Blodughadda-Blogbuch
Die Reisen der Blodughadda
Die Reisen der Blodughadda

2014-08-30 Porkala UF

Seite drucken Aktualisierung 20.08.2018 01:39:43 Anzahl Tage: 8
30.08.2014 Kos Nord / Marina – Pserimos / O. Psérimos (Avlakia)
31.08.2014 Pserimos / O. Psérimos (Avlakia) – Kálymnos / O. Vlychádia – Kálymnos / Emboriós
01.09.2014 Kálymnos / Emboriós – Astypálea / O. Skala (Hafen)
02.09.2014 Astypálea / O. Skala (Hafen)
03.09.2014 Astypálea / O. Skala (Hafen) – Astypálea / N. Kounoupi – Nisyros / Páli
04.09.2014 Nisyros / Páli – Gyali
05.09.2014 Gyali – Kos Nord / Marina
06.09.2014 Kos Nord / Marina

Crew:
Tötterström Tom
Brenner Johan
Brenner Agneta
Löfgren Anita
Holm Susanna
Lunqvist Britt
Eriksson Patrick
Eriksson Agneta
Castrén Robert
Castrén Helena
Manelius Steen

Gesamt Törn:
Zeit unterwegs: 23:26 Strecke: 145,8 Seemeilen Ø Fahrt: 6,2 Knoten


30.08.2014 Samstag
14:10 Kos / Marina Karte Abfahrt
14:50 Vor dem Strand Ankern
18:18 Pserimos / O. Psérimos (Avlakia) Karte
Zeit unterwegs: 02:19 Strecke: 11,3 Seemeilen Ø Fahrt: 4,9 Knoten


Die 10 Freunde aus Finnland kommen kurz nach 11 in der Marina an. Großes Hallo, dann Frühstück im Marina Café.

Kostas freut sich, wieder zwei Boote mit Proviant beliefern zu dürfen. Statt des Inders arbeitet jetzt sein Sohn als Auslieferer mit dem Handkarren. Es ist halt nicht leicht, eine Arbeit zu finden derzeit in Griechenland.

Das Charterboot ELENA, eine Oceanis 43 von Istion, ist um 14h noch nicht fertig. Damit die Marina nicht auf die Idee kommt, noch was kassieren zu wollen, legt die Blodughadda-Partie (Agneta und Pata, Anita, Titti und ich) ab. Via Tankstelle fahren wir zum Strand nördlich von Kos und ankern. Leider ist hier genau so wenig wellenfrei wie vor der Marinaeinfahrt. Nach 1,5 Stunden kommt auch die Elena, ankert und die Mannschaft schwimmt auch.

Auf der Fahrt nach Pserimos erhält die Blodughadda wieder die üblich Salzkruste. Na immerhin war sie fast 24 Stunden lang ohne.

In Pserimos ist noch genug frei im Hafen. Alle Ausflugsboote sind uns entgegen gekommen. Aber ein riesiger Katamaran und eine Motoryacht liegen schon am Kai. Ich denke, dass ich der Elena und anderen Booten die besseren Plätze überlasse und den eher nicht so einfachen Platz in der E-Ecke nehme. Wäre kein Problem wenn die Tiefe ausreichend und keine Dünung wäre. Aber so schrammt das BB-Ruderblatt am Grund. Wir legen uns daher zwischen Riesenkatamaran und Motoryacht. Die Elena hat längst auf der anderen Seite der Lagoon 56 problemlos angelegt. Der Schwell ist schrecklich. Wir tüfteln lange mit den Leinen und der Ankerkettenlänge, bis es einigermaßen erträglich ist.

Wir machen einen Spaziergang durch den Ort. In der Kirche wird eine Taufe statt finden und die Straße vor der nächsten Taverna ist voll von festlich gedeckten Tischen. Die zwei oder drei Autos der Insel können heute also nicht weit fahren.

Wir setzen uns ins Tripolitis am nächsten zum Hafen und bekommen eine hervorragenden langen Tisch oben auf der Balustrade mit schöner Aussicht und festem Steinboden statt dem losen feinen Sand unter allen Tischen darunter. Der Wirt Niko mit seinen Dreadlocks freut sich, mich wieder zu sehen, insbesondere in Begleitung von 10 hungrigen Finnen. Seine Salate und Hausmannskost, vor allen die Dolmades und das Mussaka, schmeckt jedem sehr gut. Wir essen und trinken wirklich nicht wenig. Die Rechnung löst bei den Finnen geradezu Schuldgefühle aus. 175,- für elf Personen, also knapp 16 Euro pro Person für ein üppiges Abendessen ist ja wirklich nicht viel, wenngleich hier für mich ganz normal.


31.08.2014 Sonntag
09:52 Pserimos / O. Psérimos (Avlakia) Karte Abfahrt
11:14 Kálymnos / O. Vlychádia Karte Badestopp
15:46 Kálymnos / O. Vlychádia Karte Weiterfahrt
17:40 Kálymnos / Emboriós Karte Ankern
Zeit unterwegs: 03:16 Strecke: 19,4 Seemeilen Ø Fahrt: 6 Knoten


Die Schaukelei in der Nacht hat jeden gut schlafen lassen. Die Überaus elastischen Leinen haben das Ruckeln sehr gut abfangen können. Bevor die ersten Ausflugsboote aus Kos daher stürmen, legen wir ab. In Vlychadia ist keine der drei Bojen frei. Wir ankern, schwimmen und trinken Wein auf der Elena. Dann fahren wir zum Strand, um im Paradisio zu essen. Während ich den Tisch organisiere und die Speisen bestelle, sehen sich die übrigen das Schwammtauchermuseum an. Sie finden es sehr sehenswert. Und sie finden, wie ich, die Speisen sehr essenswert. Ich habe elf verschiedene Vorspeisen bestellt. Eine besser als die andere. Die Stimmung ist super. Meine etwas getrübt dadurch, dass ich erkennen muss, dass das neue Schlauchboot einfach zu klein ist. Hätte ich doch vorher ansehen sollen.

Die Elena segelt, die Blodughadda motort nach Emborios. Leider keine Boje frei. Aber bei dem fast nicht vorhandenen Wind kein Problem nahe dem Ufer zu ankern, die Elena NW der letzten Boje von Barba Nikolas. Wir essen in Artisticó elegant und nicht preiswert. Bekommen aber sehr gute Gitarrenspiel- und Gesangsdarbietungen als Nachspeise serviert. Zuerst von Pata, dann vom Wirt Georgios und seiner Frau. Wirklich hochklassige neue griechische Lieder, die nichts mir dem üblichen Düdelü-Mainstream gemeinsam haben.


01.09.2014 Montag
09:00 Kálymnos / Emboriós Karte
10:05 segel setzen
15:20 Motoren an
16:05 Astypálea / O. Skala (Hafen) Karte Leinen fest
Zeit unterwegs: 07:05 Strecke: 43,5 Seemeilen Ø Fahrt: 6,1 Knoten


Wir stehen früh auf, schwimmen und frühstücken, denn wir haben einen langen Schlag vor uns. Wir abgemacht fahren wir um 9h los. Zuerst haben wir praktisch keinen Wind, aber doch recht große Wellen. Was auf Wind weiter weg schließen lässt. Und sehr richtig, nach etwa einer Stunde setzen wir die Segel und segeln gemütlich dahin bei 10 bis 13 Knoten Wind. Aber nach ein paar Stunden steigert sich der Wind und unsere Geschwindigkeit auf Spitzenwerte von 23kn bzw. 8,4kn. Passt gerade noch mit voller Besegelung. Interessant, dass beide Segelboote die ganze Segelstrecke von etwas mehr als 33 sm ungefähr die selbe Geschwindigkeit haben.

Endlich gibt es auch ein Foto von Blodughadda mit vollen Segeln:

Nach 7 Stunden unterwegs bekommen wir locker einen Platz im Hafen und besprechen anschließend die tolle Segelfahrt an Bord der Blodughadda

Dann gehen wir zum Kastell hinauf, wo die Kameras fleißig knipsen


02.09.2014 Dienstag
Astypálea / O. Skala (Hafen)
Heute bleiben wir da, haben wir beschlossen. Wir nehmen den Bus um 12:30h nach Maltezana, also eigentlich Schinunta.

Nach einem Bier in Astifagia gehen wir schwimmen und legen uns auf die Sonnenbetten. Und dann essen wir in Astifagia

Um 17h nehmen wir den Bus zurück. Einige Damen gehen zum Friseur und ich ins La Luna, die Tagesberichte aktualisieren.

Am Abend essen wir nur mehr Vorspeisen in Karabo an der Promenade. Auch nicht schlecht, das Lokal.


03.09.2014 Mittwoch
09:10 Astypálea / O. Skala (Hafen) Karte Abfahrt
09:58 Astypálea / N. Kounoupi Karte Badestopp
10:59 Astypálea / N. Kounoupi Karte Weiterfahrt
16:20 Nisyros / Páli Karte Anlegen
Zeit unterwegs: 06:09 Strecke: 44,2 Seemeilen Ø Fahrt: 7,2 Knoten


Es ist total bewölkt! Vor dem Frühstück fallen sogar ein paar Regentropfen!

Die beiden Boote kurz vor der Abfahrt:

Wir fahren los und ankern nach einer knappen Stunde in der W-Bucht von Kounoupi. Der Ankergund ist nicht gut. Viele Steine, ca. faustgroß, auf Sand. Die Elena fischt die Ausflugsbootsboje. Der schwache Wind kommt aus SE. Wir schwimmen alle zur Landzunge, die die beiden Inselhälften verbindet.

Als wir abfahren, scheint die Sonne zum ersten Mal heute richtig warm und der Wind dreht auf SW, bleibt aber schwach. Nach ein paar Stunden steigert er sich auf über 10kn und wir rollen die Genua aus. Wir motorsegeln ganz prima und ca. 15sm vor Gyali steigert sich der mittlerweile aus SSE kommende Wind auf über 20kn, also doppelte vorhergesagte Windstärke. Wir ändern den Plan, heute bei Gyali zu übernachten und laufen gleich Pali an. Mit auflandigem Wind in Gyali, womöglich mit bis zu 20kn, wäre es wirklich nicht angenehm.

In Pali ist noch viel frei. Wir bekommen Anlegeplätze neben einander gleich vor Ellinis Restaurant. Die Fahrtbesprechung in Weinbegleitung findet auf der Elena statt. Dann gehen alle bis auf mich und Pata zum Strand schwimmen.

Ich reserviere zwei Autos für morgen bei Manos K. Ein 7- und ein 4-Sitzer um € 95,-. Abends essen wir Fisch bei der Afrodite und als die anderen schlafen gehen, gehe ich auf ein Geschwätz und ein Ouzo zum Captain George. Er bestätigt, dass das Wetter für Anfang September äußerst ungewöhnlich ist: Es regnet richtig ordentlich eine gute Stunde lang. Die Entscjheidung, heute schon nach Pali zu gehen, war goldrichtig.


04.09.2014 Donnerstag
17:54 Nisyros / Páli Karte
18:51 Gyali / Strand Karte
Zeit unterwegs: 00:57 Strecke: 4 Seemeilen Ø Fahrt: 4,2 Knoten


Wir holen die bestellten Autos um 9:30h ab und fahren via Tankstelle sogleich zum Vulkan bevor die Busse mit den Tagesausflüglern aus Kos daher kommen. Auch ich gehe diesmal in den Krater Stefanos hinunter, denn der gestrige Regen hat einen See gebildet und in den Löchern blubbert es interessant.

Anschließend wie immer Nikia, Aussichtskirchlein, Emporios und Mandraki, wo wir in der Grillbude Lefkanto essen bevor wir die Runde durch Mandraki gehen mit Kaffeetrinken in Irini am Platz unter den zwei Ficusbäumen. Zum Hohlaki-Strand kann man leider immer noch nicht gehen bzw. wäre es sehr mühsam über den abgerutschten Hang zu klettern.

Nach einem Schwimm am Strand in Pali und ein Ouzo bei der Afrodite legen wir ab. Die Elena ankert vor dem Strand und die Blodughadda legt sich an ihre Backbordseite. Es gibt griechischen Salat und Spaghetti mit Thunfischsugo für 11 an Bord der Blodughadda. Alle können einigermaßen bequem essen. Die Stimmung ist sehr ausgelassen. Ein Schmäh jagt den nächsten.

In der Nacht verlege ich die Blodughadda zu einem eigenen Ankerplatz.


05.09.2014 Freitag
14:02 Gyali / Strand Karte Abfahrt
14:29 segel setzen
16:15 bei Ak. Fokás Genua weg, Motoren an
17:42 Kos / Marina Karte Leinen fest
Zeit unterwegs: 03:40 Strecke: 23,4 Seemeilen Ø Fahrt: 6,4 Knoten


Nach dem Frühstück legen wir wieder die beiden Boote neben einander

Fast alle schwimmen zum Strand und sehen sich die vom Grund aufsteigenden Luftbläschen an. Die mitgebrachten Obsidiansteine werden anschließend an Bord bei Kaffee und Bier begutachtet. Und dann nochmals ins 29,7° warme Wasser.

Gleich nach der Abfahrt setzen wir die Segel. Auf raumem Kurs mit WNW-Wind, ca. 17-20 Knoten machen wir gute Fahrt und segeln lange Zeit parallel. Die beiden Boote segeln mit fast exakt gleicher Geschwindigkeit knapp über 7 Knoten. Wir fotografieren und filmen einander.

Bei der Marina kündige ich die Ankunft von Blodughadda kurz vorher an. Als wir bei der Einfahrt ankommen, kommt der Marinero Stavros mit dem Pilotboat entgegen und wir können ohne zu warten gleich hinter ihm zum Anlegeplatz längsseits an der Außenmole fahren. Die Elena muss vorher zur Tankstelle und kommt eine halbe Stunde später an.

Der Abschlusscheck des Charterbootes geht schnell. Wir können im letzten Tageslicht frisch geduscht zur Strandtaverna Mavromatis marschieren, wo wir einen schönen Tisch, gutes Service und herrliche Dolmadakia und Keftédes bekommen.

Im Marina Café nahem wir noch einen Absacker. Niemand will jetzt noch in die Stadt gehen, obwohl sich ein paar Damen dafür interessiert hatten.


06.09.2014 Samstag
Kos Nord / Marina
Die Wecker läuten schon vor sieben Uhr. Es wird geduscht und gepackt und kurz vor acht sitzen wir im Marina Café, das noch nicht geöffnet hat. Ein Toast und ein Kaffee gehen sich aus. Ich mache die Bordkassa und erfahre, dass ich mich daran nicht beteiligen darf. Das freut mich natürlich sehr, denn damit erspare ich mir 240,07 Euro, die die Woche mir sonst gekostet hätte.

Wir bedanken uns gegenseitig abermals und jeder beteuert, wie gut es ihm gefallen hat. Es war wirklich eine sehr gelungene und abwechslungsreiche Woche. Vor allem absolut stress- und problemfrei.

Um 8:45h kommen die bestellten Taxis und wir verabschieden uns herzlich.

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