Aktualisierung 08.08.2020 12:38 Anzahl Tage: 7
01.08.2020 Léros / O. Parthéni Agmar Marine – Kálymnos / Emboriós
02.08.2020 Kálymnos / Emboriós – Kos / Kefalos, Kamari
03.08.2020 Kos / Kefalos, Kamari – Pserimos / O. Vathy
04.08.2020 Pserimos / O. Vathy
05.08.2020 Pserimos / O. Vathy – Kálymnos / Póthia Hafen
06.08.2020 Kálymnos / Póthia Hafen – Kálymnos / O. Vlychádia
07.08.2020 Kálymnos / O. Vlychádia – Kos / Kefalos, Kamari
Crew:
Tötterström Tom
Tötterström Patrick
Gesamt Törn:
Zeit unterwegs: 22:18 Strecke: 118,2 Seemeilen Ø Fahrt: 5,3 Knoten
01.08.2020 Samstag
10:20 Léros / O. Parthéni Agmar Marine Karte Abfahrt
14:01 Kálymnos / Emboriós Karte An Boje
Zeit unterwegs: 03:41 Strecke: 15,6 Seemeilen Ø Fahrt: 4,2 Knoten
Nach drei Tagen an Land geht es los. Zuvor unterhalte ich mich mit dem Eigentümer der Werft, Herrn Aggelos Gaitanidis (dem ich während meiner 7 Jahre auf der Werft bisher noch nie begegnet bin) über die Vorkommnisse letztes Jahr. Anders als der Technical Managerdodl Michalis spricht er vernünftig und entschuldigt sich für die Missetaten der Mechaniker. Und für das Kommunikationsverhalten von Michalis. Dieser sei ein guter Mechaniker aber mit Kunden spreche er nur Bullshit. Ich solle nicht mit ihm reden. Nun das hatte ich sowieso nicht vor und selbst bemerkt, was er spricht, aber guter Mechaniker? Davon habe ich nichts bemerkt. Ein bisschen versucht er auch die Schuld auf mich zu schieben, weil vor drei Jahren in einer E-Mail erwähnt wurde, dass der Motor (welcher?) vermutlich irgendwann generalüberholt werden müsse, aber ich darauf nicht reagiert habe. Ich entgegne, dass ja dann die Mechaniker umso leichter die Ursache des Motorölverlustes hätten finden können. Jedenfalls muss ich nicht die sinnlosen Arbeiten bezahlen, die mir mit knappen 400 Euro in Rechnung gestellt wurden und erhalte das Angebot, den rabattierten Vorjahrespreis von 2.860 Euro für ein weiteres Jahr auf der Werft, falls ich verlängere. Da ich mittlerweile das Angebot der Artemis-Werft auf der anderen Seite des Flughafens mit 3.919,56 für die selbe Leistung erhalten habe, fällt es mir nicht schwer, mich für eine Verlängerung zu entscheiden. Werde ich halt keine Motorservicearbeiten in Auftrag geben.
Um 9:40h kommt der Kran. Um 10:10 erreicht er das Travelliftbecken. Zum Glück ist der Wind nicht stark und so gelingt es gut, mit nur einem Motor aus dem Becken zu reversieren während die zwei Liftmänner ziehen und schieben.
Wir tuckern bei immer stärker werdenden Rückenwind nach Emborios. Hätten wir irgendwo die Genua setzen können, könnte er mitziehen. Aber in der Werft darf kein Segel geöffnet werden und bei zu viel Wind ist es zu mühsam und auch gefährlich.
In Emborios sind die drei Bojen von Barba Nikolas nicht mehr da. Aber immerhin noch 17 andere, wovon 6 besetzt sind. Wir nehmen halt eine, was zu zweit problemlos funktioniert obwohl der Wind sehr böig ist.
Abends nach einem kurzen Spaziergang gehen wir ins „Dreamcatcher“ und essen gute Hausmannskost von der Mama gekocht (Dolmades und Moussaka). Zuerst setzen wir uns an einen Tisch am Wasser. Aber die Windböen werden bald so heftig, dass es den Sand in den Nacken bläst. Auf der Terrasse ist es bestens und die Bedienung wie immer auch (obwohl heuer ein anderes Mädchen).
02.08.2020 Sonntag
11:38 Kálymnos / Emboriós Karte Abfahrt
17:27 Kos / Kefalos, Kamari Karte Ankern
Zeit unterwegs: 05:49 Strecke: 30,5 Seemeilen Ø Fahrt: 5,2 Knoten
Der Wind orgelt die ganze Nacht und die Temperatur sinkt nicht unter 30°. Der Schlaf ist alles andere als gut. Ohne Hast brechen wir langsam auf. Im Windschatten von Telendos meinen wir, die Genua setzen zu können. Aber mitten in den Vorbereitungen nimmt der Wind zu. Na gut, dann halt motoren.
Mit dem Wind geht es perfekt aber bei der Ansteuerung auf Kefalos kommt der Wind mit über 30 kn entgegen. Mit Vollgas schafft der eine Motor gerade mal 2,5 kn Fahrt.
Es geht aber eh voran und wir können den Anker vor Kefalos Market werfen. Die Stege von Santa Barbara und Sydney sind nicht da aber 6 Segelboote vor Anker. Darunter der riesige Stahl-Katamaran ARAWA mit zwei Masten, den Beate und ich am 14.8.2007 beobachtet haben (das Blogbuch ist ein Hammer!).
Der Wind ist mit ziemlich konstant 16 kn gnädig, Luft- und Wassertemperatur 26°. Schnorchelschwimm zum Anker, der perfekt im feinen Sand liegt und dann ein ausgiebiger Körperwasch – ach, ist das herrlich!
03.08.2020 Montag
09:49 Kos / Kefalos, Kamari Karte Anker auf
10:05 Kos / Kefalos, Kamari Karte Anlegen
13:50 Kos / Kefalos, Kamari Karte Abfahrt
19:17 Pserimos / O. Vathy Karte Ankern
Zeit unterwegs: 05:43 Strecke: 33,3 Seemeilen Ø Fahrt: 5,8 Knoten
Ein windstiller Morgen auf dem Boot ist immer ein Genuss. Wir warten auf den Anruf von Dimitris und machen uns Sorgen, ob wir längsseits an der Pier anlegen werden können. Am Kopf liegt das Zementfrachtschiff „Sirius Cement IV“ und an der Seite wo sonst die Ausflugsboote liegen, legt ein Schlepper an. Vor diesem ist gerade noch ein Platz für uns, aber wenn noch wer dort anlegt, denn nicht mehr. Dimitris ruft um 9:46h an und teilt mit, dass er von Kos Stadt losfährt. Also fahren wir auch los und können uns perfekt zwischen Schlepper und Bugfestmacher des Zementschiffes einparken.
Dimitris und Helfer kommen mit einem klapprigen undefinierbaren Kastenwagen mit der Aufschrift „COSCAR Rent a Car“ an. Sie hieven und schieben den Motor über die Passarella auf einem aufgeschnittenen Plastikkanister und dann in den Motorenraum. Das und das Anschrauben des Motors geht schnell. Aber die Schläuche und Stromkabeln anschließen dauert doch etwas. Nach knappe zwei Stunden kann ich den Motor starten. Und wie! Springt an wie ein Glöckerl und klingt in meinen Ohren auch so. Ich bin unendlich erleichtert und gar nicht traurig, dass ich um 5.500 Euro ärmer bin.
Nach Clubsandwich in der Cavos Taverna fahren wir entlang der Südküste von Kos und dann nach Pserimos. In der Vathy Bucht ankern normalerweise immer viele Boote. Diesmal ist es nur eine Pershing 65 Motoryacht auf dem Jugendliche Remmidemmi machen. Als sie dann um 22h abfahren, sind wir allein. Weil die Fallwinde nicht zu heftig sind, haben wir uns nicht für den sonst üblichen Ankerplatz sondern für einen direkt vor dem Strand entschieden, wo das Schnorcheln schöner ist (vielleicht). Danach gibt es gebratene griechische Würsteln.







04.08.2020 Dienstag
Pserimos / O. Vathy
Wir schlafen bis 10 Uhr! Während des Frühstücks tröpfeln andere Boote in die Bucht. Zuerst ein RIB mit zwei deutschen Damen, die sich offenbar einen Privatausflug mit einem sonst arbeitslosen Motorbootbesitzer geleistet haben. Dann das Charter-Segelboot Nummer drei (wir zählen alle gesichteten Charterboote), das bald wieder abfährt. Im laufe des Tages kommen ein paar andere Boote hierher.
Ich will das vorigen Herbst gekaufte STERLING Lichtmaschinen-Batterie-Ladegerät testen. Das dauert. Patrick und ich studieren die Anleitung und überlegen, wie wir es am besten machen können. Schließlich ist es angeschlossen und wir werfen den Motor an. Das Ergebnis ist nicht zum Jubeln. Obwohl die ebenfalls neue Lichtmaschine 80 Amp liefern könnte, kitzelt dieses Wunderding gerade mal 16 Amp aus dieser heraus. Die zwei Solarmodule mit zusammen max. 20 Amp haben zuvor ca. 10 Amp geliefert, also nicht wesentlich weniger. Na gut, das kann auch daran liegen, dass die Batterie ziemlich voll ist und eben nicht mehr aufnehmen kann. Jedenfalls bauen wir die Versuchsanordnung wieder ab. Werde ich wiederholen, wenn die Batterie mehr entladen ist.
Am Abend machen wir uns zu Fuß auf den Weg zum Pserimos Ort. Es sind zwar nur knappe 2 Kilometer, aber davon ist etwa die Hälfte ein sehr steiniger Ziegenpfad, der auf der Vathy-Seite recht steil auf den 57 m hohen Bergsattel führt. Beim Bergabgehen kommt man da leicht ins Rutschen. Wanderschuhe wären hier angesagt. Mit Fotostopps erreichen wir Pserimos Ort in 45 Minuten. Hier ist die Zeit stehen geblieben. Die wenigen Ortsbewohner sitzen auf ihren Plastikstühlen vor den Häusern und reden (die Männer) oder kommen aus der Kirche (die Frauen). Von MNS-Masken keine Spur. In „Tripolitis“ begrüßt uns der Wirt Niko herzlich und lustig wie immer. Seine neue Frisur ist sehenswert: Auf dem Kopf ein großer Knoten mit einer Quaste nach oben und um diesen herum ganz kurz geschorenes Haar. Er erzählt, dass die Ausflugsboote seit 10 Tagen wieder kommen, aber nicht viele. Davor hatte er nur am Wochenende geöffnet. Aber da kamen auch recht viele Leute aus Kalymnos und so konnte er sich finanziell über Wasser halten. Dann macht er uns einen fantastischen Salat und sehr gute gegrillte Souvlaki und Schweinskotlett.
Als wir um 22:45h im Vollmondschein zurück auf dem Boot sind, ankern ganze fünf andere Segelboote in der Bucht. Ein Staub- und Schweißabspülschwimm tut gut.



05.08.2020 Mittwoch
14:40 Pserimos / O. Vathy Karte Abfahrt
16:54 Kálymnos / Póthia Hafen Karte
Zeit unterwegs: 02:14 Strecke: 12,6 Seemeilen Ø Fahrt: 5,6 Knoten
Die kleine Ketsch WINDLEK mit schwedischer Flagge ankert in Rufabstand neben uns. Wir begrüßen einander und wechseln ein paar Worte auf Schwedisch. Als wir mit unseren späten und ausgiebigen Frühstück fast fertig sind, schwimmt der Einsamsegler herbei und kommt an Bord. Es stellt sich heraus, dass er zwar seit vielen Jahren in Schweden lebt, aber in Helsinki geboren ist und sogar in die selbe Schule wie ich (Borgå Lyceum) gegangen ist, halt eine Klasse über mir und er daher reinstes Finnlandschwedisch spricht. Sein Name ist Carl-Johan Hästesko und sein Boot liegt seit drei Jahren im Winter ebenfalls auf Leros, in der Evros Marina. Es wird eine längere und sehr wellenlängengleiche Plauderei. Nach Austausch der Kontaktdaten und gegenseitiger Bekundung, dass wir in Kontakt bleiben wollen, schwimmt er wieder zurück.


Endlich können wir die Genua setzen. Die Windböen sind kaum der Rede wert. Es geht zu zweit eh recht schnell.
Wir haben vor, an der Ostseite des Inselchens Platy zu ankern. Aber alle guten Ankerplätze sind von Ausflugsbooten belegt! Daher fahren wir nach Pothia Kalymnos weiter, wo genügend Platz am Yachtkai vorhanden ist. Der lustige Hafenschackl Yannis ist aber nicht wie üblich vorhanden.
Wir essen ein „Special Fish Menu for 2“ um 25 Euro im „Ibiskus“ nahe am Yachtkai: Griechischer Salat, gegrillte Dorade (sicherlich aus einem der vielen Fischfarmen rund um Kalymnos, schmeckt aber trotzdem bestens) und einen halben Liter Wein. Beim anschließenden Gang über den Hauptplatz wundern wir uns. Dieser ist gerammelt voll mit Tischen und Stühlen und von diesen scheint kein einziger frei zu sein. Eigentlich eine tolle Feststimmung, wäre da nicht eigentlich derzeit Virusalarm. Wir verziehen uns auf ein Ouzo in die weniger belebte Zone nahe der Hafenpolizei.
Als wir anschließend die Flüchlingsbootsammlung in der SW-Ecke des Hafenbeckens ansehen, legt gerade die Blue Star Chios an, also die Fähre, mit der wir von Piräus nach Leros reisten. Neugierig beobachten wir, wie die LKW-Fahrer Sattelanhänger routiniert rückwärts in die Fähre schieben und bald mit der Zugmaschine wieder heraus fahren, um den nächsten Anhänger zu behandeln. Es sind wirklich viele und viele davon leer und sogar zwei über einander. Die werden wohl nach Piräus gebracht, um dann wieder voll beladen Waren nach Kalymnos zu bringen.
06.08.2020 Donnerstag
19:36 Kálymnos / Póthia Hafen Karte Abfahrt
20:16 Kálymnos / O. Vlychádia Karte Ankern
Zeit unterwegs: 00:40 Strecke: 3,2 Seemeilen Ø Fahrt: 4,8 Knoten
Der Hafenschlaf funktioniert erstaunlich gut, aber eine Dusche ersetzt den Morgenschwimm keineswegs. Wir gehen zu den Mopedverleihern beim gestrigen Ouzoplatz. Der erste will uns für blöd verkaufen und meint, mit einer 50 ccm Maschine käme man bergauf maximal mit 10-15 kmh. Beim nächsten haben wir schon gestern erfahren, dass er für heute nichts frei hat. Dabei wäre er sympathisch, weil er perfekt Deutsch und auch Schwäbisch spricht. Der dritte hat auch keine 50 ccm Maschinen, bietet aber 125 ccm zum Preis von 50 ccm an, also um je zehn Euro per Tag. Da werden wir schnell handelseins.
Wir fahren nach Vathy auf ein spätes Fühstück in der Hafentaverna oberhalb der kleinen Pier. Naja, es wird halt nur Kaffee und Toast. Weiter geht es dann durch das fruchtbare Vathy-Tal Richtung Nordwesten nach Argiononta. Wir durchfahren herrliche Kräuter-Zitrusfüchte-Duftwolken und auch Hotspots (also wortwörtlich: wo es plötzliche extrem warm ist). Die Bergstraße ist bestens asfaltiert und schön zu befahren.
In Arginonta trinken wir einen Frappee und genießen die Aussicht über die Bucht im der Beach Bar. Viel Badebetrieb ist hier nicht obwohl alles passt, sogar Duschen gibt es.
Weiter geht es Richtung Palionisos. Aber kurz vor der Abzweigung fängt die Benzinanzeige zu blinken an. Ich weiß weder, wie weit man noch fahren kann noch wo die nächste Tankstelle ist. Google Maps zeigt sie 13,5 km entfernt. Hmm, könnte knapp werden, wenn wir zuvor die ca. 12 km hin und zurück Serpentinenstraße über den 230 m hohen Bergsattel nach Palionisos fahren. Ich frage einen Bauern, der gerade im obligaten Toyota PickUp aus dem vorigen Jahrhundert daherkommt und seine Ziegen verscheucht, die sich um einen abgestellten LKW beladen mit Futtersäcken scharen. Für die Unterhaltung werden nur die Wörter „Parakalo“ (= bitte und er schaut zu mir) und „Benzini“ benötigt, wobei ich auf das Moped zeige. Er winkt mit beiden Händen Richtung Google-Tankstelle. Ich zeige in die andere Richtung und hebe fragend die Schultern. Er fächert verneinend die rechte Hand. Also klar, vor Emborios nordwärts gibt es keine, sondern weit südwärts.
Patrick versichert, dass er gerne Moped fährt und bestätigt, dass es sinnvoll wäre, so bald wie möglich zu tanken. Also fahren wir zurück und nehmen jetzt die Küstenstraße nach Masouri. Obwohl hier der größte Touristenort der Insel ist und auch ein Hafen für die Verbindungsboote nach Telendos, ist keine Tankstelle zu sehen. Erst in Elies, fast so weit wie auf Google Maps gezeigt, finden wir eine – nein zwei. Also die nördlichste Tankstelle auf Kalymnos befindet sich ca. 5 km nordwestlich der Hauptstadt Pothia im Süden. Hätte der Mopedverleiher schon sagen können. Mit 1,62 Euro per Liter ist das Benzin etwa 60% teurer als in Mödling! Egal wir brauchen für beide Mopeds nicht viel und füllen sicherheitshalber ca. 4 Liter in jedes, womit die Tanks voll bzw. fast voll sind.
In Paliónisos bleiben wir natürlich bei der Taverna von Nikolas stehen. Er und seine Frau Themis kommen uns sogleich begrüßen. Wir sind die ersten (und vielleicht auch die letzten) Gäste des Tages. Nikolas lässt es sich nicht nehmen, zum bestellten Bier einen Teller mit Oliven, Tomaten, Gurken und Paximadi auf den Tisch zu stellen bevor er sich zu uns setzt und wir uns auf deutsch unterhalten können. Auf griechisch mit der Themis ist es schon mühsam. Also: Der älteste Sohn Mike arbeitet in Athen im Büro der Küstenwache und nicht mehr auf einem ihrer Boote. Der mittlere Yannis hat in Pothia eine Souvlakibude neben dem Hotel Olympic übernommen und um 50.000 Euro renoviert kurz bevor der Corona-Lockdown kam. Hat ihn hart getroffen, aber er hat es finanziell überlebt. Dem jüngsten, Leftheris, der in verschiedenen Hotels als Koch gearbeitet hat, geht es nicht so gut. Von der Mutter seiner dreijährigen Tochter hat er sich getrennt, nachdem sie immer verrückter wurde und keine psychische Behandlung geholfen hat.
Aber seinem im Nachbarhaus lebenden Eltern geht es gut. Die Mutter ist 92, der Vater 97 Jahre alt. Jetzt arbeiten sie nicht mehr so hart wie früher…
Wir verabschieden uns temporär, um am Strand schwimmen zu gehen. Nach 250 Metern erwartet uns eine Überraschung. Das bisher unbebaute Grundstück am Strand ist jetzt eine riesige Strand-Kantine mit zahlreichen Tischen, Liegestühlen, großem Parkplatz, Toiletten und natürlich lauter Bumm-Bumm-Musik. Es herrscht Hochbetrieb. Die Lust hier schwimmen zu gehen vergeht schnell. Also zurück zum Nikolas uns verabschieden und ab nach Arginonta Beach, wo es wirklich sehr angenehm ist, und die netten Wirtsleute stolz sind, „die besten Club-Sandwiches überhaupt“ servieren zu können.
Die Mopeds geben wir nach 90,2 abgespulten Kilometern um ca. 19h zurück und eilen zum Boot, um noch vor Sonnenuntergang in Vlychadia ankern zu können. Das gelingt auch bestens, kein anderes Boot ankert im spiegelglatten Wasser.











07.08.2020 Freitag
16:36 Kálymnos / O. Vlychádia Karte Abfahrt
16:52 Vor Vlychadia Segel setzen
20:27 Vor Kamari Segel bergen
20:48 Kos / Kefalos, Kamari Karte Ankern
Zeit unterwegs: 04:11 Strecke: 23 Seemeilen Ø Fahrt: 5,5 Knoten
Heute darf wieder geschraubt werden. Die neue Pumpe für die Entleerung der „Duschwanne“ ist zwar auch nicht leise, hat aber einen riesigen Vorteil: Sie saugt tatsächlich das Duschwasser ab.
Nach einem wieder sehr guten Essen im PARADISIO und einem Spaziergang auf das gegenüber liegende Buchtufer machen wir uns auf den Weg. Gleich nach der Buchtausfahrt setzen wir die Segel. Der Wind ist günstiger als erwartet und so können wir bis kurz vor dem Ankerplatz in Kefalos segeln. Patrick hält wie üblich alles im Blick und sieht wie schon am ersten Tage Delfine, die kurz das Boot begutachten.
Es ist schon fast ganz finster als wir den Anker werfen. Das ist aber hier wirklich kein Problem, weil Platz genug und bester Sandgrund vorhanden.
Nach einem Einkauf im Kefalos Market setzen wir uns auf ein 2-Euro Krügerl in die „Memory“-Bar. Auch der sehr gute Toast kostet nur zwei Euro.
Abends gibt es dann wieder Kartenspielen. Ich gewinne wie üblich…



