Blodughadda-Blogbuch
Die Reisen der Blodughadda
Die Reisen der Blodughadda

2025

10 Kommentare

16.6. bis 18.6. 2025

Ich arbeite die Auswinterungs-Checkliste ab. Das Solarpanel hat Stellung gehalten und die Batterien sind voll. Leider zeigt der philippi-Batteriemonitor nichts an und ich kann ihn nicht zum Leben erwecken. Sonst dürfte alles in Ordnung sein.
Am Montag Abend fahre ich nach Lakkí, um gemeinsam mit Mario, Holger und Vroni im Mariettas Bistro zu essen. Später setzen sich Gottfried und Gabi dazu.

Am Dienstag räume ich den Ankerkasten aus, weil alles drin durcheinander ist. Der Elektriker, der Service an der Ankerwinde gemacht und neue Kabeln dorthin gezogen hat, wusste natürlich nicht, wie die Ordnung sein soll. Dabei entdecke ich eine Menge Öl auf dem Boden. Ich wische es mit Haushaltspapier und Benzin weg und denke mir zunächst, dass er zu viel Öl in die Winde gefüllt hat. Als ich aber 10 Minuten später wieder hinschaue, ist schon wieder etwas grünblaues Öl da. Damit ist klar, dass die Winde undicht und so nicht zu verwenden ist. Ich mache sofort Meldung im Technik-Büro. Nach 30 Minuten kommt der stämmige und bärtige Elektriker mit seinem dünnen Assistenten und baut die Winde aus.

Wie vereinbart, kommt der stämmige und bärtige Mario um 14 Uhr zum Boot. Gemeinsam geht es schnell, das Bimini samt Solarmodulen drauf zu montieren und das Schlauchboot auf die Heckplattform zu hieven. Nach einer halben Stunde sind wir fertig und fahren zum Haus, das er seine Sibylle in Plaka gekauft hat. Es ist ein altes ebenerdiges Haus mit ca. 70 m2 Wohnfläche, Garage und dahinter einem ca. 1200 m2 großen lang gezogenen Garten mit vielen Olivenbäumen.
Er erklärt mir, was alles umgebaut und renoviert werden soll bevor sie von ihrem Boot dort einziehen können. Das wird noch eine Weile dauern.
Danach fahren wir auf ein Bier und eine Plauderei ins Café La Palma, er auf seinem Motorrad, ich im Leihwagen.

Am Mittwoch zu Mittag kommt der Elektriker mit der reparierten Winde. Zugleich kommt der Tankwagen mit Trinkwasser für die Wassertanks. Da wirds ein bisserl eng, weil sich der Einfüllstutzen des kleineren Tanks sich auch im Ankerkasten befindet, wo gerade der Elektriker werkelt.

Um 14:50 Uhr kommt der erwartete Anruf der Werft. Ich darf € 4.172,- für die Winterarbeiten bezahlen.

Am späten Nachmittag kaufe ich Vorräte im Supermarkt in Kamara ein, die ich anschließend einräume. Der Kühlschrank hat mittlerweile perfekte 5°C Temperatur.

Am Abend esse ich im Argo an einem Tisch direkt am Wasser mit herrlicher Aussicht auf die Alinda-Bucht und Agia Marina gegenüber.

15. Juni 2025

Heute geht es also los. Beate bringt mich zum Flughafen. Ich kann mich erinnern, dass die Aegean von Terminal 1 abfliegt. Das stimmt auch, aber einchecken bzw. Gepäck aufgeben muss man in Terminal 3. Als ich dort ankomme und die drei Aegean-Schalter finde, finde ich auch eine menschliche Boa constrictor vor, also eine Riesenschlange. Ich habe keine Lust, mich hinten anzustellen und setze mich hin mit Blick auf die Schalter. Ich rufe das Hotel und den Autovermieter an, um mich zu vergewissern, dass sie meine Reservierungen eh nicht vergessen haben. Haben sie nicht.
Dann löse ich Schachaufgaben auf dem iPad bis die Schlange auf vier Personen geschrumpft ist und kann nach 50 Minuten den Koffer gemütlich auf die Waage hieven. 23 kg darf er haben, 22,9 kg hat er – das nenne ich Punktlandung. Er wird nach Leros durchgecheckt, weil ich beide Flüge zugleich gebucht habe und die jetzt nur mehr auf Inlandsflügen verkehrende Olympic Air unter der Ägide von Aegean betrieben wird.

Die Maschine ist voll. Ich habe den Fensterplatz 22A mit Aussicht auf den Backbord-Flügel. Sehr interessant zu sehen wie sich die Klappen bei Start und Landung bewegen!

Nach Ausschalten der Fasten-Seat-Belt-Leuchte packe ich die von Beate gemachten Brote und das von mir gekaufte gekühlte Ottakringer Original Wiener Bier aus und schmause gemütlich. Naja nicht ganz gemütlich, denn die Sitzreihen sind zu eng, mein Bauch zu groß und das Ausklapptischchen ist dafür nicht konstruiert. Es lässt sich nicht in die Waagerechte bewegen. Mit einer Festhalte- und einer Esshand geht das schon. Aber wie geht es anderen mit noch größeren Bäuchen (die gibt es wirklich – habe ich schon gesehen)?

Nach einer Stunde serviert Aegean doch tatsächlich ein Essen! Zwar nicht annähernd vergleichbar mit den legendären Mahlzeiten, die seinerzeit die Olympic Air serviert hat – Vorspeise, warme Hauptspeise mit Griechischem Salat, Nachspeise. Metallbesteck, Salz- und Pfefferbriefchen, Zahnstocher, etc. und zu trinken alles was man wollte kostenlos außer Champagner und Schnäpse. Aber immerhin ein kalter Salat (107 Gramm) mit Truthahn, Kathiraki und Ceasar Sauce in einer Plastikbox. Ich denke schon, dass es vielleicht unnötig war, Beates Brötchen sofort zu schnabulieren. Aber weit gefehlt! Der „Salat“ besteht zu 90 % aus roten Paprikastreifen. Also für mich ungenießbar, da ich Paprika weder mag noch vertrage.
Aber einen gar nicht so schlechten Kaffee trinke ich gerne.

Von Athen geht es dann mit einer zweimotorigen Propellermaschine Type ATR 42-600 nach Leros weiter. Ich bemerke sofort den enorm viel besseren Komfort als in der Aegean Airbus A321-231 (war auch ziemlich alt). Viel mehr Beinfreiheit und das Ausklapptischchen kommt problemlos in die Waagerechte ohne meinen Bauch zu berühren, obwohl gleich konstruiert. Irgendwie klar: Auch wenn man die Sitzreihen enger stellen würde, wäre es nicht möglich in diesen kleinen Flieger noch eine weitere Sitzreihe hinein zu quetschen. Und so bleibt es bei den vom Konstrukteur vorgesehenen 46 Sitzplätzen, von denen etwa 1/3 bei diesem Flug leer bleiben. Auch der Sitz neben mir.

Ich habe wieder einen Fensterplatz, 10A, vorletzte Reihe. Diesmal mit freier Sicht auf die Ägäis und die Inseln. Allerdings ist sie nicht ganz frei, denn das Fenster ist derart verdreckt, dass man alles nur wie durch einen Nebel sieht. Aber, weil es mich wie schon bei allen bisherigen Flügen zwischen Leros und Athen interessiert, wo ich gerade bin, schalte ich die Navionics.app auf dem iPad mini ein und verfolge, wie sonst nur auf dem Boot, Position, Kurs und Geschwindigkeit. Das funktioniert prima auch im Flugmodus. Abgehoben hat die Maschine bei etwa 100 Knoten, also ca. 185 km/h. Beim Airbus war es etwa das Doppelte.

Navionics-Navigation im Flugzeug
Navionics-Navigation im Flugzeug. demnächst überfliegen wir Mykonos.

Dann bekommen die Passagiere sogar zwei Kekse und eine kleine Flasche Wasser. Leider gelingt es mir trotz zahlreicher Versuche nicht, die Verpackung der Kekse ohne Werkzeug aufzureißen.

Wegen des starken Windes ist der Landeanflug auf Leros ziemlich unruhig, gelingt aber perfekt. Die Flugbegleiterin ruft bei den ärgsten Turbulenzen sogar „don’t worry, no problem“ in die Kabine.

Herr und Frau Giannakos erwarten mich zuverlässig wie immer mit einem Leihwagen, diesmal mit einem Peugeot 108. Schnell sind die Formalitäten und die Bezahlung erledigt. € 30,- per Tag statt den zu dieser Zeit üblichen 35 finde ich schon in Ordnung. Ein Monat früher wäre es wie früher wohl um 5 Eure billiger gewesen.

Im Hotel Alinda erhalte ich das Zimmer Nummer 5 im Erdgeschoß mit Balkon Richtung Garten. Also nicht wirklich ebenerdig, sondern auf der Ebene der Rezeption und Küche. Ist neu renoviert und mir sehr recht. Panorama-Aussichten werde ich in den kommenden Monaten eh genug haben.
Am Abend esse ich köstliche mit Schafkäre gefüllte Bifteki = Fleischlaberln um wohlfeile € 12,- im Hotel-Restaurant.

30.3.2025: Der Sommer ist grob geplant.

Die Vögel zwitschern schon, die Tage werden wieder heller und die Vorfreude auf den Sommer in Griechenland wächst. Ich liste mal auf, damit ich auch selbst soweit alles übersichtlich habe:

  • Am 15. Juni fliege ich von Wien nach Leros via Athen mit der Aegean (A3861 11:30 – 14:35 und und A37032 17:05 – 18:10, € 292,21 mit 23 Kg Koffer – da ist dann auch eine Lichtmaschine und eine Wasserpumpe in Reserve drin)
  • Zimmer in Hotel Alinda und Leihwagen von Giannakos am Flughafen Leros sind reserviert (€ 50,- per Einzelzimmer-Tag im Hotel inkl. Frühstück. Leihwagenpreis wird sich noch ergeben – wird so um die 25 bis 30 Euro per Tag sein in der Vorsaison inklusive Bereitstellung eines tadellosen Autos am Flughafen und Abholung beim Bootsabstellplatz ein paar Tage später. Dieser Leihwagenvermieter hat in den letzten 12 Jahren immer alles richtig und sehr kundenfreundlich gemacht. Ich kann ihn nur wärmstens empfehlen. Das gleiche gilt für Hotel Alinda.).
  • Boot für die Saison herrichten, der mit der der Wässerung am 19. Juni beginnt.
  • Christian Schermann kommt am 22. Juni in Leros an und dann machen wir einen Törn, der am 1. Juli in Kos endet.
  • Beate will noch die Geburt ihres zweiten Enkelkindes abwarten und wird erst irgendwann im Juli nach Griechenland kommen.
  • Dann sind Beate und ich wie üblich auf dem Boot im Dodekanes unterwegs.
  • Am 7. September kommen Herbert und Silvia Bürgler nach Leros für einen Törn Leros – Kleine Kykladen (insbesondere Schinousa) – Leros.
  • Am 18. September kommt das Boot wieder in Leros auf Land bei Moor & Dock.
  • Leihwagen von Giannakos und 2 Doppelzimmer in Hotel Alinda sind ab 18. September reserviert (per Tag für 2 Personen € 80,- inkl. Frühstück)
  • Einwintern von Blodughadda mit Hilfe von Herbert und den Damen.
  • Beate und ich fliegen am 23. September mit Ryanair von Kos nach Wien (FR7331 21:15 – 22:50 gesamt € 300,98 inkl. je ein 20 kg Koffer). Der Schnellkatamaran Leros-Kos 14:40 – 16:05 Dodekanisos Seaways ist noch nicht gebucht, weil die Online-Buchung nicht funktioniert. Hat aber sowieso immer freie Plätze. Vom Hafen Kos zum Flughafen wohl eher mit Taxi als mit Bus sein (der natürlich viel billiger wäre aber sich wahrscheinlich zeitlich nicht ausgehen wird, siehe Busfahrplan, der sich allerdings noch ändern kann. Vom Hafen zur Busstation „Kleopatras“ geht man in etwa 15-20 Minuten.).
  • Herbert und Silvia bleiben noch ein paar Tage länger auf Leros.

Einladung: Falls noch jemand Lust und Zeit hat, nach Griechenland zu kommen, bitte melden! Z.B. in einem Kommentar unten. Insbesondere würde es mich freuen, falls wer bereits am 15. Juni nach Leros kommen könnte (der Flug Wien-Leros ist noch nicht ausgebucht), um mir beim Herrichten des Bootes zu helfen. Alleine ist das mühsam und das Aufspannen des Biminis ist nur mit mindestens vier Händen möglich. Falls wer mithilft, könnte das Boot einen Tag früher ins Wasser kommen und ein 5-Tage-Törn ginge sich aus bevor Christian ankommt.

Aber auch im Juli und August sind Gäste für eine Woche auf dem Boot herzlich willkommen.

Was sich vor dem 19. Juni diesbezüglich neues ergibt, werde ich auf dieser Seite ergänzen. Danach als Törnberichte.

Sorry!

Das E-Mail mit der Ankündigung dieser Seite ist nicht wie vorgesehen als BCC an alle Empfänger sondern mit sichtbaren E-Mailadressen versendet worden. Warum, weiß ich nicht. Tut mir leid. Bitte nicht missbrauchen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

10 Gedanken zu “2025”