Aktualisierung 04.09.2018 11:03:49 Anzahl Tage: 40
23.07.2018 Mödling – Leros
24.07.2018 Leros
25.07.2018 Leros
26.07.2018 Léros / O. Parthéni Agmar Marine – Léros / N. Archángelos Ankerbucht
27.07.2018 Léros / N. Archángelos Ankerbucht
28.07.2018 Léros / N. Archángelos Ankerbucht – Patmos / O. Meloï
29.07.2018 Patmos / O. Meloï
30.07.2018 Patmos / O. Meloï
31.07.2018 Patmos / O. Meloï – Patmos / Gerani
01.08.2018 Patmos / Gerani – Lipsi / Xirókampos
02.08.2018 Lipsi / Xirókampos – Léros / Kuluki
03.08.2018 Léros / Kuluki
04.08.2018 Léros / Kuluki – Léros / Lakkí Marina – Léros / Kuluki
05.08.2018 Léros / Kuluki – Léros / O. Xirokampos
06.08.2018 Léros / O. Xirokampos
07.08.2018 Léros / O. Xirokampos – Kálymnos / Emboriós
08.08.2018 Kálymnos / Emboriós
09.08.2018 Kálymnos / Emboriós
10.08.2018 Kálymnos / Emboriós – Kálymnos / O. Arganó (Arginónta)
11.08.2018 Kálymnos / O. Arganó (Arginónta) – Astypálea / O. Livadia
12.08.2018 Astypálea / O. Livadia
13.08.2018 Astypálea / O. Livadia
14.08.2018 Astypálea / O. Livadia
15.08.2018 Astypálea / O. Livadia
16.08.2018 Astypálea / O. Livadia
17.08.2018 Astypálea / O. Livadia – Astypálea / O. Skala (Hafen)
18.08.2018 Astypálea / O. Skala (Hafen) – Astypálea / O. Agrilithi
19.08.2018 Astypálea / O. Agrilithi – Astypálea / O. Schinunta
20.08.2018 Astypálea / O. Schinunta
21.08.2018 Astypálea / O. Schinunta
22.08.2018 Astypálea / O. Schinunta – Astypálea / O. Livadia
23.08.2018 Astypálea / O. Livadia
24.08.2018 Astypálea / O. Livadia – Kos / Kefalos, Kamari
25.08.2018 Kos / Kefalos, Kamari – Tílos / O. Livádia
26.08.2018 Tílos / O. Livádia
27.08.2018 Tílos / O. Livádia – Gyali / Strand
28.08.2018 Gyali / Strand – Kos / Kefalos, Kamari
29.08.2018 Kos / Kefalos, Kamari
30.08.2018 Kos / Kefalos, Kamari
31.08.2018 Kos / Kefalos, Kamari
Crew:
Tötterström Tom
Tötterström Beate
Gesamt Törn:
Zeit unterwegs: 44:24 Strecke: 215 Seemeilen Ø Fahrt: 4,8 Knoten
23.07.2018 Montag
Mödling – Leros
Nach kurzem Schlaf holt uns das Taxi um 5:40h ab. Die AUA Maschine soll um 8:05h abfliegen, hat aber eine halbe Stunde Verspätung. Auch dieses Jahr gibt es auf den MyHoliday Flügen warmes Essen. Diesmal Eierspeise mit Erdäpfeln als Frühstück. Der Flieger ist voll.
In Kos landen wir gerade rechtzeitig, um den 12-Uhr Bus nach Kos Stadt zu erwischen. Kostet € 6,40 für uns zwei statt € 35,- fürs Taxi. Das nächste Abendessen haben wir also quasi gratis. Dafür müssen wir knappe 20 Minuten von der Busstation Cleopatras zum Hafen gehen, was auch geht. Allerdings die ersten paar hundert Meter mühsam, weil wie griechisch üblich die Bäume aus dem Gehsteig heraus wachsen und man kaum vorbei kommt. Die letzten paar hundert Meter sind auch mühsam, weil der Betonbelag sehr rau ist und die Kofferrollen nicht leicht rollen.
Der Schnellkatamaran Dodekanissos Pride wartet schon auf uns und wir können um 13h gleich nach dem Ticketkauf (€ 23,- per Pers.) im Kiosk an Bord gehen.
In Leros Agia Marina wartet Frau Giannakos auf uns mit dem bestellten Leihwagen. Wir fahren zum Hotel Alinda, erhalten Zimmer Nummer 5 und können ziemlich genau neun Stunden nach der Abfahrt in Mödling im Mittelmeer schwimmen. Das tut gut!
24.07.2018 Dienstag
Leros
Nach dem wie üblich sehr guten Frühstück fahren wir nach Partheni zum Boot. Der Schaden am stbd- Ruder ist repariert. Da war Wasser eingedrungen. Am stbd. Motor hat der Chafmechaniker Michalis diagnostitiert, dass aufgrund meiner Beschreibung die Einspritzpumpe und die Einspritzdüsen justiert werden müssen, was aber nur ein Spezialist in Athen machen kann und länger dauern wird. Muss also bis zum Herbst warten.
Das Spannleintuch als provisorische Schlauchbootabdeckung hat gehalten und auch den meisten Staub abgehalten. Aber auf dem Deck und innen gibt es genug davon zum Abwaschen und jede Menge andere Handgriffe, um das Boot wieder fit zu machen. Unter anderen die vom Patrick vorbereiteten neuen Stufen für die Badeleiter montieren.
Am Abend fahren wir die Straße entlang der Alindabucht weiter bis zum Restaurant Vareladiko in Dio Liskaria, einer schönen Badebucht. Sehr freundliche Leute, gutes Essen und eine herrliche Aussicht auf die Bucht und das gegenüber liegende Agia Marina und das darüber thronende Kastell.
Und weil wir schon ein Auto haben, fahren wir anschließend fast bis hinauf zum Kastell. Nämlich zur chilligen Bar View bei der östlichsten der Windmühlen oberhalb von Panteli. Nomen est omen habe ich schon mit Herbert und Silvia hier voriges Jahr festgestellt. Die Aussicht ist wunderbar.



25.07.2018 Mittwoch
Leros
Am Vormittag putze ich das Boot weiter. Es gelingt sogar, den Gummiabrieb los zu werden, den die verdammten Gummipuffer in Ikaria an der Bordwand hinterlassen hatte, aber nur mit einem Schleifschwamm.
Am Abend kaufen wir im tollen Gemüsegeschäft in Lakki ein und holen die Wäsche ab. Dann der Großeinkauf im Supermarkt und alles im Boot verstauen.
In Hotel Alinda gibt es Livemusik mit einer Frau am Akkordeon und einem Mann an der Laute. Uns schwant Schlimmes aber sie spielen und singen sehr angenehme und stimmungsvolle griechische Musik.
26.07.2018 Donnerstag
08:32 Léros / O. Parthéni Agmar Marine Karte
09:07 Léros / N. Archángelos Ankerbucht Karte
Zeit unterwegs: 00:35 Strecke: 1,6 Seemeilen Ø Fahrt: 2,7 Knoten
Schon kurz vor 8 kommt die Bootsträgertruppe und bereitet die Fahrt ins Wasser vor. 40 Minuten später fahren wir schon Richtung Archangelos, wo wir in der SW-Einbuchtung ankern. Herrlich wieder auf dem Wasser zu sein. Und gleich danach im Wasser. Das Wetter ist auch herrlich mit wenig Wind und Idealtemperatur.
27.07.2018 Freitag
Léros / N. Archángelos Ankerbucht
Der Tag ist wunderbar. Das Schlauchboot wird geputzt und aktiviert. Am Nachmittag fahren wir damit zur Taverna Stigma. Dabei haben wir während des gesamten Essens eine Unterhaltung: Ein beim Steg der Taverna angelegtes Motorboot fängt beim Ablegen ein Seil mit dem Propeller. Anscheinend das erste Mal für diesen Skipper, weil er dabei recht unbeholfen ist. Hätte er nicht einen jungen Burschen an Bord, wäre er vollkommen verloren.
Die Stigmatochter sagt, das Seil sei zur Sicherung einer Mooring da gewesen. Das verstehe ich genau so wenig wie die Manöver des Skippers, aber egal.
Am Abend bereiten wir uns für die groß angekündigte Mondfinsternis vor indem wir ein Frühabenschläfchen machen. Die Mondfinsternis können wir dann hellwach beobachten. Aber so ganz spannend ist sie doch nicht. Der Blutmond ist zwar schon sehr düster und ich huldige ihm mit einem Nachtschwimm. Wirklich traurig, dass wir ihn in unserem Leben nicht wieder sehen werden, sind wir nicht.


28.07.2018 Samstag
10:57 Léros / N. Archángelos Ankerbucht Karte
14:08 Patmos / O. Meloï Karte
Zeit unterwegs: 03:11 Strecke: 13,7 Seemeilen Ø Fahrt: 4,3 Knoten
Es gibt wenig Wind und so soll es bis Nachmittag bleiben, ideal für die Fahrt nordwärts nach Patmos. Vollkommen ungeschüttelt erreichen wir Meloï nach sehr langsamer Fahrt mit vollen Batterien. Wir machen ein sofort gelungenes Ankermanöver am selben Platz wie voriges Jahr. Das früher sehr hohe Seegras ist hier vollkommen verschwunden. Wahrscheinlich eine Katastrophe für Seegrasschützer. Aber für uns Seefahrer ein Glück.
Ein WLAN Moto Rent Stefanos 6945067206 bietet sich an. Also der Stefanos, der die Mopeds am Campingplatz in Meloï verliehen hat, bevor der Platz 2013 geschlossen wurde. Ich rufe die Nummer an. Ja, er kann ein Moped vermieten und uns abholen. Wir bekommen einen 125ccm Roller für zwei Tage um 30 Euro mit dem wir gleich zur Chora hinauf fahren. Das Kloster besichtigen wir nicht. Das machen so ca. 300 Passagiere des Kreuzfahrtschiffes Celestic Olympia, das vorhin vor Skala geankert hat. Wir setzen uns auf ein Getränk in die sehr schön renovierte Taverna mit famoser Aussicht, die jetzt das Restaurant Jimmy’s Balcony ist.
Der Main Square hat sich wirklich gemausert. Ganz tolle neue Lokale scharen sich rund um den Platzhirschen Vaggelis, den es schon immer hier gegeben hat. Wir fahren aber weiter und sind froh, ein starkes Gerät unterm Hintern zu haben als wir zum Profeten Ilias hinauf fahren, einem Kirchlein auf einer Bergspitze. Andere sind auch da und warten auf den Sonnenuntergang. Unter anderem eine Quattrochnattola mit Weinflasche, also vier Italienerinnen mit starkem Mitteilungsdrang. Voraussichtlich wird die Sonne eh nicht im Meer sondern hinter Ikaria untergehen. Also weiter und zurück nach Skala und in die Taverna I Netia. Hervorragende griechische Speisen und volles Lokal aber wir scheinen die einzigen Touristen zu sein.








29.07.2018 Sonntag
Patmos / O. Meloï
Hier gibt es was zu sehen. Vor der Bucht ankert die 90m Motoryacht Phoenix2. Die kann man chartern um schlappe eine Million Euro per Woche. Dafür kann man 11 Freunde einladen und wird man von einer 28-köpfigen Crew verwöhnt. Also eh nicht so teuer, wenn man bedenkt, dass das Schiff 160 Millionen US Doller gekostet haben soll. Da spielt die Dieselrechnung auch keine so große Rolle, auch wenn der 205.000 Liter Tank leer sein sollte.
Und dann ankert die mit 39 m im Vergleich mickrige Libertas auch in der Bucht. Pah! nur 28.012 Liter Dieseltank. Als der Wind zunimmt, begibt sie sich auf die Reise quer über die Bucht mit dem Anker im Schlepptau. Kurz bevor sie an das gegenüber liegende Ufer kracht, wacht der Kapitän auf und startet die Motoren. Schade, hätte ein superschönes Wrack ergeben.
Ankerprobleme anderer Art hat die Segelyacht Cerberus unter niederländischer Flagge. Sie fährt fast ganz bis zum Scheitel der Bucht und schmeißt den Anker- wortwörtlich. Zuerst wundere ich mich, dass sie den Anker so knapp am Ufer legt und dann darüber, dass das Boot einfach weiter fährt. Fernglaskontrolle ergibt: Das Boot hat weder einen Anker noch eine Ankerkette mehr. Alles futsch. Wie kann das sein? Also ankert der anscheinend nicht so meisterhafte Skipper provisorisch mit dem Reserveanker und taucht mit Hilfe des Nachbarbootskippers, um die verlorene Ankerkette wieder zu fangen. Das gelingt schließlich auch. Und dann können wir noch beobachten, wie das Boot unzählige Ankerversuche macht, bei denen der Anker nicht greift. Kein Wunder. Die max. 15m Kette, die die Dame an der Ankerwinde hinein lässt, ist um etwa 15m zu wenig bei 10m Tiefe. Erst als der Nachbarskipper anscheinend den entscheidenden Tipp gibt, ist der Cerberus gebändigt.
Genug Boote beobachtet. Jetzt fahren wir an Land und erkunden wieder mal Patmos mit dem Moped. Zuerst an die Nordseite von Patmos nach Lampi mit dem Kieselstrand, wo das Mitnehmen von Steinen strengsten verboten ist. Wir trinken einen Frappé und einen Eistee in der Café Bar. Weil sie auch innen ziemlich lässig ist, komme ich drauf, was ich heuer vor allem fotografieren werde: Die Lokale, die wir besuchen. Alles andere wurde schon x Mal fotografiert.
Über eine Staubstraße fahren wir weiter nach Livádi Kalogíron, ein kleines fruchtbares Tal mit schönem Sandstrand und einer urigen Taverna, in die wir aber nicht hinein gehen. Dann weiter nach Agios Nikólaos. Irgendwie ein Ort mit komplett verlotterten Anwesen oberhalb einer kleinen Bucht, die auch gar nichts hergibt. Dann machen wir einen Abstecher nach Lefkes, schon an der W-Seite von Patmos im Nordteil. Dort gibt es eine unglaublich imposante gelbe herrschaftliche Villa mit Türmen. Aber das wars schon. Der Strand ist dreckig, die Strandkantine erbärmlich, in der Gegend sind verstreut einige einfache Häuser.
Ein sehr kurzer Stopp in der Bucht Agriolivado mit massenhaft Strandliegen reicht uns. Wir fahren nach Skala und machen den jährlichen Pflichtbesuch im Arion beim Hafen. Diesmal ist es nicht annähernd so laut wie voriges Jahr, aber genau so heiß. Also zurück zum Boot und schnell ins Wasser.
Am Abend fahren wir wieder ins I Netia. Diesmal müssen wir einfach den famosen Hambuger Special um 5 Euro essen, den die Burschen schon seit der Zeit kennen, als die Wirtin noch die Campingplatztaverna betrieb. Der ist immer noch gewaltig und sehr gut mit gegrilltem Brot, Fleischlaberl, Tomaten, Spiegelei, Käse und Speck.








30.07.2018 Montag
Patmos / O. Meloï
Am Vormittag fahren wir mit dem Moped los, erledigen ein paar Einkäufe, trinken einen Kaffee im Plaza am Hauptplatz von Skala und einen in der Bäckerei-Café beim Yachkai. Dazwischen fahren wir nach Grikos und erkunden auch einige Stichstraßen im Südosten der Insel.
Um 14h sind wir wieder zurück und im Wasser. Um 18:30 fahren wir wieder an den Strand. Ich bringe das Moped zu Stefanos zurück und er bringt mich nach Meloï zurück, wo wir anschließend in der Taverna essen. Der grüne Salat mit Dille ist nicht so gut wie voriges Jahr.
Als wir zum Boot zurück fahren ist es absolut windstill und so bleibt es die ganze Nacht.






31.07.2018 Dienstag
12:32 Patmos / O. Meloï Karte
13:26 Patmos / Gerani Karte
Zeit unterwegs: 00:54 Strecke: 2,4 Seemeilen Ø Fahrt: 2,7 Knoten
Besonders weit schaffen wir es heute ja nicht. Dafür ankern wir an einem neuen Platz östlich der schon oft besuchten Bucht Livadi Geranou. Nirgends finde ich einen Namen für diesen Platz also nenne ich ihn einfach Gerani. Hat eine schöne Aussicht auf Patmos und einen guten Ankergrund. Ist aber komplett offen für die Wellen, die alle vorbeifahrenden Boote und Schiffe hereinschicken.

01.08.2018 Mittwoch
11:24 Patmos / Gerani Karte
14:20 Lipsi / Xirókampos Karte
Zeit unterwegs: 02:56 Strecke: 12 Seemeilen Ø Fahrt: 4,1 Knoten
Bei mäßigem Wind tuckern wir mit 1.600 rpm nach Lispi, um wieder mal die Batterien möglichst lange zu laden. Eigentlich wollen wir in die Bucht Kouloura an der S-Seite von Lipsi. Aber kurz nach dem Ankern wird klar, dass wir da nicht bleiben können, weil direkt oberhalb zwei Bagger an einer neuen Straße durch das Gelände bauen. Das Rattern des Presslufthammers ist nicht aushzuhalten. Also Anker wieder rauf und in die nächste Bucht, äh Einbuchtung. Da waren wir bis jetzt auch noch nie. Und in Zukunft werden wir auch nicht da sein. Der N-Teil ist voll mit Steinen und im S-Teil wo wir ankern kommen am Abend die Wellen von der Seite und der Wind von vorne. Des brauchma ned.
02.08.2018 Donnerstag
12:58 Lipsi / Xirókampos Karte
15:54 Léros / Kuluki Karte
Zeit unterwegs: 02:56 Strecke: 13,4 Seemeilen Ø Fahrt: 4,5 Knoten
Am Vormittag beobachte ich, dass die Ausflugsboote zwischen Lipsi und der kleinen vorgelagerten Insel durchfahren obwohl zwischen diesen ein grüner Streifen mit seichtem Wasser ist. Also müsste es sich für die Blodughadda mit 1m Tiefgang auch ausgehen. Statt das Inselchen zu umrunden, wie bisher immer, fahren wir daher im absolutem Schneckentempo über den etwa 20m breiten grünen Bereich. Das Echolot zeigt 1,8m am seichtesten Punkt.
In Lakki hat vorhin der Tanker EKO 2 angelegt und macht Lärm. Wir ankern trotzdem ca. 150m entfernt in Kuluki. Zuletzt am 12. Juni war es die EKO 1 und die hat am nächsten Tag zu Mittag wieder abgelegt. Hoffentlich wird es wieder so sein.
Am Abend fahren wir in fünf Minuten mit dem Schlauchi zum Betonanleger in Lakkí zum Abendessen. Wir entscheiden uns für das Ecklokal I Fraka direkt beim Hauptkreisverkehr und dem Betonanleger. Den Grillteller um 10 Euro schaffen wir zu zweit nicht. Überhaupt sich die Portionen riesig und die Preise klein. Das wissen auch viele Einheimische hauptsächlich der dickeren Sorte. Denen ist das wenig ansprechende Ambiente wahrscheinlich auch egal.
Am Abend sehen wir uns einen Wilsberg Krimi an. Glücklicherweise übertönt der Denon Lautsprecher das nervige Motorbrummen der EKO 2 locker. Als wir schlafen gehen wollen, wundern wir uns darüber, dass die Abstände zu den anderen Booten nicht mehr stimmen. Das Echolot gibt Gewissheit: Es zeigt 15,5 m statt 8 m an. Wir sind also hinaus getrieben. Das wundert mich noch mehr, denn eigentlich hatte ich den Anker eh ordentlich eingefahren. Anscheinend doch nicht gut genug, denn er lässt sich widerstandslos herein holen. An der Oberfläche angekommen ist klar warum. Er ist vollkommen in Seegras und Plastiksäcken eingewickelt! Es gibt nichts was es nicht gibt.
03.08.2018 Freitag
Léros / Kuluki
Abgesehen vom abendlichen Besuch im Café Morano bleiben wir den ganzen Tag auf dem Boot. Die EKO 2 legt leider nicht ab.

04.08.2018 Samstag
11:41 Léros / Kuluki Karte
12:05 Léros / Lakkí Marina Karte
12:52 Léros / Lakkí Marina Karte
13:05 Léros / Kuluki Karte
Zeit unterwegs: 00:37 Strecke: ,5 Seemeilen Ø Fahrt: ,8 Knoten
Um 5 Uhr verlässt uns endlich der brummende Nachbar. Um 11:30h rufe ich bei der Lakki Marina an, weil wir Wasser für das Boot und diverse Einkäufe brauchen. Ja wir können kommen aber nur ganz kurz bleiben, weil schon alles reserviert ist. Wir fahren um die Ecke und legen mit Hilfe des Marineros Michalis an. Ich packe den neuen Wasserschlauch aus und Beate geht einkaufen. Sie sieht wie gerade ein anderes Boot in der Marina beliefert wird und fragt die Fahrerin, ob sie von einem Supermarkt wäre. Ja, und sie kann gleich mit ihr mitfahren und wird dann auch den Einkauf zum Boot bringen. Das passt ausgezeichnet und Beate hat sogar noch Zeit zum Bäcker zu gehen während das Auto mit den Einkäufen beladen wird. In kaum 25 Minuten ist alles bequem an Bord. Vor allem die dringend benötigten Trinkwasserflaschen wären sonst ein Problem gewesen.
Nach knapp 50 Minuten legen wir wieder ab und ankern wieder in Kuluki.
Weil heute Samstag ist, gibt es am Abend Live Musik beim Lokal am Fähranleger. Aber nicht nur dort, sondern auch auf der anderen Seite von uns bei bei der Badeeinrichtung oder was auch immer das ist. Wir haben also griechische Musik in Stereo. Allerdings links und rechts mit unterschiedlichen Liedern. Wobei das eigentlich egal ist, klingt eh alles gleich.
Wir bleiben an Bord und essen Cordon Bleu!
05.08.2018 Sonntag
12:56 Léros / Kuluki Karte
14:10 Léros / O. Xirokampos Karte
Zeit unterwegs: 01:14 Strecke: 4,9 Seemeilen Ø Fahrt: 4 Knoten
Gemächlich umrunden wir das Südwestende von Leros und nehmen eine Mooring mit weißer Markierungsboje. Da steht jetzt Porto Nikola drauf und nicht mehr Mama Veta. Viktoria hat also ernst gemacht mit dem Verkauf ihres Lokals. Am Abend müssen wir natürlich testen, ob der neue Betreiber was taugt. Tut er schon. Die Bedienung ist sehr zuvorkommend und die Speisen ok, wenn auch nicht mehr bulgarisch angehaucht. Aber Spezialsalate gibt es eine ganze Speisekartenseite lang. Der neue Betreiber hat das Lokal recht nett herausgeputzt:




06.08.2018 Montag
Léros / O. Xirokampos
In der Nacht flaut der Wind vollkommen ab. Die 30 Boote in der Bucht stehen in alle Richtungen. Das riesige Nachbarsegelboot ODIN mit seiner englischen Einmannmannschaft schwenkt mit dem Heck zur Blodughadda so dass nur mehr knapp 2 Meer Platz zwischen den hinten angehängten Schlauchbooten bleibt. In Morgengrauen kommt etwas Wind und alle Boote richten sich wieder nach ihm. Nur die ODIN nicht. Sie steht immer noch mit dem Heck zum Blodughaddaheck. Ich vermute, dass die Markierungsboje der zwischen unseren Booten viel zu knapp gelegten Mooring irgendwie sich im Ruder oder Propeller verfangen hat. Das bestätigt auch der Englishman nachdem sein Boot wieder normal schwojt und er mit dem Schlauchboot auf dem Weg zum Ufer kurz bei uns stehen bleibt: Die Boje hatte sich zwischen Ruder und Propeller verfangen. Aber er konnte sie tauchend mit viel Kraftaufwand von dort herausziehen. Ich schlage ihm vor, dass er doch die gemeingefährliche Boje abschneiden soll. Aber ein Gentleman tut sowas nicht mit einer fremden Sache. Ich dann auch nicht.
Der Tag vergeht mir viel Arbeit für die LAUFEN Preislisten meinerseits und viel lesen beaterseits.
Am Abend gehen wir zuerst ins Lebensmittelgeschäft PRAXIS an der Ortseinfahrt und dann wieder ins Porto Nikola. Die Bedienung ist wieder superfreundlich, aber das Essen überzeugt nicht wirklich. Der heutige Leros-Salat ist gegenüber dem gestrigen Roka-Salat eine sehr paprikalastige Enttäuschung.
07.08.2018 Dienstag
12:53 Léros / O. Xirokampos Karte
14:29 Kálymnos / Emboriós Karte
Zeit unterwegs: 01:36 Strecke: 6 Seemeilen Ø Fahrt: 3,8 Knoten
Obwohl der Wind zugenommen hat, erreichen wir auch Emborios ohne einen Wasserspritzer aufs Deck bekommen zu haben. Hier gibt es wirklich Bojen und das viele und viel freie. Wir nehmen die äußerste der Taverna Barba Nikolas. Schön ist es hier und die nächste Boje in ordentlichem Abstand von uns. Da wird in der Nacht kein Boot mit unserem kuscheln wollen. Ist eh keins da.
Natürlich müssen wir beim Onkel Nikolas am Abend essen, wenn wir schon seine Boje verwenden. Das beste ist die Aussicht, das Essen sicher nicht.





08.08.2018 Mittwoch
Kálymnos / Emboriós
Viel schwimmen, lesen und arbeiten. Ausnahmsweise fahren wir schon am frühen Nachmittag ans Ufer und essen Zucchinibällchen und panierten Feta in Honig und Sesam im Dreamcatcher. Sehr gut! Auch das selbst gebackene Brot der Mama und die Bedienung der Tochter – wie voriges Jahr hier.
Am Abend gibt es dann einen selbst gemachten griechischen Salat der Beate und gebratenen Haloumi dazu und nachher einen Filmabend.


09.08.2018 Donnerstag
Kálymnos / Emboriós
Nach einer sehr windigen Nacht arbeite ich wieder bereits vor Sonnenaufgang mit kurzen Unterbrechungen bis am Abend. Dabei glauben fast alle, mit denen ich Telefoniere, dass ich auf Urlaub bin!
Der Wind ist hier wirklich seltsam. Kommt immer wieder aus einer anderen Richtung und immer wieder mit unterschiedlicher Stärke, teilweise auch richtig heftig wie in der Nacht öfter. Muss mit der Topographie zu tun haben.
Am Nachmittag wird es dann plötzlich windstill und die Sonne gleißend. Im Cockpit haben wir 38°. Also ungefähr so heiß wie heute in Mödling. Nur können wir hier ins Wasser hupfen zum Abkühlen.
Am Abend wieder Landgang und Essen. Diesmal in To Kyma, weil Dreamcatcher voll ist. Was sich in keiner Weise als Nachteil erweist. Wir können auch Gemüse vom fahrenden Händler kaufen, der sich mit seinem Klein-LKW täglich um ca. 20h beim Bootsanleger einfindet. Der einzige Minimarkt im Ort hat zwar Brot aber kein Gemüse.
10.08.2018 Freitag
17:25 Kálymnos / Emboriós Karte
18:19 Kálymnos / O. Arganó (Argynónta) Karte Ankern
Zeit unterwegs: 00:54 Strecke: 1,8 Seemeilen Ø Fahrt: 2 Knoten
Den ganzen Tag entwickle ich eine neue Präsentation der Badmöbelserie Boutique für die Laufen Preisliste Deutschland. Dann sind die Bootsbatterien wieder fast leer und wir wollen was Neues sehen.
In Arginonta geht der Anker auf 4,5m Tiefe 105m vor dem Sandstrand. Ich habe Bedenken, ob wir die Nacht bleiben können, weil die Bucht nach NW offen ist, also genau in Windrichtung. Es ist zwar nicht viel Wind aber der könnte ja noch kommen. Ruhig ist das Wasser nicht. Das bestätigt auch das obligate Ankerschnorcheln. Es kommt eine Grunddünung daher, die sogar abgestorbenes Seegras über dem Anker hin und her treibt. Das sieht verrückt aus, weil es aussieht als ob der Anker sich bewegen würde. Der liegt aber gut im Sand. Auch der Sand wird aufgewirbelt und trübt das Wasser.
Lange überlegen wir, wo wir mit dem Schlauchi am besten anlanden können und entscheiden uns für eine Stelle, wo die wenigste Brandung zu sein scheint. Trotzdem schlägt das Boot quer gerade als Beate aussteigt. Der nächste Wellenschlag wirft sie um. Es passiert aber nichts außer dass sie eine nasse Hose bekommt.
In der Taverna Arginonta Beach bekam ich in Juni zum Ouzo eine sensationelle Mezedesplatte. Daher muss ich natürlich jetzt auch einen Ouzo bestellen und außerdem endlich wieder mal einen Sonnenuntergang ins Meer beobachten und fotografieren. Beate macht einen Hosentrocknungsspaziergang in den „Ort“. Zum Ouzo bekomme ich tatsächlich eine schöne, wiewohl diesmal nicht so tolle Mezdedesplatte aber erst nachdem das Ozuglas leer, die Beate zurück gekommen und die Sonne unter gegangen ist. Dabei ist sonst nur ein Tisch mit einer Bergsteigergruppe besetzt. Trotzdem bleiben wir da und bestellen von der herzlichen Wirtin – oder wahrscheinlich schwangere Wirtinstochter – selbst gemachten Wirtinstochter Dolmades, Club Sandwich und noch ein Glas Ouzo. Das alles kommt dann schneller, schmeckt bestens und ist voll ausreichend. Von den 14 Dolmades schaffen wir 12. Zur Rechnung bekomme ich noch ein Glas Ouzo und Beate eine sehr schöne und außergewöhnliche Muschel geschenkt. Endlich was anderes als Wassermelone!
Als wir zum Schlauchboot gehen, kommt der Wirt – oder wahrscheinlich der Schwiegersohn der Wirtin – uns zu Hilfe. Das ist gut, denn er hält das Boot während wir einsteigen und gibt uns dann einen wichtigen Schubser hinaus aus der Brandungszone.







11.08.2018 Samstag
09:01 Kálymnos / O. Arganó (Arginónta) Karte
15:37 Astypálea / O. Livadia Karte
Zeit unterwegs: 06:36 Strecke: 43,9 Seemeilen Ø Fahrt: 6,7 Knoten
Die ganze Nacht schaukeln wir in unterschiedlichen Richtungen je nach dem wie der leichte Wind das Boot gerade dreht. Zum Frühstücken haben wir keine Lust und fahren gleich los. Es ist nicht klar wohin. Aber als wir sehen, dass vor Telendos das Wasser auch nicht ruhig ist, nehmen wir Kurs auf Astypalea. Die halbe Strecke geht recht gemütlich bei 15-16 Knoten Halbwind und ausgerollter Genua. Dann steigert sich der Wind immer mehr und die letzten 12 Seemeilen vor Astypalea sind nicht mehr gemütlich bei 25-30 Knoten. Das erste Mal bei diesem Törn kommt Wasser aufs Deck und das gleich ordentlich, gelegentlich auch ins Cockpit. Sogar auf der Leeseite der Insel baut sich eine unangenehme Welle auf, die wir etwas mehr als eine Stunde aushalten müssen bevor wir den Anker in Livadia vor den Schwimmbereichsbojen auf 7m werfen können.
Natürlich müssen wir ins Korkodilo auf Tabuleh und Red Salad nachdem wir im Supermarkt was eingekauft haben. Offenbar ist es jetzt ein In-Lokal geworden. Wir ergattern einen der nur mehr zwei freien Tische gerade noch rechtzeitig bevor die Leute Schlange stehen, um auch einen Platz zu bekommen. Es sind hauptsächlich junge Leute, wahrscheinlich Urlauber aus Athen. Jedenfalls hört man rundherum nur Griechisch. Wir wundern uns darüber, dass das Essen bei dem Betrieb so schnell serviert wird. Und es schmeckt wieder fantastisch gut. Kein Wunder also, dass andere auch gerne hierher gehen. Im Nachbarlokal ist dagegen nur ein Tisch besetzt. Wir beschließen, morgen zu eruieren warum.
12.08.2018 Sonntag
Astypálea / O. Livadia
Zum Frühstück hole ich Eier und frisches noch warmes Brot vom Supermakt Gefira. Danach darf ich einen Kunden 2,5 Stunden lang per Internetfernwartung bei der Hausverwaltung helfen.
Nach und nach verlassen die 5 anderen hier ankernden Segelboote die Bucht und nur wir und weit draußen die Mayan Queen IV bleiben übrig.
Abends machen wir einen Spaziergang und setzen uns als 6. und 7. Gäste in die Taverna Elichrisos wie gestern beschlossen. Nun, der Wind zieht hier ziemlich durch, der grimmig aussehende Wirt bemüht sich, das Essen ist genießbar und der Preis mit 20 Euro alles zsam günstig. Wäre das knallvolle Korkodilo nicht 30m daneben, könnte der Wirt zumindest eine hübsche Kellnerin anstellen.
Nach einem Abendfilm ankert ein riesiger Katamaran hinter uns. Eigentlich sind nur die weit auseinander liegenden Positionslichter zu sehen. Dank Marinetraffic.com stelle ich fest, dass es die Fineline von Sunreef ist, eine auf höchstdekadente Protzkatamarane spezialisierte polnische Werft, wie die Internetrecherche ergibt. Bitte, da gibt es sogar einen Katamaran vom gleichen Typ mit einem Whirlpool am Heck. Wie krank ist denn das nicht ! Vielleicht will der Eigner auch während der Fahrt baden und darin mit einer Tussi Champagner trinken. Geht allerdings nur auf ruhiger See, sonst schwappt das Wasser über.
13.08.2018 Montag
Astypálea / O. Livadia
Mit dem Bus fahren wir um 18h zum Hafen. Kein Auto- oder Mopedverleiher hat irgendwas frei. So war es hier bisher immer. Wir gehen die unzähligen Stufen zur Chora hinauf und dann noch ein Stückchen hinunter ins Archipelagos, das Café mit dem schönsten Blick auf das Kastell. Neben Aussicht bietet das Lokal hauptsächlich süße Sachen an. Hätten wir bestellen sollen. Denn der beinharte untertassengroße Zwieback vom Dakos kommt in einer Tomaten-Feta-Kapern-Olivenöl-Soße schwimmend in einem Suppenteller und ist ohne Säge, Stemmeisen oder Hammer mit einer Gabel sehr schwer zu essen. Erst ganz zum Schluss wird er weicher und das so schnell, dass er sich binnen Minuten in Brei verwandelt. Da wäre jetzt ein Löffel gefragt, würde man das essen wollen.
Der Spezialsandwich um 5,50 ist ein kleines, hartes und so zähes mit Schinken, Käse und Ei gefülltes Weckerl, dass man es kaum durchbeißen und kauen kann. Beate will zumindest Salz haben, was die Kellner offenbar nicht verstehen. Es dauert sicher 15 Minuten bis endlich ein Minisalzstreuer gebracht wird. War wohl irgendwo vergraben, weil die Leute hier sicherlich zum Essen immer nur Eis oder Mehlspeisen bestellen. Jetzt ist klar warum.
Danach wandern wir wieder hinunter nach Livadia und essen eine Kleinigkeit auf dem Boot.
Es gibt natürlich ein paar obligate Fotos von hier, die sich von früheren Besuchen kaum unterscheiden:




14.08.2018 Dienstag
Astypálea / O. Livadia
Beate bleibt den ganzen Tag auf dem Boot. Ich hole in der Früh frisches Brot und bei Sonnenuntergang genehmige ich mir ein Ouzo in Allegro. Am Abend Nudeln Carbonara mit Tomatensalat.

15.08.2018 Mittwoch
Astypálea / O. Livadia
Heute ist Panagia, Mariä Himmelfahrt, nach Ostern der zweitwichtigste Feiertag der griechisch orthodoxen Kirche. Davon merkt man in Livadia nichts. Betrieb wie immer und auch die Supermärkte haben offen.
Nach intensiven Recherchen und Berechnungen bestelle ich bei SVB zwei semi-flexible Solarmodule von Phaesun, die man auf dem Bimini legen und dort anbändseln kann, nachdem der Segelmacher dafür Ösen im Stoff gemacht hat. Je Stück wiegen sie nur 2,5 kg, sind 120 x 54 cm groß, 3 cm hoch und bringen angeblich im Optimalfall 6,18 Ampére. Bei 12 Stunden Sonnenschein wird man im Schnitt kaum mehr als die Hälfte ernten. Aber ein Tagesertrag von ca. 37 Ampérestunden wäre schon super. Die Kühlschrankbatterie muss in 24 Stunden ca. 47 Ah liefern und die Bordbatterie für alles andere ca. 57 Ah. Bleibt ein tägliches Minus von ca. 10 bzw. 20 Ah, was bedeutet, dass man die Motoren nur mehr ein Mal per Woche, statt bisher spätestens jeden zweiten Tag zum Batterien laden starten muss.
Das schont die Motoren, die Umwelt und die Nerven aber die Geldbörse nicht wirklich. Zu den heutigen Dieselpreisen müssten die Motoren ca. 133 Mal nur fürs Batterieaufladen laufen bis die € 833,95 Anschaffungskosten verbraucht wären.
Da man angeblich mit einem Regler nur eine Batterie betreiben soll, damit diese optimal geladen wird, bestelle ich auch einen Regler MPP 165 Duo von Votronic. Der bereits installierte Votronic SR 140 Duo für das kleine Solarmodul (das weiterhin im Winter die Batterien vor Entladung schützen soll) kann ich für das zweite Modul verwenden. Außerdem bleibt so die strikte Trennung zwischen Kühlschrank- und Bordbatterie erhalten.
Und damit man bequem überwachen kann, was so an Solarenergie daher kommt, bestelle ich auch noch einen LCD Solar Computer S. Den kann ich wechselweise an beiden Reglern einstöpseln. Muss ja nicht die Gesamtjahresernte zeigen können.
Wir machen am Abend einen Spaziergang zu den Reihenhäusern oberhalb der Südseite der Bucht. Die Aussicht ist herrlich aber es ist schon etwas zu dunkel für stimmungsvolle Fotos.
Astropelos ist heute an der Reihe getestet zu werden. Als Hauptspeisen gibt es nur Fisch oder Meeresfrüchte in verschiedenen Variationen auf die wir keine Lust haben. Aber der Astropelos-Salat und das Saganaki sind hervorragend gut. Die Kichererbsenbällchen eher fad. Die kostenlose Nachspeise ist ausnahmsweise nicht H2O-Melone sondern 4 in Alufolie verpackte Schokoköstlichkeiten.

16.08.2018 Donnerstag
13:41 Astypálea / O. Livadia Karte
16:36 Astypálea / O. Livadia Karte
Zeit unterwegs: 02:55 Strecke: 2,6 Seemeilen Ø Fahrt: ,9 Knoten
Es wird Zeit, in den Hafen zu fahren, um Wasser, Diesel und Strom zu bunkern. Als wir kurz nach 14h in Skala ankommen, ist aber kein Platz mehr frei. Daher wieder zurück an den bisherigen Ankerplatz. Müssen wir morgen nochmals probieren.
Livadi scheint sich als guter Ankerplatz für Megayachten herumgesprochen zu haben. Gleich drei ankern gleichzeitig weit draußen in der Bucht. Wie fast alle Segelboote bleiben sie meistens nur eine Nacht. Nützen also das schöne Astypalea nur als Zwischenstation auf der Fahrt Richtung West oder Ost. Die Yacht Jaguar bleibt allerdings zwei Nächte. Wahrscheinlich, weil die Chartergäste eine Gaudi damit haben, den ganzen Tag in der Bucht knapp hinter einem kleinen roten Motorboot auf dessen Heckwelle zu surfen. Natürlich muss dieses so fahren, dass es möglichst große Wellen erzeugt…
Am Abend steht unser früheres Stammlokal To Gerani auf dem Testpropgramm. Die Bedienung und der Salat sind gut, der Schweinesouvlaki hart, das Tabuleh komplett paprikaverseucht, trocken und praktisch ohne Petersilie. Ohne Ouzo im Allegro kann man das nicht verdauen.
17.08.2018 Freitag
11:08 Astypálea / O. Livadia Karte
11:55 Astypálea / O. Skala (Hafen) Karte
Zeit unterwegs: 00:47 Strecke: 1,4 Seemeilen Ø Fahrt: 1,8 Knoten
Nach dem Frühstück mit frischen Brot von Gefira fahren wir los. Also nicht sofort, aber so dass wir um 11:30h am Hafen ankommen. Heute ist mehr als Platz genug. Ein Leinenentgegennehmer erweist sich zuerst als sehr ungeschickt und dann als Werbebotschafter der Tankstelle EKO. Ob wir Diesel bräuchten? Ja, aber erst in 20 Minuten wenn alle Leinen fertig sind. Dann kommt der Werbebotschafter der Tankstelle ELIN vorbei und reicht mir eine Karte auf der der Literpreis mit einem Preisauszeichnungsgerät aufgeklebt wurde: € 1,54. Na gut denke ich, ist zu spät gekommen, habe ja schon bei EKO bestellt.
Alsbald kommt der Tankwagen von EKO und 71 Liter passen in den Tank. Der Fahrer (oder Tankstelleninhaber?) rechnet mit € 1,75 per Liter! Das ist schon ein starkes Stück und ich hatte nicht damit gerechnet. Normalerweise sind die Literpreise der Konkurrenten in etwa gleich. Genau genommen habe ich so etwas noch nie erlebt. Ich protestiere und zeige ihm die ELIN Karte mit dem Preis. Aber der Diesel ist nun schon im Tank und auf weniger als 1,69 per Liter lässt sich das Schlitzohr nicht herunter handeln.
Das ca. 12m lange Motorboot Anna mit Mann und Frau an Bord legt neben uns an. Ich helfe natürlich mit den Leinen, weniger eifrig aber professioneller als der obligate EKO-Dieselkeiler. Als er wieder verschwunden ist, warne ich den Nachbarskipper vor dem EKO-Nepp. Er braucht aber keinen Diesel, dafür auch Wasser. Als Grieche aus Mykonos tut er sich leichter, den Wasserboy anzurufen, der dann auch etwa eine Stunde später auf dem Moped kommt. Er sagt, man bekomme nur 150 Liter, weil die Insel mit Wasser sparen muss, und sie kosten 10 Euro! Darin sei aber auch der Strom und die Hafengebühr enthalten. Na gut, das Wasser benötigen wir dringend. Ich lasse natürlich den Gardena Schlauchliterzähler mitlaufen, um ggf. protestieren zu können, falls wir weniger bekommen. Bei 164,5 Liter dreht der Boy den Hahn ab. Da sage ich nichts dazu. Damit sollten wir ca. eine Woche auskommen.
Auch Trinkwasser brauchen wir. Der Sohn der Supermarktbetreiberin am Hafen erklärt sich bereit, was immer wir haben wollen mit dem Moped zu liefern. Na dann! Erstaunlicherweise gelingt es ihm, alle 6 6-er Tragerln á 9 Liter auf ein Mal zu transportieren. Er hat sie vor sich bis zum Kinn aufgestapelt.
Als wir nach 20h zum Essen gehen, sind noch immer Plätze am Yachkai frei und es kommen zwei Boote noch an. Wir wollen kein neues Lokal testen und gehen zum Strand gegenüber dem Yachtkai ins Akrogiali, wo wir schon früher gut gegessen haben und wo der Blick auf die Stadt sehr schön ist. Beates Hühnerfilet ist aber so trocken und hart, dass sie kaum ein Viertel davon isst. Die Kellner bemerken das und fragen nach, ob was nicht in Ordnung war. Aber auf die Reklamation erfolgt keine Reaktion. Nicht einmal eine Wassermelone gibt es als Gratisnachspeise.


18.08.2018 Samstag
10:56 Astypálea / O. Skala (Hafen) Karte
12:00 Astypálea / O. Agrilithi Karte
Zeit unterwegs: 01:04 Strecke: 4,6 Seemeilen Ø Fahrt: 4,3 Knoten
23 Stunden im Hafen reichen uns. Bis auf die Wassertanks sind alle Vorräte voll. In der Agrilithi Bucht ankert nur ein großer Katamaran namens Orient Express. Außer drei Häuserruinen, einigen Ziegen unter den Olivenbäumen, zwei Kapellen und eine Kalkbrennereiruine gibt es hier nichts. Auch keinen Badebetrieb. Wir ankern weit weg vom Nachbarn auf 4,5 m auf Sandgrund mit etwas Bewuchs. Der Anker hält gut und das ist auch gut so. Denn der Wind kommt hier ungebremst vom Scheitel der Bucht und in der Nacht soll er bis zu 30 Knoten zulegen. Es gibt aber keine heftigen Fallböen.
19.08.2018 Sonntag
16:53 Astypálea / O. Agrilithi Karte
17:36 Astypálea / O. Schinunta Karte
Zeit unterwegs: 00:43 Strecke: 2,3 Seemeilen Ø Fahrt: 3,2 Knoten
Bisher hatten wir sehr wenig mit Gelsen, Fliegen und Wespen zu tun. Hier in der einsamen Bucht ziehen wir die Fliegen von den Ziegen an. Es ist zwar lästig aber noch auszuhalten.
Ich trage Blogbuch nach und programmiere das Berichtscript um sodass jetzt Hyperlinks für die Navigation vorhanden sind. Sonst muss bei einem langen Törnbericht ewig gescrollt werden.
Im Laufe des Tages kommen einige Boote in die Bucht. Die meisten bleiben nur für einen kurzen Badestopp und fahren wieder ab. Das machen wir auch und ankern etwa auf unserem üblichen Platz in Schinunta.
Nach einem kurzen Spaziergang setzen wir uns am Abend ins Astakoukos. Der hagere Wirt erkennt uns wieder und begrüßt uns freudig. Das Schweinefilet in Gravierasauce und die Sozukakia auf Joghurtsauce und Fladenbrot schmecken hervorragend gut. Das Lokal ist auch ein Schmuckstück mit vielen liebevollen Details.
20.08.2018 Montag
Astypálea / O. Schinunta
Eine herrliche windstille und sonst auch stille Nacht mit wunderbarer Aussicht auf den schön beleuchteten Hauptort etwa 4 km entfernt kann auch Nachteile haben: Mücken! Nicht viele Minibiester können schon irritieren.
In der Früh weht der Wind wieder und die Mücken sind natürlich verschwunden.
Ich mache weiter damit, auch die alten Törns komplett auf die Blogbuch Website zu bringen und dann irritieren die Kunden. Naja, nicht wirklich, ich bin ja offiziell nicht auf dem Boot sondern im Büro.
Mit der neuen Navigation bei jedem Törn bin ich zufrieden und finde es super, dass man jetzt die Suchfunktion über alle bisherigen 125 Törns und 1240 Tage anwenden kann. Falls ich die Papierlogbücher jemals finde und auch dazu Zeit finde, werde ich die Törns aus 2001 zwischen Spanien und Kos nachtragen und eventuell auch bei den alten Törns Fotos ergänzen.
Abends machen wir einen Spaziergang durch Maltezana bevor wir heute im Asti…fagia essen. Auch hier ist die Qualität wie üblich hervorragend bei normalen Preisen. Der Wirt meint, es gäbe nichts Neues, was ich als alles gut wie früher interpretiere. Neu ist aber, dass zwei Musiker sehr dezente und angenehme griechische Lieder mit Gitarrenbegleitung zum besten geben. Das gibt es also auch.
Als Gratisnachspeise erhalten wir keine schnöde Wassermelone sondern einen recht künstlerisch gestalteten Vanilleeisball auf einer Schokoroulladenschnitte und eine kleine Karaffe mit – ja was? Leicht alkoholisch mit Orangen- und Honiggeschmack. Der Wirt lässt sich also nicht lumpen. Würde das auf der Speisekarte stehen, wäre der Preis wohl bei 3-4 Euro per Stück. Aber da man das gratis bekommt, würde es eh keiner bestellen…







21.08.2018 Dienstag
Astypálea / O. Schinunta
Es ist hier frischer als wir es bisher hatten. Bei unserem Abendspaziergang durch Maltezana (eigentlich heißt der Ort Analipsi) hinauf zu den Häusern bei der Ortseinfahrt könnte man schon lange Ärmel vertragen. Es sind hauptsächlich kleine Appartementhotels. Eines davon, Kastillio, hat eine nette Café-Bar in der wir was trinken. Das Restaurant 7 Asteria daneben sieht auch sehr sympathisch aus mit schöner Aussicht über die Bucht.
Wir essen aber Würstel mit Erdäpfel an Bord und schauen danach wieder einen Film an.



22.08.2018 Mittwoch
16:28 Astypálea / O. Schinunta Karte
17:44 Astypálea / O. Livadia Karte
Zeit unterwegs: 01:16 Strecke: 3 Seemeilen Ø Fahrt: 2,4 Knoten
Das war sicherlich die letzte Nacht hier. Spätestens um Mitternacht schläft der Wind komplett ein und die Mückenplage beginnt. Und dann schläft man nur portionsweise.
Also wollen wir die Überfahrt nach Kos Kefalos machen. Machen wir aber doch nicht. Ich arbeite wieder den ganzen Tag und danach fahren wir nach Livadia. Ungewöhnlicherweise benötigen wir drei Manöver bis der Anker hält. Bei den ersten beiden erwischen wir hohe Seegraswiesen auf denen der Anker drüber schlittert und Gras erntet, siehe Foto.

Wir wollen ins Korkodilo essen gehen, aber um 19:45h ist es noch komplett voll. Wir setzen uns auf ein Aperitif in die stylische Beach Bar namens Islands, die früher Mojito hieß. Zum Ouzo kommt eine tolle Mezedesplatte und zum zweiten Ouzo noch eine. Wir zahlen ganze zehn Euro für zwei Ouzo, einen Cidre, eine Flasche Wasser, eine große Schale Nüsse und zwei Mezedesplatten, die als Vorspeisen durchgehen könnten und das in Superambiente (allerdings mit Musik für jüngere). Das gibt es nur in Griechenland. Und nur in Griechenland und nur in Korkodilo gibt es den Red Salad, den besten Rotenrübensalat überhaupt.
23.08.2018 Donnerstag
Astypálea / O. Livadia
Herrliche Nacht, nicht zu kalt nicht zu warm nicht zu feucht nicht zu windig und keine Mücken. Gut dass wir gestern vor dem Landgang aus dem Bootinneren eine Gelsengaskammer machten.
Nach dem Morgenschwimm studiere ich die Windprognosen. Ab morgen wird der Wind ordentlich nachlassen und eine Überfahrt nach Kos vermutlich angenehm sein. Auch ab morgen soll in Österreich das Wetter von heiß auf kühl umschlagen. Die oft beobachtete Korrelation zwischen Wind in der Ägäis und Wetter in Österreich stimmt wieder.
Nach einem arbeitsreichen Tag gehen wir zur Chora hinauf. Angenehm, dass der Wind sehr moderat ist. Der Hauptplatz im Sattel mit den acht alten Windmühlen ist sehr belebt, vor allem von herumtollenden Kindern. Weil alle anderen Lokale voll sind, setzen wir uns ins Café Notos etwas abseits auf einen Drink. Was anderes gibt es nicht.
Auf dem Rückweg schauen wir ins Geschäft Deximi Art Shop hinein, weil es interessant aussieht. Ist es auch, sehr schöne Sachen. Wir gehen mit einem Sackerl mit schönen Dingen wieder hinaus, darunter toller Seidenbandschmuck für die Beate von der Designerin Alexandra Tsoukala. Ein sehr außergewöhnlicher pyramidaler schwarzer Salzstreuer aus Keramik ist auch dabei, sozusagen für mich.
Beate hat Riesengusto auf einen Club Sandwich, den wir gestern auf der Speisekarte der Café Bar Islands sahen. Also gehen wir hin. Die sehr sympathische und fesche Kellnerin meint bedauernd, die Küche hätte schon um acht Uhr geschlossen, aber sie würde nachfragen, ob jetzt und zehn noch was möglich wäre. Ist es. Und obwohl wir die einzigen Gäste sind, wird die Küche vom Bruder des Inhabers nochmals angeworfen. Beate bekommt einen köstlichen Club Sandwich und ich einen ebensolchen Hamburger jeweils mit selbstgeschnitzten genau der EU-Norm entsprechenden Pommes Frittes und das um je 5,50 Euro. Zum Ouzo gibt es auch wieder eine Mezedesplatte mit Käse, Schinken, Oliven, Tomaten und Paximadi (Brotzwieback). Wäre die Musik besser kompatibel mit unserem Alter, wäre alles perfekt.
24.08.2018 Freitag
12:09 Astypálea / O. Livadia Karte Abfahrt
13:23 Genua dazu, Motoren langsamer
17:03 Bei KosSüdspitze
17:58 Kos / Kefalos, Kamari Karte
Zeit unterwegs: 05:49 Strecke: 38,2 Seemeilen Ø Fahrt: 6,6 Knoten
Die Überfahrt nach Kos ist angenehm mit ca. 17-20 Knoten Wind. Die Motoren dürfen schieben und die Genua ziehen. Vor Kefalos ankern wir wieder vor Santa Barbara. Nach einem Einkauf im Kefalos Market müssen wir natürlich zu Romos und Camilla essen gehen. Der Unterschied zu Astypalea ist hier frappant. Nur ausländische Urlauber und fast nur auf diese abgestimmte Lokale. Vor allem fallen die vielen extrem dicken, hässlichen, voll tätowierten und fürchterlich unelegant angezogenen Engländer auf – eigentlich hauptsächlich die Engländerinnen (hier ist Gendering richtig!). Auf Astypalea gibt es die wirklich nicht, auf den anderen Inseln eigentlich auch nicht.
Trotzdem essen wir sehr gut, werden aber von der Höhe der Rechnung überrascht. 42,10 Euro haben wir heuer fürs Abendessen noch nicht gezahlt, obwohl jetzt nicht wirklich mehr dabei war. Jedenfalls ist die ausgehändigte Rechnung eine totale Frechheit. Hat mit einer Rechnung nichts zu tun, sondern ist ein bis auf die Endsumme unlesbarer Kaszettel. Das ist aber meistens eh so. Eigentlich sollte man immer eine korrekte Rechnung verlangen bevor man sie zahlt. Tut man aber nicht und das wissen die Wirte ganz genau und bescheißen den Staat wie schon immer.

25.08.2018 Samstag
10:46 Kos / Kefalos, Kamari Karte
11:00 Kos / Kefalos, Kamari Karte Anlegen zum Wassertanken
12:04 Kos / Kefalos, Kamari Karte Abfahrt
16:44 Tílos / O. Livádia Karte
Zeit unterwegs: 04:54 Strecke: 30,6 Seemeilen Ø Fahrt: 6,2 Knoten
Heute müssen wir unbedingt Wasser tanken. Dazu legen wir längsseits am Kopf der Pier an. Während ich den Schlauch ausrolle sehe ich Ungewöhnliches: Fünf bis sechs ca. 50cm lange Thunfische jagen Kleinfische direkt nebenan an der Wasseroberfläche. Sagenhaft, wie schnell diese blau-gelben Schönheiten schwimmen können.
Schon gestern auf der Fahrt mit dem Schlauchboot an Land sahen wir vor uns drei Mal eine lange Welle von aus dem Wasser hüpfenden ganz schmalen Fischen. Es müssen hunderte gewesen sein. Die Thunfische dürften diesen Schwärmen folgen. Einem der auf der Pier immer vorhandenen Hobbyfischer gelingt es, einen davon mit der Angel zu fangen.
Nach 30 Minuten sind die Tanks voll und wir können das Boot endlich wieder mit Frischwasser waschen bevor wir nach Tilos abfahren. Für die insgesamt ca. 450 Liter müssen wir nichts zahlen, weil niemand kassieren kommt.
In der Livadia Bucht ankern bereits 9 Segelboote, aber Platz ist ja genug vorhanden. Wir wollen für morgen ein Auto oder einen Roller mieten und fragen zuerst bei Stefanakis beim Hafen. Ja, einen Roller können wir morgen für einen Tag um 20 Euro haben. Damit hatten wir nicht gerechnet. Auch nicht damit, dass die Vermieterin eine Deutsche ist und eine sehr sympathische auch noch.
Der Ort ist auch sympathisch, klein, verwinkelt, ursprünglich, auffallend sauber und komplett frei von Pauschalreisetouristen. Quasi auf dem Hauptplatz essen wir in Kafe-Snack Bar Omonja, das eh eine Taverne ist. Eigentlich ist es kein „richtiger“ Hauptplatz, sondern eine etwas größere Kreuzung zweier Wege für Fußgänger mit der Hauptstraße, wo auch Bäume sind. Mein Katsikaki schmeckt hervorragend und Beates gefüllte Fleischlaberln sind auch sehr gut. Aber der Knoblauch im Fisolensalat ist ünnötig.
Auf der anderen Seite des Platzes gehen wir in die Apotheke hinein und staunen. Nicht weil es um 21h noch offen hat oder weil der schmuddelige Apotheker erst nach fünf Minuten eintrifft, sondern weil die Wände voll mit weißen Holzregalen sind, in denen die Medikamentenschachteln mehr oder weniger, eher weniger, geordnet gestapelt sind wie in einem hiesigen Tabakladen. Da könnte jeder leicht zugreifen und abhauen. Tut anscheinend niemand. Obwohl bei der gleich ins Auge springenden Viagraschachtel eine gewisse Versuchung schon aufkommen könnte.

26.08.2018 Sonntag
Tílos / O. Livádia
An der einzigen Tankstelle der Insel 3 Km von Livadia, die nur zwischen 9 und 14 Uhr geöffnet hat, füllen wir den Tank voll. 1,5 Liter um 3 Euro passen noch hinein. Der Tankwart mit großem Bauch und nacktem Oberkörper dürfte schon an einem Auto herumgeschraubt oder sich längere Zeit nicht gewaschen haben.
Wir beginnen die Inselerkundung beim Straßenende im Norden mit der Besichtigung des Klosters Pantelimonas. Es hängt in mehreren Ebenen auf 230m Höhe an einer Felswand des über 600m hohen steilen Gebirges, dessen Gipfeln in Wolken verhüllt sind. Es gibt eine Quelle, Bäume, eine Kirche, Mönchszellen und ein bescheidenes Klostercafé.
Der nächste Stopp wird ein ungewollt langer. In Agios Antonios, einem Ort mit einer Taverna, einem Café und vielleicht zehn weit verstreuten Gebäuden, trinken wir einen Kaffe, sehen uns den kleinen Hafen an, in dem wir schon 2002 angelegt hatten, und wollen dann weiter fahren. Der Roller will aber nicht. Das Zündschloss ist kaputt. Ich rufe die Vermieterin an, die ihren Mann losschicken wird. Alsbald kommt er mit einem kleinen Auto und probiert es zuerst mit WD40 und Graphit. Das hilft nicht. Also schickt er sich an, das Schluss zu tauschen, meint es könnte länger dauern und ich solle mich doch hinsetzen und was trinken. Diesmal wird es Bier und Eistee. Aus einiger Entfernung beobachten wir, wie der Roller zerlegt wird und immer wieder andere Männer mithelfen, zumindest mündlich. Nach einer Stunde geben wir die Hoffnung auf, heute noch weiter fahren zu können. Noch etwas später fährt der Vermieter einfach weg und die Helfer verschwinden. Was nun? Der Vermieter hätte uns schon was sagen können. Er kommt aber bald wieder als ich mir nochmals vor Langeweile die Füße vertrete und zeigt mir ein Plastikding. Nicht das Schloss, sonder der von ihm betätigte Schalter war gebrochen und er hat jetzt den Ersatzteil geholt. Also doch wieder Hoffnung.
Nach zwei langen Stunden ist der Roller repariert und wir können weiter fahren, zur großen Eristos Bucht mit dem langen Sandstrand, wo wieder sehr viele Zelte aufgeschlagen sind. Dann durch Megalo Chorio, die extrem uninteressante Hauptstadt der Insel, wo wir gar nicht stehen bleiben. Mikro Chorio ist interessanter obwohl da kein Mensch wohnt. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die hoch oben am Berg gelegene Stadt verlassen und verfällt seither. Bis auf die Kirche und die Mikro Chorio Bar sind nur mehr Ruinen übrig. Die Bar wird abends aufgesperrt und hat einen kostenlosen Shuttlebus von und nach Livadia. Trotzdem wundern wir uns darüber, dass jemand auf einen Drink hierher fahren möchte. Naja, vielleicht ist es ein beliebter Jungendtreffpunkt weit ab von jedem erwachsenen Beobachter
Wir wollten schon früher mal zur Uferseite der Livadiabucht gegenüber des Hafens, aber der Weg dorthin ist sehr lang und wer weiß, ob sich das überhaupt lohnt. Tut es! Aber auch mit dem Roller ist es nicht einfach zu erreichen. Weil man auf der schön gepflasterten Uferpromenade nicht fahren darf, muss man dahinter den richtigen Weg finden. Wir mäandern eine Weile, bis es gelingt. Zur Belohnung gibt es ein Essen in der Taverna Faros, sehr gut, sehr schön mit herrlicher Aussicht.
Danach wollen wir eine Pause und einen Schwimm am Boot machen. Die Pause dauert bis zum nächsten Tag.















27.08.2018 Montag
11:47 Tílos / O. Livádia Karte
15:26 Gyali / Strand Karte
Zeit unterwegs: 03:39 Strecke: 21,3 Seemeilen Ø Fahrt: 5,8 Knoten
Herrliche Nacht und herrlicher Morgen. Obwohl fast windstill, ist das Deck nicht nass und es hat nur 50% Luftfeuchtigkeit. Ohne Wind sind es normalerweise sind es 75-80% und klitschnasses Deck bis die Sonne es trocknet. Kann vielleicht daher kommen, dass das hohe Gebirge im NW das bisschen Wind und die Feuchtigkeit abfängt.
Um 8:40h ist das Stefanakis Büro noch nicht geöffnet aber der Vermieter kommt gerade des Weges und wir können Roller und Helme zurück geben. Als wir zum Bankomat gehen, kommt auch die Vermieterin mit Hund entgegen. Wir plaudern eine Weile. Ich frage sie, ob sie die Deutsche kennt, die früher hier Hafenmeisterin war. Ja, kennt sie, denn sie kennt sich selbst. Zehn Jahre lang hat sie den Job gemacht und dann hat es ihr gereicht, verständlich.
Nach Gemüseeinkauf im Minimarkt setzen wir uns in die Café-Konditorei an der Hauptplatzkreuzung neben der Apotheke auf ein Frühstück. Hier kann man gut Leute beobachten. Der Apotheker fährt mit einem Moped vor, sperrt die Apotheke auf und setzt sich dann gleich auf einen Kaffee und eine Plauderei am Tisch neben uns. Der Rollervermieter sitzt im Lokal gegenüber und plaudert mit einem Mann und einer Frau, holt sich dann was in der Konditorei, das er isst während er zu seinem Geschäft schlendert. Der Gemüsehändler bietet seine Ware in einem auf dem Hauptplatz abgestellten Kastenwagen mit offener Schiebetür an. Niemand kauft was.
Ich bin sicher, säße man hier eine Woche lang, würde man das ganze Dorf kennen.
Auf dem Weg zurück lernen wir auch den Bäcker in seinem kleinen urigen Geschäft kennen. Er ist der bisher am besten englisch sprechende Bäcker und kann seine Ware sehr gut beschreiben, was sich für ihn auszahlt.
Bevor wir abfahren genießen wir das herrliche Wetter und die ruhige See. Überhaupt war dieser Aufenthalt auf Tilos auch windmäßig sehr angenehm. Wir hatten hier schon schlimme Nächte mit Wind und Wellen aus verschiedenen Richtungen.
Nach 3,5 Stunden Fahrt werfen wir den Anker vor dem Gyali Strand.





28.08.2018 Dienstag
12:31 Gyali / Strand Karte
14:19 Kos / Kefalos, Kamari Karte
Zeit unterwegs: 01:48 Strecke: 10,8 Seemeilen Ø Fahrt: 6 Knoten
Vassilis und Sonja holen uns um 16:30h mit einem Leihwagen von Manolis bei Sydney ab. Wir fahren hinauf zum Kirchlein Agios Ioannis Thymianos an der Westflanke des Gebirges ganz im Süden. Das jährliche Fest zum Namenstag der Kirche wird heute stattfinden. Um 17h sind wir die ersten Gäste. Die Marktfahrer haben schon ihre Standln mit Plastikspielzeugschrott aufgebaut, zahlreiche Tische und Sesseln sind auf dem Kirchenvorplatz aufgestellt und über offenen Feuern brutzelt das Ziegenfleisch in 17 riesigen Kasserollen. Die 6 Köche erzählen Vassilis, dass sie 3.000 Portionen gekocht hätten. Drei Tausend! Kaum zu glauben, dass so viele Leute hierher kommen könnten.
Das Vorhaben, einen Kaffe vom Kafenion zu trinken scheitert daran, dass es heute geschlossen hat. Aber Vassilis hat vorgesorgt und holt vom Auto noch kühle Limonadenflaschen. Wir setzen uns an einen Tisch nahe der Open-Air Küche reden und beobachten. Sonja spricht nur Griechisch und Vassilis, der perfekt Deutsch spricht, übersetzt.
Um 18h wird mit dem Reiskochen begonnen. Zwei Säcke á 10 kg und zahlreiche Tiefkühlgemüsesackerln kommen mit entsprechend viel Wasser in eine riesige Metallwanne.
Kurz nach 19h erscheint der Erzbischof von Kos höchstpersönlich, begleitet von zwei Popen, wovon einer noch vor einer Stunde im Ruderleiberl mitgekocht hat. Die noch nicht allzu zahlreich erschienenen Gäste dürfen ihm die Hand küssen und er murmelt unablässig „chrónia pollá“ (viele Jahre = alles Gute auf Griechisch). Nachdem er die Köche begrüßt und die Kochtöpfe, äh – das Essen, gesegnet hat, beginnt die Messe mit einer zehnminütigen Ansprache von ihm. Dann folgt 1,5 Stunden lang der übliche orthodoxe Singsang vorgetragen von ihm, den Popen und irgendwelchen weiß gekleideten Jugendlichen (Ministranten?). Während der Messe strömen immer mehr Leute herbei und die Lautsprecheranlage bekommt Mühe, das Schnattern zu übertönen, zumindest wo wir sitzen etwa 50m entfernt vom kleinen Kirchenvorplatz, wo die Messe abgehalten wird. In der letzten halben Stunde scheint sich kaum wer für die Messe zu interessieren. Bei uns am Tisch sitzen vier Männer beim Bier und diskutieren so wie sie es wahrscheinlich täglich im Kafenion tun. Vassilis sagt, dass er kaum 50% versteht, weil hier ein so arger Dialekt gesprochen wird.
Das Ende der Messe wird wohl von allen sehnlichst herbeigewünscht, vor allem von den Hungrigen. Vassilis und Sonja nützen unsere Pole-Position, um unter den ersten Alutassen mit Fleisch und Reis ausgehändigt zu bekommen. Ich hole Plastikbesteck, Servietten und Brot. Es schmeckt sehr gut. Aber das Ziegenfleisch ist recht hart und mit dem Plastikmesser kaum zu schneiden. Rechtzeitig zum Essen sind so viele Leute gekommen, dass alle Tische und Sesseln besetzt sind.
Und dann beginnt die grausame Geräuschfolter. Vier Musiker spielen griechische Tanzmusik auf und das laut. Beate und ich hatten das befürchtet, weil wir die schon kennen und deshalb wenn möglich sicherheitshalber an Samstagabenden in einer einsamen Bucht ankern. Man muss schon Grieche sein, um diese Art von Fest so richtig genießen zu können.
Als Vassilis uns um ca. 22:45h beim Sydney absetzt, wollen wir noch auf einen Drink hinein setzen. Weil aber die Musik auch hier so laut ist, kaufen wir im Supermarkt Tiras gleich daneben eine gekühlte Flasche Wein und nehmen den Drink an Bord.












Hier zwei Beispiele für die übliche Tanzmusik. So klingt sie immer, stundenlang, ohrenbetäubend laut. Das halten nur die Griechen aus.
29.08.2018 Mittwoch
Kos / Kefalos, Kamari
Der Bursche aus der Wäscherei holt um 12h drei große Lidl-Säcke mit Schmutzwäsche ab. Morgen um 10h wird er sie wieder bringen.
Bearte schwimmt zum Boot zurück. Ich gehe in den Kefalos Market und anschließend auf ein 2-euro Krügerl ins Bravo-Café gleich daneben.
Abends essen wir in Afrodite ganz gut und treffen danach Vassilis und Sofia in der Einheimischenbar Sunlight – auf Griechisch SANLAÏT geschrieben.
30.08.2018 Donnerstag
Kos / Kefalos, Kamari
Um 18h sind wir zum Essen bei Vassilis und Sofia in in ihrem kleinen Appartement eingeladen. Es gibt viele Vorspeisen und griechischen Salat. Auf dem kleinen Tisch auf der kleinen Terrasse hat kaum alles Platz.

31.08.2018 Freitag
Kos / Kefalos, Kamari
Um 10h holt uns der Sohn der Autovermieterin bei Supermarket Tiras ab. Mit dem Hyundai Tucson fahren wir nach Kos Stadt. Auf dem Weg in Zipari machen wir einen Halt, um Geld abzuheben und einen Kaffee zu trinken. Beate bekommt einen Schock. Sie will 400 Euro abheben aber nachdem die Bankomatkarte herausgekommen ist, kommt kein Geld heraus. Eine Griechin bekommt anschließend 80 Euro ganz normal. Ich probiere auch, breche aber dann ab, als die Mitteilung kommt, dass die Behebung 2 Euro kosten wird. Im Café schreibt Beate eine E-Mail an die Bank und bittet um Überprüfung, ob die 400 Euro abgebucht wurde.
Kaum sitzen wir wieder im Auto kommt schon die Antwort, dass nichts passiert ist und es sich wahrscheinlich um eine Leitungsstörung gehandelt hat. Bei der ALFA Bank in der Stadteinfahrt von Kos kann ich ohne Problem und ohne Gebühr 400 abheben. Beate hat die Lust dazu verloren.
In Zentrumnähe bekommen wir einen fast perfekten Parkplatz. Sogar die Politess, die gerade auf der anderen Straßensteite Strafzettel verteilt, zeigt mit dem Daumen nach oben, dass alles bestens ist. Nur der Schatten fehlt.
Wir gehen eine Runde durch die Stadt und setzen uns in ein Café bevor wir wieder Richtung Kefalos fahren. Ich bin neugierig, was der Tapezierer Dimitris gemacht hat und werde schwer enttäuscht. Er hat NICHTS gemacht! Weder hat er die Salonfensternetze erneuert noch hat er die Matratzen der Sterbord-Seite neu überzogen. Na gut, das Material für die Netze hat er nicht bekommen, bzw. wahrscheinlich nicht gewusst, wo er es bestellen soll. Aber die Matratzen hätte er zumindest neu überziehen können. Drei Monate hatte er Zeit dafür. Auf die Frage warum, zuckt er mit den Schultern und murmelt eine Entschuldigung. Wir laden die alten Netze und die Matratzen ins Auto so wie er sie übernommen hat und sind sicher, ihm nie wieder einen Auftrag zu erteilen. Dabei hatte er die Matratzen der Backbord-Seite super gemacht gehabt. Frust pur.
Nach einem Einkauf beim Lidl, der auch nicht besonders erfreulich ist, weil gerade die leer geräumten Regale mit frischer Ware neu befüllt werden, und einem erfreulicheren Einkauf im sehr schönen Supermarkt Kritikos beim Flughafen stellen wir das Auto am Parkplatz vom Supermarkt Tiras ab. Obwohl wir mit schweren Lidl-Einkaufstaschen hantieren, deuten uns die Betreiber, dass es kein Problem ist, wenn wir deren Parkplatz benützen. Die schwerste Tasche und die Matratzen lassen wir im Auto.
Wir machen eine sehr notwendige Ruhe- und Schwimmpause. Dann führe ich Beate an Land und fahre mit dem Boot zur Kamari-Pier, wo ich längsseits an der Ausflugsbootstelle anlege. Beate ist mit dem Auto schon da und so ist die Übernahme der Matratzen kein Problem. Außerdem kann ich den Wassertank voll anfüllen, was diesmal nicht ohne Bezahlung geht, weil der Hafenschackl währenddessen mit dem Auto daher kommt. Na gut, 7,60 Euro geht, insbesondere, weil wir vorige Woche nichts bezahlt haben.
Ich fahre wieder zum Ankerplatz zurück und mit dem Schlauchboot an Land, wo Beate schon in Santa Barbara Vassilis und Sofia getroffen hat. Als wir zum Flughafen – eh schon spät – abfahren wollen, gibt es wieder Verdruss. Beim Aufsperren des Autos geht die Alarmanlage los und das Auto lässt sich nicht starten. Das lässt sich wiederholen aber nicht abstellen. Beate beteuert, dass sie nichts anderes gemacht hat als das Auto mit der Fernbedienung abzusperren. Fernbedienung? Aha! Der Schlüsselanhänger ist eine Fernbedienung. Den ganzen Tag habe ich nur den Schlüssel verwendet. Also nochmals raus und Auto mit der Fernbedienung aufsperren und siehe da, keine Alarmanlage.
So kommen wir doch rechtzeitig am Flughafen an. Vor dem Gebäude massenhaft Menschen, die Schlange stehen. Wir verabschieden uns und Beate geht an den Massen vorbei ins Flughafengebäude. Ich setze mich in die Taverna gegenüber und warte auf Patrick.

3 Gedanken zu “2018-07-23 B&T”
Hallo ihr beiden !
Endlich viele Fotos .Super!!!!
Ist das weiße Zeugs am Profeten Ilias Schnee ? Kann wohl nicht sein bei diesen Temperaturen.
ich wünsche euch noch einen sehr schönen Urlaub und gut Erhlung !
LG
Heinrich
Nein nicht Schnee sondern täglich herbeigekarrtes Gletschereis!
Im Ernst: Die Griechen lieben es, möglichst viel mit weißem Kalk zu bemalen. Also nicht nur Häuser und Kirchen sondern auch Wegkanten, Stufen, Baumstämme, Felsen, Steinansammlungen, usw. in diesem Fall die oberste Schicht Steine auf der Mauer.
Re: Fineline: Wennst so ein Schiff charterst gehört ein wenig Dekadenz einfach dazu ! ;-)
Re: Fotos und Text vom Sonnenuntergang: super !!
LG
Heinrich