{"id":1289,"date":"2018-08-20T11:34:03","date_gmt":"2018-08-20T09:34:03","guid":{"rendered":"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/?page_id=1289"},"modified":"2018-08-20T11:34:03","modified_gmt":"2018-08-20T09:34:03","slug":"2003-08-04-kos-tuerkei-kos","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/toernberichte\/2003-2\/2003-08-04-kos-tuerkei-kos\/","title":{"rendered":"2003-08-04 Kos &#8211; T\u00fcrkei &#8211; Kos"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/toernberichte\/2003-2\/2003-08-04-kos-tuerkei-kos\/print\/\" title=\"Beitrag drucken\" rel=\"nofollow\"><img decoding=\"async\" class=\"WP-PrintIcon\" src=\"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/wp-content\/plugins\/wp-print\/images\/printer_famfamfam.gif\" alt=\"Beitrag drucken\" title=\"Beitrag drucken\" style=\"border: 0px;\" \/><\/a>  Aktualisierung 20.08.2018 12:32:55 Anzahl Tage: 14<br \/>\n<a href=\"#2003-08-04\">04.08.2003 Kos Nord \/ Marina<\/a><br \/>\n<a href=\"#2003-08-05\">05.08.2003 Kos \/ Marina &#8211; Bodrum \/ Marina<\/a><br \/>\n<a href=\"#2003-08-06\">06.08.2003 Bodrum \/ Marina &#8211; G\u00f6kova K\u00f6rfezi \/ K\u00fc\u00e7\u00fck \u00c7ati<\/a><br \/>\n<a href=\"#2003-08-07\">07.08.2003 G\u00f6kova K\u00f6rfezi \/ K\u00fc\u00e7\u00fck \u00c7ati &#8211; G\u00f6kova K\u00f6rfezi \/ Namenlose Bucht<\/a><br \/>\n<a href=\"#2003-08-08\">08.08.2003 G\u00f6kova K\u00f6rfezi \/ Namenlose Bucht &#8211; G\u00f6kova K\u00f6rfezi \/ Yedi Adalari<\/a><br \/>\n<a href=\"#2003-08-09\">09.08.2003 G\u00f6kova K\u00f6rfezi \/ Yedi Adalari &#8211; G\u00f6kova K\u00f6rfezi \/ Degirmen B\u00fck\u00fc<\/a><br \/>\n<a href=\"#2003-08-10\">10.08.2003 G\u00f6kova K\u00f6rfezi \/ Degirmen B\u00fck\u00fc &#8211; G\u00f6kova K\u00f6rfezi \/ C\u00f6kertme<\/a><br \/>\n<a href=\"#2003-08-11\">11.08.2003 G\u00f6kova K\u00f6rfezi \/ C\u00f6kertme &#8211; Ps\u00e9rimos \/ O. Vathy<\/a><br \/>\n<a href=\"#2003-08-12\">12.08.2003 Ps\u00e9rimos \/ O. Vathy &#8211; Ps\u00e9rimos \/ O. Ps\u00e9rimos (Avlakia)<\/a><br \/>\n<a href=\"#2003-08-13\">13.08.2003 Pserimos \/ O. Ps\u00e9rimos (Avlakia)<\/a><br \/>\n<a href=\"#2003-08-14\">14.08.2003 Pserimos \/ O. Ps\u00e9rimos (Avlakia)<\/a><br \/>\n<a href=\"#2003-08-15\">15.08.2003 Ps\u00e9rimos \/ O. Ps\u00e9rimos (Avlakia) &#8211; K\u00e1lymnos \/ P\u00f3thia &#8211; Nsis Ner\u00e1 &#8211; K\u00e1lymnos \/ O. Vlych\u00e1dia<\/a><br \/>\n<a href=\"#2003-08-16\">16.08.2003 K\u00e1lymnos \/ O. Vlych\u00e1dia &#8211; K\u00e1lymnos \/ O. Vathy<\/a><br \/>\n<a href=\"#2003-08-17\">17.08.2003 K\u00e1lymnos \/ O. Vathy &#8211; Kos \/ Marina<\/a><\/p>\n<p>Crew:<br \/>\nT\u00f6tterstr\u00f6m Tom<br \/>\nT\u00f6tterstr\u00f6m Beate<br \/>\nLamprecht Matthias<br \/>\nSchillab Lukas<\/p>\n<p>Gesamt T\u00f6rn:<br \/>\nZeit unterwegs: 29:39 Strecke: 178,7 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 6 Knoten<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2003-08-04\">04.08.2003 Montag<\/strong><br \/>\nKos Nord \/ Marina<br \/>\nHerr Stamatis hat doch noch einen Leihwagen f\u00fcr den Tag aufgetrieben und bringt ihn um 9:30h in die Marina. Ich fahre gleich zur Post und hole das Paket mit den von SVB bestellten Artikeln ab. Gut so, denn neben den Bl\u00f6cken f\u00fcr die Gro\u00dfschot ist auch ein Britany-Anker mit 14 kg dabei.<br \/>\nGerade als Beate und Matthias aufbrechen wollen, den Lukas vom Flughafen abzuholen, kommt ein SMS, dass sich der Abflug um ca. 5 Stunden versp\u00e4tet. Sie fahren daher zuerst Proviant einkaufen.<br \/>\nUm 16h landet das Flugzeug und nach der 3\/4-st\u00fcndigen Wartezeit auf das Gep\u00e4ck, geht sich gerade noch ein Besuch im Anglergesch\u00e4ft und ein Essen in \u201cTasos\u201d aus bevor wir um 19h das Auto wieder abgeben m\u00fcssen.<br \/>\nDer erste abendliche Angelversuch mit Brot und Multihaken endet damit, dass sich das Brot im Wasser aufl\u00f6st.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2003-08-05\">05.08.2003 Dienstag<\/strong><br \/>\n13:15 Kos \/ Marina <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b053'35''+27\u00b018'01''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ablegen<\/em><br \/>\n15:30 Bodrum \/ Marina <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b002'03''+027\u00b025'31''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Anlegen<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 02:14 Strecke: 12 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 5,3 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Der Tag f\u00e4ngt mit Bootsgro\u00dfputz an. Matthias und Lukas setzten das Deck und die salzverkrusteten Leinen unter S\u00fc\u00dfwasser und Beate putzt innen. Dann gehen wir noch auf einen Frappee ins Marina Caf\u00e9, kaufen Trinkwasser und einen Eisw\u00fcrfelsack f\u00fcr den K\u00fchlschrank ein. Als auch die Wassertanks voll aufgef\u00fcllt sind, legen wir um 13:15h ab. Vor der Marina ankert der 4-Master \u201cStar Flyer\u201d, den wir uns von der N\u00e4he ansehen bevor wir Kurs auf Bodrum aufnehmen. Der Wind ist gut, die Wellen nicht gerade klein, aber wir sind zu faul, um f\u00fcr die kurze \u00dcberfahrt volle Segel zu setzen. Also motorsegeln wir mit der Genua w\u00e4hrend der Blinker 100m hinter uns herschwimmt.<br \/>\nNach knapp 2 Stunden passieren wir die Einfahrt in den Riesigen Hafen und ersuchen die Marina \u00fcber VHF Kanal 73 um einen Platz f\u00fcr die Nacht. Erhalten wir auch umgehend und das Pilotboat weist uns den Weg und hilft mit der Mooringleine.<br \/>\nEs ist auffallend viel w\u00e4rmer hier als auf den griechischen Inseln. 2 sm vor der Hafeneinfahrt haben wir schon den Temperaturanstieg deutlich gemerkt und das Thermometer zeigt 35\u00b0 an. Ich gehe ins klimatisierte Marinab\u00fcro, zahle den Liegeplatz und das t\u00fcrkische Transit Log, erhalte ein Durchschreibeformular und Instruktionen, was zu tun ist: Formular ausf\u00fcllen und die Beh\u00f6rden aufsuchen: Gesundheitsamt, Passkontrolle, Zoll, Hafenmeister und zum Schluss wieder Zoll, die auf der anderen Seite der gro\u00dfen Hafenbucht verstreut liegen. Das Transitlog kostet 30 US$ und das f\u00fcr \u00d6sterreicher notwendige Visum 15 \u20ac. Nach 1,5 Stunden ist alles erledigt und ich auch. Immerhin konnte ich zollfreie Spirituosen und Tabak einkaufen und alle Beamte waren korrekt und h\u00f6flich.<br \/>\nBeate, Matthias und Lukas haben inzwischen die gro\u00dfe, mittelalterliche Kreuzritterburg besichtigt und zuf\u00e4llig treffen wir uns beim Eingang zum \u201cBazar\u201d.  Die laub\u00fcberwachsenen Gassen der Altstadt dienen als solchen. Wir kaufen einige nachgemachte Marken-T-shirts und k\u00f6nnen unsere Verhandlungsk\u00fcnste ausprobieren. Mehr ist es nicht, denn die Verk\u00e4ufer scheinen mit dem Ergebnis mehr als zufrieden zu sein. Aber am Abendspaziergang gelingt es mir immerhin ein Game-Boy-Spiel von 30 Millionen auf 20 Millionen herunterzuhandeln und wer hat schon binnen Sekunden 10 Millionen eingespart, wenn auch t\u00fcrkische Lira im Gesamtwert von 6 Euro 30. Die Stadt geht fast \u00fcber vor lauter Menschen und so kehren wir nach einem t\u00fcrkischen Pizzamahl um 23h aufs Boot zur\u00fcck, wo wir mit den Gesangsk\u00fcnsten einer Vokalistin im Marina Restaurant \u00fcber das windstille Wasser begl\u00fcckt werden. Zwei Stunden vorher hat es noch mit \u00fcber 25 kn geblasen aber offensichtlich legt sich der Meltemi hierzulande am Abend.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2003-08-06\">06.08.2003 Mittwoch<\/strong><br \/>\n11:40 Bodrum \/ Marina <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b002'03''+027\u00b025'31''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ablegen<\/em><br \/>\n12:22  <em>Ankern<\/em><br \/>\n15:00  <em>Weiterfahrt<\/em><br \/>\n15:35  <em>segel setzen<\/em><br \/>\n19:15  <em>Segel bergen<\/em><br \/>\n19:40 G\u00f6kova K\u00f6rfezi \/ K\u00fc\u00e7\u00fck \u00c7ati <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b047'25''+028\u00b000'56''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 05:22 Strecke: 34,5 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 6,4 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Der Morgen ist absolut windstill und um 9h hat es bereits 30\u00b0. Wir essen Fr\u00fchst\u00fcck, duschen in den klimatisierten Sanit\u00e4rr\u00e4umlichkeiten der Marina, f\u00fcllen den Wassertank nochmals auf und legen um 11:40h ab. Per Motor fahren wir zur NE-Seite der Insel Karaada, wo sich hei\u00dfe Quellen befinden sollen. Von diesen sehen wir nichts, daf\u00fcr jede Menge Ausflugsboote aus Bodrum. Wir ankern an einem Sandstrand etwas s\u00fcdlich vom Trubel und k\u00f6nnen endlich schwimmen und schnorcheln. Lukas schie\u00dft einen Meerjunker mit der neuen Harpune von Matthias, der zu Fischk\u00f6der verarbeitet wird. Bei der n\u00e4chsten Schnorcheltour bringen die Burschen ein ca. 30cm langes Tritonshorn und 4 Kaurischnecken mit. Wir beobachten die Tieren, filmen und fotografieren die Ausbeute. Das Tritonshorn darf schlie\u00dflich wieder zur\u00fcck ins Meer aber die Muscheln werden gekocht &#8211; zu Fischk\u00f6der nat\u00fcrlich.<br \/>\nNach 2,5 Stunden setzen wir die Fahrt fort. Der Wind ist NW-lich und gut und kurz nach Karaada setzen wir die Segel. Mit einer blinkerbest\u00fcckten Schleppangel \u00fcberqueren wir den G\u00f6kova K\u00f6rfezi von NW nach SE und nach 3,5h erreichen wir die Einfahrt in die absolut ruhige Bucht K\u00fc\u00e7\u00fck \u00c7ati. Es sieht hier aus wie an einem kiefernumrandeten Bergsee, allerdings mit Pinien, etwas Schilf und einer Wassertemperatur, die Bergbewohnern nur von der Badewanne her bekannt ist &#8211; 28\u00b0!<br \/>\nWir ankern in einer kleinen Seitenbucht und Matthias und Lukas legen eine Landleine mit dem Schlauchboot zu einem gro\u00dfen Baum. In den anderen Seitenbuchten haben sich schon einige Yachten ihre Pl\u00e4tze reserviert.<br \/>\nLukas und Matthias pr\u00e4parieren zwei Angeln mit all dem vorhandenem Fischk\u00f6der und h\u00e4ngen sie \u00fcber Nacht hinaus.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2003-08-07\">07.08.2003 Donnerstag<\/strong><br \/>\n12:45 G\u00f6kova K\u00f6rfezi \/ K\u00fc\u00e7\u00fck \u00c7ati <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b047'25''+028\u00b000'56''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n14:00 G\u00f6kova K\u00f6rfezi \/ Namenlose Bucht <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b049'51''+028\u00b002'24''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 01:15 Strecke: 4,2 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 3,4 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Der Tag f\u00e4ngt ungew\u00f6hnlich an: Bew\u00f6lkt, das erste Mal seit ich im Sommer hier bin. UND: auf einer der \u00fcber Nacht ausgelegten Angeln h\u00e4ngt eine Mur\u00e4ne, die sich um einen Stein gewunden hat. Lukas und Matthias harpunieren sie unter Einhaltung aller Sicherheitsvorschriften und bringen sie aufs Boot. Sie ist ca. 50-60cm lang und hat die Angelhakenmontage um den K\u00f6rper gewickelt. Somit ist sie zum Tode verurteilt. Ich bin mit dem Hammer behilflich. Als n\u00e4chster bei\u00dft ein Baby-Zackenbarsch an, der sch\u00f6ne gr\u00fcngelbe Flecken, wie sie ein Salamander hat. Er darf die Tagesetappe in einem Waschschaffel mitreisen, bevor er begnadigt wird.<br \/>\nDie Tagesetappe ist sehr kurz: Sie beginnt um 12:45 und endet um 14h in einer namenlosen Bucht 2,5sm NNW von  K\u00fc\u00e7\u00fck \u00c7ati. Vorher sehen wir uns noch Amazon Creek an, drehen aber wieder um, angesichts des Campingplatzes. Wir ankern auf 1,8m auf Sandboden und bringen sp\u00e4ter auch einen Heckanker hinaus, um den, mit dem inzwischen aufgekommenen Meltemi, sich einfindenden umlaufenden Winden Paroli zu bieten.<br \/>\nIn der Bucht ist gut schwimmen und schnorcheln. Matthias und Lukas finden je eine riesengro\u00dfe Tonnenschnecke, die wir auskochen, um das sch\u00f6ne Geh\u00e4use leer zu bekommen. Der gekochte Inhalt darf als &#8211; na was wohl &#8211; Fischk\u00f6der dienen. Auch das Herumfahren mit dem Schlauchboot geh\u00f6rt zum Tagesprogramm. Das Einzige, was die Idylle st\u00f6rt, sind die Wespen, die sich gegen Abend einfinden. Matthias wird 2 Mal gestochen. Vor Sonnenuntergang werden die Biester echt aggressiv und wir m\u00fcssen uns ins Bootsinnere fl\u00fcchten. Um 20:30h sind sie wieder verschwunden und wir k\u00f6nnen Spaghetti drau\u00dfen essen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2003-08-08\">08.08.2003 Freitag<\/strong><br \/>\n13:25 G\u00f6kova K\u00f6rfezi \/ Namenlose Bucht <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b049'51''+028\u00b002'24''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n14:20 G\u00f6kova K\u00f6rfezi \/ Yedi Adalari <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b052'02''+028\u00b002'52''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 00:55 Strecke: 6,9 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 7,5 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Der Tag begr\u00fc\u00dft uns mit sanftem S\u00fcdwind (ohne Heckanker w\u00e4ren wir gestrandet) und Wespen. Wir m\u00fcssen drinnen fr\u00fchst\u00fccken aber um 10:30h verziehen sich die Biester. Matthias und Lukas machen einen sehr ausgedehnten Schnorchelgang und um 13:25 lichten wir die Anker. Bei sehr wenig Wind aber bemerkenswerter Welle umrunden wir Mersincik, G\u00f6ll\u00fcb\u00fck und Taneli Burun und steuern in die Yedi Adalari (Sieben Inseln) an. Wir finden einen sch\u00f6nen Platz an der Ostseite der kleinen Halbinsel an der Einfahrt in die Ostbucht. Zun\u00e4chst legen wir Bug- und Heckanker aber als der Wind zunimmt, tauschen wir den Buganker gegen eine Landleine aus. Die Burschen schnocheln stundenlang rund um das Halbinselchen und legen dann die Angeln aus. Um 18:50 finden sich die ersten Wespen ein&#8230;<br \/>\nHeute ist aber nicht der Wespenabend und wir k\u00f6nnen in Ruhe drau\u00dfen essen. <\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2003-08-09\">09.08.2003 Samstag<\/strong><br \/>\n11:46 G\u00f6kova K\u00f6rfezi \/ Yedi Adalari <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b052'02''+028\u00b002'52''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n14:30 G\u00f6kova K\u00f6rfezi \/ Degirmen B\u00fck\u00fc <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b055'11.4''+028\u00b010'17.2''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Anlegen<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 02:43 Strecke: 14,8 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 5,4 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Der bereits sehr fr\u00fch aufkommende Westwind vereitelt unser vorhaben, in der Morgenstille nach Westen aufzubrechen. Daher nehmen wir es gelassen und fahren kurz vor 12 los Richtung Osten. Zuerst m\u00fcssen wir aber noch drei Kaps umrunden: Teke, Koyun und Tuztutan. Beim ersten sichten wir eine treibende Kinderluftmatratze. Lukas f\u00e4ngt sie mit dem Bootshaken auf. Wir fahren in die Bucht Kargili, die aber unserem Geschmack nicht so richtig trifft. Vor allem scheint das inzwischen ersehnte Restaurant eher eine Baracke zu sein.<br \/>\nDie n\u00e4chste gro\u00dfe Bucht Degirmen weist viele Seitenbuchten auf. In der \u00f6stlichen, die in SW-NE Richtung verl\u00e4uft, sind Holzanlegestege vor zwei Restaurants vorhanden. Wir legen uns per Heckanker mit Bug voran an die n\u00f6rdlichere, wobei der Wirt uns mit den Festmachern hilft. Der Weg ins Restaurant ist denkbar kurz: ca. 20m und die \u00fcberwinden wir alsbald, um eine k\u00f6stliche Nachmittagsjause mit t\u00fcrkischen Vorspeisen zu uns zu nehmen.<br \/>\nIch spreche einen Deutschen an, der mit seiner Frau auf einem kleinen Segelboot am Ende des Anlegers liegt. Er erz\u00e4hlt, dass sie schon seit 2 Wochen da liegen und das voraussichtlich noch so lange bleiben werden. Das Festmachen, frisches Quellwasser aus Schl\u00e4uchen auf dem Steg und sogar Strom sind gratis, sofern man im Restaurant isst! Er erz\u00e4hlt au\u00dferdem, dass es um die Wochenmitte sehr lebhaft werden kann, wenn die Gulets hier Station machen. Der Wind, der hier nachmittags aufkommt ist auch ganz \u00fcblich: Er weht in die Bucht hinein, also von SW nach NE, mit betr\u00e4chtlicher St\u00e4rke, flaut aber mit dem Sonnenuntergang komplett ab.<br \/>\nKurz vor Sonnenuntergang machen wir einen Streifzug durch die Umgebung, die eher an eine K\u00e4rntner Seelandschaft als ans Mittelmeer erinnert: Sehr \u00fcppige Vegetation, K\u00fche, H\u00fchner, Maisfelder, Gem\u00fcseg\u00e4rten&#8230; Hier w\u00e4chst sogar der kaum sonstwo vorkommende Weihrauch-Baum.<br \/>\nDanach gehen wir nochmals in die Taverna auf K\u00f6fte, Kebab und Fisch. Die Deutschen kommen auch zum Essen und wir bitten sie, sich zu unserem Tisch zu setzten. Als einzige G\u00e4ste des Lokals unterhalten wir uns mit ihnen den ganzen Abend. Ihr Boot hei\u00dft Kairos III<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2003-08-10\">10.08.2003 Sonntag<\/strong><br \/>\n11:00 G\u00f6kova K\u00f6rfezi \/ Degirmen B\u00fck\u00fc <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b055'11.4''+028\u00b010'17.2''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n15:00 G\u00f6kova K\u00f6rfezi \/ C\u00f6kertme <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b000'16''+027\u00b047'14''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Anlegen<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 04:00 Strecke: 27,2 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 6,8 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Ein winstiller Morgen, frisches Brot vom Restaurant, ein gutes Fr\u00fchst\u00fcck im Schatten, Obst, Gem\u00fcse und Wasserflaschen eingekauft, M\u00fcll entsorgt, K\u00fchlschrank eiskalt, Wassertanks aufgef\u00fcllt, Boot geputzt, frisch rasiert legen wir um 11h ab. Der neue Britany 14 kg Heckanker hat seine Bew\u00e4hrungsprobe bestens bestanden: Im gestrigen Seitenwind mit bis zu 25 kn eisern gehalten. So gut, dass wir ihn mit Muskelkraft gar nicht liften k\u00f6nnen. Aber auf kurze Leine genommen, an die Klampe festgemacht und mit Vorw\u00e4rtsfahrt bricht der Anker doch aus.<br \/>\nWir motoren gegen leichten Westwind mit Ziel Mersin\u00e7ik an der N-Seite der Dat\u00e7a-Halbinsel. Kurz vor 14h wird der Gegenwind und vor allem die Wellen unangemehm. Daher beschlie\u00dfen wir, nicht das 20 sm entfernte Mersin\u00e7ik im WSW sondern das 6 sm entfernte \u00c7\u00f6kertme im N anzulaufen.<br \/>\nZun\u00e4chst sehen wir uns die im F\u00fchrer nicht beschriebene Bucht Kargili direkt W von \u00c7\u00f6kterme an. Sieht nett aus, aber das ist es schon. In \u00c7\u00f6kterme legen wir uns in die n\u00f6rdlichste Einbuchtung mit einer Bugleine an Land. Es sind schon einige Segelboote hier und bis zum Sonnenuntergang sind wir von Gulets umzingelt.<br \/>\nLukas und Matthias erkunden die ganze Bucht mit dem Schlauchboot und anschlie\u00dfend fahren Beate und ich zur H\u00e4useransammlung an der anderen Buchtseite. Der gesch\u00e4ftst\u00fcchtige Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer vom Restaurant\/Bar\/Market Rose Mary ladet uns auf einen Tee und Zigaretten ein, zeigt uns den K\u00fchlraum und die K\u00fcche, aber wir wollen nur eine Flasche Wein kaufen. Das d\u00fcrfen wir auch um satte 11,5 Millionen, ca. ATS 100,-. Am Abend kommt er mit Bestizer und Motorboot zur Blodughadda und fragt, ob wir nicht essen kommen wollen. Wir wollen nicht, sondern kochen Spaghetti aus dem Packerl. Und wieder schlagen die Wespen zu: In dem Augenblick als wir uns zum Essen hinsetzten, schwirren mindestens ein Dutzend um uns herum. Wir fl\u00fcchten hinein. <\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2003-08-11\">11.08.2003 Montag<\/strong><br \/>\n05:30 G\u00f6kova K\u00f6rfezi \/ C\u00f6kertme <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b000'16''+027\u00b047'14''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n08:34 bei Bodrum <em>segel setzen<\/em><br \/>\n10:15  <em>Segel bergen<\/em><br \/>\n10:30 Pserimos \/ O. Vathy <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b056'16.4''+027\u00b009'16.6''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 05:00 Strecke: 33,1 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 6,6 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Aufgrund der gestrigen Erfahrungen legen wir bereits um 5:30h ab. Die Bucht ist absolut windstill und die Morgend\u00e4mmerung ist noch jung. Au\u00dferhalb der Bucht finden wir zu unserem Erstaunen fast so viel Wind vor, wie gestern zu Mittag. Wir motoren entlang der N-L\u00fcste von G\u00f6kova K\u00f6rfezi, wo die Wellen geringer und der Gegenwind weniger stark ist. N\u00f6rdlich der Insel Karaada, au\u00dferhalb von Bodrum setzen wir die Segel als wir Richtung Ps\u00e9rimos abbiegen. S\u00fcdlich der Bodrum-Halbinsel geht es gut mit \u00fcber 7 kn voran aber als wir die Landabdeckung verlieren, bremsen die Wellen die Fahrt ordentlich ab. Unterwegs tausche ich die t\u00fcrkische gegen die griechische Gastlandflagge ohne gr\u00f6bere Formalit\u00e4ten.<br \/>\nUm 10:30 erreichen wir die Vathy-Bucht an der E-Seite von Ps\u00e9rimos. Gerade als wir ankern wollen, hebt und senkt sich die ganze See von den Wellen einer irgendwann vorbeigefahrenen Hochgeschwindigkeitsf\u00e4hre. Wir warten das Abklingen der Unruhe ab und legen uns per Heckanker und Buglandleine an die N-Seite der Bucht, wo die Fallb\u00f6en erfahrungsgem\u00e4\u00df sanfter ausfallen.<br \/>\nMatthias und Lukas schnorcheln stundenlang und bringen eine Zweibindenbrasse, Meer\u00e4sche, zwei Lippfische und eine Goldstrieme als Ausbeute mit. Alle sind noch im Kindergartenalter, aber wir beschlie\u00dfen, sie trotzdem zu verspeisen. Danach folgt ausgiebiges Herumfahren mit dem Schlauchboot.<br \/>\nBeate und ich lesen und faulenzen. Es f\u00e4llt der Temperaturunterschied zur T\u00fcrkei auf: Luft und Wasser sind ca. 4\u00b0 k\u00fchler. Um 18h mache ich eine 1,5-st\u00fcndige Wanderung auf die Insel. Au\u00dfer Aussicht, Ziegen, Steine und kleine Str\u00e4ucher gibt es nichts zu sehen.<br \/>\nAbends kocht Beate Briam und Keft\u00e9des aus der Fertiggerichtpackung. Lukas und Matthias braten die Fischlein, die einen k\u00f6stlichen Vorspeisenhappen abgeben. Wir essen bei aufgehenden Vollmond und abnehmenden Wind ohne Wespen im Cockpit.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2003-08-12\">12.08.2003 Dienstag<\/strong><br \/>\n18:30 Pserimos \/ O. Vathy <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b056'16.4''+027\u00b009'16.6''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ablegen<\/em><br \/>\n19:30 Pserimos \/ O. Ps\u00e9rimos (Avlakia) <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b055'57''+027\u00b007'57''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Anlegen<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 01:00 Strecke: 5 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 5 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Um 10h sitzen alle beim Fr\u00fchst\u00fcck. Ein kleines Fischerboot tuckert ganz langsam und nahe heran. Ein Mann steht im Bug, beugt sich tief vorn\u00fcber und schaut in eine Metalltrommel. Mit zwei Leinen, die am Ruder befestigt sind, lenkt er das Boot. Wir wundern uns sehr. Pl\u00f6tzlich stoppt er das Boot mit den Rudern, wirft eine Schnur mit einem gro\u00dfen Blei und einem ebensolchen Drillingshaken in Wasser. Wir wundern uns noch mehr. Er ruckt an der Schnur ein paar Mal und zieht einen riesengro\u00dfen Oktopus herauf &#8211; Aha, das tut er also! Wir staunen nicht schlecht. Lukas imponiert das am meisten. Er l\u00e4sst sich zu einem Oktopusschnorchelfanggang inspirieren, richtet den Spezial-Oktopusk\u00f6der her, sieht aber keinen.<br \/>\nUm 10:22 beobachten wir die vorbeifahrende Hochgeschwindigkeitsf\u00e4hre. Vier Minuten sp\u00e4ter hebt und senkt sich wieder die ganze Bucht. Wir rechnen aus, dass die Wellen eine Mindestgeschwindigkeit von 30 Knoten haben m\u00fcssen, ist aber angeblich gar nicht m\u00f6glich.<br \/>\nN\u00e4chster Programmpunkt ist eine Schlauchbootfahrt zum Wrack des Frachters Liberty an der S-Seite der Bucht. Matthias und Lukas klettern darauf herum und schnorcheln \u00fcber den versunkenen Teil w\u00e4hrend ich im Schlauchboot aufpasse, dass dieses nicht an die verrosteten Teile schabt. Als wir uns auf den R\u00fcckweg machen, hat der Wind sehr zugenommen. Wir fahren ganz langsam gegen die nicht hohen aber steilen Wellen. Immer wieder spritzt Wasser herein und je mehr Wasser hereinspritzt, desto tiefer liegt das Schlauchboot und desto mehr Wasser spritzt herein. In dem Augenblick kommt ein Fischerboot, das Badeg\u00e4ste in die Bucht bringt, vorbei. Wir winken mit der Festmacherleine und der Kapit\u00e4n versteht sofort, dass wir Abschlepphilfe wollen. Er f\u00e4hrt langsam vor uns, wir holen ihn ein und \u00fcbergeben die Leine, die er am Boot festmacht. Wir klettern auf das Fischerboot hin\u00fcber und werden bis zur Blodughadda gef\u00fchrt.<br \/>\nWir rasten uns etwas aus nach diesem Abenteuer. Dann leeren wir das Wasser aus dem Schlauchboot und packen wir die Lenkdrachen und etwas Badezeug hinein. Wir fahren zum Strand und machen einen Drachen flugfertig. In den heftigen B\u00f6en steigt der Drache perfekt auf, aber als die B\u00f6 nachl\u00e4sst, kommt sie ins Trudeln. Nach wenigen Versuchen, bei denen sich die Leinen jedes Mal im Bodengestr\u00fcpp verfangen, geben wir es auf. Nach einiger Zeit kehren wir zum Boot zur\u00fcck. Ich versuche erfolglos, eine Internetverbindung zustande zu bringen, w\u00e4hrend Beate, Matthias und Lukas Schach spielen.<br \/>\nUm 18:30 machen wir uns auf den Weg. Bei den Fallb\u00f6en ist es gar nicht einfach, die Landleine zu l\u00f6sen und den Heckanker hochzuhieven. Mit dem heftigen Wind steuern wir am Wrack vorbei und umrunden die SE-Spitze. Jetzt kommt der Wind von der Seite und nach dem n\u00e4chsten Kap von vorne. 39 Knoten war die h\u00f6chste gemessene Windgeschwindigkeit!<br \/>\nNach einer Stunde legen wir im windgesch\u00fctzten Hafen von Ps\u00e9rimos mit Buganker und 5 Heckleinen an. Bald darauf gehen wir das wohlverdiente Abendessen genie\u00dfen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2003-08-13\">13.08.2003 Mittwoch<\/strong><br \/>\nPserimos \/ O. Ps\u00e9rimos (Avlakia)<br \/>\nUm 10h gehen wir fr\u00fchst\u00fccken in die Hotel-Taverna Tripolitis, wo wir gestern Abend gute Pizzen und Souvlakia gegessen haben. Der sympathische junge Wirt Nikolas begr\u00fc\u00dft uns bereits wie alte Bekannte. Kurz vor 11 kommt das erste Ausflugsboot von Kos. Wir machen Platz am Kai, indem wir in die Bucht hinausfahren und dort Anker werfen. Wir r\u00e4umen das Schiff auf und \u00fcberlegen, wohin wir fahren k\u00f6nnten. Der nach wie vor wie verr\u00fcckt anhaltende Nordwind bietet keine bequem zu erreichende Ziele. Daher beschlie\u00dfen wir, da zu bleiben.<br \/>\nWir beobachten ein Ausflugsboot nach dem anderen, die im kleinen Hafen an- und ablegen. Der Wirt hat gestern Abend sinngem\u00e4\u00df gesagt \u201cNat\u00fcrlich ist es ein freier Hafen an dem jeder auf seinen Platz bestehen kann. Aber jeder mit etwas Vernunft wird erkennen, dass wir hier auf Ps\u00e9rimos von den Touristen leben, die die Ausflugsboote bringen.\u201d<br \/>\nBeim Schnolcheln sehe ich, dass der Anker sich an der Kante einer flachen Felsplatte festh\u00e4lt. Wir machen einen Versuch, den Anker mit dem Schlauchboot heraus zu ziehen. Daf\u00fcr ist der Motor aber zu schwach und das Boot unm\u00f6glich zu lenken. Matthias und Lukas bringen einen weiteren Anker aus, um den Hauptnaker zu entlasten. Dann versuchen wir nochmals, den Anker mit dem Schlauchboot weiter zu ziehen, aber auch das gelingt nicht. Erst als Lukas den Anker von der Felsspalte heraushebt und Matthias die Schleppleine so einhakt, dass die Ankerkette St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck nachgeschleppt wird, gelingt es auch den Anker ca. 5 m nach vorne zu schleppen, wo er sich im Sand eingraben kann. Fazit: Als Schlepper ist das Schlauchboot g\u00e4nzlich ungeeignet, vor allem, weil es dabei nicht gesteuert werden kann.<br \/>\nNach einer Verschnaufspause fahre ich mit den Burschen zum herrlichen Strand. Wir kaufen Paddleball-Schl\u00e4ger und ein Frisbee f\u00fcr angehende Strandspiele ein. Als Erg\u00e4nzung folgen schnorcheln, Schach spielen, w\u00fcrfelpokern etc.<br \/>\nImmer wieder versuche ich eine Internetverbindung zu bekommen, aber mit unver\u00e4nderter Einstellung antwortet kein Modem. Erst als ich den GSM-Provider von Panafon auf Telestet wechsle, funktioniert es! Das soll mir Mal wer erkl\u00e4ren.<br \/>\nNach der Windvorhersage um 19h &#8211; unver\u00e4nderter Starkwind, was sonst &#8211; fahren wir mit dem Schlauch zum Abendessen. <\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2003-08-14\">14.08.2003 Donnerstag<\/strong><br \/>\nPserimos \/ O. Ps\u00e9rimos (Avlakia)<br \/>\nDie ganze Nacht hindurch pfeift der Wind in den Wanten. Nur um 8h ist es ein wenig ruhiger, um gleich darauf wieder st\u00fcrmischer zu werden. Vom Weiterfahren kann also nicht die Rede sein. Der Wetterbericht verhei\u00dft endlich abnehmenden Wind. Also warten wir, fahren mit dem Schlauch zum Strand, gehen auf ein Frapee in ein anderes Lokal, beobachten das Treiben und die Vorbereitungen zum Kirchenfest.<br \/>\nAls wir zur\u00fcckkehren, scheint der Wind tats\u00e4chlich abgenommen zu haben, aber ein Blick mit dem Fernglas aufs offene Wasser, wo zwei Segelboote mit Vollreff gegen die Wellen k\u00e4mpfen, \u00fcberzeugt mich vom Gegenteil.<br \/>\nDa eine Abfahrt heute auch unwahrscheinlich wird,  versetzen wir den Hauptanker, diesmal von der Blodughadda aus, weiter nach vorne, um die L\u00fccke zwischen den Fischerbooten auszuf\u00fcllen. Ich bef\u00fcrchte n\u00e4mlich, das eines der zu erwartenden vielen Booten mit Festg\u00e4sten sich in die L\u00fccke pressen und \u00fcber unseren Zweitanker legen k\u00f6nnte. Die Fischerboote beiderseits haben auch einen Heckanker und schwojen demnach gar nicht. Das tun wir allerdings schon und so n\u00fctze ich den Heckanker des BB-Fischerbootes indem ich eine Leine auf Slip zu dessen Heckankerkette lege.<br \/>\nWir spielen Schach, lesen und Lukas und Matthias toben im Wasser herum. Die angek\u00fcndigte Windberuhigung tritt nicht ein. Ein kleines Segelboot, das schon \u00f6fter Platz gewechselt hat aber immer im Weg f\u00fcr die heute ein- und ausfahrenden F\u00e4hren war ist wieder auf der Suche nach einem Ankerplatz. Ich habe Erbarmen mit dem P\u00e4rchen und biete ihnen den Platz neben uns an. Sie legen ihr kleines Segelboot l\u00e4ngsseits an. Dann f\u00fchren Matthias und Lukas sie noch mit dem Schlauch zum Strand.<br \/>\nIm Ort ist wegen des Marienfestes viel los. Das Kirchlein geht fast \u00fcber und die 7 Lokale freuen sich \u00fcber den umsatzst\u00e4rksten Tag, die Buben des Ortes \u00fcber neue Spielzeugpistolen und die M\u00e4dchen \u00fcber das sch\u00f6ne Kleid, das sie heute ausf\u00fchren d\u00fcrfen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2003-08-15\">15.08.2003 Freitag<\/strong><br \/>\n08:15 Pserimos \/ O. Ps\u00e9rimos (Avlakia) <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b055'57''+027\u00b007'57''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n09:30 K\u00e1lymnos \/ P\u00f3thia <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b057'01''+026\u00b059'12''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Anlegen<\/em><br \/>\n11:45 K\u00e1lymnos \/ P\u00f3thia <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b057'01''+026\u00b059'12''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ablegen<\/em><br \/>\n12:30 Nsis Ner\u00e1 <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b054'48''+026\u00b056'32''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n13:30 Nsis Ner\u00e1 <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b054'48''+026\u00b056'32''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n14:00 K\u00e1lymnos \/ O. Vlych\u00e1dia <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b055'48''+026\u00b057'55''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 02:30 Strecke: 13,7 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 5,5 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Ein fast windstiller Morgen begr\u00fc\u00dft uns &#8211; endlich. Um 8:15h legen wir los: Die Deutschen neben uns machen eine Hafenrunde und wir holen beide Anker herauf. Bei einer leichten Brise fahren wir direkt in den Hafen P\u00f3thia auf K\u00e1lymnos. Es legt gerade das Verbindungsboot Nisos Ps\u00e9rimos ab und wir legen uns l\u00e4ngsseits an seinen Platz. Es ist Feiertag und fast alle Gesch\u00e4fte haben geschlossen. Mir gelingt es einen ge\u00f6ffnetem Laden zu finden, in dem ich Trinkwasser kaufen kann und Lukas und Matthias k\u00f6nnen neue Pfeile f\u00fcr die Harpunen besorgen. Ich erhalte noch vom Boot Anna Maria (eine Art Taxi) kostenlos ein Brot, das sonst nicht aufzutreiben ist.<br \/>\nIn einem nahen Caf\u00e9 st\u00e4rken wir uns mit Kaffee und Toast bevor wir um 11:45h den stickigen Hafen verlassen. Wir steuern eine kleine Ankerbucht auf dem Inselchen Ner\u00e1 an. Dort gibt es \u00fcberraschenderweise fast eine kleine Hafenanlage, offensichtlich f\u00fcr die Besucher der Kirche angelegt. Au\u00dfer einem verschlossenen Haus im \u201cHafen\u201d gibt es sonst keine H\u00e4user. Eine griechische Familie macht einen Feiertagsausflug mit Grillen und Abspielen lauter Musik. Nachdem Beate und Matthias die Kirche besichtigt hat, legen wir wieder ab, um am schroffen NE-Kap neuerlich zu ankern, schnorcheln und schwimmen. Das Wasser ist so klar, dass man den Grund auf 20m Tiefe deutlich sehen kann.<br \/>\nEs kommt etwas Wind auf und es wird daher Zeit, aufzubrechen. Wir fahren in die Bucht Vlychadia gegen\u00fcber an der S-K\u00fcste von K\u00e1lymnos. Hier treffen wir die Deutschen von gestern und heute Fr\u00fch wieder. Wir ankern neben ihnen uns sie schwimmen herbei. Sie wollen noch in den Hafen, um ein neues Fall zu besorgen, nachdem Lukas ihnen erz\u00e4hlt hat, wo das offene Gesch\u00e4ft f\u00fcr Tauch- und Bootsartikel zu finden ist. Wir bleiben vor dem friedlichen Feriendorf, in dem offenh\u00f6rlich nur Griechen Urlaub machen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2003-08-16\">16.08.2003 Samstag<\/strong><br \/>\n12:56 K\u00e1lymnos \/ O. Vlych\u00e1dia <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b055'48''+026\u00b057'55''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n13:20 K\u00e1lymnos \/ O. Vathy <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b058'25''+027\u00b001'44''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Anlegen<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 00:23 Strecke: 10,1 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 25,3 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Windstille Nacht, windstiller Morgen &#8211; endlich bestens geschlafen. Wir fr\u00fchst\u00fccken in aller Ruhe.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2003-08-17\">17.08.2003 Sonntag<\/strong><br \/>\n12:00 K\u00e1lymnos \/ O. Vathy <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b058'25''+027\u00b001'44''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ablegen<\/em><br \/>\n12:47  <em>segel setzen<\/em><br \/>\n13:26  <em>BB Motor dazu<\/em><br \/>\n16:15 Kos \/ Marina <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b053'35''+27\u00b018'01''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankunft<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 04:15 Strecke: 17,2 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 4,1 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aktualisierung 20.08.2018 12:32:55 Anzahl Tage: 14 04.08.2003 Kos Nord \/ Marina 05.08.2003 Kos \/ Marina &#8211; Bodrum \/ Marina 06.08.2003 Bodrum \/ Marina &#8211; G\u00f6kova K\u00f6rfezi \/ K\u00fc\u00e7\u00fck \u00c7ati 07.08.2003 G\u00f6kova K\u00f6rfezi \/ K\u00fc\u00e7\u00fck \u00c7ati &#8211; G\u00f6kova K\u00f6rfezi \/ Namenlose Bucht 08.08.2003 G\u00f6kova K\u00f6rfezi \/ Namenlose Bucht &#8211; G\u00f6kova K\u00f6rfezi \/ Yedi Adalari 09.08.2003 G\u00f6kova [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":1283,"menu_order":3,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1289","page","type-page","status-publish","czr-hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1289","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1289"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1289\/revisions"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1283"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1289"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}