Blodughadda-Blogbuch
Die Reisen der Blodughadda
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2012-06-20 Zum Boot

Seite drucken Aktualisierung 21.08.2018 20:48:03 Anzahl Tage: 3
20.06.2012 Taxi Mödling > Schwechat – Flug Schwechat > Kos – Taxi Flughafen Kos > Hafen Kos – Dodekanissos Pride Kos > Leros Lakki – Mietwagen Lakki > Alinda
21.06.2012 Léros / O. Parthéni Agmar Marine
22.06.2012 Léros / O. Parthéni Agmar Marine

Crew:
Tötterström Tom

Gesamt Törn:
Zeit unterwegs: :00 Strecke: Seemeilen Ø Fahrt: Knoten


20.06.2012 Mittwoch
Taxi Mödling > Schwechat – Flug Schwechat > Kos – Taxi Flughafen Kos > Hafen Kos – Dodekanissos Pride Kos > Leros Lakki – Mietwagen Lakki > Alinda
Um 3 Uhr aufzustehen wäre zu brutal gewesen, weshalb ich wach bleibe bis mich das Taxi um 3:30h abholt.Bei Airberlin/Flyniki gibt es Zores: Ich habe mir erlaubt, das Gepäck ergonomisch komfortabler in eine Reisetasche und in einen Rucksack (kleine Samsonite-Tasche mit Ruchsackgurten) zu verstauen. Das ist nach den neuesten Reisegepäckbestimmungen aber absolut verpönt und wird mit einer Strafzahlung von 50 Euro geahndet! Ich kann es nicht fassen und versuche die Airberlinangestellten von der Schwachsinnigkeit dieser Bestimmung zu überzeugen. Natürlich vergebens. Leider ist der Koffer-in-Plastik-Einwickelmann erst ab 5:30h zur Stelle und leider habe ich kein Leintuch oder dergleichen mitgenommen, aus dem ich aus zwei Gepäckstücken eines hätte machen können. Denn es geht nicht um das Gewicht, das ist ja in Ordnung. Es geht um die Gepäckstückanzahl. Es bleibt also nicht anderes übrig als zähneknirschend den Wucherpreis von 50 Euro für, ja wofür eigentlich, zu bezahlen – etwa für einen zusätzlichen Gepäckzettel und eine zusätzliche Handbewegung des Gepäckhantierers. Dafür 31,73% des Gesamtflugpreises bzw. 69,44% des reinen Flugpreises zu verlangen, kann nur als Wucher bezeichnet werden.
Nach gutem Flugzeugschlaf, anschließendem Frühstück im neu renovierten Lokal beim Flughafen, Taxifahrt mit einem sehr gut deutsch sprechenden Fahrer und dann im 2/3 leeren Schnellkatamaran, erreiche ich Leros/Lakkí bestens. Hungrig und durstig kehre ich im Café Escape ein – das Café gleich beim der Lakki Marina. Hier gibt es, wie schon früher erkundet, einen köstlichen Club-Sandwich und außerdem gratis WLAN.
Während ich gerade mit Beate skype, kommt der Autovermieter Tony daher. Er Hat wieder ein Minauto zum Minipreis für mich: 25 Euro am Tag. Wir fahren zu seinem Elternhaus, sprich Büro, Lebensmittelgeschäft und Appartementhaus direkt am Strand der Alinda-Bucht mit Blick auf die Burg. Nicht deswegen sondern, weil der Preis für ein Appartement mit 30 Euro per Tag schwer in Ordnung ist und weil ich keine Lust habe, am Boot zu übernachten bevor es einigermaßen wohnlich ist, miete ich mir eines der 8 sonst völlig leeren Appartements. Die Leute sind reizend und freuen sich sehr darüber, endlich einen Gast zu haben. Aus dem Geschäft bekomme ich Wasser, Kaffee und Pflaumen aus Leros für die Erstversorgung, halt so. Da kann man über gewisse Mängel im Appartement doch hinweg sehen. Leicht ist es aber nicht.
Ich muss schlafen. Um 17:15 höre ich widerwillig damit auf und fahre zum Boot. Es ist da, sieht gut und gar nicht so arg schmutzig aus. Patrick, Matthias und Freunde haben es in perfektem Zustand in September eingewintert so dass die Vorbereitung auf den neuen Segelsommer ohne Altlasten vor sich gehen kann. Aber ich mag jetzt noch nicht mit den Arbeiten los legen und fahre nach Lakkí, schaue mir die Marina Evros an und erkundige mich im Yachtshop nach Antifouling Farbe. Ja, dort haben sie Sea Jet 033 Shogun schwarz. Zum Preis von 119 Euro für 2,5 Liter. Die kaufe ich aber noch nicht, weil der Shop in der Marina Partheni möglicherweise günstiger ist.
Wegen geschlossener bzw. aufgelassener Geschäfte (WIND-Shop) scheitert das Vorhaben, die griechischen SIM-Cards zu aktivieren. Aber To Petrino hat immer noch das beste Souvlaki Griechenlands.


21.06.2012 Donnerstag
Léros / O. Parthéni Agmar Marine
Sehr gut geschlafen und gut ausgeschlafen fahre ich zur Werft. Ich melde meinen Wunsch an, einen Techniker zu Hilfe zu bekommen, um den neuen Windgeber am Masttop zu montieren. Der technische Leiter kann aber erst morgen Bescheid geben, ob sich eine Zeit finden lässt. Ich inspiziere die Antifouling-Lagerbestände des Marineshops. Hier gibt es auch die 033 Shogun, aber nur in rot. Dafür jede Menge Plastimo-Antifouling in den Qualitäten Classic und Premium. Ich studiere die Inhaltsangaben sehr genau und komme zum Schluss, dass Premium und 033 Shogun identisch sind, nur in anderer Aufmachung. Classic hingegen hat einen geringeren Kupferanteil, 25% gegenüber 38% bei Premium. Classic kostet 75,-, Premium 114,- per 2,5 Liter. Die Kaufentscheidung verschiebe ich auf morgen.
Das Deck wird gewaschen und das Gehäuse für den neuen Geber montiert – hat glücklicherweise denselben Außendurchmesser wie das alte Echolot. Die Installationsanleitungen der übrigen neuen Instrumente studiere ich genauestens. Ist nicht wirklich trivial, vor allem wo der beschriebene Stromanschluss für das Cockpitinstrument GMI 10 angeschlossen werden soll.
Es gelingt mir, sowohl für das Telephon als auch für die Internetverbindung neue SIM-Karten zu ergattern. Das WIND-Ersatz-Shop in Platanos hat endlich offen und nach entsprechenden Amtshandlungen habe ich wieder eine gute und günstige Internetverbindung. Die nütze ich sogleich und stelle die ersten zwei Tage online.


22.06.2012 Freitag
Léros / O. Parthéni Agmar Marine
Also der Technical Manager gibt Auskunft, dass kein Mechaniker der Werft bis Montag auf den Mast kraxeln kann um die neue Windfahne zu montieren. Na gut. Weil keine Arbeiten zu machen sind, darf ich den Wunsch äußern, das Boot am Montag ins Wasser zu hieven. Das muss aber erst der Technical Manager bestätigen und ich soll nach 14h wieder kommen. Als ich um 15h vorbeikomme, werde ich auf morgen vertröstet, weil der Technical Manager den Auftrag nicht unterschrieben hat und derzeit mit der Reparatur eines Krans beschäftigt ist. Dieser Technical Manager geht mir mittlerweile schwer am Geist. Einen inkompetenten Wichtigtuer hatte ich schon vermutet auf Grund der inakzeptablen Angebote, die ich nach einer Wartezeit von 49 Tagen für diverse Reparatur- und Servicearbeiten erhalten hatte. Das scheint sich jetzt zu bestätigen. Schade, eigentlich hatte ich gehofft, ein vernünftiges Service in dieser Marina zu erhalten.
Am Boot installiere ich die neuen Garmin-Instrumente – halt noch ohne Windsensor – und stelle fest, dass ich ein ca. 4m langes NMEA 2000 Kabel mit Microsteckern für den Anschluss des Cockpitinstrumentes benötige. Ein solches ist auf Leros aber natürlich nicht aufzutreiben.
Ich stelle auch fest, dass alle Arbeiten extrem lange dauern, wenn man sie alleine ausführen muss. Nicht doppelt sondern sicher drei Mal länger als zu zweit.
Ein wirklich gutes Abendessen erhalte ich im Restaurant Alinda gleich beim Appartement.

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