{"id":1237,"date":"2018-08-20T10:35:29","date_gmt":"2018-08-20T08:35:29","guid":{"rendered":"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/?page_id=1237"},"modified":"2018-08-20T10:35:29","modified_gmt":"2018-08-20T08:35:29","slug":"2006-07-20-samos-lesvos","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/toernberichte\/2006-2\/2006-07-20-samos-lesvos\/","title":{"rendered":"2006-07-20 Samos &#8211; Lesvos"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/toernberichte\/2006-2\/2006-07-20-samos-lesvos\/print\/\" title=\"Beitrag drucken\" rel=\"nofollow\"><img decoding=\"async\" class=\"WP-PrintIcon\" src=\"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/wp-content\/plugins\/wp-print\/images\/printer_famfamfam.gif\" alt=\"Beitrag drucken\" title=\"Beitrag drucken\" style=\"border: 0px;\" \/><\/a>  Aktualisierung 20.08.2018 11:34:04 Anzahl Tage: 13<br \/>\n<a href=\"#2006-07-20\">20.07.2006 S\u00e1mos \/ Marina Pythagor\u00edu &#8211; Agathon\u00edsi \/ O. P\u00f3ros<\/a><br \/>\n<a href=\"#2006-07-21\">21.07.2006 Agathon\u00edsi \/ O. P\u00f3ros &#8211; Agathon\u00edsi \/ Hafen \u00c1giou Georg\u00edou<\/a><br \/>\n<a href=\"#2006-07-22\">22.07.2006 Agathon\u00edsi \/ Hafen \u00c1giou Georg\u00edou &#8211; M\u00e1ratho &#8211; Ark\u00ed \/ Tigan\u00e1ki<\/a><br \/>\n<a href=\"#2006-07-23\">23.07.2006 Ark\u00ed \/ Tigan\u00e1ki &#8211; Patmos \/ Hafen Sk\u00e1la<\/a><br \/>\n<a href=\"#2006-07-24\">24.07.2006 Patmos \/ Hafen Sk\u00e1la &#8211; Patmos \/ O. Melo\u00ef<\/a><br \/>\n<a href=\"#2006-07-25\">25.07.2006 Patmos \/ O. Melo\u00ef &#8211; Fo\u00farnoi \/ O. K\u00e1mpos<\/a><br \/>\n<a href=\"#2006-07-26\">26.07.2006 Fo\u00farnoi \/ O. K\u00e1mpos &#8211; Ikar\u00eda \/ F\u00e1ros<\/a><br \/>\n<a href=\"#2006-07-27\">27.07.2006 Ikar\u00eda \/ F\u00e1ros<\/a><br \/>\n<a href=\"#2006-07-28\">28.07.2006 Ikar\u00eda \/ F\u00e1ros &#8211; \u00c7esme-Kusadasi \/ Kirkdilim Limani &#8211; \u00c7esme-Kusadasi \/ Sarpdere Limani &#8211; Ch\u00edos \/ Limen\u00edskos Katatarr\u00e1ktis <\/a><br \/>\n<a href=\"#2006-07-29\">29.07.2006 Ch\u00edos \/ Limen\u00edskos Katatarr\u00e1ktis  &#8211; Ch\u00edos \/ Hafen<\/a><br \/>\n<a href=\"#2006-07-30\">30.07.2006 Ch\u00edos \/ Hafen &#8211; Oino\u00fasses \/ O. Fourker\u00f3 &#8211; Oino\u00fasses \/ O. Kalami\u00e1nis<\/a><br \/>\n<a href=\"#2006-07-31\">31.07.2006 Oino\u00fasses \/ O. Kalami\u00e1nis &#8211; L\u00e9svos \/ Plom\u00e1ri<\/a><br \/>\n<a href=\"#2006-08-01\">01.08.2006 L\u00e9svos \/ Plom\u00e1ri<\/a><\/p>\n<p>Crew:<br \/>\nT\u00f6tterstr\u00f6m Tom<br \/>\nT\u00f6tterstr\u00f6m Beate<br \/>\nT\u00f6tterstr\u00f6m Patrick<br \/>\nBernreitner Tina<\/p>\n<p>Gesamt T\u00f6rn:<br \/>\nZeit unterwegs: 35:56 Strecke: 215 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 6 Knoten<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2006-07-20\">20.07.2006 Donnerstag<\/strong><br \/>\n15:27 S\u00e1mos \/ Pythagor\u00edu Marina <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b041'25''+026\u00b057'27''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ablegen<\/em><br \/>\n17:58 Agathon\u00edsi \/ O. P\u00f3ros <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b027'44''+026\u00b059'29''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern mit Landleine<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 02:31 Strecke: 17,7 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 7 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Patrick und Tina kommen um 10:30h mit dem Taxi an. Wir sind noch dabei, das Boot zu putzen. Sie richten sich am Boot ein und gehen dann mit Beate nach Pythag\u00f3rion zum Einkaufen. Ich wasche noch den hinteren Teil des Bootes, der dann trocknen kann w\u00e4hrend wir weg sind. Gerade als ich in die Stadt gehen will, kommt Beate im Lieferwagen des Supermarktes. Wir r\u00e4umen die Eink\u00e4ufe ein und gehen gemeinsam in die Stadt. Ich gehe zur Hafenpolizei, Beate noch Fleisch einkaufen. Dann setzen wir uns ins Lokal neben der Hafenpolizei und warten auf Tina und Patrick. Als sie kommen gehen wir wieder zur Marina zur\u00fcck, machen das Boot startklar und legen ab, um schr\u00e4g gegen\u00fcber an der Tankstelle wieder anzulegen. Diese ist nicht besetzt aber \u00fcber VHF kann ich mitteilen, dass wir Diesel ben\u00f6tigen. 10 Minuten sp\u00e4ter kommt dann schon der Tankwart.<br \/>\nUm 15:27h legen wir endg\u00fcltig ab. Der Wind ist zwar da aber direkt von achtern. So motorsegeln wir mit der Genua bis kurz vor Agathon\u00edsi, wo der Wind wieder schw\u00e4cher wird.<br \/>\nUm 17:58h werfen wir den Anker in der seichten und schmalen Bucht P\u00f3ros. Patrick beschnorchelt ihn und legt anschlie\u00dfend die Landleine zum Ostufer. Er beschwert sich, dass das Wasser so kalt ist. Es hat tats\u00e4chlich nur 20\u00b0. Beate und ich gehen trotzdem noch schwimmen.<br \/>\nBei ganz wenig Wind k\u00f6nnen wir drau\u00dfen ein \u00fcppiges,leckeres Abendessen genie\u00dfen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2006-07-21\">21.07.2006 Freitag<\/strong><br \/>\n16:55 Agathon\u00edsi \/ O. P\u00f3ros <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b027'44''+026\u00b059'29''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n17:45 Agathon\u00edsi \/ Hafen \u00c1giou Georg\u00edou <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b027'25''+026\u00b057'59''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Anlegen<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 00:50 Strecke: 2,4 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 2,9 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Wieder Wind in der Nacht. In der Fr\u00fch bl\u00e4st er mit 17-20 kn direkt vom Scheitel der Bucht hinaus. An eine Fahrt in den Norden ist heute nicht zu denken. Also beeilen wir uns weder mit dem Aufstehen noch mit dem Fr\u00fchst\u00fcck.<br \/>\nNachdem wir das Schlauchboot ins Wasser gegeben haben, meldet sich der Kandidat f\u00fcr die Rep.d.T. (Reparatur des Tages): Die Klopumpe. Sie bef\u00f6rdert kein Wasser mehr. Ich zerlege sie und stelle fest, dass sich die Mutter, die die Kolbenscheibe h\u00e4lt, gel\u00f6st hat. Au\u00dferdem ist die Pumpe stark verkalkt &#8211; vom Meerwasser! Es folgt ein umfassendes Service. Das mitgebrachte Durgol leistet gute Dienste zum Aufweichen der Kalkschichten. Als alles wieder gl\u00e4nzt und die Gummidichtungen mit Vaseline neu geschmiert sind, montiere ich die Pumpe wieder an ihren Platz. Sie funktioniert wieder bestens bis auf ein Leck an der Basisdichtung. Als ich die Halterungsschrauben fester ziehen will, bemerke ich, dass sie durchdrehen. Das M6 Gewinde im Plastikkanal, auf dem die Pumpe steht, ist ausgeleiert. Das ist ein gr\u00f6beres Problem, weil keine Chance besteht, mit einer Gegenmutter zu arbeiten. Nach einigen \u00dcberlegungen f\u00e4llt mir ein, den Bolzen mit Teflonband ordentlich einzuwickeln, um ihn dicker zu machen. Das funktioniert, aber wer wei\u00df wie lange. Vermutliche Ursache dieser Materialerm\u00fcdung: zu heftiges Pumpen.<br \/>\nInzwischen haben Tina und Patrick am Strand Muscheln gesucht, geschnorchelt und Karten gespielt.<br \/>\nUm 16:55h lichten wir den Anker und tuckern langsam in die 2 sm westlicher liegende Hafenbucht. Das Schlauchboot haben wir im Schlepptau und die Landleine ist noch von der vorigen Bucht sofort einsatzbereit. Das ist sonst nie er Fall und wir witzeln schon, dass wir beide gar nicht ben\u00f6tigen werden. Am F\u00e4hranleger deutet ein freundlicher Deutscher, dass l\u00e4ngsseits Platz zum Anlegen w\u00e4re. Die F\u00e4hre war heute schon da und kommt morgen gar nicht. Also nehmen wir den Platz und ein anderer freundlicher Deutscher stellt sich mit einem Fender auf einen riesigen, aus sieben Autoreifen bestehenden Molenfender, um uns vor l\u00e4stigem Gummiabrieb an der Schiffseite zu bewahren.<br \/>\nPatrick und Tina gehen in den Ort, kommen aber sogleich zur\u00fcck und erz\u00e4hlen, dass heute das Wasserschiff kommen werde, das den ganzen Kai beanspruchen w\u00fcrde. Wir sollten ablegen und mit Anker und Heckleinen an die N-Seite der Mole anlegen. Das machen wir auch. Als allerdings die anderen zwei Boote das gleiche machen, wird unser Anker herausgerissen. Wir m\u00fcssen nochmals den Anker legen. Der Grund aus losem Sand und Steinen h\u00e4lt aber immer noch nicht gut, was bei den vorherrschenden unberechenbaren N-Winden Besorgnis erregend ist. Der erste freundliche Deutsche schl\u00e4gt vor, eine lange Leine zu einem gro\u00dfen Bojenstein, den er beim Schnorcheln gesehen hat, auszubringen. Patrick schafft es, eine Leine durch eine \u00d6se daran in 5m Tiefe einzuf\u00e4deln, die wir auf Slip legen und somit ziemlich sicher vor jedem Wind liegen.<br \/>\nUm 21h sehen wir zuerst ein elendiges Fl\u00fcchtlichgsboot an, das in der vorigen Nacht mit 30 illegalen Einwanderern in Seenot aufgegriffen worden ist, an. Dann gehen wir in die Taverna Georgios essen und anschlie\u00dfend machen wir einen Bummel durch den Ort. Weil er aus kaum mehr als 20 H\u00e4usern besteht, dauert er nicht besonders lange. Wir kaufen noch Weinessig und Oliven im einzigen \u201eGesch\u00e4ft\u201c, das gleichzeitig eine Taverna ist. Dann sehen wir schon das Wasserschiff \u201eLeros\u201c herankommen. In Zeitlupentempo legt es an der W-Seite der Mole an und ist tats\u00e4chlich genau gleich lang. Um Mitternacht ist das Man\u00f6ver beendet und der Wasserschlauch quer \u00fcber die ganze Bucht gelegt. Der Generator des Wasserschiffes rattert penetrant und wird es wahrscheinlich die ganze Nacht tun. Die Eint\u00f6nigkeit k\u00f6nnte uns vor der Schlaflosigkeit retten. Werma sehn.<\/p>\n<p>Heute habe ich \u00fcbrigens das folgende E-Mail an den Kurier geschickt:<br \/>\nIm von meinem Sohn aus \u00d6sterreich mitgebrachten Kurier lesen wir \u00fcber die Hitzewelle in Europa. Unser Tipp: Wer sich abk\u00fchlen will, soll sogleich einen Flug nach Samos oder Kos buchen! Wir segeln seit 3 Wochen in diesem Gebiet und haben Tagestemperaturen von 25-30 Grad, in der Nacht angenehme 20-25\u00b0. Und wem das auch noch zu warm ist, gehe einfach schwimmen: Das Meer hat 20-22\u00b0, so k\u00fchl wie noch nie um diese Jahreszeit.<br \/>\nAllerdings ist es f\u00fcr Segler weniger lustig, weil der Nordwind Tag und Nacht mit betr\u00e4chtlicher St\u00e4rke weht. Wenn es in \u00d6sterreich hei\u00df ist, hat der Melt\u00e9mi hier Hochsaison. Das war auch schon 2003 so.<br \/>\nBeste Gr\u00fc\u00dfe<br \/>\nTom T\u00f6tterstr\u00f6m &#038; Crew<br \/>\nDerzeit auf S\/Y Blodughadda bei Insel Agathon\u00edsi.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2006-07-22\">22.07.2006 Samstag<\/strong><br \/>\n13:36 Agathon\u00edsi \/ Hafen \u00c1giou Georg\u00edou <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b027'25''+026\u00b057'59''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ablegen<\/em><br \/>\n13:51 In der Bucht <em>segel setzen<\/em><br \/>\n15:37 S von Ark\u00ed <em>Segel bergen<\/em><br \/>\n16:21 M\u00e1ratho <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b021'60''+026\u00b043'36''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>An Boje<\/em><br \/>\n18:14 M\u00e1ratho <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b021'60''+026\u00b043'36''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n18:38 Ark\u00ed \/ Tigan\u00e1ki <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b022'01.8''+026\u00b044'48.6''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 03:08 Strecke: 16,9 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 5,4 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Also geschlafen haben wir alle mehr oder weniger gut. Meine Ohrenst\u00f6psel haben jedenfalls gute Dienste geleistet. So habe ich nicht ein Mal den Wind im Rigg geh\u00f6rt. Seit 9 Tagen pfeift der Melt\u00e9mi nun schon Tag und Nacht. Ursache ist das stabile Hochdruckgebiet \u00fcber dem Westbalkan, das auch \u00d6sterreich die hei\u00dfen Tage beschert, sowie das Hitzetiefdruckgebiet \u00fcber Zypern. Das zweite wird wohl den ganzen Sommer dort bleiben aber zum Wohle der unter der Hitze st\u00f6hnenden Menschen in \u00d6sterreich, aber vor allem, damit wir eine Chance bekommen, die 49 sm \u00fcber offenes Meer mit Nordkurs nach Kirkdilim Limani, unserem ausgesuchten Zwischenstopp in der T\u00fcrkei auf der Fahrt nach Chios, zu bew\u00e4ltigen, m\u00f6ge sich dieses westbalkanesische Hochdruckgebiet doch endlich vertsch\u00fcssen!<br \/>\nNach den Wetternachrichten von Olympia Radio auf VHF um 13h &#8211; 4. Tag in Folge Sturmwarnung f\u00fcr Zentral\u00e4g\u00e4is &#8211; legen wir um 13:36 ab. Um 13:51h haben wir die Segel gesetzt und steuern Ark\u00ed an. Mit 2 Reffs in beiden Segeln, 20-25 Knoten Wind aus NW und gar nicht so argem Wellengang machen wir die 11 sm lange \u00dcberfahrt so hoch am Wind wie m\u00f6glich in 1:46h.<br \/>\nS von Ark\u00ed bergen wir die Segel und motoren noch 3 sm nach M\u00e0ratho. Wir nehmen eine der Bojen und setzen mit dem Schlauchboot zur \u201ePiratentaverna\u201c hin\u00fcber. Nach dem fr\u00fchen Abendessengehen gehen wir noch am sch\u00f6nen Sandstrand entlang bevor wir um 18:14h wieder ablegen. 20 Minuten sp\u00e4ter werfen wir den Anker im seichten, t\u00fcrkisblauen Wasser von Tigan\u00e1ki. Wie immer ist es hier absolut menschenleer, ruhig und sehr sch\u00f6n. Die Wahrscheinlichkeit, in der Nacht ein brummendes Wasserschiff 10m entfernt zu haben ist absolut Null.<br \/>\nZum Sonnenuntergang macht der Wind tats\u00e4chlich eine Pause und beruhigt sich auf 5-10 Knoten. Das tr\u00e4gt zur Hoffnung bei, doch noch morgen den langen Weg \u201ebergauf\u201c zu schaffen. Nach einer Stunde ist sie wieder dahin. Alle gehen fr\u00fch schlafen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2006-07-23\">23.07.2006 Sonntag<\/strong><br \/>\n12:33 Ark\u00ed \/ Tigan\u00e1ki <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b022'01.8''+026\u00b044'48.6''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n13:05  <em>segel setzen<\/em><br \/>\n14:18  <em>Segel bergen<\/em><br \/>\n14:53 Patmos \/ Hafen Sk\u00e1la <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b019'31''+026\u00b032'44''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Anlegen<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 02:19 Strecke: 12,2 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 5,2 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Auch heute Vormittag gibt es einen kurzen Moment, als sich der Wind beruhigt. Patrick und ich schwimmen zur kleinen Felseninsel und zum Insel Av\u00e1pisto, der das seichte Becken im S abgenzt. Als sich Tigan\u00e1ki beginnt, mit Motorbooten zu f\u00fcllen, machen wir uns auf den Weg. Wir fahren die Stra\u00dfe zwischen Ark\u00ed und M\u00e1ratho hinauf, um zu sehen, wie sich das offene Meer benimmt. Kurz nach der Durchfahrt m\u00fcssen wir erkennen, dass ein Ritt gegenan keinen Sinn macht. Um 13h setzen wir die Segel und nehmen Kurs auf das etwa 5 sm entfernte P\u00e1tmos. Nach 3,5 sm beruhigt sich der Wind von 22 auf 16 Knoten und die Fahrt von 7 auf 6 \u00fcber Grund.<br \/>\nNach der Umrundung des Kap Geran\u00f3s, frischt er wieder auf. Auf den letzen 3 sm erreichen wir 8,3 kn bei 25 kn Halbwind. Es hat nur 24\u00b0 Lufttemperatur und durch den Wind wirkt es noch viel k\u00fchler. Immerhin 13\u00b0 weniger als in Wien.<br \/>\nWir legen in Sk\u00e1la am Yachtkai an. Tina und Patrick fahren um 15:30h mit dem Bus zur Chora hinauf, um v.a. das Koster zu besichtigen. Beate und ich bummeln etwas durch die fast menschenleeren Gassen bevor wir uns ins Kaf\u00e9 Marina setzen. Wir stellen fest, dass die Luft wirklich sehr angenehm ist, da eben ziemlich k\u00fchl und trocken. Ich sehe mir die hier liegenden Megayachten an w\u00e4hrend Beate eine Postkarte malt. Die zahlreichen vorbeifahrenden Mopeds bringen einen beachtlichen Ger\u00e4uschkontrast zur Ruhe in Tigan\u00e1ki.<br \/>\nAuf dem Heimweg gehen Patrick und Tina essen, Beate und ich erst um 19:30h als sie zur\u00fcck kommen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2006-07-24\">24.07.2006 Montag<\/strong><br \/>\n13:48 Patmos \/ Hafen Sk\u00e1la <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b019'31''+026\u00b032'44''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ablegen<\/em><br \/>\n14:10 Patmos \/ O. Melo\u00ef <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b019'50.2''+26\u00b033'22.1''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n Zeit unterwegs: 00:22 Strecke: 1,6 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 4,4 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Am Vormittag machen wir diverse Eink\u00e4ufe (Proviant, Flossen f\u00fcr Beate, Plastikkiste f\u00fcr den K\u00fchlschrank). Ich schaue im Internetcaf\u00e9 die Wetterprognose auf http:\/\/poseidon.hcmr.gr\/weather_forecast.html an. Sie verspricht weniger Wind f\u00fcr unser Gebiet morgen und \u00fcbermorgen. Allerdings habe ich schon festgestellt, dass diese Prognose etwas untertreibt.<br \/>\nKurz bevor wir ablegen wollen, holt die Nachbar-Motoryacht beim Ablegen den Anker einer kleinen Yacht vom Grund. Der Einsamsegler ruft um Hilfe und wirft seine Leinen an Land. Patrick und ich warten noch bis er den Anker nochmals gelegt hat und sich im starken Seitenwind m\u00fchsam mit seiner Langkiel-Yacht zum Kai zur\u00fcckgek\u00e4mpft hat und werfen ihm dann die Heckleinen zu. Auf dem Kai liegt eine superedler schwarzer Festmacher mit eingesplei\u00dftem Auge und Lederummantelung. Wir fragen, ob sie dem Deutschen geh\u00f6rt, was er verneint. Daher schlie\u00dfen wir, dass die Motoryacht sie als Wiedergutmachung f\u00fcr die entstandenen M\u00fchen hinterlassen hat und nehmen sie mit. Mit dem Seildurchmesser von 25 mm h\u00e4tte der Deutsche sowieso keine Chance, sie auf seinen Miniklampen zu verwenden, wir wahrscheinlich auch nicht. Um 13:48h legen wir ab und schreien einem Riesenkatamaran, Lagoon 50, noch zu, sie soll damit warten, neben uns anzulegen, bis wir abgelegt haben. Das Ablegeman\u00f6ver bei 20kn Seitenwind klappt perfekt und wir tuckern zur Bucht um die Ecke. Bei der Einfahrt bewundern wir noch die vor Anker liegende extrem lange Ketsch \u201eMari Cha III\u201c. Patrick schwimmt mit der Landleine zu \u201eunserem\u201c Baum, dem letzten am langen Sandstrand, womit keine Probleme mit dem hier sehr schlecht haltenden Ankergrund zu bef\u00fcrchten sind.<br \/>\nAm Nachmittag ziehen Patrick und ich das Kabel von der Unterwasser-Videokamera zur Navi-Konsole und installieren den LC-Bildschirm. Ab sofort kann der Ankergrund per Video inspiziert werden. Es funktioniert wunderbar, was wir durch tauchen unter der Kamera am BB-Rumpf best\u00e4tigen. Die Video\u00fcberwachung l\u00e4sst sich auch als digitales Aquarium verwenden!<br \/>\nWeil der Wind bei Sonnenuntergang zwar schon merkbar weniger wird, aber nicht so, dass eine Fahrt \u00fcber einigerma\u00dfen glattes Wasser zu erwarten w\u00e4re, \u00e4ndern wir unseren Plan, eine lange Nachtfahrt zu machen und beschlie\u00dfen, erst kurz vor Sonnenaufgang Richtung Norden los zu fahren. Daher gehen wir fr\u00fch schlafen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2006-07-25\">25.07.2006 Dienstag<\/strong><br \/>\n04:31 Patmos \/ O. Melo\u00ef <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b019'50.2''+26\u00b033'22.1''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n09:00 Fo\u00farnoi \/ O. K\u00e1mpi <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b034'09.7''+026\u00b028'36.2''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Anlegen<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 04:28 Strecke: 21,2 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 4,7 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>In der Nacht wache ich einige Male auf, um auf die Windger\u00e4usche zu achten. Ganz ruhig ist es nie. Um 4h holt mich der Wecker aus dem Schlaf. Es geht nur ein ganz leichter Wind mit 5-8 Kn. Ich schwimme zum Strand, l\u00f6se die Landleine und wecke den Patrick. Wir trinken noch einen Kaffee, bzw. Tee. Um 4:31h holen wir den Anker auf und fahren in der totalen Finsternis an der wieder hier vor Anker liegenden Mari Cha III in voller Beleuchtung vorbei. Wir m\u00fcssen sehr genau navigieren, um zwischen den Felsinselchen S der E-Spitze von P\u00e1tmos, A. Geran\u00f3s durchzukommen. Sie sind in der Finsternis erst kurz davor auszumachen. Inzwischen kommt der Wind aus N schon mit 18 kn daher. Nach A. Geran\u00f3s ist er wieder weg, aber Wellen sind noch da. Bei Sonnenaufgang Fr\u00fchst\u00fccken Patrick und ich im Cockpit und bewundern die Geschwindigkeit, mit der die Sonne als rote Kugel \u00fcber der T\u00fcrkei aufgeht.<br \/>\nAls wir die H\u00e4lfte der Strecke nach Fo\u00farni hinter uns haben, werden die Wellen gr\u00f6\u00dfer und das Boot stampft ordentlich dagegen an. Beate und Tina bleiben vern\u00fcnftigerweise in ihren Betten, denn wenig sp\u00e4ter frischt auch der Gegenwind auf und die Verh\u00e4ltnisse werden wirklich ungem\u00fctlich. 6 sm S der Fo\u00farni-Inseln kommen wir nur mehr mit 3,8 kn vorw\u00e4rts und es ist auf Grund der Gischt und der K\u00e4lte(!) nicht mehr besonders gem\u00fctlich im Cockpit. In solchen Situationen ist der Autopilot wirklich ein Segen. Als wir noch n\u00e4her kommen, erh\u00f6ht sich die GPS-Geschwindigkeit obwohl der Gegenwind noch bis auf 33 kn zunimmt. Die Wellen werden kleiner aber steiler. Ein Zeichen daf\u00fcr, dass hier eine starke Str\u00f6mung herrscht, der die Wellenl\u00e4nge zusammenschiebt.<br \/>\nUm 8:47h erreichen wir die Einfahrt in die Bucht K\u00e1mpos an der W-Seite von Fo\u00farni. Wir inspizieren die Poller und den Ankergrund (Video &#8211; Sand mit kurzem Seegras!) an der N-Seite der Bucht. Aber weil ich das letze Mal, als wir in der Nachbarbucht ankerten, zu Fu\u00df hierher gegangen bin und am Kopf des kleinen Anlegers an der W-Seite vor dem Strand gen\u00fcgend Tiefe gesehen habe, legen wir uns l\u00e4ngsseits dorthin. Ein freundlicher aber wortkarger Fischer hilft uns mit den Leinen und empfiehlt dann eine der zwei Fischtavernen. Wir verstehen daraus, dass der Platz zum Anlegen genehmigt ist. In der Tat d\u00fcrfte das der beste Anlegeplatz auf ganz Fo\u00farni sein, obwohl auch hier die Fallb\u00f6en aus unterschiedlichen Richtungen mit teilweise gro\u00dfer Geschwindigkeit daherkommen und ein leichter, aber nicht ungem\u00fctlicher Schwell herein steht.<br \/>\nTina und Patrick erkunden die Umgebung (Ort kann man wohl nicht sagen) w\u00e4hrend ich noch 1,5h schlafe. Dann gehen Beate und ich zum Hauptort. Dabei hat man die Wahl zwischen drei Stufenwegen, um zum Sattel mit zwei Windm\u00fchlenruinen aufzusteigen. Dort f\u00e4ngt ein sehr bequemer gepflasterter Gehweg an, der zum Ort in die n\u00e4chsten Bucht hinunterf\u00fchrt. Wir stellen fest, dass der Ort bemerkenswerterweise \u00fcber zwei Alleestra\u00dfen verf\u00fcgt aber sonst keinen sehr gepflegten Eindruck macht. Wir setzen uns in eines der vielen Lokale am Hafen, trinken und essen etwas. Beate zeichnet die Ortskirche w\u00e4hrend ich den Hafen aus der N\u00e4he inspiziere. Wie schon beim letzen Mal aus der Ferne, kann ich feststellen, dass Yachten hier nichts zu suchen haben.<br \/>\nAls wir um 14h zur\u00fcck kommen, machen sich Tina und Patrick auf den selben Weg. Um 15:40 sind sie wieder zur\u00fcck und gehen anschlie\u00dfend schwimmen. Und weil sie schon hungrig sind, in die Taverna direkt oberhalb vom Boot.<br \/>\nAls Beate und ich um 20h in die andere Taverna essen gehen, kommt auch Patrick mit, weil er nach dem Mini-Souvlaki um 4 wieder was vertragen kann. Tina hat aber keinen Hunger mehr und bleibt auf dem Boot.<br \/>\nEine Entscheidung habe ich heute endg\u00fcltig Beschlossen: F\u00fcr die n\u00e4chste Saison kommt das Boot in das Ionische Meer. Dort gibt es im Sommer keinen Melt\u00e9mi sondern nur normale Winde, die zwischendurch auch Pausen machen, zumindest in der Nacht.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2006-07-26\">26.07.2006 Mittwoch<\/strong><br \/>\n12:24 Fo\u00farnoi \/ O. K\u00e1mpi <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b034'09.7''+026\u00b028'36.2''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n14:44 Ikar\u00eda \/ F\u00e1ros <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b040'20''+026\u00b021'13''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 02:20 Strecke: 10,5 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 4,5 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Weil der Trick mit der fr\u00fchen Abfahrt gestern nicht funktioniert hat, versuchen wir ihn heute erst gar nicht. Die ganze Nacht r\u00fcttelt der Wind an der Takelage und l\u00e4sst die Wanten singen. Er ist aber nicht so stark, wie es sich in der Kaj\u00fcte anh\u00f6rt, sondern kommt nur aus einem bl\u00f6den Winkel.<br \/>\nUm 9h gibt Olympia Radio das erste Mal in diesem Sommer eine glatte Vier f\u00fcr die Windst\u00e4rke in unserem Gebiet (Samos Sea). Bisher war zumindest ein \u201elocally five\u201c dabei. In den letzten 14 Tagen sowieso nur 5-6. Also werden wir heute die \u00dcberfahrt probieren.<br \/>\nAm Vormittag stelle ich die bisherigen T\u00f6rnberichte von diesem Jahr auf den Server. Es funktioniert ganz gut sobald der Login erfolgt ist. Dieser dauert allerdings ewig lange.<br \/>\nUm 12:30h legen wir ab und fahren durch die schmale Stra\u00dfe zwischen Fo\u00farni und Thymaina. Der Wind bl\u00e4st hier kr\u00e4ftig entgegen, wird aber au\u00dferhalb der D\u00fcse schw\u00e4cher und hat tats\u00e4chlich die versprochenen 4 Beaufort. Das hilft uns aber nicht wirklich, weil die Wellen zu hoch sind f\u00fcr eine ertr\u00e4gliche 30 sm lange \u00dcberfahrt. Also nehmen wir Kurs auf Ikar\u00eda \/ F\u00e1ros.<br \/>\nGerade als ich das hier schreibe meldet sich der Warnsummer mit einem f\u00fcrchterlichen Pfeifen. Ich renne hinaus und sehe, dass die Warnlichter der std-Maschine leuchten und drehe ihn daher ab. Patrick deckt sogleich den Motor ab, der f\u00fcrchterlich stinkt und brennhei\u00df ist. Die Ursache ist sofort gefunden: gerissener Keilriemen. Mit dem bb-Motor kommen wir mit immerhin 3,6 kn voran, was bei diesem Wellengang sowieso nicht unangenehm ist. Allerdings kann ich den K\u00fchlschrank nicht einschalten, weil dann die Geschwindigkeit total zusammenbricht! Die halbe PS, die der Kompressor ben\u00f6tigt, bedeutet schon zu viel Leistungsverlust. Die Reparatur kann ich erst beginnen, wenn der Motor weniger hei\u00df ist.<br \/>\nInnerhalb von 9 Tagen fahren wir nun also zum zweiten Mal von Fo\u00farni nach F\u00e1ros bei gleichem Wind mit nur einem intakten Motor, diesmal der andere.<br \/>\nUm 14:44h werfen wir den Anker in den 4 m tiefer liegenden Sandgrund direkt vor der kleinen Mole. Beate macht uns noch eine Jause und dann montieren Patrick und ich den Ersatzkeilriemen. Binnen 10 Minuten l\u00e4uft der stbd-Motor wieder.<br \/>\nWir beobachten, wie Flugzeuge auf dem Flughafen unmittelbar hinter der Ortschaft landen &#8211; zuerst zwei Milit\u00e4rflugzeuge und dann eine Linienmaschine der Olympic. Alle sind zweimotorige Propellermaschinen. Gr\u00f6\u00dfere k\u00f6nnen wahrscheinlich nicht auf diesem Flugfeld landen.<br \/>\nUm 18h kommt ein scharfer Wind aus West auf, der auch noch anh\u00e4lt als wir um 20h mit dem Schlauchboot zum kleinen Anleger hin\u00fcbersetzen. Wir gehen in den gut sortierten Minimarkt mit den freundlichen Verk\u00e4uferinnen und anschlie\u00dfend in eine der 3 Tavernen am Strand. Als wir um 22h mit unseren Eink\u00e4ufen zum Schlauchboot zur\u00fcckkommen, beschlie\u00dft Beate die Beladung zu verringern und zum Boot zur\u00fcckzuschwimmen. Allerdings war das keine gute Idee, denn sie kommt ganz ersch\u00f6pft vom Kampf mit der immer noch aufgepeitschten See am Boot an. Der Wind mit B\u00f6en bis zu 27 kn h\u00e4lt immer noch an als wir schlafen gehen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2006-07-27\">27.07.2006 Donnerstag<\/strong><br \/>\nIkar\u00eda \/ F\u00e1ros<br \/>\nIn der Nacht nimmt der Wind etwas ab aber als Beate und ich um 7h schwimmen gehen, frischt er wieder auf. Der Wetterbericht um 9h verhei\u00dft keine Verbesserung. In 7 Tagen haben wir also noch keinen Meter Richtung Lesvos gemacht. Im Gegenteil, wir sind 1 sm s\u00fcdlicher als Pythag\u00f3rion, wo wir Tina und Patrick abgeholt haben. 6 Tage bleiben uns noch, um die 83 sm nach Plom\u00e1ri auf Lesvos zu schaffen &#8211; bei ruhigem Wetter eine Sache von 14 Stunden. Und wenn wir doch gegenan k\u00e4mpfen m\u00fcssen, sollte die Strecke in ca. 24 Stunden zu bew\u00e4ltigen sein. Also noch kein Grund nerv\u00f6s zu werden. Trotzdem geht diese dauernde Konzentration auf die Windverh\u00e4ltnisse geh\u00f6rig auf den Nerv. Die Pausenlosigkeit des Windes gibt mir immer mehr das Gef\u00fchl, gefangen zu sein.<br \/>\nIch fange an, alle T\u00f6rnberichte durchzusehen und f\u00fcrs Internet zu exportieren. Um 13h h\u00f6ren wir wieder die Wetternachrichten und beschlie\u00dfen die \u00dcberfahrt morgen sehr zeitig in der Fr\u00fch zu probieren. Da ist der Wind doch am schw\u00e4chsten.<br \/>\nBeate schl\u00e4gt vor, zum Strand zu schwimmen und den neuen wasserdichten Beutel zu probieren. Wir packen also trockene Sachen, Geld und Rauchwaren hinein und schwimmen die 150m zum Strand gegen\u00fcber. Etwas weiter entfernt gibt es ein Umkleideh\u00e4uschen und sogar eine Dusche mit Warmwasser. Das Wasser ist warm, weil der Zufuhrschlauch offen auf der Erde liegt. Dann setzen wir uns in die Caf\u00e9-Bar und beobachten, was sich so tut. Patrick und Tina bleiben an Bord und Spielen Karten. Es gibt tats\u00e4chlich was zu beobachten: eine Familie r\u00fcstet ein altes, kleines Boot mit einem alten Au\u00dfenbordmotor aus und Gro\u00dfvater, Vater und zwei kleine Kinder steigen ein. Sie setzen sich vom Ufer ab bevor der Motor l\u00e4uft und ich sage noch zur Beate, dass das sehr unvorsichtig ist. Tats\u00e4chlich gelingt es ihnen nicht, den Motor in Gang zu setzen und mit den klobigen Riemen k\u00f6nnen sie nicht gegen den Wind rudern. Nach einer halben Stunde sind sie schon vom ablandigen Wind weit hinausgetrieben worden und winken hektisch. Die Rettungsaktion startet und ein junger Mann und eine schwangere Frau telefonieren ganz aufgeregt. Ich frage, ob sie ein Boot zum abschleppen haben. Das haben sie und als wir wieder zur\u00fcckschwimmen f\u00e4hrt ein genau so kleines Boot hinaus, dessen Motor aber gut funktioniert. Sicher weiter als eine sm vor der K\u00fcste k\u00f6nnen sie dann das treibende Boot in Schlepptau nehmen.<br \/>\nUm 18h macht uns Beate eine k\u00f6stliche Eierspeise mit Erd\u00e4pfeln und Zucchini, die wir im Cockpit schnell essen, bevor der Wind sie komplett abgek\u00fchlt hat. Der wind ist n\u00e4mlich wieder ganz arg geworden und hat um 10kn zugenommen mit B\u00f6enspitzen bis 31kn. Ich sehe das als gutes Zeichen f\u00fcr die \u00dcberfahrt, denn bis dahin m\u00fcsste sich der Wind ausgeblasen haben. Optimist darf man wohl bleiben.<br \/>\n21:17:26 so, jetzt habe ich bald alle T\u00f6rnberichtdateien per GPRS auf den Server geladen. Sehr m\u00fchsam. Manchmal flutscht es nur so, manchmal h\u00e4ngt sich der ftp-Transfer beim Befehl < --[7]SITE CHMOD 664 auf und ich muss abbrechen. Die Datei ist dann aber mit der richtigen Byteanzahl und den richtigen Berechtigungen hinaufgeladen. Kann mir wer sagen, warum?\n\n\n\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2006-07-28\">28.07.2006 Freitag<\/strong><br \/>\n03:34 Ikar\u00eda \/ F\u00e1ros <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b040'20''+026\u00b021'13''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Anker auf + Segel setzen<\/em><br \/>\n03:47  <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n06:12  <em>Kurs\u00e4nderung<\/em><br \/>\n09:04 Buchteinfahrt <em>Segel bergen<\/em><br \/>\n09:28 \u00c7esme-Kusadasi \/ Kirkdilim Limani <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b008'12''+026\u00b034'14''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n13:14 \u00c7esme-Kusadasi \/ Kirkdilim Limani <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b008'12''+026\u00b034'14''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Weiterfahrt<\/em><br \/>\n14:19 \u00c7esme-Kusadasi \/ Sarpdere Limani <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b011'08''+026\u00b031'01''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Buchtrunde<\/em><br \/>\n17:22  <em>Segel bergen<\/em><br \/>\n17:32  <em>bei Hafeneinfahrt<\/em><br \/>\n17:45 Ch\u00edos \/ Limen\u00edskos Katatarr\u00e1ktis  <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b015'58''+026\u00b006'15''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Anlegen<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 10:24 Strecke: 71,4 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 6,8 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Um 3h l\u00e4utet der Wecker. Immer wieder vorher bin ich schon aufgewacht und habe festgestellt, dass der Wind noch immer ordentlich weht. Die Windanzeige best\u00e4tigt es, aber es ist trotzdem viel weniger als sonst: im Schnitt ca. 15 kn. Ich koche Kaffee und Tee und wecke den Patrick auf. Nach einer kurzen Aufwachphase fangen wir an, das Segel im Licht der Lampe auf der 100m entfernten Mole herzurichten. Um 3:34h holen wir den Anker auf und setzen anschlie\u00dfend das Gro\u00dfsegel mit 2 Reffs. Um 3:47h fahren wir los. Der Plan ist, so hoch am Wind wie m\u00f6glich zu motoren und das Segel als St\u00fctzsegel zu verwenden. Neben Chios haben wir 2 m\u00f6gliche Ausweichziele ausgesucht und am GPS programmiert, falls wir den Kurs auch Chios nicht halten k\u00f6nnen: Kirkdilim Limani auf Kurs 025 und Ankerplatz bei Kormen Adasi auf Kurs 054. Agia Ermioni auf Chios liegt auf Kurs 345<br \/>\nNach kurzer Zeit entlang des letzten Zipfels von Ikar\u00eda k\u00f6nnen wir den Bug Richtung N wenden. Wir sind sehr neugierig, welchen Kurs wir fahren k\u00f6nnen und wie die Wellensituation ist. Auch nach der Landabdeckung kommt der Wind fast aus W. Wir k\u00f6nnen also  Kurs auf Chios nehmen und dabei noch eine Reserve von 10\u00b0 zus\u00e4tzlich fahren, also auf Kurs 335 mit 6,5 kn \u00fcber Grund.<br \/>\nAuch die Wellen sind harmlos und ich freue mich schon \u00fcber die gute Entscheidung, so fr\u00fch los gefahren zu sein. Als aber kurz vor Sonnenaufgang der Wind ganz wegstirbt werde ich skeptisch, ob ich denn wirklich richtig Entschieden habe. Der Melt\u00e9mi dreht n\u00e4mlich im Laufe des Tages gegen links, d.h. gegen den Uhrzeigersinn. Er dreht aber nie in die andere Richtung, zumindest nicht in der Ost\u00e4g\u00e4is. Ich vermute die Thermik als Ursache: Im Lauf des Tages w\u00e4rmt sich das t\u00fcrkische Festland auf und der Melt\u00e9mi wird dorthin abgelenkt. Irgendwann muss er sich neu einrichten, um wieder nach links drehen zu k\u00f6nnen. F\u00fcr ca. 20 Minuten ist es windstill und das Deck wird triefend nass vom Tau. W\u00e4hrend wir im Cockpit fr\u00fchst\u00fccken f\u00e4ngt der Wind wieder an &#8211; direkt aus N. Wir h\u00e4tten noch 25 sm nach Agia Ermioni und die Fahrtgeschwindigkeit verlangsamt sich zunehmend und das Boot f\u00e4ngt zu stampfen an. Es ist vorauszusehen, dass der Wind noch auffrischen wird und wir diese Strecke gegen ihn nicht schaffen werden. Also \u00e4ndern wir den Kurs um +60\u00b0 und steuern Kirkdilim an, 17 sm entfernt. Als die Sonne um 6:20 aufgegangen ist, bl\u00e4st der Nordwind schon mit 18-19 kn aber wir k\u00f6nnen problemlos mit 6,7 kn \u00fcber Grund Richtung T\u00fcrkei d\u00fcsen.<br \/>\nLehre daraus: Wer hier bei Melt\u00e9mi gegen Norden muss, fahre so ab, dass er kurz vor Sonnenaufgang, also um 5:30-6h am Ziel ist! W\u00e4ren wir um 23:30h losgefahren, h\u00e4tten wir Chios so bestens erreicht. Das wurmt mich schon. Andererseits ist Patrick ganz erfreut \u00fcber die Aussicht, einen inoffiziellen Grenz\u00fcbertritt nach Asien machen zu k\u00f6nnen. Das Bl\u00f6de ist nur, dass ich keine ordentliche Karte habe. Das sonst sehr gute und pr\u00e4zise griechische Seekartenbuch von Nicholas Elias ignoriert die T\u00fcrkei indem er sie dunkelbraun einf\u00e4rbt und m\u00f6glichst wenig zeigt und schon gar keine Details oder t\u00fcrkische Namen. Nicht ein Mal \u00c7esme 9 sm gegen\u00fcber von Chios Stadt ist namentlich erw\u00e4hnt. Mit Hilfe vom \u00dcbersegler im Ma\u00dfstab 1:750.000 (normale Seekarte 1:150.000), Turkish Waters Pilot von Rod Heilkell und GPS sollte es aber gehen.<br \/>\nKaum sind wir S des westlichsten Zipfels der T\u00fcrkei \u201eAkburun\u201c, wenn auch ca. 12 sm davon entfernt, ver\u00e4ndern sich die Umst\u00e4nde wieder. Wind und Wellen nehmen stark ab. Ich suche im Pilot-Buch nach einer anderen Bucht, die wir jetzt ansteuern k\u00f6nnten und finde eine: Sarpdere Limani, ca. 19 sm von Chios entfernt. Wenn die Verh\u00e4ltnisse so bleiben, k\u00f6nnten wir nach einer Pause am Nachmittag dorthin weiter fahren.<br \/>\nPatrick sitzt auf dem Steuermannsessel, h\u00f6rt Musik und l\u00e4sst sich schaukeln. Das hat seine Wirkung und er schl\u00e4ft fast ein. Bevor er vom Sessel f\u00e4llt, legt er sich ins Bett. Ich bin auch saum\u00fcde und d\u00f6se auf der Sitzbank im Salon zwischen den Kontroll-Rundumblicken alle 10 Minuten.<br \/>\n8 sm vor Sarpdere ist der Nordwind mit 20 kn wieder da. Es ist nicht mehr so gem\u00fctlich und ich \u00e4ndere wieder den Kurs um +35\u00b0 auf Kirkdilim, 4 sm \u00f6stlich von Sarpdere. Ist auch nicht so toll aber geht schneller insbesondere als der Wind 25 kn erreicht. Nach 5 sm ist der Wind wieder weg und direkt an der K\u00fcstenlinie scheint \u00fcberhaupt Flaute zu herrschen. So ist es auch als wir die Buchteinfahrt um 09:04:04 erreichen. Das Minil\u00fcfterl kommt mit 5 kn daher &#8211; aus E!<br \/>\nDie Bucht selbst ist, bis auf eine gro\u00dfe Festmachertonne in der Mitte, total naturbelassen, riesig und schneidet 1,7 sm Richtung NNW in das Land ein. Ein einziges kleines Segelboot ankert hier. Auf dem Bug steht ein Mann und ohne abzuwarten, was wir \u00fcberhaupt vor haben, wild gestikuliert und mit der Hand deutet, dass sich seine Ankerkette vom Bug in Richtung Bucht Strecke und damit, dass ich meinen Anker nicht \u00fcber seine Ankerkette legen soll. Na auf das w\u00e4re ich wohl sonst nie gekommen. Armer Mensch, was f\u00fcr Erfahrungen muss er gemacht haben, dass er hier, wo unendlich viel Platz ist, wie wahrscheinlich \u00fcberall, unter Umgehung jedweder Gehirnt\u00e4tigkeit sofort mit dem Ankerkettenrichtungswachelritual beginnt, wenn sich ein anderes Boot nur n\u00e4hert! Sowas habe ich schon ein paar Mal beobachtet. Die absolute Steigerung war einer bei N. Archangelos, der zus\u00e4tzlich schrie, er habe 60 m Kette drau\u00dfen und deutete, diese liege nicht gerade, sondern in einem Bogen \u2014 kein Wunder bei 4 m Wassertiefe. Warum er sich lieber aufgeregt hat als die Kette auf normale L\u00e4nge zu verk\u00fcrzen, verstehe ich bis heute nicht.<\/p>\n<p>Um 09:30:45 liegt also auch unser Anker auf 4 m Tiefe 70 m weiter weg vom Wachler. Das Wasser ist kristallklar und fast spiegelglatt, herrlich! Beate, Patrick und ich schwimmen sogleich darin. Es hat aber auch hier nur 22\u00b0. Am Strand meint Patrick, es w\u00e4re ein historischer Augenblick, weil er das erste Mal au\u00dfereurop\u00e4ischen Boden ber\u00fchre. Der ist hier aber nicht besonders attraktiv. Kieselsteine und relativ gro\u00dfe Steine ziemlich voll mit Seeigel bis zu 2 m Tiefe. Auf dem Weg zum Boot liegen 2 gro\u00dfe Eidechsenfische, ca. 20 und 30 cm lang auf dem Grund auf der Lauer. Sonst gibt es wenig zu vermelden, au\u00dfer, dass der Grund aus relativ grobem Sand mit vielen Steinen besteht, wie auf Agathon\u00edsi, und daher wahrscheinlich schlecht h\u00e4lt.<br \/>\nBevor ich mich kurz schlafen lege, wechsle ich noch die Gastlandflagge.<br \/>\nUm 13:15h sind wir wieder unterwegs. Bis Sarpdere Limani haben wir fast gar keinen Wind. Als wir in die Bucht einbiegen, um sie zu inspizieren, kommt der Wind schon wieder mit angenehmen 12 kn aus N. Die Bucht w\u00e4re wie die vorige durchaus f\u00fcr eine \u00dcbernachtung geeignet. Hier sind auch einige Ferienh\u00e4user vorhanden. Das Wasser ist so klar, dass ich noch auf 20 m Tiefe den Grund mit der Videokamera sehen kann. Sieht aus wie Sandgrund mit kurzem Seegras.<br \/>\nGleich nach Sarpdere kommt der Wind schon aus WNW mit 14 kn, also von vorne. Aber die Wellen sind (noch?) unbedeutend f\u00fcr die Blodughadda. Um 15:45h setzen wir die Segel aber lassen den bb-Motor laufen. Damit k\u00f6nnen wir bis zu 35\u00b0 am Wind motorsegeln und kommen gut voran. In der Stra\u00dfe zwischen T\u00fcrkei und Chios sind die Verh\u00e4ltnisse wider Erwarten sehr freundlich. Der gerade noch m\u00f6gliche Kurs f\u00fchrt uns nach Katarr\u00e1ktis. Also sehen wir uns dieses urt\u00fcmliche Bauern- und Fischerdorf an. Laut Reisef\u00fchrer der Tina kann man hier gut und g\u00fcnstig Fisch essen. So sieht es auch aus.<br \/>\nAn der E-Mole bekommen wir noch einen Platz l\u00e4ngsseits zwischen einem Fischerboot und einem total abgewrackten Minilastschiff, das mit 7(!)Heckleinen den Platz fast wegnimmt. Der Bug wird von diesen Heckleinen nach au\u00dfen gehalten. Wir h\u00e4tten also gar keine Fender ben\u00f6tigt. \u00dcber das Bootsheck k\u00f6nnen wir bequem auf die Mole hupfen. Andere Yachten sind hier nicht vorhanden. Um 17:45 schalte ich endg\u00fcltig die Motoren nach einer Fahrt von 10:24h ab. Vorteil: Volle Batterien und eine K\u00fchlschranktemperatur von 2,8\u00b0 (plus).<br \/>\nDieses GPRS ist ein absoluter Schas. Ich habe volle Internetverbindung und beste Empfangsbedingungen aber weder Mail noch FTP k\u00f6nnen irgendwas damit anfangen. Gleicher Provider (Cosmote), gleiche Einstellungen wie gestern nur andere Insel. Soll man vielleicht inselpezifische Einstellungen verwenden oder was?<br \/>\nNach diesem gescheiterten Versuch, den neuesten Bericht auf den Server zu stellen gehen wir in die Taverna \u201eMeltem\u00e1ki\u201c (Kleiner Meltemi) essen. Entlang des Wassers gibt es \u00fcberhaupt viele Tavernen. Vom g\u00fcnstigen Fisch kann aber keine rede sein: \u20ac 48,- per Kilo. Nachdem ich vor 3 Wochen in K\u00e1lymnos bei einem Fischh\u00e4ndler Goldbrassen um \u20ac 7,- das Kilo, die noch dazu auf Wunsch geputzt wurden, gekauft habe, habe ich jetzt keine Lust, den 7-fachen Preis daf\u00fcr zu zahlen, dass sie nur mehr gebraten und serviert werden. Also isst Patrick seinen geliebten sagan\u00e1ki tyr\u00ed (gebratener K\u00e4se) und mo\u00fassaka (Melanzaniauflauf), Beate panz\u00e1ria sk\u00e9ta (Rote R\u00fcben ohne Knoblauch) so\u00favlakia (Spie\u00dfe), ich stif\u00e1do (Gulasch) und Tina begn\u00fcgt sich wie \u00fcblich mit m\u00e9galo ner\u00f3 (gro\u00dfes Wasser).<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2006-07-29\">29.07.2006 Samstag<\/strong><br \/>\n11:55 Ch\u00edos \/ Limen\u00edskos Katatarr\u00e1ktis  <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b015'58''+026\u00b006'15''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ablegen<\/em><br \/>\n13:40 Ch\u00edos \/ Hafen <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b022'05''+026\u00b008'33''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Anlegen<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 01:45 Strecke: 10,2 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 5,8 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Auf dem Kai gibt es einige Wasserh\u00e4hne und Stromanschl\u00fcsse. Von den Wasserh\u00e4hnen funktioniert nur der erste am Fu\u00df der Mole. Es ist weit dorthin. Ich st\u00fcckle alle vorhandenen Schl\u00e4uche zusammen auf eine L\u00e4nge von ca. 100m. Weil das Fischerboot hinter uns in der Nacht schon abgelegt hat, k\u00f6nnen wir die Blodughadda um 2,5 Bootsl\u00e4ngen nach hinten verlegen. So geht es sich gerade aus, die Wassertanks neu zu bef\u00fcllen. W\u00e4hrenddessen gehen Tina und Patrick einkaufen \u2014 vor allem Trinkwasser. Ob die Stromanschl\u00fcsse funktionieren, habe ich gar nicht probiert; wozu auch, mit vollen Batterien und kaltem K\u00fchlschrank.<br \/>\nUm 11:55h legen wir ab. Der gestern so liebliche Sten\u00f3 Ch\u00edos ist heute ganz anders: Voll mit wei\u00dfen K\u00e4mmen wegen des scharfen NE-Windes. Der Wind ist also voll auflandig mit 25-30 kn und wenn wir die Hafenausfahrt passieren bzw. passiert haben, dann sind wir nur 50-60 m von dieser brodelnden Leek\u00fcste entfernt. Au\u00dferdem m\u00fcssen wir im rechten Winkel zum Wind aus dem Hafen hinausfahren und k\u00f6nnen erst dann gegen den Wind drehen. In langsamer Fahrt bei starkem Seitenwind kann es mit diesem Boot durchaus passieren, dass das misslingt. Jetzt w\u00fcrde ein Misslingen eine Katastrophe bedeuten. Als Patrick die letzte Leine los gemacht hat, gebe ich also Vollgas. Die Strecke zum Beschleunigen ist ca. 80m lang. Wir haben etwa 2,5 kn Geschwindigkeit als wir in die aufgepeitschte See hinauskommen. Trotzdem gelingt es, das Boot dagegen zu wenden und dann, immer noch bei Vollgas, ganz langsam zu beschleunigen. Als wir endlich 5 kn erreicht haben, kann ich aufatmen.<br \/>\nBei diesem Wind sollte keiner versuchen, diesen Hafen anzulaufen, wenn er ihn nicht sehr gut kennt! Also hatten wir gestern gro\u00dfes Gl\u00fcck.<br \/>\nWir laufen gegen den starken Wind entlang der SE-K\u00fcste von Ch\u00edos hinauf. Weil die Wellen nicht sehr gro\u00df sind, ist das kein Problem und wir kommen mit 5,4 kn \u00fc.G. voran. Nach 5 sm bei A. Katom\u00e9n sind wir aber wieder auf dem R\u00fcttelpult und wir m\u00fcssen die Geschwindigkeit reduzieren.<br \/>\nUm 13:40h erreichen wir die Hafeneinfahrt von Ch\u00edos. Im riesigen Hafenbecken ist jede Menge Platz frei. Ebenso an den \u201eYachtstegen\u201c im SE-Teil des Hafens. Dort sind auch Bojen und Moorings vorhanden und die Kaimauer ist vollgepflastert mit alten Autoreifen. Bl\u00f6derweise entscheide ich mich daf\u00fcr, dort anzulegen. Fast gegen den Wind und mit dem Bug voran ist es normalerweise keine gro\u00dfe Sache, anschlie\u00dfend eine Mooring zu nehmen und sie an der Heckklampe fest zu machen. Aber, wie es sich zeigt,befinden sich diese Bojen genau auf der H\u00f6he der Propeller, die ich deswegen nicht einschalten kann. Wir treiben daher sogleich zum Segelbootnachbar, einem Belgier, der gestern angekommen ist, und lehnen uns an seine gefenderte std-Seite. Er erkl\u00e4rt, dass das hier alles Pl\u00e4tze von Dauerliegern w\u00e4ren, die bis morgen an einer Regatta teiln\u00e4hmen, bis auf den Platz, wo wir gerade seien. Dort liege normalerweise ein gro\u00dfes Motorboot. Wir w\u00e4ren gut beraten, unser Boot weiter weg zu verholen, weil mit dem Motorbooteigner nicht zu spa\u00dfen w\u00e4re. Also machen wir das. Es ist aber recht m\u00fchsam ohne Motor und mit den Bojen, die nicht weit genug entfernt sind. Nat\u00fcrlich verheddert sich auch eine Bojenschnur um einen Saildrive. Ich muss sie schnorchelnderweise im Hafenwasser mit einer Sichtweite von h\u00f6chstens 63,5cm befreien. Es dauert eine ganze Stunde bis wir mit dem Anlegeman\u00f6ver fertig sind.<br \/>\nBeate, Tina und Patrick gehen gleich um sich zu erkundigen, ob wir ein Leihauto f\u00fcr einen halben Tag zu einem vern\u00fcnftigen Preis irgendwo mieten k\u00f6nnten und ich schreibe diese Zeilen. Derweil kommt schon ein \u00e4lterer Mann ganz aufgebracht und spricht auf Griechisch, dass das hier Privatpl\u00e4tze seien. Ich antworte ihm auf Griechisch(!), dass ich das w\u00fcsste und auch w\u00fcsste, dass die Boote hier erst morgen zur\u00fcckkommen w\u00fcrden und dass wir zwischen 8 und 9 losfahren w\u00fcrden ob ob das nicht \u201eentaxi\u201c (in Ordnung) w\u00e4re. Ganz verwirrt ob dieser griechischen Antwort schaltet er auf irgendein Englisch-Italienisch-Gemisch um, und sagt dasselbe dann noch ein Mal. Das mache ich auch, aber auf reinem Greek-English. Dann zieht er ab. Als die anderen mit dem Leihauto kommen, mich abzuholen, sehe ich ihn zusammen mit 2 anderen M\u00e4nnern auf einer Motoryacht einige Boote weiter drau\u00dfen. Ich erkl\u00e4re ihnen nochmals, dass wir nur bis morgen Fr\u00fch bleiben werden. Jetzt finden sie alle das auch entaxi und ich kann beruhigt die Inselrundfahrt antreten.<br \/>\nWir fahren mit einem roten Citro\u00ebn C3 Richtung S\u00fcdwesten der Insel. Die Stra\u00dfe geht hoch in die bewaldeten Berge, teilweise in Serpentinen. Unser erstes Ziel ist Mest\u00e1. Die unverputzten Steinh\u00e4user des Ortskernes sind wie eine Festung zusammengebaut. Nur wenige enge Gasserln schl\u00e4ngeln sich durch die H\u00e4user, oft auch unter ihnen. Auf dem Plat\u00eda (Hauptplatz) genehmigen wir uns eine Erfrischung, w\u00e4hrend Tina ein Gesch\u00e4ft auftreibt, das Mastix-Waren verkauft. Aus diesem nur hier in S\u00fcdchios vorkommenden Baumharz wird alles m\u00f6gliche Essbare gemacht, eigentlich nur aromatisiert, vor allem S\u00fc\u00dfigkeiten. Wir kaufen einen Tiegel mit wei\u00dfem past\u00f6sem Inhalt und Loukumia &#8211; Geleew\u00fcrfeln, die man vor allem zum unges\u00fc\u00dften griechischen Kaffee nascht. Der Cultural Society of Mesta (www.mesta-chios.gr) hat eine Verkaufsbudel aufgestellt, wo 2 Damen Kr\u00e4uter, N\u00fcsse und Feigenschnaps verkaufen. Beate kauft Letzteren, weil die Frau erkl\u00e4rt, man sollte ihn wie Ouzo mit Wasser trinken und das k\u00f6nnte mir schmecken. (Sp\u00e4ter stelle ich fest, dass er in extremer Verd\u00fcnnung gerade noch trinkbar ist.)<br \/>\nWir fahren weiter nach Pirg\u00ed, der \u201eMastixhauptstadt\u201c. Unterwegs sehen wir viele Plantagen. Die f\u00fcr Griechenland einzigartigen Kratzputzfassaden geben dem Ort einen ganz besonderen Charakter. Sehr viele H\u00e4user sind eingeh\u00fcllt in schwarz-wei\u00dfen geometrischen Mustern, sogar an der Unterseite der Balkone.<br \/>\nEtwas anderes verleiht heute diesem Ort eine besondere Stimmung: Es soll eine Hochzeit stattfinden. Man bekommt das Gef\u00fchl, alle Einwohner \u00fcber, sagen wir 40 Jahren, w\u00fcrden sch\u00f6n gekleidet in freudiger, neugieriger Erwartung auf der Zufahrtsgasse zur Kirche versammelt sein. An einer Kreuzung, an der die Brautleute wahrscheinlich in diese Kirchengasse einbiegen werden, stellen wir uns auch neugierig hin. Alsbald kommt schon der Br\u00e4utigam mit gro\u00dfem m\u00e4nnlichem Gefolge. Er tr\u00e4gt einen Blumenstrau\u00df aber keine Krawatte. Ich finde, sie sehen alle wie Mafiosi aus. Dann dauert es lange bis die Braut kommt. Ihr Gefolge ist noch gr\u00f6\u00dfer und wird von einer kleinen Musikkapelle angef\u00fchrt. Als sie an uns vorbei sind, f\u00fcllt sich die Gasse mit den Leuten, die hinterher gehen. Nur wir gehen wieder zum Auto.<br \/>\nAls wir um 21h das Auto zur\u00fcckgeben, regt sich der Verleiher Georgios Psoras vom Exodus Car Rental auf, weil wir angeblich zu wenig nachgetankt h\u00e4tten. Es entsteht eine sinnlose Diskussion, der damit endet, dass wir zu den \u201eg\u00fcnstigen\u201c \u20ac 35,- Halbtagesmiete noch \u20ac 7,- Benzinkosten zahlen m\u00fcssen. Somit haben wir, zusammen mit den \u20ac 7,- an der Tankstelle, \u20ac 14,- an Benzinkosten gehabt \u2014 f\u00fcr 80 km Fahrt. Bei 1,22\/L ergibt das einen Verbrauch von 14,3L\/100 km. Ziemlich heftig f\u00fcr ein Miniauto auf \u00dcberlandstra\u00dfe. W\u00fcrde meinen, etwa doppelt so viel wie tats\u00e4chlich.<br \/>\nW\u00e4hrend wir anschlie\u00dfend unseren Hunger in einer Taverne an der extrem lauten und mit Lokalen aller Art gespickten Hafenstra\u00dfe stillen, schaut sich Tina die Stadt noch n\u00e4her an. Patrick geht mit ihr dann noch eine Runde durch die Stadt, Beate und ich zur\u00fcck zum Boot. Auf dem Heimweg f\u00e4llt uns auf, dass das riesige Hafenbecken (700 x 350 m) praktisch leer ist. Kein einziges Fischer-, Ausflugs- oder Segelboot. Nur an der S-Seite liegen 4 riesige Motoryachten, also jetzt abgesehen von der \u201eMarina\u201c an der SE-Seite, wo die Blodughadda liegt. Bei diesem Wind w\u00e4re es auch \u00fcberall sonst sehr unkomfortabel f\u00fcr eine kleine Yacht, ganz abgesehen vom L\u00e4rm. So gesehen war die Entscheidung, hier anzulegen, doch richtig.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2006-07-30\">30.07.2006 Sonntag<\/strong><br \/>\n09:55 Ch\u00edos \/ Hafen <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b022'05''+026\u00b008'33''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ablegen<\/em><br \/>\n11:13  <em>schneller<\/em><br \/>\n12:26 Oino\u00fasses \/ O. Fourker\u00f3 <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b030'44''+026\u00b014'59''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n16:55  <em>Weiterfahrt<\/em><br \/>\n17:08 Oino\u00fasses \/ O. Kalami\u00e1nis <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b030'35''+026\u00b014'32''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 02:43 Strecke: 15 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 5,5 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Unter den Argusaugen des \u201eMarinabewachers\u201c legen wir um 9:55h ab. Mit einer langen Leine auf Slip ziehen wir uns an einer Mooring langsam hinaus. Weil wir keine Boje mitnehmen, winkt der Grieche freundlich zum Abschied.<br \/>\nJetzt ist ein Kontrastprogramm angesagt und daher nehmen wir Kurs 030 auf eine einsame Bucht auf der Insel In\u00fassa (Oinno\u00fasses). Der Wind mit ca. 18kn kommt aus 000 und beschert uns zun\u00e4chst eine Schaukelpartie, die zu m\u00e4\u00dfiger Fahrt zwingt. Ca. 4 sm S der \u201eWellenbrecherinsel\u201c k\u00f6nnen wir dann Vollgas geben.<br \/>\nUm 12:04 schauen wir uns den Ormos Bog\u00e1zi an. Die Kartenkommentare \u201eVery good with Meltemi\u201c und \u201eShelter from all winds\u201c des guten Herrn El\u00edas bezieht sich ausschlie\u00dflich auf die Wellen. Der Wind kann an solchen Stellen durchaus mit ohrwaschelabreissender Geschwindigkeit daher kommen. Ganz so schlimm ist es hier nicht, aber h\u00e4sslich. Wir drehen um und fahren in die Bucht Fourker\u00f3 weiter westlich. Hier ist es netter und vor allem kommt der Wind mit nur 8-13 kn vom Scheitel. Was aber verbl\u00fcfft: Den Grund sieht man auf 3 m Tiefe kaum, auch nicht mit dem Video. Das Wasser ist n\u00e4mlich ungew\u00f6hnlich tr\u00fcb. Wahrscheinlich vom Schlickgrund.<br \/>\nBeate macht uns einen griechischen Salat, den wir sogar im Cockpit genie\u00dfen k\u00f6nnen.<br \/>\nDann versuche ich noch eine Toilettenpumpenreparatur, indem ich die Basisschrauben noch mehr mit Teflonband einwickle. Die Schrauben sitzen wieder etwas fester aber sicher nicht lange. Hoffentlich bringen Harald und Matthias die bestellten Hohlraumd\u00fcbel!<br \/>\nNach 4,5 Stunden brechen wir wieder auf. Die bei\u00dfenden Fliegen von den zahlreichen Ziegen an Land haben uns entdeckt und in dem schlecht haltenden Grund ist unser Anker schon 20-30 m geschliert. Wir fahren ganze 0,8 sm in die westliche Nachbarbucht. Diese ist viel kleiner und lieblicher. Insbesondere der Seegrund: gut haltender feiner Sand, der vom Sandstrand im Scheitel langsam abf\u00e4llt. Und hier gibt es Muschelschalen in Mengen. Patrick und ich tauchen innerhalb von 20 Minuten ganze 65 sch\u00f6ne, gro\u00dfe H\u00e4lften herauf, viele davon noch durch das Ligament mit einander verbunden.<br \/>\nPatrick und ich spielen lange Karten und plaudern im Salon. Zum Schluss machen wir noch einen Mitternachtsschwimm.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2006-07-31\">31.07.2006 Montag<\/strong><br \/>\n10:29 Oino\u00fasses \/ O. Kalami\u00e1nis <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b030'35''+026\u00b014'32''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n15:32 L\u00e9svos \/ Plom\u00e1ri <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=38\u00b058'27''+026\u00b022'10''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Anlegen<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 05:03 Strecke: 35,9 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 7,1 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Um 10:30h brechen wir den Anker aus dem sehr gut haltendem Sand. 1,5 sm weiter westlich fahren wir eine Runde im sch\u00f6nen Hafen. Dann umrunden wir In\u00fassa entlang der SW-K\u00fcste, wo sich einige sch\u00f6ne Str\u00e4nde und gro\u00dfe Villen befinden, aber keine Menschen.<br \/>\nDas Meer N pr\u00e4sentiert sich ziemlich freundlich, nur 8-9 kn Gegenwind und m\u00e4\u00dfig gro\u00dfe Wellen. Allerdings sind diese gr\u00f6\u00dfer als diese Windst\u00e4rke erzeugen w\u00fcrde. Also werden wir wahrscheinlich weiter drau\u00dfen mehr Wind bekommen. Oder sie sind noch vom gestrigen st\u00e4rkeren Wind \u00fcbrig, was weniger wahrscheinlich ist, aber angenehmer w\u00e4re.<br \/>\nUm 12:30h, nach 2\/5-tel der Strecke, flaut der Wind noch mehr ab und die Wellen werden flacher. Als ich in N auch noch einige ganz wenige Cirrus-Wolken sehe, werde ich optimistischer, dass der Melt\u00e9mi nach 19 Tagen doch endlich wieder eine Pause machen k\u00f6nnte. Wahrscheinlich ist in \u00d6sterreich heute das Wetter schlechter geworden.<br \/>\nDer Wetterbericht um 13h wei\u00df aber noch nichts von einer Pause und verspricht Nordwind mit 5-6. Die tats\u00e4chliche Windst\u00e4rke beschr\u00e4nkt sich auf den Fahrtwind von 7,7 Knoten. Mit anderen Worten: Es herrscht Flaute.<br \/>\nSie h\u00e4lt nicht lange an und etwa 12 sm vor Plom\u00e1ri kommt leichter Wind aus W auf. Als wir um 15:20h an der Hafeneinfahrt ankommen, hat er auf kaum 5 kn zugenommen und wir haben eine sehr angenehme und schnelle \u00dcberfahrt gehabt.<br \/>\nWir legen mit Buganker und Heckleinen am Hauptkai an. Nur 3 Segelboote liegen hier und Platz ist reichlich vorhanden, daf\u00fcr wenige Festmacherringe. Das macht aber nichts weil es total windstill ist und wir uns Zeit lassen k\u00f6nnen. Ich stelle dann fest, dass der Katamaran sehr gut liegt mit 20 m zwischen den beiden Festmachern, weil sie jeweils in fast 45\u00b0 vom Bootsheck weggehen. So viel Platz gibt es aber selten in einem Hafen.<br \/>\nWir inspizieren den nicht besonders attraktiven aber recht sympathisch wirkenden Ort. Es gibt hier direkt am Kai sogar einen Park, der aber wegen der Gitterz\u00e4une wie ein Zoo wirkt. Ich inspiziere noch den im Jahr 2000 neu gebauten Teil des Hafens mit einem Betonschwimmsteg und muss mich wieder \u00fcber die Schlampigkeit der Griechen \u00e4rgern. Hier w\u00e4ren n\u00e4mlich alle Voraussetzungen f\u00fcr einen wirklich tollen Yachthafen vorhanden inklusive vielen Wasseranschl\u00fcssen und Versorgungss\u00e4ulen f\u00fcr Strom. Aber alles ist kaputt, wirklich alles, sogar die dort aufgestellten Mistk\u00fcbeln. Und so gut wie alle Pl\u00e4tze sind mit Booten besetzt, von denen die meisten in einem erb\u00e4rmlichen Zustand sind und sicher nur dort liegen, weil es nichts kostet. Vermutlicher Grund dieser Mis\u00e4re: Wie \u00fcblich ist niemand zust\u00e4ndig.<br \/>\nDer freundlichste Hafenpolizist, den ich in Griechenland je erlebt habe, zeigt mir auf der Seekarte, wo auf Lesvos sch\u00f6ne Ankerpl\u00e4tze vorhanden sind und empfiehlt mir dringend, diese sch\u00f6ne \u201eInsel f\u00fcr Segler\u201c anzusehen. Ich fange sogleich an zu \u00fcberlegen, wie lange eine Inselumrundung dauern w\u00fcrde.<br \/>\nBevor wir essen gehen, beobachten wir, wie ein Mann vom Kai aus ganz l\u00e4ssig einen Oktopus mit einer Leine aus dem Hafenbecken zieht und ihn wieder hineinwirft. Er war zu klein, sagt er. Dann gehen wir ca. 12 m zum am n\u00e4chsten gelegenen Tisch der Hafentaverna w\u00e4hrend Tina noch die Gesch\u00e4fte durchstreift.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2006-08-01\">01.08.2006 Dienstag<\/strong><br \/>\nL\u00e9svos \/ Plom\u00e1ri<br \/>\nP\u00fcnktlich um 8:30h kommt der bestellte Dieselwagen und liefert 127 l zum Preis von 1,05\/l. Und ebenfalls p\u00fcnktlich um 9:30h kommt der bestellte Leihwagen Szuzuki Wagon+R. Zwei seltene Ereignisse in Griechenland. Das Auto kostet \u20ac 55,- f\u00fcr zwei Tage inkl. 200 km.<br \/>\nUm 10h machen wir uns auf den Weg auf eine Rundfahrt nach Megalochorio, Agiassos und Mytilene. Meine Eindr\u00fccke:<br \/>\n1. Sehr viel und vielf\u00e4ltige Vegetation mit massenhaft Olivenb\u00e4umen und immer wieder Wasserquellen mit Zapfhahn zu sehen.<br \/>\n2. Bazarstra\u00dfe in Agiassos ein tolles sehenswertes Erlebnis.<br \/>\n3. Staubpiste zwischen Megalochorio und Agiasssos \u00fcber den h\u00f6chsten Berg, der auch hier \u201eOlymp\u201c hei\u00dft, abenteuerlich mit beeindruckender Aussicht und irrem Wind.<br \/>\n4. Mytilene erstickt fast im Verkehr und ist entsprechend laut. Die Yachten liegen dort 10 m von der meist befahrenen Stra\u00dfe der Insel.<br \/>\nUm 15h sind wir wieder zur\u00fcck und f\u00fchlen uns etwas ger\u00e4dert. Beate, Patrick und ich essen eine Kleinigkeit in der Nachbartaverna. Dann plaudere ich mit einem deutschen Einsamsegler und gehe auf Eisw\u00fcrfeljagd. In ganz Plom\u00e1ri sind keine zu bekommen, auch nicht von den Lokalen, weil sie zu wenig haben. Der \u00fcberaus freundliche Mann vom Hotel Oceanis verspricht aber, Eisbl\u00f6cke von zu Hause zu besorgen. Als er sie mit dem Moped zum Boot bringt, sitzen wir schon mit dem Einsamsegler, der Wolfgang Weber hei\u00dft, im Cockpit und plaudern. Er will mit seiner Swan-Yacht in 4 Wochen nach Tunesien, wenn der Wind es zul\u00e4sst. Nach einer Jause an Bord gehen Beate und ich mit ihm noch zum wundersch\u00f6nen Platz unter einer riesigen Platane auf ein Rets\u00edna und analysieren die EU und erz\u00e4hlen einander schrullige Geschichten \u00fcber die USA.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aktualisierung 20.08.2018 11:34:04 Anzahl Tage: 13 20.07.2006 S\u00e1mos \/ Marina Pythagor\u00edu &#8211; Agathon\u00edsi \/ O. P\u00f3ros 21.07.2006 Agathon\u00edsi \/ O. 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