{"id":1223,"date":"2018-08-20T10:19:42","date_gmt":"2018-08-20T08:19:42","guid":{"rendered":"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/?page_id=1223"},"modified":"2018-08-20T10:19:42","modified_gmt":"2018-08-20T08:19:42","slug":"2008-08-01-rauferei-mit-fischern","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/toernberichte\/2007-2\/2008-08-01-rauferei-mit-fischern\/","title":{"rendered":"2008-08-01 Rauferei mit Fischern"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/toernberichte\/2007-2\/2008-08-01-rauferei-mit-fischern\/print\/\" title=\"Beitrag drucken\" rel=\"nofollow\"><img decoding=\"async\" class=\"WP-PrintIcon\" src=\"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/wp-content\/plugins\/wp-print\/images\/printer_famfamfam.gif\" alt=\"Beitrag drucken\" title=\"Beitrag drucken\" style=\"border: 0px;\" \/><\/a>  Aktualisierung 20.08.2018 11:18:18 Anzahl Tage: 13<br \/>\n<a href=\"#2007-08-01\">01.08.2007 Patmos \/ Hafen Sk\u00e1la &#8211; Patmos \/ O. Melo\u00ef<\/a><br \/>\n<a href=\"#2007-08-02\">02.08.2007 Patmos \/ O. Melo\u00ef &#8211; Patmos \/ O. Grik\u00f3s<\/a><br \/>\n<a href=\"#2007-08-03\">03.08.2007 Patmos \/ O.Gr\u00edkos bei A. Nisyr\u00edou<\/a><br \/>\n<a href=\"#2007-08-04\">04.08.2007 Patmos \/ O.Gr\u00edkos bei A. Nisyr\u00edou &#8211; Amorg\u00f3s \/ N. Nikouria \/ O. Kalot\u00edri<\/a><br \/>\n<a href=\"#2007-08-05\">05.08.2007 Amorg\u00f3s \/ N. Nikouria \/ O. Kalot\u00edri &#8211; Amorg\u00f3s \/ Kat\u00e1pola Hafen<\/a><br \/>\n<a href=\"#2007-08-06\">06.08.2007 Amorg\u00f3s \/ Kat\u00e1pola Hafen &#8211; N\u00e1xos \/ O. R\u00e9na<\/a><br \/>\n<a href=\"#2007-08-07\">07.08.2007 N\u00e1xos \/ O. R\u00e9na &#8211; P\u00e1ros \/ O. N\u00e1ousas \/ w vom Hafen<\/a><br \/>\n<a href=\"#2007-08-08\">08.08.2007 P\u00e1ros \/ O. N\u00e1ousas \/ w vom Hafen &#8211; Mykonos \/ O. Ornos<\/a><br \/>\n<a href=\"#2007-08-09\">09.08.2007 Mykonos \/ O. Ornos &#8211; Mykonos \/ Hafen &#8211; T\u00ednos \/ Ag. Nikolaos &#8211; T\u00ednos \/ Hafen<\/a><br \/>\n<a href=\"#2007-08-10\">10.08.2007 T\u00ednos \/ Hafen &#8211; T\u00ednos \/ Ag. Nikolaos &#8211; P\u00e1ros \/ O. Alik\u00ed<\/a><br \/>\n<a href=\"#2007-08-11\">11.08.2007 P\u00e1ros \/ O. Alik\u00ed &#8211; Sikinos \/ Bucht S von A. Malta (NE-Kap)<\/a><br \/>\n<a href=\"#2007-08-12\">12.08.2007 Sikinos \/ Bucht S von A. Malta (NE-Kap) &#8211; Santorin \/ Bucht SW von A. Mesa Vouno (Perissa)<\/a><br \/>\n<a href=\"#2007-08-13\">13.08.2007 Santorin \/ Bucht SW von A. Mesa Vouno (Perissa)<\/a><\/p>\n<p>Crew:<br \/>\nT\u00f6tterstr\u00f6m Tom<br \/>\nT\u00f6tterstr\u00f6m Beate<br \/>\nT\u00f6tterstr\u00f6m Patrick<\/p>\n<p>Gesamt T\u00f6rn:<br \/>\nZeit unterwegs: 39:51 Strecke: 219,5 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 5,5 Knoten<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2007-08-01\">01.08.2007 Mittwoch<\/strong><br \/>\n15:00 Patmos \/ Hafen Sk\u00e1la <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b019'31''+026\u00b032'44''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n16:32 Patmos \/ O. Melo\u00ef <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b019'50.2''+26\u00b033'22.1''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern mit Landleine<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 01:32 Strecke: 1,6 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 1 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Auf dem R\u00fcckweg zum Boot kaufen wir noch Gem\u00fcse und Eisw\u00fcrfeln ein. Inzwischen hat die Eleni abgelegt, um auf der anderen Seite wieder anzulegen. Nach erfrischenden Getr\u00e4nken mit Eisw\u00fcrfeln legen auch wir um 15h ab und tuckern in die Nachbarbucht. Dort legen wir eine Landleine vom Bug zum \u00e4u\u00dferst rechten Baum am Strand und bringen den Heckanker mit dem Schlauch aus.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2007-08-02\">02.08.2007 Donnerstag<\/strong><br \/>\n11:30 Patmos \/ O. Melo\u00ef <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b019'50.2''+26\u00b033'22.1''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n14:20 Patmos \/ O. Grik\u00f3s <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b018'00''+026\u00b033'46''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n Zeit unterwegs: 02:50 Strecke: 3,2 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 1,1 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Der Wetterbericht verspricht Windst\u00e4rke 6, stellenweise 7. Also bereiten wir 2 Reffs im Gro\u00dfsegel vor. Um 11.30 ziehen wir bereits in der Bucht das Segel hoch und steuern hinaus. Der Wind ist aber sehr heftig. Ohne Genua und nur mit dem gerefften Gro\u00df machen wir fast 8 kn Fahrt. Wir haben 34 bis 40 kn Wind schr\u00e4g von hinten, also volle 8 Beaufort, was im Wetterbericht bereits als Sturm bezeichnet wird. An eine Weiterfahrt zu einer anderen Insel ist nicht zu denken. So biegen wir bereits nach 2 sm in die Grikos-Bucht ein. In der Einfahrt zur Bucht finden wir einen gut gesch\u00fctzten Platz, wo wir wieder Buglandleine und Heckanker ausbringen. Am Ufer bildet ein Stein einen nat\u00fcrlichen Poller, um den Patrick die lange Landleine legt.<br \/>\nWir haben beste Aussicht auf das tobende Meer auf dem alsbald eine 50m-Perini-Segelyacht unber\u00fchrt vom Wellengang daher steuert. Die \u201eSanta Maria\u201c (sehr einfallsreich) aus Douglas (??) mit seltsamer Flagge (rot mit einem Kreuz aus 3 gewinkelten Beinen) ankert gleich hinter uns und gibt wieder Gespr\u00e4chs- und Spekulationsstoff.<br \/>\nWir warten den Sturm also gut gesch\u00fctzt ab und ich n\u00fctze die Zeit um endlich alle Lampen, die ich auf \u00c5land kaufte, zu montieren. Patrick verbei\u00dft sich in ein PM-Logik-R\u00e4tsel und Beate liest.<br \/>\nUm 18:30h setzen wir mit dem Schlauch zum Ufer hin\u00fcber und gehen den Strand auf der anderen Seite des Halbinselchens zum Ort Grikos in 5 Minuten. Wir setzen uns in die Taverna Diogenis und essen K\u00e4sevorspeisen (Sagan\u00e1ki, Burel\u00e1kia und F\u00e9ta).<br \/>\nKurz nach Sonnenuntergang sind wir wieder zur\u00fcck auf dem Boot und Beate macht ein leckeres Omelett mit Speck, Zucchini, Erd\u00e4pfel, Tomaten und Feta. Inzwischen hat sich der Sturm in ein angenehmes L\u00fcftchen verwandelt. Drau\u00dfen toben aber noch die wei\u00dfen K\u00e4mme, die wir sp\u00e4ter auch im Mondschein mit dem Fernglas sehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2007-08-03\">03.08.2007 Freitag<\/strong><br \/>\nPatmos \/ O.Gr\u00edkos bei A. Nisyr\u00edou<br \/>\nWeil der Wind noch keine angenehme \u00dcberfahrt erlaubt, schlafen wir lange. Ich sehe mir im Internet die Windvorhersage auf http:\/\/www.windfinder.com\/forecast\/mykonos f\u00fcr die kommenden 7 Tage an. Demnach sollte es von Montag bis Donnerstag ganz wenig Wind auf Mykonos, sprich in den Kykladen, geben &#8211; na hoffentlich.<br \/>\nWir bleiben also noch am selben Platz und machen am Nachmittag eine Wanderung zum Strand Psili Ammos an der SW-Seite der Insel. Es sind 3,6 km dorthin und nach 1 1\/4 Stunden kommen wir an dem wundersch\u00f6nen Strand an. Die letzten 800 Meter f\u00fchren \u00fcber einen schmalen und teilweise steilen Pfad und dauern deswegen eine ganze halbe Stunde. Wir setzen uns in die Taverna im Schatten der Tamarisken und bestellen was zu trinken. Die \u00fcblichen Tische und Sesseln stehen hier un\u00fcblicherweise in feinem Sand.<br \/>\nDann suchen wir einen schattigen Platz f\u00fcr unsere Sachen und werfen uns in die Fluten. An dem langen Sandstrand brechen sich die recht gro\u00dfen Wellen und wir und viele andere haben einen Mordspass daran, von den Brechern im Wasser herumgewirbelt zu werden. Beate findet es weniger lustig, fast ertr\u00e4nkt zu werden.<br \/>\nAuf dem R\u00fcckweg kehren wir zum Essen in eine Taverna in der Grikos-Bucht ein. Noch vor Sonnenuntergang sind wir beim Boot zur\u00fcck. Alle schwimmen, um den Staub los zu werden. Das Schlauchboot (und mich) zieht Patrick hinten nach. Dann gibt es noch ein Schafk\u00e4se-Oliven Nachth\u00e4ppchen bevor wir fr\u00fch schlafen gehen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2007-08-04\">04.08.2007 Samstag<\/strong><br \/>\n06:29 Patmos \/ O.Gr\u00edkos bei A. Nisyr\u00edou <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b018'03''+026\u00b034'00''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n07:30  <em>segel setzen<\/em><br \/>\n08:25  <em>Motoren starten<\/em><br \/>\n09:24  <em>Motor aus<\/em><br \/>\n11:30  <em>Motoren starten<\/em><br \/>\n12:16  <em>Vorsegel weg<\/em><br \/>\n14:12 Amorg\u00f3s \/ N. Nikouria \/ O. Kalot\u00edri <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b052'54''+025\u00b055'25''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 07:43 Strecke: 44,2 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 5,7 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Weil der Melt\u00e9mi meistens erst nach 10h aufwacht, fahren wir bereits um 6:30h los. Wir umrunden die S\u00fcdspitze von Patmos und nehmen Kurs auf Amorgos. Der Wind ist tats\u00e4chlich recht bescheiden mit 10-13 kn. Auf der w-Seite von Patmos nimmt er etwas zu und wir setzen die Segel. Die Wellen sind allerdings viel gr\u00f6\u00dfer als von diesem Wind zu erwarten. Nach einer Stunde ist der Wind wieder fast weg, aber nach einer weiteren kommt er wieder. Ab etwa halbwegs bleibt er stabil aus NW mit 15-20 kn so dass wir nach 7 3\/4 Stunden Segelns und Motorsegelns in der gut gesch\u00fctzten Bucht Kalotiri S der Insel Nikouria ankern k\u00f6nnen.<br \/>\nHier herrscht bescheidener Badebetrieb und eine Strandbar mit dahinter liegendem surrendem Dieselgenerator bewirtet die Badeg\u00e4ste, die mit kleinen Verbindungsbooten vom nahen Amorgos her\u00fcbergebracht werden. Was besonders auff\u00e4llt: Es ist kalt (26\u00b0) und feucht (50%) und die Inselberge sind in Wolken verh\u00fcllt, die der Meltemi erzeugt, wenn er die Bergkette \u00fcberwinden muss.<br \/>\nUnser Anker liegt nicht gut und der umlaufende Wind l\u00e4sst uns mehrfach um ihn herum drehen. Wir verlegen uns vom W- in den E-Teil der Bucht, wo der Anker gut h\u00e4lt.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2007-08-05\">05.08.2007 Sonntag<\/strong><br \/>\n13:18 Amorg\u00f3s \/ N. Nikouria \/ O. Kalot\u00edri <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b052'54''+025\u00b055'25''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n14:50 Amorg\u00f3s \/ Kat\u00e1pola Hafen <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b049'37''+025\u00b051'49''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Anlegen<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 01:31 Strecke: 8 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 5,3 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>In der Fr\u00fch schwimme ich zum \u00f6sterreichischen Alleinsegler auf der Stina, der neben uns ankert hin\u00fcber. Er hei\u00dft Sepp und stammt aus einem Dorf bei Innsbruck. Seit April ist er von Marmaris aus unterwegs und will im Herbst in Lignano sein Boot in eine Werft bringen. Wir plaudern eine Weile und dann schwimme ich wieder zur\u00fcck. Inzwischen sind auch Beate und Patrick auf. Es gibt Fr\u00fchst\u00fcck und anschlie\u00dfend Sonntagsputz. Patrick w\u00e4scht wie \u00fcblich ab und Beate und ich waschen Deck und Cockpit mit Meerwasser. Salzfrei wird es dadurch zwar nicht aber der Sand von Patmos d\u00fcrfte weggeschwemmt sein.<br \/>\nUm 13:15h fahren wir los. Nach 1,5h kommen wir im Hafen Kat\u00e1pola an. Am Yachtkai sind einige Pl\u00e4tze frei. Zuerst versuchen wir im E-Teil neben einem anderen Katamaran anzulegen aber der Anker h\u00e4lt nicht. Dann winken uns einige Leute zu, wir sollen doch zwischen zwei Segelbooten am Hauptkai anlegen. Machen wir auch aber beim ersten Mal versch\u00e4tze ich den Abstand und die Ankerkette ist zu kurz. Beim zweiten Mal klappt dann alles und die Leute an Land helfen, die Festmacher entgegen zu nehmen.<br \/>\nBeate geht den netten Ort inspizieren w\u00e4hrend ich den Adrenalinpegel mit einem Bier und einem Casino-Spiel mit Patrick senke. Dann setzen Beate und ich uns in ein Caf\u00e9, wo sie ein Bild der malerischen Gasse in das Reisetagebuch zeichnet. Der Kellner ist ganz begeistert.<br \/>\nAbends essen wir in der einzigen Taverna mit bequemen Sesseln (daher auch \u201eRestaurant\u201c genannt) so ganz gut. Anschlie\u00dfend gehen wir auf einen Drink in eine einfache Bar und danach recht bald ins Bett.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2007-08-06\">06.08.2007 Montag<\/strong><br \/>\n13:34 Amorg\u00f3s \/ Kat\u00e1pola Hafen <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b049'37''+025\u00b051'49''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n16:34 N\u00e1xos \/ O. R\u00e9na <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b056'49''+025\u00b029'26''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n Zeit unterwegs: 03:00 Strecke: 19,1 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 6,4 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Obwohl in der Nacht ein paar F\u00e4hren in unmittelbarer N\u00e4he an- und ablegen, schlafen wir gut. Wir gehen fr\u00fchst\u00fccken in eines der vielen Caf\u00e9s. W\u00e4hrend wir auf die Bestellung warten, kann ich noch vom gerade in den Hafen gekommenen Tankwagen 40 Liter Diesel nachf\u00fcllen. Dann machen wir diverse Eink\u00e4ufe und warten die Abfahrt der F\u00e4hre nach Lavrion ab. Es ist eine spektakul\u00e4re Autof\u00e4hre der NEL-Line mit Jetantrieb.<br \/>\nUm 13:34h legen wir ganz gem\u00fctlich ab. Das Wetter ist sonderbar, weil es viele Wolken gibt und der schwache Wind aus W kommt. Zwischen K\u00e9ros und Ant\u00edkeros begleitet uns ein Schwarm Delfine f\u00fcr kurze Zeit. Es ist immer wieder witzig zu sehen, wie neugierig die Tiere sind. Wenn sie neben dem Bug schwimmen, drehen sie sich auf die Seite, um beobachten zu k\u00f6nnen, was da eigentlich durch ihr Revier f\u00e4hrt. Zwischen K\u00e1to Koufonissi und Naxos wird der W-Wind etwas st\u00e4rker und wir d\u00fcrfen ein wenig schaukeln. Aber nach genau 3 Stunden problemloser Fahrt k\u00f6nnen wir den Anker im feinen Sand der wundersch\u00f6nen Bucht R\u00e9na eingraben. Weil hier wirklich wenig Platz ist, legen wir den Heckanker noch dazu. Wahrscheinlich ist die geringe Gr\u00f6\u00dfe der Grund, weshalb diese Bucht auf 36\u00b056,8\u2019N und 025\u00b029,5\u2019E in keiner Beschreibung als Ankerplatz angegeben ist. Dabei ist es hier viel sch\u00f6ner als in den anderen Buchten in der N\u00e4he. Und die Fallwindb\u00f6en sind sicher auch nicht schlimmer als sonst wo an der S\u00fcdk\u00fcste von Naxos.<br \/>\nVor drei Jahren waren wir ganz allein hier. Jetzt hat eine Familie ihr Sommerlager am Strand aufgeschlagen. Patrick und ich schwimmen zum anderen Ende des Strandes, um die S\u00fc\u00dfwasserquelle anzusehen, die da in die Bucht flie\u00dft. Diese und die andere am anderen Ende des etwa 100m langen Strandes, wo die Zelte stehen, verursachen in eigenartiges Flimmern im Meer. Beim Schnorcheln sieht man daher alles unscharf. Erst 20-30 cm unter der Oberfl\u00e4che wird die Sicht wieder klar.<br \/>\nNach einer Pause schwimmen Patrick und ich noch in die ca. 15m tiefe Grotte hinein. Es ist spektakul\u00e4r, weil es aussieht als ob man in ein Riesenmaul, mitsamt Gaumensegel, hinein schwimmen w\u00fcrde. Ganz drinnen setzen wir uns auf einen Stein, der nur etwa 40cm tief liegt, rufen und horchen der unglaublichen Akustik zu.<br \/>\nAbends macht Beate ein fulminantes Men\u00fc mit amorgischem Salat als Vorspeise und das in Kat\u00e1pola eingekaufte Rindfleisch mit Erd\u00e4pfeln als Hauptspeise. Wir stellen fest, dass es sich auszahlt, beim Fleischhauer einzukaufen, wenn man einen findet. Das Fleisch ist immer gut und g\u00fcnstig. Nur m\u00fcssen wir es nat\u00fcrlich am selben Tag verwenden.<br \/>\nDann spielen Patrick und ich noch einige Runden Backgammon. Es ist ganz still bis auf gelegentliche Wellen von vorbeifahrenden Schiffen in der Ferne. Wenn sie in der tricherf\u00f6rmigen Grotte brechen, ert\u00f6nt ein gewaltiges Grollen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2007-08-07\">07.08.2007 Dienstag<\/strong><br \/>\n12:33 N\u00e1xos \/ O. R\u00e9na <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b056'49''+025\u00b029'26''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n16:07 P\u00e1ros \/ O. N\u00e1ousas \/ w vom Hafen <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b007'25''+025\u00b014'00''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 03:33 Strecke: 23,1 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 6,5 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Schon vor Sonnenaufgang stehe ich auf. Mir ist eingefallen, dass ich noch ein paar E-Mails schreiben und die Route der kommenden Tage bis Montag wenn Patrick von Santorin nach Hause fliegen wird, \u00fcberlegen muss. Das mache ich dann auch aber zuerst mache ich mir einen Kaffee und setze mich ins Cockpit. Dabei kann ich l\u00e4chelnd beobachten wie ein Mann von den Campierern am Strand versucht, die Ziegen zu verscheuchen, die zum Trinken aus der S\u00fc\u00dfwasserquelle gekommen sind und sich offensichtlich an den Vorr\u00e4ten zu schaffen machen.<br \/>\nBeate macht uns k\u00f6stliche Schinken-K\u00e4se Toasts zum Fr\u00fchst\u00fcck. Dann folgt der Morgenschwimm, bei dem Patrick und ich die Ziegen-S\u00fc\u00dfwasserquelle inspizieren, weil die Campierer mit dem Boot weggefahren sind und wir sie daher nicht st\u00f6ren. Das Wasser rinnt etwa 2 m vom Meer aus einer Felsspalte mit sicher 5 Liter pro Minute. Ich finde es schmeckt leicht salzig aber Patrick meint, es w\u00e4re nur stark kalkh\u00e4ltig.<br \/>\nUm 12:30h fahren wir los gegen den leichten SW-Wind(!). Au\u00dferdem sind wieder f\u00fcr den griechischen Sommer ganz ungew\u00f6hnliche Sch\u00f6nwetterwolken zu sehen. Wir umrunden die SW-Spitze von Naxos und fahren zwischen Naxos und Paros bei mehr oder weniger Windstille in 3,5 Stunden nach N\u00e1oussa. Hier stellen wir fest, dass eine neue Hafenanlage f\u00fcr Yachten gebaut worden ist. Trotzdem werfen wir Anker vor dem Sandstrand W davon, weil wir wie immer auch schwimmen wollen. Beim Schnorcheln stelle ich fest, dass der Aushub vom neuen Hafenbecken hier, kaum 100m entfernt, haufenweise ins Meer gekippt worden ist. Zum Gl\u00fcck liegt unser Anker an einer unber\u00fchrten Stelle im feinen Sand.<br \/>\nAbends rudert Patrick die Beate zur neuen Mole hin\u00fcber, weil sie malen m\u00f6chte. Inzwischen legen wir den Heckanker so, dass der Bug hinaus gegen die Wellen vorbeifahrender Boote zeigt. Au\u00dferdem g\u00f6nne ich mir die Rasur der Woche. Dann rudern auch Patrick und ich hin\u00fcber. Wir machen einen kurzen Rundgang durch den sehr pittoresken Ort und treffen Beate bei der B\u00fchne, die im Hafen gerade aufgebaut wird.<br \/>\nWir machen uns auf die Suche nach einer netten Taverna und landen im Fish Tavern Restaurant \u201eMoschonas\u201c direkt beim alten Fischerhafen, der von Lokalen ums\u00e4umt ist. Es ist extrem Stimmungsvoll hier in der Abendd\u00e4mmerung. Au\u00dferdem kann man sich hier einen Fisch leisten: Beate nimmt eine Goldbrasse = Meerbrasse = Dorade (Tsip\u00fara) und ich einen Meerwolf (Lavr\u00e1ki), der mindestens einen halben Kilo hat. Mit einer ordentlichen Portion Griechischen Salat (Chori\u00e1tiki), die wir gar nicht mehr hinunter kriegen, kosten sie jeweils nur \u20ac 14,50!<br \/>\nAnschlie\u00dfend m\u00fcssen wir nat\u00fcrlich noch in eine der vielen Musikbars mit Ausblick auf das spiegelblanke Wasser auf einen Drink gehen. Hier sind die Preise allerdings um nichts billiger als in der Sky-Bar auf der K\u00e4rntnerstra\u00dfe.<br \/>\nAuf dem Heimweg bleiben wir eine Weile beim Freiluftkonzert auf der B\u00fchne im Hafen. 12 Musiker und eine S\u00e4ngerin geben griechische Lieder zum Besten. Offensichtlich sind sie allgemein bekannt, weil viele im zahlreichen Publikum mitsingen.<br \/>\nDann kehren wir zum Boot mit 40 Paddelschl\u00e4gen zur\u00fcck. Es ist absolut windstill und am Strand machen sich Jugendliche daran, Lagerfeuer zu errichten und zu feiern. Es stinkt und sie l\u00e4rmen &#8211; bis 7h in der Fr\u00fch. Erst danach k\u00f6nnen wir gut schlafen, bis 1\/2 11.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2007-08-08\">08.08.2007 Mittwoch<\/strong><br \/>\n11:50 P\u00e1ros \/ O. N\u00e1ousas \/ w vom Hafen <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b007'25''+025\u00b014'00''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n14:26 Mykonos \/ O. Ornos <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b025'15''+025\u00b019'26''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n Zeit unterwegs: 02:36 Strecke: 17,3 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 6,7 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Kurzer Morgenschwimm, Fr\u00fchst\u00fcck und um 11:50h Abfahrt. Die \u00dcberfahrt nach Mykonos \u00fcber glattes Wasser bei einem L\u00fcftchen aus W ist herrlich. Bei normalem Augustwetter w\u00e4ren diese 18sm auf Kurs 015 gar nicht zu machen, weil hier der Melt\u00e9mi am \u00e4rgsten tobt. Der Wetterbericht erkl\u00e4rt warum: Das Hochdruckgebiet liegt \u00fcber dem Tyrrhenischen Meer und Libyen statt \u00fcber dem Nordbalkan und das Tiefdruckgebiet \u00fcber dem Schwarzen Meer statt \u00fcber Zypern und in der ganzen \u00c4g\u00e4is herrscht Flaute &#8211; recht so! Trotzdem ist die Temperatur mit 28\u00b0 sehr angenehm.<br \/>\nNach 2,5 Stunden erreichen wir Ormos Orn\u00f3s und finden einen ausgezeichneten Platz im E-Teil der Bucht am Fischerpier mit 1,6m Wassertiefe. Wir werfen den Heckanker und legen uns mit dem Bug in Passarellaabstand an. Bei der Ankerbeschnorchelung stellen wir fest, dass wir gro\u00dfes Gl\u00fcck hatten. Vor dem Pier wimmelt es von Ankern und Ketten aber unser Anker liegt vollkommen frei und gut eingegraben.<br \/>\nGerade als Beate und ich einen Landspaziergang machen wollen, kommt ein Fischerboot herbei, um am Kai l\u00e4ngsseits neben uns anzulegen. Der Fischer und seine 2 Mann Besatzung schimpfen f\u00fcrchterlich und sagen, wir sollen verschwinden, der Platz sei nur f\u00fcr Fischerboote erlaubt, er wolle die Hafenpolizei rufen. Ich antworte, ok soll er ruhig machen und dass es aber \u201eno problem\u201c g\u00e4be, und zeige, dass eh beide Boote Platz haben, was auch stimmt. Ich h\u00e4nge einen Fender zwischen den Booten und gehe in den Salon, um unsere f\u00fcr solche F\u00e4lle gekauften Marillenschnapsfl\u00e4schchen f\u00fcr die Fischerbootmannschaft zu holen, damit sie sich beruhigen. W\u00e4hrend dessen geht aber der Fischer her, h\u00e4ngt unsere Festmacher ab und schneidet die zwei Springs auf Slip mit einem Messer durch. Das gef\u00e4llt mir rein gar nicht und ich schreie ihn entsprechend an, ob er \u201ecrazy\u201c geworden ist. Bei allen Auseinandersetzungen mit verr\u00fcckten Fischern ist mir das w\u00e4hrend mehr als 400 Segeltagen in Griechenland noch nie passiert.<br \/>\nWir lassen das Boot am Heckanker liegen, weil beim nicht vorhandenen Wind keine Gefahr besteht. Ich best\u00fccke mich mit VHF-Handfunkger\u00e4t und Digitalkamera und paddle mit Patrick im Schlauchboot zum Platz hin\u00fcber, wo wir vorhin gelegen sind. Ich mache ein paar Beweisfotos, weil ich vor habe, den Vorfall der Hafenpolizei zu melden. Als der Fischer das sieht rastet er vollends aus, springt aus seinem Boot und attackiert mich mit Faustschl\u00e4gen, \u201eno photo, no photo\u201c schreiend, als ob es auch verboten w\u00e4re zu fotografieren. Patrick wirft sich sofort auf ihn und versucht ihn zu halten, um mich zu verteidigen. Daraufhin springen auch die zwei anderen vom Fischerboot und es entsteht eine veritable Rauferei. Patrick und ich versuchen zwar mit Gesten und Worten mitzuteilen, sie sollen sich doch beruhigen. Aber sie sind au\u00dfer Rand und Band und als dann der st\u00e4mmigste von ihnen Patrick festh\u00e4lt und die zwei anderen auf mich losgehen, fange ich an, mit voller Kraft, \u201ehelp, help\u201c zu schreien. Das bringt einerseits die verr\u00fcckten Fischer zur R\u00e4son und andererseits tats\u00e4chlich Hilfe. Herr Apostolos Zerkoulis mit Sohn, beide in meiner Gr\u00f6\u00dfe mit jeweils ca. 1,5-fachen Volumen, haben den Vorfall von ihrem Motor-Schlauchboot aus etwas weiter weg an der selben Mole gesehen. Sie stellen den Fischer zur Rede und sofort entsteht ein f\u00fcrchterliches Geschrei, von dem wir nichts verstehen. Herr Zerkoulis sagt mir sehr aufgeregt auf Greek-English, ich solle sofort die Polizei rufen. Daraufhin gehe ich die 200 m zur n\u00e4chsten Bar, um mich nach der Telefonnummer der Polizei zu erkundigen. Ich informiere Beate auf dem Boot per VHF dar\u00fcber und sie berichtet, dass Patrick bei den hilfreichen Griechen sei und sie bereits die Polizei gerufen h\u00e4tten. Also gehe ich wieder zur\u00fcck und erfahre, dass sie tats\u00e4chlich die Hafenpolizei angerufen haben und dass diese in wenigen Minuten eintreffen werde. In der Wartezeit bietet uns Frau Zerkoulis Wasser an und erz\u00e4hlt uns, dass an einem anderen Ort ein Fischer gedroht h\u00e4tte, die Leinen von ihrem Boot loszumachen w\u00e4hrend sie mit ihrem 10-j\u00e4hrigen Sohn allein auf dem Boot war und dass sie sich sehr gef\u00fcrchtet h\u00e4tte. Ich erz\u00e4hle, dass ich bisher ganz gut mit den Fischern ausgekommen w\u00e4re, aber sie meinen nur, 98% seien \u201eArschlochs\u201c (w\u00f6rtlich!).<br \/>\nDie Hafenpolizei aus Mykonos-Stadt trifft mit dem Auto ein, drei Mann stark. Herr Zerkoulis erkl\u00e4rt dem coolen, sonnenbebrillten Chef die Situation. Dieser spricht sehr gut Englisch und h\u00f6rt sich meine Version an. Dann gehen wir zum Fischer und er l\u00e4sst sich die Version des Fischers erkl\u00e4ren, von der ich nat\u00fcrlich nichts verstehe. Ich muss zeigen, wo mein Boot gelegen ist, gleich neben dem Bug des Fischerbootes. Dann telefoniert der Hafensheriff und erkl\u00e4rt mir anschlie\u00dfend, ich h\u00e4tte jetzt die M\u00f6glichkeit, den Fischer anzuzeigen, worauf er in Haft genommen w\u00fcrde. Anschlie\u00dfend w\u00fcrde der Fischer sicher Gegenanzeige erheben und wir beide k\u00e4men ins Gef\u00e4ngnis nach Syros, wo wir ins Kreuzverh\u00f6r genommen w\u00fcrden bis die die Wahrheit festst\u00fcnde. Das k\u00f6nnte Monate dauern. Ich wende ein, es w\u00e4re wohl nicht notwendig, deswegen den Fischer gleich zu verhaften, aber pl\u00f6tzlich schaltet sich Herr Zerkoulis ein und f\u00e4ngt ein lautstarkes Wortgefecht mit dem Fischer an. Offensichtlich sagen sie sich Dinge, die nicht gerade freundlich sind, denn der Fischer attackiert jetzt ihn. Ein Tumult und ein unglaubliches Geschrei entsteht, wobei der Fischer sogar einen Hafenpolizisten bedroht, der mit einem weiteren Auto angekommen ist. Das Chaos ist perfekt. Patrick und ich sehen dem ganzen Geschehen mit Verwunderung zu und stellen fest, dass wir jetzt zu Statisten degradiert worden sind. Als die Hafenpolizisten ihre Schlagkn\u00fcppel in die Hand nehmen, beruhigt sich die Situation wieder. Ich erkl\u00e4re, dass ich dem Fischer nicht schaden aber, dass ich will, dass er beim n\u00e4chsten Bootstourist die Leinen nicht durchschneiden m\u00f6ge. Er interpretiert das so, dass ich meine Leinen ersetzt haben will und sagt es dem Fischer. Dieser ist damit einverstanden und reicht mir die Hand zur Vers\u00f6hnung und murmelt irgendwas von \u201ework hard\u201c als Entschuldigung. Er will mir die Leinen ersetzen, ich solle ihm die durchgeschnittenen geben. Patrick rudert zur Blodughadda hinaus und holt sie. Ein Hafenpolizist sagt noch, wir sollen die Leinen tauschen w\u00e4hrend er noch da sei, sonst w\u00fcrde ich vielleicht leer ausgehen. Der Fischer hat kein ad\u00e4quates 25m, 16mm Tau aber bietet an, meines zu splei\u00dfen, wie ein anderer Hafenpolizist \u00fcbersetzt. Damit bin ich einverstanden und die Angelegenheit endet damit, dass der rabiate Fischer ruhig vor mir sitzt und 10 Minuten lang das Seil zwar unsch\u00f6n aber haltbar zusammenf\u00fcgt. So hoffe ich, dass er dem n\u00e4chsten Boot etwas mehr Zeit l\u00e4sst, bevor er zum Messer greift.<br \/>\nAnmerkungen dazu: Erstens: In Griechenland sind s\u00e4mtliche Ufer und Kaianlagen \u00f6ffentlich und f\u00fcr jedermann zug\u00e4nglich, au\u00dfer in besonders gekennzeichneten Bereichen (durch Schilder oder gelber Malfarbe). Die Fischer und viele Einheimische glauben, ein Gewohnheitsrecht auf einen bestimmten Platz zu haben und markieren diesen meistens mit einer Boje und verteidigen ihn mit allen Mitteln gegen Eindringlinge. Es ist so als ob wir auf der \u00f6ffentlichen Stra\u00dfe einen bestimmten Parkplatz f\u00fcr unser Auto beanspruchen w\u00fcrden. Zweitens: Es ist niemanden erlaubt, nicht Mal der Hafenpolizei, die Leinen eines festgemachten Bootes ohne Einwilligung des Schiffsf\u00fchrers los zu binden. Drittens: Das Durchschneiden eines fremden Festmachers ist mutwillige Sachbesch\u00e4digung und Gef\u00e4hrdung auch der anderen Boote und m\u00fcsste eigentlich von Amts wegen strafrechtlich verfolgt werden. Viertens: H\u00e4tten die Fischer voll zugelangt, w\u00e4ren wir wohl ohne Verletzungen nicht davongekommen.<\/p>\n<p>Dann kehren wir zum Boot zur\u00fcck, holen den Heckanker problemlos herauf und ankern in der Bucht nicht weit von der Bojenkette, die den Schwimmbereich markiert, auf 10m Tiefe auf hartem Sandgrund. Der Platz ist hier knapp wegen der vielen Boote. Wir n\u00fctzen die Zeit, um den Adrenalinpegel zu senken bis wir um 19:30h mit dem Schlauchboot zum Kai fahren. An der Bushaltestelle treffen wir die Familie Enter, die in der Nachbarbucht Urlaub macht, deren Tochter Larissa Patrick von der Schulclique her kennt. Der reine Badeort hat viele Lokale. Wir entscheiden uns f\u00fcr Nikolados direkt am Strand. Es wird ein vergn\u00fcglicher und anregender Abend zu sechst mit viel Diskussion. Es zeigt sich auch, dass das Lokal zwar teurer aber deswegen nicht besser als andere sind.<br \/>\nZur\u00fcck auf dem Boot wundern wir uns \u00fcber den Motorl\u00e4rm, der von der E-Seite der Bucht kommt und an Lautst\u00e4rke mit der Discomusik vom Strand in N locker mithalten kann. Wir vermuten, dass es sich um ein Notstromaggregat f\u00fcr die gro\u00dfe Appartementanlage \u201eSanta Marina\u201c handelt, weil heute schon mehrere kurze Stromausf\u00e4lle waren.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2007-08-09\">09.08.2007 Donnerstag<\/strong><br \/>\n10:43 Mykonos \/ O. Ornos <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b025'15''+025\u00b019'26''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n11:35 Mykonos \/ Hafen <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b026'55''+025\u00b019'39''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Hafenrunde    <\/em><br \/>\n12:07  <em>Weiterfahrt<\/em><br \/>\n13:16 T\u00ednos \/ Ag. Nikolaos <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b031'50''+025\u00b010'31''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n16:18 T\u00ednos \/ Ag. Nikolaos <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b031'50''+025\u00b010'31''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Weiterfahrt<\/em><br \/>\n16:52 T\u00ednos \/ Hafen <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b032'12.7''+025\u00b009'42.7''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Anlegen<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 03:07 Strecke: 16,3 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 5,2 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Die Nacht ist absolut windstill und bei leichtem S\u00fcdwind verlassen wir die Bucht um 10:40h. Wir haben mit den Enters ausgemacht, uns um 12h im Hafen Mykonos zu treffen, weil sie heute einen Leihwagen haben. In einer knappen Stunde umrunden wir das SW-Kap der Insel und steuern auf den Hafen zu. Wir wundern uns dar\u00fcber, dass das Meer hier voll mit Plastiks\u00e4cken und braunen Quallen ist, und dass der gro\u00dfe Hafen bis auf einige Motoryachten an der S-Mole leer ist. Bei der Hafeneinfahrt sehen wir, warum: Auf einem Schild steht \u201eSAILING MOORING PROHIBITED\u201c. Ich versuche die Hafenpolizei anzurufen, um zu fragen, ob wir f\u00fcr 2 Stunden doch anlegen d\u00fcrften. Ich erhalte aber nur die Meldung \u201eAll lines are busy, please try again later.\u201c Der VHF-Kanal der hiesigen Hafenpolizei ist unverst\u00e4ndlicherweise im sonst so ausf\u00fchrlichen griechischen Karten-\/Hafenatlas nicht angef\u00fchrt. Also fahren wir nicht in den Hafen hinein, sondern machen zuerst eine Runde in der Postkartenmotiv-Bucht mit den H\u00e4usern direkt am Wasser und den 4 Windm\u00fchlen knapp oberhalb, bevor wir uns die 2,6 km entfernte \u201eneue Marina\u201c ansehen. Hier sind die Bauarbeiten noch voll im Gang. Fast alle Boote liegen l\u00e4ngsseits, meistens sogar im Doppelpack. F\u00fcr uns ist kein Platz. Daher m\u00fcssen wir die Verabredung leider absagen und gleich Kurs auf T\u00ednos nehmen. Res\u00fcmee von Mykonos: Nie wieder diese Insel!<\/p>\n<p>Nach nur einer Stunde und acht Minuten ankern wir vor dem langen Sandstrand der flachen Bucht Nik\u00f3laos f\u00fcr einen Badestopp. Das ,Wetter ist daf\u00fcr denkbar g\u00fcnstig: Die Luft hat 29\u00b0, das Wasser 25\u00b0 und es weht ein ganz schwacher S\u00fcdwind. Normalerweise sollen hier die n\u00f6rdlichen Fallwinde von der Bergen von T\u00ednos wie verr\u00fcckt heruntersausen.<br \/>\nNach 3 Stunden fahren wir um die kleine Halbinsel zum Hafen von T\u00ednos. Vor der Einfahrt wird gerade ein vorgelagerter Wellenbrecher errichtet, um Schutz gegen S\u00fcdst\u00fcrme im Winter zu bieten. Der Mooring-Man pfeift uns und zeigt einen Anlegeplatz am ehemaligen F\u00e4hranleger E vom vollen Yachtkai an. Patrick darf das erste Mal das Anlegeman\u00f6ver fahren w\u00e4hrend ich den Buganker mache und dann dem Mooring-Man die Heckleinen zuwerfe. Er stellt sich als Dimitrios vor und sagt, die \u201eAnlegegeb\u00fchr\u201c betrage f\u00fcnf Euro aber wir d\u00fcrften ihm gerne mehr geben, weil er beim Anlegen geholfen hat. Wegen der guten Erfahrung in Patmos gebe ich ihm zehn, womit er hoch zufrieden ist. Er ist auch gleich hilfreich und ruft den Dieselwagen an, der alsbald eintrifft. Wasser f\u00fcr das Boot bek\u00e4me ich morgen, wenn ich einen entsprechen langen Schlauch h\u00e4tte.<br \/>\nBeate und ich machen uns auf, die Kirche mit der wundert\u00e4tigen Ikone zu besichtigen. Die ca. 1 km lange gepflasterte Gehgasse vom Hafen zur Kirche ist ges\u00e4umt von Gesch\u00e4ften, die unglaublichen Devotionalienkitsch verkaufen. Auch kleine Plastikflaschen f\u00fcr Weihwasser und \u00fcberdimensionale Kerzen in Abstufungen zwischen einem und zwei Meter L\u00e4nge sind \u00fcberall zu haben. Das ist weiter nicht verwunderlich, denn dieser Pilgerort hat einen \u00e4hnlichen Stellenwert wie Lourdes in Frankreich. Die Kirchenanlage ist gro\u00df aber die Kirche selbst ziemlich klein und voll von Menschen. Die wundert\u00e4tige Ikone befindet sich an einem Pult ein paar Meter nach dem Eingang hinter einer Glasscheibe, die von den Leuten ehrf\u00fcrchtig gek\u00fcsst wird. Die Ikone soll Jungfrau Maria darstellen aber sie ist \u00fcberhaupt nicht erkennbar. Vielmehr sieht sie aus wie eine abstrakte Installation aus schwarzem und silbernem Material und vielen Edelsteinen. Bemerkenswert sind auch die zahlreichen Opfergaben in Form von silbernen Weihrauchgef\u00e4\u00dfen, von denen die ganze Decke voll geh\u00e4ngt ist. An jedem baumelt ein Gegenstand: ein Boot, ein Bein, eine Brille, ein Schraubenschl\u00fcssel, etc.<br \/>\nBevor wir am Abend essen gehen, erg\u00e4nzen wir unsere Vorr\u00e4te im sehr gut sortierten Champion-Markt gleich an der Hafenstra\u00dfe. Zwischen 20 und 01h ist diese f\u00fcr den Verkehr gesperrt und bekommt die Funktion einer Flaniermeile. Als solche wird sie von den zahlreichen griechischen Urlaubern ausgiebig gen\u00fctzt. Und die Pier an dem wir liegen wird als Spielplatz f\u00fcr Kleinkinder ausgiebig gen\u00fctzt, was allerdings den niedrigen L\u00e4rmpegel des fehlenden Auto- und Mopedverkehrs wieder in die H\u00f6he treibt. Als wir um 23:30h schlafen gehen ist das Fu\u00dfballspiel der 10-J\u00e4hrigen noch voll im Gang, aber wir k\u00f6nnen trotzdem gut einschlafen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2007-08-10\">10.08.2007 Freitag<\/strong><br \/>\n11:00 T\u00ednos \/ Hafen <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b032'12.7''+025\u00b009'42.7''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n11:20 T\u00ednos \/ Ag. Nikolaos <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b031'50''+025\u00b010'31''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n12:33 T\u00ednos \/ Ag. Nikolaos <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b031'50''+025\u00b010'31''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Weiterfahrt<\/em><br \/>\n16:32  <em>Bei Einfahrt Paros-Antiparos<\/em><br \/>\n17:33 P\u00e1ros \/ O. Alik\u00ed <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b059'50''+025\u00b007'53''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 05:19 Strecke: 32,8 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 6,1 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Nach einer sehr ruhigen Nacht holt Beate Brot und Geb\u00e4ck vom B\u00e4cker und es gibt Fr\u00fchst\u00fcck. Dann gehe ich auf Wassersuche. Am Yachtkai gibt es drei Versorgungsstellen mit fertig angeschlossenem Schlauch. Die Blodughadda liegt allerdings fast 100m entfernt so dass ich einen Teil meines Schlauchvorrates aktiviere und 60m ausrolle. Das gen\u00fcgt. Dimitrios ist auch zur Stelle und ist sehr zufrieden damit, dass die Autos \u00fcber meinen aber nicht \u00fcber seinen Schlauch fahren. Es dauert entsetzlich lange, bis die 200 Liter nachgef\u00fcllt sind, weil das Wasser so langsam rinnt. Es ist aber klar, schmeckt gut und kostet so viel wie man zahlen will. Weil ich gestern 10 gezahlt habe, zahle ich heute nur 2,50, womit Dimitrios auch zufrieden ist und mir noch einen aus dem Internet ausgedruckten Zettel in die Hand dr\u00fcckt. Es ist die Wettervorhersage der kommenden 7 Tage f\u00fcr die SE-\u00c4g\u00e4is.<br \/>\nVoll getankt und frisch proviantiert verlassen wir Tinos Hafen um 11h, um 20 Minuten sp\u00e4ter wieder in O. Nik\u00f3laos zu ankern. Wir brauchen dringend ein erfrischendes Bad.<br \/>\nEine Stunde sp\u00e4ter fahren wir los Richtung P\u00e1ros und m\u00fcssen richtig aufpassen, um nicht in die Quere der extrem vielen F\u00e4hren, die T\u00ednos anlaufen, zu kommen. Res\u00fcmee von T\u00ednos: Sehr nett! Es tut uns direkt Leid, keine Zeit gehabt zu haben, die vielen sch\u00f6nen und urspr\u00fcnglichen D\u00f6rfer der Insel anzusehen, was uns der Segelbootnachbar eindringlich empfohlen hatte. T\u00ednos wir kommen wieder!<br \/>\nDie 28 sm lange \u00dcberfahrt nach P\u00e1ros ist angenehm. Die Motoren schnurren, der Wind schl\u00e4ft, kleine Wellen lassen das Boot sanft schaukeln, Patrick liegt auf seinem Lieblingsplatz im Trampolinnetz und h\u00f6rt Musik, Beate liest, ich schreibe Tagebuch. Zwischendurch gibt es einen griechischen Salat mit Oliven- und Schinken\/K\u00e4setascherln vom B\u00e4cker in T\u00ednos. Dann spielen Patrick und ich Karten bis wir nach vier Stunden in die Einfahrt zur Stra\u00dfe zwischen P\u00e1ros und Antiparos kommen. Wegen der vielen Klippen und seichten Stellen gilt es, hier aufmerksam zu navigieren. Patrick macht es bestens. Nach einer weiteren Stunde biegen wir in die Bucht Alik\u00ed an der SW-K\u00fcste von P\u00e1ros ein. Wir ankern vor dem Sandstrand der kleinen Ortschaft auf 3,5 m Tiefe im kristallklaren, 27\u00b0 warmen Wasser. Schwimmen ist angesagt und eine ruhige Nacht in Aussicht, weil keine Strandbars, Kinderspielpl\u00e4tze oder gar viel befahrene Stra\u00dfen zu erblicken sind. Naja, ein Fu\u00dfballplatz d\u00fcrfte sich hinter dem Strand befinden. Aber ob gerade heute ein Match stattfindet?<br \/>\nDie Schnorchlerei ergibt: Feinster, gut haltender Sand, Seesterne, die \u00fcber diesen gleiten, viele Einsiedlerkrebse, die hektisch auf diesem laufen und einander bek\u00e4mpfen, Rotbarben, die emsig in diesem w\u00fchlen und Zylinderrosen (Ceriantharia), die in diesem stecken. Wenn man ihre braunen Tentakeln ber\u00fchrt, ziehen sie sich blitzartig in ihre Wohnr\u00f6hre zur\u00fcck. Offensichtlich wird der Sandgrund hier selten von Ankern durchw\u00fchlt. Am ganzen Strand sind h\u00f6chstens 50 Urlauber. Mit den schattenspendenden Tamarisken auf der einen Seite und dem herrlichen weit hinaus seichten feinen Sandgrund auf der anderen, finde ich, ist dieser Strand einer der sch\u00f6nsten in ganz Griechenland. M\u00f6ge er noch lange so unbekannt und unber\u00fchrt bleiben!<br \/>\nW\u00e4hrend ich schnorchle schwimmt Beate zum Strand und geht den Ort inspizieren. Sie berichtet, dass auch dieser sehr nett ist und dass der Fu\u00dfballplatz eine Tennisanlage ist. Weil ich Gusto auf Thunfischspaghetti und nicht auf griechischen Speisen habe, essen wir an Bord und setzen das Dinghy erst gar nicht ins Wasser.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2007-08-11\">11.08.2007 Samstag<\/strong><br \/>\n12:36 P\u00e1ros \/ O. Alik\u00ed <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b059'50''+025\u00b007'53''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n15:10 S\u00edkinos <em>Bucht am NE-Kap angesehen<\/em><br \/>\n15:23 Sikinos \/ Bucht S von A. Malta (NE-Kap) <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b042'31''+025\u00b010'36''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 02:47 Strecke: 16,7 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 6 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Das sonderbare Wetter bringt w\u00e4hrend der Nacht leichte Wellen aus S, extreme Feuchtigkeit aber kein Wind. Das Boot dreht sich und schaukelt leicht, was weniger st\u00f6rt aber die Feuchtigkeit in Verbindung mit der Fu\u00dfbodenheizung macht die Luft stickig. Au\u00dferdem besuchen uns Gelsen obwohl wir mehr als 100m vom Strand ankern. Also doch keine wirklich angenehme Schlafnacht.<br \/>\nUm 12:30h fahren wir ab. Die \u00dcberfahrt ist etwas holpriger als die gestrige und ab etwa halbwegs nimmt der SW-Wind(!!!) auf \u00fcber 20 kn zu. Nach 2,5 Stunden erreichen wir Sikinos und entdecken eine Badebucht S des NE.Kaps. Weil kaum Wind und wenig Wellen vorhanden sind und auf 5m Sandgrund zu sein scheint, werfen wir Anker und gehen schwimmen. Der Anker liegt tats\u00e4chlich in feinen Sand aber zum Strand hin wird der Grund steinig und im N-Teil sind zwei gro\u00dfe Steine knapp unter der Wasseroberfl\u00e4che. Am Strand sind einige wenige Badeg\u00e4ste, die mit kleinen Booten vom Hafenort Alopronia hergebracht werden. Ich frage einen Bootsf\u00fchrer wie die Lage dort sei. Er best\u00e4tigt meine Vermutung, dass sie nicht gut ist, weil Wellen bei diesem Wind hereinkommen. Dieser Platz w\u00e4re der beste zum \u00dcbernachten. Bei diesem Wind gibt es auch auf den anderen Inseln keine gut gesch\u00fctzten Buchten. Also bleiben wir da.<br \/>\nHeute ist \u00fcbrigens der 365. Tag meines Computerlogbuches, das ich seit Ende Mai 2002 f\u00fchre. Somit bin ich seither ein ganzes Jahr auf der Blodughadda in Griechenland gewesen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2007-08-12\">12.08.2007 Sonntag<\/strong><br \/>\n11:22 Sikinos \/ Bucht S von A. Malta (NE-Kap) <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b042'31''+025\u00b010'36''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ablegen<\/em><br \/>\n17:13 Santorin \/ Bucht SW von A. Mesa Vouno (Perissa) <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b021'24''+025\u00b028'38''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 05:50 Strecke: 37,2 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 6,4 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Es l\u00e4sst sich einigerma\u00dfen schlafen obwohl es recht schaukelig ist und der Wind w\u00e4hrend der Nacht 2x die Richtung um 180\u00b0 \u00e4ndert. Um 11:20h fahren wir los. Zuerst entlang der SE-K\u00fcste von Sikinos, um einen Blick auf den Hafen zu werfen. Dieser ist tats\u00e4chlich sehr klein und besteht haupts\u00e4chlich aus einem Sandstrand mit Badebetrieb. Dann nehmen wir Kurs auf Santorin. Nach ca. 2,5 Stunden k\u00f6nnen wir in die Kaldera hineinsegeln. Wir sehen uns die 300 m hohen, senkrechten roten Felsw\u00e4nde an, an deren Kamm sich die St\u00e4dte Fira und Ia wie Schnee auf einem Berg schmiegen. Danach sehen die Lavagesteinsinsel Kammeni aus der N\u00e4he an und fahren wieder aus der Kaldera heraus. Es dauert ganze 1,5 Stunden die Kaldera zu durchqueren bevor wir um die W-Spitze fahren k\u00f6nnen. An der S-K\u00fcste sehen wir uns den Fischer- und Yachtboothafen an. Er wirkt ziemlich verkommen, obgleich er besten Schutz bietet. Wir wundern uns \u00fcber drei gro\u00dfe Boote an der Innenseite des Wellenbrechers. Sie d\u00fcrften dort so lange unbeaufsichtigt gelegen sein, dass die Versandung sie fast komplett aus dem Wasser gehoben hat. Nach einer weiteren halben Stunde werfen wir um 17:13h den Anker vor dem Badeort Perissa beim m\u00e4chtigen Felsen Mesa Vouno.<br \/>\nDie D\u00fcnung ist zu hoch, um am Anleger mit seichtem Wasser unterhalb des Felsens anzulegen. So m\u00fcssen wir mit dem Schlauchboot zwischen die vielen Badenden hindurchschl\u00e4ngeln und am Sandstrand anlanden, was bei der Brandung kein einfaches (=trockenes) Man\u00f6ver ist. Wir gehen zum Autoverleih Romani und bestellen einen Nissan Micra um \u20ac 50,- f\u00fcr morgen. Dann gehen wir essen in die Taverna Porto Castello direkt am Strand und an der Hauptstra\u00dfe (die allerdings nach 200 m endet und daher hier nicht so viel Verkehr hat). Wir bestellen die \u00fcblichen Vorspeisen, Griechischen Salat und gebackenen K\u00e4se (F\u00e9ta Tyr\u00ed). Dieser ist besonders gro\u00df und ungew\u00f6hnlich trocken aber sehr schmackhaft. Als dann die bestellte Grillplatte f\u00fcr zwei Personen mit angez\u00fcndeten Spr\u00fchkerzen serviert wird, glauben wir unseren Augen nicht. Sie w\u00fcrde sicher f\u00fcr f\u00fcnf Personen ausreichen. Obwohl wir essen was wir k\u00f6nnen, bleibt mehr als die H\u00e4lfte \u00fcbrig.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2007-08-13\">13.08.2007 Montag<\/strong><br \/>\nSantorin \/ Bucht SW von A. Mesa Vouno (Perissa)<br \/>\nIn der Nacht schaukelt das Boot in alle Richtungen und morgens habe ich ein flaues Gef\u00fchl im Magen. K\u00f6nnte aber auch von der gestrigen Grillplatte sein. Patrick packt seine Sachen zusammen und in zwei Fahrten bringen wir alles und alle an Land. Das Ausladen verl\u00e4uft zwar etwas umst\u00e4ndlich aber trocken an einer Treppe des Anlegers. Anschlie\u00dfend bringe ich das Dinghy zum Sandstrand, wo wir es bis sehr weit vom Wasser heraufziehen.<br \/>\nMit dem Auto wollen wir zuerst die Minoische Stadt in Akrotiri aus der Zeit vor dem Vulkanausbruch besichtigen. Diese ist aber aus \u201etechnischen Gr\u00fcnden\u201c f\u00fcr die Saison gesperrt. Daf\u00fcr k\u00f6nnen wir die Bauern bei der Weinernte beobachten. Sie m\u00fcssen sich tief b\u00fccken, um die Trauben an den ganz niedrigen Weinst\u00f6cken abzuschneiden. Dann kommen die Trauben in eine Plastikkiste, die auf einen Esel beladen wird. Der Esel wird voll beladen mit zwei Kisten zu einem kleinen Lastauto gef\u00fchrt, der am Feldrand steht, wo die Kisten umgeladen und gestapelt werden.<br \/>\nWir beschlie\u00dfen, als n\u00e4chstes den Ort Oia ganz im Norden zu besichtigen. Halbwegs im Hauptort Fira stehen wir im Stau! Nach 30 Minuten und einer Strecke, die zu Fu\u00df h\u00f6chstens 10 gedauert h\u00e4tten, habe ich genug und will einen anderen Weg suchen. Wir biegen ab hinunter Richtung Ost, weil es auf der m\u00e4\u00dfig guten Karte aussieht, als ob es Schleichwege g\u00e4be. Die gibt es auch, aber keinerlei Wegweiser. Wir verfahren uns hoffnungslos und sehen Orte, die kein Tourist jemals gesehen hat bevor wir endlich einem Wegweiser nach Oia folgen k\u00f6nnen. Der Weg f\u00fchrt \u00fcber D\u00f6rfer entlang des Abhangs und sp\u00e4ter entlang der K\u00fcste bis wir Oia problemlos erreichen. Ein Parkplatz hat auf uns gewartet und wir gehen wenige Schritte zur Hauptpromenade. Der Ort ist wirklich sehr sch\u00f6n und eindrucksvoll. Die H\u00e4user sind praktisch \u00fcber einander gebaut, weil es so steil hinunter geht. Nach einer Runde setzen wir uns auf eine Erfrischung ins Caf\u00e9-Restaurant Seagull mit fantastischer Aussicht und miesem Schinken-K\u00e4se Toast.<br \/>\nDie Stra\u00dfe zur\u00fcck f\u00fchrt durch die schroffe Vulkanlandschaft ganz in der H\u00f6he. Wir finden in Fira auch sofort einen Parkplatz (was gar nicht selbstverst\u00e4ndlich ist) und gehen auf dem spektakul\u00e4rsten Fu\u00dfweg Griechenlands entlang des Abgrundes in 15 Minuten ins Zentrum. Wir drehen eine Runde durch die schmalen, juwelierges\u00e4umten G\u00e4sschen und erfrischen uns mit sauteuren Getr\u00e4nken in einem der zahlreichen Lokale mit \u201ebest view over the caldera\u201c. Im Reisef\u00fchrer lesen wir, dass Pirgos ein Besuch wert sei. Also fahren wir hin und klettern durch die schmalen Gassen des Ortes mit dem \u201eam besten erhaltenen mittelalterlichen Charakter\u201c auf die Spitze des Bergkegels, wo sich das alte Castro mit verlassenen Behausungen in erb\u00e4rmlichem Zustand befindet.<br \/>\nZur\u00fcck an der Hauptstra\u00dfe biegen wir in die Weinkooperative \u201eSanto Wines\u201c ein. Auch diese bietet eine tolle Aussicht, viele Sitzpl\u00e4tze, wovon wenige im Schatten und eine Weinverkostung von 6 Weinen mit K\u00e4se und Oliven. Der wei\u00dfe Assyrtico und der ros\u00e9 Ageri schmecken uns am besten. Also kaufen wir je eine Flasche im sehr sch\u00f6nen Shop.<br \/>\nDen Sonnenuntergang betrachten wir im lokal Caldera View mit \u201ebest sunset view\u201c, essen was und fotografieren. Dann wird es Zeit, Patrick zum Flughafen zu bringen. Wir warten bis er eingecheckt hat bevor wir uns verabschieden. Auf dem Heimweg kaufen wir im Champion-Markt ein, der bis 22h offen hat. Weil wir das Auto nicht mehr brauchen, bringen wir es noch am Abend zum Verleiher zur\u00fcck. Die Eink\u00e4ufe und uns bringen wir trocken aufs Boot, weil die D\u00fcnung inzwischen ganz sanft ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aktualisierung 20.08.2018 11:18:18 Anzahl Tage: 13 01.08.2007 Patmos \/ Hafen Sk\u00e1la &#8211; Patmos \/ O. Melo\u00ef 02.08.2007 Patmos \/ O. Melo\u00ef &#8211; Patmos \/ O. Grik\u00f3s 03.08.2007 Patmos \/ O.Gr\u00edkos bei A. Nisyr\u00edou 04.08.2007 Patmos \/ O.Gr\u00edkos bei A. Nisyr\u00edou &#8211; Amorg\u00f3s \/ N. Nikouria \/ O. Kalot\u00edri 05.08.2007 Amorg\u00f3s \/ N. Nikouria \/ O. 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