{"id":389,"date":"2015-08-23T12:13:02","date_gmt":"2015-08-23T10:13:02","guid":{"rendered":"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/?page_id=389"},"modified":"2021-08-14T13:11:28","modified_gmt":"2021-08-14T11:11:28","slug":"2009-09-05-kos-leros","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/toernberichte\/2009-2\/2009-09-05-kos-leros\/","title":{"rendered":"2009-09-05 Kos &#8211; Leros"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/toernberichte\/2009-2\/2009-09-05-kos-leros\/print\/\" title=\"Beitrag drucken\" rel=\"nofollow\"><img decoding=\"async\" class=\"WP-PrintIcon\" src=\"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/wp-content\/plugins\/wp-print\/images\/printer_famfamfam.gif\" alt=\"Beitrag drucken\" title=\"Beitrag drucken\" style=\"border: 0px;\" \/><\/a>  Aktualisierung 21.08.2018 21:28:31 Anzahl Tage: 5<br \/>\n<a href=\"#2009-09-05\">05.09.2009 Kos \/ Marina &#8211; Platy (bei Ps\u00e9rimos) &#8211; K\u00e1lymnos \/ O. Vlych\u00e1dia &#8211; T\u00e9lendos<\/a><br \/>\n<a href=\"#2009-09-06\">06.09.2009 T\u00e9lendos \/ Ort<\/a><br \/>\n<a href=\"#2009-09-07\">07.09.2009 T\u00e9lendos &#8211; L\u00e9ros \/ O. Lakk\u00ed &#8211; L\u00e9ros \/ Marina Leros Evros SA<\/a><br \/>\n<a href=\"#2009-09-08\">08.09.2009 L\u00e9ros \/ Marina Leros Evros SA<\/a><br \/>\n<a href=\"#2009-09-09\">09.09.2009 L\u00e9ros \/ Marina Leros Evros SA<\/a><\/p>\n<p>Crew:<br \/>\nT\u00f6tterstr\u00f6m Tom<br \/>\nT\u00f6tterstr\u00f6m Patrick<\/p>\n<p>Gesamt T\u00f6rn:<br \/>\nZeit unterwegs: 7:18 Strecke: 30,5 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 4,2 Knoten<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2009-09-05\">05.09.2009 Samstag<\/strong><br \/>\n12:20 Kos \/ Marina <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b053'35''+27\u00b018'01''&#038;z=15\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Karte<\/a><br \/>\n14:05 Platy (bei Ps\u00e9rimos) <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b056'43.2''+027\u00b005'53.4''&#038;z=15\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Karte<\/a><br \/>\n14:26 Platy (bei Ps\u00e9rimos) <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b056'43.2''+027\u00b005'53.4''&#038;z=15\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Karte<\/a><br \/>\n15:42 K\u00e1lymnos \/ O. Vlych\u00e1dia <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b055'48''+026\u00b057'55''&#038;z=15\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Karte<\/a><br \/>\n16:45 K\u00e1lymnos \/ O. Vlych\u00e1dia <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b055'48''+026\u00b057'55''&#038;z=15\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Karte<\/a><br \/>\n18:10 T\u00e9lendos \/ Ort <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b059'50''+026\u00b055'17''&#038;z=15\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Karte<\/a><br \/>\n Zeit unterwegs: 04:26 Strecke: 22,4 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 5,1 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Wir wollen im Marinacaf\u00e9 fr\u00fchst\u00fccken. Das wollen andere auch. Der Kellner sagt \u201eyou must wait\u201c. Ich frage \u201ewhy?\u201c er: \u201ewe have so many orders\u201c. Ich bin sauer. Wir gehen zum Kostas einkaufen. Als ich zum Boot zur\u00fcck komme, wartet dort ein Mann auf mich. Es ist Ole, ein D\u00e4ne, der seit 30 Jahren auf Kos lebt und mit Dimitris gut befreundet ist. Er hilft \u00f6fter, weil Dimitris kaum englisch kann und bringt mir den Kostenvoranschlag f\u00fcr die notwendige Reparatur des Saildrives: 1.647 Euro, darunter 700 f\u00fcr die Arbeit (!) und 750 f\u00fcr die Gummidichtung (!!!) und zwar per Motor, also schlappe 3.294 f\u00fcr beide Motoren. Ich bin fassunglos. Au\u00dferdem verlangt er 400 Euro f\u00fcr die gestrige Reparatur, die ich aber auf 300 herunter handle, weil sie meiner Meinung nach haupts\u00e4chlich eine Garantiereparatur war und ich andererseits nur mehr 325 Euro habe. So toll ich den Dimitris als Mechaniker finde, kann ich nicht umhin, ihn jetzt auch unversch\u00e4mt zu finden. Er hat also jetzt und voriges Mal zusammen 1.100 Euro bekommen f\u00fcr insgesamt etwa 5 Stunden Arbeit. OK, ein anderer h\u00e4tte daf\u00fcr sicher mehr als doppelt so lange gebraucht. Aber ich denke, ich werde ein Gegenoffert in Leros einholen. Das Service der Saildrives hat schlie\u00dflich 10 Monate Zeit. Da kann es ruhig l\u00e4nger dauern.<\/p>\n<p>Jetzt brauche ich dringend Geld. Der Bankomat beim Kos-Hotel tut so als ob er in Betrieb w\u00e4re, kann aber doch kein Geld hergeben. Der n\u00e4chste Bankomat ca. 300 m stadteinw\u00e4rts sagt es gleich, aber der dritte, etwa 100m entlang der Querstra\u00dfe macht uns dorch wieder fl\u00fcssig. Wir gehen zur\u00fcck und fr\u00fchst\u00fccken in einem der Lokale. Ich bin hungrig und durstig und trinke gleich den Orangensaft auf, der zuerst serviert wird. Das h\u00e4tte ich nicht tun sollen. Kurz darauf verkrampft sich mein Magen auf das schmerzhafteste. Aber ein Glas Wasser l\u00f6scht den Brand recht schnell wieder.<\/p>\n<p>Dann wird es endlich Zeit, abzulegen. Um 12:20 fahren wir los. Ganz wenig Wind und kaum Welle. Bei der Insel Platy machen wir einen 20-min\u00fctigen Badestopp, weil ich dem Patrick diesen sch\u00f6nen Platz zeigen will, den ich mit Beate entdeckt und erschwommen habe.<\/p>\n<p>Um 15:40 ankern wir in der Bucht Vlychadia neben den Haidingers, wie verabredet. Wir schwimmen und essen einen Schinken-K\u00e4se Toast. Um 16:45 holen wir den Anker wieder herauf, aber nicht allein. Ein kaputtes Fischernetz hat sich um die Ankerkette gewickelt. Es gelingt Patrick, das Netz anfangs abzuwickeltn, dann entlang der Kette zu schieben und einen nicht als Kettenwickel verwendeten Teil abzuschneiden. So kann ich den Anker per Hand herauf holen und befestigen so dass wir mit einem Anker-Netzhaufen im Trampolinnetz los fahren k\u00f6nnen. Es dauert seine Zeit, bis Patrick das Netz mit der Wellenklinge des Leathermans abgeschnitten hat.<\/p>\n<p>Kurz vor 18h erreichen wir das windstille Telendos. Weil schon bekannt, legen wir uns per Buganker und Heckleinen in Passarellaabstand an den Kopf des s\u00fcdlichsten der vielen kleinen Betonstege. Die Charivari (Bootsname der Heidingers) ankert direkt nebenan und liegt entlang unserer bb-Seite mit einer Leine zu einem vergammelten Poller am Steg. So k\u00f6nnen sie bequem \u00fcber unsere Passarella gehen. Das tun wir alle nach der obligaten Ankerbeschnorchelung (hohes Gras aber perfekter Halt &#8211; juhuu!!) als wir die motorverkehrfreie Insel besichtigen. Wir gehen an den vielen Tavernas vorbei entlang der mittlerweile wieder verl\u00e4ngerten sch\u00f6nen Gehweges bis zu einem breiten Anleger aus Stahl und Holz \u00fcber dessen Zweck wir r\u00e4tseln. Dann gehen wir wieder zur\u00fcck und entscheiden uns f\u00fcr George\u2019s Taverna, weil wir auf der Kreidetafel interessante Speisen und unter dem Bambusdach bequeme Sessel am Hinweg gesehen hatten.<\/p>\n<p>Es dauert zwar lange, bis wir das Essen bekommen aber es ist ganz ausgezeichnet und au\u00dfergew\u00f6hnlich zubereitet. Allein der mit Ouzu flambierte Saganaki schmeckt wie schneidbare K\u00e4sefondue.<br \/>\n<div style=\"width: 480px;\" class=\"wp-video\"><video class=\"wp-video-shortcode\" id=\"video-389-1\" width=\"480\" height=\"360\" preload=\"metadata\" controls=\"controls\"><source type=\"video\/mp4\" src=\"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/SAM_1380_georgesaganaki-iPhone.m4v?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/SAM_1380_georgesaganaki-iPhone.m4v\">https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/SAM_1380_georgesaganaki-iPhone.m4v<\/a><\/video><\/div><br \/>\nMein H\u00fchnerfilet in Brandy-Aprikosen Sauce, Patricks Huhn-Schwein-R\u00f6llchen mit Speck und K\u00e4se in pikanter Sauce, Franks Schweineripperln und Petras marinierte Thunfischsteaks, alles mit gekochten Kartoffeln, Zucchini und Lauch als Beilage schmecken hervorragend. Und mit 17,50 Euro pro Person inklusive alles ist es wirklich preiswert. Hier bekommen wir allerdings keine kostenlose Digestifs. Patrick und ich setzen uns daher in ein Caf\u00e9 und holen diese nach w\u00e4hrend Frank und Petra zu m\u00fcde sind und schlafen gehen. Wir genie\u00dfen die herrliche Aussicht auf die beleuchtete Ortschaft Myrties auf Kalymnos gegen\u00fcber und beschlie\u00dfen, den morgigen Tag auch noch auf dieser sch\u00f6nen Insel zu verbringen (und wieder bei George\u2019s zu essen).<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2009-09-06\">06.09.2009 Sonntag<\/strong><br \/>\nT\u00e9lendos \/ Ort<br \/>\nDie Entscheidung, hier zu bleiben war goldrichtig. Das finden offenbar die Haidingers auch und bleiben auch da. Das Wetter und die Ruhe im stra\u00dfenlosen Ort ist herrlich. Ich schreibe Blogbuch, r\u00e4ume mit Patrick den Ankerkasten auf, bringe die gekauften Leinenaufh\u00e4nghaken an, fette die Kontakte des Ankerwindenrelais und der Funkfernsteuerung mit Vaseline ein und fixiere den Ketteleitbolzen mit einer Schlauchklemme!<br \/>\nMit Frank t\u00fcftle ich den optimalen Platz f\u00fcr die vorgesehenen Heckspringklampen aus und auf seinem neuen Boot einen f\u00fcr eine Klampe f\u00fcr den Ankerwindenentlastungshaken. Dann gehen wir mit Petra und Frank zum Hohlakia-Strand auf die andere Seite der Insel. Die neuen Sesseln nehmen wir mit und sie bew\u00e4hren sich hervorragend auch am Kiesstrand.<br \/>\nAbends essen wir wieder ganz hervorragend im George\u2019s Taverna. Frank erz\u00e4hlt sehr interessante Sachen von seiner faszinierenden Arbeit. Er ist verantwortlich f\u00fcr das Haupttriebwerk der Ariadne-Rakete, einem Motor, der etwa 1,3 Millionen PS leistet und eine Lebensdauer von 10 Minuten hat.<br \/>\nHeute ist der Wirt etwas gespr\u00e4chiger, weil viel weniger G\u00e4ste da sind. Als wir erz\u00e4hlen, dass wir morgen unterschiedliche Ziele haben, kombiniert er sofort, dass wir von den zwei Katamaranen sein m\u00fcssen. Er erz\u00e4hlt, dass er bis Ende Oktober da bleibt aber dann zu seiner Familie in der Hauptstadt Pothia \u00fcbersiedelt, wo seine zwei Kinder in die Schule gehen. Da frage ich ihn, ob er den Nikolas Makarounas kennt. Nat\u00fcrlich kennt er ihn und nennt ihn \u201etalking mashine\u201c &#8211; recht treffend. Auf die Rechnung gibt er heute einen Rabatt zus\u00e4tzlich zu den k\u00f6stlichen Weintrauben, die er als Nachspeise hinstellt. 60 statt 64 Euro will er haben. Er bekommt aber 65 und ist sichtbar erfreut \u00fcber die Aussage \u201eif you give us discount we pay more\u201c.<br \/>\nNach einem Abschlussouzo im Caf\u00e9 verziehen wir uns schon vor Mitternacht in die Kojen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2009-09-07\">07.09.2009 Montag<\/strong><br \/>\n10:30 T\u00e9lendos \/ Ort <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b059'50''+026\u00b055'17''&#038;z=15\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Karte<\/a><br \/>\n13:00 L\u00e9ros \/ O. Lakk\u00ed Badeplatz <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b007'17.4''+026\u00b050'00''&#038;z=15\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Karte<\/a><br \/>\n16:57 L\u00e9ros \/ O. Lakk\u00ed Badeplatz <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b007'17.4''+026\u00b050'00''&#038;z=15\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Karte<\/a><br \/>\n17:20 L\u00e9ros \/ Marina Leros Evros SA <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b007'44.4''+026\u00b051'27''&#038;z=15\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Karte<\/a><br \/>\n Zeit unterwegs: 02:52 Strecke: 8,1 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 2,8 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>In der Nacht kommen zuerst etwas Wellen, dann Wind auf. Die Boote ruckeln hin und her und weil mit einander vert\u00e4ut, auch aneinander. Ich stehe auf, um zu sehen, dass alles in Ordnung ist und dann schlafe ich kaum weil die Fender zwischen den Booten so quietschen. Ich h\u00f6re ein neues Ger\u00e4usch und sehe nach. Der Frank ist aufgestanden und legt zwei weitere Festmacherleinen. Ich mache auch eine neue auf der Leeseite, wohin es unsere Boote dr\u00fcckt. Patrick wacht von den Aktivit\u00e4ten auch auf. Den Anker spanne ich nach und gehe dann wieder ins Bett. Die neuen Leinen machen zus\u00e4tzlichen Krach und ich \u00fcbersiedle ins Cockpit. Hier h\u00f6rt man zwar das Hahnengeschrei lauter aber daf\u00fcr die Leinen und Fenderger\u00e4usche kaum. Au\u00dferdem kann ich jederzeit im Vollmondschein einen Kontrollblick auf die Anlegesituation werfen. Der Anker d\u00fcrfte n\u00e4mlich doch nicht so gut halten. Also schlafe ich kaum.<br \/>\nIn der Fr\u00fch best\u00e4tigt sich meine Vermutung: Der so tolle Jambo-Anker hat auf diesem Grund mit extrem langen Seegraswurzeln nicht gehalten sondern hat einen ganzen Haufen davon aufgesammelt bevor er doch halt gemacht hat. Eine interessante Sinnest\u00e4uschung verwirrt mich zun\u00e4chst: Der Anker wandert hin und her! Es dauert eine Weile, bis ich kapiere, dass nicht der Anker sondern das so weit das Auge reicht vorhandene Seegras in der D\u00fcnung, die doch bis \u00fcber 3m tief reicht, hin und her \u201eweht\u201c. Dasselbe passiert mit einem etwa 3x2m gro\u00dfen Stein. Es sieht wirklich so aus, als w\u00fcrde er sich widerstandslos schaukeln lassen.<br \/>\nDrau\u00dfen in der Meeresstra\u00dfe zwischen Telendos und Kalymnos hat der Wind schon ordentlich zugelegt und wir beeilen uns, abzufahren, bevor er unseren Platz erreicht. Zuerst legt die Charivari ab, dann die Blodughadda. Wir fahren parallel gegen den doch nicht so starken Wind, machen eine Besichtigungsrunde in der Emporios-Bucht (viele Bojen, noch einige frei, ruhige See), fotografieren das jeweils andere Boot und trennen uns vor der Einfahrt in die Lakk\u00ed-Bucht. Da sagt Patrick, er kann pl\u00f6tzlich nicht mehr gerade aus fahren. Ich kann das schon allerdings nur kurze Zeit. Dem Autopiloten geht es besser. Da ist mir klar, was zu reparieren ist: Der Bolzen muss nachgezogen werden, der die Schelle an der Ruderstange h\u00e4lt, wo das Kabel vom Steuerrad greift. Gesagt und sehr bald danach getan funktioniert die Ruderanlage wieder bestens.<br \/>\nWir wollen noch schwimmen und werfen den Anker  um 13h vor einem Sandstrand am N-Ufer der gro\u00dfen Lakk\u00ed-Bucht. Wir schwimmen zu einer Grotte und entdecken, dass sie einen Hinterausgang hinter dem am Ende der Grotte vorhandenen Minikiesstrand hat. Man muss sich nur etwas b\u00fccken und kommt in der n\u00e4chsten Bucht heraus. Von dort schwimmen wir wieder zum Boot zur\u00fcck, machen einen guten griechischen Salat und bauen anschlie\u00dfend das Schlafdefizit etwas ab.<br \/>\nKurz vor 17h geht es weiter in die Evros Marina, wo wir kurz danach eintreffen. Ein Helfer weist uns einen Platz am ersten Schwimmsteg zu und hilft mit den Festmacher- und Mooringleinen. So m\u00e4chtige Mooringleinen habe ich noch nie gesehen, Durchmesser sicherlich 4 cm! Sie passen gerade noch auf die Bugklampen. Inzwischen ist Patrick schon recht ge\u00fcbt darin, die Anlandeman\u00f6ver zu fahren. Auch jetzt klappt es bestens trotz Seitenwinds.<br \/>\nNach einem Inspektionsrundgang nehmen wir das Bimini herunter und waschen es ganz ordentlich zusammen mit der neuen Windschutzscheibe, die sich mittlerweile ganz hervorragend bew\u00e4hrt hat und dementsprechend salzig ist.<br \/>\nAber es wird schon finster und wir gehen zum Kiosk neben dem Fu\u00dfballplatz zum Bier kaufen. Eines leeren wir als Zuschauer des gerade beginnenden Spieles. Es d\u00fcrfte sich um einen Outdoor-Hallenfu\u00dfballplatz handeln. Er hat Kunstrasen und ist rundherum mit 5m hohen Z\u00e4unen umgeben. Trotzdem gelingen neben einigen Toren auch einige Sch\u00fcsse \u00fcber den Zaun. Kein Wunder, so klein wie der Platz ist.<br \/>\nWir gehen wieder zum Boot zur\u00fcck und beginnen mit den Vorbereitungen f\u00fcr das Reste-Abendessen, n\u00e4mlich mit Erd\u00e4pfel kochen w\u00e4hrend wir Casino spielen. Es wird eine Zwiebel-Zucchini-Erd\u00e4pfel-Wurst-Schinken-K\u00e4se-Tomaten-Ei Pfanne aus den Resten, geschmacklich v\u00f6llig in Ordnung befinden wir und essen alles auf.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2009-09-08\">08.09.2009 Dienstag<\/strong><br \/>\nL\u00e9ros \/ Marina Leros Evros SA<br \/>\nDer Kranmann kommt bereits vor neun. Wir sollen uns auf den Weg ins Travelliftbecken begeben. Das machen wir auch sogleich obwohl noch schlaftrunken und ohne Fr\u00fchst\u00fcck. Jetzt sollen wir r\u00fcckw\u00e4rts in das Becken einfahren, vielleicht weil unl\u00e4ngst einer beim r\u00fcckw\u00e4rts hinausfahren den falschen Gang eingelegt hat. Das Boot wird jetzt problemlos herausgehoben und auf einen Platz in dritter Reihe mit dem Bug nach N gebracht. Der Kranf\u00fchrer misst sorgf\u00e4ltig mit Meterschritten, wo die Blodughadda parken soll, links 8, rechts 16, damit beiderseits noch andere Boote hingestellt werden k\u00f6nnen. Der <a href=\"http:\/\/www.cimolaitechnology.com\/port.asp\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CIMOLAI<\/a> -Riesenkran kann tats\u00e4chlich auch seitw\u00e4rts fahren! Eine Stunde nach Abfahrtsanweisung ruht die Blodughadda schon auf zwei Holzpfl\u00f6cken. Mehr braucht sie nicht, weil sie ja daf\u00fcr gebaut ist, auf den zwei Kielen zu stehen, allerdings leicht nach vorne geneigt.<\/p>\n<p>Patrick legt sofort den Wasserschlauch zur n\u00e4chsten Versorgungss\u00e4ule und b\u00fcrstet das Unterwasser mit der Hand-Durchflussb\u00fcrste ab. Nach kurzer Zeit sieht es fast so aus, als w\u00e4re es neu gestrichen! Ich bin sehr zufrieden. N\u00e4chstes Jahr muss nicht neu gestrichen werden sondern nur mit nassem Schleifpapier geschliffen, damit die Antifoulingeigenschaften wieder aktiviert werden. Das spart Zeit und Geld. Mittlerweile mache ich ein Toast-Eierspeisefr\u00fchst\u00fcck. Dann folgen die \u00fcblichen zahlreichen T\u00e4tigkeiten, vor allem wegr\u00e4umen, Salz abspritzen, wischen und Seile waschen. Diesmal werden es zwei Maschinen voll mit Seilen. Weil die Marina jetzt kein Waschpulver zur Verf\u00fcgung stellt, verwende ich Rei in der Tube. Mit der Dosierung bin ich unsicher und angesichts des wilden Sch\u00e4umens werde ich verunsichert, ob ich nicht doch zu viel erwischt habe. Ich beobachte, wie hoch der Schaum in der Trommel steigt und warte bis ich sicher bin, dass er nicht zu viel wird.<\/p>\n<p>Zwischendurch essen wir vorgestern abgelaufene Fertigtortellini, die aber immer noch gut schmecken, sonderbar. Dann arbeiten wir wieder die Liste ab bis wir kurz vor Sonnenuntergang aufh\u00f6ren, uns duschen und rasieren und dann in die Taverna To Petrino essen gehen. F\u00fcr 22 Uhr hat der Windfinder Regen vorausgesagt. Aber er kommt nat\u00fcrlich nicht weil wir vorsorglich alle zum Trocknen aufgeh\u00e4ngte Seile in den Ankerkasten verstaut haben. Aber er h\u00e4tte gute Chancen gehabt, bei den vielen Wolken, die den ganzen Tag durchgezogen sind und das Arbeiten sehr ertr\u00e4glich gemacht haben.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2009-09-09\">09.09.2009 Mittwoch<\/strong><br \/>\nL\u00e9ros \/ Marina Leros Evros SA<br \/>\nNach \u201ekalter\u201c Nacht stehen wir fr\u00fch auf, sprich um 8:30h. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck legen wir gleich mit den Arbeiten los. Jetzt geht es um die Kleinigkeiten, die zaachen. Wir sind aber p\u00fcnktlich um 12:45h fertig. Ich gehe zum B\u00fcro mit dem Bootsschl\u00fcssel und 2l Haltbarmilch. Sie nehmen beide an und bestellen ein Taxi, das nach 10 Minuten kommt. Au\u00dfer dem Fahrer sitzt eine \u00e4ltere Dame im Auto. Das st\u00f6rt nicht weiter, weil alles Platz hat. Wir fahren zuerst zur Hafenpolizei, um den notwendigen Ankunftsstempel abzuholen und dann weiter zur Anlegestelle der Katamaranf\u00e4hre. Es dauert 15 Minuten bis der Fahrkartenkiosk aufsperrt und wir die Fahrkarten nach Kos um je 21,50 kaufen k\u00f6nnen. Dann gehen wir in das erste Caf\u00e9 auf ein eiskaltes fast kohlens\u00e4urefreies Bier bis die F\u00e4hre 25 Minuten sp\u00e4ter ankommt. Am Achterdeck ergattern wir zwei Plastiksesseln und schon treibt der Jetantrieb das 40m lange Boot ordentlich an. Wir freuen uns \u00fcber eine Bootsfahrt der anderen Art.<br \/>\nNach einigen Minuten Fahrt erblicken wir in einiger Entfernung hupfende Delfine &#8211; schon wieder! Offenbar gibt es mehr davon als fr\u00fcher. Nach einem Zwischenstopp in Kalymnos \/ Pothia, wo das Boot mit 6.480 Liter Treibstoff innerhalb von ca. 15 Minuten betankt wird, erreichen wir Kos p\u00fcnktlich um 16:10. Ich rufe den Autovermieter AutoBank an und sage, dass wir angekommen sind. Wie vereinbart schickt er einen Angestellten, um uns abzuholen und zum B\u00fcro zu bringen. Da machen wir den Vertrag und die Zahlung, 50 Euro.<br \/>\nJetzt haben wir ca. 7 Stunden Zeit. Zuerst fahren wir die Stra\u00dfe Richtung Therme, drehen aber um ohne anzuhalten. Das machen wir an der E-K\u00fcste, um unsere schmutzigen Schuhe im Meer zu waschen. Danach verfahren wir uns beinahe im weitl\u00e4ufigen und sehr gepflegten Villenviertel S von Kos Stadt. Die in der Rudiment\u00e4rkarte eingezeichnete Durchfahrtstra\u00dfe ist nicht zu finden. Wir finden trotzdem nach Platani, wo wir in einem der drei t\u00fcrkischen Lokale einen (miesen) Ouzo me (gutem) Meze bzw. Cola f\u00fcr den Fahrer zu uns nehmen und im Internet checken, ob der R\u00fcckflug wie geplant stattfinden soll &#8211; soll er. Also Ouzo in einem t\u00fcrkischen Lokal zu bestellen ist wohl eine Schnapsidee.<\/p>\n<p>Danach will ich dem Patrick die \u201eRanchtaverna\u201c Koniario an der Bergstra\u00dfe zwischen Zia und Pyli zeigen und dort im Sonnenuntergang zu Abend essen. Zeigen kann ich sie ihm schon aber aus dem Essen wird nichts. Die Stelle ist geschlossen, alle Tiere sind weg ausgenommen einige Enten in einem H\u00fchnerk\u00e4fig, oder war es umgekehrt? Also fahren wir Mal zur verlassenen Stadt Palio Pyli oben in den Bergen, wo der Kiefernwald und der sp\u00e4rlich aber doch rinnende Bach eher wie \u00d6sterreich als wie Griechenland aussehen. Dann finden wir doch eine Taverna mit Aussicht auf den Sonnenuntergang: Taverna Old Pyli an der Stra\u00dfe eben dorthin. Der Wirt George spricht sogar in paar Brocken Deutsch, will unbedingt Fisch verkaufen (mit 45 \u20ac per Kilo nicht teuer) aber wir nehmen Moussaka und Kaninchensftifado, und serviert absolut k\u00f6stlich Weintrauben als Nachspeise. Diese schneidet er einfach an der Decke der Terrassenpergola ab. Sie ist voll davon.<\/p>\n<p>Es ist finster und sehr k\u00fchl geworden. Wir fahren wieder zum Meer hinunter. Zuerst wollen wir den Hafen von Kardamena ansehen, finden ihn aber nicht vor lauter Pubs und Bars. Daher geht es zur Nordk\u00fcste von Kos, wo wir ein Strandlokal in Mastichari finden mit Blick auf das dunkle Meer. Immerhin h\u00f6rt man die Brandung und sieht die Schaumkronen der am Sandstrand brechenden Wellen obwohl praktisch kein Wind ist. Wir spielen Karten und bek\u00e4mpfen die M\u00fcdigkeit bis wir um 23:15h zum Flughafen aufbrechen.<\/p>\n<p>Patrick stellt sich in die Eincheckschlage und ich bringe den Leihwagen zur\u00fcck an die Flughafenfiliale des Autovermieters gegen\u00fcber dem Flughafengeb\u00e4ude. Das klappt reibungslos. In der Warteschlange vor uns frage ich einen jungen Mann, ob er alleine reist &#8211; ja tut er, er muss den Urlaub f\u00fcr einen Tag unterbrechen um in Wien an einer Besprechung teilzunehmen und hat nur Handgep\u00e4ck dabei. Er hat nichts dagegen, gemeinsam mit uns einzuchecken, um unser \u00dcbergep\u00e4ckzuschlagsrisiko zu vermindern. Das gelingt auch. Unsere 47 Kilo gehen anstandslos durch. <\/p>\n<p>Bereits vor der geplanten Abflugzeit um 1:15h hebt die Freddie Mercury der Lauda Air ab. Vom Fensterplatz aus erkennen wir die Inseln bis hinauf nach Chios aber dann ist Schluss.<\/p>\n<p>Und so ist der Bootsommer 2009 auch. Res\u00fcmee: Angenehmstes Klima bisher, viel Wind aber leichter damit umzugehen dank guten Internetprognosen, wieder neue sch\u00f6ne Pl\u00e4tze gefunden obwohl nur im bestens bekannten Heimrevier unterwegs, viele nette Segler kennen gelernt, viele nette G\u00e4ste an Bord aber insgesamt doch etwas zu viele, Bootfahren ohne Internet m\u00f6chte ich nicht mehr!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aktualisierung 21.08.2018 21:28:31 Anzahl Tage: 5 05.09.2009 Kos \/ Marina &#8211; Platy (bei Ps\u00e9rimos) &#8211; K\u00e1lymnos \/ O. Vlych\u00e1dia &#8211; T\u00e9lendos 06.09.2009 T\u00e9lendos \/ Ort 07.09.2009 T\u00e9lendos &#8211; L\u00e9ros \/ O. 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