{"id":395,"date":"2015-08-23T12:19:56","date_gmt":"2015-08-23T10:19:56","guid":{"rendered":"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/?page_id=395"},"modified":"2018-08-21T20:31:20","modified_gmt":"2018-08-21T18:31:20","slug":"2009-08-12-3-burschen-nach-samos","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/toernberichte\/2009-2\/2009-08-12-3-burschen-nach-samos\/","title":{"rendered":"2009-08-12 3 Burschen nach Samos"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/toernberichte\/2009-2\/2009-08-12-3-burschen-nach-samos\/print\/\" title=\"Beitrag drucken\" rel=\"nofollow\"><img decoding=\"async\" class=\"WP-PrintIcon\" src=\"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/wp-content\/plugins\/wp-print\/images\/printer_famfamfam.gif\" alt=\"Beitrag drucken\" title=\"Beitrag drucken\" style=\"border: 0px;\" \/><\/a>  Aktualisierung 21.08.2018 21:31:05 Anzahl Tage: 9<br \/>\n<a href=\"#2009-08-12\">12.08.2009 Patmos \/ Hafen Sk\u00e1la &#8211; Patmos \/ O. Melo\u00ef<\/a><br \/>\n<a href=\"#2009-08-13\">13.08.2009 Patmos \/ O. Melo\u00ef<\/a><br \/>\n<a href=\"#2009-08-14\">14.08.2009 Patmos \/ O. Melo\u00ef &#8211; Patmos \/ Psili Ammos &#8211; Lipsi \/ Hafen<\/a><br \/>\n<a href=\"#2009-08-15\">15.08.2009 Lipsi \/ Hafen &#8211; Fo\u00farnoi \/ O. K\u00e1mpos<\/a><br \/>\n<a href=\"#2009-08-16\">16.08.2009 Fo\u00farnoi \/ O. K\u00e1mpos &#8211; Fo\u00farnoi \/ O. Kastel\u00e1ki &#8211; Fo\u00farnoi \/ O. Tourkolimi\u00f3nas &#8211; S\u00e1mos \/ Marath\u00f3kampos<\/a><br \/>\n<a href=\"#2009-08-17\">17.08.2009 S\u00e1mos \/ Marath\u00f3kampos &#8211; S\u00e1mos \/ O. Ag. Kyriakis<\/a><br \/>\n<a href=\"#2009-08-18\">18.08.2009 S\u00e1mos \/ O. Ag. Kyriakis &#8211; S\u00e1mos \/ Nsis Samiopo\u00fala \/ O. Ag. Pelag\u00eda &#8211; S\u00e1mos \/ Hafen Pythag\u00f3rio<\/a><br \/>\n<a href=\"#2009-08-19\">19.08.2009 S\u00e1mos \/ Hafen Pythag\u00f3rio<\/a><br \/>\n<a href=\"#2009-08-20\">20.08.2009 S\u00e1mos \/ Hafen Pythag\u00f3rio<\/a><\/p>\n<p>Crew:<br \/>\nT\u00f6tterstr\u00f6m Tom<br \/>\nT\u00f6tterstr\u00f6m Beate<br \/>\nLamprecht Matthias<br \/>\nSchillab Lukas<br \/>\nGermani Jakob<\/p>\n<p>Gesamt T\u00f6rn:<br \/>\nZeit unterwegs: 18:38 Strecke: 90,2 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 4,8 Knoten<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2009-08-12\">12.08.2009 Mittwoch<\/strong><br \/>\n15:51 Patmos \/ Hafen Sk\u00e1la <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b019'31''+026\u00b032'44''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n16:21 Patmos \/ O. Melo\u00ef <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b019'50.2''+26\u00b033'22.1''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n Zeit unterwegs: 00:29 Strecke: 1,6 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 3,2 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Ein Mal im Monat soll man doch einen Stempel von der Hafenpolizei holen. Weil mir das in Lipsi nicht gelungen ist, gehe ich jetzt in das kleine B\u00fcro gleich beim F\u00e4hranleger. Zwei freundliche junge Damen kopieren wieder alle Papiere, stempeln sie ab und berechnen die offizielle Hafengeb\u00fchr &#8211; 5,39 Euro. Weil sie auf 7 Euro nicht herausgeben k\u00f6nnen, d\u00fcrfen sie den Rest in die Kaffeekassa geben.<\/p>\n<p>Inzwischen hat die andere Polizei ungerecht zugeschlagen und dem Moped von Matthias einen Strafzettel wegen Parkens in der Halteverbotszone ausgestellt &#8211; 40 Euro! Alle anderen Mopeds haben 20 Euro aufgebrummt bekommen, nur das von Jakob und Lukas gar nichts. Das soll mal wer verstehen.<\/p>\n<p>Nach einem kleineren Einkauf im Supermarkt und beim B\u00e4cker sowie Dieseltank auff\u00fcllen vom gerade vorbeikommendem Tankwagen legen wir um 15:50 ab. Die einzige M\u00f6glichkeit herauszukommen ist eindampfen in die Vorspring. Weil aber keine Poller vorhanden sind, ist diesmal die Vorspring 20 Meter lang. Beate und ich fahren los und die Burschen bergen die Leine, die wir hier nicht auf Slip legen konnten. Sie werden sie sp\u00e4ter mit dem Moped bringen.<\/p>\n<p>Wir fahren gerade ein Mal um die Ecke und biegen dann in die Nachbarbucht Meloi ein. Der Platz wo es Sandgrund gibt, ist frei und so werfen wir den Anker nicht in das hohe Seegras obwohl ich die Haltekraft des neuen Ankers darauf gerne getestet h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Das Schlauchboot wird geputzt und dabei entdecke ich, dass der Heckspiegel nicht mehr gut verklebt ist. Ca. 10 cm von oben hat sich die Verklebung mit der das Brett an der Gummihalterung befestigt ist, aufgel\u00f6st. Ich verfluche die miese Qualit\u00e4t, montiere aber trotzdem den Motor. Jetzt kann man also bald weder rudern noch den Au\u00dfenborder verwenden &#8211; wirklich tolles Beiboot, das gerade Mal zwei Monate im Betrieb ausgehalten hat! Ich hatte doch gehofft, dass ein billiges Boot (600 Euro) ein wenig l\u00e4nger halten w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Wir schwimmen und genie\u00dfen die sch\u00f6ne Aussicht und den erfrischenden aber nicht starken Wind auf dem \u201eBalkon\u201c, sprich wir setzen uns neben einander in die neuen bequemen Strandsesseln auf die Holzplattform und trinken ein Glas Rets\u00edna und rauchen eine Zigarette.<\/p>\n<p>Um 20h hole ich Jakob vom Strand ab, der das Moped zur\u00fcck gegeben hat. Die anderen m\u00fcssen das Moped etwas sp\u00e4ter retournieren, wonach wir uns im Gasthaus des Campingplatzes\/Mopedverleihs treffen. Wir sind \u00fcberrascht, wie voll das Lokal ist und danach, wie gut das Essen ist und danach, wie g\u00fcnstig &#8211; 57 Euro f\u00fcr 5 Personen, alles zusammen und so viel, dass wir nicht alles aufessen k\u00f6nnen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2009-08-13\">13.08.2009 Donnerstag<\/strong><br \/>\nPatmos \/ O. Melo\u00ef<br \/>\nMorgen soll der wind wieder abflauen aber heute sieht man vor der Bucht nur wei\u00dfe K\u00e4mme. Es wird daher ein Reparatur- und Putztag. Zuerst testen wir die Klebstoffe an den kaputten Sandalen von Matthias. Der 2-komponenten Epoxikleber scheint kaputt zu sein &#8211; wird einfach nicht hart. Mit dem Kontaktkleber geht es besser. Der darf also f\u00fcr die Schlauchbootreparatur herhalten. Damit er sicher h\u00e4lt, unterst\u00fctzen ihn 8 Schrauben. Hoffentlich h\u00e4lt das diesen Sommer noch.<br \/>\nDann checke ich den stb. Motor und spanne den Wasserpumpenkeilriemen. Matthias und Lukas machen sich auf den langen Fu\u00dfweg, in Skala Brot zu holen. Jakob macht Fenderservice, pumpt sie auf und putzt sie. Dann wird die Gasflasche getauscht, 4 Aufh\u00e4ngvorrichtungen f\u00fcr die wichtigsten Leinen im Ankerkasten montiert und die Schrauben der Ankerkastenscharniere festgezogen. Matthias und Lukas kommen zur\u00fcck und Beate macht einen leckeren Salat mit 5-kornmischung (von Merkur in \u00d6sterreich &#8211; leider schon aus), H\u00f6rnchen, Thunfisch und Gem\u00fcse. Es bleibt sogar was \u00fcbrig!<\/p>\n<p>Lukas entdeckt beim Schwimmen, dass das Boot verdreckt ist und bittet um Putzmittel. Die bekommt er nat\u00fcrlich sehr gerne. Jakob unterst\u00fctzt seine Initiative und sie schrubben beide Bootsseiten und auch das Deck blitzblank. Eine Leine von Bug bis Heck ist daf\u00fcr sehr n\u00fctzlich. Es sieht witzig aus, wie sie darauf sitzen und putzen.<\/p>\n<p>Mittlerweile ankert ein uns bekanntes Boot in der Bucht. Es ist die ca. 10m lange, dunkelblaue DELFIN, die wir schon in Lipsi gesehen haben und einem \u00d6sterreicher geh\u00f6rt, mit dem wir eine Weile geplaudert haben. Er ist allein an Bord. Ich fahre zu ihm hin\u00fcber, um ihn zu fragen, ob er am Abend in die Taverne mitkommen m\u00f6chte. Wir k\u00f6nnten ihn dann abholen, damit er sein faltbares Banana-Boat nicht in Betrieb nehmen muss. Er nimmt gerne an und wir verabreden uns f\u00fcr ca. acht Uhr. <\/p>\n<p>Andere Boote, eigentlich nur italienische, kommen in die Bucht, machen einige Ankerversuche und ziehen dann wieder ab. Mit einem Delta- oder Pflugscharanker ist es praktisch unm\u00f6glich auf dem Seegrasboden zu ankern. Wir haben unseren ja auf den einzigen Sandfleck gesetzt. Der B\u00fcgelanker vom DELFIN h\u00e4lt aber gut, wobei er im E-teil der Bucht liegt, wo das Gras viel k\u00fcrzer ist.<\/p>\n<p>Wie vor 6 Jahren hupfen Matthias und Lukas vom Boot auf die Luftmatratze und haben dabei die gr\u00f6\u00dfte Gaudi, nat\u00fcrlich diesmal von Jakob assistiert, wenn nicht sogar angef\u00fchrt. Diesmal gelingt es ihnen aber nicht, die Matratze kaputt zu machen. Apropos Matratze: Beate entdeckt im Internet, dass Quelleversand alle Matratzen um den halben Preis abverkauft. Sie bestellt gleich eine als Ersatz f\u00fcr unsere bereits ziemlich l\u00e4dierte zur Lieferung wenn sie nach Hause gekommen ist. Tolle Zeiten, nicht wahr!<\/p>\n<p>Um 20h holen wir also Karl-Heinz Hopfgartner aus Greifenburg im Drautal von seinem Boot ab und gehen wieder in die Campingplatztaverna. Es wird ein l\u00e4ngerer Abend. Nicht nur, weil es viel zu reden gibt, sondern auch weil die K\u00fcche so \u00fcberlastet ist, dass es bis nach Mitternacht dauert, bis Jakob und Lukas die bestellte Schoko-Banane-Palatschinke bekommt. Karl-Heinz ist auch Lehrer und zwar in der HLW in Lienz f\u00fcr Italienisch und Bildnerische Erziehung aber derzeit in Karenz, um das 13 Jahre lang selbst ausgebaute Segelboot so richtig ausn\u00fctzen zu k\u00f6nnen. Seine Frau und 5-j\u00e4hrige Tochter werden in ca. 14 Tagen nachkommen und dann bleiben sie bis Ende Oktober in der Gegend. Aber das Witzigste: Er kennt sowohl Matthias\u2019 Tante, Magdalena Keuschnig als auch ihren Mann, Gerhard, der Taufpate von Matthias. Was auch bemerkenswert ist und besonders den Lukas interessiert: Er hat ein Mal 1,5 Jahre auf einem Fischerboot in Kythnos gearbeitet und kann dar\u00fcber viel erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Das Essen ist wieder sehr gut und g\u00fcnstig &#8211; 10 Euro pro Person, wobei wir nicht wenig trinken und au\u00dferdem eine riesige Platte mit Wasser- und Honigmelone bekommen. Tipp: Hamburger um 2 Euro oder einen Hamburger Special um 3,50 &#8211; beide riesengro\u00df und sehr lecker. Auch der Bougiurdi (geschmolzener Feta und Gaudak\u00e4se mit Tomatenst\u00fccken) und die gebratenen Zucchinileibchen sind wirklich au\u00dfergew\u00f6hnlich gut.<\/p>\n<p>Beate und ich schwimmen in der Nacht wieder zur\u00fcck zum Boot.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2009-08-14\">14.08.2009 Freitag<\/strong><br \/>\n12:05 Patmos \/ O. Melo\u00ef <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b019'50.2''+26\u00b033'22.1''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n13:10 Patmos \/ Psili Ammos <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b016'44''+026\u00b032'38''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n14:35 Patmos \/ Psili Ammos <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b016'44''+026\u00b032'38''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n16:25 Lipsi \/ Hafen <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b017'40.3''+026\u00b045'59.4''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n Zeit unterwegs: 02:54 Strecke: 18,9 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 6,5 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Wie die Vorhersage angek\u00fcndigt hat, ist der Melt\u00e9mi heute nicht mehr da. Es weht ein angenehm leichtes L\u00fcftchen. Um 12h fahren wir los, um den tollen Strand Psili Ammos an der SW-Seite von Patmos zu erkunden.<br \/>\nEs ist so wenig Wind, dass wir vor dem herrlichen Strand ankern k\u00f6nnen. Aber den Burschen interessiert der Strand gar nicht. Sie schnorcheln los mit ihren Harpunen der s\u00fcdlichen Felsk\u00fcste entlang. Beate und ich schwimmen zum Strand, gehen ihn auf und ab und setzen uns hin, um auf die Schnorchler zu warten. Auf dem Boot schaukelt es doch etwas zu viel und so fahren wir gleich los als alle wieder an Bord sind.<br \/>\nEs geht kaum ein Wind, herrlich. Die \u00dcberfahrt nach Lipsi, wo wir 100 Minuten sp\u00e4ter l\u00e4ngsseits am Anlegerkopf fest machen.<br \/>\nSofort beginnt Beate, die hungrige Mannschaft zu versorgen &#8211; mit Speck, W\u00fcrstchen, Baked Beans und Ei.<\/p>\n<p>Ich sehe mir die Wasserversorgungssituation an. Auf den S\u00e4ulen klebt ein handgeschriebener Zettel, der auf griechisch und irgendein Englisch besagt, dass es heute kein Wasser gibt wegen Abwesenheit. Das klingt nicht gut auch wenn es seltsam klingt, dass der Wassermann keine Vertretung hat, wenn er nicht da ist. Wir setzen uns also in die l\u00e4ssige Ouzeri und beobachten die Szenerie. Der Kellner sagt, der Wassermann sei schon da und w\u00fcrde bald kommen &#8211; na bitte. Nicht viel sp\u00e4ter r\u00fcckt er schon aus mit dem riesigen Plastiksack gef\u00fcllt mit den verschiedenf\u00e4rbigen Plastiks\u00e4cken f\u00fcr die M\u00fclltrennung. Er erkl\u00e4rt, dass er kein Wasser an die Boote abgeben darf, weil die Insel so wenig habe. M\u00f6glicherweise komme morgen das Wasserschiff und dann k\u00f6nnten wir 6 Stunden sp\u00e4ter Wasser bekommen. Aber er glaube, es w\u00fcrde erst am Nachmittag kommen und dann k\u00f6nnten wir erst am Sonntag Wasser bekommen. Es ist also das Wasser, das abwesend ist und nicht der Mann. Das ist bl\u00f6d. H\u00e4tten wir das geahnt, h\u00e4tten wir in Patmos tanken und einkaufen und dann weiter nach Furni fahren k\u00f6nnen. Aber Strom gibt es zumindest.<\/p>\n<p>Beate geht in den Supermarkt, begleitet von Lukas und Matthias, die anschlie\u00dfend den Einkaufswagen direkt zum Boot rollen und die Eink\u00e4ufe einr\u00e4umen. Die Burschen kochen sich Spaghetti mit Sugo und Pesto aber Beate und ich gehen in die Taverna Tholari auf einen Salat und einen K\u00e4se. Als wir zum Boot zur\u00fcck kommen, beginnen die Burschen mit einem DKT-Spiel. Beate und ich  machen was ganz Neues: Wir nehmen unsere zwei Strandsesseln, Weingl\u00e4ser, Res\u00edna und einen Teller mit K\u00e4se und Soletti und setzen uns auf den Betonanleger gleich beim Boot. Der gro\u00dfe Poller dient als Tisch. Das sieht sicher witzig aus, weil alle, die vorbei kommen uns freundlich gr\u00fc\u00dfen und l\u00e4cheln. Zwei Urlauberinnen aus Wien, die gerade angekommen sind dabei. Ich frage den deutschen im Nachbarboot, ob er sich zu uns setzen m\u00f6chte. Das nimmt er gerne an, bringt einen Faltbaren Regiesessel, eine Weinflasche und einige Bierdosen mit. Er lang und hager, vielleicht so zwischen 65 und 70 und hei\u00dft Eckhard Wittmer, kommt aus Duisburg und segelt dieses Jahr erstmals allein, weil seine Frau Rosi voriges Jahr verstorben ist. Es wird ein langer, unterhaltsamer Abend. Als wir um halb zwei schlafen gehen, ist das DKT-Spiel immer noch im Gang, jede Stra\u00dfe mit Hotelburgen vollgebaut. Die Luft ist extrem feucht.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2009-08-15\">15.08.2009 Samstag<\/strong><br \/>\n13:35 Lipsi \/ Hafen <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b017'40.3''+026\u00b045'59.4''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n17:34 Fo\u00farnoi \/ O. K\u00e1mpi <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b034'09.7''+026\u00b028'36.2''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n Zeit unterwegs: 03:59 Strecke: 23,6 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 5,9 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Das Rasseln einer schweren Ankerkette weckt mich kurz vor 7. Ein Blick best\u00e4tigt meine Vermutung: Das Wasserschiff! Also besteht die Hoffnung, doch nicht nach Patmos zur\u00fcck fahren zu m\u00fcssen, um die Wassertanks aufzuf\u00fcllen. Etwas sp\u00e4ter stehe ich auf und fahre mit dem Scooter zum B\u00e4cker. Beate und ich fr\u00fchst\u00fccken und beobachten die Ouzeri an der anderen Seite des Anlegers. Wir wissen ja jetzt, dass der Wassermann dort arbeitet. Als ich ihn erblicke, gehe ich zu ihm, um nach dem Wasser zu fragen. Er meint, so ca. um 13h k\u00f6nnten wir Wasser bekommen. W\u00e4hrend das Schiff entladen wird, ist kein Wasserdruck da. Daher m\u00fcssen wir warten, bis der Wasserbeh\u00e4lter aufgef\u00fcllt ist. Also haben wir viel Zeit, um auch mit Eckhard zu plaudern. Man merkt, dass es ihm gut tut, sich wieder Mal mit jemandem unterhalten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Eine seltsame Allergie \u00fcberf\u00e4llt mich. Ich muss ununterbrochen niesen und die Nase rinnt wie verr\u00fcckt. Erst als wir das Wasser bekommen, wecken wir die Burschen auf. Wir haben uns schon gewundert, wie sie so lange schlafen k\u00f6nnen, erfahren aber dann, dass sie um halb drei in die Musicbar gegen\u00fcber gegangen sind. Als wir um 13:35 mit vollen Tanks ablegen, rinnt die Nase noch immer.<\/p>\n<p>Das Meer ist zwar nicht gerade spiegelglatt aber fast kein Wind vorhanden. Wir k\u00f6nnen also Kurs auf die Furni Inseln nehmen. Allerdings schaukelt es wirklich ordentlich, was darauf hindeutet, dass weiter vorne mehr Gegenwind sein wird.<\/p>\n<p>Um 16:02:02, ca. 3,7 sm vor Furni stelle ich fest: Es kam kein Wind. Aber alle werden von der Schaukelei furchtbar m\u00fcde und schlafen und lesen abwechselnd. Nur ich nicht, obwohl es mich auch ordentlich auf die Augenlider dr\u00fcckt. Ein Kaffee wird wohl dagegen helfen. Jedenfalls ist das Nasenrinnen vorbei.<\/p>\n<p>Um 17:30 legen wir l\u00e4ngsseits am kleinen Anleger in O. Kampos an. Die Badeg\u00e4ste h\u00f6ren dadurch auf, gerade hier ins Wasser zu hupfen. Ein Mann mit Lederhut erkl\u00e4rt uns, in einer halben Stunde k\u00e4me ein Boot, das die Badeg\u00e4ste von hier in den Hauptort bringen wird und wir sollten daf\u00fcr Platz machen &#8211; kein Problem. Inzwischen plaudere ich mit dem Griechen, der mit seinem in Wien registrierten Segelboot PAPPENGO am selben Anleger mit Buganker und Heckleinen liegt. Er sagt, vor ein paar Tagen waren die seitlichen Fallb\u00f6en so heftig, dass der Anker nicht gehalten hat. W\u00fcrden wir l\u00e4ngsseits auf seiner Leeseite liegen, k\u00f6nnte diese Situation zu einer Besch\u00e4digung f\u00fchren. Besser also, den Anker zu verwenden obwohl der Ankergrund mit hohem Seegras ganz schlecht ist. Na gut, das Badeg\u00e4stetaxi kommt und wir legen ab. Als wir drau\u00dfen warten, legt allerdings ein kleines Motorboot (mit \u201enur\u201c 100 PS Au\u00dfenborder) ab, das l\u00e4ngsseits an der N-Seite des L-f\u00f6rmigen Anlegers gelegen ist. Den Platz nehmen wir uns sofort und er ist sowohl dem Nachbarn als auch dem Taxibootorganisator sehr recht. Uns auch.<br \/>\nNun liegen wir also da und ich schreibe diese Zeilen, aber niemand hupft ins Wasser obwohl Lukas\u2019 Stoffwechselprodukte schon l\u00e4ngst mit der Str\u00f6mung verschwunden sein m\u00fcssten.<\/p>\n<p>Das Abendessen in der Taverna direkt oberhalb des Anlegers f\u00e4llt nicht so toll aus. Die Portionen sind mickrig und das Briam (Gem\u00fcse im Ofen zubereitet) der Beate ungenie\u00dfbar. Sie macht daf\u00fcr am Boot Palatschinken. Aber leider ist nur mehr Mehl f\u00fcr f\u00fcnf St\u00fcck vorhanden.<\/p>\n<p>Am Anleger fangen einige Griechen Minifische mit K\u00e4schern. Das fasziniert den Lukas so sehr, dass er seine Palatschinke beinahe in einem St\u00fcck verschlingt und dann sofort zur Tat schreitet. Jakob und Matthias sind auch gleich dabei und innerhalb einer Stunde haben sie so an die drei Kilo gefangen. Der gl\u00fcckliche Nutznie\u00dfer ist ein alter Grieche, dem sie den Fang schenken. Das macht mich auch sehr gl\u00fccklich.<\/p>\n<p>Beate und ich sitzen w\u00e4rend dessen wieder in unseren bequemen Strandsesseln am Anleger im Windschatten des Bootes und bewundern den Sternenhimmel und die vielen Sternschnuppen. Als sie schlafen geht, diskutiere ich mit Matthias noch die bedeutende Frage, ob die Erde im Laufe der Jahrmilliarden schwerer geworden ist oder nicht. Vorl\u00e4ufiges Ergebnis: Nein, bis auf das, was vom Himmel auf die Erde gefallen ist minus dem, was in das All geschossen wurde. Lass mich Mal googeln&#8230;<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2009-08-16\">16.08.2009 Sonntag<\/strong><br \/>\n14:15 Fo\u00farnoi \/ O. K\u00e1mpi <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b034'09.7''+026\u00b028'36.2''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n15:45 Fo\u00farnoi \/ O. Kastel\u00e1ki <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b033'57.36''+026\u00b029'54.96''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n19:13 Fo\u00farnoi \/ O. Kastel\u00e1ki <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b033'57.36''+026\u00b029'54.96''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n19:46 Fo\u00farnoi \/ O. Tourkolimi\u00f3nas <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b036'05.34''+026\u00b032'01.2''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>An Boje<\/em><br \/>\n23:10 Fo\u00farnoi \/ O. Tourkolimi\u00f3nas <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b036'05.34''+026\u00b032'01.2''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 02:03 Strecke: 10,5 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 5,1 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>In der Nacht kommt der Melt\u00e9mi zur\u00fcck. Das Boot wird ordentlich ger\u00fcttelt und wir mit ihm. Es ist laut und unangenehm. Die Wellen klatschen gegen das Heck wie Trommelschl\u00e4ge. Aber irgendwie kann jeder schlafen. Meine fr\u00fcher tolle Meinung \u00fcber diesen Platz muss ich revidieren. Bei viel Wind, kommt er hier in sehr starken B\u00f6en, mal vom Meer, mal vom Land her. Die Tavernas hei\u00dfen ja auch nichts.<br \/>\nDer Wetterbericht um neun gibt Sturmwarnung f\u00fcr dieses Gebiet \u201eseven, locally eight\u201c und danach sieht es wirklich aus. Vor dem Fr\u00fchst\u00fcck \u00fcberlege ich also, wohin mit uns. Urspr\u00fcnglich wollte ich nach Ikaria. Aber bei diesem Wind kann man dieses Ansinnen vergessen. Ich studiere alle Internetprognosen. Alle drei tun so, als ob hier kaum Wind w\u00e4re. Ich beschlie\u00dfe, die Ostseite von Furni zu erkunden und checke dann wieder die Fender. Da kommt gerade der Nachbar vorbei und ich erz\u00e4hle ihm von meinem Vorhaben. Er hat gleich einen guten Tipp parat: Bei der kleinen Ortschaft Kam\u00e1ri w\u00fcrden Bojen vorhanden sein, die nur im Winter von den Einheimischen gen\u00fctzt werden. Dort k\u00f6nne man ganz sicher und bequem liegen. Damit ist klar, wohin mit uns heute und ich kann in Ruhe fr\u00fchst\u00fccken, wobei darauf zu achten ist, dass der K\u00e4se nicht vom Brot weg fliegt.<\/p>\n<p>Matthias, Lukas und Jakob machen sich auf den Weg \u00fcber den Bergsattel in die n\u00f6rdliche Nachbarbucht, um im Hauptort Mehl, Marmelade und Schinken zu kaufen. Als sie um 13:30 zur\u00fcck kommen und gleich mit Juhee ins Wasser hupfen, gehen Beate und ich auf ein Getr\u00e4nk in das \u201eStrandcaf\u00e9\u201c, sprich einige tische am Sandstrand.<\/p>\n<p>Um 14:15 fahren wir los. Wir fahren Richtung S\u00fcden um die Insel zu umrunden und werden vom Wind ganz sch\u00f6n geschoben. Trotz 7,5 kn Fahrt zeigt der Anemometer immer noch 25 bis 30 kn Wind, also 32,5 bis 37,5 kn wahrer Wind. Die erste Bucht an der E-Seite, O. Votsili\u00e1, sehen wir uns aus der N\u00e4he an. In der Karte steht \u201ewith meltemi\u201c und in der Tat ist es hier ziemlich ruhig und w\u00e4re f\u00fcr eine \u00dcbernachtung geeignet. Gut zu wissen, falls der Tipp vom Nachbar doch nicht so gut sein wird.<br \/>\nDie n\u00e4chste Bucht ist nicht so gut. Als wir wieder aus ihr hinaus fahren, kommt der Wind und vor allem die Wellen wirklich peitschend entgegen. Aber hinter der n\u00e4chsten Huk \u00f6ffnet sich die Kastel\u00e1ki-Bucht. In der N-Einbuchtung ist eine kleine Kapelle, irgend ein H\u00e4uschen und ein Fischerboot. In der W-Einbuchtung ist ein kleiner Sandstrand, vielleicht 20 lang mit wildromantischen Felsen links und rechts. Auf Sandgrund in 3,5 m Tiefe werfen wir den Anker und bringen zwei Landleinen aus. Es darf geschwommen und geschnorchelt werden. <\/p>\n<p>Im Laufe des Nachmittags nimmt der Wind drau\u00dfen ab und in unserer kleinen Bucht zu. Die Windrichtung hat sich wohl so ge\u00e4ndert, dass der Wind eine D\u00fcse gefunden hat, weil drau\u00dfen in der anderen Buchth\u00e4lfte fast gar kein Wind zu sehen ist. Um 19:13 habe ich genug. Wir legen ab. Ins Wasser will niemand, um die Landleinen los zu machen. Aber Matthias opfert sich.<\/p>\n<p>Wir fahren eine halbe Stunde \u00fcber sehr vielruhigeres Wasser und finden die Bojen hinter der Streusiedlung. Wir nehmen eine gelbe, die an einem betongef\u00fcllten K\u00fchlschrank h\u00e4ngt. Es gibt Essen und anschlie\u00dfend Otto und \u00d63 Callboy im Cockpit. Der Wind nimmt wieder zu und die B\u00f6en kommen teilweise sehr heftig daher. Nach einer Weile wundern wir uns, dass wir achteraus Lichter sehen, es kann nur Samos sein. Ich wundere mich ganz besonders dar\u00fcber, dass das Boot quer zum Wind steht und gehe Mal nachschauen. Die einzige Stra\u00dfenlaterne oberhalb des Bojenfeldes ist weit weg und der Tiefenmesser zeigt 45 Meter! Wir haben also die Ganze Boje samt Stein auf das Meer hinaus geschleppt ohne es zu bemerken. Da hei\u00dft es Motoren anwerfen und retour fahren. Mit Hilfe des einzigen hier an einer anderen Boje liegenden Fischerbootes, das den Scheinwerferstrahl sch\u00f6n reflektiert, und der Laterne als Orientierungspunkte gelingt es, die Boje ziemlich genau an ihrem urspr\u00fcnglichen Platz abzusetzen. Aber was nun? Hier ankern oder eine andere Boje nehmen scheidet aus. Es ist zu b\u00f6ig und zu finster um den Anker auf unbekannten Grund mitten in einem Bojenfeld fallen zu lassen und bei den Windb\u00f6en w\u00fcrde wohl jede dieser Bojen slippen. Zur\u00fcck geht auch nicht. Der letze Platz kann nur bei Tageslicht angefahren werden. Also kommt ein weiterer Tipp zum Tragen, n\u00e4mlich der von Karl-Heinz: Marathokampos auf Samos. Es ist eine fast schnurgerade Strecke dorthin und die Koordinaten des Ansteuerungspunktes sind schnell ins GPS eingegeben. <\/p>\n<p>Die \u00dcberfahrt ist ganz problemlos und 5 Meilen vor Samos h\u00f6ren Wind und Wellen sogar auf. Die ganze K\u00fcste ist beleuchtet, wie wir ja schon vorher auf Furni gesehen haben. Das GPS zeigt uns den weg zu einem Punkt au\u00dferhalb des Hafens. Aber wie die Einfahrt finden? Meine Unterlagen erz\u00e4hlen nichts von Hafeneinfahrtslichtern. Am Ansteuerungspunkt angekommen \u00e4ndern wir den Kurs auf direkt Nord und tats\u00e4chlich nach einer Weile sehen wir ein rotes und ein gr\u00fcnes Licht, das von einer starken Quecksilberdampflampe am Strand dahinter \u00fcberstrahlt werden. Ein gutes Fernglas ist wirklich was Wichtiges. Hier kann man im Hafenbecken ankern und das machen wir um 1:05h zwischen drei anderen Segelbooten. Zufrieden stellen wir fest, dass wir jetzt sicher liegen und res\u00fcmieren die Geschehnisse. Mit dem Fernglas mache ich noch einen Rundblick und sehe, dass eines der Boote die DELFIN des Tippgebers Karl-Heinz ist.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2009-08-17\">17.08.2009 Montag<\/strong><br \/>\n01:05 S\u00e1mos \/ Marath\u00f3kampos <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b042'34''+026\u00b042'04''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n14:50 S\u00e1mos \/ Marath\u00f3kampos <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b042'34''+026\u00b042'04''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n18:48 S\u00e1mos \/ Limnionas <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b041'30''+026\u00b038'00''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 05:53 Strecke: 16,1 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 2,7 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Um ca. 2h fr\u00fch bin ich mit der Zusammenfassung der Tagesereignisse fertig. Alle anderen schlafen. Dann setzt ein irrer Wind ein. Der italienische Doppelmaster neben uns schliert weg. Der anker h\u00e4lt aber nach 100 Metern wieder, weshalb es nicht in den Wellenbrecher knallt. Ich beobachte noch bis 2:30h ob unser Anker h\u00e4lt. Das tut er und ich gehe schlafen.<br \/>\nUm 8:30 werden wir von italienischen Fl\u00fcchen geweckt. Die schlierende Ketsch hat gr\u00f6\u00dfte M\u00fche, den Anker zu bergen, weil jede Menge Leinen und noch ein weiterer Anker herauf kommen.<\/p>\n<p>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck fahren wir an Land mit dem Schlauchboot. Auf dem Weg mache ich einen Zwischenstopp bei Karl-Heinz. Er ankert hier schon seit zwei Tagen und wartet darauf, dass der Wind nachl\u00e4sst, damit er Mal an Land mit seinem Banana-Boat fahren kann. Er braucht aber nichts und so setzen wir die wasserspritzende Fahrt zum Ufer fort.<\/p>\n<p>Im sehr gut sortierten Supermarket kaufen wir Proviant, beim B\u00e4cker Brot und setzen uns anschlie\u00dfend ins Caf\u00e9. Hier weht der Wind gerade angenehm. Wir kommen ins Gespr\u00e4ch mit einem \u00d6sterreicher aus Kirchdorf an der Krems, der seit 1,5 Jahren hier lebt. Er mietet ein Haus mit 5 Zimmern direkt am Meer f\u00fcr 300 Euro pro Monat und scheint recht zufrieden damit zu sein, obwohl f\u00fcr ihn allein zu gro\u00df, wie er sagt. Ein paar Jahre will er noch hier bleiben, sonst hat er aber keine Pl\u00e4ne &#8211; in Paradebeispiel f\u00fcr \u201eirgendwann bleib ich mal dort&#8230;\u201c<\/p>\n<p>Der Mopedverleiher h\u00e4tte zwei Mopeds \u00e1 15 Euro pro Tag, aber wir fahren heute lieber in die Linmionas-Bucht am W-Ende der riesigen Marathokampos-Bucht. Tats\u00e4chlich liegt diese Bucht im Windschatten des fast 1.500 m hohen Berges K\u00e9rkis. Es tut gut, wieder weniger Wind um die Ohren zu haben. Ich rufe den Karl-Heinz \u00fcber VHF an und erz\u00e4hle ihm das. Er will gleich nachkommen. <\/p>\n<p>Lukas packt die Angel aus und f\u00e4ngt doch tats\u00e4chlich einen Fisch der sich auszahlt, zuzubereiten. Karl-Heinz kommt an und braucht drei Versuche, bis der Anker h\u00e4lt, also bis er einen Sandfleck erwischt. Dann schwimmt er zu uns und bekommt einen Kaffee. Es ist sehr nett mit ihm zu plaudern und als er erz\u00e4hlt, dass er gerne in finnischen oder schwedischen Gew\u00e4ssern segeln w\u00fcrde, m\u00fcssen wir ihm nat\u00fcrlich die Fotos von Finnland am Computer vorf\u00fchren. Bis nach Sonnenuntergang dauert die Vorf\u00fchrung. Mittlerweile hat Lukas ganze 15 ordentliche Fische geangelt. Karl-Heinz sagt, die hei\u00dfen auf Griechisch \u201eGopa\u201c. Ich schaue im W\u00f6rterbuch nach: Gr\u00fcndling, Ochsenfisch, aber auch Zigarettenstummel. Er beschreibt auch, wie man sie am besten putzt bevor er wieder auf sein Boot zur\u00fcck schwimmt.<\/p>\n<p>Die Fische werden in Mehl gewendet und gebraten. Sie schmecken ganz ausgezeichnet und haben kaum Gr\u00e4ten. Danach setze ich mich auf das Deck mit der Beate in die Strandsesseln w\u00e4hrend Matthias und Jakob Karten spielen und Lukas liest. Der Abend ist herrlich mit ganz wenig Wind und gar kein Tau.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2009-08-18\">18.08.2009 Dienstag<\/strong><br \/>\n11:15 S\u00e1mos \/ Limnionas <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b041'30''+026\u00b038'00''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n12:46 S\u00e1mos \/ Nsis Samiopo\u00fala \/ O. Ag. Pelag\u00eda <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b037'51''+026\u00b047'18''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n14:10 S\u00e1mos \/ Nsis Samiopo\u00fala \/ O. Ag. Pelag\u00eda <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b037'51''+026\u00b047'18''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n15:55 S\u00e1mos \/ Pythag\u00f3rio Hafen <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b041'23''+026\u00b056'36''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n Zeit unterwegs: 03:16 Strecke: 19,5 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 6 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Auch in der Fr\u00fch ist das Wetter absolut perfekt. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck schwimmt Karl-Heinz wieder zu uns her\u00fcber und wir unterhalten uns im Wasser. Es geht vor allem um die Fische und Fischer. Er hat nachgesehen und den deutschen Namen \u201eBl\u00f6ker\u201c f\u00fcr Gopa gefunden. Also noch ein dritter Name f\u00fcr denselben Fisch. \u00dcber die Fischer erz\u00e4hlt er, dass diese in ganz Griechenland unterwegs sind und jeweils H\u00e4fen anlaufen, wenn sie ihren Fang verkaufen wollen. Entweder rufen sie einen Fischgro\u00dfh\u00e4ndler an, der zum vereinbarten Termin mit einem Auto zum Hafen kommt und die ganze Ladung abkauft. Oder sie verkaufen selbst an Endkunden im \u00f6rtlichen Fischmarkt, wenn vorhanden, sonst vom Boot weg.<br \/>\nEr hat auch herausgefunden, dass in Ireo, ganz im W der Tigani-Bucht, an deren anderen Ende Pythagorio liegt, eine kleine Anlegem\u00f6glichkeit besteht, die er sich ansehen will. Das \u00e4ndert unseren gestern ausgeheckten Plan, Mopeds in Marath\u00f3kampos auszuleihen und wieder hierher zur\u00fcck zu fahren. Auf dem Stra\u00dfenplan ist n\u00e4mlich zu sehen, dass bei Ireo \u201eWassersport\u201c vorhanden ist, sprich Verleih von Jetski, Windsurfbrettern, etc. Das interessiert ja auch. Und wenn solche Sachen zu mieten sind, gibt es dort garantiert auch Mopeds.<\/p>\n<p>Um 11:15h fahren wir los. Die ersten zwei Seemeilen ist es ganz ruhig, doch wie gestern, gibt es eine scharfe Grenze zwischen Starkwind und Schwachwind etwa in der H\u00f6he von Votsal\u00e1kia. Um 12:45 erreichen wir die kleine Insel Samiopoula S von Samos und ankern in der einzigen, nach W offenen Bucht. Ein kleiner Sandstrand und einige Badeg\u00e4ste befinden sich hier. Die Bucht wird beschnorchelt. Sie ist wirklich nett und der Sandstrand sehr sch\u00f6n mit feinem Sand so weit man noch stehen kann. Nach einigen Ins-Wasser-Hupf-\u00dcbungen werden die Toasts, die die Beate zubereitet, vertilgt.<\/p>\n<p>Wir legen wieder ab und umrunden Samiopoula auf der S-Seite. Die muss man sich nicht ein weiteres Mal ansehen. Bei SE-Kap Asprokavos \u00fcberholen wir die Delfin des Karl-Heinz. Von Samipoula bis hierher war wieder Windschatten. Aber bei der Ann\u00e4herung von Ireo kommt wieder Wind auf &#8211; aus NE, also direkt auf den Ort zu. Dieser hat zwar einen Wellenbrecher gegen S\u00fcd, der aber bei diesem Wind nichts ausrichtet. Ohne anzuhalten fahren wir daher weiter und erreichen Pythag\u00f3rio kurz vor vier. Ein katamarangro\u00dfer Platz bietet sich an. Den nehmen wir sogleich und liegen bald direkt am Haupttrampelpfad ca. 5,3m entfernt von der n\u00e4chsten Caf\u00e9-Bar.<\/p>\n<p>Beim Spaziergang finden Beate und ich einen Autovermieter, \u201eMotoEurope\u201c, der ein kleines Auto (Hyundai Atos) um 65 Euro f\u00fcr 2 Tage her gibt. Den nehmen wir. Die Burschen sind damit auch zufrieden und fahren gleich los, um am Strand beim Flughafen JetSki zu fahren. Beate und ich setzen uns in eine Cafe-Bar etwas weiter weg und bestellen Teures zu trinken. Karl-Heinz kommt vorbei, will aber kein kleines Bier um 3 Euro trinken. Also gehen wir wo anders hin. Beim Kiesstrand au\u00dferhalb des Hafens aber eigentlich direkt daneben finden wir die Taverna Tarsanas. Zuerst trinken wir nur Bier und Ouzo. Aber dann kommen auch die 3 Burschen daher und wir bleiben gleich da zum Abendessen. Das Lokal erweist sich als Volltreffer. Es ist unglaublich gut und nicht teuerer als sonst.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2009-08-19\">19.08.2009 Mittwoch<\/strong><br \/>\nS\u00e1mos \/ Hafen Pythag\u00f3rio<br \/>\nAlle schlafen lange. Der gestrige Abend ist doch viel l\u00e4nger geworden als \u00fcblich. Erst um 12:30h fahren die Burschen los, um Samos mit dem Leihauto zu erkunden. Weil ich die Telefonnummer eines Segelmachers auf einem Aufkleber an der Versorgungss\u00e4ule sehe, rufe ich dort an und erz\u00e4hle, dass die Genua einen kleinen Riss hat, der repariert werden sollte. Der Segelmacher w\u00fcrde vorbei kommen, wird mir gesagt. Nach etwas einer Stunde ruft eine Frau am Kai \u201eHallo\u201c. Ich gehe aus dem Salon hinaus und antworte desgleichen. Dann sie: \u201eDid you call the sailmaker?\u201c ich: \u201eyes\u201c, sie: \u201eI\u2019m the sailmaker\u201c, ich: \u201eooh very good\u201c, sie: are you from Finland?\u201c, ich: \u201eyes\u201c, sie: \u201evoidaanko puhua suomea?\u201c, ich: \u201ekyll\u00e4\u201c. Eine Finnin als Segelmacherin in Samos! und keine unh\u00fcbsche auch noch. Es f\u00e4llt mir zwar nicht leicht, mein Anliegen auf Finnisch zu erkl\u00e4ren. Aber es gelingt ihr um so besser, mich zu \u00fcberzeugen, dass ein gro\u00dfes Segelservice sinnvoll w\u00e4re inklusive Erneuerung des Sonnenschutzstreifens (finnisch \u201ejuvi\u201c), der mehrfach zerrissen ist. Es w\u00fcrde ganze 500 Euronen kosten und sp\u00e4testens am Freitag Vormittag fertig sein. Weil die Beate damit einverstanden ist, noch eine Nacht im Hafen zu verbringen, bin ich auch einverstanden obwohl ich die wirklich notwendige Reparatur mit so ca. 50 Euro gesch\u00e4tzt hatte. Aber eine finnische Segelmacherin wird f\u00fcr einen finnischen Kunden sicherlich keine schlechte Arbeit leisten, denke ich. W\u00e4hrend wir gemeinsam das Segel zusammenfalten erz\u00e4hlt sie, dass sie mit einem Griechen verheiratet ist und schon seit 20 Jahren auf Samos lebt und dass auch sie selten Finnisch spricht. Mit ihren Kindern, ein Sohn ca 10-12 Jahre alt ist dabei, spricht sie Griechisch. Zum Schluss gibt sie mir ihre Karte: Anitta Kyrgeorgiou, tel +30 22730 91400, mob +30 693 287 64 14, e-mail: kyrgeorgiou(at)hotmail(dot)com.<\/p>\n<p>Am Abend kommt wieder Karl-Heinz vorbei und wir gehen wieder zum \u201eTarzan\u201c als die Burschen wieder da sind.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2009-08-20\">20.08.2009 Donnerstag<\/strong><br \/>\nS\u00e1mos \/ Hafen Pythag\u00f3rio<br \/>\nIn der Fr\u00fch stelle ich fest, dass ich vergessen hatte, die Internetverbindung um Mitternacht abzudrehen und es erst um 2h durch das Zusammanklappen des Computers gemacht hatte. Das Abo f\u00fcr die pauschale Internetverbindung ist um Mitternacht abgelaufen. Obwohl die Verbindung also nur 2 Stunden aufrecht war und niemand im Internet etwas gemacht hat, ist dadurch das Guthaben um 14,64 Euro von 8,48 auf -6,16 geschrumpft. 2 Stunden Internet ohne andere T\u00e4tigkeit als ein paar Spam-E-Mails automatisch abrufen kosten also mehr als eine Woche st\u00e4ndig im Internet mit Abo und praktisch unlimitiertem Datenvolumen (7 GB).<\/p>\n<p>Heute m\u00fcsen alle fr\u00fcher aufstehen, weil die Bettw\u00e4sche in die W\u00e4scherei gebracht werden muss. Beate, Matthias und ich liefern einen Sack voll ab f\u00fcr waschen und trocknen. In der stylishen W\u00e4scherei in Kos Marina kostet das 8 Euro, hier in der schmuddeligen Bude 11. Naja, was soll man machen. <\/p>\n<p>Wir sehen uns die Marina an und holen eine Preisliste &#8211; teuerer als in Kos! Das Bootszubeh\u00f6rgesch\u00e4ft hat nicht viel, aber neue Salingflaggen sind vorhanden. Dann geht es weiter zum Lidl. Wir kaufen ordentlich viel ein und es passt gerade noch ins Auto, vor allem Trinkwasser, weil wir mit dem Auto direkt vor dem Boot parken k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend dessen machen Lukas und Jakob Bootsputz. Dann bleibt nur noch Zeit f\u00fcr ein kurzes Schwimmen bevor Beate sie zum Flughafen bringt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aktualisierung 21.08.2018 21:31:05 Anzahl Tage: 9 12.08.2009 Patmos \/ Hafen Sk\u00e1la &#8211; Patmos \/ O. Melo\u00ef 13.08.2009 Patmos \/ O. Melo\u00ef 14.08.2009 Patmos \/ O. Melo\u00ef &#8211; Patmos \/ Psili Ammos &#8211; Lipsi \/ Hafen 15.08.2009 Lipsi \/ Hafen &#8211; Fo\u00farnoi \/ O. K\u00e1mpos 16.08.2009 Fo\u00farnoi \/ O. K\u00e1mpos &#8211; Fo\u00farnoi \/ O. 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