten bis 22h. Dann bin ich wieder todm\u00fcde und muss schlafen gehen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2008-06-28\">28.06.2008 Samstag<\/strong><br \/>\n15:52 S\u00edfnos \/ O. Fikiada <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b054'24''+024\u00b042'12''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n16:20 S\u00edfnos \/ O. Vathy <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b055'56''+024\u00b041'24''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 00:27 Strecke: 2,1 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 4,5 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Wir k\u00f6nnen wirklich ausschlafen. Die Bucht bleibt wundersch\u00f6n und einsam. Patrick legt Patience (Matematiken) und bekommt eine 9mm Sommerfrisur verpasst. Ich bearbeite das Blogbuch aber wegen nicht vorhandenen Empfangs kann ich online nichts machen.<\/p>\n<p>Um 15:52h machen wir uns auf den Weg. Dieser ist nicht lang &#8211; 2,1 sm in die n\u00e4chste Bucht, Ormos Vathy (Auf jeder Insel in Griechenland gibt es eine Vathy-Bucht, bedeutet \u201etief\u201c). Auch hier ist es sehr sch\u00f6n aber nicht mehr einsam. So an die 10 Yachten liegen vor Anker und etwa gleich viele am kleinen Anleger. Wir finden einen guten Platz kurz vor den neuen Bojen, die den Bereich markieren, in dem die Einheimischen ihre Boote samt allerhand Grundgeschirr aufbewahren &#8211; damit man nicht mit dem Anker daran h\u00e4ngen bleibt, vermute ich &#8211; um den Schutz der Schwimmer wird es hier sicher nicht gehen.<\/p>\n<p>Wir pumpen das Schlauchboot samt immer noch im Bug vorhandenem Loch zwischen Boden und Wulst auf, damit wir nach 3 Tagen endlich wieder an Land k\u00f6nnen und paddeln zur n\u00e4chsten Taverna \u201eManolis\u201c unter den Tamarisken. Der Choriatiki ist ganz sensationell gut mit sifnotischem weichen Schafsk\u00e4se. Aber als wir mehr als eine Stunde auf das Zahlen gewartet haben, lege ich den ungef\u00e4hren Rechnungsbetrag auf den Tisch und wir gehen.<\/p>\n<p>Im Minimarket kaufen wir \u201efrisches\u201c Brot, machen dann einen Rundgang durch den Rest des \u201eOrtes\u201c und landen zum Schluss im recht stylishen Lokal namens Bola. Danach paddeln wir bei absoluter Windstille zur\u00fcck zum Boot. Vorher frage ich noch die Wirtin von Manolis, ob das auf dem Tisch hinterlassene Geld eh in Ordnung war. War es.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2008-06-29\">29.06.2008 Sonntag<\/strong><br \/>\n13:30 S\u00edfnos \/ O. Vathy <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b055'56''+024\u00b041'24''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ablegen<\/em><br \/>\n16:41  <em>In der Bucht<\/em><br \/>\n16:49 S\u00e9rifos \/ Hafenbucht O. Livadi <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b008'38''+024\u00b031'08''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n17:48 S\u00e9rifos \/ Hafenbucht O. Livadi <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b008'38''+024\u00b031'08''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Weiterfahrt<\/em><br \/>\n18:58 S\u00e9rifos \/ O. Maliadiko <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b008'03.36''+024\u00b026'28.02''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n Zeit unterwegs: 05:28 Strecke: 22,1 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 4 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Die Nacht ist abdsolut windstill. Exakt um 7:06h f\u00e4llt die erste B\u00f6 ein. Wir lassen uns Zeit und beobachten, was sich so tut. Am interessantesten: Die Abfahrt des \u00f6sterreichischen Renn-Trimarans Ave Gitana und die \u201eHafenrunde\u201c des kreuzfahrschiffes Easy Cruise One. Voll in das Nebelhorn hineinblasend k\u00fcndigt sie sich an. In der Mitte der Bucht bl\u00e4st sie nochmals drei Mal so hinein, dass die W\u00e4nde wackeln bzw. das Echo minutenlang in der Luft h\u00e4ngt, um dann eine Kehrtwende zu machen und wieder aus der Bucht hinaus zu dampfen. Wir r\u00e4tseln dar\u00fcber, wozu diese Aktion gut sein sollte.<br \/>\nNachdem ich eine Bergwanderung vorgeschlagen habe, befindet Patrick, dass wir doch die \u00dcberfahrt gegen den Wind nach Serifos riskieren k\u00f6nnten.<br \/>\nUm 13:30h legen wir ab. Es schaukelt und kracht und spitzt aber wir kommen mit fast 5kn gegen die nicht so schlimmen Wellen voran. Im Haupthafen von Sifnos sehen wir die Easy Cruise One liegen. Sie hatte sich also in der Bucht geirrt und vor lauter Frust dar\u00fcber gebl\u00f6kt!<\/p>\n<p>Nach problemloser \u00dcberfahrt nimmt der Wind ca. 3 sm vor Serifos merklich zu. In der Buchteinfahrt um 16:26h ist der Gegenwind  direkt grauslich. 16:40 in der weiten Hafenbucht Livadi ist der Wind zwar schw\u00e4cher aber immer noch stark und sehr b\u00f6ig. Wir versuchen erst gar nicht, einen Platz an den bei diesen Verh\u00e4ltnissen unsicheren Kaianlagen zu bekommen sondern ankern gleich im NE-Teil der Bucht direkt hinter dem mit Bojen gekennzeichneten Bereich f\u00fcr Schwimmer. Der Anker scheint zun\u00e4chst gut zu halten aber als Patrick ihn besichtigt, sieht er, dass er sich bewegt, wenn ich Vollgas r\u00fcckw\u00e4rts gebe. Wir ankern also nochmals. diesmal mit zwei Ankern, was recht m\u00fchsam ist. Das Resultat ist der M\u00fche nicht wert. Die zwei halten weniger als der eine vorhin. Der Ankergrund ist einfach miserabel mit einer recht d\u00fcnnen Sandschicht auf schlieriger, schwarzer Unterlage. Wir geben es auf und versuchen ein weiteres Ankerman\u00f6ver S der Anlegemole hinter einem Felsinselchen als potenziellem Landleinenpoller. Aber auch hier schliert der Anker nur so dahin. Fluchend und Beschw\u00f6rungen murmelnd, diesen Ort nie wieder anzulaufen, machen wir uns auf den Weg, einen anderen Ankerplatz zu finden.<br \/>\nAn der S-K\u00fcste von Serifos wird die Bucht Koutala als Ankerbucht beschrieben. Schon von weitem sieht man, dass hier die Wasseroberfl\u00e4che sch\u00e4umt und wir gar nicht hineinzufahren brauchen. Aber eine kleine Bucht daneben scheint ganz im Scheitel ruhigeres Wasser zu haben (ein gutes Fernglas muss man haben). Wir laufen also ein und tats\u00e4chlich ist es hier ertr\u00e4glich obwohl die Bucht Maliadiko auf 37\u00b008,056\u2018N 024\u00b026,467\u2018E in keinem nautischen F\u00fchrer als m\u00f6glicher Ankerplatz beschrieben ist.<br \/>\nWir ankern zun\u00e4chst auf 3m Tiefe schlecht auf Steingrund. Ab ca. 4,5 m Tiefe f\u00e4ngt der Sandgrund an und hier h\u00e4lt er den Anker bombenfest. Sonst gibt es hier nichts. Also d\u00fcrfen die Knorr Instantnudeln wieder dienst machen. Heute leicht asiatisch als gebratene Nudeln mit Pilzen &#8211; hervorragend!<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2008-06-30\">30.06.2008 Montag<\/strong><br \/>\n06:22 S\u00e9rifos \/ O. Maliadiko <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b008'03.36''+024\u00b026'28.02''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n10:09  <em>Im Hafen<\/em><br \/>\n11:01 Kythnos \/ Hafen Merichas <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b023'25''+024\u00b023'48''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Angelegt<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 04:39 Strecke: 20,1 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 4,3 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Ich stehe kurz nach 6h auf, mache mir meinen t\u00e4glichen Morgentee, hole den Anker herauf und fahre los. Der Wind ist zwar vorhanden aber unvergleichlich viel schw\u00e4cher als gestern und wahrscheinlich sp\u00e4ter am Tag.<br \/>\nDie 10 sm lange \u00dcberfahrt nach Kythnos ist zwar schaukelig und spritzig aber ertr\u00e4glich. Patrick kann sogar schlafen. Ich versuche die seit gestern wieder mal streikende Internetverbindung in Gang zu bringen. Der Fehler diesmal: Ich kann nichts empfangen obwohl bestens verbunden. Ich versuche aus den Log-dateien schlauer zu werden.<br \/>\nDer Wetterbericht per VHF um 9h bringt den dritten Tag in Folge Sturmwarnung in der Zentral\u00e4g\u00e4is. Gut, dass wir vorher durchgefahren sind.<br \/>\nUm 10:09 kommen wir im Hafen Merichas an. Wir warten bis einige Segelboote abgelegt haben und legen dann am \u00e4u\u00dfersten Platz an. Ein Hafenpolizist erscheint und weist uns an, noch ein kleines St\u00fcck Richtung Stadt zu verholen und dann mit einer Spring ordentlich fest zu machen, denn es k\u00e4me um 18h eine F\u00e4hre, die nebenan anlegen w\u00fcrde. Wir verzurren also das Boot mit 5 Festmachern. Es dauert fast eine halbe Stunde bis bei allen die richtige L\u00e4nge eingestellt ist. Dann gehen wir ins Caf\u00e9 auf Toasts und anschlie\u00dfend einkaufen.<br \/>\nDanach versuche ich eine 3kg Camping-Gasflasche aufzutreiben. Der Mann im Supermarkt gleich beim Boot hat mehrere davon aber alle sind leer. Kein Englisch k\u00f6nnend deutet er mir in Richtung \u201eHauptplatz\u201c, also dort wo die Bushaltestelle ist. Ich gehe hin, finde aber kein Gesch\u00e4ft, das so aussieht als ob es Gasflaschen f\u00fchren w\u00fcrde. Aber ich finde die Tankstelle, ca. 150 m inselw\u00e4rts. Gas haben sie hier nicht aber den Diesel werden sie um 19h mit dem Tankwagen bringen. Ich soll in der Bank nach dem Gas fragen. In der Bank?!? &#8211; ja, in der Bank. Eine Bank, die mit Gasflaschen handelt, habe ich noch nie gesehen. Ich gehe zur\u00fcck, finde aber gar keine Bank. Ich besichtige fast den ganzen ziemlich herunter gekommenen Ort ohne Bankfund und gehe zum Hauptplatz zur\u00fcck. Das einzig einigerma\u00dfen bank\u00e4hnliche Gesch\u00e4ft ist ein Reiseb\u00fcro, das auch Getr\u00e4nke, Eier und Tabak verkauft, warum nicht auch Gas? Also gehe ich hinein und winke mit der leeren Gasflasche. Ein \u00e4lterer Mann kommt hinter der Theke hervor, begutachtet die Flasche und meint, das m\u00fcsse der junge Mann machen, der gerade telefoniert und stellt die Flasche auf den Boden beim Ausgang. Ich stelle mich daneben und warte. Der junge Mann telefoniert. Ein paar \u00e4ltere M\u00e4nner kaufen Schnapsflaschen. Ein Touristenpaar erkundigt sich nach Busfahrkarten (im Bus zu kaufen). Ich schaue mir das Gesch\u00e4ft von au\u00dfen an. Dort h\u00e4ngt tats\u00e4chlich ein Schildchen \u201eAgency for National Bank Of Greece\u201c. (National Bank ist nicht die Nationalbank sondern nur ein Bankname. Sonst w\u00fcrden hier sicherlich die Goldreserven lagern.) Ich schaue mir die An- und Abfahrtszeiten der F\u00e4hren an. Ich schaue ins Gesch\u00e4ft, ob der junge Mann noch telefoniert. Das tut er nicht mehr. Er ist gar nicht mehr da! Ich nehme meine leere Gasflasche und gehe zur\u00fcck zum Boot. Die Kellnerin des Caf\u00e9s, wo wir vorhin die Toasts a\u00dfen, kommt heraus und fragt mich, woher ich das Gas bekommen h\u00e4tte, sie br\u00e4uchten auch eine neue Flasche. Sie wirkt direkt erleichtert als ich mit der leeren Flasche winke und sage, dass ich gar kein Gas bekommen habe. Es d\u00fcrfte hier schon l\u00e4ngere Zeit Gasknappheit herrschen.<br \/>\nBeim Boot hat der Wind inzwischen angefangen, ganz ordentlich aus NW, also direkt auf die Stb-Bootsseite, zu wehen. Weil Platz, Zeit und Material vorhanden, legen wir noch eine 6. Leine zwischen einem weit entfernten Poller und der Mittelklampe. Jetzt sollte die Blodughadda gaanz sicher liegen.<br \/>\nUm 18h kommt die F\u00e4hre und wirbelt tats\u00e4chlich jede Menge Wasser auf die Blodughadda. Sie ist davon aber wenig beeindruckt. Kein Wunder bei der Bandage. Kurz nach 19h kommt auch der Dieselwagen und ich darf fast 150 Euro f\u00fcr 103 Liter bezahlen. Vielleicht sollte ich doch ein richtiges Segelboot kaufen.<br \/>\nDanach gehen wir gegen\u00fcber des Anlegeplatzes in die Taverna \u201eOstria\u201c zum Abendessen. Wir verschlingen es vor den flehenden Blicken zweier ausgemergelter Katzen und m\u00fcssen es vor ca. 20 wild attackierender Fliegen verteidigen. Dann fliehen wir ins n\u00e4chste Lokal, dann ins n\u00e4chste und zum Schluss noch in eines. Dabei war sonst nirgends wirklich die Notwendigkeit einer weiteren Flucht gegeben. Allesamt nett, g\u00fcnstig und sch\u00f6n gelegen. Nur hat die Bedienung uns nach der jeweils ersten Runde vergessen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2008-07-01\">01.07.2008 Dienstag<\/strong><br \/>\n10:35 Kythnos \/ Hafen Merichas <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b023'25''+024\u00b023'48''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ablegen<\/em><br \/>\n11:07 Kythnos \/ O. Fikiada <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b024'52''+024\u00b022'50''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 00:32 Strecke: 1,6 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 3 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Ich hole Brot vom B\u00e4cker und Schweinskoteletts vom Fleischhauer und wir k\u00f6nnen abfahren. Das Ziel ist nicht weit entfernt und sehr sch\u00f6n: Eine Doppelbucht, die eigentlich eine Durchfahrt zwischen einem Inselchen (N. Agios Loukas) und einer Insel (Kythnos) w\u00e4re, h\u00e4tte sich da nicht eine schmale, niedrige, fast 300m lange Sandbank zwischen den beiden Inseln gebildet. Wie die meisten Boote ankern wir in der \u00f6stlichen Bucht. Endlich k\u00f6nnen wir wieder schwimmen und das machen wir ganz ausgiebig &#8211; in beiden Buchten.<br \/>\nAm Nachmittag steht etwas Bootputz an. Die \u00e4rgste Salzschicht wird entfernt, vor allem vom Cockpitteppich und allen Fenstern. Auch die Holzplattform wird geschrubbt so dass das Teakholz wieder braun statt grau ist.<br \/>\nAls wir nach der zweiten ausgiebigen Schwimmaktion die anderen Boote und ihre Probleme beobachten, den Anker ordentlich zum Greifen zu bringen (unserer h\u00e4lt gl\u00fccklicherweise), trauen wir unseren Augen nicht: Die gr\u00f6\u00dfte Motoryacht, die ich je gesehen habe, dampft in die Bucht und wirft den Anker &#8211; eigentlich weit au\u00dferhalb. In der Bucht h\u00e4tte die Delma mit ihren 85,3m keinen Platz. In der Liste der weltweit 100 gr\u00f6\u00dften Motoryachten werden wir gleich f\u00fcndig: Platz 31. Auch im Internet findet sich was dazu (Google: Delma Yacht), vor allem interessant: Es ist eine Charteryacht, die man derzeit zum Spezialpreis von schlappen 595.000 Euro pro Woche mieten kann &#8211; f\u00fcr max 36 Passagiere. Die offensichtlich nur 6 G\u00e4ste lassen sich mit einem ziemlich schnittigen Beiboot zum Schwimmen in die N\u00e4he der Sandbank bringen und die 4 ziemlich \u00fcbergewichtigen Burschen d\u00fcsen abwechselnd mit zwei Jetskis wie verr\u00fcckt herum &#8211; auch zwischen den 10 ankernden Segelbooten und mit den zwei M\u00e4dels fr\u00f6hlich winkend auf dem Sozius. Ich winke zur\u00fcck, damit sie a Gaudi haben. Andere Boaties sind nicht so freundlich und schimpfen zur\u00fcck, wobei sie ja recht haben. Ankernde Boote als Slalomstangen zu missbrauchen geh\u00f6rt nicht zum guten Ton. Aber ich glaube, dass die dahinflitzenden jungen Herrschaften glauben, ein guter Ton sei brauchbare Musik, wie zB das Heulen der Jetskimotoren (wobei sie zugegebenerma\u00dfen ungew\u00f6hnlich leise sind). Egal, der Spuk ist schnell vorbei. Die Delma packt ihr Spielzeug ein und dampft wieder ab.<br \/>\nAm Abend wird ausgiebig gekocht und gegessen. Die gebratenen Koteletts schmecken ganz ausgezeichnet mit Erd\u00e4pfel und Paradeisersalat<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2008-07-02\">02.07.2008 Mittwoch<\/strong><br \/>\n11:13 Kythnos \/ O. Fikiada <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b024'52''+024\u00b022'50''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n11:30  <em>segel setzen<\/em><br \/>\n11:47  <em>Segelfahrt<\/em><br \/>\n16:37  <em>Wind nimmt ab<\/em><br \/>\n17:07  <em>Segel bergen<\/em><br \/>\n18:13 Egina \/ O. Klima <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b040'39''+023\u00b028'40''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern mit Landleine<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 06:59 Strecke: 45 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 6,4 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Um 11:13h fahren wir los. Der Wind bl\u00e4st recht ordentlich aber als wir au\u00dferhalb der Landabdeckung angekommen sind, stellen wir fest, dass es sich nur um Wind mit 17-20 Knoten aus 030 handelt. Wir setzen das Gro\u00dfsegel voll und die Genua zur H\u00e4lfte und segeln los. Trotz einiger Windrichtungs\u00e4nderungen und mal mehr mal weniger Wind und Wellen kommen wir sehr gut und flott voran. Auf den letzten 20sm sogar ohne dauernd ger\u00fcttelt und geduscht zu werden, weil die Wellen kleiner werden.<br \/>\nUm 16:30h merken wir deutlich, dass wir den Saronischen Golf erreicht haben: Das Klima ver\u00e4ndert sich. Es wird dunstiger, die Luft wird \u201emolliger\u201c und riecht anders &#8211; k\u00f6nnte auch Waldbrandgeruch sein. Der Wind wird schw\u00e4cher und die Fahrt langsamer. Aber wir haben immerhin 32,4 sm in 4:50h absolviert, also mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 6,7kn. Mit dem Motor h\u00e4tten wir das nie geschafft und ca. 24 Liter Diesel haben wir auch noch eingespart.<br \/>\nNach exakt 7 Stunden Fahrt ankern wir in der s\u00fcdlichsten Bucht der Insel Egina. Das Wasser hat erfreuliche 25\u00b0 und die Strandbar erfreut uns mit Musikberieselung. Es gibt aber auch etwas gar nicht erfreuliches: Wespen! Wir paddeln zur Strandbar und bestellen aus dem Speiseangebot bestehend aus Pizza oder Sandwich das Erstere. Hier sind die Wespen ganz besonders zahlreich aber die Pizza ist lecker.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2008-07-03\">03.07.2008 Donnerstag<\/strong><br \/>\n11:35 Egina \/ O. Klima <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b040'39''+023\u00b028'40''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n12:25 Egina \/ Hafen <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b044'44''+023\u00b025'39''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n Zeit unterwegs: 00:50 Strecke: 4,3 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 5,2 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Um sicher einen Platz im Hafen zu bekommen, fahren wir um 11:35h los. 50 Minuten sp\u00e4ter ergattern wir gerade noch den letzten f\u00fcr uns passenden Platz an der S-Mole. Kaum haben wir angelegt, kommt ein riesiger Katamaran Type Lagoon 420 daher und meint, wir sollten ein wenig Platz machen, damit sie neben uns anlegen k\u00f6nne. An unserer stbd-Seite ist zwar noch recht viel Platz aber auch eine Slipanlage f\u00fcr kleine Boote, die schr\u00e4g ins Wasser ragt. Der Katamaran hat auch nach unserer Platzmachaktion, die h\u00e4chstens 1 m mehr bringt, keine Chance, bis zur Kaimauer anzulegen. Daher biete ich an, so anzulegen, dass die Leute \u00fcber die Blodughadda an Land gehen k\u00f6nnen und helfe, die Leinen fest zu machen. Der Skipper ist \u00fcberrascht von meiner Freundlichkeit, die fr\u00fcher selbstverst\u00e4ndlich gewesen w\u00e4re (au\u00dfer bei den Italienern). Wir tauschen die Telefonnummern aus f\u00fcr den Fall, dass wir doch fr\u00fcher ablegen wollen. Es sind 4 Israelis auf Segelcharterurlaub und der Skipper hei\u00dft Yudah.<br \/>\nBei 35 Kr\u00fcgerln im Schatten brauche ich jetzt unbedingt ein Kr\u00fcgerl. Gl\u00fccklicherweise ist das n\u00e4chste Caf\u00e9 nicht weit entfernt, ungef\u00e4hr 3,25 Meter, die Passarellal\u00e4nge von 2,66 mit eingerechnet. Wir gehen aber doch so an die 10, um einen Platz im Schatten zu bekommen. W\u00e4hrend wir da sitzen, kommt der Hafen-Wasser-und Strom-Meister vorbei, obwohl er zwischen 12 und 17h eigentlich frei h\u00e4tte. Wir k\u00f6nnen die Tanks voll f\u00fcllen und obwohl offiziell nicht gestattet d\u00fcrfen wir schnell auch das Boot abspritzen. Mit der neuen Hozelock-Spritze geht das ganz wunderbar und in wenigen Minuten ist die Salzkruste weggeschwemmt &#8211; auch vom Cockpitteppich, der inzwischen wieder wei\u00df geworden ist. Das Vergn\u00fcgen kostet aber nicht wenig: 12 Euro f\u00fcr ca. 300 Liter Wasser!<br \/>\nDanach ist wieder ein Bier angesagt&#8230;<br \/>\nDer Waterman erkl\u00e4rt uns, wo man einen offenen Supermarkt und ein Yachtzubeh\u00f6rgesch\u00e4ft f\u00fcr Seekarten finden kann. Er hat 8 Jahre lang in Schweden gelebt und kennt sich gut aus mit den Gepflogenheiten auf den F\u00e4hren zwischen Schweden und Finnland.<br \/>\nWir schnappen also unser Ruxxac-Cart und gehen einkaufen. Das Yachtzubeh\u00f6rgesch\u00e4ft hat zu obwohl vor dem Gesch\u00e4ft Waren vom betr\u00e4chtlichem Wert gestapelt sind, darunter auch 3kg-Camping-Gaskartuschen. Hier herrscht also weder hohe Kriminalit\u00e4t noch Gasknappheit.<br \/>\nZwischen dieser und der n\u00e4chsten Einkaufstour bietet sich ein Aufenthalt in der Caf\u00e9-Bar direkt an. Diesmal kommt eine Frau vorbei, die Fotos anbietet: Wir wurden bei der Einfahrt in den Hafen fotografiert und diese Fotos, fertig ausgearbeitet im Format 31&#215;46 cm werden uns zum Verkauf angeboten. Sie sind wirklich sehr gut. Und weil der Preis mit 25,- f\u00fcr zwei unterschiedliche Motive gerechtfertigt erscheint, kaufe ich sie auch. Die Gesch\u00e4ftsidee ist ja nicht gerade bl\u00f6d.<br \/>\nAuch der Yudah samt Mannschaft kommen her. Wir plaudern ein wenig und dann holt er vom Boot eine gut gek\u00fchlte Flasche Ros\u00e9wein, den wir zusammen austrinken.<br \/>\nDann m\u00fcssen wir doch das Seekartenbuch und die Gasflasche holen. Au\u00dferdem kaufen wir noch Getr\u00e4nke ein, damit wir sofort ablegen k\u00f6nnen, sobald der Christian ankommt.<br \/>\nBis er kommt k\u00f6nnen wir ja noch im Caf\u00e9 warten. Es wird Zeit, dass er kommt&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aktualisierung 20.08.2018 02:35:14 Anzahl Tage: 11 23.06.2008 Kos \/ Marina 24.06.2008 Kos \/ Marina &#8211; Ps\u00e9rimos \/ O. Vathy 25.06.2008 Ps\u00e9rimos \/ O. Vathy &#8211; L\u00e9ros \/ Marina Leros Evros SA 26.06.2008 L\u00e9ros \/ Marina Leros Evros SA &#8211; Auf See 27.06.2008 Auf See &#8211; S\u00edfnos \/ O. F\u00e1ros 28.06.2008 S\u00edfnos \/ O. 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