{"id":62,"date":"2015-07-17T15:49:54","date_gmt":"2015-07-17T13:49:54","guid":{"rendered":"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/?page_id=62"},"modified":"2018-08-19T23:47:27","modified_gmt":"2018-08-19T21:47:27","slug":"2015-06-22-wien-leros-samos","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/toernberichte\/2015-2\/2015-06-22-wien-leros-samos\/","title":{"rendered":"2015-06-22 Wien-Leros-Samos"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/toernberichte\/2015-2\/2015-06-22-wien-leros-samos\/print\/\" title=\"Beitrag drucken\" rel=\"nofollow\"><img decoding=\"async\" class=\"WP-PrintIcon\" src=\"https:\/\/blodughadda.lpe.at\/blogbuch\/wp-content\/plugins\/wp-print\/images\/printer_famfamfam.gif\" alt=\"Beitrag drucken\" title=\"Beitrag drucken\" style=\"border: 0px;\" \/><\/a>  Aktualisierung 20.08.2018 00:46:44 Anzahl Tage: 10<br \/>\n<a href=\"#2015-06-22\">22.06.2015 Wien &#8211; Leros<\/a><br \/>\n<a href=\"#2015-06-23\">23.06.2015 Leros<\/a><br \/>\n<a href=\"#2015-06-24\">24.06.2015 Leros<\/a><br \/>\n<a href=\"#2015-06-25\">25.06.2015 Leros<\/a><br \/>\n<a href=\"#2015-06-26\">26.06.2015 Leros<\/a><br \/>\n<a href=\"#2015-06-27\">27.06.2015 Leros<\/a><br \/>\n<a href=\"#2015-06-28\">28.06.2015 Leros<\/a><br \/>\n<a href=\"#2015-06-29\">29.06.2015 Leros<\/a><br \/>\n<a href=\"#2015-06-30\">30.06.2015 37\u00b011&#8217;05.34&#8220;N,026\u00b048&#8217;08.58&#8220;E &#8211; L\u00e9ros \/ O. Parth\u00e9ni Agmar Marine &#8211; S\u00e1mos \/ Marath\u00f3kampos<\/a><br \/>\n<a href=\"#2015-07-01\">01.07.2015 S\u00e1mos \/ Marath\u00f3kampos<\/a><\/p>\n<p>Crew:<br \/>\nT\u00f6tterstr\u00f6m Tom<\/p>\n<p>Gesamt T\u00f6rn:<br \/>\nZeit unterwegs: 5:50 Strecke: 33,8 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 5,8 Knoten<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2015-06-22\">22.06.2015 Montag<\/strong><br \/>\nWien &#8211; Leros<br \/>\nSo ein Flug! Beim Gep\u00e4ckabgabeschalter komme ich gleich daran. Bei der Sicherheitskontrolle auch. Im Flugzeug eine ganze Dreierreihe f\u00fcr mich allein. Ein wirklich gutes Fr\u00fchst\u00fcck wird serviert. Die 2000 Km vergehen wie im Flug, no na. Aber auch wie auf Schienen. So einen Flug m\u00f6chte ich immer haben!<\/p>\n<p>Um 11:25h bekomme ich meinen Koffer. Um 11:45 geht der \u00f6ffentliche Bus nach Kos Stadt &#8211; perfekt! \u20ac 3,20 darf ich f\u00fcr die 40-min\u00fctige Fahrt zahlen, die mich zur Busstation f\u00fchrt. Gute 10 Minuten sp\u00e4ter sitze ich im altbew\u00e4hrten Touristenlokal Amaryllis und labe mich mit einem billigen Bier. <\/p>\n<p>Es ist hier alles so wie immer. Auch das Wetter mit Sonnenschein und 26\u00b0C. Dass die Euro-Finanzminister gleichzeitig endg\u00fcltig \u00fcber das \u00f6konomische Schicksal Griechenlands verhandeln, ist schon gar nicht zu bemerken.<\/p>\n<p>Ich gehe den kurzen Weg zum Hafen. Ja, der Schnellkatamaran wird um 14h Richtung Nord ablegen und ich kaufe eine Fahrkarte nach Leros um \u20ac 21,50. Wie immer, nur ist diese Nachmittagsroute heuer neu. Ein sehr guter Espresso im Caf\u00e9 Porto geht sich noch aus bevor der Katamaran p\u00fcnktlichst ablegt. Es fasziniert immer wieder, wie leichtf\u00fc\u00dfig und schnell er auf die Marschgeschwindigkeit von 30 Knoten beschleunigt. Ich genie\u00dfe die Fahrt \u00fcber bestens bekanntes Wasser nach Kalymnos auf dem Vordeck, die Weiterfahrt nach Leros auf dem Achterdeck. Zu m\u00fchsam dauernd die Schirmkappe festhalten zu m\u00fcssen da vorne im wilden Fahrtwind. Nach Plan werde ich die Gegend erst wieder ungef\u00e4hr am 29. August sehen.<\/p>\n<p>Der Dodekanissos Pride legt in Lakki exakt um 15:20h an. Ich nehme ein Taxi zu Hotel Alinda, wo mich Soula, die Chefin, herzlich willkommen hei\u00dft. Ich bekomme Zimmer Nummer 4 nach hinten im Erdgescho\u00df und lege mich sogleich hin. Die letzte Nacht war doch sehr kurz. Das Hinlegen wird auch kurz wegen der Gelsen. Also Balkont\u00fcr zu, Gelsenstecker aktivieren und den Nachmittagsschlaf auf eine Liege am Strand verlegen. Der gelingt dann gut. Und der anschlie\u00dfende Schwimm tut sehr gut. Das Meer hat 25\u00b0C wie die Luft, wunderbar.<\/p>\n<p>Der Moussaka und der Tomatensalat sind auch wunderbar. Also heute alles wunderbar.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2015-06-23\">23.06.2015 Dienstag<\/strong><br \/>\nLeros<br \/>\nIn der Nacht beginnt der Nordwind zu blasen und das nicht zu knapp. Laut Prognose soll es die kommenden 10 Tage so bleiben. Das ist weniger wunderbar.<\/p>\n<p>Bei Tony&#8217;s miete ich ein Moped um \u20ac 10,- per Tag und d\u00fcse damit zum Boot. Die meisten Arbeiten sind fertig. Die Scheuerleiste ist noch abgenommen und es wird mir klar, warum es so teuer w\u00e4re, diese komplett zu entfernen. Sie verdeckt n\u00e4mlich die Fuge zwischen Deck und Rumpf, die wirklich nicht sch\u00f6n ist. Mit dem Technikchef Tony wird vereinbart, den letzten Stand wieder herzustellen, also inklusive besch\u00e4digter Stelle und n\u00e4chsten Winter eine neue L\u00f6sung zu suchen.<\/p>\n<p>Seltsamerweise ist die gro\u00dfe Verbraucherbatterie komplett leer, hat nur mehr 11,5 Volt obwohl alles abgeschaltet war. Bisher war sie nach der Winterpause immer mit mindestens 12,6 V tadellos in Ordnung. Ich h\u00e4nge sofort den Strom an, um sie aufzuladen. Hoffentlich hat sie keinen Schaden davon getragen.<\/p>\n<p>Der Segelmacher kommt. Er bringt die neuen vertikalen Teile zum neuen Bimini und montiert sie. Auch der neue Lazybag wird montiert. Alles pipifein bis auf zwei Kleinigkeiten: Auf dem Lazybag hat er den Bootsnamen aufgen\u00e4ht. Allerdings auf der stbd Seite mit BLOUGHADDA.<br \/>\nDer Sonnenschutz aus Netzgewebe am hinteren Ende des Biminis macht aus dem Cockpit ein richtiges Verandazimmer &#8211; super. Aber damit dieses doch recht unhandliche Teil immer daran bleiben kann, w\u00fcnsche ich mir Befestigungsschlaufen an der Oberkante, um das Ding nicht abmontieren zu m\u00fcssen, sondern einfach aufrollen zu k\u00f6nnen, wenn es nicht ben\u00f6tigt wird. Beides wird er bis Freitag machen. Das neue Bimini und die neue Winschutzscheibe sind aber wirklich bestens und elegant grau, was weniger W\u00e4rme darunter verspricht.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/toerns\/_bilder\/2015_06-23_Bimini_.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/toerns\/_bilder\/2015_06-23_Bimini_.jpg\" width=\"640\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<p>Mit dem Bugnetz war der Segelmacher aber weniger erfolgreich. Es ist auch ihm nicht gelungen, dieses f\u00fcrchterlich elastische Teil zu b\u00e4ndigen und die von ihm m\u00fchsam hergestellte Befestigungseinfassung bringt auch nichts. Man muss auf dem Netz gehen k\u00f6nnen und das ist nur dann m\u00f6glich, wenn das Netz stark gespannt montiert wird. Wie das gehen k\u00f6nnte, ist mir ein R\u00e4tsel. Schade, verdammt viel Geld f\u00fcr nix ausgegeben.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/toerns\/_bilder\/2015_06-23_Netz_.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/toerns\/_bilder\/2015_06-23_Netz_.jpg\" width=\"640\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ich finde einen riesigen Plastiksack, in den ich alles hineinpacke, was in die W\u00e4scherei geh\u00f6rt. Wiegt sicher 10kg. Auf griechische Art transportiere ich den auf dem Moped zwischen meinen F\u00fc\u00dfen zum Hotel. Am Abend geht es damit weiter zur W\u00e4scherei in Lakki.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/toerns\/_bilder\/2015_06-23_Waeschemoped_.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/toerns\/_bilder\/2015_06-23_Waeschemoped_.jpg\" width=\"640\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dann lasse ich meine Cosmote Internet SIM Karte mit 10GB bis 22.8. um \u20ac 60,- aufladen. Das ist angemessen.<\/p>\n<p>In Lakki sind sehr viele Segelboote. Der Stadthafen ist voll wie die beiden Marinas und vor der Stadt ankern etliche Boote. Noch nie so viele hier gesehen. In Xir\u00f3kampos sind aber noch viele Bojen frei, wie das?<\/p>\n<p>Zu Mama Veta auf ein Spinat im Tontopf oder zu To Petrino in Lakki auf ein Souvlaki? Schwierige Frage. Die dem Wind und der Abendsonne voll ausgesetzten Tische der Mama Veta machen die Entscheidung aber doch nicht zu schwer. Der wie immer fantastisch gew\u00fcrzte Schweinslungenbratenspie\u00df von To Petrino best\u00e4tigt, dass die Entscheidung richtig war. Der sollte seiner geschmacklichen Einmaligkeit und Gr\u00f6\u00dfe wegen eigentlich nicht einfach nur &#8222;Pork Souvlaki&#8220; hei\u00dfen, wie jedes andere mickrige Spie\u00dferl in Griechenland.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2015-06-24\">24.06.2015 Mittwoch<\/strong><br \/>\nLeros<br \/>\nDie Windprognose f\u00fcr n\u00e4chste Woche hat sich gebessert. Am Montag soll der Nordwind abflauen und am Mittwoch soll sogar leichter S\u00fcdwind kommen. Das passt sehr gut. Dann kommt das Boot eben erst am Montag ins Wasser und am Mittwoch kann ich kommod Richtung Nord fahren.<br \/>\nAlso habe ich jetzt keinen Stress, das Boot herzurichten. Werde noch die Fertigstellung der Werftarbeiten abwarten. Ich checke die Batterien. Wie es aussieht, ist die Starterbatterie hin\u00fcber aber die gro\u00dfe Verbraucherbatterie in Ordnung. Also bezog sich der Alarm am Batteriemonitor gestern auf die Starterbatterie. Sie darf sich nochmals 24 aufladen lassen und dann werden wir weiter sehen.<\/p>\n<p>Nach einem Plausch mit Werner, einem Deutschen, der auf meine Empfehlung den Schaden am Kiel seiner Halberg Rassey &#8222;Alena&#8220; hier reparieren l\u00e4sst, erkunde ich Nordleros per Moped. Neue Schilder &#8222;Vine roads&#8220; machen mich neugierig. Hinter Blefouti gibt es immer noch Schilder aber kaum mehr eine Stra\u00dfe. Als sich die Schlaglochpiste in einen f\u00fcr Ziegen &#8211; aber sonst niemanden &#8211; bequemen Weg wandelt, drehe ich um.<\/p>\n<p>Seit einem Jahr gibt es eine neue Bootswerft &#8222;Leros Boatyard Artemis&#8220; als direkter Nachbar zu Agmar, nur der Flughafen dazwischen <a href=\"http:\/\/lerosboatyardltd.com\" target=\"_blank\">http:\/\/lerosboatyardltd.com<\/a>. Macht an sich keinen so schlechten Eindruck. Die Boote werden hier mit einem hydraulischen Trailer aus dem Wasser gezogen. Ich lasse mir ein Angebot machen und staune nicht schlecht: Teurer als bei Agmar! Das sage ich auch und sogleich fallen dem freundlichen Kundenberater Rabattm\u00f6glichkeiten ein. Aber der Vertrag bei Agmar l\u00e4uft sowieso bis September 2016. Also bedanke ich mich und sage, dass ich in einem Jahr wieder vorbeischauen werde.<br \/>\nSchon erstaunlich, dass auf dieser kleinen Insel drei von einander unabh\u00e4ngige private Bootswerften vorhanden sind, wovon Agmar die mit Abstand gr\u00f6\u00dfte Reparaturkompetenz hat. Das best\u00e4tigte auch der Sachverst\u00e4ndige f\u00fcr den Kielschaden von Werner: Der kann in Griechenland nur da oder in Athen repariert werden.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2015-06-25\">25.06.2015 Donnerstag<\/strong><br \/>\nLeros<br \/>\nGut ausgeschlafen bin ich schon vor 8h munter und mache einen Morgenschwimm. Tut gut, aber ohne Taucherbrille und Schnorchel nicht lange auszuhalten. Bei der anschlie\u00dfenden Dusche im Zimmer ruiniere ich die Dusche. Das geht ganz leicht mit Verschieben des Duschvorhangs als ich aus der Dusche steige. Die Plastikbefestigung bricht und die ganze Eckstange h\u00e4ngt elendiglich da.<br \/>\nDann mache ich noch einen Fehler: Ich \u00f6ffne die Balkont\u00fcr und sofort sind zahlreiche Gelsen im Zimmer. Diese Biester sind in Griechenland ganz selten, aber wenn, dann ordentlich. Leider ist hier ein Hotspot.<\/p>\n<p>Die Mopedfahrt zum Boot dauert 8 Minuten. Mich interessiert besonders, wie es den Batterien geht. Sie d\u00fcrften aber doch in Ordnung sein. Nach Abstecken des Landstroms bleiben sie auf \u00fcber 13V. Das ist gut. Bis morgen lasse ich den Landstrom weg, um ganz sicher zu gehen.<\/p>\n<p>Mittlerweile hat der Segelmacher geliefert. Der Buchstabierfehler am Lazybag ist ausgebessert und die Schatten f\u00fcrs Cockpit versprechen jetzt optimalen Komfort:<br \/>\n1. Voll zu:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/toerns\/_bilder\/2015_06-25_Schatten_1.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/toerns\/_bilder\/2015_06-25_Schatten_1.jpg\" width=\"640\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<p>2. T\u00fcr offen:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/toerns\/_bilder\/2015_06-25_Schatten_2.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/toerns\/_bilder\/2015_06-25_Schatten_2.jpg\" width=\"640\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<p>3. Aufgerollt in Segelstellung:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/toerns\/_bilder\/2015_06-25_Schatten_3.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/toerns\/_bilder\/2015_06-25_Schatten_3.jpg\" width=\"640\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<p>Allerdings muss noch die Aufrolltechnik ge\u00fcbt werden.<\/p>\n<p>Technical Manager Tony sagt, dass der Montag f\u00fcr Bootsbewegungen schon voll verplant sei. Am Dienstag aber kein Problem. Na gut, in zwei Tagen nach Samos wird zu schaffen sein.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2015-06-26\">26.06.2015 Freitag<\/strong><br \/>\nLeros<br \/>\nIn der Fr\u00fch, also ca. um 10h, tausche ich Moped gegen Auto. Damit hole ich die W\u00e4sche aus der W\u00e4scherei in Lakk\u00ed. Die Cosmote Internet SIM lasse ich nochmals bis zum 21.9. mit 15 GB aufladen. Das wird vermutlich reichen. Der Besuch bei der Hafenpolizei ist ganz entspannt. Keine Folianten, keine Kopien der Schiffspapiere mehr. Den hochwichtigen Stempel ins griechische Schiffspapier DEKPA muss man mit einem in der EU registrierten Boot nur mehr ein Mal im Jahr abholen. Kostet statt fr\u00fcher 0,88 Euro nur mehr Null. Offiziell werde ich also ab morgen mit der Beate schippern. Was tats\u00e4chlich ist, interessiert niemanden. Eigentlich k\u00f6nnte dieses ganze Prozedere \u00fcberhaupt eingestampft werden.<br \/>\nAndererseits ist seit zwei Jahren ein Gesetz in Kraft, das Freizeitbooten eine Art &#8222;Kurtaxe&#8220; abverlangt. F\u00fcr die Blodughadda w\u00e4ren es ca. 200 Euro per Jahr &#8211; die ich auch gerne bezahlen w\u00fcrde. Aber es ist nicht klar, wer dieses Gesetz exekutieren soll, geschweige dann wie. Also wird nix kassiert. Typischer griechisch geht es nicht. <\/p>\n<p>Ich n\u00fctze das Auto f\u00fcr einen erweiterten Einkauf. So g\u00fcnstige Thunfischdosen und gehackte Tomaten in Kartonverbundverpackung (sage nicht TetraPak, weil SIG eine andere Firma ist &#8211; Heinrich kennt sich aus) werden sonst nicht so leicht zu finden sein. Je 13 St\u00fcck kommen ins W\u00e4gelchen. Mehr ist nicht da.<\/p>\n<p>Beim Aus- und Einr\u00e4umen des Einkaufs w\u00e4re ein zweite Person nicht schlecht. Aber es geht so auch. Ich muss halt \u00f6fter die Leiter hinauf und hinunterklettern.<\/p>\n<p>Abends esse ich in der Fluhafentaverna Schweinskotletts mit Tomatensalat &#8211; von beiden mehr als reichlich. <\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2015-06-27\">27.06.2015 Samstag<\/strong><br \/>\nLeros<br \/>\nHier sind auch Gelsen! In der Nacht h\u00f6re ich zwar nur gelegentlich eine um die Ohren herumsurren. Aber an meinen F\u00fc\u00dfen haben sie sich bestens bedient. Die sind voll mit roten Punktchen, die aber nicht jucken. Normalerweise bekomme ich gar kein Erinnerungsst\u00fcck an einen M\u00fcckenstich.<\/p>\n<p>Erstes Fr\u00fchst\u00fcck an Bord und der Schinken- und K\u00e4sevorrat schrumpft um ein Zwanzigstel. Vielleicht habe ich gestern doch ein bisschen zu viel eingekauft.<\/p>\n<p>Ich tausche wieder Auto gegen Moped. Mittlerweile kennt mich der Vermieter so gut, dass er nur sagt, &#8222;ja ja nimm nur den Scooter&#8220; und weg bin ich.<\/p>\n<p>Die Ankerkette wird gewendet und erh\u00e4lt neue Farbmarkierungen alle 10 Meter. Dabei schaut der franz\u00f6sische Nachbar vorbei und wir plaudern \u00fcber Segeln in Griechenland. Ich kann wieder mit meiner enormen Erfahrung angeben.<\/p>\n<p>Auch der Nachbar Werner von der S\/Y Alena schaut vorbei. Wir diskutieren seinen Kielschaden, den heute ein Sachverst\u00e4ndiger der Versicherung begutachtet hat. Er gibt mir auch Tipps, wie das neue Lazyjacksystem am besten zu montieren w\u00e4re, aber richtig zufrieden stellend wird es trotzdem nicht. Das Pfeiffer Layzyjacksystem <a href=\"http:\/\/www.svb.de\/de\/pfeiffer-marine-system-lazy-jack.html\" target=\"_blank\">siehe hier<\/a> ist f\u00fcr drei Hebepunkte ausgelegt. Der neue Lazybag hat aber vier. An dem t\u00fcftle ich seit gestern schon eine ganze Weile.<\/p>\n<p>Mit Werner vereinbare ich ein gemeinsames Abendessen in To Petrino. Um 19h startet die Mopedfahrt. Gut, dass jeder ein eigenes hat. Der kumulierte Bauchumfang w\u00e4re wahrscheinlich nur auf einer extended Version transportabel.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2015-06-28\">28.06.2015 Sonntag<\/strong><br \/>\nLeros<br \/>\nKeine besonderen Vorkommnisse. Ich bleibe am Boot, werkle und schwitze so vor mich hin. Am Abend gehen Werner und ich zur Flughafentaverna  essen. Heute gibt es &#8222;Bifteki&#8220;<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2015-06-29\">29.06.2015 Montag<\/strong><br \/>\nLeros<br \/>\nEs wird gewaschen. Eine Maschine mit W\u00e4sche, eine mit Seilen. H\u00e4tte ich schon gestern gemacht, wenn die in der Waschmaschinenkammer aufgeh\u00e4ngte Bedienungsanleitung aufdatiert worden w\u00e4re. Darin steht immer noch, dass man einen Jeton einwerfen muss. Ist aber nicht so. M\u00fcnzen m\u00fcssen es sein, 5 Euro pro Maschine. Die M\u00fcnzen werden aber nur akzeptiert, wenn vorher alle Waschprogrammeinstellungen erfolgt sind.<br \/>\nJa, es ist verdammt schwer, eine neue Anleitung zu schreiben.<br \/>\nDas Boot wird auch gewaschen und von einer rekordverd\u00e4chtigen Anzahl Vogelscheisse befreit.<\/p>\n<p>Das von der Werft reparierte Schauchboot wird von der Werft aufgeblasen und soll dann zum Boot kommen. Es kommt aber nicht, weil es beim Aufblasen geplatzt ist.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/toerns\/_bilder\/2015_06-29_dinghykaputt.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/toerns\/_bilder\/2015_06-29_dinghykaputt.jpg\" width=\"640\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ja, reparieren k\u00f6nnen sie es schon. Es dauert nur mindestens 48 Stunden. Also Plan ge\u00e4ndert: Nachdem ich am Donnerstag Christian in Samos abgeholt haben werde, geht es wieder hierher zur\u00fcck, um das Dinghy abzuholen.<\/p>\n<p>Um 14h soll ich in der Rezeption sein, um die Rechnung f\u00fcr die Arbeiten des letzten Winters pr\u00e4sentiert zu bekommen. Bin nat\u00fcrlich p\u00fcnktlich an Ort und Stelle, aber die Rechnung nicht. Neuer Termin 15:30h &#8211; dasselbe. Ausser, dass ich jetzt sage, die Irene soll mich einfach anrufen, wenn die Rechnung fertig ist.<br \/>\nUm ca. 17:30h ist es dann soweit und ich bekomme den Schock meines Lebens. Dass es teuer werden w\u00fcrde, war schon klar. Mit sieben bis achttausend Euro hatte ich gerechnet. Aber mit 12.932,14 wirklich nicht. Die Rechnung ist mit 21 Seiten sch\u00f6n plastikspiralgebunden mit Klarsichtfolie vorne und Karton hinten. Sie listet alle Arbeiten und Materialien penibel auf. Aber f\u00fcr keine Arbeit die Anzahl Arbeitsstunden und alle Materialien nur in Griechisch. Gelegentlich l\u00e4sst sich doch was lesen, zB Lazy Jack System im Set \u20ac 295,-, w\u00fcrde allerdings bei SVB nur 119,95 \u20ac kosten. Die paar Schn\u00fcre und Bl\u00f6cke sind auch das nicht wert.<\/p>\n<p>Also diese Bootswerft hat bei mir das Vertrauen verspielt. Schade, denn die ausf\u00fchrenden Mechaniker k\u00f6nnen wirklich was. <\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2015-06-30\">30.06.2015 Dienstag<\/strong><br \/>\n11:30 L\u00e9ros \/ O. Parth\u00e9ni Agmar Marine <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b011'17.2''+26\u00b048'00.51''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Abfahrt<\/em><br \/>\n17:20 S\u00e1mos \/ Marath\u00f3kampos <a href=\"https:\/\/maps.google.at\/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=37\u00b042'34''+026\u00b042'04''&#038;z=15\" target=\"_blank\">Karte<\/a> <em>Anlegen<\/em><br \/>\n Zeit unterwegs: 05:50 Strecke: 33,8 Seemeilen  \u00d8 Fahrt: 5,8 Knoten <\/p>\n<hr \/>\n<p>Um acht will der Travellift anfangen, die Blodughadda ins Wasser zu transportieren. Das will ich aber noch nicht, weil das bestellte Seekartenbuch f\u00fcr die Nord\u00e4g\u00e4is per Kurier noch kommen soll. Tony kommt und beschwert sich, dass das Boot noch nicht fertig ist, wo doch das &#8222;Liftingprogram&#8220; um 8 Uhr startet. Ich beschwere mich zur\u00fcck aufs heftigste, dass er nicht in der Lage ist, zumindest die Reihenfolge der geplanten Bootsbewegungen zu vereinbaren und beschreibe nochmals die furchtbare Situation voriges Jahr. Er gibt zumindest zu, dass es nicht notwendig sein muss, 6 Stunden lang an der Boje auf das Herausheben zu warten. Mit absoluter Sicherheit wird sich aber nichts \u00e4ndern.<br \/>\nSo nett die Griechen auch sind, so organisatorisch unf\u00e4hig sind sie eben auch. Deshalb wird es auch Tsipras nicht gelingen, dieses Land in Ordnung zu bringen. Dar\u00fcber habe ich mit Werner in den letzten Tagen viel diskutiert. Jetzt kommt er, um sich herzlich zu verabschieden. Er mopediert nach Lakk\u00ed und die Blodughadda wird demn\u00e4chst ins Wasser kommen. Morgen wird er nach Deutschland zur\u00fcck fliegen und kommt erst in August wieder, wenn sein Boot hoffentlich fertig repariert ist. Es war eine Bereicherung, ihn hier kennen zu lernen und mit ihm zu diskutieren und zu Abend zu essen.<\/p>\n<p>Um 10:45h erscheint dann der Travellift wieder. Mein Seekartenbuch habe ich allerdings immer noch nicht. Der Kurier kam nicht. Nach sieben Minuten schwebt die Blodughadda in den Tragegurten. Die Abst\u00fctzpunkte werden mit Antifoulingfarbe gestrichen und dann geht es weiter. Um 11:15h liegt das Boot im Travelliftbecken. Der Mechaniker \u00fcberpr\u00fcft, dass die Motoren richtig laufen. Bei sehr wenig Wind ist das Auslaufen 15 Minuten sp\u00e4ter kein Problem. <\/p>\n<p>Bis Lipsi ist so gut wie gar kein Wind. Dann kommt er mit zwischen 10 und 15 Knoten, zeitweise bis zu 20 entgegen. Es geht daher langsam und nicht ger\u00fchrt sondern gesch\u00fcttelt voran. Aber nicht so schlimm.<\/p>\n<p>In Marathokampos staune ich nicht schlecht: Der Hafen ist total neu und pipifein ausgebaut. Platz ist auch genug vorhanden. Ein griechischer Segler hilft mir beim Anlegen. Es gibt sogar Moorings. <\/p>\n<p>Weil ich ja doch seit 6h auf den Beinen bin, lege ich mich 12 Stunden danach hin und schlafe ein bisschen. Tut gut. Das Abendessen in einer den vielen netten und fast menschenleeren Tavernen auch.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#top\"><\/a><strong id=\"2015-07-01\">01.07.2015 Mittwoch<\/strong><br \/>\nS\u00e1mos \/ Marath\u00f3kampos<br \/>\nEs ist sehr ruhig hier. In der Nacht spielt zwar in irgendeinem Lokal penetrante griechische Jodel- kontra Geigenmusik. Aber sie ist nicht laut.<br \/>\nDas Boot liegt so ruhig wie auf Land. Bis ca. 8 Uhr als der Nordostwind einsetzt. Macht sich mit einem Bumperer bemerkbar als sich das Heck an die Kaimauer anlehnt. Ursache: Die Mooringleinen sind zwar gespannt, aber nicht ausreichend. Sie zu spannen ist keine einfache Aktion.<\/p>\n<p>Das Bordklo sp\u00fclt nicht. Wurde auch von der Werft um immenses Geld gewartet. Ich zerlege alles, finde aber keinen Fehler. Also baue ich alles wieder zusammen und siehe da, jetzt funktioniert die Sp\u00fclung. Zwar nicht so gut wie letztes Jahr, aber mit einigen herzhaften Pumpbewegungen gehts. Wo war da die Serviceleistung?<\/p>\n<p>Um die Mittagszeit kommt ein Schweizer Segelboot. Ich helfe mit Leinen und Moorings. Sie sind aber zu kurz. Es dauert \u00fcber eine Stunde, dies festzustellen. Die Helfer des Skippers sind absolut unf\u00e4hig und er daher \u00fcberfordert. Mein Vorschlag, sich einfach l\u00e4ngsseits am Querkai anzulegen wird angenommen. Da helfe ich auch mit. Dabei verrei\u00dfe mir leider mein Kreuz als ich die viel zu sp\u00e4t vom unf\u00e4higen Crewmitglied die Leine bekomme und mit ihr dann das Boot an den Kai ziehe.<\/p>\n<p>Der Schweizer Skipper hat Anstand und bedankt sich nachtr\u00e4glich mit einer Schachtel &#8222;Echte Basler Leckerlis&#8220;. Sie sind steinhart, vor einer Woche abgelaufen und schmecken echt baslerisch. Trotzdem vielen Dank.<\/p>\n<p>Der Nachmittag vergeht mit Einkommensteuererkl\u00e4rung machen und nochmals aufr\u00e4umen. Es wird Zeit f\u00fcr ein paar Fotos:<\/p>\n<p>Blodughadda liegt hier mit voll gestreckten Mooringleinen und daher mit der Nase tief im Wasser.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/toerns\/_bilder\/2015_07-01_Marathokampos_2.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/toerns\/_bilder\/2015_07-01_Marathokampos_2.jpg\" width=\"640\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Anlage macht aber sonst einen soliden Eindruck<br \/>\n<a href=\"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/toerns\/_bilder\/2015_07-01_Marathokampos_1.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/toerns\/_bilder\/2015_07-01_Marathokampos_1.jpg\" width=\"640\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Versorgungss\u00e4ulen funktionieren nat\u00fcrlich noch nicht. Aber als Anlehnplatz f\u00fcr Fischernetze gut zu gebrauchen.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/toerns\/_bilder\/2015_07-01_Marathokampos_3.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/toerns\/_bilder\/2015_07-01_Marathokampos_3.jpg\" width=\"640\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<p>Am \u00f6stlichen Hafenbecken wird gebaut<br \/>\n<a href=\"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/toerns\/_bilder\/2015_07-01_Marathokampos_4.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/toerns\/_bilder\/2015_07-01_Marathokampos_4.jpg\" width=\"640\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<p>Was da enstehen soll, steht hier. Bitte um \u00dcbersetzung, wenn jemand dazu f\u00e4hig ist:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/toerns\/_bilder\/2015_07-01_Marathokampos_5.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/blodughadda.lpe.at\/toerns\/_bilder\/2015_07-01_Marathokampos_5.jpg\" width=\"640\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aktualisierung 20.08.2018 00:46:44 Anzahl Tage: 10 22.06.2015 Wien &#8211; Leros 23.06.2015 Leros 24.06.2015 Leros 25.06.2015 Leros 26.06.2015 Leros 27.06.2015 Leros 28.06.2015 Leros 29.06.2015 Leros 30.06.2015 37\u00b011&#8217;05.34&#8220;N,026\u00b048&#8217;08.58&#8220;E &#8211; L\u00e9ros \/ O. 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