{"id":371,"date":"2015-08-23T11:52:46","date_gmt":"2015-08-23T09:52:46","guid":{"rendered":"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/?page_id=371"},"modified":"2018-08-21T19:57:03","modified_gmt":"2018-08-21T17:57:03","slug":"2011-07-06-kos-umrundung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/toernberichte\/2011-2\/2011-07-06-kos-umrundung\/","title":{"rendered":"2011-07-06 Kos Umrundung"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/toernberichte\/2011-2\/2011-07-06-kos-umrundung\/print\/\" title=\"Beitrag drucken\" rel=\"nofollow\"><img decoding=\"async\" class=\"WP-PrintIcon\" src=\"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/wp-content\/plugins\/wp-print\/images\/printer_famfamfam.gif\" alt=\"Beitrag drucken\" title=\"Beitrag drucken\" style=\"border: 0px;\" \/><\/a>  Aktualisierung 21.08.2018 20:56:50 Anzahl Tage: 9<br \/>\n<a href=\"#2011-07-06\">06.07.2011 Kos \/ Marina<\/a><br \/>\n<a href=\"#2011-07-07\">07.07.2011 Kos \/ Marina &#8211; Ps\u00e9rimos \/ O. Vathy<\/a><br \/>\n<a href=\"#2011-07-08\">08.07.2011 Ps\u00e9rimos \/ O. Vathy &#8211; Ps\u00e9rimos \/ O. Ps\u00e9rimos (Avlakia) &#8211; K\u00e1lymnos \/ O. Pali\u00f3nisos<\/a><br \/>\n<a href=\"#2011-07-09\">09.07.2011 K\u00e1lymnos \/ O. Pali\u00f3nisos &#8211; K\u00e1lymnos \/ O. Vathy<\/a><br \/>\n<a href=\"#2011-07-10\">10.07.2011 K\u00e1lymnos \/ O. Vathy &#8211; Nisyros \/ P\u00e1li<\/a><br \/>\n<a href=\"#2011-07-11\">11.07.2011 Nisyros \/ P\u00e1li<\/a><br \/>\n<a href=\"#2011-07-12\">12.07.2011 Nisyros \/ P\u00e1li &#8211; Gyali<\/a><br \/>\n<a href=\"#2011-07-13\">13.07.2011 Gyali &#8211; Kos \/ Kamari<\/a><br \/>\n<a href=\"#2011-07-14\">14.07.2011 Kos S\u00fcd \/ Kefalos Kamari<\/a><\/p>\n<p>Crew:<br \/>\nT\u00f6tterstr\u00f6m Tom<br \/>\nT\u00f6tterstr\u00f6m Beate<br \/>\nT\u00f6tterstr\u00f6m Patrick<br \/>\nLamprecht Harald<br \/>\nMelk Lisbeth<\/p>\n<p>Gesamt T\u00f6rn:<br \/>\nZeit unterwegs: 16:46 Strecke: 78,6 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 4,7 Knoten<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2011-07-06\">06.07.2011 Mittwoch<\/strong><br \/>\nKos \/ Marina<br \/>\nBeate, Harald und Lisbeth landen p\u00fcnktlich. Der Versuch, einen Leihwagen am Flughafen zu organisieren scheitert am Preis und an der Unfreundlichkeit der AutoBank Angestellten. Also nehmen sie ein Taxi. Kurz nachdem sie am Boot angekommen sind, kommt auch der Motormechaniker Babis vorbei. Er dreht ein paar Muttern fester und meint, das \u00d6l w\u00e4re von dort ausgeronnen. Er stellt aber fest, dass das Motor\u00f6l am Messstab ziemlich d\u00fcnnfl\u00fcssig ist. Ich soll beobachten, ob der Pegelstand im Motor steigt. Wenn ja, ist die Membran der Dieself\u00f6rderpumpe kaputt. <\/p>\n<p>Beate und Lisbeth machen sich \u00fcber den Staub im Inneren des Bootes. Harald, Patrick und ich schlagen die Segel an. Dann gehen wir ins Lithino gut essen. Danach Beate und ich aufs Boot und die jungen Leute in die Stadt.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2011-07-07\">07.07.2011 Donnerstag<\/strong><br \/>\n11:33 Kos \/ Marina <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b053'35''+27\u00b018'01''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n13:01 Pserimos \/ O. Vathy <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b056'16.4''+027\u00b009'16.6''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 01:28 Strecke: 8,9 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 6,1 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Nach dem Gro\u00dfeinkauf beim Kostas fahren wir um 11:33 los. Nach 1,5 Stunden ankern wir im wei\u00dfen Sand der Vathy-Bucht.<br \/>\nIch \u00fcberpr\u00fcfe den Motor\u00f6lstand: Um ein paar Millimeter gestiegen. Also Babis anrufen. Er wird eine neue Pumpe aus Athen bestellen und anrufen, wenn sie angekommen ist. Bis zum Austausch sollen wir den Motor m\u00f6glichst nicht verwenden.<br \/>\nAm Nachmittag wird der Wind st\u00e4rker mit unangenehmen Fallb\u00f6en. Wir verlegen das Boot zum bew\u00e4hrten Platz auf tieferes Wasser mit weniger heftigen Fallb\u00f6en. Abends gibt es Beates besonders guten Nudelsalat.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2011-07-08\">08.07.2011 Freitag<\/strong><br \/>\n11:22 Pserimos \/ O. Vathy <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b056'16.4''+027\u00b009'16.6''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n12:26 Pserimos \/ O. Ps\u00e9rimos (Avlakia) <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b055'57''+027\u00b007'57''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n15:36 Pserimos \/ O. Ps\u00e9rimos (Avlakia) <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b055'57''+027\u00b007'57''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Weiterfahrt<\/em><br \/>\n17:58 K\u00e1lymnos \/ O. Pali\u00f3nisos <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b002'31''+026\u00b058'18''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Anlegen<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 03:25 Strecke: 16,4 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 4,8 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>In einer Stunde tuckern wir mit einem Motor um den S\u00fcdteil der Insel und ankern um 12:26 in der \u201eHafenbucht\u201c des einzigen Ortes der Insel. Eigentlich ist es ja eine Badebucht. Wir schwimmen zum Mittagessen. Der Wirt Niko von Taverna Tripolitis hat wieder l\u00e4ngere lockige Haare. Und auch l\u00e4ngere Wartezeiten. Es dauert ewig, bis wir unser Essen bekommen, dabei jeder nur eine Speise. Die Preise sind sehr ordentlich gestiegen wie auch die Lautst\u00e4rke der griechischen Popmusik, die aus den Lautsprechern dr\u00f6hnt. Eine Unterhaltung ist kaum m\u00f6glich. Dieses Lokal muss ich leider von der Liste der Lohnenswerten streichen.<br \/>\nNach 2 Stunden 20 Minuten erreichen wir die Bucht Pali\u00f3nisos. Es ist kaum zu fassen: Auf beiden Seiten der Bucht gibt es jetzt eine Stra\u00dfe, die zu jeweils einer neuen Taverna f\u00fchren! Wir legen uns mit Buganker und Heckleinen zum kleinen Betonsteg an der Ostseite. Im steinigen Grund h\u00e4lt der Anker nicht besonders gut so dass wir das Boot um eine halbe Bootsl\u00e4nge nach hinten verholen. Jetzt liegen wir halbl\u00e4ngsseits entlang des Stegs.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/toerns\/_bilder\/Palionisos_am_Steg.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/toerns\/_bilder\/Palionisos_am_Steg.jpg\" width=\"640\" border=\"0\" \/><\/a><br \/>\nWeiter geht es nicht, weil dann der Steg einen Knick macht. Aber so ist es gut und die 4 Leinen unterst\u00fctzen den Anker bestens. Dabei ist der Wind sowieso nicht besonders stark.<br \/>\nDie Kantina-Taverna \u201eIlias\u201c oberhalb des Stegs erh\u00e4lt Besuch von uns. Sch\u00f6ne Aussicht \u00fcber die Bucht. Wein, Bier und Knabbereien gut und nicht teuer. Wir wollen aber auch den Nikolas in seiner Paradise Taverna aufsuchen. Bei Sonnenuntergang gehen wir die mittlerweile ganz sch\u00f6ne Stra\u00dfe entlang zu seiner Taverna ein paar hundert Meter vom Strand entfernt.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/toerns\/_bilder\/Am_Weg_zum_Nikolas.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/toerns\/_bilder\/Am_Weg_zum_Nikolas.jpg\" width=\"640\" border=\"0\" \/><\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/toerns\/_bilder\/Nikolas_Taverna_Paradise.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/toerns\/_bilder\/Nikolas_Taverna_Paradise.jpg\" width=\"640\" border=\"0\" \/><\/a><br \/>\n Er und seine Frau sind gerade beim Putzen und begr\u00fc\u00dfen die ersten G\u00e4ste des Abends herzlich. Die Namen von Patrick, Beate und mir hat er sich sogar gemerkt.<br \/>\nNikolas \u201ethe talking machine\u201c macht seinem Spitznamen alle Ehre. Und da wir die einzigen G\u00e4ste bleiben, hat er gen\u00fcgend Zeit, sich um uns zu k\u00fcmmern. Seine 3 S\u00f6hne sind alle fertig mit der Ausbildung. Der j\u00fcngste, Leftheris, hat zuletzt als Fr\u00fchst\u00fcckskoch im Robinson Club Arosa in er Schweiz gearbeitet und Nikolas zeigt stolz sein gutes Dienstzeugnis, das wir noch etwas erkl\u00e4ren und kommentieren d\u00fcrfen.<br \/>\nDie Konkurrenz am Strand zeigt Wirkung: Das von ihm heute gemachte Essen, Oktapus Hydra (eine Art Gulasch mit Oktopusfleisch) und gebratene Leber in Sauce ist wirklich sehr gut und gar nicht teuer. Au\u00dferdem m\u00fcssen wir von diesem und jenem kosten und die Verdauungsouzos gehen nat\u00fcrlich auch aufs Haus. Er verspricht, morgen auf ein Kaffee aufs Boot zu kommen und frisches Brot aus K\u00e1lymnos Stadt mitzubringen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2011-07-09\">09.07.2011 Samstag<\/strong><br \/>\n12:20 K\u00e1lymnos \/ O. Pali\u00f3nisos <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b002'31''+026\u00b058'18''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n12:35  <em>Genua dazu, Motoren langsamer<\/em><br \/>\n13:24  <em>Genua weg, Motoren schneller<\/em><br \/>\n13:55 K\u00e1lymnos \/ O. Vathy <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b058'25''+027\u00b001'44''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Anlegen<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 01:34 Strecke: 7 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 4,5 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Nikolas kommt etwas sp\u00e4ter als vereinbart und bringt von seiner Mutter gebackenes Brot mit. Nach P\u00f3thia konnte er nicht fahren, weil er schon in der Fr\u00fch eine Ziege schlachten und kochen musste. G\u00e4ste haben eine Vorbestellung f\u00fcr heute Abend gemacht.<br \/>\nBeim Kaffee erz\u00e4hlt er \u00fcber die neue Quelle: Vor etwa 5-6 Jahren kam ein Geologe aus Rodos in das Tal und stellte fest, dass es eine Quelle geben muss, ca. 800m oberhalb seiner Taverna. Heuer im Winter kam dann ein entsprechendes Bohrger\u00e4t und wurde tats\u00e4chlich f\u00fcndig In ca. 118m Tiefe stie\u00df man auf Grundwasser. Dieses ist nun erschlossen und ersetzt die Wasserschifflieferungen der letzten Jahre und jahrzehntelang davor die extrem m\u00fchsamen Wanderungen \u00fcber den Sattel in das n\u00e4chste Tal, um ein paar Eimer Wasser zu holen. Jetzt ist die Wasserzisterne unter der Kirche einfach immer voll. F\u00fcr die wenigen Bewohner hier muss es ein unglaublich befreiendes Gef\u00fchl sein.<br \/>\nEr erz\u00e4hlt aber auch, dass sein Gehalt als Grundschullehrer drastisch gek\u00fcrzt worden ist. Von einem Jahresgehalt von 26.000 Euro auf 19.000. Und das nach 25 Dienstjahren. Er ist nur froh, dass seine S\u00f6hne mit der Ausbildung fertig sind und er mit Jahresende in Pension gehen kann &#8211; mit 53 Jahren! H\u00e4tte er ein Jahr sp\u00e4ter zu arbeiten begonnen, m\u00fcsste er bis 65 arbeiten. Irgendwie versteht man da die B\u00fcrgerproteste in Athen. Davon ist hier in der Provinz aber nichts zu bemerken.  <\/p>\n<p>Um 12:20h fahren wir ab und erreichen den Vathy-Fjord nach 1,5 Stunden. Ein Platz am Ende der Mole ist frei. Der L\u00e4rm der Badeg\u00e4ste im Schwimmbereich auf der anderen Seite der Mole ist nicht zu \u00fcberh\u00f6ren.<br \/>\nAufgrund der Erfahrungen mit den hiesigen Tavernen essen wir an Bord.<br \/>\nErst danach auf ein Getr\u00e4nk in eines der Lokale. Im Nachbarlokal gibt es griechische Livemusik mit Tanz. Beides extrem einfallslos und immer wieder dasselbe.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2011-07-10\">10.07.2011 Sonntag<\/strong><br \/>\n11:08 K\u00e1lymnos \/ O. Vathy <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b058'25''+027\u00b001'44''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n18:11 Nisyros \/ P\u00e1li <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b037'08''+027\u00b010'16''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n Zeit unterwegs: 07:03 Strecke: 31,7 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 4,5 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Ein 7 Stunden dauernder Segeltag. Wir umrunden Kos westlich und kommen beim NW-Wind nur mit der Genua mit 4 bis 6 Knoten voran. Das ist auch gut so. Denn die Stbd-Lichtmaschine liefert wieder Mal viel zu hohe Spannung. Die Batterietrenndiode, die einen Spannungsabfall von 0,6V erzeugen soll, ist durchgebrannt. Es gibt keinen Widerstand mehr zwischen den drei vorhandenen Anschl\u00fcssen darauf, lediglich ca. 2,4 Ohm, also praktisch nix.<br \/>\nIn Pali versuchen wir mit nur einem Motor r\u00fcckw\u00e4rts anzulegen. Das geht aber nicht. Der BB-Motor muss also mithelfen. Mit nur ein paar Minuten Laufzeit wird das verd\u00fcnnte Motor\u00f6l hoffentlich keinen Kolbenreiber verursachen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2011-07-11\">11.07.2011 Montag<\/strong><br \/>\nNisyros \/ P\u00e1li<br \/>\nHarald und Lisbeth fahren mit dem Moped los.<br \/>\nIch setzte mich zum Captain mit dem Computer, um herauszufinden, ob ich das Startguthaben f\u00fcr die Internetverbindung schon verbraucht habe, weil eine eine Verbindung nicht m\u00f6glich ist, obwohl das Signal bestens ist. Es dauert seine Zeit, bis ich merke, dass das 3G (also UMTS) Signal irgend einen Fehler hat. Es gaukelt zwar eine Verbindungsm\u00f6glichkeit vor, aber eine solche ist dann doch nicht m\u00f6glich. Erst als ich das Modem auf \u201enur 2G\u201c (also GPRS) stelle, ist die Verbindung pl\u00f6tzlich wieder m\u00f6glich. Mit einem SMS an 1228 mit Text BAL erhalte ich eine Mitteilung auf Griechisch, dass bis zum 6.8.2011 noch 2.990,05 MB zur Verf\u00fcgung steht. Na das ist beruhigend. Wenn man noch eine M\u00f6glichkeit h\u00e4tte, diese zu Verbrauchen, w\u00e4re es noch besser. Aber der Captain hat ein WLAN (PW 362KZ1958) und der Hafen auch noch eines mit Zugangsdaten free sowohl f\u00fcr User als auch PW.<br \/>\nUm 12:30h machen sich Patrick und ich \u00fcber die spinnerte Elektrik. Wir sind wild entschlossen, den Sterling Hochleistungsladeregler so einstellen zu k\u00f6nnen, dass er die perfekte Ladespannung liefert. Und zwar ohne eine idiotische Batterietrenndiode. Das hei\u00dft zun\u00e4chst, die Ladespannung des internen Reglers in den Griff zu bekommen. Seit Jahren versuche ich das bereits vergeblich. Und heute gelingt es auch nicht. Im Internet findet Patrick diverse Foren, wo eben dieses Problem diskutiert wird. Die Lichtmaschine Hitachi LR155-20 d\u00fcrfte immer zu viel Ladespannung liefern, n\u00e4mlich zwischen 15 und 16V wenn kein \u201esensing wire\u201c angeschlossen ist. Wie dieses anzuschlie\u00dfen ist, wird aber nirgends genau erkl\u00e4rt. Wir probieren alle M\u00f6glichkeiten aus. Das Resultat ist immer dasselbe: Entweder zu viel Ladespannung oder gar keine. Wir probieren das mit zwei Lichtmaschinen aus. Es ist furchtbar. Zum Schluss bleibt nur, den internen Regler au\u00dfer Betrieb zu setzten: LiMa aufschrauben und den F &#8211; Kontakt des IC-Reglers abzwicken. Der so kastrierte Regler kann jetzt keine Elektronen mehr zeugen. Das bleibt bleibt dem externen Regler vorbehalten. Aber er tut es auch nicht! Erst nach mehreren Kombinationsversuchen mit den gelben, brauen und roten Kabeln finden wir eine, die zu funktionieren scheint. Die Ladespannung pendelt sich bei 14,20V ein und l\u00e4sst sich mit den Potetiometern am Regler auch noch nach unten und oben ver\u00e4ndern. Bei einer Batterietemperatur von 32\u00b0 sollte die h\u00f6chste Ladespannung 14,04V sein, damit die sauteuren Mastervolt AGM-Batterien m\u00f6glichst lange halten. Aber das machen wir morgen. Um 18:30h haben wir endg\u00fcltig genug und r\u00e4umen die Werkzeuge weg. Beate, Lisbeth und Harald kommen auch gerade daher. Sie waren am Strand schwimmen und in der Strandbar Paralia Kaffee trinken. Patrick und ich gehen schwimmen und dann zum Captain auf ein Mythos.<br \/>\nBevor Harald das Moped an den Verleiher zur\u00fcck bringt, f\u00e4hrt auch Patrick damit ein wenig herum. Der Captain George, mit dem ich am Vormittag geplaudert hatte, und auch Mopeds verleiht, hat davor gewarnt, dass der Verleiher, bei dem wir das Moped jetzt ausgeliehen hatten, Geld verlangen k\u00f6nnte f\u00fcr einen Schaden am Moped, der bereits vorhanden war. Genau das passiert auch. Ein Plastikteil auf der rechten Seite des Mopeds war bei der \u00dcbernahme ordentlich zerkratzt und jetzt behauptet der Verleiher, dieses Teil sei gebrochen. Dabei gibt er zu, dass es schon besch\u00e4digt war und meint, es sei jetzt gebrochen und daher m\u00fcssten wir 15 Euro zahlen. Er will also Geld haben f\u00fcr  die angebliche Besch\u00e4digung eines bereits kaputten Teils. Er droht damit, dies der Hafenpolizei zu melden und im n\u00e4chsten Hafen w\u00fcrden wir dann hops genommen werden. Ja, das soll er ruhig machen. Es ist absolut l\u00e4cherlich, aber vor allem \u00e4rgerlich, dass er offenbar versucht, seine g\u00fcnstige Mopedmiete von 10 Euro um 150% auf diese Weise aufzufetten. Mit dieser Gesch\u00e4ftspraktik wird es den Mopedverleiher am Fu\u00dfe der Au\u00dfenmole nicht mehr lange geben.<br \/>\nWir setzen uns zum Captain George und erz\u00e4hlen ihm das. Ja, er hat noch nie Geld f\u00fcr eine leichte Besch\u00e4digung verlangt, behauptet er. Am Nachbartisch kommen wir mit einem griechisch-deutschen Ehepaar ins Gespr\u00e4ch und alsbald kommt auch der Engl\u00e4nder der gelb-blauen Stahlmotoryacht vorbei. Es wird ein langer und unterhaltsamer Abend.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2011-07-12\">12.07.2011 Dienstag<\/strong><br \/>\n11:05 Nisyros \/ P\u00e1li <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b037'08''+027\u00b010'16''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n12:00 Gyali \/ Strand <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b039'57''+027\u00b007'32''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 00:55 Strecke: 3,7 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 4 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Kurz nach 11 hei\u00dft es \u201eLeinen los!\u201c Bei fast Windstille tuckern wir mit dem Steuerbordmotor in einer knappen Stunde zur Insel gegen\u00fcber. Auf der Fahrt korrigiert Patrick die Ladespannung des Sterlingreglers auf 14,01V, endlich m\u00f6glich!<br \/>\nDer Anker geht auf 2m Tiefe ca. 50m vom langen Sandstrand. Wir folgen ihm sogleich ins Wasser. Es ist herrlich k\u00fchlend aber nicht zu kalt mit 24\u00b0C. Es folgen rasieren, Haare schneiden, Schlauchboot ins Wasser, Motor drauf und ausprobieren, lesen&#8230; Beate f\u00e4hrt mit Harald und Lisbeth mit dem Schlauch zum Inselchen Ag. Ant\u00f3nios<br \/>\nUnd endlich finde ich ein wenig Ruhe und Mu\u00dfe, um auch Tagesberichte zu schreiben. Es gibt viel nachzuholen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2011-07-13\">13.07.2011 Mittwoch<\/strong><br \/>\n11:29 Gyali \/ Strand <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b039'57''+027\u00b007'32''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n12:12  <em>Genua dazu<\/em><br \/>\n13:21  <em>Genua weg<\/em><br \/>\n13:49 Kos \/ Kefalos, Kamari <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b044'33''+026\u00b058'48''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 02:20 Strecke: 10,9 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 4,6 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Gemeinsames Fr\u00fchst\u00fcck, Gro\u00dfabwasch, Blogbuch schreiben, schwimmen und dann Abfahrt um 11:30h. So gut wie kein Wind, gut so. Wir m\u00fcssen gegenan nach Kamari. Mit einem Motor geht das nicht so gut. Aber als wir auf direktem Kurs 293 sind, kommt der Wind aus N so dass wir mit der Genua bestens motorsegeln k\u00f6nnen. 6,5 statt 4,5 Knoten. Naja, der Wind ist sehr wechselhaft und manchmal gar nicht vorhanden. Aber wir erreichen Kamari bestens um 13:49. Leider kein Platz an der Mole also ankern in der Bucht. Der Schlauch darf uns hin\u00fcber tragen. Der Motor spinnt. Sobald man mehr Gas mit eingelegtem Gang gibt, stirbt er ab. Aber im fast Leerlauf kommt man eh voran.<br \/>\nDie Autovermieterin holt mich bei der Taverna Faros ab und wir machen im B\u00fcro den Vertrag f\u00fcr zwei Tage. Nach einem Clubsandwich in Taverna Faros bringe ich den Patrick zum Flughafen.<br \/>\nIch bin so froh dar\u00fcber, dass er k\u00f6rperlich und geistig mitgeholfen hat, das Boot f\u00fcr diesen Sommer herzurichten. Ohne ihn h\u00e4tte ich es nicht geschafft.<\/p>\n<p>Kurz vor 19h fahren wir los. In Mastichari nehmen wir ein passables Touristenabendessen bei einem fulminanten Sonnenuntergang ein. Zur\u00fcck in Kamari den Verdauungs-Ouzo bzw. Wein in einer bis auf uns leeren Bar ein. Um mit dem Minischlauch nicht 2x fahren zu m\u00fcssen, biete ich mich als Schwimmer an. Gut so, denn der Motor will nicht und ich darf als Ersatz fungieren. Obelix w\u00e4re zwar schneller gewesen aber besser langsam als gar nicht.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2011-07-14\">14.07.2011 Donnerstag<\/strong><br \/>\nKos S\u00fcd \/ Kefalos Kamari<br \/>\nUm 6:45h versuche ich wieder eine Internetverbindung zu erhalten in der Hoffnung, es w\u00fcrden weniger Leute beim Provider angemeldet sein. Aber genau so wie gestern bricht die Verbindung nach wenigen Sekunden ab.<br \/>\nNach dem Fr\u00fchst\u00fcck verlegen wir die Blodughadda an den Kopf der Mole. L\u00e4ngsseits ist ein Platz frei, wo gestern der Lastkahn gelegen ist. Harald und Lisbeth fahren mit dem Auto los, die Insel zu erkunden. Ich freue mich dar\u00fcber, dass die Internetverbindung hier, keine 100m entfernt brauchbar funktioniert. Zwar nicht konstant aber die Unterbrechungen sind hier so kurz wie die Verbindungen am Ankerplatz.<br \/>\nIch mache mich \u00fcber den schlecht funktionierenden Au\u00dfenborder her, putze die Z\u00fcndkerze und tausche Getriebe- und Motor\u00f6l. Dabei kann ich mich wieder \u00e4rgern: Im Handbuch steht, dass die Dichtung der ein Mal aufgeschraubten \u00d6lablassschraube auf keinem Fall wieder verwendet werden darf, sondern eine neue genommen werden muss. Aber im ganzen Handbuch steht nicht, was f\u00fcr eine Dichtung das ist. Also aufschrauben und hoffen, dass ich eine passende habe. Trotz Unmengen Dichtungen in Reserve findet sich nat\u00fcrlich keine.<br \/>\nDer Dieseltankwagen kommt vorbei und wir k\u00f6nnen kommod den Tank anf\u00fcllen. 45 Liter zu 68 Euro. Daf\u00fcr ist hier das Wasser gratis. ein nicht versperrter Schlauch liegt bei den Ausflugsbooten. Sicherheitshalber warte ich bis diese abgelegt haben bevor ich die Tanks f\u00fclle und die Kugellager der Mastrutscher vom Staub befreie.<\/p>\n<p>Nach einem erfrischenden Schwimm gehe ich mit dem MacBook in die Taverna Faros auf ein Bier. Die Tagesberichte werden nachgetragen.<\/p>\n<p>Um 19h fahren wir mit dem Auto los. Bei Ria und Remko in Pyli kaufen wir zwei sch\u00f6ne Keramiken. Nach einer kurzen Besichtigung der \u201eAlpen\u201c in Palio Pyli kehren wir beim \u201eFischer\u201c ein. Die Aussicht ist herrlich, die Fischplatte auch.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/toerns\/_bilder\/Fischplatte.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/toerns\/_bilder\/Fischplatte.jpg\" width=\"640\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<p>Kurz vor 22h erreichen wir das Hotel Sea Breeze in Mastichari. Harald und Lisbeth haben hier ein nettes Zimmer mit Balkon zum Meer gefunden, wo sie die n\u00e4chsten 6 Tage verbringen werden. Wir verabschieden uns, fahren wieder nach Kamari und geben den Leihwagen zur\u00fcck. Den langen Fu\u00dfmarsch zum Boot schaffen wir nur mit einem Zwischenstopp in einem der vielen Caf\u00e9-Bars.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aktualisierung 21.08.2018 20:56:50 Anzahl Tage: 9 06.07.2011 Kos \/ Marina 07.07.2011 Kos \/ Marina &#8211; Ps\u00e9rimos \/ O. Vathy 08.07.2011 Ps\u00e9rimos \/ O. Vathy &#8211; Ps\u00e9rimos \/ O. Ps\u00e9rimos (Avlakia) &#8211; K\u00e1lymnos \/ O. Pali\u00f3nisos 09.07.2011 K\u00e1lymnos \/ O. Pali\u00f3nisos &#8211; K\u00e1lymnos \/ O. Vathy 10.07.2011 K\u00e1lymnos \/ O. Vathy &#8211; Nisyros \/ P\u00e1li 11.07.2011 [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":355,"menu_order":18,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-371","page","type-page","status-publish","czr-hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/371","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=371"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/371\/revisions"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/355"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=371"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}