{"id":1253,"date":"2018-08-20T10:52:55","date_gmt":"2018-08-20T08:52:55","guid":{"rendered":"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/?page_id=1253"},"modified":"2018-08-20T10:52:55","modified_gmt":"2018-08-20T08:52:55","slug":"2005-07-31-seskli-symi-kos","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/toernberichte\/2005-2\/2005-07-31-seskli-symi-kos\/","title":{"rendered":"2005-07-31 Seskli (Symi) &#8211; Kos"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/toernberichte\/2005-2\/2005-07-31-seskli-symi-kos\/print\/\" title=\"Beitrag drucken\" rel=\"nofollow\"><img decoding=\"async\" class=\"WP-PrintIcon\" src=\"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/wp-content\/plugins\/wp-print\/images\/printer_famfamfam.gif\" alt=\"Beitrag drucken\" title=\"Beitrag drucken\" style=\"border: 0px;\" \/><\/a>  Aktualisierung 20.08.2018 11:51:38 Anzahl Tage: 8<br \/>\n<a href=\"#2005-07-31\">31.07.2005 Seskl\u00ed (Symi) \/ O. Skomis\u00e1<\/a><br \/>\n<a href=\"#2005-08-01\">01.08.2005 Seskl\u00ed (Symi) \/ O. Skomis\u00e1 &#8211; Chalki<\/a><br \/>\n<a href=\"#2005-08-02\">02.08.2005 Chalki &#8211; Chalki \/ O. P\u00f3tamos<\/a><br \/>\n<a href=\"#2005-08-03\">03.08.2005 Chalki \/ O. P\u00f3tamos<\/a><br \/>\n<a href=\"#2005-08-04\">04.08.2005 Chalki \/ O. P\u00f3tamos &#8211; T\u00edlos \/ O. Liv\u00e1dia &#8211; Nisyros \/ P\u00e1li<\/a><br \/>\n<a href=\"#2005-08-05\">05.08.2005 Nisyros \/ P\u00e1li<\/a><br \/>\n<a href=\"#2005-08-06\">06.08.2005 Nisyros \/ P\u00e1li &#8211; Gyali \/ Bucht bei S-Spitze &#8211; Nisyros \/ P\u00e1li<\/a><br \/>\n<a href=\"#2005-08-07\">07.08.2005 Nisyros \/ P\u00e1li &#8211; Gyali \/ Nsis \u00c0g. Ant\u00f3nios &#8211; Kos \/ Marina<\/a><\/p>\n<p>Crew:<br \/>\nT\u00f6tterstr\u00f6m Tom<br \/>\nT\u00f6tterstr\u00f6m Beate<br \/>\nLamprecht Matthias<\/p>\n<p>Gesamt T\u00f6rn:<br \/>\nZeit unterwegs: 16:48 Strecke: 101 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 6 Knoten<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2005-07-31\">31.07.2005 Sonntag<\/strong><br \/>\nSeskl\u00ed (Symi) \/ O. Skomis\u00e1<br \/>\nUm 6 Uhr ist Tagwache. Die H\u00e4hne haben schon eine ganze Weile wie verr\u00fcckt gekr\u00e4ht und die G\u00e4nse spatzieren schnatternd am Kai. Wir begleiten Sigrid und Carmen zum Tragfl\u00fcgelboot auf der anderen Hafenseite und verabschieden uns.<br \/>\nBei absoluter Windstille wacht der Ort langsam auf. Wir kaufen Brot und Geb\u00e4ck bei einem B\u00e4cker, der noch mit einem alten Holzofen b\u00e4ckt. Dann legen wir uns noch kurz hin bevor wir fr\u00fchst\u00fccken.<br \/>\nWir kaufen noch diverse Lebensmittel und Brot vom Holzofenb\u00e4cker ein, f\u00fcllen die Wassertanks auf und legen um 11:20h ab. An der Tankstelle an der Hafenausfahrt wollen wir noch auftanken, aber die Sonntagsausflugsminimotorboote brodeln l\u00e4hmend. Nach 20 Minuten Wartens fahren wir weiter, Diesel haben wir sowieso genug bis Kos und die Ersparnis f\u00fcr den um 4 Cent\/Liter billigeren Treibstoff h\u00e4lt sich in Grenzen f\u00fcr 40 Liter.<br \/>\nWir motoren bei Flaute entlang der E-K\u00fcste von Symi und erreichen die Insel Seskli um 13h. Ungalublicherweise sind bereits 3 Segelboote und eine Mega-Motoryacht vorhanden. Um 18h haben Matthias und ich Alhambra gespielt, Beate gelesen und ein sch\u00f6nes Aquarell gemalt und alle bis auf ein Segelboot die Bucht verlassen. Der Nachmittagswind aus N stellt sich wieder ein. In der Nacht schl\u00e4ft der Wind wieder ein und das Boot stellt sich quer zur leichten D\u00fcnung. Ich versuche mit unterschiedlichen Befestigungspunkten das Boot so zu stellen, dass der Bug zu den Wellen zeigt aber was immer ich mache, belibt das Boot quer oder mit dem Heck zur D\u00fcnung. Es dauert eine Weile, bis ich kapiere, dass die Str\u00f6mung daran schuld ist. Naja, Heck gegen D\u00fcnung ist fast so gut wie Bug gegen D\u00fcnung.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2005-08-01\">01.08.2005 Montag<\/strong><br \/>\n14:21 Seskl\u00ed (Symi) \/ O. Skomis\u00e1 <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b031'16''+027\u00b052'10''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n18:38 Chalki \/ Hafen <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b013'22.6''+027\u00b036'47.8''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Anlegen<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 04:17 Strecke: 24,7 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 5,8 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Der Morgen ist wieder absolut windstill. Wir fr\u00fchst\u00fccken erst um 11h. Beate und Matthias schwimmen an Land und besichtigen das landwirtschaftliche Anwesen w\u00e4hrend ich noch immer auf Fehlersuche beim Bb-Motor bin. Ich reinige den Luftfilter ganz gr\u00fcndlich und inspiziere den Schalld\u00e4mpfertopf auf irgendwelche Hindernisse, finde aber nichts.<br \/>\nUm 14:20 legen wir los. Die Durchfahrt zwischen der kleinen Insel Artikon\u00edsi und Seskl\u00ed ist mit 3 m Tiefe f\u00fcr uns gut passierbar. Der inzwischen angesprungene Win bringt ganz irrwitzige Wellen genau von vorne. Die Ursache ist die Str\u00f6mung, die gegen den Wind l\u00e4uft. Sie schiebt uns zwar mit mehr als 1kn aber es ist furchtbar holperig. 200 m weiter westlich scheinen die Wellen weniger steil zu sein und dort angekommen ist es auch so. Die Str\u00f6mung ist dort nicht mehr vorhanden aber wir kommen genauso schnell vorw\u00e4rts, weil die Wellen nicht mehr bremsen.<br \/>\nUngef\u00e4hr 5 sm vor Chalki nimmt der WSW Wind auf fast 20kn zu und die Fahrt in diese Richtung wird wieder holprig. Erst kurz vor Chalki nehmen Wind und Wellen ab und in der Hafenbucht ist es ganz ruhig.<br \/>\nWir ergattern unseren \u201cStammplatz\u201d l\u00e4ngsseits am Schwimmsteg unmittelbar bevor ein Segelboot mit Italienern dort ankern will. Ich rufe ihnen zu, dass sie auch l\u00e4ngsseits auf der anderen Seite des Stegs gehen sollen. Das machen sie dann auch mit viel zu hoch aufgeh\u00e4ngten Fendern.<br \/>\nAbends essen wir k\u00f6stlichen Fisch in der Taverna Bambis bei Fischermens Association. Eine ganze Goldbrasse von ca. 250 g samt Zitronenkartoffeln um nur \u20ac 7,- pro Person! Au\u00dferdem schmeckt der wei\u00dfe Hauswein ganz ausgezeichnet. Nach einem Kaffee in der Bar auf dem Heimweg fallen wir um Mitternacht zufrieden in die Kojen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2005-08-02\">02.08.2005 Dienstag<\/strong><br \/>\n11:00 Chalki \/ Hafen <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b013'22.6''+027\u00b036'47.8''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ablegen<\/em><br \/>\n11:20 Chalki \/ O. P\u00f3tamos <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b013'15''+027\u00b036'15''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 00:20 Strecke: 1,5 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 4,5 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Um 1\/2 9 hole ich Brot und \u201cSandwich\u201d vom B\u00e4cker. Der Sandwich ist ein \u00fcberdimensionales frisch gebackenes Weckerl mit K\u00e4se und Schinken gef\u00fcllt und kostet nur einen Euro.<br \/>\nEin riesiger Privlege 465 Katamaran von Ecker Yachting legt sich auf den von den Italienern inzwischen verlassenen Platz am Schwimmsteg an. Sie brauchen Wasser und wollen gleich wieder abfahren. Bis der Wasserboy kommt und bis der 800 l Wassertank gef\u00fcllt ist, dauert es aber doch 2,5 Stunden. Inzwischen d\u00fcrfen wir das Riesenschiff besichtigen, weil ich meine Wasserschlauchtrommel zur Verl\u00e4ngerung ausborge. Es sind 10 nette Deutsche, die das Boot f\u00fcr eine Woche gechartert haben. Nachdem sie aufgetankt haben, legen wir los. Die heutige Tagesetappe von 1,55 sm ist schnell erledigt. Wir werfen Anker in der sch\u00f6nen Badebucht gleich um die Ecke des Hafens.<br \/>\nMit dem Schlauchboot fahren Matthias und ich zum Schnorcheln an der W-Seite der Bucht. Hier ist der Meeresgrund steinig und erinnert an ein Riff mit den vielen kleinen Fischen. Bunt sind sie nicht und zur Entt\u00e4uschung von Matthias auch nicht in Harpuniergr\u00f6\u00dfe.<br \/>\nDer NW-wind wird immer st\u00e4rker und ruckelt in der Ankerkette im 3 m tiefen Wasser. Ich mache eine neue Hahnepot-Konstruktion: Beide Festmacher mit den Karabinern in die Ankerkette eingeh\u00e4ngt und an den Bugklampen belegt. Das bringt viel, die Gummipuffer fangen die Bootsbewegung gut ab. Ich habe aber das Gef\u00fchl, dass der Anker durch den feinen Sand pfl\u00fcgt. Die Spur scheint mir l\u00e4nger zu sein, als der Anker zum Eingraben gebraucht hat. Daher verl\u00e4ngere ich die Ankerkette nochmals und lege einen schwarzen Lavastein direkt neben den Anker als Markierung.<br \/>\nAbends nimmt der Wind noch zu und die B\u00f6en kommen mit bis zu 32 kn daher. Wir setzen uns in den Salon und spielen Alhambra. Beate gewinnt obwohl sie zwischendurch einschl\u00e4ft!<br \/>\nUm Mitternacht ist der Wind immer noch sehr stark und vor allem warm. Es hat 31\u00b0 allerdings bei wenig Luftfeuchtigkeit. Matthias und ich gehen Nachtschnorcheln mit der starken Taschenlampe. Wir sehen jede Menge kleine schlafende Fische, einen gro\u00dfen Seestern und dass der Anker sich um ca. 40cm vorgearbeitet hat. Das beruhigt mich, denn viel mehr Wind ist nicht zu erwarten und f\u00fcr die n\u00e4chsten 12 Stunden w\u00e4ren weitere 40cm kein Problem, 40m ginge auch noch.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2005-08-03\">03.08.2005 Mittwoch<\/strong><br \/>\nChalki \/ O. P\u00f3tamos<br \/>\nDer hei\u00dfe Wind h\u00e4lt die ganze Nacht hindurch an und so ist an eine Abfahrt in der Morgend\u00e4mmerung (der bisher immer windstill war) nicht zu denken. Wir schlafen uns aus, schwimmen, lesen und ich versuche wieder was Neues, um eventuell noch vorhandene Seegrasreste im Sewasserk\u00fchlkreislauf zu beseitigen: Ich blase es mit der Schlauchbootpumpe durch. Au\u00dferdem stierle ich alle L\u00f6cher des W\u00e4rmetauschers mit einer abgezwickten Einziehfeder durch. Nirgends entdecke ich Reste von Seegras. Also kann ich schon langsam annehmen, unsere Bekanntschaft mit dem Seegras vor 18 Tagen ist spurlos ver\u00fcbergegangen.<br \/>\nAber was uns auch st\u00f6rt, sind die Algen in der Heckdusche. einen Tag nach der Montage eines neuen Duschkopfes ist er schon wieder vollkommen verstopft. Ich verd\u00e4chtige jetzt den Duschschlauch als Urheber. Die abgezwickte Einziehfeder kommt nochmals zum Einsatz und wird durch Geschirrsp\u00fclmittel unterst\u00fctzt. Gr\u00e4sslich gr\u00fcnes Wasser kommt nachher heraus. Nach dem zweiten Waschdurchgang nicht mehr. Wir werden sehen, wie lange das h\u00e4lt. Auf jeden Fall sollte der Schlauch nicht in der Sonne liegen.<br \/>\nDann kocht uns Matthias hervorragende Palatschinken. Leider haben wir zu wenig Marmelade und gar kein Nutella mehr. Schmeckt aber trotzdem k\u00f6stlich.<br \/>\nDer warme Wind h\u00e4lt den ganzen Tag an und wir hupfen oft ins Wasser. Nach dem Wetterbericht um 19h fahren Matthias und ich mit dem Schlauchboot zum Strand, k\u00f6nnen den riesigen M\u00fcllsack loswerden und gehen in gestoppte 9 Minuten zum Hauptplatz von Chalki (der Ort hei\u00dft eigentlich Impori\u00f3s). Wir kaufen etwas ein und setzen uns wieder in die Taverna Bambis. Leider gibt es heute keinen frischen Fisch und das Schwertfischsteak schmeckt nicht besonders. Nach einem Kaffee bei Costas gehen wir wieder zur\u00fcck zum Schlauchboot.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2005-08-04\">04.08.2005 Donnerstag<\/strong><br \/>\n06:10 Chalki \/ O. P\u00f3tamos <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b013'15''+027\u00b036'15''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n09:37 T\u00edlos \/ O. Liv\u00e1dia <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b024'50''+027\u00b023'25''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n15:25 T\u00edlos \/ O. Liv\u00e1dia <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b024'50''+027\u00b023'25''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n18:14 Nisyros \/ P\u00e1li <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b037'08''+027\u00b010'16''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Anlegen<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 06:16 Strecke: 41,1 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 6,5 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Mich weckt das Fischerboot nebenan um 6h auf. Es ist absolut windstill. Ich hupfe kurz ins Wasser und hole gleich den Anker herauf. Au\u00dferhalb der Bucht ist es nicht mehr so ruhig. Westw\u00e4rts entlang der S\u00fcdk\u00fcste von Chalki kommt der Wind zwar nicht stark aber mit unangenehmen Wellen genau auf die Nase. Am SW-Kap von Chalki werden die Wellen besonders unangenehm obwohl immer noch kaum Wind ist. Nach der Kurs\u00e4nderung Richtung N dauert der Wellengang noch ca. eine sm an aber dann beruhigt sich die See. Ganz eindeutig kommt die Meeresstr\u00f6mung jetzt auch aus W, denn sie versetzt den Kurs gleich um 15\u00b0 Richtung E. Die Wellen sind jetzt lang und flach. Wieder ein Beweis f\u00fcr Str\u00f6mung gegen Wind = steile Welle, umgekehrt flache Welle.<br \/>\nUm 9:30 werfe ich den Anker bei totaler Windstille 100m vor dem langen Kieselstrand der gro\u00dfen Bucht auf T\u00edlos. Von den zahlreichen kleinen Pensionen entlang des Strandes beginnen die Urlauber herauszukommen. Matthias wacht auf und sp\u00e4ter auch Beate. Dann gibt es Fr\u00fchst\u00fcck mit Toast.<br \/>\nNach einer Pause von 5 3\/4 Stunden fahren wir weiter. Das Meer ist fast spiegelglatt &#8211; herrlich. An der N-Spitze von Tilos kommt der W-Wind auf mit ca 10-15 kn, bringt aber kaum Wellen. Wir k\u00f6nnten segeln, aber ich misstraue dem Wind. Zurecht, denn nach ca 30 Minuten ist er wieder weg.<br \/>\nNach 3 Stunden Fahrt erreichen wir Pali, wo wir uns wieder l\u00e4ngsseits an der E-Mole legen. Ein Dieseltankwagen kommt herbei und bedient das vor uns liegende Fischerboot. Wir lassen uns auch den Tank mit 87L zu 0,95\/L auff\u00fcllen. Beate und Matthias gehen einkaufen. Bald gibt es frische Schweinskotletts mit k\u00f6stlichen Briam und Krautsalat.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2005-08-05\">05.08.2005 Freitag<\/strong><br \/>\nNisyros \/ P\u00e1li<br \/>\nIch wache auf und glaube betrunken zu sein. Bin komplett schwindelig und alles dreht sich. Mir ist zum Erbrechen schlecht und ich kann das Gleichgewicht kaum halten. So arg verkatert war ich noch nie. Dabei habe ich 10 Stunden tief und fest geschlafen und am Abend nichts au\u00dfergew\u00f6hnliches getrunken. Ich habe nur das Bed\u00fcrfnis, das Boot so schnell wie m\u00f6glich zu verlassen. Als ich das mache, entdecke ich auch die Ursache meiner Befindlichkeit: Ich hatte am Vortag die Festmacherleinen mit ihren elastischen Gummipuffern ganz fest angezogen. Auch in den fast nicht wahrnehmbaren Wellen zieht das Boot abwechselnd am vorderen und am hinteren Festmacher, zwar nur wenige Zentimeter und ganz sanft aber in einer unnat\u00fcrlich schnellen Frequenz. Offenbar hat dieses Hin und Her meinem Hirn im Schlaf zugesetzt. Es dauert noch bis zum Nachmittag, bis ich mich wieder erholt habe. Beate und Matthias haben keinerlei Beschwerden von diesem Ruckeln.<br \/>\nNach dem Fr\u00fchst\u00fcck mieten wir um 12h zwei Mopeds im \u201cCaptains House\u201d. Zuerst sind wir \u00fcber die Preispolitik etwas aufgebracht &#8211; bis 17h w\u00fcrde es 12, bis zum n\u00e4chsten Morgen 15 und bis 16h 10 Euro per St\u00fcck kosten. Sp\u00e4ter erfahren wir, dass das g\u00e4ngige Praxis auf Nisyros ist, weil sie darauf hoffen, die Mopeds au\u00dferdem noch am Sp\u00e4tnachmittag f\u00fcr eine Fahrt zum Vulkan vermieten zu k\u00f6nnen. Dann m\u00fcssen wir uns \u00fcber den Zustand der Mopeds wundern: Beide sehen sehr verbraucht aus. Bei dem, mit dem Beate und ich fahren, funktioniert der Motor, das Automatikgetriebe, die Bremsen und das Licht. Bei Matthias kommen noch Elektrostarter, Tank- und Geschwindigkeitsanzeige hinzu. Wir w\u00fcrden gerne bei einem anderen Verleiher mieten, aber in Pali gibt es keinen. Die anderen, die mit den sch\u00f6nen neuen Mopeds, sind im Hauptort Mandraki, 3km entfernt. Dorthin fahren wir zuerst. Wir machen einen Rundgang, fotografieren und dr\u00e4ngen uns in den schmalen Gassen durch Touristengruppen hindurch. Beate kauft bei einem Fotografen sch\u00f6ne Ansichtskarten und eine Musik-CD \u201cVisions of Nisyros\u201d.<br \/>\nUnser zweites Ziel ist der oben am Berg liegende Ort Niki\u00e1. Von da hat man eine herrliche Aussicht auf das Meer auf der einen Seite und hinunter auf den, in der riesigen Kaldera ligenden, Vulkankrater auf der anderen. Im anderen Ort oben am Rand der Kaldera, Emborios, sieht man, dass einiges getan wird, um den Ort wieder zu beleben. Trotzdem sind sicher noch 80% der H\u00e4user unbewohnt oder bereits Ruinen. Auf dem Weg hinunter stirbt unser Motor wieder Mal ab. Es geht aber von dort oben 8 km lang bergab, was auch ohne Motor leicht zu bew\u00e4ltigen ist. So m\u00fcssen wir erst kurz vor Pali stehenbleiben, absitzen und das Moped auf den St\u00e4nder stellen, um den Kickstarter bet\u00e4tigen zu k\u00f6nnen. Immerhin startet der Motor dann meistens sofort wieder.<br \/>\nIn Pali fahren wir noch die Stra\u00dfe entlang des Strandes an der nie fertiggestellten gewaltig gro\u00dfen Badeanstalt vorbei. Vom Boot aus hatten wir schon fr\u00fcher beobachtet, dass dieser Weg entlang der NE-Seite der Insel direkt am langen, fast menschenleeren Sandstrand entlang verl\u00e4uft und bei einer kleinen Taverna \u201cOasis\u201d endet. Wir trauen unsere Augen nicht, als wir dort ankommen und sehen, dass die Taverna so gerammelt voll ist, dass Leute auf der Stra\u00dfe herumstehen und darauf warten, einen Platz zu erhalten. 2,5km lang war keine Menschenseele zu sehen und pl\u00f6tzlich dieser Massenauflauf. Sehr viele Mopeds und einige Mietautos stehen auf dem Parkplatz herum, an dem die Stra\u00dfe endet. Etwa 1km weiter, nur zu Fu\u00df zu erreichen, befindet sich der Strand Pachia Ammos, der eigentlich eine einzige gro\u00dfe Sandd\u00fcne am Meer ist. Scheint recht beliebt zu sein. Au\u00dferdem sehen wir viele Zelte verstreut in der Landschaft aufgestellt.<br \/>\nAls wir nach etwas mehr als 3,5 Stunden die Mopeds zur\u00fcck geben, haben wir fast alles auf der Insel gesehen und vom Mopedfahren genug. Wir schmei\u00dfen uns in das Meer am flachen Lavasandstrand direkt neben der Hafenmole. Das bringt fast gar nichts, weil das Wasser so warm ist, sicher 27-28\u00b0.<br \/>\nAbends essen wir mittelm\u00e4\u00dfigen Fisch in der dem Boot am n\u00e4chsten liegenden Taverna und gehen anschlie\u00dfend auf ein Kaffee in das Strandcaf\u00e9 Paral\u00eda. Zur\u00fcck auf dem Boot versuchen wir beim sch\u00f6nen Anblick der im glatten Hafenwasser spiegelnden f\u00fcnf Tavernen die Probleme der EU zu l\u00f6sen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2005-08-06\">06.08.2005 Samstag<\/strong><br \/>\n11:05 Nisyros \/ P\u00e1li <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b037'08''+027\u00b010'16''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n11:50 Gyali \/ Bucht bei S-Spitze <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b038'36''+027\u00b006'48''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n18:30 Gyali \/ Bucht bei S-Spitze <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b038'36''+027\u00b006'48''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n19:10 Gyali beim Strand <em>Kurs\u00e4nderung<\/em><br \/>\n19:55 Nisyros \/ P\u00e1li <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b037'08''+027\u00b010'16''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Anlegen<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 02:10 Strecke: 9,2 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 4,2 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Das Wetter ist wieder Mal seltsam. &#8211; viele Wolken am Himmel! Es ist auch ungew\u00f6hnlich kalt &#8211; nur 26\u00b0. Der Wetterbericht hat au\u00dferdem SW-Wind und Gewitter f\u00fcr viele Gebiete in der \u00c4g\u00e4is vorausgesagt. Ursache ist, dass das  das relative Tief, das im Sommer normalerweise \u00fcber Zypern liegt, sich jetzt zwischen Griechenland und der T\u00fcrkei befindet. N\u00f6rdlich von Kos soll sogar S\u00fcdwind und Gewitter kommen.<br \/>\nMatthias bringt noch den Mist weg und kauft Brot und Joghurt ein bevor wir um 11h ablegen. Wir motoren langsam die 3 sm zur langen, schmalen S-Spitze von Gyali. Fr\u00fcher hatte ich gesehen, dass dort zwei Katamarane lagen. Bereits mehrere hundert Meter vor der E-K\u00fcste wird es flach. Wir ankern etwa 100 m vor der niedrigen, felsigen K\u00fcste auf feinstem Sand in 2,5m Tiefe. Leider bringt der SW-Wind Wellen, die um die S-Spitze herumlaufen. Es ist aber ertr\u00e4glich. Ich erkundige die Stelle schnorchelnderweise. Matthias macht es mir nach und bringt gleich einen harpunierten Fisch mit.<br \/>\nDann verschwindet er f\u00fcr fast zwei Stunden, in denen er auf der Halbinsel herumgeht.<br \/>\nInzwischen repariere ich Pumpen: Die von der Munddusche und die Dusch-Lenzpumpe vom \u201cBadezimmer\u201d. Die erste hatte eine gebrochene L\u00f6tstelle und einen Riss im Pumpengeh\u00e4use. Bei der zweiten waren &#8211; wie erwartet &#8211; die Ventile mit Haaren verstopft. Beate liest einen so spannenden Krimi, dass sie nicht einmal Zeit hat, ins Wasser zu gehen. Erst als sie damit fertig ist und Matthias und ich mit dem Schlauchboot eine Landleine ausbringen, springt sie hinein. Es ist recht schwierig, die Leine um einen Stein zu befestigen, weil die D\u00fcnung das Schlauchboot dauernd gegen den schroffen Fels zu schlagen versucht. Beim f\u00fcnften Anlauf gelingt es aber doch. Die 50m lange Leine reicht nat\u00fcrlich nicht bis zum Boot, sodass wir das Ende an die Ankerboje binden, die wiederum mit einem kleinen Anker am Platz festgehalten wird. Dann fahren wir zur Blodughadda zur\u00fcck, versetzen den Anker etwas, damit wir mit Hilfe der Landleine den Bug in die Wellenrichtung bekommen und fischen die Landleine mit dem Bootshaken herauf. Es zeigt sich aber, dass der inzwischen aufgefrischte Wind, der in 90\u00b0 zu den Wellen kommt und also das Boot von der Seite erwischt, die Landleine und die Ankerkette so stark spannt, dass das Boot die D\u00fcnung nicht sanft abfangen kann,  sondern wie verr\u00fcckt an der Ankerkette rei\u00dft. Also wird nichts mit dem geplanten Lagerfeuer und wir verlassen den Platz.<br \/>\nIch rechne mir aus, dass wir Schutz vor Wind und Wellen am Ministrand an der NE-Seite des Inselchens Ag. Ant\u00f3nios, gleich S von Gyali bekommen m\u00fcssten. Dort liegt aber bereits ein Schweizer Segelboot und f\u00fcr mehr ist nicht Platz. Daher sehen wir uns noch unseren \u201cStammplatz\u201d beim langen Sandstrand von Gyali an. Der SW-Wind bringt aber sowohl Welle als auch auflandigen Wind hierher. Am Himmel sind so viele Cumuluswolken, dass wir schon mit Regen und eventuell sogar Gewitter rechnen. Da beschlie\u00dfen wir einen anderen Stammplatz aufzusuchen, n\u00e4mlich den, den wir heute Vormittag verlassen hatten. Wie \u00fcblich ist er leer.<br \/>\nVom Fleischhauer genau gegen\u00fcber kaufen wir Faschiertes und Beate kocht eine Reisnudelpfanne. Ich bin so m\u00fcde, dass ich bereits um 10h ins Bett falle w\u00e4hrend Beate und Matthias noch einige Zeit im Cockpit plaudern.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2005-08-07\">07.08.2005 Sonntag<\/strong><br \/>\n12:57 Nisyros \/ P\u00e1li <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b037'08''+027\u00b010'16''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ablegen<\/em><br \/>\n13:36 Gyali \/ Nsis \u00c0g. Ant\u00f3nios <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b039'53''+027\u00b008'08''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n17:20  <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n20:25 Kos \/ Marina <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b053'35''+27\u00b018'01''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Anlegen<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 03:44 Strecke: 24,5 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 6,5 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Kein Regen, kein Gewitter sondern eine sehr ruhige Nacht hat uns tiefen Schlaf beschert. Nach 11,5 Stunden bin ich wirklich ausgeschlafen. Von unserem Liegeplatz aus k\u00f6nnen wir das Sonntagstreiben der Griechen gut beobachten, insbesonders was der Fleischhauer und sein herziger Sohn machen. Ein fahrender H\u00e4ndler f\u00e4hrt mit seinem Kastenwagen herum und gibt durch einen Lautsprecher seine Anwesenheit bekannt. Der Fleischhauer hat offen aber wenige Kunden. Er w\u00e4scht sein Auto innen und au\u00dfen. Der etwa f\u00fcnfj\u00e4hrige Sohn hilft geschaftig mit.<br \/>\nWieder ziehen Wolken \u00fcber der Insel auf und der SW-Wind setzt langsam ein. Den w\u00fcrden wir am Dienstag brauchen, weil wir vor haben, dann m\u00f6glichst weit nach Norden zu fahren!<br \/>\nDie Reparatur des Tages betrifft den Wasserhahn in der Pantry und die Brenner des Gasherdes. Der O-Ring des Hahnes muss geschmiert und der ganze Hahn fester angezogen werden. Alle drei Brenner sind komplett verrostet. Ich entferne den Rost, muss aber bei n\u00e4chster Gelegenheit neue Brenner kaufen, weil sie die Flamme nicht mehr sch\u00f6n gleichm\u00e4\u00dfig verteilen. Das war schon vorher der Fall, allerdings verstopfte da der Rost einige Austritte. \u00dcberhaupt rostet alles. Am \u00e4rgsten ist die galvanische Korrosion zwischen verschiedenen Metallen. Insbesonders werden dadurch die Edelstahlschrauben, die in Aluminium geschraubt sind, so festgefressen, dass sie extrem schwer zu l\u00f6sen sind. Rostl\u00f6ser oder Coca Cola helfen da nur, wenn man nachher mit einem Schlagschrauber arbeiten kann. Das Mittel, das dies verhindern soll, Duralac, verwende ich dann immer, wenn ich die Schraube wieder hineinschraube. Aber ich bin skeptisch, ob das wirklich hilft.<br \/>\nInzwischen hat Beate ein sch\u00f6nes Aquarell von der Kirche gemalt. Um 13h legen wir ab. Vor dem kleinen, sehr sch\u00f6nen Sandstrand an der NW-Seite von Ag. Ant\u00f3nios bei Gyali, wo wir gestern nicht geankert haben, machen wir einen Badestopp. Ich stelle fest, dass der Platz doch gr\u00f6\u00dfer ist, als ich in Erinnerung hatte und dass unterhalb des einzigen Baumes eine verrostete, riesige Schiffsankerkette aus dem Sand herausragt. Beide w\u00fcrden sich als Landfeste f\u00fcr eine Leine gut eignen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aktualisierung 20.08.2018 11:51:38 Anzahl Tage: 8 31.07.2005 Seskl\u00ed (Symi) \/ O. Skomis\u00e1 01.08.2005 Seskl\u00ed (Symi) \/ O. Skomis\u00e1 &#8211; Chalki 02.08.2005 Chalki &#8211; Chalki \/ O. P\u00f3tamos 03.08.2005 Chalki \/ O. P\u00f3tamos 04.08.2005 Chalki \/ O. P\u00f3tamos &#8211; T\u00edlos \/ O. 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