{"id":399,"date":"2015-08-23T12:23:19","date_gmt":"2015-08-23T10:23:19","guid":{"rendered":"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/?page_id=399"},"modified":"2018-08-21T20:33:29","modified_gmt":"2018-08-21T18:33:29","slug":"2009-07-23-astypalea","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/toernberichte\/2009-2\/2009-07-23-astypalea\/","title":{"rendered":"2009-07-23 Astypalea"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/toernberichte\/2009-2\/2009-07-23-astypalea\/print\/\" title=\"Beitrag drucken\" rel=\"nofollow\"><img decoding=\"async\" class=\"WP-PrintIcon\" src=\"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/wp-content\/plugins\/wp-print\/images\/printer_famfamfam.gif\" alt=\"Beitrag drucken\" title=\"Beitrag drucken\" style=\"border: 0px;\" \/><\/a>  Aktualisierung 21.08.2018 21:33:17 Anzahl Tage: 14<br \/>\n<a href=\"#2009-07-23\">23.07.2009 Nisyros \/ P\u00e1li &#8211; Gyali \/ Nsis \u00c0g. Ant\u00f3nios &#8211; Gyali<\/a><br \/>\n<a href=\"#2009-07-24\">24.07.2009 Gyali<\/a><br \/>\n<a href=\"#2009-07-25\">25.07.2009 Gyali &#8211; Kos \/ O. Kam\u00e1ri (Kefalos)<\/a><br \/>\n<a href=\"#2009-07-26\">26.07.2009 Kos \/ O. Kam\u00e1ri (Kefalos) &#8211; Astyp\u00e1lea \/ O. Maltezana<\/a><br \/>\n<a href=\"#2009-07-27\">27.07.2009 Astyp\u00e1lea \/ O. Maltezana<\/a><br \/>\n<a href=\"#2009-07-28\">28.07.2009 Astyp\u00e1lea \/ O. Maltezana &#8211; Astyp\u00e1lea \/ O. Livadia<\/a><br \/>\n<a href=\"#2009-07-29\">29.07.2009 Astyp\u00e1lea \/ O. Livadia<\/a><br \/>\n<a href=\"#2009-07-30\">30.07.2009 Astyp\u00e1lea \/ O. Livadia &#8211; Astyp\u00e1lea \/ O. Skala (Hafen)<\/a><br \/>\n<a href=\"#2009-07-31\">31.07.2009 Astyp\u00e1lea \/ O. Skala (Hafen) &#8211; Astyp\u00e1lea \/ O. Schinunta<\/a><br \/>\n<a href=\"#2009-08-01\">01.08.2009 Astyp\u00e1lea \/ O. Schinunta<\/a><br \/>\n<a href=\"#2009-08-02\">02.08.2009 Astyp\u00e1lea \/ O. Schinunta<\/a><br \/>\n<a href=\"#2009-08-03\">03.08.2009 Astyp\u00e1lea \/ O. Schinunta &#8211; Ps\u00e9rimos \/ O. Ps\u00e9rimos (Avlakia)<\/a><br \/>\n<a href=\"#2009-08-04\">04.08.2009 Ps\u00e9rimos \/ O. Ps\u00e9rimos (Avlakia) &#8211; Platy (bei Ps\u00e9rimos) &#8211; Ps\u00e9rimos \/ O. Marath\u00f3nta &#8211; Ps\u00e9rimos \/ O. Vathy<\/a><br \/>\n<a href=\"#2009-08-05\">05.08.2009 Ps\u00e9rimos \/ O. Vathy &#8211; Kos \/ Marina<\/a><\/p>\n<p>Crew:<br \/>\nT\u00f6tterstr\u00f6m Tom<br \/>\nT\u00f6tterstr\u00f6m Beate<\/p>\n<p>Gesamt T\u00f6rn:<br \/>\nZeit unterwegs: 21:36 Strecke: 124,5 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 5,8 Knoten<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2009-07-23\">23.07.2009 Donnerstag<\/strong><br \/>\n12:05 Nisyros \/ P\u00e1li <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b037'08''+027\u00b010'16''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n13:01 Gyali \/ Nsis \u00c0g. Ant\u00f3nios <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b039'53''+027\u00b008'08''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n17:20 Gyali \/ Nsis \u00c0g. Ant\u00f3nios <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b039'53''+027\u00b008'08''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n17:30 Gyali \/ Strand <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b039'57''+027\u00b007'32''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n Zeit unterwegs: 01:06 Strecke: 3,7 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 3,4 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Mit M\u00fche gelingt es, kurz vor 10 aufzustehen. Claudia und Wolfgang f\u00fchren die ersten Sachen ins Appartement mit dem Moped, kommen dann wieder vorbei f\u00fcr die gro\u00dfe Reisetasche und um abzurechnen und sich zu verabschieden.<br \/>\nDa wir nicht wissen, wann wir das n\u00e4chste Mal Wasser tanken k\u00f6nnen, f\u00fcllen wir den kleineren Tank auf. Die Wasser- und Stromkassierin kommt gleich vorbei und erh\u00e4lt die f\u00fcnf Euro f\u00fcr das Wasser. Weil nicht mehr als ca. 160 Liter tanke, denke ich, dass die f\u00fcnf Euro auch f\u00fcr Bootwaschen ausreichen m\u00fcssten. Es ist wirklich notwendig. Aber der Kassierin gef\u00e4llt es nicht. Sie h\u00e4tten ohnehin so wenig Wasser und w\u00fcrde Schwierigkeiten bekommen, wenn das wer sieht. Sie gibt sich aber mit meiner Erkl\u00e4rung der Verwendung der f\u00fcnf Euro zufrieden.<\/p>\n<p>Um 12h legen wir ab. Nach 3,5 sm ankern wir wieder vor dem netten Strand von Ag. Ant\u00f3nios mit Landleine. Unterwegs habebn wir eine Luftmatratze aufgefischt.<br \/>\nDer auflandige Wind frischt immer mehr auf. Obwohl der Anker bestens h\u00e4lt, beschlie\u00dfe ich, die Nacht doch nicht hier verbringen zu wollen und wir tuckern die paar hundert Meter zum langen Strand mit ablandigen Wind. Hier liegt man bei Melt\u00e9mi wirklich sicher und bequem ohne Fallb\u00f6en und mit perfektem Sandankergrund.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2009-07-24\">24.07.2009 Freitag<\/strong><br \/>\nGyali<br \/>\nWeil es so bequem ist, bleiben wir gleich den ganzen Tag wo wir sind. Ich mache Fotos vom auszutauschenden Beam und sende sie per E-Mail an den Hersteller in England und an Pierre. Dann schwimmen wir zum Strand und wandern diesen entlang. Der 800 m lange, herrliche Sandstrand wird von genau einer Person au\u00dfer uns ben\u00fctzt: einer Frau, die auf einem gro\u00dfen Stein sonnenbadet. W\u00e4re hier nicht der Bimssteinbruch am s\u00fcdlichen Ende des Strandes, w\u00e4re hier garantiert ein Strandbuffet und ein paar hundert Leute mehr.<br \/>\nIch entdecke im Internet einen Windvorhersagedienst &#8211; <a href=\"http:\/\/predictwind.com\/\" target=\"_blank\">http:\/\/predictwind.com\/<\/a> &#8211; der von sich selbst behauptet, der beste zu sein. Muss er wohl auch, weil kostenpflichtig. Ich bestelle ein kostenloses Testabo f\u00fcr einen Monat. Mit der langsamen GPRS Internetverbindung funktioniert sie aber nicht. Also doch nicht so gut.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2009-07-25\">25.07.2009 Samstag<\/strong><br \/>\n08:52 Gyali \/ Strand <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b039'57''+027\u00b007'32''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n11:26 Kos \/ Kefalos, Kamari <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b044'33''+026\u00b058'48''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n Zeit unterwegs: 02:34 Strecke: 16,7 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 6,5 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Heute wollen wir die ca. 35 sm nach Astyp\u00e1lea machen. Aber bereits die widerw\u00e4rtige Kabbelsee s\u00fcdlich von Kos l\u00e4sst uns umdisponieren. Bereits um 11 Uhr kommen wir in Kamari an. Wir fahren langsam den langen Strand entlang und beobachten was sich so tut. Es tut sich ausgesprochen wenig. Kaum zu glauben, dass es Hochsaison ist. Oder sind wir zu fr\u00fch dran? Nur beim St\u00fctzpunkt f\u00fcr Cat Adventures, der wieder ein St\u00fcckchen weiter vom Ort ger\u00fcckt ist, herrscht reges Treiben. Die 5 Nacra-Katamarane werden gerade ins Wasser geschoben. Wir ankern schr\u00e4g davor, um zumindest einen guten Aussichtsplatz zu haben, wenn schon kein Segeln m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Hier gibt es eine schnelle HSDPA Internetverbindung und ich kann Predictwind im vollen Testumfang verwenden. Sieht ganz interessant aus.<br \/>\nAm Abend kommt das Schlauchboot ins Wasser aber diesmal bleibt die Umgebung vom L\u00e4rm des Au\u00dfenborders verschont. Das Benzin ist aus. Also ans Ufer rudern und eine fast eine halbe Stunde lang zur Tankstelle mit einer Mineralwasserflasche wandern. Wir gehen auch essen in die Taverna Stamatia (nicht schlecht), einkaufen im Supermarkt, der bis Mitternacht offen hat und dann noch auf ein Ouzo bzw. Glas Wein in die Taverna Kastri gleich beim Boot. In allen Lokalen herrscht g\u00e4hnende Leere. Gerade Mal 2 oder drei Tische sind besetzt. Daf\u00fcr sind die Preise gesunken und die zahlreichen Touristenlokale locken mit \u201eall you can eat and drink\u201c um 9,95 Euro, bzw. ein Kr\u00fcgerl Bier um 1,50!<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2009-07-26\">26.07.2009 Sonntag<\/strong><br \/>\n09:52 Kos \/ Kefalos, Kamari <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b044'33''+026\u00b058'48''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n13:07  <em>langsamer<\/em><br \/>\n14:15  <em>Bei Astypalea<\/em><br \/>\n15:24 Astyp\u00e1lea \/ O. Maltezana <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b034'29.58''+26\u00b023'7.86''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n Zeit unterwegs: 05:32 Strecke: 35,3 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 6,4 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Um 8 Uhr studiere ich die Windvorhersagen. Eine \u00dcberfahrt nach Astypalea scheint m\u00f6glich zu sein. Bei Windfinder und Predictwind ist mit max 15 Knoten aus NW zu rechnen, so ab etwa 15 Uhr. Poseidon sagt hingegen 5 Beaufort, also 16-21 kn. Um 9:50h fahren wir los.<br \/>\nBis 10 sm vor Astyp\u00e1lea kommen wir sehr gut und fast trocken voran. Dann nimmt der NW Wind allerdings zu und wir m\u00fcssen langsamer fahren. Um 14:15h erreichen wir das wellenfreie Wasser S der Ostspitze von Astyp\u00e1lea. Der Wind ist allerdings wie \u00fcblich noch st\u00e4rker als drau\u00dfen auf dem Meer.<br \/>\nWir sehen uns die Buchten an der S Seite der Insel an &#8211; Fokas, Agrilithi, Vrisis und Maltezana. Nur in der letzten kommen die Fallb\u00f6en weniger heftig und so ankern wir hier zum dritten Mal nach 2002 und 2007.<br \/>\nRes\u00fcmee der Windvorhersagen: Alle hatten recht: Windfinder und Predictwind bis 13 Uhr, Poseidon danach. Eigentlich nicht sehr befriedigend.<\/p>\n<p>Abends d\u00fcsen wir mit dem tadellos funktionierenden lauten Norweger-Motor zum Strand und gehen in die Nachbarbucht Schinontas. Hier sind auch drei Tavernen vorhanden. Wir entscheiden uns f\u00fcr die erste, Astakos (Hummer). Wir essen aber keinen Hummer um 60 Euro das Kilo sondern eine gemischte Grillplatte um 15 &#8211; sehr gut und viel. Am Strand gegen\u00fcber der Taverna gibt es einen Betonanleger. Ich frage den Kellner, wie tief es am Kopf des anlegers w\u00e4re und er zeigt, dass das Wasser ihm dort bis zu Hals reiche. Also m\u00fcsste man dort mit der Blodughadda mit Bug voran anlegen k\u00f6nnen. Ich sehe sicherheitshalber nach und so wie es aussieht, d\u00fcrfte das stimmen &#8211; also das n\u00e4chste Mal&#8230;<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2009-07-27\">27.07.2009 Montag<\/strong><br \/>\nAstyp\u00e1lea \/ O. Maltezana<br \/>\nHeute morgen erfahre ich endlich, warum das Guthaben auf der Prepaid-Karte von Wind drastisch abnimmt: Wenn die 7 t\u00e4gige Abo-Zeit f\u00fcr den Internetzugang abgelaufen ist, merkt man das zwar nicht, aber jedes Megabyte kostet ab sofort 7 Euro. Erst wenn der Kontostand so mit 8 bis 10 euro im Minus ist, wird der Internetzugang abgedreht! Ich fasse meine Erfahrungen mit dem griechischen Internetzugang zusammen, damit ich sie nicht vergesse und damit andere davon was haben auf <a href=\"http:\/\/tobago.tomarti.net\/tim.html\" target=\"_blank\">http:\/\/tobago.tomarti.net\/tim.html<\/a><br \/>\nDann repariere ich das Ankerkettenf\u00fchrungsblech unterhalb der Ankerwinde (1 Schraube hat gefehlt, die anderen nachgezogen), mache die Bodenplatte vor der Nasszelle trittleise mit selbstklebenden Schutzpuffern und b\u00fcrste die Holzplattform dreckfrei. Beate schwimmt, liest und lernt Schwedisch.<\/p>\n<p>Beim abschlie\u00dfenden Schnorcheln entdecke ich unmittelbar schr\u00e4g unterhalb des Bootes einen riesigen Stockanker in der 200 kg Klasse. Davon geht eine Kette weg Richtung E und dann in einem Bogen ca. 70 m buchtausw\u00e4rts, wo sie mit zwei weiteren riesigen Stockankern mit einer weiteren aber nicht ganz armdicke Kette verbunden ist. Eine Sauerei, dass davon in keinem Hafenhandbuch die Rede ist. Wenn sich der Anker darin verheddert, hat man die gr\u00f6\u00dfte M\u00fche, ihn wieder frei zu bekommen &#8211; deshalb immer eine Sorgeleine am Anker haben!<br \/>\nPosition des Riesenankers: 36\u00b034,493N, 026\u00b023,131E bzw. Peilung: Stra\u00dfe zwischen wei\u00dfer Mauer und garagen\u00e4hnliches Geb\u00e4ude am W-Ufer: 234, Windm\u00fchle ohne Fl\u00fcgel auf der Kuppe oberhalb des Dorfes: 352. Die Stra\u00dfe am W-Ufer l\u00e4uft zum Schluss recht genau auf den Anker zu. Er liegt in ca. 5 m Tiefe. <\/p>\n<p>Abends fahren wir wieder zum Strand und spazieren durch die b\u00e4uerliche Streusiedlung. Die griechische Schlampigkeit f\u00e4llt wieder auf. Eingest\u00fcrzte Mauern sind seit Jahren nicht hergerichtet worden. Und am Anleger liegt ein uralter, rostiger Hochseeschlepper, der einen schon gewaltigen Unterwasserbart hat.<\/p>\n<p>Wir kaufen Brot beim B\u00e4cker und Schafk\u00e4se und Bacon in Pantopoleion (Alleshabender = Supermarket, wobei da gar nichts super ist). Die \u00e4ltere Frau am K\u00e4se-\/Bacontresen telefoniert aber die j\u00fcngere an der Kassa sagt sogar \u201eaufwiedersehen\u201c. Eigentlich doch super.<\/p>\n<p>Dann setzen wir uns in die Taverna Almira gleich am Fu\u00df des Anlegers und essen Vorspeisen. Die sind schon super. Auch die Stimmung hier. Wir sind uns einig: Die Griechen sind leicht schlampig und ruppig aber total authentisch und im Grunde genau das, was wir wollen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2009-07-28\">28.07.2009 Dienstag<\/strong><br \/>\n13:58 Astyp\u00e1lea \/ O. Maltezana <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b034'29.58''+26\u00b023'7.86''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n14:48 Astyp\u00e1lea \/ O. Livadia <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b032'30.6''+026\u00b020'40.5''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n Zeit unterwegs: 00:49 Strecke: 3,3 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 4 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Wir verbringen den Vormittag am Boot bzw. Beate schwimmt zum Strand. Der Wind ist stark aber nicht wirklich so arg, dass die Sturmwarnung berechtigt w\u00e4re. Um 14 Uhr holen wir den Anker herauf. Als ich ihn festbinden will, sehe ich dass sich das Schlauchboot losgerissen hat &#8211; wir wollten es in die n\u00e4chste Bucht nachschleppen. Es f\u00e4hrt davon wie nur was aber doch nicht schneller als wir fahren k\u00f6nnen. Wir \u00fcberholen es also und lassen es auf das Heck zu treiben. Beate f\u00e4ngt es mit dem Bootshaken und ich kann die Leine wieder fest machen. Die wei\u00dfe, an den drei \u00d6sen befestigte Leine war gerissen.<br \/>\nWir fahren durch die enge Passage aus der Bucht hinaus und erreichen stark aufgew\u00fchltes Wasser und einen irren Wind. Das Schlauchboot droht zu kentern hinter uns. Bei diesen Bedingungen w\u00e4re es aber sehr schwierig, das Schlauchboot samt Motor auf die Plattform zu hieven. Da kommt mir die rettende Idee: Das Schlauchboot auf die Schr\u00e4ge des stbd. Hecks herauf ziehen. Es funktioniert perfekt. Das ganze Boot kommt aus dem Wasser und nur das letzte Zipfelchen des Motors ber\u00fchrt das Wasser.<br \/>\nTrotzdem ist die Fahrt alles andere als angenehm. Etwa 200-300 m vom Ufer weg sind die Wellen sowas von aggressiv und mehr als einen halben Meter hoch. Wir m\u00fcssen \u201ekreuzen\u201c, damit sie nicht direkt von der Seite das Boot bl\u00f6d r\u00fctteln k\u00f6nnen. Aber es dauert nicht lange. Nach 3,3 sm und etwa 50 Minuten werfen wir den Anker in den feinen Sand der Livadia-Bucht. Im Vergleich zu Maltezana ist der Wind zwar nicht st\u00e4rker aber b\u00f6iger und es geht eine langwellige D\u00fcnung. Drau\u00dfen m\u00fcssen sehr gro\u00dfe Wellen sein. Hellenic Center for Marine Research sagt 3 Meter.<\/p>\n<p>Ich mache weiter mit der Suche nach der Ursache daf\u00fcr, dass der Spannungsumwandler an der 12V Steckdose nur dann funktioniert, wenn der Motor l\u00e4uft. Nach vielen Test komme ich darauf, dass der Plusanschluss f\u00fcr die Steckdose in der Konsole locker ist. Aber da habe ich schon alles abgeschnipselt, die Steckdose abmontiert und unbrauchbar gemacht. Ich schlie\u00dfe daher den Umwandler direkt an. Das funktioniert. Der Spannungsabfall zwischen Verteiler und Umwandler betr\u00e4gt allerdings immer noch 0,6 Volt. F\u00fcr 6.7 amp sollte ich vielleicht doch ein dickeres Kabel nehmen. Aber ich habe keines.<\/p>\n<p>Um 19h fahren wir mit dem Schlauch zum Strand. Wir gehen herum und stellen fest, dass dieser Ort viel \u201estylisher\u201c ist als der vorige. Die Lokale haben tats\u00e4chlich was besonderes und die H\u00e4user sehen alle sehr gepflegt aus. Hier d\u00fcrften fast nur Griechen Urlaub machen.<br \/>\nWir gehen wieder ins To Gerani essen, das sich voriges Jahr bew\u00e4hrt hat. Diesmal auch. Da wird vorgef\u00fchrt, wie eine einfache Speise einfach k\u00f6stlich sein kann. Diesmal Souvlaki mit Pommes und Lammkoteletts mit Pommes. Das Fleisch wird vor uns vom Grillmeister zubereitet und die handgeschnitzten Pommes sind ganz knackig und schmecken besser als Kellys Chips. Irgendwie ist es aber doch witzig, dass das Lokal am Flussbett liegt. Das ist um diese Jahreszeit nat\u00fcrlich trocken und ist daher eine betonierte Stra\u00dfe, auf der auch der \u00f6ffentliche Bus ins nachbarliche Chora f\u00e4hrt.<br \/>\nAnschlie\u00dfend gehen wir auf einen Drink in die stylishe Caf\u00e9bar Allegro. Der Gintonic schmeckt aber extrem fad und ist die 4,50 Euro nicht wert. In der noch stylisheren Music Bar Ammos, auch direkt am Strand, schmeckt der Gintonic dann tats\u00e4chlich nach Gin und Tonic, kostet aber 6 Euro. Daf\u00fcr ist die Einrichtung komplett neu und die Nussschale eine Sensation (also die in der Schale servierten N\u00fcsse zum Drink). In beiden Lokalen sind \u00fcbrigens die Toiletten extrem ungriechisch, n\u00e4mlich perfekt mit allem Zubeh\u00f6r (Klobrille, T\u00fcrschloss, Handwaschbecken, Seifenspender, Papierhandtuchspender) und sch\u00f6n gekachelt und sogar mit bewegungsregistrierenden Lichtschalter! &#8211; schaltet allerdings w\u00e4hrend des Pinkelns das Licht aus ;-(<\/p>\n<p>Danach satteln wir wieder das Schlauchboot und reiten mit dem lautstarken Norwegermotor zum Boot hinaus. Wir sind uns einig, dass dieser Ankerplatz unterhalb der beleuchteten Burg und Altstadt einer der sch\u00f6nsten Griechenlands ist, was offenbar sonst niemand wei\u00df. Die riesige, k\u00f6stliche und kernfreie Weinbeerentraube, die wir zur Rechnung in der Taverna erhalten und eingepackt haben, begleitet die Abendunterhaltung \u00fcber unsere Vors\u00e4tze f\u00fcr mehr Sonntagsbewegung ab Herbst.<\/p>\n<p>Beate geht schlafen und ich schreibe das hier begleitet von Stevie Wonder, der gerade \u201eHappy Birthday\u201c in der Ammos-Bar singt.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2009-07-29\">29.07.2009 Mittwoch<\/strong><br \/>\nAstyp\u00e1lea \/ O. Livadia<br \/>\nDer Wetterbericht um 9 Uhr gibt wieder Sturmwarnung aus. Die Internetberichte versprechen sehr starken Wind bis Sonntag. Aber jetzt um 9:50h geht fast gar kein Wind. Daf\u00fcr kommen Boote in die Bucht. Eine Hanse 470e ankert bereits neben uns und gerade f\u00e4hrt ein 4-st\u00f6ckiges Motoryachtunget\u00fcm direkt auf uns zu. Sieht bedrohlich aus. Es ist die fast 58 m lange KWIKUMAT, siehe <a href=\"http:\/\/www.superyachttimes.com\/yachts\/details\/1853\" target=\"_blank\">http:\/\/www.superyachttimes.com\/yachts\/details\/1853<\/a> 118.000 Liter Treibstofftank!<\/p>\n<p>Der Tag vergeht mit Arbeiten am Computer und studieren von Fahrpl\u00e4nen im Internet f\u00fcr die Heimreise in September. Die Verbindungen von Leros sind einfach f\u00fcrchterlich schlecht. Nur zu den Nachbarinseln gibt es die Dodekanissos Seaways t\u00e4gliche Verbundungen. Aber nach Pir\u00e4us nur 3 Mal pro Woche. Flugverbindung nach Athen gibt es zwar, aber die d\u00fcrften alle ausgebucht sein. Es wird wohl Lauda Air Kos-Wien am 10. September um 1:15 in der Fr\u00fch werden. Alles andere ist wesentlich teuerer oder wesentlich umst\u00e4ndlicher.<\/p>\n<p>Dann ist schon Nachmittag und unser gutes Beispiel, hier zu ankern, wird von einer weiteren Hanse 470e und einer weiteren Luxusyacht befolgt, n\u00e4mlich von der<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.charterworld.com\/index.html?sub=yacht-charter&#038;charter=myalexandar-v-1544\" target=\"_blank\">Alexandar V<\/a>. Mit ihren 48 Metern sieht sie aber direkt klein aus im Vergleich zur Kwikumat.<\/p>\n<p>Abends machen wir wieder einen Spaziergang mit anschlie\u00dfendem Essen in I Kalamia, am Strand die erste Taverne aus Richtung Chora kommend. Das Essen ist gut und g\u00fcnstig aber die Bedienung lahm. Die zur Rechnung servierte Weintraube ist auch viel kleiner als gestern und lange nicht so gut. Wir nehmen sie daher gar nicht mit, sondern holen gekelterte, geharzte, abgef\u00fcllte und gek\u00fchlte Weintrauben aus dem Supermarkt und fahren zur\u00fcck aufs Boot. <\/p>\n<p>Vor einem grandiosen Hintergrund bestehend aus der beleuchteten Burg und H\u00e4usern rundherum oben auf dem Berg und den festlich beleuchteten Luxusyachten sehen wir im Cockpit einen Tatort-Film aus dem Jahr 1993 an.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2009-07-30\">30.07.2009 Donnerstag<\/strong><br \/>\n11:57 Astyp\u00e1lea \/ O. Livadia <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b032'30.6''+026\u00b020'40.5''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n12:36 Astyp\u00e1lea \/ O. Skala (Hafen) <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b032'53''+026\u00b021'17''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n Zeit unterwegs: 00:39 Strecke: 1,4 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 2,2 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Um 12h \u00fcbersiedeln wir die 1,4 sm in den Hafen. Es ist gen\u00fcgend Platz vorhanden. An Land helfen uns freundliche Bootsnachbarn aus Frankreich. Versorgungss\u00e4ulen sind hier im neuen Yachthafen vorhanden aber niemand, der sie aufsperren w\u00fcrde. Ich probiere die am Verteilerkasten angeschriebene Telefonnummer f\u00fcr den Strom-Mann aber keiner hebt ab.<br \/>\nWir erkundigen uns, was ein Leihauto kosten w\u00fcrde. Das kleinste Spucklerl 45 Euro f\u00fcr einen Tag! Und die grindigen Mopeds kosten 15 bis 18 Euro. Beides d\u00fcrfte hier Mangelware sein. Es w\u00fcrde sowieso erst morgen wieder was zu mieten geben.<br \/>\nIch mache mich auf, ein Gesch\u00e4ft zu suchen, das Stromkabeln verkauft, laufe 167 Stufen hinauf, also ungef\u00e4hr halbwegs zur Chora und dann wieder den einzigen Autoweg fast wieder zur\u00fcck bevor ich eines finde. Es hat aber nur Kabeln mit max. 1,5 mm2, was f\u00fcr mein Vorhaben, die 12V Steckdose direkt mit der Batterie zu verbinden, zu wenig ist. Stattdessen kaufe ich ein Kilo 5mm Seil um 6 Euro. Irgendwann werde ich es sicher brauchen.<br \/>\nInzwischen entdeckt Beate ein nettes Souvenirgesch\u00e4ft und kauft eine Keramikmuschel und ein witziges Ding zum an die Wand h\u00e4ngen (Holzrahmen mit Glasbild und Aufh\u00e4nghaken mit dem Spruch \u201eWelcome\u201c. Nicht kitschig aber fast!<br \/>\nDann treffen wir uns auf Kaffee und Bier im wirklich netten Caf\u00e9 DAPIA oberhalb des Hafens mit sch\u00f6nem Ausblick.<br \/>\nZur\u00fcck auf dem Boot stelle ich fest, dass das bb-Heck schon fast an der Mauer anschl\u00e4gt. Ich spanne die Ankerkette und gehe schnorcheln. Jawohl, in diesem Hafen ist schwimmen auch m\u00f6glich. Das Wasser ist zwar nicht so klar wie in Chalki aber so 3-4 Meter sieht man schon. Also genug um zu sehen, dass der Anker bestens im feinen Sand liegt und wohl auch halten wird, egal was f\u00fcr Wind kommt &#8211; naja f\u00fcr heute Nacht ist 30 Knoten und mehr angesagt. Da werde ich das Boot vor dem Schlafengehen doch ein wenig weiter weg vom Kai holen.<\/p>\n<p>Um 17:30 probiere ich die anderen Telefonnummern aus, n\u00e4mlich die f\u00fcr Wasser und Diesel. Beide antworten und kommen wie versprochen innerhalb von 10 Minuten zum Boot. Der Wassermann Left\u00e9ris erkl\u00e4rt, dass die Stromversorgung gar nicht funktioniert wo wir liegen, nur an den S\u00e4ulen beim fr\u00fcheren F\u00e4hrkai. Also nix mit k\u00fchlem K\u00fchlschrank.<\/p>\n<p>Wir unterhalten uns mit den Bootsleuten, die inzwischen angekommen sind, ein Schweizer und ein Engl\u00e4nder. Auch ein Deutscher gesellt sich dazu. Sein Boot ist ein aufblasbares Kanu, das am Strand liegt. Er wohnt drauf und behauptet, damit von Insel zu Insel zu paddeln. Das kann ich mir schwer vorstellen. Ich glaube eher, er hat den \u00dcberschm\u00e4h gefunden, wie er immer wieder von den Seglern eingeladen wird. Diesmal tun es die franz\u00f6sischen Nachbarn.<\/p>\n<p>Wir essen in der Taverna am Strand weder teuer noch schlecht. Der Wind kommt nicht mit der angek\u00fcndigten Wucht. Da gen\u00fcgt es, die Passarella herein zu holen f\u00fcr die Nacht.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2009-07-31\">31.07.2009 Freitag<\/strong><br \/>\n10:20 Astyp\u00e1lea \/ O. Skala (Hafen) <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b032'53''+026\u00b021'17''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n11:15 Astyp\u00e1lea \/ O. Schinunta <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b034'31.56''+26\u00b023'27.54''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 00:55 Strecke: 3,1 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 3,4 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Beate geht gleich in der Fr\u00fch zum Supermarkt und B\u00e4cker. Das ganz frische Wei\u00dfbrot schmeckt herrlich zum Fr\u00fchst\u00fcck. Danach versuche ich vergeblich, einen kleinen Benzinkanister f\u00fcr den Au\u00dfenborder zu kaufen. Wein in 1,5 l Plastikflaschen gelingt aber.<br \/>\nIch lege eine Leine auf slip und starte die Motoren. Der bb-Motor klingt hohl. Und tats\u00e4chlich: Kein Wasser aus dem Auspuff! Also sofort stopp. Motorreparatur ist angesagt. Ich richte schon die Reserveimpellerpumpe her. Aber er wird gar nicht ben\u00f6tigt. Es gen\u00fcgt, den Keilriemen zu spannen. So k\u00f6nnen wir wenige Minuten sp\u00e4ter um 10:20 doch problemlos ablegen.<br \/>\nWir fahren langsam schr\u00e4g gegen den starken Wind, damit die wieder aggressiven Wellen nicht so viel ausrichten k\u00f6nnen. In einer ganz nett aussehenden kleinen Bucht unterhalb des Flughafens \u00fcberlegen wir zu ankern. Aber bei diesem Wind und unbekanntem Ankergrund lassen wir es doch bleiben und fahren weiter. Um 11:15 ankern wir in der Bucht Schinunta, der Nachbarbucht von Maltezana, also au\u00dferhalb der Taverna Astakos.<br \/>\nNicht viel sp\u00e4ter sehen wir unsere franz\u00f6sischen Nachbarn vom Hafen, die mit der neuen Oceanis 393 und die mit der uralten Ketsch, herbeikommen. Auch die dritte Yacht, die im Hafen lag, als wir dort ankamen, die Hanse 470e ohne Namen und bar jeder Flagge, kommt hierher. Die beiden letzten m\u00fcssen das Ankerman\u00f6ver mehrmals fahren, bis der Anker h\u00e4lt. Der beste Ankergrund ist au\u00dferhalb und W des kleinen Anlegers. E davon gibt es zu viel Gras. Unser neuer Jambo-Anker hat auch diesmal auf Anhieb gehalten.<br \/>\nIch schmei\u00dfe mich ins Wasser, um die Anker zu beschnorcheln und die Tiefe beim Anleger zu erkunden &#8211; 1,35 Meter! Das hei\u00dft, wir k\u00f6nnten am Kopf bestens anlegen. Dort pfeift der Wind auch viel weniger aber die griechischen Urlauber ben\u00fctzen ihn ausgiebig als Ins-Wasser-Sprung-Rampe.<br \/>\nUm 13h kommt schon wieder die t\u00e4glich Sturmwarnung von Olympia Radio \u00fcber VHF. Das Ritual, diese Meldungen drei Mal t\u00e4glich abzuh\u00f6ren hat schon sehr gelitten seit die Wetterinformationen \u00fcber Internet erh\u00e4ltlich sind. Jetzt wissen wir schon, dass der Melt\u00e9mi bis Sonntag anhalten wird und wir erst am Montag wieder Richtung Kos abfahren k\u00f6nnen.<br \/>\nAm Abend kocht Beate eine gute Gem\u00fcsepfanne mit Ei und Schafk\u00e4se. <\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2009-08-01\">01.08.2009 Samstag<\/strong><br \/>\nAstyp\u00e1lea \/ O. Schinunta<br \/>\nDer Wind springt erst so etwa um 5h an. Bis dahin ist es richtig ruhig. Und es ist so k\u00fchl, dass der Morgenschwimm erst nach dem Fr\u00fchst\u00fcck statt findet.<br \/>\nUm 11h gesellt sich die letzte Yacht zu uns, die in Hafen war, besser gesagt, in der Hafeneinfahrt geankert hat, die Blue Pixel, die auch einige Male ankern muss.<br \/>\nIch kann mich wieder daf\u00fcr begeistern, das Logbuch weiter zu programmieren und Beate f\u00fcr das Malen. Dann pumpe ich das Schlauchboot wieder mehr auf und lasse es ins Wasser. Mittlerweile haben wir die optimale Weise herausgefunden, den Norwegermotor darauf zu montieren: Heck des Schlauchbootes an das Heck der Blodughadda. Beate h\u00e4lt es mit einer Leine fest und ich maschiere mit dem federleichten Motor die paar Stufen hinunter. Ich brauche das Schlauchboot gar nicht zu betreten, um den Motor zu befestigen.<br \/>\nUm ca. 18h fahren wir zum Strand. Wir besichtigen die nagelneuen Appartementanlagen entlang des Strandes. Sie d\u00fcrften privat sein. Jedenfalls sind sie wirklich sch\u00f6n. Am Kap Schinunta, der Minihalbinsel, die die Bucht in E von der n\u00e4chsten, namenlosen Bucht trennt, ist heuer ein Denkmal in Form einer halben Marmors\u00e4ule auf einem Podest errichtet worden. Irgendwie sollen franz\u00f6sischen Helden aus dem Jahr 1823 gedacht werden, aber warum?<br \/>\nDer Strand vor den Appartementh\u00e4usern ist offenbar noch nicht als solcher in Betrieb. Es liegt noch im Winter aufgesp\u00fcltes Seegras und diverses Ger\u00fcmpel herum. Das auff\u00e4lligste: Ein rostiger Gabelstapler der Marke Yale.<br \/>\nWir gehen jetzt in die nett aussehende Taverna zwischen den Appartementh\u00e4usern und der Kirche, wo die zwei anderen Tavernas sind. Sie liegt etwas h\u00f6her, hat eine sehr sch\u00f6ne Aussicht \u00fcber die Bucht und hei\u00dft auch so wie sie: Schinunta (\u2211XOIN\u03a9NTA\u2211). Die Zucchinib\u00e4llchen sind gut und das gegrillte Fleisch ist OK aber insgesamt recht lieblos. Und auch hier: Hat man Mal das Essen erhalten, kommt kein Kellner mehr freiwillig vorbei. Auch wenn wir hier von 3 verschiedenen Frauen bedient wurden, die alle kaum was zu tun haben.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2009-08-02\">02.08.2009 Sonntag<\/strong><br \/>\nAstyp\u00e1lea \/ O. Schinunta<br \/>\nDas klack, klack, klack der Ankerwinde der Franzosen weckt mich um 9h auf. Auch das zweite Boot legt ab und macht sich auf, ostw\u00e4rts weiter zu ziehen. Ich checke sofort die Windprognosen im Internet. tats\u00e4chlich soll heute weniger Wind als die letzten Tage sein, aber morgen noch weniger. Vor allem soll morgen die Wellenh\u00f6he wieder ertr\u00e4glich sein. Dann werden wir auch unseren Astyp\u00e1lea Aufenthalt beenden.<\/p>\n<p>Ich stelle fest, dass ich gestern vergessen hatte, die Starterbatterie nach dem Aufladen wieder vom Gesamtsystem zu trennen. Es hat kaum mehr als 11,5 Volt. Ich ahne Schlimmes und es wird best\u00e4tigt: Zu wenig, um einen Motor zu starten. Aber gottseidank habe ich ja noch eine Batterie in Reserve, die gar nicht verkabelt ist. Sie hat noch 11,99 Volt. Ich schlie\u00dfe diese an und der bb-Motor springt sofort an &#8211; uff! Sonst h\u00e4tte es gehei\u00dfen: Batterie ausbauen, an Land f\u00fchren, jemanden finden, der sie aufladen kann, und wieder einbauen. Naja w\u00e4re sicher auch m\u00f6glich gewesen, sogar jetzt am Sonntag.<\/p>\n<p>Bei den 20 E-Mails seit gestern Abend sind 19 Spams und eines vom Heinrich mit der berechtigten Frage \u201ewas zum Henker ist eine &#8222;PASSARELLA&#8220; ??????\u201c dabei. Das ist zumindest griechisch, vielleicht auch italienisch und hei\u00dft Laufsteg, englisch gangway. Hier sagen alle nur Passarella und ich finde das Wort besser als Laufsteg. Mit Modevorf\u00fchrung hat es ja wirklich nichts zu tun, wenn jemand dar\u00fcber geht, eher mit Mutprobe bei den Neuank\u00f6mmlingen. Unsere ist 266 cm lang, 24 cm breit und 4,5 cm dick und besteht aus massivem Holz, Fichte oder so.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend ich das hier schreibe, kontrolliere ich immer wieder die Ladespannung und die Amp\u00e9re, die da hinein rinnen. Ich stelle fest: Es gen\u00fcgt, den mit dem Hochleistungsladeregler ausgestatteten bb-Motor mit 1.400 Umdrehungen laufen zu lassen. Das liefert schon ca. 44 amp mit 13,7 V wenn der K\u00fchlschrank nicht eingeschaltet ist. Der andere Motor dazu ist gar nicht notwendig, bringt nur mehr 4-5 amp mehr. Nach ca. einer Stunde steigt die Ladespannung auf \u00fcber 14,4V und der Ladestrom sinkt auf ca. 23 amp. Dann den K\u00fchlschrank dazu schalten, wodurch die Spannung wieder auf 13,6V sinkt und die Stromlieferung wieder auf 41 amp steigt, wovon jedoch der K\u00fchlschrank 29 amp frisst. 29 x 13,6 = ca. 395 Watt!!! &#8211; der K\u00fchlschrank ist ein irrer Stromfresser. Moderne Systeme, zB Isotherm ASU 4201, auch wassergek\u00fchlt und f\u00fcr eine 200 Liter K\u00fchlbox ausgelegt, verbraucht nur ca. 85 Watt. W\u00e4re das nicht so teuer, w\u00fcrde ich das Ger\u00e4t sofort austauschen. Aber um 1529,90 Euro kann man den Motor ja doch eine Weile rattern lassen.<\/p>\n<p>Und w\u00e4hrend ich die Stromfl\u00fcsse messe, ankert ein Katamaran der gr\u00f6\u00dften Klasse eben uns: <a href=\"http:\/\/www.yachtworld.de\/Boote\/2005\/Aquamarine-Catamaran-Aldabra-B-600-1656832\/country.griechenland\" target=\"_blank\">Aldabra.<\/a> Die 2 x 18,5 Meter sind also um 1,295 Mio Euro + USt. zu haben. Was macht die italienische Familie mit drei Kindern und der Angestellte Bootsmann dann? Wahrscheinlich auf einem halb so teueren aber immer noch riesigen Katamaran segeln.<\/p>\n<p>Wir wollen mit dem Bus zur Chora fahren, tuckern also zum Strand mit dem Schlauch. Aber der n\u00e4chste Bus geht erst in 1 Stunde und 20 Minuten. Macht nichts. Die zwei Tavernen sind ja direkt neben der Bushaltestelle. Es wird ein Bier, ein Ouzo und einige Oliven f\u00fcr mich. Beate begn\u00fcgt sich mit Eistee. Wir beobachten die tollen Salatplatten und die mit Salatbeilage sch\u00f6n hergerichtete Fleischspeisen auf gro\u00dfen Holztellern und beschlie\u00dfen, am Abend hier in Asti&#8230;fagia (<a href=\"http:\/\/www.astifagia.gr\" target=\"_blank\">http:\/\/www.astifagia.gr<\/a>)zu essen.<\/p>\n<p>Der Bus um 16 Uhr kommt mit 15 min\u00fctiger Versp\u00e4tung. Es ist ein kleiner, etwa 20-sitziger Mercedes-Bus, der irgendwann in Deutschland Dienst gemacht hat. Aber sogar eine Schaffnerin f\u00e4hrt mit und kassiert 1,50 Euro pro Person. An der schmalsten Stelle, etwa in der Mitte der Insel, ist diese keine 200 m breit. Die Aussicht ist herrlich mit dem Meer auf beiden Seiten. Aber die Landschaft ist extrem karg. Nichts Gr\u00fcnes zu sehen \u00fcber weite Strecken. Allerdings ist die Strecke nicht weit und unweit des Kraftwerkes befindet sich der Campingplatz komplett im hohen Schilf versteckt. Dort steigen jede Menge fast nur junge Leute zu. Im Hafen, wo wir vor drei Tagen lagen, k\u00f6nnen wir sitzen bleiben, weil der Bus gleich weiter zur Chora f\u00e4hrt. Der Hafen wird \u00fcbrigens \u201ePero Gialos\u201c genannt, was auf keiner Karte aber auf dem \u00fcberall vorhandenen Busfahrplan steht. Dass auf dem Fahrplan \u201eMaltezana\u201c steht, also wo wir jetzt ankern aber auf dem Bus \u201eAnalipsi\u201c, verwirrt uns ebenfalls ein wenig aber man kann ja fragen.<\/p>\n<p>Bei den 7 Windm\u00fchlen oben in Chora angekommen, steigen wir aus und machen uns auf den Weg hinauf zum alten Kastell. Von dort ist die Aussicht absolut grandios. Der Zustand des Kastells aber eher weniger, obwohl seit einigen Jahrzehnten Renovierungsarbeiten im Gang sein d\u00fcrften. Interessant ist, dass dieses Kastell nie wirklich milit\u00e4risch gen\u00fctzt worden ist, sondern vor allem der innerhalb und au\u00dferhalb der Mauern lebenden Zivilbev\u00f6lkerung Schutz vor Piraten\u00fcberf\u00e4llen geboten hat.<\/p>\n<p>Wir gehen der einzigen direkten Stra\u00dfe entlang hinunter zum Hafen. Alle anderen Verbindungen sind mehr oder weniger, eher mehr, steile Treppen. Deswegen hei\u00dft der Ortsteil ja auch Sk\u00e1la (Treppe). Beim B\u00e4cker sitzt die schwarzgekleidete Oma beim Fernsehen, hat aber kein Brot mehr. Wir kaufen vier Kipferln mit Schokof\u00fcllung um \u20ac 2,60. Auf der Terrasse des Hotels, eher Caf\u00e9s, oberhalb des Hafens trinken wir sehr edel servierten Capuccino und Frappee bis der Bus kommt, kostet \u20ac 5,50 mit Trinkgeld.<\/p>\n<p>Wieder zur\u00fcck in O. Schinunta gehen wir sogleich in die Taverna Asti&#8230;fagia. Der Spezialsalat gleichen namens, den \u201emost famous fried cheese of Greece\u201c und ein Chickensouvlaki werden bestellt. Es ist mehr als ausreichend und sehr gut. Der br\u00f6selige local goat cheese auf dem mit Tomaten- und Paprikast\u00fccken gespickten Blattsalathaufen schmeckt zwar etwas streng. Man darf nur wenig davon nehmen, wie ein Gew\u00fcrz. Ca. eine halbe Stunde nachdem wir die Rechnung bestellt haben, kommt ein noch nie gesehener Obstteller daher: Wasser- und Honigmelone, eine Feige, einige Pfirsichst\u00fccke und einige St\u00fccke von irgendwas Sauerem mit wei\u00dfem Fruchtfleisch und dunkler Haut. Wir schaffen nicht Mal die H\u00e4lfte. Nach einer weiteren halben Stunde und heftigem Wacheln mit einem F\u00fcnfziger, hat der sympathische junge Wirt dann doch Zeit, das Geld entgegen zu nehmen. Die Griechen wollen einfach nicht, dass man geht bevor das Lokal voll ist. Und das ist es dann auch kurz vor 21 Uhr. Und die Rechnungsh\u00f6he? &#8211; 24,80 alles zsam, also dasselbe wie gestern nur heute extrem viel besser gegessen.<\/p>\n<p>Nach einem Abendschwimm sehen wir im Cockpit wieder einen Film an. Diesmal mit Mondstra\u00dfe auf dem Wasser als Hintergrund.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2009-08-03\">03.08.2009 Montag<\/strong><br \/>\n09:55 Astyp\u00e1lea \/ O. Schinunta <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b034'31.56''+26\u00b023'27.54''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n10:45  <em>Genua dazu, Motoren langsamer<\/em><br \/>\n15:54  <em>Genua weg, Motoren schneller<\/em><br \/>\n16:42 Pserimos \/ O. Ps\u00e9rimos (Avlakia) <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b055'57''+027\u00b007'57''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n Zeit unterwegs: 06:47 Strecke: 44,1 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 6,5 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Beate macht den Morgenschwimm bereits um 1\/2 8. Ich meinen eine Stunde sp\u00e4ter. Wir fr\u00fchst\u00fccken, bringen den M\u00fcllsack zu den Tonnen am Ufer, holen das Schlauchboot und den Anker herauf und nehmen um 9:55h Kurs auf Ps\u00e9rimos, etwa 40 sm mit Kurs 061.<\/p>\n<p>Die \u00dcberfahrt ist eine scheu\u00dfliche Schaukelpartie. Der Wind ist wie angek\u00fcndigt anfangs m\u00e4\u00dfig stark mit ca. 20 Knoten und wird immer schw\u00e4cher. Aber die Wellen wissen nicht, woher sie kommen, wer sie sind und wohin sie gehen. Daher probieren sie alle Richtungen und H\u00f6hen aus. Nat\u00fcrlich sind auch zwei dabei, die das Deck und damit das Cockpit unter Wasser stellen. <\/p>\n<p>Beate liest im Cockpit und ich schreibe drinnen Blogbuch und erg\u00e4nze die neue Logbuch-Pl\u00e4tze-Tabelle (= bereits aufgesuchte Pl\u00e4tze zum Nachschlagen). Es ist schwierig, wenn es so schaukelt. Man erwischt noch leichter als sonst die falsche Taste. Nach 50 Minuten, au\u00dferhalb der Landabdeckung von Astyp\u00e1lea ziehen wir die Genua heraus und drosseln die Motoren auf 1800 RPM. Nach 5 Stunden und 9 Minuten, 38,5 sm, S von K\u00e1lymnos ist der Wind komplett weg und das gleiche geschieht mit der Genua.<\/p>\n<p>Um 16:42h, nach 44,1 sm, erreichen wir die sch\u00f6ne Ps\u00e9rimos-Bucht und werfen den Anker auf 2,4 m in den feinen Sand. Seit langer Zeit ist es wieder wirklich warm und fast windstill. Aber in den 6:47 Stunden konnte sich der K\u00fchlschrank von 16 auf 8,4 Grad abk\u00fchlen. Eigentlich wenig, wenn man bedenkt, dass er dabei fast 2,7 kWh verbraucht hat. Oder doch nicht? &#8211; Ich habe wirklich keine Ahnung von K\u00e4ltetechnik und deren Energieeffizienz.<\/p>\n<p>Schwimmen ist angesagt.<\/p>\n<p>Und wer schwimmt zu uns? &#8211; Der deutsche Paddler aus Astyp\u00e1lea! Er hat 1,5 Tage lang gepaddelt bei 6-7 Beaufort und war vorher in Kos und in K\u00e1lymnos, wo es ihm nicht gefallen hat. Aber hier in Ps\u00e9rimos ist es super. Da hat er recht. Und wir k\u00f6nnen wieder diskutieren, ob das wahr ist oder nicht. Ich sage, die Glaubw\u00fcrdigkeit hat gewonnen. Beate sagt, verloren. Am Abend werden wir ihn in der Taverna Tripolitis treffen. Dann h\u00f6ren wir weiter.<\/p>\n<p>Um 19h rudern wir zum Sandstrand. Der Paddler sitzt in der Taverna und erz\u00e4hlt. Er ist im Juni von Berlin nach Mykonos geflogen und habe 160 Euro f\u00fcr 20kg \u00dcbergep\u00e4ck zahlen m\u00fcssen. Das ist zwar relativ viel aber wenn man bedenkt, dass darin nicht nur das ganze Gep\u00e4ck f\u00fcr vier Monate sondern auch sein Boot enthalten ist, dann ist es wiederum relativ wenig. Am 20 Oktober wird er von Heraklion auf Kreta wieder nach Hause fliegen. Dazwischen paddelt er und schl\u00e4ft in seinem 3,8 m langen aufblasbaren Kanu. Nur so alle 14 Tage nimmt er sich ein Hotelzimmer, um sich und seine Klamotten richtig gut waschen zu k\u00f6nnen. Es klingt wirklich unglaublich, d\u00fcrfte aber doch wahr sein. Seit 30 Jahren ist Paddeln eine Leidenschaft von ihm und wenn er nicht paddelt h\u00e4lt er sich mit Radfahren fit, ca. 20.000 km per Jahr. Ein wahrlich sportlicher Pensionist!<\/p>\n<p>Der Wirt, den wir hier schon oft besucht haben, erkennt uns sogar, Niko, hei\u00dft er. Seine langen Locken hat er gegen eine Kurzhaarfrisur getauscht und daher h\u00e4tten wir ihn zuerst fast nicht erkannt. Er h\u00e4tte das Gef\u00fchl gehabt, auf einem Stein zu schlafen und daher mussten die Haare weg, sagt er. Er empfiehlt griechische Hausmannskost und wettert gegen das trockene gegrillte Fleisch, das allgemein \u00fcblich angeboten wird. Beate bestellt hausgemachte Dolm\u00e1des, ich Pastitsio und Dieter, so hei\u00dft der Paddler, Ziege. Alles schmeckt tats\u00e4chlich sehr gut, die Ziege gar nicht nach Ziege und die gef\u00fcllten Weinbl\u00e4tter mit Naturjoghurt serviert schmecken sehr frisch.<\/p>\n<p>Dieter erz\u00e4hlt weiter, dass auch seine Tochter Sonja gerne mit ihm paddelt, sich aber immer ein Zimmer f\u00fcr die Nacht nimmt. Aber seit sie vor 5 Jahren eine Tochter bekommen hat, muss er alleine reisen. Sein berliner Dialekt und seine leicht nuschelnde Aussprache machen es manchmal schwer zu verstehen, was er sagt. Aber es macht nichts, er wiederholt es dann sowieso.<\/p>\n<p>Gegen 23h sind wir die letzten G\u00e4ste nicht nur dieser sondern aller Lokale auf dem Sandstrand und wir gehen schlafen. Wir rudern hinaus zur Blodughadda und Dieter schleppt sein Boot ins Wasser und wirft 50m vor dem Ufer den Anker. Er sagt, er schl\u00e4ft viel besser wenn es leicht schaukelt und au\u00dferdem ist es weicher als auf dem Sand. Er hat also jede Nacht ein Wasserbett.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2009-08-04\">04.08.2009 Dienstag<\/strong><br \/>\n11:50 Pserimos \/ O. Ps\u00e9rimos (Avlakia) <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b055'57''+027\u00b007'57''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n12:27 Platy (bei Ps\u00e9rimos) <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b056'43.2''+027\u00b005'53.4''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n14:41 Platy (bei Ps\u00e9rimos) <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b056'43.2''+027\u00b005'53.4''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n15:10 Pserimos \/ O. Marath\u00f3nta <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b057'03''+027\u00b008'35''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Ankern<\/em><br \/>\n17:19 Pserimos \/ O. Marath\u00f3nta <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b057'03''+027\u00b008'35''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n17:52 Pserimos \/ O. Vathy <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b056'16.4''+027\u00b009'16.6''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n Zeit unterwegs: 01:40 Strecke: 8,4 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 5 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Um ca. 5:30 wache ich von L\u00e4rm und Schaukeln auf. Ein F\u00e4hrschiff d\u00fcrfte vorbei gefahren sein, dessen Wellen die Bucht durcheinander wirbelt. Es ist unglaublich laut, wenn sie auf dem Sandstrand brechen. Es ist auch nach langer Zeit extrem feucht, weil absolut windstill.<br \/>\nWir schlafen doch wieder ein und stehen erst nach 9h auf. Nach dem Morgenschwimm sehen wir uns den Ort an. Der Minimarkt f\u00fchrt weiterhin nur Ramsch und Getr\u00e4nke f\u00fcr die Tagesausfl\u00fcgler. In einem gesch\u00e4fts\u00e4hnlichen Haus, bzw. dessen Terrasse wird Gem\u00fcse verkauft. Wir kaufen 3 Paradeiser, 3 Erd\u00e4pfel (die gro\u00dfen griechischen), 2 Karotten und eine Gurke. Der Mann legt alles in ein Plastiksackerl, wiegt es ab und sagt \u201etwofifty\u201c. Entweder gibt es einen einheitlichen Kilopreis f\u00fcr alles oder einen Sch\u00e4tzpreis, der durch das Abwiegeman\u00f6ver quasi objektiviert wird. Ich glaube das Letztere.<\/p>\n<p>In einer Taverna an der \u201eStra\u00dfe\u201c Richtung Kirche, wo Zigaretten verkauft werden, kaufe ich ein gro\u00dfes Brot ein, kostet nur \u20ac 1,20 und ist sch\u00f6n kalt. Weiter der Stra\u00dfe entlang finden wir das Scoutlager. Besser gesagt, das Pfadfindergel\u00e4nde. Ein freundlicher Pfadfinder in voller Uniform und festen Schuhen erkl\u00e4rt, dass das Gel\u00e4nde von den Pfadfindern aus Kalymnos verwaltet wird und derzeit Gruppen von dort und von Rodos hier seien. Es ist ein wirklich ideales Gel\u00e4nde mit gro\u00dfen B\u00e4umen, die Schatten f\u00fcr die Zelte spenden.<\/p>\n<p>Dann sehen wir uns das Gel\u00e4nde an, auf dem neue H\u00e4user entstehen sollen. Zwei Musterh\u00e4user gibt es zu besichtigen auf dem gro\u00dfen flachen Bauland in zweiter Reihe. Davor auf dem Strand gibt es eine Verkaufsbude \u201eHouses or Land for Sale\u201c. Wir erkundigen uns aber nicht weiter sondern setzen uns zum Dieter in der Tripolitis Taverna. Der Wirt ist gerade damit besch\u00e4ftigt, neue Ware vom Verbindungsboot abzuholen und f\u00e4hrt daher mit dem Pickup auf der Stra\u00dfe = Strand dorthin. Aber irgendwann erhalten wir ja doch Kaffee und Toast.<\/p>\n<p>Wir sehen uns das Boot von Dieter an. Es ist ein <a href=\"http:\/\/www.wasserlust24.de\/index.html?d_12_7478__h4_GUMOTEX_PALAVA_380_Trekking_Kanu595.htm\" target=\"_blank\">Gumotex Palava<\/a>. Sieht recht stabil aus aber damit 1,5 Tage bei Melt\u00e9mi \u00fcber das Meer paddeln? Dieter erkl\u00e4rt, es mache ihm gar nichts aus so lange zu paddeln. Er verwendet immer gleich viel Kraft und je nach Bedingungen kommt er schneller oder langsamer voran. Am schnellsten so 2-3 Knoten aber manchmal eben kaum, wenn er gegen Wellen und vor allem Str\u00f6mung unterwegs ist. Letztere sei besonders auff\u00e4llig hier in der \u00c4g\u00e4is. Das habe ich bisher noch nicht bemerkt, aber seine Antriebsart auch noch nicht ausprobiert.<\/p>\n<p>Um 11:50h machen wir uns auf den Weg. Der Wind ist sehr schwach und da beschlie\u00dfen wir kurzfristig, Ps\u00e9rimos n\u00f6rdlich statt s\u00fcdlich zu umrunden. Dann kommt uns die Id\u00e9e, die E-Seite von der unbewohnten Nachbarinsel Platy anzusehen. Hier gibt es viele sch\u00f6ne Pl\u00e4tze zum Schwimmen. Nach 40 Minuten Fahrt nehmen wir einen davon und machen eine lange Schwimmtour rund um eine Motoryacht, die hier mit Anker und Landleine liegt. Die Gegend ist sch\u00f6n, besonders bei diesem Nichtwind.<\/p>\n<p>Um 14:40 fahren wir wieder weiter und eine halbe Stunde sp\u00e4ter ankern wir in der Nordbucht von Ps\u00e9rimos. Bei normalen Nordwindverh\u00e4ltnissen kann man hier nicht bleiben, zumindest nicht bequem. Wir ankern in der E-Einbuchtung vor einem Kiesstrand. Ich schwimme an Land und sehe ein verlassenes Anwesen mit 4-5 Tamarisken davor und 20-30 Olivenb\u00e4umen dahinter. Alte Fundamente sind zu erkennen und ein dachloses Steingeb\u00e4ude steht noch. Zwei Maschinen mit Riemenantrieb, eine Riemenantriebswelle sowie ein kleines F\u00f6rderband rosten darin vor sich hin. Was hier wohl damit bearbeitet\/erzeugt worden ist?<\/p>\n<p>Nach einer Weile kommt ein Boot mit 2 M\u00e4nnern, 2 Frauen und 2 M\u00e4dchen. Sie fahren langsam vorbei und bleiben etwa 20 m entfernt stehen und starren ins Wasser. Eine sonderbare Aktion startet. Sie springen nach einander ins Wasser, tauchen mit einem frisbeescheiben\u00e4hnlichen Gegenstand aber ohne Taucherbrille, fischen mit dem Bootshaken und lassen dann den Anker hinunter. Sehr m\u00fchsam dirigiert der am Bug liegende Mann den Fahrer, um anscheinendend irgendwas mit dem Anker zu erwischen. Es dauert lange und braucht viele Versuche. Wenn ich nicht gerade aus dem Wasser gestiegen w\u00e4re, w\u00fcrde ich sofort hinschwimmen. Aber neugierig bin ich schon. Dann hat der Anker offenbar gegriffen. Es kommt aber nichts hoch, sondern der Bug des Boote wird mit der Ankerwinde hinunter gezogen. Nach einer weiteren Viertelstunde muss ich mir das doch ansehen. Ich nehme die Taucherbrille und eine Leine mit. Die M\u00e4nner gestikulieren schon und rufen \u201eproblem\u201c. Als ich hinkomme traue ich meinen Augen nicht. Diese Oberbl\u00f6dm\u00e4nner haben doch tats\u00e4chlich den Anker in ein rundes Loch einer leeren alten Schiffsmine aus dem 2. Weltkrieg mit viel M\u00fche hinein man\u00f6vriert! Weil der Anker gerade noch hineingepasst hat, verspie\u00dft er sich bei jedem Versuch, ihn da wieder mit der Kette heraus zu ziehen. Genau das und dass dieses sicher 300 kg schwere, halb im Sandgrund festsitzende Ding mit der Ankerwinde niemals hochgezogen werden kann (und wenn ja, wohin damit?), h\u00e4tten sie mit einer Taucherbrille vorher leicht feststellen k\u00f6nnen.<br \/>\nIch tauche die 3 m hinunter und versuche ihn am Schaft heraus zu ziehen. Das gelingt aber erst beim dritten Mal, weil er regelrecht herausgef\u00e4delt werden muss. Die Leute freuen sich. Kein Wunder, so ein 10 kg Edelstahl M-Anker samt Edelstahlkette kostet ja doch so ca. 700 Euro. Als Dank bringen Sie uns dann ein Plastiksackerl mit Feigen, die ich unm\u00f6glich ablehnen kann obwohl ich es versuche. Beate und ich m\u00f6gen Feigen nicht besonders.<\/p>\n<p>Um 17:20 fahren wir abermals weiter und ankern 30 Minuten sp\u00e4ter auf \u201eunserem\u201c Platz in der Vathy-Bucht. Herrliches L\u00fcfterl, keine Fallwinde.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2009-08-05\">05.08.2009 Mittwoch<\/strong><br \/>\n11:13 Pserimos \/ O. Vathy <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b056'16.4''+027\u00b009'16.6''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a><br \/>\n12:20 Kos \/ Marina <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b053'35''+27\u00b018'01''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>warten bei Einfahrt<\/em><br \/>\n12:46 Kos \/ Marina <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=36\u00b053'35''+27\u00b018'01''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Leinen Fest<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 01:32 Strecke: 8,5 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 5,5 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Einen sch\u00f6neren Morgen kann man sich gar nicht vorstellen. Vor 7 Uhr gehe ich schon in das spiegelglatte, kristallklare Wasser schwimmen. Dann sitze ich am Heck und beobachte die Ziegen am Berghang gegen\u00fcber. Es ist so ruhig, dass ich sie furzen h\u00f6re.<\/p>\n<p>Kurz nach 11h fahren wir los und erreichen die Kos Marina etwas mehr als eine Stunde sp\u00e4ter. Wir bekommen einen Platz direkt vor der Rezeption, bringen gleich einen riesigen Haufen W\u00e4sche in die W\u00e4scherei und suchen den vom Stamatis bestellten Leihwagen. Diesmal ist es ein riesiger SsangYong Rexton.<br \/>\nIch gehe zum Pavlos und kaufe diverse Sachen, die ich unbedingt brauche sowie eine neue Gasflasche. Dann trefen wir uns im Marina Caf\u00e9. Kurz nach 15h f\u00e4hrt Beate die 4 Burschen abholen. Ich wasche das Boot, montiere den neuen Halterungshaken f\u00fcr den Anker und mache die Motoren frei, damit der Mechaniker Dimitris sie \u00fcberpr\u00fcfen kann, insbesondere den neuen \u00d6laustritt am bb-Motor.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aktualisierung 21.08.2018 21:33:17 Anzahl Tage: 14 23.07.2009 Nisyros \/ P\u00e1li &#8211; Gyali \/ Nsis \u00c0g. 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