{"id":1233,"date":"2018-08-20T10:31:03","date_gmt":"2018-08-20T08:31:03","guid":{"rendered":"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/?page_id=1233"},"modified":"2018-08-20T10:31:03","modified_gmt":"2018-08-20T08:31:03","slug":"2006-08-17-bt-nach-chalki","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/toernberichte\/2006-2\/2006-08-17-bt-nach-chalki\/","title":{"rendered":"2006-08-17 B&#038;T nach Chalki"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/toernberichte\/2006-2\/2006-08-17-bt-nach-chalki\/print\/\" title=\"Beitrag drucken\" rel=\"nofollow\"><img decoding=\"async\" class=\"WP-PrintIcon\" src=\"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/wp-content\/plugins\/wp-print\/images\/printer_famfamfam.gif\" alt=\"Beitrag drucken\" title=\"Beitrag drucken\" style=\"border: 0px;\" \/><\/a>  Aktualisierung 20.08.2018 11:29:12 Anzahl Tage: 12<br \/>\n<a href=\"#2006-08-17\">17.08.2006 Kos \/ Marina &#8211; T\u00edlos \/ O. Pl\u00e1ka<\/a><br \/>\n<a href=\"#2006-08-18\">18.08.2006 T\u00edlos \/ O. Pl\u00e1ka &#8211; T\u00edlos \/ O. Thol\u00f3s<\/a><br \/>\n<a href=\"#2006-08-19\">19.08.2006 T\u00edlos \/ O. Thol\u00f3s &#8211; Chalki<\/a><br \/>\n<a href=\"#2006-08-20\">20.08.2006 Chalki \/ Hafen<\/a><br \/>\n<a href=\"#2006-08-21\">21.08.2006 Chalki &#8211; Alimi\u00e1 \/ O. Tig\u00e1ni<\/a><br \/>\n<a href=\"#2006-08-22\">22.08.2006 Alimi\u00e1 \/ O. Tig\u00e1ni &#8211; Seskl\u00ed (Symi) \/ O. Skomis\u00e1<\/a><br \/>\n<a href=\"#2006-08-23\">23.08.2006 Seskl\u00ed (Symi) \/ O. Skomis\u00e1 &#8211; T\u00edlos \/ O. Liv\u00e1dia<\/a><br \/>\n<a href=\"#2006-08-24\">24.08.2006 T\u00edlos \/ O. Liv\u00e1dia &#8211; T\u00edlos \/ Loumpo\u00fadi &#8211; T\u00edlos \/ O. Sk\u00e1fi<\/a><br \/>\n<a href=\"#2006-08-25\">25.08.2006 T\u00edlos \/ O. Sk\u00e1fi &#8211; Nisyros \/ P\u00e1li<\/a><br \/>\n<a href=\"#2006-08-26\">26.08.2006 Nisyros \/ P\u00e1li &#8211; Gyali \/ Nsis \u00c0g. Ant\u00f3nios<\/a><br \/>\n<a href=\"#2006-08-27\">27.08.2006 Gyali \/ Nsis \u00c0g. Ant\u00f3nios &#8211; Kos \/ Th\u00e9rma &#8211; Kos \/ Marina<\/a><br \/>\n<a href=\"#2006-08-28\">28.08.2006 Kos Nord \/ Marina<\/a><\/p>\n<p>Crew:<br \/>\nT\u00f6tterstr\u00f6m Tom<br \/>\nT\u00f6tterstr\u00f6m Beate<\/p>\n<p>Gesamt T\u00f6rn:<br \/>\nZeit unterwegs: 38:48 Strecke: 146,2 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 3,8 Knoten<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2006-08-17\">17.08.2006 Donnerstag<\/strong><br \/>\n15:09 Kos \/ Marina <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b053'35''+27\u00b018'01''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n17:57  <em>segel setzen<\/em><br \/>\n19:05  <em>Segel bergen<\/em><br \/>\n19:24 T\u00edlos \/ O. Pl\u00e1ka <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b028'04''+027\u00b018'18''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 04:15 Strecke: 27,4 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 6,4 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Beate radelt zum neuen B\u00e4ckereishop am Ende des Badestrandes Richtung Stadt. Danach bringt sie das Leihrad (3,-\/Tag) zur\u00fcck und kommt ganz begeistert mit einem gro\u00dfen Sack voller K\u00f6stlichkeiten, darunter dunkles Brot und Schokocroissants.<br \/>\nWir waschen und putzen das Boot und um 11:40 kommt Dimitris. Er werkt mit dem abgebrochenen Bolzen eine Stunde lang ohne ihn heraus zu bekommen. Statt dessen bringt er eine Gewindeh\u00fclse an so dass die Wasserpumpe mit einem k\u00fcrzeren Bolzen fixiert werden kann. Am stb-Motor findet er Kalkablagerungen im W\u00e4rmetauscher, die Ursache f\u00fcr die ungen\u00fcgende K\u00fchlwassermenge bei h\u00f6heren Drehzahlen waren.<br \/>\nUm 15h fahren wir los. Der Melt\u00e9mi ist nach 18 Tagen wieder da, allerdings nicht sehr heftig mit um die 20kn. Wir fahren mit dem Wind s\u00fcdw\u00e4rts mit ausgerollter Genua und beide Motoren auf 2800 RPM, um zu sehen, ob sie auch gut funktionieren &#8211; sie tun es. Beim E-Kap von Kos, Ag. Fok\u00e1s, beginnen die Fallwinde und kurz danach erreichen sie Spitzen von 40kn! Etwa 4 sm weiter s\u00fcdlich ist der Spuk vorbei und wir kommen in das bekannte Flautenloch NW von der t\u00fcrkischen Halbinsel Datca.<\/p>\n<p>Ein paar Meilen weiter, SW von Datca, kommt der Wind direkt aus W mit 20-25kn. Um 18h setzen wir die Segel im ersten Reff. Nach 30 Minuten ist der Wind wieder auf 8kn zur\u00fcck gegangen, kommt aber nach 15 Minuten wieder in Schwung. Um 19:15h erreichen wir die Einfahrt in die NW-Bucht von T\u00edlos. Das Tageslicht reicht gerade noch aus, um den Anker zu beschnorcheln. Andere Boote ankern hier nicht, obwohl Platz f\u00fcr 50 w\u00e4re, der Ankergrund gut ist und keine Fallb\u00f6en vorhanden sind. Es kommt lediglich etwas umlaufende D\u00fcnung herein.<br \/>\nWir essen Brote und gehen schon um 21:30h schlafen. Die Campierer am Strand musizieren dezent beim Lagerfeuer und spielen uns in den Schlaf.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2006-08-18\">18.08.2006 Freitag<\/strong><br \/>\n12:00 T\u00edlos \/ O. Pl\u00e1ka <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b028'04''+027\u00b018'18''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n13:52 T\u00edlos \/ O. Thol\u00f3s <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b023'07''+027\u00b023'20''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern mit Landleine<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 01:52 Strecke: 11,7 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 6,2 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Um 4h muss ich mal und stelle fest, dass es absolut windstill und extrem feucht ist. Auch um 8:30h ist es noch ganz ruhig und sehr diesig aber gegen 10 f\u00e4ngt der Wind zu wehen an. Um 12h fahren wir los. Obwohl wir die W-K\u00fcste von T\u00edlos in mehr als 1sm Entfernung umrunden, ist stockender Wind und Kabbelsee von den reflektierenden Wellen vorhanden. Wer hier segeln m\u00f6chte, sollte mindestens 2sm Abstand halten.<br \/>\nUm 13:45h erreichen wir die Bucht \u00f2rmos Thol\u00f3s an der S-K\u00fcste von T\u00edlos, die ich schon vor 3 Jahren mit Patrick und Georg erkundet habe. 10 Minuten sp\u00e4ter ankern wir auf besten Sandgrund in 5 m Tiefe. Am Sandstrand sind einige Leute und an der W-Seite des Strandes ankert die Riesenmotoryacht \u201eAMZ\u201c. Wir ankern daher auf der E-Seite und bringen sogleich die Landleine zu einem der vielen sehr gro\u00dfen Steine im Uferbereich hinaus &#8211; Umfang 10m! Die Bucht ist herrlich windgesch\u00fctzt aber es gibt hin und wieder schwache B\u00f6en aus verschiedenen Richtungen. Es kommt auch ein leichter Schwell herein. Die Landleine richtet aber den Bug genau dagegen, wodurch er nicht weiter st\u00f6rt.<br \/>\nBis auf den Sandstrand bestehen die Ufer aus steil abfallenden Fels- und Ger\u00f6llw\u00e4nden in verschiedenen Farben. Auch hinter dem Sandstrand steigt das Gel\u00e4nde steil hinauf und ganz oben, vielleicht in 300m H\u00f6he, verl\u00e4uft eine Stra\u00dfe auf der keine Fahrzeuge zu beobachten sind. Das Meer hat \u00fcber 26\u00b0 und der flach abfallende Grund mit seinem feinen Sand steht in unglaublichen Kontrast zu den steilen felsigen Ufern. Ich schnorchle entlang der Trennlinie zwischen Felsen und Sand, sehe nur wenige Fische und stelle fest, dass es so aussieht, als ob jemand gro\u00dfe Steine ins Meer gesch\u00fcttet h\u00e4tte.<br \/>\nUm 17h verabschiedet sich die Yacht und auch die Leute am Strand verschwinden allm\u00e4hlich bis wir ganz allein in der Bucht sind. Beate macht uns eine selbst kreierte griechische Erd\u00e4pfelpfanne (Kartoffeln, Zucchini, Zwiebel, Schafk\u00e4se und Kr\u00e4uter) und danach diskutieren wir noch lange \u00fcber Neid und Bewunderung.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2006-08-19\">19.08.2006 Samstag<\/strong><br \/>\n13:40 T\u00edlos \/ O. Thol\u00f3s <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b023'07''+027\u00b023'20''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n16:10 Chalki \/ Hafen <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b013'22.6''+027\u00b036'47.8''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>L\u00e4ngsseits anlegen<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 02:30 Strecke: 16,6 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 6,6 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Wir schlafen 11 Stunden lang. Obwohl sich der Wind in der Nacht wieder vollkommen legt, bleiben die kleinen Wellen, die das Boot sanft schaukeln lassen. Die Wettervorhersage um 13h warnt vor Sturm in der Zentral\u00e4g\u00e4is aber bei uns regt sich kein L\u00fcfterl. Es hat 33\u00b0 \/ 50%, also schwei\u00dftreibend. Das 28\u00b0 warme Wasser bringt auch kaum K\u00fchlung. Als wir um 13:40h den Anker lichten kommt der erste Windhauch aus W. Au\u00dferhalb der Bucht haben wir R\u00fcckenwind mit 4-6kn, also weit weniger als die f\u00fcr die Rodos Sea vorhergesagten 5 bft (16-21kn).<br \/>\nNach ereignisloser \u00dcberfahrt erreichen wir Ch\u00e1lki um 16:10h und bekommen einen sehr guten Platz au\u00dfen am Schwimmsteg. Wir legen uns l\u00e4ngsseits an der E-Seite mit dem Heck zum Ort (damit Beate die sch\u00f6nen Zeichenmotive vom Cockpit aus sehen kann). Auf der anderen Seite liegt IGOR, eine Motor-Katamaran-Yacht Type Maryland von Fountaine Pajot. Der Eigner hilft uns mit den Festmacherleinen und ich fange sofort an, ihn \u00fcber sein Boot zu befragen. Er legt au\u00dferdem ein Stromkabel von der Versorgungss\u00e4ule an Land und ladet mich ein, mich am Verl\u00e4ngerungsverteiler anzuschlie\u00dfen. Das mache ich nat\u00fcrlich sofort, womit ein kalter K\u00fchlschrank gesichert ist. Es ist mit 1-3kn wieder fast windstill und das kristallklare Wasser hat auch hier 28\u00b0! Der Ort scheint zu schlafen, denn das leise Pl\u00e4tschern des Wassers ist das lauteste Ger\u00e4usch. Es ist mir absolut unverst\u00e4ndlich, dass dieser sehr h\u00fcbsche Ort nicht beliebter unter Bootsfahrern ist, aber es kann mir ja nur recht sein.<br \/>\nUm 17:30h kommt der Hafenpolizist, begr\u00fc\u00dft uns freundlich und weist uns an, nicht l\u00e4ngsseits zu liegen, weil dann die anderen Boote keinen Platz h\u00e4tten. In der Tat kommen drei riesige Segelyachten und eine Motoryacht gerade herein. Sie legen sich aber allesamt mit Anker in die E-Seite der Hafenbucht. Trotzdem m\u00fcssen wir uns den Anweisungen des Hafensheriffs f\u00fcgen und legen uns mit Buganker und Heckleinen an den Platz, wo wir vorher l\u00e4ngsseits gelegen sind.<br \/>\nUm 19h kommt die n\u00e4chste 4-saling Supersegelyacht \u201eOut Of The Blue\u201c mit blauem Rumpf und italienischer Flagge, die bis ins Wasser reicht und schickt sich an, an den Kopf des Schwimmstegs anzulegen. Das sicher 10m lange Begleit- (nicht Bei-) Boot der Marke Wally macht sich nicht schlecht als kleines Anh\u00e4ngsel daneben. Und danach trudeln noch 3 Motor- und 2 Segelyachten ein. Also doch kein unbeliebter Platz!<br \/>\nAm Abend stellen wir fest, dass sich im Ort einiges ver\u00e4ndert hat. ZB gibt es das H\u00e4uschen der Fishermen\u2019s Association nicht mehr aber die Taverna Bambi, die gleich dahinter war, schon. Die Goldbrassenportion ist leider aus und so esse ich den miesesten Souvlaki dieses Sommers mit den letschertsten Pommes. Beates H\u00fchnerfilet ist auch nicht besser und der warme Wei\u00dfwein kann die Situation auch nicht retten. Aber an Bord haben wir ja eiskalten Rets\u00edna.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2006-08-20\">20.08.2006 Sonntag<\/strong><br \/>\nChalki \/ Hafen<br \/>\nMan glaubt es ja nicht: Um 5h kommt Ostwind auf! Zwar nicht mehr als bis knapp \u00fcber 10kn in den B\u00f6en aber das reicht schon um unseren Anker auszureissen. Beim Schnorcheln habe ich gestern gesehen, dass er, obwohl eingegraben, schlecht auf einem Abhang liegt. Aber weil andere Windrichtungen als Nord bis West, vielleicht noch S\u00fcdwest im Sommer hier nicht vorkommen, machte ich mir keine Sorgen, weil da die 4 Festmacherleinen wohl ausreichen w\u00fcrden. Ich habe keine Lust, jetzt ein Ankerman\u00f6ver zu machen und montiere nur die Ballonfender am Heck und eine St\u00fctzleine zum Bug auf der Windseite. In den B\u00f6en dr\u00fcckt das Boot jetzt mit den Fendern gegen den Schwimmsteg. Wenn der Wind nicht st\u00e4rker wird, kann es so bleiben.<br \/>\nAls das Segelboot an unserer BB-Seite, also Landseite um 8h ablegt, lege ich die Blodughadda wieder l\u00e4ngsseits hin. Dabei lasse ich den Anker wo er ist und gebe entsprechend Kette nach.<br \/>\nDer Ort ist \u00fcbrigens gar nicht so ruhig. Zwischen halb sechs und sechs schreien die H\u00e4hne wie verr\u00fcckt. Ab halb acht bimmeln die Kirchenglocken alle 30 Minuten wie verr\u00fcckt. Und ab acht wird die ortodoxe Sonntagsmesse \u00fcber die Lautsprecher der 100m entfernten Kirche gesungen, dass man verr\u00fcckt werden k\u00f6nnte. Um 10:30h h\u00f6rt die Messe dann endlich auf.<br \/>\nDer Tag entwickelt sich zum w\u00e4rmsten bisher mit 36\u00b0. Wir sind nur faul den ganzen Tag. Au\u00dfer zu einem Einkauf beim B\u00e4cker (die mit Schinken und K\u00e4se gef\u00fcllten kleinen Baquettes _ \u201eSandwich\u201c genannt \u2013 kosten immer noch nur einen Euro) und einer gegenseitigen Bootsbesichtigung beim Maryland-Katamaran vergeht der Tag mit lesen, schwimmen (= im Wasser m\u00f6glichst wenige Bewegungen machen) und schlafen.<br \/>\nAls die 30m Superyacht am Ende des Schwimmsteges los macht, macht der Steg einen Sprung von gut einem Meter Richtung Luw (jetzt Westwind!) &#8211; h\u00e4tte den Anker auch ausgerissen. Vielleicht war der Zug des Schwimmstegs heute Fr\u00fch auch der Grund daf\u00fcr, dass der Anker nicht gehalten hat.<br \/>\nEs ist unglaublich: Alle vier Superyachten haben die Bucht verlassen und dann kommt wieder eine daher, die in der Bucht ankert. Diesmal nicht blau sondern beige aber auch an die 30m lang.<br \/>\nVor uns legt eine Yawl l\u00e4ngsseits an und ich h\u00f6re das Skipperehepaar schwedisch reden. Nicht viel sp\u00e4ter sitzen sie bei uns im Cockpit und ich verrate ihnen die sch\u00f6nsten Pl\u00e4tze des Dodekanes.<br \/>\nAbends gehen wir in die Taverna Omonoia essen und haben bei gleichem Preis ein vielfach besseres Essen als gestern.<br \/>\nAls wir um 1\/2 12 zum Boot zur\u00fcck kommen ist der Wind wieder vollkommen verschwunden und das Deck total nass. Trotzdem herrscht ein Wellengang vergleichbar mit dem in der Bucht Thol\u00f3s auf T\u00edlos. Das deutet darauf hin, dass nicht weit weg mehr Wind vorhanden ist.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2006-08-21\">21.08.2006 Montag<\/strong><br \/>\n13:10 Chalki \/ Hafen <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b013'22.6''+027\u00b036'47.8''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n14:14 Alimi\u00e1 \/ O. Tig\u00e1ni <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b015'24''+027\u00b042'05''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n Zeit unterwegs: 01:04 Strecke: 5,1 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 4,8 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Den Schl\u00fcssel f\u00fcr den Wasserhahn an der Versorgungss\u00e4ule hat der Besitzer des Caf\u00e9s gleich dahinter. Wir f\u00fcllen ca. 140 Liter auf aber das war so wenig, dass er gar kein Geld daf\u00fcr haben will. Noch ein Pluspunkt f\u00fcr Ch\u00e1lki. Ein weiterer kommt hinzu als ich die Hafenpolizei aufsuche, wo ich sehr freundlich, direkt freundschaftlich behandelt werde. Und au\u00dferdem best\u00e4tigt der Hafenpolizist unaufgefordert meine Vorurteile \u00fcber die italienischen Freizeitkapit\u00e4ne. Diese w\u00fcrden der Hafenpolizei immer wieder Probleme bereiten, weil sie zu wenig R\u00fccksicht auf andere nehmen. Na, was habe ich gesagt! Inzwischen hat Beate noch eingekauft und ein weiteres Bild gemalt. Sogar Eisw\u00fcrfeln waren zu kaufen und wir k\u00f6nnen unsere extra daf\u00fcr angeschaffte Plastikbox f\u00fcllen. So ein Ding im K\u00fchlschrank hilft enorm, die Temperatur niedrig zu halten und au\u00dferdem schmeckt der Sundowner viel besser mit Eisw\u00fcrfeln. Apropos Temperatur: Gerade als wir kurz nach 13h ablegen, k\u00f6nnen wir einen neuen Rekord mit 38,5\u00b0 verbuchen. Als wir eine Stunde sp\u00e4ter bei der Insel Alimi\u00e1 E von Ch\u00e1lki ankern sind es \u201enur\u201c mehr 32\u00b0.<br \/>\nHier gibt es an der S-Seite der Bucht einen kleinen aber recht hohen Betonanleger mit 2 m Wasser am Kopf. Wir legen den Anker sorgf\u00e4ltig recht weit davon auf 10m Tiefe. Im U-Wasservideo sehe ich diverse undefinierbare Gegenst\u00e4nde am Grund liegen, die ich nicht unbedingt mit dem Anker fangen m\u00f6chte. Als wir zum Anleger reversieren stellt sich heraus, dass der Anker um einen Meter zu weit drau\u00dfen liegt. Aber egal, Beate schwimmt an Land und nimmt die Heckleinen entgegen.<br \/>\nBeim Schnorcheln sehe ich dann, dass der Meeresgrund hier wirklich h\u00e4sslich ist. Nicht nur der undefinierbare verrostete Metallm\u00fcll, der verstreut herumliegt, sondern auch der bewuchslose steinige Uferbereich mit den Massen von Seeigeln und immer wieder grauen Flecken, die wie wahllos vergossener Beton aussehen, strahlt irgendwie Unheimlichkeit aus. An Land hingegen erfreut der Wald (naja, viele kleine Kiefern halt) das Auge.<br \/>\nAm Abend darf ich die von Beate direkt vom Fischerboot in Ch\u00e1lki eingekauften Fische putzen. Es dauert lange und erfordert viele Werkzeuge, sehr viele Fl\u00fcche und einen Gin Tonic. Denn die riesigen Schuppen auf den daf\u00fcr viel zu kleinen Fischen lassen sich mit Bordmitteln kaum entfernen. Statt 6 kleine Fische w\u00e4ren ein oder zwei gro\u00dfe oder gar keine besser gewesen. Sie schmecken aber gut und haben weniger Gr\u00e4ten als erwartet. Im Fischbuch kann ich die Art nicht finden, aber wahrscheinlich haben wir irgendeinen Lippfisch verspeist.<br \/>\nNoch was \u00fcber diverse Windph\u00e4nomene: 1. Obwohl seit zwei Tagen Sturmwarnung f\u00fcr Zentral\u00e4g\u00e4is gegeben wird und bei uns Windst\u00e4rke 5 sein soll, merken wir nichts davon. In den letzten 4 Tagen kam keine einzige Windb\u00f6 mit \u00fcber 20kn daher. 2. Im Hafen Ch\u00e1lki kommt der Wind entweder aus E (morgens) oder aus W (nachmittags) oder gar nicht. Ich vermute, dass der N- bzw. NW-Wind entweder im oder gegen den Uhrzeigersinn um die Insel abgelenkt wird, wenn er nicht so stark ist, dass er sich \u00fcber die immerhin fast 600m hohe Insel direkt hin\u00fcber schieben kann. 3. Auf der Fahrt hierher hatten wir N-Wind mit ca. 10kn. Als wir in die Bucht kamen war fast Windstille. Als wir anlegten kam S\u00fcdwind auf, der sp\u00e4ter auf E drehte. Daf\u00fcr habe ich nun wirklich keine Erkl\u00e4rung. Er ist eben \u201emetabl\u00edti\u201c.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2006-08-22\">22.08.2006 Dienstag<\/strong><br \/>\n14:10 Alimi\u00e1 \/ O. Tig\u00e1ni <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n17:06 Seskl\u00ed (Symi) \/ O. Skomis\u00e1 <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b031'16''+027\u00b052'10''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n Zeit unterwegs: 02:56 Strecke: 19,8 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 6,8 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Um die Mittagszeit schwimme ich zum Ufer und begebe mich auf Inselbesichtigung. Zuerst steige ich zum Bergr\u00fccken hinauf und erhalte eine sch\u00f6ne Aussicht auf Ch\u00e1lki als Belohnung. Es ist auch hier irgendwie unheimlich, denn es ist absolut kein Lebewesen zu sehen oder zu h\u00f6ren. Das einzige was zu h\u00f6ren ist, sind meine eigenen Schritte, die in den nassen Teva-Sandalen quatschend- knarrende Ger\u00e4usche von sich geben. Und der ganze Hang ist ein riesiger Labyrinth aus mehr oder weniger unwegsamen Schotter- oder Felspassagen zwischen mannshohen knorrigen Wacholderb\u00fcschen und wenigen Latschenkiefern. So suche ich mir den Weg zu den 3 Hausruinen \u00f6stlich des Anlegers. Ich stelle fest, dass sie unglaublich gut gebaute Milit\u00e4rbehausungen gewesen sind. Vor jedem Haus befindet sich eine unterirdische Zisterne, wo das Regenwasser aufgefangen wurde und in den H\u00e4usern hat es Wasser- und Elektroinstallationen gegeben. Inzwischen ist alles herausgerissen worden, was nur irgendwie verwertbar gewesen ist, inklusive T\u00fcr- und Fensterst\u00f6cke sowie der Wasser- und Stromleitungen. In einem der H\u00e4user sind Wandmalereien mit Soldatenmotiven vorhanden, die sehr sorgf\u00e4ltig ausgef\u00fchrt worden sind. Und bei jedem Bild gibt es einen Spruch auf deutsch. \u201eBei all diesen Dingen, denk an G\u00f6tz von Berlichingen\u201c habe ich mir gemerkt. Unter einem der Bilder steht \u201eVictory 1945\u201c und im Wandverputz sehe ich Einschussl\u00f6cher. Da wird mir pl\u00f6tzlich klar, warum dieser Ort so unheimlich wirkt und warum es am Meeresgrund so viel Seltsames gibt: Hier hat es im 2. Weltkrieg einen deutschen Milit\u00e4rst\u00fctzpunkt und einen Kampf gegeben.<\/p>\n<p>Um 14:10h fahren wir ab. Es ist sehr diesig bei S\u00fcdwestwind(!) mit 7-10kn. Eine Stunde sp\u00e4ter hat er etwas auf W gedreht aber ich ziehe statt Segel die Sonnenschutzplanen auf. Auf unserem NNE.Kurs brennt n\u00e4mlich die Sonne unbarmherzig ins Cockpit. Gerade mal 9sm vor Symi ist der erste Berggipfel im Dunst zu erahnen. Bei diesen Verh\u00e4ltnissen ist GPS schon eine gro\u00dfe Hilfe. Die Luftfeuchtigkeit steigert sich auf ganze 66%, was wirklich nicht mehr angenehm ist.<br \/>\nUm 17:06h erreichen wir Seskl\u00ed. Der Anker f\u00e4llt auf feinen Sandgrund in 2m Wassertiefe S des kleinen Betonstegs so nahe am Strand wie ich es noch vertreten kann. Ich schwimme mit der Landleine zum Steg hin\u00fcber und verhole dann langsam das Boot so, dass wir vom stbd-Heck \u00fcber die Passarella seitlich zum Kopf des Stegs an Land gehen k\u00f6nnen.<br \/>\nDas mache ich dann kurz vor Sonnenuntergang und gehe auf einem pipifeinen etwa 2m breiten Betonweg in wenigen Minuten zu einem blendend wei\u00dfen Kirchlein. Der Innenraum ist nicht gr\u00f6\u00dfer als der Salon der Blodughadda hat aber wesentlich mehr Kellercharakter &#8211; nicht nur wegen des einzigen Fensters in A4-Format. Er ist aber eindeutig f\u00fcr eine griechisch-ortodoxe Messe f\u00fcr 4 Personen + Pope eingerichtet und es brennt sogar eine Kerze. Wahrscheinlich kommt der Pope aber nur ein Mal im Jahr zum Namenstag des Kirchleins und mit ihm dann mehr als 4 Leute. 20 davon haben dann bequem Platz auf der Steinbank entlang der Mauer des Kirchhofes, der mit Kieselsteinen sch\u00f6n gepflastert ist und in dessen Mitte ein nicht allzu gro\u00dfer Laubbaum steht. Die restlichen 2000 k\u00f6nnen sich zwanglos im eingez\u00e4unten Gel\u00e4nde um das Kirchlein herum verteilen. Naja, so viele werden wohl doch nicht kommen und ein bisschen eng w\u00e4re es dann schon.<\/p>\n<p>Auf dieser Insel mangelt es wahrlich nicht an Lebewesen. Ziegen meckern und klimpern mit der Halsglocke, Schafe bl\u00f6ken, ein Esel schaut bl\u00f6d, Zikaden zirren, Fliegen attackieren mich und ein schwarzes Kaninchen rennt mir davon. Es gibt auch ein ziemlich gro\u00dfes Getreidefeld, das jetzt nat\u00fcrlich total trocken ist. Das zu dem allen geh\u00f6rende Bauernhaus sehe ich vom Feld aus auf einer Anh\u00f6he sicher 1km entfernt im W. Der Bauer ist nicht zu sehen aber seinen Traktor erblicke ich im Schatten eines Baumes am Feldrand.<\/p>\n<p>Der Beate geht es heute nicht so gut und sie hat keine Lust auf Inselerforschungen. Das liegt sicher an der sehr schw\u00fclen Luft. Um 22:30h hat es zwar nur mehr 28\u00b0 aber 71% Luftfeuchtigkeit. Ich sitze nackt am Computer und muss immer wieder den Schwei\u00df von der Tastatur wischen. Dem Bildschirm geht es auch nicht gut. Ich sehe kaum noch was ich schreibe, weil das Bild so voll mit blauen und roten Streifen ist. Bis zur letzten Woche dachte ich schon, dass dieser schon fr\u00fcher bei Hitze aufgetretene Fehler verschwunden w\u00e4re.<\/p>\n<p>Noch eine letzte Italienerbeschipfung f\u00fcr dieses Jahr (hoffentlich): Als ich zum Steg mit der Landleine schwimme setzen sich gerade drei M\u00e4nnchen dieser Spezies in ein Schlauchboot und blockieren mir den Zugang (eigentlich Zuschwimm) zum Steg so dass ich in einem Meter Entfernung warten muss bis sie endlich den Au\u00dfenbordmotor des Schlauchbootes in Gang bringen. Meinen Gru\u00df und mich ignorieren sie (ok schwimmend mit Schnorchel im Mund und Landleine in der Hand bestand der Gru\u00df nur aus einem freundlichen Kopfnicken \u2013 in der italienischen K\u00f6rpersprache hat das vielleicht eine andere Bedeutung) und auf die f\u00fcr Bootsleute jeder anderen Nationalit\u00e4t selbstverst\u00e4ndliche Idee, ihre Hilfe anzubieten, kommen sie schon \u00fcberhaupt nicht. Dabei w\u00e4re es f\u00fcr sie ein Klacks, die Leine um den Poller direkt neben dem Schlauchboot zu legen, w\u00e4hrend ich da erst m\u00fchsam hinaufkraxeln muss. Aber zugegeben, ich habe sie auch nicht um Hilfe gebeten. Ich m\u00f6chte ja schlie\u00dflich meine Vorurteile best\u00e4tigt bekommen. Dass das soo leicht gelingt, \u00e4rgert mich dann doch wieder. Aber ich muss ihnen zugute halten, dass sie in direkter Linie zu ihrer in der Bucht ankernden, mit mageren Damen in Bikini dekorierten Charteryacht fahren. Sonst h\u00e4tten diese Dumpfbacken garantiert die schwimmende Landleine doch noch mitgenommen, n\u00e4mlich mit dem Propeller.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2006-08-23\">23.08.2006 Mittwoch<\/strong><br \/>\n09:55 Seskl\u00ed (Symi) \/ O. Skomis\u00e1 <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b031'16''+027\u00b052'10''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n13:00  <em>bb-Motor abgestellt.<\/em><br \/>\n15:25 T\u00edlos \/ O. Liv\u00e1dia <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b024'50''+027\u00b023'25''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 19:13 Strecke: 24 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 1,2 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Nach absolut ruhiger Nacht stehen wir schon um 7:30h auf. Nach dem Morgenschwimm macht Beate Schinken-K\u00e4se Toast zum Fr\u00fchst\u00fcck. Dann geht sie an Land, um das Kirchlein und das Boot zu malen. Zum Letzteren kommt sie aber gar nicht, weil sie von Fliegen \u00e4rgstens attackiert wird. Diese b\u00f6sartig bei\u00dfenden Biester sind hier besonders l\u00e4stig. Die durchschnittliche T\u00f6tungsrate ist sicher auf etwa 10-15 pro Stunde gestiegen. Ohne Fliegenpracker w\u00e4ren wir hier hilflos ausgeliefert. Seltsam, dass es dieses Utensil in Griechenland nur ganz selten zu kaufen gibt.<br \/>\nJetzt geht das so: Wo immer man sitzt hat man einen Fliegenpracker griffbereit. Ca. alle 1-2 Minuten sp\u00fcrt man einen leichten, Nadelstich \u00e4hnlichen, Piekser, bevorzugt am Bein unterhalb des Knies oder zwischen den Schulterbl\u00e4ttern. Man greift zum Pracker und haut hin. Leider ist die Trefferquote zwischen den Schulterbl\u00e4ttern sehr schlecht. Am besten ist sie auf den Schienbeinen und dort tut der Schlag auch nicht so weh. Wenn die Fliege aus strategischen Gr\u00fcnden darauf beharrt, zwischen den Schulterbl\u00e4ttern zu attackieren, steht man auf, dreht sich mit dem Pracker in der Hand w\u00fctend um, verfolgt die Fliege mit dem Blick und schl\u00e4gt sofort zu, wenn sie sich irgendwohin setzt. Die Trefferquote ist dann \u00fcberhaupt am besten. Aber diese Aktion verschlingt viel Energie, was sich in erh\u00f6hter Transpiration auswirkt. Das Aufsammeln der Fliegenleichen macht man am rationellsten als Sammelaktion 2-3 Mal am Tag.<br \/>\nDieses Muster wiederholt sich bei jedem Ankerplatz mit jeweils unterschiedlicher Intensit\u00e4t. Ich bin daher daf\u00fcr, eine internationale Skala dieser Intensit\u00e4t einzuf\u00fchren, \u00e4hnlich der Beaufort-Skala f\u00fcr die Windst\u00e4rke. Als Einheit schlage ich FLAPS vor (FLiegen Attacken Per Sekunde &#8211; FLy Attacks Per Second). Die Skala k\u00f6nnte dann so definiert werden:<br \/>\nFLAPS 0: Keine Fliegen<br \/>\nFLAPS 1: Hin und wieder eine Fliege zu sehen oder zu h\u00f6ren, aber keine Bel\u00e4stigung.<br \/>\nFLAPS 2: Man denkt daran, dass wir einen Fliegenpracker haben, aber greift noch nicht hin.<br \/>\nFLAPS 3: Man greift gelegentlich zum Fliegenpracker aber haut noch nicht hin.<br \/>\nFLAPS 4: Man greift gelegentlich zum Fliegenpracker und haut hin.<br \/>\nFLAPS 5: Man hat den Fliegenpracker griffbereit und haut oft hin.<br \/>\nFLAPS 6: Man l\u00e4sst den Fliegenpracker \u00fcberhaupt nicht los und haut dauernd hin.<br \/>\nFLAPS 7: Man f\u00fchlt sich wie ein in die Wiese frisch gelegter Schei\u00dfhaufen an einem sonnigen windstillen Sommertag in der N\u00e4he eines Schweinestalls.<\/p>\n<p>Demnach hatten wir in Seskli FLAPS 5 bis 6. FLAPS 0 und FLAPS 7 sind praktisch unerreichbar. Eine nach oben offene Skala ist daher nicht notwendig. FLAPS 3 bis 4 ist ganz normal. FLAPS 1 und FLAPS 2 kommen aber auch vor. Interessanterweise verringert sich der FLAPS-Wert sobald wir unterwegs sind. W\u00e4hrend ich das hier auf der Fahrt nach T\u00edlos hochwissenschaftlich entwickle, haben wir nur FLAPS 4 obwohl unmittelbar vorher FLAPS 5-6 geherrscht hat. Au\u00dferdem sind die Viecher viel leichter zu treffen, weil sie viel l\u00e4nger sitzen bleiben. Vielleicht werden sie seekrank.<\/p>\n<p>Als Beate zur\u00fcck kommt, kommt auch der Bauer auf die Insel zur\u00fcck. Er wird von einem kleinen Boot hergebracht und hat noch einen Mann dabei. Sie laden m\u00fchsam mehrere verst\u00e4rkte Plastiks\u00e4cke aus. Dann holt der Bauer den Traktor. Sie laden einen Teil der S\u00e4cke auf die Ladefl\u00e4che und fahren davon. Ich mache die Leinen am Steg los und schaue nach, was in den S\u00e4cken drinnen ist &#8211; Sand! Es muss eben alles m\u00fchsam hierher transportiert werden, was auf der Insel nicht w\u00e4chst.<\/p>\n<p>Um 9:55h fahren wir los. Der Wind ist total metabl\u00edti und die Wellen entsprechend sanft. Aus irgendeinem Grund geht pl\u00f6tzlich die Logge nicht mehr. Es hilft auch nicht, einen ordentlichen R\u00fcckw\u00e4rtsschub zu geben. Seltsam, das kommt eigentlich nur vor, wenn das Laufrad lange zeit nicht bewegt worden ist und daher vom Bewuchs und Muscheln blockiert wird. 10,4 sm vor T\u00edlos geht die Logge pl\u00f6tzlich wieder aber 3 sm vor Liv\u00e1dia verabschiedet sich die K\u00fchlwasserpumpe am bb-Motor schon wieder. Der original-Impeller hat also 114,5 Motorstunden bzw. 37 Tage gehalten. Wirklich eine tolle Leistung! <\/p>\n<p>Beim Einbau des neuen Original-Impellers im Juli habe ich schon bemerkt, dass sie um eine Spur zu breit war. Daher die vorschnelle Aufl\u00f6sung der geklebten Verbindung zwischen Metallkern und Gummimantel mit Lamellen, die, wie schon festgestellt, eine schwachsinnige Sollbruchstelle darstellt. Ich habe leider, oder Gott sei Dank, keine Erfahrung mit anderen Bootsmotorenherstellern als YANMAR. Aber es wundert einen schon, dass ein im Prinzip so robust gebauter Schiffsmotor, der 114 kg wiegt und gerade Mal 18 PS Spitzenleistung bringt und immer vollkommen gem\u00fctlich mit konstanter Drehzahl und Belastung dahin brummen darf, so fehleranf\u00e4llig sein kann. Ein Automotor mit dieser Fehleranf\u00e4lligkeit und mit diesem Servicebedarf w\u00e4re absolut und definitiv unverk\u00e4uflich. Zu wenig Konkurrenz tut nicht gut!<br \/>\nAls die absolut gr\u00f6\u00dfte Fehlleistung der YANMAR-Konstrukteure f\u00e4llt mir wieder ein, dass der Mischkr\u00fcmmer nicht  meerwasserbest\u00e4ndig war. (Auf deutsch: die Stelle, wo das verbrauchte K\u00fchlwasser vom Meer \u2013 \u00e4u\u00dferer K\u00fchlkreislauf angesaugt durch die fermaledeute Wasserpumpe \u2013 wieder in das Auspuffrohr hinter und nahe dem Motorblock eingespeist wird). Vom au\u00dfen nicht sichtbar, war das Ding vor zwei Jahren innen verrostet und h\u00e4tte beinahe den Verlust beider Motoren bedeutet, weil das Salzwasser in die Zylinder hat eindringen k\u00f6nnen. Hat mir enorm viel Geld gekostet aber nat\u00fcrlich gibt es nicht den leisesten Hinweis darauf im l\u00e4cherlichsten Bedienungshandbuch der Welt. Da es dem YAMAHA-Konzern sicher vollkommen Blunzn sein wird, was ich f\u00fcr Erfahrungen mache, denke ich nicht daran, Energie in eine Beschwerde zu investieren obwohl Beate mich dazu immer wieder aufmuntert wenn ich mich wieder \u00e4rgern muss.<\/p>\n<p>Um 13:25h ankern wir also in der Liv\u00e1dia-Bucht auf 8 m Tiefe etwa 500m au\u00dferhalb der Hafeneinfahrt und ich tausche die Wasserpumpe aus. Inzwischen kann ich das schon recht gut auch wenn der Motor noch hei\u00df ist. Dann plantschen wir ein wenig im extrem warmen Wasser. Hier war das Meer schon immer w\u00e4rmer als sonst wo. Aber knappe 30\u00b0 sind schon ein Hammer! BITTESCH\u00d6N: MEERESTEMPERATUR FAST 30\u00b0 CELSIUS!<\/p>\n<p>Wir fahren mit dem Schlauch zum Hafen und wollen ein Moped oder ein Auto mieten. Aber um 16h ist nichts zu machen. Der Ort schl\u00e4ft mit Ausnahme recht vieler und gar nicht so schlecht sortierter Lebensmittelgesch\u00e4fte. Dabei ist es hier nicht ann\u00e4hernd so schw\u00fcl wie auf Seskl\u00ed. Der Unsympatler im Supermarkt direkt beim Hafen verlangt 4 Euro f\u00fcr einen Sack Eisw\u00fcrfeln und ich Trottel bezahle das auch noch. Nach einer Schlauchbootrunde entlang des langen Kieselstrandes k\u00f6nnen wir aber dann gute Drinks mit den Eisw\u00fcrfeln machen, die noch nicht geschmolzen sind.<\/p>\n<p>Bevor wir zum Abendessen an den Strand fahren, hupfen wir nochmals ins Wasser. Es f\u00fchlt sich irgendwie seltsam an. Denn der Unterschied zur K\u00f6rpertemperatur ist so gering, dass man kaum realisiert, im Meer zu sein. Das heutige Abendessen in der Oasis-Taverna unter vier gro\u00dfen Palmen ist etwas anders als sonst. Pizza essen wir wirklich nicht oft. <\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2006-08-24\">24.08.2006 Donnerstag<\/strong><br \/>\n13:44 T\u00edlos \/ O. Liv\u00e1dia <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b024'50''+027\u00b023'25''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n14:04  <em>langsamer<\/em><br \/>\n14:45 T\u00edlos \/ Loumpo\u00fadi <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b028'36''+027\u00b027'41.6''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n17:51 T\u00edlos \/ Loumpo\u00fadi <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b028'36''+027\u00b027'41.6''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>weiter<\/em><br \/>\n18:01 T\u00edlos \/ O. Sk\u00e1fi <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b028'42''+027\u00b021'06''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 01:11 Strecke: 5,7 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 4,8 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Eine ungew\u00f6hnliche Nacht. Bei dieser Fu\u00dfbodenheizung ist es in der Kabine sehr warm. Ich \u00fcbersiedle ins Cockpit und lege mich auf  Kapokkissen. Sie sind zwar h\u00e4rter als die Matratze aber viel k\u00fchler. Es ist \u00fcberhaupt nicht feucht und es geht ein leichter Wind. Wunderbarerweise haben sie hier auf der Uferstra\u00dfe in der Nacht Fahrverbot eingerichtet und der obligate schlafraubende Mopedfahrer muss wo anders fahren. So schlafe ich bestens bis die Sonne um 8:30h doch zu stark wird.<br \/>\nBeate macht wieder Schinken-K\u00e4se Toast. Wir plantschen und lassen uns vom Schwell schaukeln. Ich b\u00fcrste das Laufrad der Logge ab und mache die kaputte Wasserpumpe mit Epoxikleber wieder funktionsbereit.<br \/>\nUm 13:45h fahren wir los. Inzwischen hat der Wind alle Richtungen ausprobiert. Au\u00dferhalb der Bucht hat er sich f\u00fcr NW 25kn entschieden, also genau auf die Nase und wir m\u00fcssen die Fahrt auf 5kn reduzieren. Au\u00dferdem haben wir 1,3kn Strom gegen Wind, was die Wellen kurz, steil und spritzig macht. In 50-100m Entfernung entlang der NE-K\u00fcste von T\u00edlos geht es besser. Hier sind zwar Fallb\u00f6en aber kaum Wellen vorhanden. Nach 5sm ankern wir in der Ein-Boot-Bucht Lampo\u00fadi E des N-Kaps der Insel und direkt E von O. Sk\u00e1fi auf 3,5m Tiefe. Da verfehlt der Anker haarscharf eine Felsplatte. Auf 5m Tiefe w\u00e4re der Ankergrund besser, wenn auch nicht ganz optimal, da er wie Schotter aussieht. Der NW-wind wird hier abgelenkt und kommt sanft aus dem Scheitel der Bucht aus SW. Es kommt aber auch hier Schwell herein, wenn auch weniger als in Liv\u00e1dia. \u00dcber Nacht w\u00fcrde ich aber nicht in dieser Bucht bleiben, denn wenn der Wind auf N dreht, k\u00f6nnte er direkt in die Bucht herein wehen.<br \/>\nAn Land sind einige Ziegen, die uns von einer Schatten spendenden grotte aus als Attraktion des Tages betrachten. Das tun dann auch die Fliegen. Und flugs steigt der FLAPS auf 4 bis 5. Au\u00dfer einer Wrackruine am Kieselstrand gibt sonst es hier ja wirklich gar nichts.<\/p>\n<p>Mir gelingt es endlich, aus der roten 3mm Leine, von der ich 1kg auf Patmos und dem Flumi-Ball, den ich auf Furni gekauft habe, eine Wurfleine \u00e1 la F\u00e4hrschiff zu basteln. Der Trick: Man muss 8 Stecknadeln in jeweils ziemlich genau gleichem Abstand von einander in den Ball stecken. Dann kann man ihn mit der Leine zu einer 3&#215;10-lagigen symmetrischen Affenfaust einwickeln. Nat\u00fcrlich muss ich gleich probieren, wie weit der Ball mit der Leine fliegt. 25m sind kein Problem. Wenn ich das Ende also an einem entsprechend langen Festmacher binde, kann ich ja fast gleichzeitig den Anker fallen lassen und jemandem am Ufer die Festmacherleine zuwerfen! Aber das wird wohl nicht notwendig sein. Aber bei ung\u00fcnstigen Verh\u00e4ltnissen, wenn es schnell gehen muss, kann es hilfreich sein, jemanden an Land die Wurfleine zuzuwerfen. Wenn er dann kapiert, dass das noch nicht der Festmacher ist, sondern er damit erst den Festmacher herbeiziehen soll, ist schon viel gewonnen. Die jetzt eindeutige Ausf\u00fchrung als Wurfleine wird dem sicher behilflich sein. Und das Beste: Sowohl Ball als auch Leine schwimmen. Sie k\u00f6nnen also nicht in den Propeller geraten, wenn beim Wurf etwas schief geht.<\/p>\n<p>Nach 3 Stunden fahren wir weiter, um 10 Minuten sp\u00e4ter in der Nachbarbucht zu ankern. Sie ist zwar offen nach NNE, es steht auch hier eine D\u00fcnung herein, ist nirgends als Ankerbucht beschrieben und soll laut Seekarte Landungsplatz f\u00fcr Unterwasserkabeln sein. Von den Kabeln ist nichts zu sehen, der Wind kommt aus dem Scheitel der Bucht, also aus SW und der Ankergrund in 5m Tiefe im W-Teil der Bucht ist perfekt. Ich beschlie\u00dfe also, die Bucht als N\u00e4chtigungsplatz zu probieren obwohl es sein kann, dass wir den Platz verlassen m\u00fcssen, falls der Wind dreht und in die Bucht herein weht. Deshalb lege ich auch keine Landleine, was den Nachteil hat, dass das Boot zwischendurch quer zu den Wellen steht und \u201eteppert schaukelt\u201c wie Beate beim kochen treffend feststellt. Es gibt Packerlspaghetti von Maggi. F\u00fcr Schiffsk\u00f6che sehr praktisch \u201eund solche Packerln kannst im B\u00fcro auch hinlegen, weil sie sind wirklich in null komma nichts fertig wenn du bis Mitternacht dort bleibst\u201c. Dann muss ich sie aber auch mit frisch geriebenen Parmesan und Kapern geschmacklich aufpeppen k\u00f6nnen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2006-08-25\">25.08.2006 Freitag<\/strong><br \/>\n15:49 T\u00edlos \/ O. Sk\u00e1fi <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b028'42''+027\u00b021'06''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n17:45 Nisyros \/ P\u00e1li <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b037'08''+027\u00b010'16''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Anlegen<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 01:55 Strecke: 12,2 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 6,3 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Also bei diesem Wind (NW-W) ist diese Bucht auch zum \u00dcbernachten geeignet. Bis auf den leichten Wellengang, der in allen Buchten auf T\u00edlos vorhanden ist, gibt es nichts auszusetzen.<br \/>\nWir schlafen sehr lange bei sehr angenehmer Temperatur. Ein anderes Segelboot macht einen Badestopp in der Bucht aber sonst sind wir allein mit den wenigen Badeg\u00e4sten ein paar hundert Meter entfernt am gegen\u00fcber liegenden Strand. Sie kommen zu Fu\u00df von weit weg. Es ist n\u00e4mlich kein Haus, nicht ein Mal ein Baum irgendwo zu sehen obwohl man zwischen den sanften Bergflanken recht weit ins Hinterland sehen kann. Obwohl also praktisch nur Gestein und Gestr\u00fcpp zu sehen ist, wirkt die Bucht sehr freundlich, wozu auch FLAPS 1 entscheidend beitr\u00e4gt.<br \/>\nWir schwimmen zum Strand. Beate mit ihren auf Patmos gekauften \u201eseac sub hyper X\u201c Flossen, die sie nie m\u00fcde wird als \u201esuper\u201c zu loben, Haarband und Brille, ich nur mit Tauchermaske und Schnorchel. Ich sehe im steinigen Uferbereich sehr viele unterschiedliche Fische, auch gr\u00f6\u00dfere, und schwimme dann die ganze Bucht ab, um sie ankertechnisch zu evaluieren.<\/p>\n<p>Diese Bucht bietet auf ca. 5m Tiefe, etwa 100m vom Ufer, \u00fcberall guten Ankergrund aus Sand. N\u00e4her zum Ufer wird er immer steiniger, im tieferen Bereich w\u00e4chst kurzes Seegras. Direkt ca. 50-60m au\u00dferhalb eines sich f\u00fcr die Landleine anbietenden dunklen Steines am Ufer liegt am Grund bl\u00f6derweise ein gro\u00dfer f\u00fcr Anker und Kette unguter Stein. Die zwei auf der Seekarte eingezeichneten Stromkabel sind tats\u00e4chlich vorhanden und f\u00fchren von einem Betonkubus an Land gerade hinaus. Sie sind aber mehrfach unterbrochen und sicher seit mehr als 20 Jahren nicht mehr in Betrieb. <\/p>\n<p>Um 15:45h lichten wir den Anker. Drau\u00dfen kommt der Wind nicht ungut aus W mit ca 15kn. Es schaukelt ganz sch\u00f6n. Es w\u00fcrde sich anbieten, jetzt die Segel zu setzen und die 11sm nach Nisyros zu segeln. Aber einerseits bin ich zu faul und andererseits braucht der K\u00fchlschrank Strom. Er hat schon 17,7\u00b0. Und gut war die Entscheidung, weil der Wind nach 3sm praktisch aufh\u00f6rt, d.h nur mehr 6-7kn hat, was f\u00fcr dieses Boot zu wenig zum gscheit Vorw\u00e4rtskommen ist. 2sm sp\u00e4ter ist der Wind wieder da, wie lange noch? &#8211; Antwort: nach 1,5sm. Es wundert mich nach wie vor immer wieder, wie unm\u00f6glich es ist, die Windst\u00e4rke etwas weiter weg abzusch\u00e4tzen. Bei einer Augenh\u00f6he von 2,09m ist der Horizont exakt 3sm (5,556km) entfernt. Aber h\u00f6chstens bis zur H\u00e4lfte dieser Entfernung kann man irgendeine Windprognose wagen. Dabei ist die Dichte der wei\u00dfen K\u00e4mme, die man mit dem Fernglas ausmachen kann, das einzige brauchbare Indiz. Aber auch wenn man ganz sicher sagen kann, dass in 1,5sm mehr Wind vorhanden ist, weil sich die wei\u00dfen K\u00e4mme dort tummeln, hei\u00dft das noch lange nicht, dass die Situation in 3sm nicht schon wieder ganz anders sein kann. Das sieht man erst wieder nach 1,5sm oder etwa 15 Minuten Fahrt, usw. Dabei ist es viel schwieriger zu sehen, dass WENIGER Wind in Anmarsch ist.<\/p>\n<p>Um 17:45h legen wir uns l\u00e4ngsseits an \u201eunserem Platz\u201c innen an der E-Mole im netten kleinen Ort P\u00e1li Nisyros (lt. Filemaker-Logbuch war ich schon an 35 Tagen hier). Bei m\u00e4\u00dfigen W-Wind und keine Wellen im Hafenbecken geht das ganz leicht. Mit einem Meter Tiefgang hat man immer wieder seichte Pl\u00e4tze, die nicht so schnell von anderen Booten weggeschnappt werden. An der N-Mole w\u00e4re allerdings auch Platz genug vorhanden. Aber als Nicht-Italiener denke ich auch an andere und \u00fcberlasse ich sie gerne tiefer gehenden Booten. Die Temperatur im K\u00fchlschrank ist in 2 Stunden immerhin um 4,2\u00b0 gesunken. Die Lufttemperatur hat angenehme 30\u00b0.<\/p>\n<p>Abends essen wir gut in der Taverna Afrodite und gehen anschlie\u00dfend auf einen Greek-Coffee und Neskaffee mit Metaxa*** in das Beach-Caf\u00e9. Dann sitzen wir noch im Cockpit, h\u00f6ren griechische Musik und sehen hin\u00fcber zu den Tavernas, deren Licht sich im Hafenwasser spiegelt.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2006-08-26\">26.08.2006 Samstag<\/strong><br \/>\n12:50 Nisyros \/ P\u00e1li <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b037'08''+027\u00b010'16''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n13:32 Gyali \/ Nsis \u00c0g. Ant\u00f3nios <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b039'53''+027\u00b008'08''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 00:42 Strecke: 3,4 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 4,8 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Am Vormittag kommt Takis Paspalidis von Yacht Shelter in der Marina Kos vorbei. Er macht Urlaub mit der Familie zu acht auf einem Motorboot und f\u00e4hrt immer wieder nach Pali. Die Familie seiner Schwester wohnt im Hotel, weil sie keinen Schlafplatz am Boot haben.<br \/>\nMit frischem Brot vom B\u00e4cker fahren wir um 12:50h ab. 40 Minuten sp\u00e4ter ankern wir vor dem kleinen, sehr sch\u00f6nen Sandstrand am Inselchen Ajos Antonios bei Jal\u00ed. Eine Frau und ein Mann sonnen sich am Strand, sonst ist hier niemand. Vom Bimssteinabbau auf Jal\u00ed ist auch nichts zu h\u00f6ren, weil Samstag ist.<br \/>\nNach einiger Zeit kommt Takis und Gefolge auch zu diesem Strand. Bald danach sitzt er bei uns im Cockpit. Vor allem will er sehen, wie die von ihm montierte Unterwasser\u00fcberwachungskamera funktioniert.<\/p>\n<p>Der Tag vergeht wie andere faule Tage mit lesen, schwimmen, schnorcheln, schlafen, essen und trinken. <\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2006-08-27\">27.08.2006 Sonntag<\/strong><br \/>\n13:35 Gyali \/ Nsis \u00c0g. Ant\u00f3nios <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b039'53''+027\u00b008'08''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n15:31 Kos \/ Th\u00e9rma <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b050'39.54''+027\u00b018'59.46''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n16:43 Kos \/ Th\u00e9rma <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b050'39.54''+027\u00b018'59.46''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Weiterfahrt<\/em><br \/>\n17:38 Kos \/ Marina <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b053'35''+27\u00b018'01''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankunft<\/em><br \/>\n17:50 Kos \/ Marina <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b053'35''+27\u00b018'01''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n18:05 Kos \/ Marina <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b053'35''+27\u00b018'01''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>L\u00e4ngsseits anlegen<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 03:06 Strecke: 20,3 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 6,5 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Bis auf einige wenige Flugzeuge, die auf Kos landen, ist in der Nacht absolut nichts zu h\u00f6ren. Entsprechend gut schlafen wir. Am Morgen ist das Deck wieder so nass, als ob es geregnet h\u00e4tte. Sogar auf dem Cockpittisch steht eine Wasserlacke. Es ist fast windstill und der Himmel ist stark bew\u00f6lkt. Die Wetterprognose verspricht entsprechend ungew\u00f6hnlichen Wind: W-SW 4. Uns kann es recht sein, wenn wir nach NE wollen.<\/p>\n<p>In der Fr\u00fch bringt ein Boot einen Trupp von 5 Personen zum Inselchen. Takis erz\u00e4hlte gestern, dass hier eine Hochzeitsfeier stattfinden soll. Daher wundern wir uns nicht \u00fcber die Putzaktivit\u00e4ten am Kirchlein am Gipfel des ca. 50m hohen Inselchens. Allerdings staunen wir schon als wir sehen, dass zum Putzen auch das neu Streichen des Kirchleins mit wei\u00dfer Farbe geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Um 13h haben sich schon 5 kleine Motorboote mit Sonntagsbadeg\u00e4sten am Strand eingefunden. Bevor wir um 13:35h aufbrechen machen wir noch eine letzte l\u00e4ngere Schwimmrunde im Meer f\u00fcr diesen Sommer. Unterwegs haben wir wie vorausgesagt Wind von hinten. Leider mit exakt Bootsgeschwindigkeit, womit es pl\u00f6tzlich am Boot windstill und hei\u00df wird. Trotzdem ist es viel angenehmer als gegen den Wind zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Um 15:30h ankern wir vor der Hei\u00dfwasserquelle, die ins Meer rinnt. Wir schwimmen hin\u00fcber und suhlen uns eine Weile im Thermalwasser. Es ist \u00fcberraschen wenig Wasser da (weil der Meersespiegel so niedrig ist) und es dauert eine Weile, bis wir bei den vielen Leuten einen Platz mit genug warmem und tiefem Wasser finden. Ich lege mich hin mit den Ohren unter Wasser und h\u00f6re die aus dem Sand aufsteigenden Luftblasen blubbern. Und ich h\u00f6re den Pulsschlag der Erde! Als ich wieder auftauche, entpuppt er sich als der Subwoofer des Standcaf\u00e9s. Wir schwimmen wieder zur\u00fcck zum Boot und fahren um 16:40h nach Schwefel riechend weiter.<\/p>\n<p>Hier hat sich \u00fcberigens die U-Videokamera sehr gut bew\u00e4hrt. Ich konnte n\u00e4mlich bei 6m Tiefe deutlich sehen, dass bester Sandankergrund vorhanden ist. Wegen der Wellen und des dunklen Sandes ohne Strukturunterschiede ist der Sandgrund sonst nicht zu sehen. Beim Schwimmen best\u00e4tigt sich, dass der Ankergrund direkt vor und W der Quelle sehr gut ist. Auch hier kommen immer wieder Luftblasen aus dem Meeresboden herauf.<\/p>\n<p>Um 17:50h kommen wir bei der Tankstelle in Marina Kos an. Wir kommen gleich dran und lassen 88l Diesel nachf\u00fcllen. Das kostet immerhin schon 95 Euro, 1,08 per Liter. Ich bin ja wirklich neugierig, wie hoch der Preis in 20 Jahren sein wird. Wenig sp\u00e4ter liegen wir in der Marina l\u00e4ngsseits auf einem provisorischen Platz. Dabei habe ich vor 12 Tagen meine Pl\u00e4ne mit der Rezeption besprochen und sie haben die Ankunft f\u00fcr heute in ihren Terminkalender geschrieben. Am Freitag habe ich per E-Mail alles  nochmals best\u00e4tigt und erhielt eine R\u00fcckmail. Und trotzdem ist kein ordentlicher Platz f\u00fcr die Blodughadda frei. Insbesondere weil ich ja schon seit 5 Jahren einen Jahresvertrag habe, frage ich mich schon, was das ganze soll. Morgen werde ich den Manager dasselbe fragen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2006-08-28\">28.08.2006 Montag<\/strong><br \/>\nKos Nord \/ Marina<br \/>\nWieder eine absolut windstille, feuchtschw\u00fcle Nacht und der Vormittag ist genau so. Wir putzen das Boot, Schlauchboot, Au\u00dfenborder, checken Motoren, entmisten und schwitzen ganz f\u00fcrchterlich. Ich mache sogar ein unfreiwilliges Bad im Hafenbecken, weil ich auf dem nassen Deck ausrutsche. Es bleibt keine Zeit, sich den Manager vorzukn\u00f6pfen &#8211; kann ich ja auch per E-Mail machen.<br \/>\nDas Taxi kommt \u00fcberp\u00fcnktlich um 14:45 und mit einem Zwischenstopp bei der Hafenpolizei sind wir schon um 15:30 am Flughafen \u2013 als einzige Passagiere \u00fcberhaupt! Erst um 16h kommt der Bus mit den anderen Flugg\u00e4sten und die Abfertigung f\u00e4ngt an.<\/p>\n<p>Um 17:55h heben wir ab und verabschieden uns endg\u00fcltig von Griechenland f\u00fcr diesen Sommer.<br \/>\n62 Tage<br \/>\n952,6 Seemeilen<br \/>\n163:59:54 Stunden unterwegs<br \/>\n663,5 Liter Dieselverbrauch<br \/>\n1653 Liter Wasserverbrauch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aktualisierung 20.08.2018 11:29:12 Anzahl Tage: 12 17.08.2006 Kos \/ Marina &#8211; T\u00edlos \/ O. Pl\u00e1ka 18.08.2006 T\u00edlos \/ O. Pl\u00e1ka &#8211; T\u00edlos \/ O. Thol\u00f3s 19.08.2006 T\u00edlos \/ O. Thol\u00f3s &#8211; Chalki 20.08.2006 Chalki \/ Hafen 21.08.2006 Chalki &#8211; Alimi\u00e1 \/ O. Tig\u00e1ni 22.08.2006 Alimi\u00e1 \/ O. Tig\u00e1ni &#8211; Seskl\u00ed (Symi) \/ O. 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