{"id":1295,"date":"2018-08-20T11:58:31","date_gmt":"2018-08-20T09:58:31","guid":{"rendered":"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/?page_id=1295"},"modified":"2018-08-20T11:58:31","modified_gmt":"2018-08-20T09:58:31","slug":"2003-07-07-kos-tilos-kos","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/toernberichte\/2003-2\/2003-07-07-kos-tilos-kos\/","title":{"rendered":"2003-07-07 Kos &#8211; Tilos &#8211; Kos"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/toernberichte\/2003-2\/2003-07-07-kos-tilos-kos\/print\/\" title=\"Beitrag drucken\" rel=\"nofollow\"><img decoding=\"async\" class=\"WP-PrintIcon\" src=\"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/wp-content\/plugins\/wp-print\/images\/printer_famfamfam.gif\" alt=\"Beitrag drucken\" title=\"Beitrag drucken\" style=\"border: 0px;\" \/><\/a>  Aktualisierung 20.08.2018 12:57:35 Anzahl Tage: 7<br \/>\n<a href=\"#2003-07-07\">07.07.2003 Kos \/ Marina<\/a><br \/>\n<a href=\"#2003-07-08\">08.07.2003 Kos \/ Marina &#8211; Gyali<\/a><br \/>\n<a href=\"#2003-07-09\">09.07.2003 Gyali &#8211; T\u00edlos \/ O. \u00c8ristos<\/a><br \/>\n<a href=\"#2003-07-10\">10.07.2003 T\u00edlos \/ O. \u00c8ristos<\/a><br \/>\n<a href=\"#2003-07-11\">11.07.2003 T\u00edlos \/ O. \u00c8ristos &#8211; T\u00edlos \/ O. Thol\u00f3s &#8211; T\u00edlos \/ Hafen Livadia &#8211; T\u00edlos \/ O. Liv\u00e1dia<\/a><br \/>\n<a href=\"#2003-07-12\">12.07.2003 T\u00edlos \/ O. Liv\u00e1dia &#8211; T\u00edlos \/ Hafen Livadia &#8211; Dat\u00e7a \/ Knidos<\/a><br \/>\n<a href=\"#2003-07-13\">13.07.2003 Dat\u00e7a \/ Knidos &#8211; Kos \/ Marina<\/a><\/p>\n<p>Crew:<br \/>\nT\u00f6tterstr\u00f6m Tom<br \/>\nT\u00f6tterstr\u00f6m Patrick<br \/>\nPusarnig Georg<\/p>\n<p>Gesamt T\u00f6rn:<br \/>\nZeit unterwegs: 17:52 Strecke: 102,8 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 5,7 Knoten<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2003-07-07\">07.07.2003 Montag<\/strong><br \/>\nKos \/ Marina<br \/>\nIch kaufe einen neuen Bootshaken und 2 neue Bl\u00f6cke f\u00fcr die Gro\u00dfschot. Mein Versuch, einen Ersatz f\u00fcr den verlorenen Stopfen vom Schlauchbootboden scheitert. Es gibt nicht einmal einen Waschbeckenst\u00f6psel f\u00fcr ein Loch mit 35mm \u00d8.<br \/>\nPatrick und ich fahren zuerst zum Supermarkt Proviant einkaufen und dann gleich weiter zum Flughafen, den Georg abholen, der p\u00fcnktlich ankommt. Auf dem Weg zur\u00fcck sehen wir uns den Hafen von Mastichari an, wo die Wellen ganz ordentlich gegen die Hafenmole krachen. Der Nordwind hat seit gestern noch zugenommen. Auf dem R\u00fcckweg bleiben wir wieder beim Supermarkt Champion stehen, um nach Stopfen zu suchen, finden keinen, daf\u00fcr g\u00fcnstige und fesche Badehosen (2 f\u00fcr Georg, 1 f\u00fcr mich).<br \/>\nZur\u00fcck in der Marina hole ich die W\u00e4sche aus der W\u00e4scherei und wir r\u00e4umen die Eink\u00e4ufe ein. Patrick und Georg tauschen die Bl\u00f6cke aus, spulen den Wasserschlauch auf die neue Rolle auf und schrubben das Deck w\u00e4hrend ich staubsauge und die B\u00f6den wische.<br \/>\nDann bringen wir den Leihwagen zur\u00fcck an die andere Seite der Stadt und spatzieren zur\u00fcck. Unterwegs essen wir Souvlaki bei \u201cPapas\u201d am Touristenbeach und kehren im \u201cGlobal Caf\u00e9\u201d auf Nachspeise und Kaffee ein. In der Marina sehen wir uns die Boote an, bevor wir um 20:30 auf die Blodughadda zur\u00fcckkehren. Bis 23h spielen wir Karten &#8211; Pr\u00e4feranzen &#8211; bis wir bei immer noch starkem Wind schlafen gehen. Der erwartete 23h-Wetterbericht von Olympia Radio wird nicht gesendet.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2003-07-08\">08.07.2003 Dienstag<\/strong><br \/>\n10:26 Kos \/ Marina <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b053'35''+27\u00b018'01''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ablegen<\/em><br \/>\n11:37  <em>segel setzen<\/em><br \/>\n15:06 Gyali \/ Strand <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b039'57''+027\u00b007'32''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 04:39 Strecke: 25 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 5,4 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>O Wunder! Ein passender Ersatzstopfen wird im Bootszubeh\u00f6rgesch\u00e4ft doch gefunden. Nach einigen weiteren Besorgungen verlassen wir die Marina um 11h. Der Wind ist mit 20-24 Knoten noch immer stark aber f\u00fcr unsere geplante Route aus der richtigen Richtung. Gleich au\u00dferhalb der Marina setzen wir die Segel, volles Gro\u00df und Genua zur H\u00e4lfte. Wir segeln mit guter Geschwindigkeit raumschots los Richtung T\u00fcrkei. Nach 20 Minuten machen wir eine Halse und steuern das S\u00fcdostkap von Kos  an. Danach kommt der Wind zun\u00e4chst aus verschiedenen Richtungen und ab der H\u00f6he der Therme von den Bergen mit voller Wucht herunter. Fast jede Welle hat einen wei\u00dfen Kamm und die im Minutentakt einfallenden B\u00f6en erreichen mehr als 40 Knoten, was das Segeln ungem\u00fctlich macht. Wir holen das Gro\u00dfsegel herunter und motorsegeln mit stark gereffter Genua in der aufgew\u00fchlten See.<br \/>\nUm 15h erreichen wir die S\u00fcdbucht von Gyali, wo wir nach einem Ankerplatz suchen, weil die halbe Bucht mit einem Fischernetz versperrt ist. Wir werfen den Anker auf 2,5 m Tiefe gut 150 m vom Ufer Weg. Patrick und Georg schnorcheln und ich mache Spaghetti. Nach einem ausgedehnten Nachmittagsschlaf, Musik h\u00f6ren und Kartenspielen schmeckt die Abendjause wieder. Danach geht die Pr\u00e4feranzpartie \u00fcber 24 Runden. Zu Mitternacht weht der Wind immer noch mit 20 Knoten.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2003-07-09\">09.07.2003 Mittwoch<\/strong><br \/>\n13:15 Gyali \/ Strand <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b039'57''+027\u00b007'32''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n15:57  <em>Segel bergen<\/em><br \/>\n16:40 T\u00edlos \/ O. \u00c8ristos <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b025'47''+027\u00b020'53''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 03:25 Strecke: 22,8 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 6,6 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Die Nacht ist ruhig und wir stehen bei viel weniger Wind auf. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck und einigen \u00dcberlegungen zur Verbesserung des Gro\u00dfschottravellersystems schwimmen Georg und Patrick zum menschenleeren Strand. Wahrscheinlich lassen sich die meisten Segler vom Bimssteinabbau auf der Insel abschrecken. Sonst w\u00e4ren wir nicht das einzige Boot vor diesem gut gesch\u00fctzten, 1 km langen, herrlichen Sandstrand, der noch dazu aus dem Meeresboden aufsteigende Luftblasen als Attraktion bietet.<br \/>\nNach der Wettervorhersage von Olympia Radio um 13h legen wir ab. Wir haben bereits vorher beschlossen, Tilos statt Astyp\u00e1lea anzulaufen, um eine bequemere \u00dcberfahrt zu bekommen. Wir setzen nur das Gro\u00dfsegel mit einem Reff und lenzen nach S\u00fcdost. Der Wind nimmt wieder zu soda\u00df wir auch auf diesem Kurs zwischen 8 und 9 Knoten Fahrt machen. Der Beschluss, die 5-st\u00fcndige \u00dcberfahrt am Wind \u00fcber sehr offenes Wasser zu verschieben, war goldrichtig.<br \/>\nUm 16:40  ankern wir vor dem 1,3 km langen Sandstrand von Ormos \u00c8ristos wieder als einziges Segelboot. Auf dem Strand befinden sich per Fernglas gez\u00e4hlte 18 Personen, also durchschnittlich eine pro 72,2 Meter &#8211; nicht wirklich \u00fcberf\u00fcllt. Das einzige, was die Idylle st\u00f6rt sind die sehr heftigen Fallb\u00f6en, die so alle 2 Minuten Sand und Wasser aufwirbeln. Der Anker h\u00e4lt aber bestens im feinen Sand mit 25 m Kette auf 3m Tiefe.<br \/>\nBeim Schnorcheln sehen wir viele Fische und finden einen Sonnenschirm, den ich sogleich erbeute und als Paraswimger\u00e4t einsetze &#8211; leider ungeeignet, da sich die Streben total verbiegen. Daher befestige ich ihn aufgestellt am Bugkorb, damit sich der ehrliche Verlierer beim Finder melden kann.<br \/>\nDer Wetterbericht um 19h verspricht keine Ver\u00e4nderung f\u00fcr morgen. Wir erfahren aber, dass wir uns im windigsten Winkel des gesamten \u00f6stlichen Mittelmeeres befinden. Zwei weitere Segelboote laufen in die Bucht ein, womit die Segelbootdichte auf eins pro 433,3 periodisch Meter dramatisch zunimmt.<br \/>\nNach einer zur allgemeinen Unzufriedenheit ausgegangenen Rummy-Versuchsrunde gibt es Kartoffeln mit W\u00fcrstchen. Auch im Schnellkochtopf dauert es eine ganze Weile bis die griechischen Steinkartoffeln weich werden. Die W\u00fcrstchen aus der Dose sind von Haus aus weich &#8211; d\u00e4nische hautlose Mini-Frankfurter. W\u00e4hrend des Kochens legen sich Georg und Patrick mit Pullover und Socken bekleidet ins Trampolin, denn der Abend ist mit 24\u00b0 schon fast nordisch k\u00fchl. Trotzdem hupfen Patrick und ich nach dem kulinarischen Hochgenuss und der obligaten Pr\u00e4feranzrunde in die Halbmondstra\u00dfe.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2003-07-10\">10.07.2003 Donnerstag<\/strong><br \/>\nT\u00edlos \/ O. \u00c8ristos<br \/>\nDer Wind ist nicht wirklich weniger geworden. Daher bleiben wir in der sch\u00f6nen Bucht, schlafen lange, faulenzen, schwimmen, spielen Karten und lassen Lenkdrachen steigen. Dabei ist der Wind gerade dann etwas zu schwach, sodass wir uns schwer tun, die Drachen \u00fcberhaupt in der Luft halten zu k\u00f6nnen. In den B\u00f6en klappt es aber bestens.<br \/>\nWie voriges Jahr bietet der Meeresboden wieder eine Besonderheit: Diesmal einen gro\u00dfen und einen kleinen Flughahn ( Dactylopterus volitans). Georg und Patrick entdecken diese beim Schnorcheln und holen mich zum Bestaunen und Fotografieren. Bei Ann\u00e4herung breitet der Fisch seine extrem langen Brustflossen fl\u00fcgel\u00e4hnlich aus und sie leuchten dabei knallviolett &#8211; faszinierend.<br \/>\nAm Abend fahren wir mit dem Beiboot zum Strand, um in der Taverna Nausika essen zu gehen. Diese hat aber geschlossen, f\u00fcr immer? Wissen wir nicht. Ein wortkarger Grieche sagt blo\u00df \u201cTaverna closed, finished\u201d und dreht sich um. Auf dem Weg dorthin hat aber eine neue Einkehrm\u00f6glichkeit \u201cEn Plo\u201d aufgemacht. Recht nett ist es da auf dem Rasen (!) zu sitzen als einzige G\u00e4ste. Das Essen schmeckt bestens und es ist sehr preiswert.<br \/>\nBevor es finster und zu kalt &#8211; 25\u00b0- wird, kehren wir auf die Blodughadda zur\u00fcck und m\u00fcssen noch etwas pr\u00e4feranzen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2003-07-11\">11.07.2003 Freitag<\/strong><br \/>\n13:56 T\u00edlos \/ O. \u00c8ristos <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b025'47''+027\u00b020'53''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ablegen<\/em><br \/>\n14:47 T\u00edlos \/ O. Thol\u00f3s <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b023'07''+027\u00b023'20''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n15:30 T\u00edlos \/ O. Thol\u00f3s <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b023'07''+027\u00b023'20''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Weiterfahrt<\/em><br \/>\n17:05 T\u00edlos \/ Hafen Livadia <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b025'00''+027\u00b023'10''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Anlegen<\/em><br \/>\n17:30  <em>Ablegen<\/em><br \/>\n17:47 T\u00edlos \/ O. Liv\u00e1dia <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b024'50''+027\u00b023'25''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 02:43 Strecke: 15,2 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 5,6 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Wir schlafen wieder lange. Nach einem ausgiebigen Fr\u00fchst\u00fcck schnorcheln wir zum Strand. Die etwa 50m breite \u201cmoos\u201dbewachsene Felsplatte entlang des ganzen Strandes bietet korallenriff\u00e4hnliche Schnorchelgr\u00fcnde, halt ohne Korallenk\u00f6pfe und mit weniger und weniger bunten Fischen. Es gibt aber mehr Fische und eine gr\u00f6\u00dfere Vielfalt zu beobachten als sonstwo in Griechenland. Au\u00dferdem gibt es hier keine Seeigel.<br \/>\nUm 14h fahren wir Richtung SE los. Wir wollen zum Hafen auf der anderen Seite der Insel und unterwegs einige Buchten an der S\u00fcdk\u00fcste ansehen. Die erste lassen wir aus, die zweite, Ormos Thol\u00f3s ist wildromantisch. Sie bietet guten Windschutz (keine Fallb\u00f6en), besten Sandankergrund auf 4m Tiefe und einen etwa 100m langen Sandstrand, dem wieder eine Felsplatte im Wasser vorgelagert ist. Mit Landleine zu einem nat\u00fcrlichen Poller am westlichen Ende des Strandes k\u00f6nnte ein Boot hier sicherlich \u00fcber Nacht ankern, obwohl das in keinem Buch angegeben ist.<br \/>\nIn die n\u00e4chste Bucht, O. Ag. S\u00e9rgiou, sehen wir nur hinein ohne zu ankern. Diese wird als Ankerbucht empfohlen und vor dem Sandstrand ankert schon ein Ausflugsboot, dessen Kapit\u00e4n nerv\u00f6s fuchtelt und schreit, wir sollen nicht seine Ankerkreise st\u00f6ren. Haben wir ja auch gar nicht vor, denn diese Bucht ist nicht so toll wie die vorige. Am \u00f6stlichen Buchtende hanteln wir uns vorsichtig durch die nur etwa 20m breite Passage zwischen Tilos und dem vorgelagerten Inselchen Choiron\u00edsi. Trotz einiger Steine gelingt die Durchfahrt nahe zur Tilos-Seite auf 5m Tiefe bestens, wenn auch mit etwas Herzklopfen.<br \/>\nWir umrunden das von starken Meeresstr\u00f6mungen und Windwirbeln umgebene S\u00fcdostkap und steuern in die Hafenbucht Liv\u00e1dia ein. Um 17h legen wir l\u00e4ngsseits innen an der neuen Mole an. Die deutsche Hafenaufsichtsfrau will, dass wir gegen\u00fcber mit Buganker und Heckleinen anlegen, weil angeblich ein Boot mit kaputtem Anker erwartet wird und dieses unseren Platz ben\u00f6tigt. F\u00fcr eine halbe Stunde Einkauf ist mir das aber zu viel Aktion. Patrick und Georg gehen Brot und Coca Cola einkaufen und anschlie\u00dfend fahren wir in die Bucht hinaus, werfen Anker und gehen schwimmen.<br \/>\nW\u00e4hrend ich koche waschen  Patrick und Georg ab und reinigen Deck und Fenster &#8211; ganz unaufgefordert. Soll noch wer sagen, die Jugend h\u00e4tte keine Eigeninitiative. Es gibt Spaghetti Carbonara zur Zufriedenheit aller. Ein halbes Kilo Spaghetti ist gerade recht f\u00fcr uns drei!<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2003-07-12\">12.07.2003 Samstag<\/strong><br \/>\n10:25 T\u00edlos \/ O. Liv\u00e1dia <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b024'50''+027\u00b023'25''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n11:30 T\u00edlos \/ Hafen Livadia <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b025'00''+027\u00b023'10''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Anlegen<\/em><br \/>\n17:20 T\u00edlos \/ Hafen Livadia <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b025'00''+027\u00b023'10''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n20:15 Dat\u00e7a \/ Knidos <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b041'03.7''+027\u00b022'30.7''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 03:59 Strecke: 20,4 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 5,1 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Der heutige Tag hat nicht gut begonnen aber gut geendet. Unser am Abend ruhiger Ankerplatz wird schon am Abend und erst recht im Laufe der Nacht aufgrund der Winddrehung auf Nord unruhig. Georg und ich schlafen schlecht.<br \/>\nUm 10h brechen wir auf mit dem Ziel Kamari auf Kos. Vorher sehen wir uns noch eine kleine Einbuchtung an der N-Seite der gro\u00dfen Bucht an, wo \u00fcber Nacht ein Gulet geankert hat. Ich will wissen, ob wir dort ruhiger geschlafen h\u00e4tten &#8211; wahrscheinlich schon &#8211; falls der Anker gehalten h\u00e4tte. Als ich nach kurzem Augenschein Gas gebe, h\u00f6re ich, dass der Stb-Motor seltsam klingt. Ich sehe nach und stelle fest, dass kein K\u00fchlwasser beim Auspuff herauskommt und stoppe sofort den Motor. Mit nur einem Motor versuchen wir in dem Buchtlein zu ankern. Der Anker h\u00e4lt beim ersten Mal nicht, beim zweiten einigerma\u00dfen. Da der Wind ablandig ist, rechne ich mir bessere Chancen mit einer Landleine aus. Patrick bringt diese mit M\u00fche um einen gro\u00dfen Stein direkt am Ufer an nachdem Georg ihm eine Verl\u00e4ngerung nachgebracht hat. Aber der Wind ver\u00e4ndert dauernd seine Richtung und St\u00e4rke, sodass wir Gefahr laufen, an eine Felswand zu krachen falls der Anker nachgibt. Wir fahren daher in eine andere kleine Bucht etwas au\u00dferhalb. Hier gr\u00e4bt sich der Anker gut ein, was Patrick und Georg schnorchelnd feststellen. Der Wind pfeift aber wie verr\u00fcckt und wir haben vielleicht 50 m Raum zu einem aus dem Wasser ragenden Riff.<br \/>\nGeorg h\u00e4lt Ankerwache und Patrick und ich  machen uns \u00fcber den Motor her. Wenn kein K\u00fchlwasser flie\u00dft kann es nur ein Fehler bei der Impellerpumpe sein. Patrick erweist sich als geschickter Mechaniker und schraubt den Pumpendeckel ab. Es ist extrem m\u00fchsam, denn die 6 kleinen Fixierbolzen sind kaum zug\u00e4nglich. Mit seinen langen Fingern und geschickter linker Hand gelingt es ihm aber in einer halben Stunde. Dann stellen wir fest, dass die Gummifl\u00fcgel des Impellers zwar vollkommen intakt aussehen, sich aber nicht mit der Achse mitdrehen. Nun muss die ganze Pumpe abmontiert werden. Zun\u00e4chst den Zufuhrschlauch l\u00f6sen, dann zwei Bolzen, Keilriemen ausf\u00e4deln und danach noch die  Schlauchklemme auf der anderen Seite, dann k\u00f6nnen wir das Ding genauer ansehen. Der Gummiteil des Impellers l\u00e4sst sich leicht herausziehen, aber der Metallkern steckt fest auf der Achse. Daher also auch die fehlende Rotation. Wir versuchen alles M\u00f6gliche, um den Metallkern abzuziehen aber erfolglos. Ich \u00e4rgere mich, dass ein Abzieher in meiner Werkzeugsammlung fehlt und bin ziemlich ratlos. Dann kommt Georg von seinem zweiten Kontrollschorchelschwimm zur\u00fcck und meldet, dass der Anker ca. 10m weit nachgeschliffen hat. H\u00f6chste Zeit, doch in den Hafen zu fahren. Dort angekommen frage ich zun\u00e4chst beim Jet-Katamaran-Luftkissenboot, das auf der Au\u00dfenseite der Mole liegt und um 16h nach Rodos ablegen wird, ob sie an Bord vielleicht einen Abzieher h\u00e4tten. Haben sie auch aber etwas 10x zu gro\u00df. Ich gehe zu einem Mopedverleih und frage, ob sie vielleicht einen passenden h\u00e4tten. Haben sie nicht aber empfehlen den Andreas, der 100m vor der Tankstelle zu finden sei. Die Tankstelle w\u00e4re allerdings ca. 4 km entfernt. Ich leihe mir also ein Moped aus und fahre zum Andreas, der in der absoluten Ein\u00f6de zwischen verstreut herumliegenden halb zerlegten Mopeds und Autos lebt. Als \u201cFirmenschild\u201d hat er \u201cFOR.SALE\u201d auf ein Brett gepinselt. Was auch immer das zu bedeuten hat. Er identifiziert das Ding sofort als Impellerpumpe und bittet mich, Platz zu nehmen in einem gar nicht so schmuddeligen Plastiksessel unter einen Sonnendach aus Stroh. Er setzt sich gegen\u00fcber hin und betrachtet die Pumpe wortlos eine Weile. Dann verschwindet er f\u00fcr mehrere Minuten in sein Haus. Als er zur\u00fcck kommt, stellt er eine Plastiksch\u00fcssel mit irgendeinem Brei vor einen zahmen Raben, streichelt diesen und verschwindet wieder wortlos mit der Pumpe in die andere Richtung. Ich bleibe sitzen, beobachte den Vogel beim Fressen und versuche, die meditative Seite der Situation zu finden. Irgendwann habe ich genug meditiert und gehe Andreas suchen. Ich finde ihn in einem Schuppen an der Stra\u00dfe, wo er eine Art Werkst\u00e4tte eingerichtet hat. Er hat auch keinen Abzieher aber es ist ihm gelungen, den Metallkern zur H\u00e4lfte abzuziehen. Ich setze mich wieder hin und sehe, wie er an verschiedenen Werkzeuglagerpl\u00e4tzen nach etwas Passendem sucht, immer wieder probiert und dann wieder weglegt. Mir kommt in den Sinn, dass die Tankstelle vielleicht einen Abzieher haben k\u00f6nnte, verabschiede mich kurz und sause zur geschlossenen Tankstelle- kein Mensch da. Also wieder zur\u00fcck und siehe da! Andreas h\u00e4lt sichtbar erleichtert den Metallkern in der einen und die Pumpe in der anderen Hand. Jetzt wird er auch gespr\u00e4chiger, das hei\u00dft er sagt \u00fcberhaupt was und fragt, woher ich komme, was f\u00fcr ein Boot ich habe und ob ich noch eine Dichtung brauche, alles in sehr gutem Greekenglish. Ich bezahle 10 Euro und bringe das Moped zur\u00fcck bevor ich wieder zum Boot komme. Die Burschen haben sich inzwischen gewundert, wo ich so lange bleibe. Der Zusammenbau der Pumpe mit den vorhandenen Ersatzteilen und anschlie\u00dfender Montage ist im Vergleich zu Demontage ein Klacks. Wir starten den Motor und gratulieren einander als das Wasser vorschriftsm\u00e4\u00dfig aus dem Auspuff blubbert.<br \/>\nBevor wir um 17:20h ablegen gehen wir auf ein mieses und teures Essen in die Taverna direkt oberhalb des Hafenbeckens. Das Ziel Kamari k\u00f6nnen wir uns abschminken, weil es zu sp\u00e4t ist und der Wind von genau dieser Richtung mit 7 Windst\u00e4rken weht. Hoch am Wind k\u00f6nnen wir aber die Spitze der t\u00fcrkischen Halbinsel noch vor Sonnenuntergang erreichen. Ich habe vor, mit ganz gerefftem Gro\u00dfsegel und Motorunterst\u00fctzung das Beste aus der Situation zu machen. Patrick entdeckt, dass eine neu gesetzte Kausch aus dem Segel gerissen worden ist und damit das Vorliek aufgerissen hat. Also kein Segel sondern per Motor hinaus auf die tobende See. Mit reduzierter Geschwindigkeit geht das einigerma\u00dfen, nicht komfortabel aber sicher. Gerade zum Sonnenuntergang erreichen wir die sehr gut gesch\u00fctzte Bucht an den Ruinenfeldern von Knidos. Es ist ein sch\u00f6ner Platz und das wissen andere auch. Mehr Boote als wir w\u00e4hrend der ganzen Woche gesehen haben, ankern hier, n\u00e4mlich neun, darunter 3 Gulets. Wir suchen einen Platz und der Anker h\u00e4lt beim zweiten Versuch. Danach schmeckt die Abendjause ganz hervorragend.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2003-07-13\">13.07.2003 Sonntag<\/strong><br \/>\n12:56 Dat\u00e7a \/ Knidos <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b041'03.7''+027\u00b022'30.7''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n16:00 Kos \/ Marina <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b053'35''+27\u00b018'01''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankunft<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 03:03 Strecke: 19,4 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 6,3 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Die Nacht hat uns wieder irrwitzige Windb\u00f6en beschert. Au\u00dferdem hat sich ein Segelboot genau \u00fcber unseren Anker platziert, sodass ein fr\u00fches Auslaufen nicht m\u00f6glich ist. Daher lasse ich die Burschen schlafen, denn ein Abstecher zu den Nacra-Katamaranen in Kamari geht sich zeitlich nicht mehr aus.<br \/>\nZu Mittag stehen die Burschen auf und wir verlegen uns gleich zu einem kleinen Sandstrand au\u00dferhalb der Bucht, denn ein frisch angekommener Gulet schickt sich an, sich \u00fcber unseren Anker zu platzieren. Was au\u00dfer der sch\u00f6nen Lage und den vielen Booten an dieser Bucht auff\u00e4llt: Das Wasser ist ungew\u00f6hnlich kalt und es gibt viele Fliegen. Res\u00fcmee dieses \u201cNothafens\u201d genau zwischen Tilos und Kos: Als solcher sehr gut brauchbar aber sonst ziehe ich weniger bev\u00f6lkerte Pl\u00e4tze vor.<br \/>\nUm 13h fahren wir los Richtung Kos. Wir haben wieder Wind und Wellen fast auf die Nase und motoren mit reduzierter Geschwindigkeit. Die Wellen sind nicht so hoch, weil sie von der Kos-S\u00fcdk\u00fcste neu aufgebaut werden. Je n\u00e4her wir kommen, desto st\u00e4rker wird der Gegenwind.<br \/>\nWir erreichen die Marina um 16h leicht durchgesch\u00fcttelt aber wohlbehalten. Ich staubsauge die Fliegenleichen auf &#8211; 3 Fliegen sind dem Fliegenpracker entgangen, die ich aber zum Schluss doch erwische &#8211; w\u00e4hrend Georg und Patrick duschen gehen.<br \/>\nUm 17:30h bringt Stamatis den bestellten Leihwagen, einen Deawoo Matiz, zur Marina und wir k\u00f6nnen zur Therme fahren. Das mit gro\u00dfen Steinen vom Meer getrennte Naturbecken ist gesteckt voll mit sich suhlenden Leuten. Gegen\u00fcber voriges Jahr wurde das Becken vergr\u00f6\u00dfert mit dem Erfolg, dass das Thermalwasserrinnsal sich gegen\u00fcber dem zwischen den Steinen hereinschwappende Meerwasser sich nicht wirklich durchsetzen kann. Anschlie\u00dfend essen wir noch Feta mit Oliven und griechischen Salat in der Taverna und fahren zum Boot zur\u00fcck.<br \/>\nW\u00e4hrend ich die Beate vom Flughafen abhole bringen Georg und Patrick das Boot in Ordnung, waschen Geschirr, Deck, Cockpit und Fenster, sodass alles gl\u00e4nzt als wir ankommen. Alle haben Hunger und wir fahren zur bew\u00e4hrten Taverne Tasos.<br \/>\nAn diesem f\u00fcr sie letzten Abend setzen sich Patrick und Georg nachher noch auf Vorschiff zum Plaudern. Eine sch\u00f6ne Woche ist vorbei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aktualisierung 20.08.2018 12:57:35 Anzahl Tage: 7 07.07.2003 Kos \/ Marina 08.07.2003 Kos \/ Marina &#8211; Gyali 09.07.2003 Gyali &#8211; T\u00edlos \/ O. \u00c8ristos 10.07.2003 T\u00edlos \/ O. \u00c8ristos 11.07.2003 T\u00edlos \/ O. \u00c8ristos &#8211; T\u00edlos \/ O. Thol\u00f3s &#8211; T\u00edlos \/ Hafen Livadia &#8211; T\u00edlos \/ O. Liv\u00e1dia 12.07.2003 T\u00edlos \/ O. 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