{"id":1247,"date":"2018-08-20T10:44:48","date_gmt":"2018-08-20T08:44:48","guid":{"rendered":"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/?page_id=1247"},"modified":"2018-08-20T10:44:48","modified_gmt":"2018-08-20T08:44:48","slug":"2005-10-05-herbst-allein","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/toernberichte\/2005-2\/2005-10-05-herbst-allein\/","title":{"rendered":"2005-10-05 Herbst allein"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/toernberichte\/2005-2\/2005-10-05-herbst-allein\/print\/\" title=\"Beitrag drucken\" rel=\"nofollow\"><img decoding=\"async\" class=\"WP-PrintIcon\" src=\"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/wp-content\/plugins\/wp-print\/images\/printer_famfamfam.gif\" alt=\"Beitrag drucken\" title=\"Beitrag drucken\" style=\"border: 0px;\" \/><\/a>  Aktualisierung 20.08.2018 11:42:25 Anzahl Tage: 12<br \/>\n<a href=\"#2005-10-05\">05.10.2005 Kos Nord \/ Marina<\/a><br \/>\n<a href=\"#2005-10-06\">06.10.2005 Kos \/ Marina &#8211; Ps\u00e9rimos \/ O. Vathy<\/a><br \/>\n<a href=\"#2005-10-07\">07.10.2005 Pserimos \/ O. Vathy<\/a><br \/>\n<a href=\"#2005-10-08\">08.10.2005 Pserimos \/ O. Vathy<\/a><br \/>\n<a href=\"#2005-10-09\">09.10.2005 Pserimos \/ O. Vathy<\/a><br \/>\n<a href=\"#2005-10-10\">10.10.2005 Ps\u00e9rimos \/ O. Vathy &#8211; K\u00e1lymnos \/ O. Vathy &#8211; K\u00e1lymnos \/ O. Pali\u00f3nisos<\/a><br \/>\n<a href=\"#2005-10-11\">11.10.2005 K\u00e1lymnos \/ O. Pali\u00f3nisos &#8211; L\u00e9ros \/ O. Pant\u00e9li<\/a><br \/>\n<a href=\"#2005-10-12\">12.10.2005 L\u00e9ros \/ O. Pant\u00e9li &#8211; Ps\u00e9rimos \/ O. Ps\u00e9rimos (Avlakia) &#8211; Ps\u00e9rimos \/ O. Vathy<\/a><br \/>\n<a href=\"#2005-10-13\">13.10.2005 Ps\u00e9rimos \/ O. Vathy &#8211; Kos \/ Marina<\/a><br \/>\n<a href=\"#2005-10-14\">14.10.2005 Kos \/ Marina<\/a><br \/>\n<a href=\"#2005-10-15\">15.10.2005 Kos Nord \/ Marina<\/a><br \/>\n<a href=\"#2005-10-16\">16.10.2005 Kos Nord \/ Marina<\/a><\/p>\n<p>Crew:<br \/>\nT\u00f6tterstr\u00f6m Tom<\/p>\n<p>Gesamt T\u00f6rn:<br \/>\nZeit unterwegs: 9:12 Strecke: 56,1 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 6,1 Knoten<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2005-10-05\">05.10.2005 Mittwoch<\/strong><br \/>\nKos Nord \/ Marina<br \/>\nMit Charterflug One-Way um \u20ac 55,- bestens mit Lauda Air angekommen. Div Besorgungen gemacht.<br \/>\nTelefonnummern von Charterveranstaltern ausfindig gemacht:<br \/>\nNeckermann: 22420 &#8211; 49342 Frau Dose od. Chantal, Mit Lauda am Mittwoch:<br \/>\nVIE-KGS 7:25-10:50 OS 9047<br \/>\nKGS-VIE 11:40-13:05 OS 9048 kostet \u20ac140<br \/>\nTUI und Gulet fliegen am Montag mit Lauda:<br \/>\nVIE-KGS 6:30-9:45 OS<br \/>\nKGS-VIE 18:40-20:05 OS 9120 kostet \u20ac112 (TUI)<br \/>\nGulet: 22429 22340, 22420 56762<br \/>\nTUI: 22420 56758 bzw. Hotline in Athen: 210 94 67800, Geld muss in Bar oder per Bank\u00fcberweisung im Voraus bezahlt werden.<br \/>\nGulet und TUI befinden sich in Kos bei V-Tours in Marmarat\u00f3 (in der N\u00e4he von Bank of Pir\u00e4us)<br \/>\nAUA: +43-5-1789<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2005-10-06\">06.10.2005 Donnerstag<\/strong><br \/>\nKos \/ Marina &#8211; Ps\u00e9rimos \/ O. Vathy<br \/>\nNachdem ich endlich die ben\u00f6tigte Verbindung zwischen Schlauch und Schottdruckf\u00fchrungsst\u00fcck f\u00fcr den noch zu installierenden Gasbeh\u00e4lter beim Tyrikos-Gesch\u00e4ft erhalten habe (gepresst), will ich um 12:30h abfahren. Es wird aber doch noch eine Stunde sp\u00e4ter, weil der Stbd-Motor noch von unter der Salzwasserdusche im Sommer leidet: Der Gashebel ist eingerostet und der Motor l\u00e4uft nur zwischen 2 und 3000 Touren. Nach einigen Sch\u00fcssen WD40 und einigen gewaltsamen Hin- und Herbewegungen mit dem Nussschl\u00fcssel geht der Motor zumindest auf 1000 rpm herunter &#8211; so dass man den Propeller problemlos einschalten kann.<br \/>\nNach sch\u00f6ner Motorfahrt bei 15Kn N-Wind erreiche ich Vathy und ankere im Seichten. Mit der Handb\u00fcrste bewaffnet gehe ich schwimmen, um die blockierte Logge zu putzen. Dabei kann ich entsetzt sehen, wie schmutzig das Boot oberhalb der Wasserlinie ist. Es lag ja jetzt 6 Wochen l\u00e4ngsseits in der Ecke, wo sich das Schmutzwasser am ehesten sammelt. Ich muss mehrmals schrubben, um \u00fcberhaupt was Wei\u00dfes zu sehen. Jetzt ist es noch lange nicht sauber aber ich lasse es vorl\u00e4ufig so wie es ist. Wenn die Blodughadda an Land ist, wird es leichter zu putzen sein. Ich habe das Herausheben f\u00fcr Dienstag und den Stellplatz an Land bis Ende April bestellt. So kann das Boot ein Mal richtig trocknen und das Getriebe\u00f6l im Saildrive getauscht werden.<br \/>\nKurz vor Sonnenuntergang habe ich das Boot noch zu unserem besser gesch\u00fctzten Platz verlegt. Die Fallb\u00f6en waren zwar nicht so f\u00fcrchterlich aber trotzdem st\u00f6rend. Am Abend habe ich noch ganz schrecklich schmeckende Nudeln Asia S\u00fc\u00df-Sauer von Maggi feel good gemacht. Naja, Hauptsache war, dass ich satt geworden bin &#8211; mit Hilfe einer zus\u00e4tzlichen griechischen Kartoffel.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2005-10-07\">07.10.2005 Freitag<\/strong><br \/>\nPserimos \/ O. Vathy<br \/>\nAls ich heute Nacht einige Male davon aufgewacht bin, dass der Wind in der Takelage ger\u00fcttelt hat, dachte ich mir, dass ich schreiben werde, dass das Wetter genau so ist wie im Sommer nur 5\u00b0 k\u00fchler. Aber als ich um 9h aufgestanden bin, war diese Aussage schon widerlegt: Fast Flaute und der ganze Himmel bedeckt. Die Wolken sind zwar so d\u00fcnn, dass die Sonne leicht durchscheinen kann aber das Meer ist grau bis auf die Stelle wo die Sonne durchscheint und einen silbrig schimmernden Fleck erzeugt. Es ist nicht unangenehm, einen neuen Meeresanblick zu haben.<\/p>\n<p>Es ist mir gestern nicht und nicht gelungen, die Bluetooth-GPRS-Verbindung aufzubauen. Frustriert bin ich schon um 21h schlafen gegangen. Heute habe ich den Computer frisch gestartet und siehe da, die Verbindung klappte auf anhieb.<\/p>\n<p>Den R\u00fcckflug habe ich f\u00fcr Mittwoch den 12. arrangiert. Bei Neckermann war noch ein Platz frei um \u20ac140,-. Der Flug geht um 11:40 Lokalzeit und wird also ca. um 13h in Wien sein.<\/p>\n<p>Noch was Unglaubliches: Die Passarella ist wieder weg! Es muss jemand das Schlauchboot gehoben und das darunter liegende Brett herausgezogen haben. Nicht zu fassen. Es muss ein Passarellakleptomane in der Marina geben. Sonst h\u00e4tte er\/sie wohl eher das Schlauchboot im Wert von \u20ac 1.000 statt dem Brett um \u20ac25,- geklaut. Mir ist es aber so lieber.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2005-10-08\">08.10.2005 Samstag<\/strong><br \/>\nPserimos \/ O. Vathy<br \/>\nHeute habe ich fast den ganzen Tag unter Deck verbracht. Ich habe die Stromversorgung neu verkabelt und eine weitere 140Ah Batterie eingebaut. Nach einigen T\u00fccken scheint es jetzt gut zu funktionieren. Meine Hoffnung ist, nie wieder ein Stromproblem zu haben (ich glaube das habe ich schon Mal gesagt&#8230;). Jedenfalls haben wir jetzt 380Ah Kapazit\u00e4t gegen\u00fcber 240Ah w\u00e4hrend des Sommers und 170Ah voriges Jahr. Habe ausgerechnet, dass wir pro Tag ca. 50Ah verbrauchen, was nicht hei\u00dft, dass wir 7 Tage ohne aufzuladen auskommen werden. Die Batteriekapazit\u00e4t ist nur zu 1\/3 wirklich nutzbar ohne dass die Batterien vorzeitig verbraucht sind. Also sollte trotzdem noch gen\u00fcgend Strom in Reserve sein auch wenn wir einen Tag lang die Motoren nicht nutzen. Werma sehn. Von der hockenden K\u00f6rperhaltung habe ich jetzt einen ordentlichen Muskelkater im Kreuz und in der rechten Wade. Nichts ist umsonst auf dieser Welt.<br \/>\nAu\u00dferdem habe ich noch den Arbeitsauftrag f\u00fcr Takis w\u00e4hrend des Winters geschrieben &#8211; 25 Punkte. Wird wieder teuer werden. Aber danach sollte das Boot f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit tip top sein &#8211; hoffentlich.<br \/>\nDas Wetter ist wieder sommerlich meltemisch aber wie gesagt ca. 5\u00b0 k\u00fchler. In der Nacht habe ich direkt gefroren unter der d\u00fcnnen Baumwolldecke.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2005-10-09\">09.10.2005 Sonntag<\/strong><br \/>\nPserimos \/ O. Vathy<br \/>\nHeute habe ich zum ersten Mal etwas entspannen k\u00f6nnen und habe jetzt zwei Stunden lang &#8222;Die Leopardin&#8220; gelesen bis es um 19h zu finster geworden ist. Ich finde das Buch zwar unterhaltsam aber &#8211; besonders im Vergleich zu Cryptonomicon &#8211; sehr einfach gestrickt.<br \/>\nIch bekam eine gute Gelegenheit, meine Einwinterungsarbeiten einzustellen, weil das CIF ausgegangen ist!  Irgendwie habe ich das Gef\u00fchl, ich w\u00fcrde nicht mit allen fertig werden und versuche daher alles was geht, vorzuziehen. Bl\u00f6derweise hatte ich ja im August das Schlauchboot drau\u00dfen gelassen. Jetzt ist es ganz furchtbar grindig. Ich wollte es wieder sauber bekommen, was zu ca, 27,5% gut gelungen ist. Aber dann ist das Scheuermittel ausgegangen. Also habe ich mich dann nur mehr selbst gewaschen (etwas shower gel AXE groove guarana energisant ist noch da, obwohl in ziemlich undefinierbarem Aggregatszustand) und geschwommen (23\u00b0 im Meer) und anschlie\u00dfend eine Speck-Eier-Erd\u00e4pfel-Paradeiser-Pfanne gemacht. Dabei hat mir schon wieder etwas gefehlt, was den letzten griechischen Salat schon etwas verfremdet hat: das Oliven\u00f6l. Ich hatte komplett vergessen, dass im August das Oliven\u00f6l ausgegangen ist und nat\u00fcrlich keines beim Kostas gekauft. Man hat ein bl\u00f6des Gef\u00fchl im Leben ohne Oliven\u00f6l!<br \/>\nWenn da die D\u00e4mmerung hereinbricht h\u00f6rt der Tag wirklich auf. Das ist ganz anders als sonst. Ohne Fernsehen oder sonst irgendeine ganz dringende Besch\u00e4ftigung macht es einfach keinen Spa\u00df l\u00e4nger aufzubleiben. So \u00fcberkommt mich die M\u00fcdigkeit sp\u00e4testens um 22h. Daf\u00fcr wecken mich die Fliegen bei Sonnenaufgang um 7h auf. Wenn Griechenland in dieser Jahreszeit irgendeinen Nachteil aufzuweisen hat, denn ist es die Fliegenplage. Diese Schei\u00dfviecher sind noch aggressiver als im Sommer! Eigentlich wollte ich mitz\u00e4hlen, wie viele Fliegen ich erschlage &#8211; dachte ich bei der ersten &#8211; aber irgendwo bei 20 habe ich zum Z\u00e4hlen aufgeh\u00f6rt . Eine anstrengende Putzarbeit wird noch sein, die herumliegenden Fliegenleichen diskret zu beseitigen. (Ich schreibe &#8222;diskret&#8220; nur weil das Wort so gut passt in Verbindung mit dem Wort &#8222;Leichen&#8220;.) Vielleicht sind aber nur hier in Vathy so viele Fliegen, weil die Ziegen dauernd im Kreis wandern. Bin also noch nicht weiter gekommen als 9sm von Marina Kos. Als fanatischen Segler werde ich sicher nicht in die Geschichte eingehen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2005-10-10\">10.10.2005 Montag<\/strong><br \/>\n13:37 K\u00e1lymnos \/ O. Vathy <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b058'25''+027\u00b001'44''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ablegen<\/em><br \/>\n14:45 K\u00e1lymnos \/ O. Pali\u00f3nisos <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b002'31''+026\u00b058'18''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Anlegen<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 01:08 Strecke: 14,4 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 12,7 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Von wegen Wetter wie im Sommer! Heute Nacht hat es geregnet und gar nicht wenig. Um 2h haben mich die Regentropfen aufgeweckt. Ich habe alles, was im Cockpit war, hereingeholt und wollte anschlie\u00dfend weiter schlafen. Ging aber nicht obwohl das Ger\u00e4usch des Regens auf dem Deck etwas Beruhigendes hat. Also habe ich gelesen.<br \/>\nUm 11h verlasse ich die Bucht bei Windstille. Immer wieder messe ich die Ladespannung und Stromst\u00e4rke. Es funktioniert so wie ich mir das vorgestellt habe au\u00dfer dass der Hochleistungsladeregler zu fr\u00fch auf Erhaltungsladespannung umschaltet. Muss ich noch herausfinden warum.<br \/>\nUm 12:30 erreiche ich Vathy \/K\u00e1lymnos. Am Anleger liegt nur ein Segelboot und es ist fast windstill. Also beschlie\u00dfe ich, mit Buganker anzulegen. Es funktioniert perfekt: Mit den Motoren im R\u00fcckw\u00e4rtslauf kann ich die Fahrt mit der Ankerwinde gut kontrollieren. Ca 5 Meter vor dem Steg stoppe ich das Boot auf, stelle den Leerlauf ein und lasse noch Kette nach sodass sie das Boot nicht hinauszieht und fahre noch ein St\u00fcckchen r\u00fcckw\u00e4rts. Dann werfe ich die Wurfleine eines Festmachers zu einem willigen Helfer an Land. Als dann noch der zweite Festmacher dr\u00fcben ist, kann ich die Kette wieder etwas hereinholen. Ich mache noch zwei Springs, damit das Heck nicht auswandern kann und gehe einkaufen. Dann setze ich mich noch auf ein Bier mit Meze bei der hurtigen Wirtin am Dorfplatz. Der Rechnungsbetrag hat mich ehrlich \u00fcberrascht: \u20ac 2,50. Ich glaube sie hat vergessen die Meze zu verrechnen, weil marinierter Oktopus, Oliven, Schafk\u00e4se, Gurken und Tomaten m\u00fcssten mindestens so viel kosten wie normalerweise das Bier, n\u00e4mlich 2,50. Mir soll es recht sein.<br \/>\nAls ich zum Boot zur\u00fcckgehe, dr\u00f6hnen wieder die Dieselkompressoren und die von ihnen getriebenen Presslufthammer beim Haus oberhalb des Bootsanlegers los. Ich bleibe keine Sekunde l\u00e4nger als notwendig und dr\u00f6hne auch los, allerdings leiser, um nicht zu sagen kaum h\u00f6rbar.<br \/>\nIch tuckere eine Stunde lang bis in die Bucht Pali\u00f3nisos. Zwei Segelboote liegen vor Anker, aber der kleine Steg ist frei. Und so kann ich zum zweiten Mal an einem Tag alleine r\u00fcckw\u00e4rts zum Steg anlegen. Das ist schon wesentlich schwieriger wenn niemand die Leinen entgegennimmt. Da muss man so nahe heranfahren, dass man hin\u00fcberhupfen kann. Und das ist trickisch, weil das Boot absolut still stehen muss in richtigem Abstand. Und das tut das Boot nur, wenn absolut keine Spannung auf der Ankerkette vorhanden ist. Oder wenn die Motoren im R\u00fcckw\u00e4rtsgang laufen und die Kette das Boot am Platz festh\u00e4lt. Ich wei\u00df noch nicht, welche Variante die einfachere ist. Ich entscheide mich f\u00fcr die erste, brauche aber ein paar Anl\u00e4ufe, weil der Wind das Boot immer wieder auf die Seite treibt oder die Ankerkette immer noch zu kurz ist. Dann geht aber alles glatt und ich kann den Festmacher festmachen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2005-10-11\">11.10.2005 Dienstag<\/strong><br \/>\n11:15 K\u00e1lymnos \/ O. Pali\u00f3nisos <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b002'31''+026\u00b058'18''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ablegen<\/em><br \/>\n13:01 L\u00e9ros \/ O. Pant\u00e9li <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b009'00.42''+26\u00b051'43.92''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Anlegen<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 01:46 Strecke: 9,9 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 5,6 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Die Bucht von Nikolas ist wirklich ein Beschaulichkeitsreservat. Beim Fr\u00fchst\u00fcck habe ich heute beobachtet, wie ein Mann und eine Frau (1\/3 der Ortsbev\u00f6lkerung) 2 H\u00fchner und 10 K\u00fcken auf dem Strand spazieren gef\u00fchrt hat. Anschlie\u00dfend haben sie sie eingefangen und in gro\u00dfen S\u00e4cken wieder hinaufgetragen.<br \/>\nGestern war der Nikolas auf einen Kaffee an Bord und am Abend war ich dann als einziger Gast in seiner Taverna. Wir haben gemeinsam gegessen und viel geplaudert. Habe gar nicht gewusst, dass seine drei Br\u00fcder alle noch immer Schwammtaucher sind und das ganze Jahr im Mittelmeer nach Schw\u00e4mmen tauchen. Vor der Tschernobyl-Katastrophe gen\u00fcgte ein halbes Jahr, um vom Verkauf der gefundenen Schw\u00e4mme leben zu k\u00f6nnen.<br \/>\nEr hat auch gut gekocht: Frische Kalamari (die gibt es nur von Oktober bis April) und Schweinskotlett. Vorher gab es von seiner Mutter gebratene Fische und von ihm in Rosmarinsauce eingelegte Fische. Alle waren zwischen klein und sehr klein aber sehr gut.<br \/>\nHabe auch endlich gut und lange geschlafen. Bin zwar wieder aufgewacht aber \u00fcberrascht, dass es schon 1\/2 6 war und bin gleich wieder eingeschlafen und nicht stundenlang wach gelegen.<\/p>\n<p>Um 17h habe ich, wie letztes Jahr, versucht, den finnischen Schriftsteller G\u00f6ran Schildt, der ja Griechenland in den 1950er Jahren besegelt hat, zu besuchen. Aber wie letztes Jahr war er nicht in seinem griechischen Haus anzutreffen, sondern wahrscheinlich noch in Finnland. Ich bezweifle, ob es jemals gelingen wird, ihm die Hand zu sch\u00fctteln, was ich sehr gerne machen m\u00f6chte.<br \/>\nDaf\u00fcr bin ich \u00fcber eine Stunde lang herumspaziert und habe mir den recht abgewrackten Ort Plat\u00e1ni oberhalb von Pant\u00e9li angesehen. Dort gibt es keine einzige Taverna, nur miese Kafenions und Souvlakibuden. Also bin ich wieder zur\u00fcck gegangen und habe in der von uns schon besuchten Taverna Patimenos einen superleckeren H\u00fchnerspie\u00df in Speckmantel mit Champignonsauce und Reis gegessen. Auch jetzt war die Rechnung unglaublich niedrig: 9,20. Dabei hatte ich 2 Flaschen Rets\u00edna und einen Ouzo als Aperitiv gehabt. Naja, ich war ja auch lange dort und habe das Buch Die Leopardin fertig gelesen. In der Zwischenzeit hat der Kellner wahrscheinlich den ersten Retsina vergessen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2005-10-12\">12.10.2005 Mittwoch<\/strong><br \/>\n10:21 L\u00e9ros \/ O. Pant\u00e9li <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b009'00.42''+26\u00b051'43.92''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ablegen<\/em><br \/>\n14:01 Pserimos \/ O. Ps\u00e9rimos (Avlakia) <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b055'57''+027\u00b007'57''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n15:30 Pserimos \/ O. Ps\u00e9rimos (Avlakia) <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b055'57''+027\u00b007'57''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n16:30 Pserimos \/ O. Vathy <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b056'16.4''+027\u00b009'16.6''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 04:39 Strecke: 23 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 4,9 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Heute bin ich von Panteli wieder zur\u00fcck nach Vathy \/ Ps\u00e9rimos gefahren. Unterwegs habe ich nat\u00fcrlich die Stromversorgung beobachtet und musste zu meinem \u00c4rger feststellen, dass sie doch nicht so gut funktioniert, wie das nach dem Umbau aussah. Die Steuerbordlichtmaschine liefert 15,44 V statt maximal 14,4V. Klingt nicht so aufregend aber damit ruiniert man die Batterie viel schneller. Die andere wiederum will gar nicht \u00fcber 13,95V liefern. Das ist auch schlecht, weil dann die Batterien nie ganz voll werden, womit sie auch schneller kaputt werden. Es ist zum Verr\u00fccktwerden. Ich habe nicht herausgefunden, warum das so ist oder wie man es \u00e4ndern k\u00f6nnte. Diese Elektronen haben wohl wirklich ein Eigenleben.<br \/>\nDer Wind war wieder kaum vorhanden und auch jetzt ist es fast windstill. In Ps\u00e9rimos Ort habe ich einen Zwischenstopp eingelegt und eine Pizza beim lustigen Wirt gegessen und die Touristen aus den Ausflugsbooten beobachtet. Sie sind alle tapfer schwimmen gegangen, wenn auch viele ganz kurz. Dabei ist das Wasser gar nicht kalt. Ich war so an die 10 Minuten schnorcheln und habe viele recht gro\u00dfe Fische gesehen, die den Kopf tief in den Sand gebohrt haben.<br \/>\nIn Ps\u00e9rimos bin ich aber nicht ans Ufer geschwommen, sondern habe im blitzsauberen Schlauchboot gerudert. Ohne Au\u00dfenborder wiegt das Ding ja gar nichts und ich kann es problemlos mit einer Hand ins Wasser bringen und wieder herausheben. Dabei brauche ich nicht einmal 1\/1000 meiner Kraft&#8230; Auch l\u00e4sst es sich ganz bequem rudern mit der umgedrehten Plastikkiste als Sitzbank. Den Au\u00dfenborder habe ich auf den Heckkorb geh\u00e4ngt und festgebunden. Ich \u00fcberlege schon, ob das nicht allgemein eine bessere L\u00f6sung w\u00e4re, weil die Motorhantierung f\u00fcr kurze Strecken unn\u00f6tig kompliziert ist. Andererseits gibt es ja Jungm\u00e4nner, die diese Hantierung gerne machen.<br \/>\nJetzt habe ich noch ein langes Mail an Claude und Miko in Singapore geschrieben als Antwort auf den Brief\/Bericht vom Sommer. Ich habe vorgeschlagen, dass sie n\u00e4chsten Sommer eine Woche mit uns segeln kommen sollen, falls sie gerade in der N\u00e4he = Europa sind.<br \/>\nEs sind heute \u00fcberhaupt keine anderen Boote hier. Daf\u00fcr sind wieder die Fliegen aufgetaucht. An den anderen Orten gab es gar keine. Also m\u00fcssen das spezielle pserimotische Ziegen-Fliegen sein, die gelernt haben, dass es auf den Booten was zum Knabbern gibt.<br \/>\nLeider f\u00e4ngt mein linkes Auge wieder zu irritieren an. Werde es mit Augentropfen behandeln und schlafen gehen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2005-10-13\">13.10.2005 Donnerstag<\/strong><br \/>\n09:20 Pserimos \/ O. Vathy <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b056'16.4''+027\u00b009'16.6''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ablegen<\/em><br \/>\n10:43 Kos \/ Marina <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b053'35''+27\u00b018'01''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Anlegen<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 01:23 Strecke: 8 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 5,7 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Ich wache erst um 9:15h auf. Nach einem schnellen Morgenschwimm lege ich noch nass und nackt ab und um 9:24 bin ich schon unterwegs. Ich mache mir ein gutes Seefr\u00fchst\u00fcck mit Speck und Eiern und gase an. Bereits eine Stunde und 23 Minuten sp\u00e4ter liegt das Boot l\u00e4ngsseits an der Au\u00dfenmole. Ich gehe zur Rezeption und hole das Formular f\u00fcr die Hafenpolizei zum Herausheben des Bootes. Dann gehe ich zum Fahrradverleih und leihe mir ein Fahrrad f\u00fcr 4 Tage aus um ganze \u20ac 8.<br \/>\nIch habe ausgemacht, zwischen 11 und 12 bei TUI zu sein, um mein Flugticket zu bekommen und es zu bezahlen. Zun\u00e4chst muss ich die Pir\u00e4us Bank suchen, in deren N\u00e4he V-Tours, die TUI beherbergt sein soll. Weit und breit nichts davon zu sehen. Ich gehe in die Bank und frage den Kassier, wo Marmarat\u00f3 ist. Das ist das ganze Gebiet! Aber er wei\u00df auch wo V-Tours ist, n\u00e4mlich noch stadtausw\u00e4rts und die erste Stra\u00dfe rechts, richtung Supermarkt Vasililiadis. Dort komme ich um 11:25 an und finde sofort die zust\u00e4ndige freundliche Dame. Dann trample ich weiter zur Hafenpolizei durch das Wirrwarr von Einbahnstra\u00dfen. Nach etwas Wartezeit habe ich dann das begehrte Papier, mit dem das Boot aus dem Wasser gehoben werden darf und muss die obligate Geb\u00fchr von \u20ac 0,88 zahlen.<br \/>\nDann kann ich mich im Marinacaf\u00e9 bei einem Frappee etwas ausspannen bevor ich zum Takis gehe. Wir besprechen die to-do Liste  und beschlie\u00dfen, das fortzuf\u00fchren wenn das Boot an Land ist.<br \/>\nDann gehe ich mit dem Seilsack zum Selas und kaufe eine neue Landleine. Mit 114 Metern und dem praktischen Sack, wird es wohl kaum mehr eine Situation geben, wo das Ausbringen der Landleine Schwierigkeiten bereiten k\u00f6nnte.<br \/>\nDann bekomme ich einen Riesenhunger und radle zum Sommerrestaurant Blue Beach, wo man eine sch\u00f6ne Aussicht auf das Meer hat durch gro\u00dfe Fenster. Der Souvlaki schmeckt gut aber nicht \u00fcberw\u00e4ltigend.<br \/>\nZur\u00fcck am Boot fange ich an, herumzur\u00e4umen, Au\u00dfenborder durchzsp\u00fclen, Bilge zu entleeren aber vor allem zu \u00fcberlegen, wie die neue Stauordnung sein soll, damit das Bb-Heck nicht zu sehr belastet wird.<br \/>\nAu\u00dferdem kaufe ich noch eine kleine elektrische Pumpe, mit der man behende Wasser durch diverse L\u00f6cher heraussaugen kann.<br \/>\nUm 20h ist es schon stockfinster und noch k\u00fchler als tags\u00fcber, 20\u00b0 im Salon. \u00dcberhaupt war heute den ganzen Tag \u00fcber sehr diesig und bew\u00f6lkt. Der Herbst ist im Anmarsch.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2005-10-14\">14.10.2005 Freitag<\/strong><br \/>\n10:55 Kos \/ Marina <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b053'35''+27\u00b018'01''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ablegen<\/em><br \/>\n11:10 Kos \/ Marina <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b053'35''+27\u00b018'01''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankunft<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 00:15 Strecke: ,8 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 3,2 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Das Boot ist jetzt auf Land. Auf einem guten Platz Mitten auf dem Gel\u00e4nde, weit weg vom Travelliftbecken, wo es letztes Mal war und nachher voll mit Fettspritzern von den Seilen des Kranes. Ich habe gestern den Kranf\u00fchrer bearbeitet und ihn eindringlichst ersucht, mir nicht den Platz vom letzten Mal zu geben, was er urspr\u00fcnglich tun wollte.<br \/>\nMit dem Takis habe ich den ganzen Nachmittag gesprochen. Zun\u00e4chst \u00fcber alle Arbeiten, die er w\u00e4hrend des Winters ausf\u00fchren soll und anschlie\u00dfend im Caf\u00e9 ganz allgemein und etwas privat. Ich werde jetzt ca. 2500 Euro in eine Osmosevorbeugung investieren. Alle Farbschichten am Unterwasserschiff werden entfernt und das Boot kann ordentlich trocknen. Dann wird es 5 Mal mit einer Epoxibarriere gestrichen, anschlie\u00dfend mit einer Grundierung und dann 2 Mal mit neuer Antifoulingfarbe. Das Spannende dabei: Falls noch keine Osmose vorhanden ist, wird sie durch diese Behandlung f\u00fcr immer &#8211; naja zumindest f\u00fcr sehr lange Zeit &#8211; unterbunden. Falls schon Osmose vorhanden ist, wird sie immer vorhanden sein aber die weitere Zerst\u00f6rung des Laminats verlangsamen. Ich hoffe nat\u00fcrlich, dass noch keine vorhanden ist und es sieht ganz so aus. Osmose entsteht, wenn Feuchtigkeit durch mikroskopisch kleine L\u00f6cher in der Au\u00dfenhaut in das Glasfiberlaminat eindringen kann und es dort unter Blasenbildung aufweicht, was langfristig zu Delaminierung der ganzen Konstruktion f\u00fchrt &#8211; die einzige M\u00f6glichkeit, wie ein Glasfiberboot verrotten kann. Also denke ich, dass die Investition sich lohnt vor allem, wenn es stimmt, was Takis sagt, dass es danach nur mehr notwendig sein wird, das Boot alle 2 Jahre neu zu streichen und das mit wesentlich weniger Aufwand als bisher (die neue Antifoulingfarbe kann mit einer B\u00fcrste abgeschrubbt und neue Farbe ohne weitere Vorbereitung aufgetragen werden). Au\u00dferdem ist die neue Farbe weniger giftig und sondert keine Biochemischen Krebserregersubsanzen aus, wenn es im Wasser liegt und man um das Boot herumschwimmt.<br \/>\nAuch die Motoren werden in Ordnung gebracht. Dimitris, der Mechaniker, wird am Bb Motor die Zylinderkopfdichtung austauschen (kostenlos), womit er &#8211; hoffentlich &#8211; wieder volle Leistung bringt, die nicht mehr perfekten Treibsoffleitungen austauschen, in den Saildrives das \u00d6l austauschen, die Dichtungen erneuern (ein Gru\u00df von seichten Hafen in Rodos) und nat\u00fcrlich das Motor\u00f6l und die \u00d6lfilter erneuern.<br \/>\nIch habe aber jetzt wirklich das Gef\u00fchl, dass das Boot in guten H\u00e4nden ist und dass es Takis ein Anliegen ist, bestm\u00f6gliche Arbeit zu machen. Ich muss eingestehen, dass meine urspr\u00fcnglichen Vors\u00e4tze, m\u00f6glichst alles selbst zu machen, recht naiv waren. Um so ein Boot gut in Schuss zu halten, braucht es wirklich viel Erfahrung und Zeit. Und daf\u00fcr muss man eben zahlen.<br \/>\nAber noch was Unglaubliches: Ich habe die Passarella wieder gefunden! Es lag am Steg, wo die Charterboote von Istion liegen. Das Unglaublichste: Jemand hat darauf noch einer Verst\u00e4rkung angebracht, weil in der Mitte etwas Holz abgeschabt worden ist. Es ist mir einfach unfassbar, wie jemand eine Passarella unter dem Schlauchboot herauszieht und offenbar als das eigene Eigentum betrachtet. Die einzige plausible Erkl\u00e4rung, die ich dazu habe, ist, dass irgendeine Chartercrew ihre Passarella verloren hat und anstatt das dem Vercharterer zu sagen, in der Marina auf Passarellaklau gegangen ist, um den Verlust der Passarella nicht zahlen zu m\u00fcssen. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass eine Chartergesellschaft es n\u00f6tig hat, von einem Privatboot die Passarella zu klauen.<br \/>\nPassarelladimension 266 x 24 x 3,5 cm (Um nach dem n\u00e4chsten Diebstahl die richtige zu erhalten)<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2005-10-15\">15.10.2005 Samstag<\/strong><br \/>\nKos Nord \/ Marina<br \/>\nOhne Klo geht es eigentlich gar nicht so schlecht. Ich muss halt in den Eimer pinkeln und mit dem Fahrrad aufs Klo fahren. Wasser habe ich mehr als genug. Der Schlauch ist an die  Wasserleitung angeschlossen und heute habe ich sicher mehrere Hundert Liter verpritschelt. Habe das Schlauchboot nochmals  und den Bootsrumpf gewaschen. Das war eine Sauarbeit, weil es ja 6 Wochen lang im dreckigsten Winkel der Marina gelegen ist. Die Steuerbordseite war voll mit Teerspritzern, teilweise zusammengewachsen. Die kommen sicher daher, dass die Motoren der Boote, die herein und hinaus fahren Russ und Dreck herausschleudern und der Wind hat dann alles zur Blodughadda getrieben. Ohne diesen Schmutz vorher mit Diesel einzuweichen, h\u00e4tte ich ihn wahrscheinlich nicht weggebracht.<br \/>\nEs ist jetzt sehr k\u00fchl geworden und es geht ein heftiger Wind. Ich h\u00f6re im Wetterbericht, dass das Hochdruckgebiet \u00fcber Nordbalkan liegt, was ja hierzulande starken Nordwind und in \u00d6sterreich Sch\u00f6nwetter bringt. W\u00e4re ja schon wieder ein Beweis f\u00fcr diese These. Es ist n\u00e4mlich schon lange Starkwind in der \u00c4g\u00e4is nur war der Dodekanes bis jetzt davon verschont. Bin ja nicht gerade ungl\u00fccklich dr\u00fcber.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2005-10-16\">16.10.2005 Sonntag<\/strong><br \/>\nKos Nord \/ Marina<br \/>\nDie Nacht war sehr st\u00fcrmisch und kalt. In der Fr\u00fch war es noch dazu bew\u00f6lkt bei 17\u00b0. Ich bin echt froh, das Boot aus dem Wasser zu haben. Das Wasser im Travelliftbecken kocht und es best\u00fcnde keine Chance, ein Boot jetzt heraus- oder hineinzuheben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aktualisierung 20.08.2018 11:42:25 Anzahl Tage: 12 05.10.2005 Kos Nord \/ Marina 06.10.2005 Kos \/ Marina &#8211; Ps\u00e9rimos \/ O. Vathy 07.10.2005 Pserimos \/ O. Vathy 08.10.2005 Pserimos \/ O. Vathy 09.10.2005 Pserimos \/ O. Vathy 10.10.2005 Ps\u00e9rimos \/ O. Vathy &#8211; K\u00e1lymnos \/ O. 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