Aktualisierung 08.08.2021 12:45:19 Anzahl Tage: 8
31.07.2021 Kos / Kefalos, Kamari
01.08.2021 Kos / Kefalos, Kamari – Léros / Kuluki
02.08.2021 Léros / Kuluki – Patmos / O. Meloï
03.08.2021 Patmos / O. Meloï – Patmos / Livadi Geranou (Ubuntu-Bay)
04.08.2021 Patmos / Livadi Geranou (Ubuntu-Bay) – Arkí / Tiganáki – Lipsi / O. Lipsi
05.08.2021 Lipsi / O. Lipsi – Léros / O. Xirokampos
06.08.2021 Léros / O. Xirokampos – Kálymnos / O. Vlychádia
07.08.2021 Kálymnos / O. Vlychádia – Kos / Kefalos, Kamari
Crew:
Tötterström Tom
Tötterström Beate
Lamprecht Harald
Lamprecht-Pühra Isabel
Gesamt Törn:
Zeit unterwegs: 21:00 Strecke: 127,9 Seemeilen Ø Fahrt: 6,1 Knoten
31.07.2021 Samstag
18:00 Kos / Kefalos, Kamari Karte Ablegen
18:17 Kos / Kefalos, Kamari Karte Ankern
Zeit unterwegs: 00:17 Strecke: ,9 Seemeilen Ø Fahrt: 3,2 Knoten
Beate kommt mit Harald und Isabel um 17:30h beim Boot an. Begrüßung und bequemes Einladen ihrerer kleinen Koffer und vor allem des Wasser- und Weinvorrats neben noch zwei großen Einkaufstaschen voll mit Proviant.
Gleich nachdem Beate vom Autovermieter wieder zum Boot zurückgebracht wird, legen wir ab und ankern an der neuen Stelle im NW. Abends essen wir wieder gut in der Taverna Kastri. Danach ist der aus Wien mitgebrachte Umathum Rosé perfekt gekühlt zum Anstoßen im Cockpit.
01.08.2021 Sonntag
09:20 Kos / Kefalos, Kamari Karte Abfahrt
14:59 Léros / Kuluki Karte Ankern
Zeit unterwegs: 05:39 Strecke: 35,7 Seemeilen Ø Fahrt: 6,3 Knoten
Ein malerischer Sonnenaufgang begrüßt mich um 6:26h. Der Morgenschwimm im fast glatten Wasser ist wieder wunderbar. Die Crew schläft bis acht.
Wir machen uns ohne Hast auf den Weg nordwärts. Also zuerst natürlich südwärts, um die Kos Südspitze zu umrunden.
Die Windprognose verspricht bis 15h wenig Gegenwind.
Stimmt! Die ganze Strecke bis zur Einfahrt in die Lakki-Bucht kommt der Wind mit 12-16 Knoten schräg entgegen so dass wir gut voran kommen. In der Lakki-Bucht nimmt die Temperatur enorm zu. Hatten wir am Meer 27°C haben wir am Ankerplatz in Kuluki 37,8°. Aber das Wasser hat angenehme 25°.
Harald, Isabel und ich fahren mit dem Schlauch um die Fähranlegestelle herum zu einem Betonsteg bei Café Morano, gehen etwas im Ort herum und vor allem in die Konditorei Rapapitis, um den Einkaufsauftrag der Beate auszuführen. Dann noch ein Bierchen im Morano und zurück am Boot Nudelsalat mit Thunfisch und Gemüse.


02.08.2021 Montag
09:20 Léros / Kuluki Karte Abfahrt
12:36 Patmos / O. Meloï Karte Ankern
Zeit unterwegs: 03:16 Strecke: 19,4 Seemeilen Ø Fahrt: 5,9 Knoten
Die Fahrt nach Patmos sollte zur Mittagszeit beendet werden, um ohne starken Gegenwind voran zu kommen. So ist es auch. Wieder haben wir während der Fahrt angenehme 27-28°C und in der Ankerbucht fast 10° mehr. Dabei ist es hier am kühlsten in ganz Griechenland – laut Wetterkarte. Erst am Freitag soll es ein wenig abkühlen.
Abends bringe ich H&I zum Betonsteg, damit sie über den Sattel gehen und bei Stefanos ein Moped mieten können. Beate und ich fahren erst bei Sonnenuntergang hinüber und gehen gleich in die Taverna Meloi. Als wir um 22h fertig gegessen haben, kommen H&I auch daher und wir können gemeinsam zur Blodughadda fahren.
Ich lege mich sogleich ins Bugnetz und schlafe ein.


03.08.2021 Dienstag
13:33 Patmos / O. Meloï Karte Abfahrt
14:10 Patmos / Livadi Geranou (Ubuntu-Bay) Karte Ankern
Zeit unterwegs: 00:37 Strecke: 1,9 Seemeilen Ø Fahrt: 3,1 Knoten
Um vier Uhr wache ich auf, weil ich es doch als zu kühl empfinde, fast nackt unter freiem Himmel zu schlafen. Dabei hat es immer noch 28°C…
Ich mache mir ein Nescafé und stelle fest, dass ich gesalzen bin. Das Bugnetz hat gestern und vorgestern ordentliche Spritzer Mittelmeerwasser abbekommen und das Salz blieb übrig. Habe ich gestern gar nicht bemerkt.
H&I machen schon recht früh eine Mopedfahrt zum Kloster, Chora und „Auferstehungshöhle“ hinauf. Um 12:40h sind sie wieder retour. Sie hätten das Moped noch bis 15h aber Beate und ich haben keine Lust, bei der Hitze irgendwohin auf dem Land zu fahren.
Wir tuckern langsam in die überübernächste Bucht. Auf dem Wasser sinkt die Temperatur leider nur auf einem kurzen Stück auf 35°C.
Abends essen wir in der einzigen und einfachen Taverna mit der herrlichen Aussicht, die ich wieder fotografieren muss. Das gegrillte Schweinskotlett ist sehr gut.

04.08.2021 Mittwoch
12:02 Patmos / Livadi Geranou (Ubuntu-Bay) Karte Anker auf
13:33 Arkí / Tiganáki Karte Ankern
17:31 Arkí / Tiganáki Karte Anker auf
18:45 Lipsi / O. Lipsi Karte Ankern
Zeit unterwegs: 02:45 Strecke: 16 Seemeilen Ø Fahrt: 5,8 Knoten
Wir schlafen alle besser als gestern, weil es etwas kühler ist. Da es heute möglich sein wird, endlich ein Stückchen zu segeln, schlagen Harald, Isabel und ich das Großsegel an. Zu dritt geht das wirklich gut, dauert aber trotzdem eine Stunde.
Außerhalb der Bucht wollen wir es gleich setzen. Ich freue mich schon darauf, es mit weniger Kraftanstrengung hinauf zu ziehen, da ja jetzt neue Rollen im Masttopp sind. Aber zu früh gefreut. Wir bringen es keine zwei Meter in die Höhe! Auch nicht mit der Winsch. Das Großfall ist komplett blockiert. Da klemmt was gewaltig, wenn Zug auf die Leine kommt. Wir testen das ohne Segel indem Harald das Seil segelseitig mit zwei Fingern hält: Ich bringe es mit voller Kraft keinen Millimeter in die Höhe. Muss ich bei der Werft reklamieren…
Im Drive-In-Swimmingpool in Tiganáki ist wieder viel los. Es gibt aber noch Platz für uns neben einem Schlauchbootmonstrum. Es hat 38°C, das Wasser kühlt gut mit 25°C. Man kann zwar nicht die ganze Zeit im Wasser sein, aber oft.
Als wir abfahren sind alle anderen Boote schon weg. Nach kurzer Fahrt erreichen wir die Lipsi-Bucht und ankern 240 Meter vor dem Orts-Badestrand Lientou Beach. Etwas später fahren wir mit dem Schlauch dorthin und gehen in 10 Minuten in den Ort, wo wir eine kleine Runde drehen bevor wir uns ins Yannis setzen.













05.08.2021 Donnerstag
12:21 Lipsi / O. Lipsi Karte
15:05 Léros / O. Xirokampos Karte
Zeit unterwegs: 02:44 Strecke: 16,6 Seemeilen Ø Fahrt: 6,1 Knoten
Die Nacht war für alle schlaftauglich. Wahrscheinlich, weil der Wind hier doch eine relativ lange Strecke über das Wasser streicht, bevor er das Boot erreicht.
Wir fahren wieder zum Strand und in den Ort. In der famosen Bäckerei ist die Bedienung alles andere als famos. Bevor ich meinen mickrigen und miesen Schinkenkäsetoast bekomme, hat Harald schon sein English Breakfast aufgegessen. Aber die Auswahl an guten Sachen im Geschäft ist immer noch verlockend, Beate kauft ein…
Nach Einkauf von Wasser und Bier fahren/schwimmen (H&I) zurück zum Ankerplatz.
Auf der Fahrt Richtung Süden machen wir einen Schlenker in die Panteli-Bucht auf Leros. Hier bzw. vor dem Vromolithos Strand gibt es neuerdings Bojen. Einige kleine rote, einige größere gelbe offenbar mit einer Lanterne. Von beiden Sorten wären noch welche frei, aber wir fahren weiter.
In Xirokampos wiederum, wo wir seit 2002 immer eine Boje (eigentlich eine Muringleine) genommen haben, gibt es ja nichts dergleichen mehr.
Am 22.7. schrieb ich im Mittelmeer-Skipper-Forum:
In Xirokampos oder auch Xerokapos geschrieben sind alle Muringe weg. Heute beim Besuch bei Aloni (ausnahmsweise mit dem Auto) habe ich nicht schlecht gestaunt. Nur vier Segelboote. Alle per Anker und keine einzige Muringboje zu sehen. Die Kellnerin erzählte, dass letzten Herbst die Portpolice Stress gemacht hatte und während des Winters alle entfernt werden mussten.
Ein holländischer Skipper am Nachbartisch, dessen Boot unter den vieren war, sagte, dass alle Bojensteine bzw. mit Zement gefüllte Kühlschränke etc. noch am Grund lägen. Die Wirte hätten einfach nur die Muringleinen gekappt.
Also: In Xirókampos extrem aufpassen beim Ankern. Die Gefahr ist groß entweder einen Bojenstein zu erwischen (davon gibt es sicherlich so an die 30) oder hohes Seegras, in dem der Anker nicht hält.
Dazwischen gibt es aber auch Sandflecke, wo der Anker gut hält – und wieder herauf kommt.
Das Essen im spärlich besuchten Aloni war übrigens sehr gut.
P.S.: Ein Tipp fällt mir noch ein: Falls sich in der Crew eine ausreichend sportliche Person befindet, diese auf Tauchgang mit einem Seil schicken, um dieses durch das Bojensteingeschirr zu fädeln…
Nun, wir werfen den Anker direkt vor dem Fischerhafen auf 3,5 m Tiefe auf etwas, was vom Boot aus wie Sandgrund aussieht. Die Schnorchelbesichtigung ergibt aber Schottergrund mit grobem Sand darunter. Unser Jambo-Anker hat sich trotzdem ausreichend gut eingegraben – beim zweiten Versuch.
Früher war hier quasi ein Bootscampingplatz, jetzt um 18:30 sind nur acht Segelboote in der Bucht. Vier davon haben offensichtlich meinem Tipp befolgt (obwohl ihn sicher nicht gelesen), denn sie haben Leinen aber keinen Anker im Wasser.
Es ist sauheiß, aber es gibt zumindest keine Waldbrände in der Nähe, wie sonst an vielen Orten in Griechenland. Vielleicht deshalb, weil es hier auf den kleinen Inseln keine Wälder gibt…
Trotzdem erhalten wir einen Notfallhinweis auf dem iPhone.
Abends essen wir auf dem Boot gebratenen Käse, Würsteln und Salat.

06.08.2021 Freitag
10:25 Léros / O. Xirokampos Karte Abfahrt
12:37 Kálymnos / O. Vlychádia Karte Ankern
Zeit unterwegs: 02:12 Strecke: 14,6 Seemeilen Ø Fahrt: 6,6 Knoten
Seltsamer Morgen. Kein Wind, die Sonne hinter einem Wolkenschleier, nicht heiß.
Nachdem H&I den Müll- und Plastikmüllsack an die entsprechenden Mülltonnen an Land gebracht haben (in Lipsi gibt es diese ja nicht, sondern muss die Mülltrennung immer noch in riesigen Plastiksäcken erfolgen) fahren wir über fast spiegelglattes Wasser los.
In Vlychadia gibt es schwachen Südwind! Zwei Segelboote ankern hier, also Platz genug. Aber in dieser Bucht kann man auch nicht den Anker locker irgendwohin schmeißen. Der Ankergrund ist alles andere als ideal, weil teilweise hart, steinig oder hat Seegras und der Wind in dieser Bucht kann vollkommen verrückt drehen. Wir erwischen aber einen sehr guten Sandfleck, was die nachträgliche Schnorchelbesichtigung bestätigt.
Abends essen wir natürlich im Paradisio. Alle sind sich einig: Auch wenn es ein wenig mehr als üblich kostet, ist es jeden Cent wert. Einfach sagenhaft gut.
07.08.2021 Samstag
09:30 Kálymnos / O. Vlychádia Karte
13:00 Kos / Kefalos, Kamari Karte
Zeit unterwegs: 03:30 Strecke: 22,8 Seemeilen Ø Fahrt: 6,5 Knoten
Mit dem Wind motorsegeln wir mit der Genua bis zur Kos Südspitze. Dann kommt der Wind wieder heftig entgegen.
Wir ankern in der Nähe des Anlegers, damit H&I vor ihrem Heimflug noch ins Wasser hupfen können. Dann legen wir wieder längsseits an.
Noch während ich die Wassertanks fülle verabschieden sich H&I Richtung Bushaltestelle. Um 15 Uhr soll der Bus zum Flughafen kommen.
Ein schöne, wenn auch heiße Woche mit den zweien ist zu Ende.