Blodughadda-Blogbuch
Die Reisen der Blodughadda
Die Reisen der Blodughadda

2026-07-18 Leros-Paros

8 Kommentare

Aktualisierung 11.09.2026 09:18:24 Anzahl Tage: 56
18.07.2026 Léros / O. Xirokampos
19.07.2026 Léros / O. Xirokampos
20.07.2026 Léros / O. Xirokampos
21.07.2026 Léros / O. Xirokampos – Kálymnos / Emboriós Maiks Beach
22.07.2026 Kálymnos / Emboriós Maiks Beach – Astypálea / O. Maltezana
23.07.2026 Astypálea / O. Maltezana
24.07.2026 Astypálea / O. Maltezana
25.07.2026 Astypálea / O. Maltezana
26.07.2026 Astypálea / O. Maltezana
27.07.2026 Astypálea / O. Maltezana
28.07.2026 Astypálea / O. Maltezana
29.07.2026 Astypálea / O. Maltezana
30.07.2026 Astypálea / O. Maltezana
31.07.2026 Astypálea / O. Maltezana
01.08.2026 Astypálea / O. Maltezana
02.08.2026 Astypálea / O. Maltezana
03.08.2026 Astypálea / O. Maltezana
04.08.2026 Astypálea / O. Maltezana
05.08.2026 Astypálea / O. Maltezana
06.08.2026 Astypálea / O. Maltezana
07.08.2026 Astypálea / O. Maltezana
08.08.2026 Astypálea / O. Maltezana
09.08.2026 Astypálea / O. Maltezana
10.08.2026 Astypálea / O. Maltezana
11.08.2026 Astypálea / O. Maltezana
12.08.2026 Astypálea / O. Maltezana
13.08.2026 Astypálea / O. Maltezana
14.08.2026 Astypálea / O. Maltezana
15.08.2026 Astypálea / O. Maltezana
16.08.2026 Astypálea / O. Maltezana
17.08.2026 Astypálea / O. Maltezana
18.08.2026 Astypálea / O. Maltezana
19.08.2026 Astypálea / O. Maltezana – Schinousa / Livadi
20.08.2026 Schinousa / Livadi
21.08.2026 Schinousa / Livadi
22.08.2026 Schinousa / Livadi – Iráklia / Livádi
23.08.2026 Iráklia / Livádi
24.08.2026 Iráklia / Livádi – Náxos / O. Panermos
25.08.2026 Náxos / O. Panermos
26.08.2026 Náxos / O. Panermos – Páros / O. Alikí
27.08.2026 Páros / O. Alikí
28.08.2026 Páros / O. Alikí
29.08.2026 Páros / O. Alikí
30.08.2026 Páros / O. Alikí
31.08.2026 Páros / O. Alikí
01.09.2026 Páros / O. Alikí
02.09.2026 Páros / O. Alikí
03.09.2026 Páros / O. Alikí
04.09.2026 Páros / O. Alikí
05.09.2026 Páros / O. Alikí
06.09.2026 Páros / O. Alikí
07.09.2026 Páros / O. Alikí
08.09.2026 Páros / O. Alikí
09.09.2026 Páros / O. Alikí
10.09.2026 Páros / O. Alikí
11.09.2026 Páros / O. Alikí

Crew:
Tötterström Tom
Tötterström Beate

Gesamt Törn:
Zeit unterwegs: 21:27 Strecke: 132 Seemeilen Ø Fahrt: 6,2 Knoten

18.07.2026 Samstag
Léros / O. Xirokampos
Nachdem Vivienne und Florian mit dem Taxi abgefahren sind, genehmige ich mir noch ein Bier in Porto Nicola bevor ich zum Boot zurück fahre.

Beate nützt die neue Frischwasserquelle indem sie die Bettwäsche von Vivienne und Florian wäscht. So etwas war in Vorwatermakerzeiten undenkbar.

Am Abend gibt es gutes vegetarische Essen an Bord.

19.07.2026 Sonntag
Léros / O. Xirokampos
Ausnahmsweise heute kaum Wind aber sehr warm. Am Nachmittag kommt Paul mit dem Schlauchboot von seiner PATRICIA zu uns zum Plaudern.

Um 19:30h nehmen wir ein zu Porto Nikola bestelltes Taxi mit dem wir nach La Palma fahren, um uns wieder mit Inge und Toni zu treffen. Jetzt das letzte Mal für lange Zeit. Denn morgen werden sie ihre lange Reise zu ihrem neuen Bootsliegeplatz in Novigrad antreten.

2026-07-19 Leros Xirokampos Steg und Aussicht von Porto Nikola
Leros Xirokampos Steg und Aussicht von Porto Nikola
2026-07-19 Leros Xirokampos Taverna Porto Nikola ehemals Mama Veta
Leros Xirokampos Taverna Porto Nikola ehemals Mama Veta

20.07.2026 Montag
Léros / O. Xirokampos
Ein angenehmer ruhiger Tag. Am Abend fahren wir zum Aloni. Der weiße Tarama ist köstlich wie auch die Krautrulladen. Der Schweins-Souvlaki nicht besonders obwohl angeblich aus dem Filet gemacht.
Bevor wir zum Boot zurückfahren spazieren wir zum Fischerhafen. Recht viele kleine Fischerboote und auch ein spezielles Kunstwerk gibt es zu sehen. Wir sehen auch, dass der Waldbrand vom Freitag nach wie vor raucht.

2026-07-20 Leros Xirokampos Steg von Aloni
Leros Xirokampos Steg von Aloni
2026-07-20 Leros Xirokampos Strand von Aloni
Leros Xirokampos Strand von Aloni
2026-07-20 Leros Xirokampos Boote im Fischerhafen
Leros Xirokampos Boote im Fischerhafen
2026-07-20 Leros Xirokampos Boote im Fischehafen, Aloni gegenüber und darüber immer noch Rauch zu sehen
Leros Xirokampos Boote im Fischehafen, Aloni gegenüber und darüber immer noch Rauch zu sehen
2026-07-20 Leros Xirokampos Kunstinstallation im Fischerhafen
Leros Xirokampos Kunstinstallation im Fischerhafen

21.07.2026 Dienstag
10:53 Léros / O. Xirokampos Karte
12:17 Kálymnos / Emboriós Maiks Beach Karte
Zeit unterwegs: 01:24 Strecke: 6,3 Seemeilen Ø Fahrt: 4,5 Knoten

Ich zähle 19 Boote in der Bucht, davon eine Motoryacht. Also ziemlich voll, aber Platz wäre noch genug. Weil wir auf nur 3 Meter Tiefe ankern, kommt uns kein Boot zu nahe.

Mit recht viel Rückenwind motoren wir die 6 Seemeilen nach Emporios. Noch sind keine Bojen da. In der Bucht ankern drei Segelboote. Ich fahre entlang des Strandes und stelle wieder mal fest, dass es auch in kurzer Distanz schon 10 – 14 Meter tief ist. Außerdem weiß ich, dass der Grund mit Seegras stark bewachsen ist und man Glück haben muss, wenn der Anker halten soll. Also kein guter Ankerplatz. Aber der kleine Sandfleck auf 3 m Tiefe vor Maiks Beach bewährt sich wieder. Allerdings brauche ich 2 Versuche, um den zu erwischen.

Wir beobachten noch viele Ankerversuche in der Bucht. Erfolgreich ist keiner. Hinter uns gehts und drei Segelboote ankern da und bleiben über Nacht.

Die Windverhältnisse in Emporios machen das Ankern auch nicht leichter. Den ganzen Tag kommt der Wind immer wieder aus unterschiedlichen Richtungen und mit unterschiedlicher Stärke. Weil es sehr warm ist, muss der Kühlschrank mehr arbeiten. Als es ganz windstill ist, lege ich das Solarmodul für die Kühlschrankbatterie auf das Bimini, damit es mehr Sonne bekommt. Kaum liegt es dort, kommt eine extrem heftige Windbö von hinten. Das Bimini fängt zu flattern und das Modul zu hupfen an. Obwohl ich sofort zur Stelle bin, aber eine Sekunde zu langsam, stellt sich das Modul auf und durchbohrt das Bimini mit seinem scharfen Eck. Zum Glück geht es nicht über Bord und die Bö verklingt so plötzlich wie sie gekommen ist. Damit das Tuch nicht weiter reißt, verkleben wir den Riss beidseitig mit Gaffa-Tape. Für den Segelmacher wird es im Winter eine Kleinigkeit sein, darauf ein Stück Stoff zu nähen.

Wir fahren zum Strand, kaufen im Mini Markt ein wenig ein und essen in Captain Kostas gut aber ziemlich teuer. Noch vor Sonnenuntergang fahren wir zurück zum Boot.

2026-07-21 Kalymnos Emporios Biminiriss mit Gaffa beklebt.
Kalymnos Emporios Biminiriss mit Gaffa beklebt.
2026-07-21 Kalymnos Emporios Aussicht von Captain Kostas
Kalymnos Emporios Aussicht von Captain Kostas
2026-07-21 Kalymnos Emporios 'Schwammtaucher' in Captain Kostas
Kalymnos Emporios ‚Schwammtaucher‘ in Captain Kostas

22.07.2026 Mittwoch
09:35 Kálymnos / Emboriós Maiks Beach Karte
15:55 Astypálea / O. Maltezana Karte
Zeit unterwegs: 06:20 Strecke: 40,4 Seemeilen Ø Fahrt: 6,4 Knoten

Seit Tagen versprechen die Prognosen für heute weniger Wind. Tatsächlich können wir die lange Strecke nach Astypálea ohne Wasserspritzer bei 10 bis 12 Kn recht kommod absolvieren. Per SMS frage ich Antonis, ob ich wieder seine Mooring nehmen darf. Darf ich. Sobald wir fest gemacht haben und die Motoren ausgeschaltet sind, fällt wieder die wohltuende Ruhe dieses Platzes auf. Aber es ist entsetzlich heiß und praktisch kein Wind.
Als es um 20h immer noch über 30°C hat, haben wir keine Lust an Land zu fahren, sondern essen Brötchen und Salat an Bord. Die Abendstimmung ist wunderbar.

2026-07-22 Astypálea Maltezana Schöne Abendstimmung
Astypálea Maltezana Schöne Abendstimmung

23.07.2026 Donnerstag
Astypálea / O. Maltezana
Für heute ist mehr Wind und weniger Temperatur angesagt – angenehmer.

Beate hat ein bei refurbed.com um € 117,84 gekauftes iPhone SE (2022) mitgebracht. Die Idee war, 1. die Anker-Überwachungs-App Anchor Sentry darauf laufen zu lassen und 2. ein Reservetelefon zu haben, sollte meins kaputt oder verloren gehen.

1. Habe ich 92 Stunden lang in Xirokampos getestet. Funktioniert perfekt, wenn das iPhone am Strom hängt und mit dem Boots-WLAN verbunden ist (und auch dieses funktioniert…). Ich werde es ab jetzt immer auf dem Boot eingeschaltet und die Daten an den Server von Anchor Sentry alle 60 Sekunden senden lassen. Damit kann nicht nur ich wenn ich an Land bin kontrollieren, ob der Anker hält, indem ich die Daten auf meinem iPad oder Haupt-iPhone empfange wo immer ich bin und Internet habe.

Mit Zusatzfunktion: Auf der Webseite von Anchor Sentry kann jeder, der die Zugangsdaten hat, sehen, wo sich die Blodughadda gerade befindet: Klick hier, anmelden mit User: hugo PW Tomolof1952 dann Klick auf „Karte“.
In nächster Zeit wird sich aber wenig ändern, weil wir hier eine Zeitlang bleiben wollen bevor es danach Richtung Nordwest nach Schinusa geht.

2. Werde ich hoffentlich nie testen müssen.

Der Unterschied zu gestern ist riesig: mit 28°C ist 10°C weniger Temperatur, 20-28 Kn Wind gegenüber praktisch Null. Ist so schon angenehmer. Würde der Wind noch um 10 Kn abnehmen, wäre es super.

Zusätzlich zum einen Seil zur Mooringauge bringe ich zwei aus, die ich an den Bugklampen befestige, damit das Boot etwas weniger hin und her schwojt. Außerdem ist es wohl auch sicherer, vorausgesetzt das Mooringtau hält, was es verspricht.

Am 27. Juni habe ich aus der Stbd Bilge ca. 2,5 l Wasser aufgetunkt. Nach einem knappen Monat denke ich, dass es wieder Zeit dafür wäre. Mache Schwamm und Kübel bereit und hebe das Bodenbrett. Und was sehe ich? Kein Wasser! Sehr gut so, aber woher kam dann das Wasser zuletzt?

Trotz des heftigen Gegenwindes ist es am Abend kein Problem, die 200 Meter zum perfekten Sandstrand zu fahren und dort aus dem Schlauchboot zu steigen. Wir gehen ins nette Rodino essen, dann ins nette Café nebenan und dann zur netten Katerina im Mini Market was einkaufen.

2026-07-23 Astypálea Analipsi Das nette Rodino, die Imbissbude auf der anderen Hauptstraßenseite
Astypálea Analipsi Das nette Rodino, die Imbissbude auf der anderen Hauptstraßenseite

24.07.2026 Freitag
Astypálea / O. Maltezana
Ein sehr angenehmer Tag mit angenehmer Temperatur und angenehmem Wind. Am Abend gehen wir nach Schinotas in die Stolen Lamb Taverna auf vier Vorspeisen. Alle sehr gut aber nicht billig. Zum Schluss gönnen wir uns einen Limoncello Sprizz und einen Ouzo.

2026-07-24 Astypalea Maltezana Aussicht auf die Bucht
Astypalea Maltezana Aussicht auf die Bucht
2026-07-24 Astypalea Schinontas Kein Boot ankert in der Bucht
Astypalea Schinontas Kein Boot ankert in der Bucht
2026-07-24 Astypalea Schinontas Limoncello Sprizz und Ouzo in The Stolen Lamb Taverna
Astypalea Schinontas Limoncello Sprizz und Ouzo in The Stolen Lamb Taverna

25.07.2026 Samstag
Astypálea / O. Maltezana
Huch! Starker Wind den ganzen Tag, bis zu 33,2 Knoten. Nicht besonders gemütlich. Am Abend essen wir an einem windgeschützten Platz bei Maltezana Mam. Das ist gemütlich.

2026-07-25 Astypalea Maltezana Taverne Maltezana Mam
Astypalea Maltezana Taverne Maltezana Mam
2026-07-25 Astypalea Maltezana Aussicht von Maltezana Mam, 1/3 der Boote ist bekannt
Astypalea Maltezana Aussicht von Maltezana Mam, 1/3 der Boote ist bekannt

26.07.2026 Sonntag
Astypálea / O. Maltezana
Wir fahren mit dem öffentlichen Bus nach Skala/Pera Gialos um 11:14h, d.h. 10 Minuten später. Der rundliche Fahrer kennt mich schon und wir begrüßen einander fröhlich. Die Fahrt kostet € 2,50 per Person.
Mit Aussicht auf den Hafen frühstücken wir im Café Dapia und wundern uns darüber, dass nur zwei Segelboote im Hafen liegen.
Im Supermarkt Delmadoros George am Eck bei der Bushaltestelle kaufen wir ein wenig ein. Das Geschäft ist klein aber das Warensortiment so riesig, dass man in den voll verrammelten sehr engen Gängen kaum gehen kann. Der Inhaber an der Kassa macht einen unsympathischen Eindruck. Aber auch am Sonntag hat er durchgehend bis 23h offen.

Um 14:15h, d.h. 10 Minuten später nehmen wir den Bus zurück. Wir haben schon die Befürchtung, nicht ankommen zu können. Denn der alte Bus ruckelt ganz arg beim Bergauffahren.

Am Abend macht Beate einen köstlichen Nudelsalat mit Thunfisch.

2026-07-26 Astypálea Maltezana Beim Warten auf den Bus fotografiere ich das seltsame Verkehrsschild
Astypálea Maltezana Beim Warten auf den Bus fotografiere ich das seltsame Verkehrsschild

27.07.2026 Montag
Astypálea / O. Maltezana
Ein herrlich ruhiger Tag mit wenig Wind und angenehmer Temperatur. Am Abend gehen wir in etwa 20 Minuten auf den Hügel hinauf zur Taverne 7 Asteria (7 Sterne). Schöne Aussicht, schönes Lokal, gutes normalpreisiges Essen und gute Bedienung.

Auf dem Heimweg kaufen wir bei Katerina ein wenig ein: Eier und Wein.

2026-07-27 Astypálea Analípsi Taverna 7 Astéria (7 Stars)
Astypálea Analípsi Taverna 7 Astéria (7 Stars)
2026-07-27 Astypálea Analípsi Taverna 7 Astéria (7 Stars) Saganáki
Astypálea Analípsi Taverna 7 Astéria (7 Stars) Saganáki
2026-07-27 Astypálea Analípsi Taverna 7 Astéria (7 Stars)
Astypálea Analípsi Taverna 7 Astéria (7 Stars)

28.07.2026 Dienstag
Astypálea / O. Maltezana
Um 17h ankert die PATRICIA in Maltezana. Paul und Margit kommen alsbald mit dem Schlauchboot auf ein Plauscherl zu uns bevor sie zum Einkaufen fahren.
Um 19h machen Beate und ich uns auf den Weg zum Abendessen. Es wird das Rodino.

Auf dem Weg dorthin plaudere ich ein wenig mit Antonis, der auf einer Bank vor Katerinas Geschäft sitzt. Das rote 25m-Verlängerungskabel, das ich am Samstag auf seinem Boot gelegt habe, kann er jetzt sehr gut gebrauchen nachdem eine Versorgungssäule installiert worden ist, sagt er. Das freut mich. Es lag schon seit Jahren in der Stromkiste nur herum. Angeschafft als die Blodughadda noch keine Solarmodule hatte und es wichtig war, an jedem Anlegeplatz Strom von irgendwo her zu bekommen. Inzwischen sind die Häfen und Marinas auch besser mit Versorgungssäulen ausgestattet, sodass die 70 m übrig gebliebenes Kabel auf jeden Fall reichen werden, sollte ich irgendwo Landstrom haben wollen.

2026-07-28 Astypálea Maltezana Schilder an der Pierwurzel. Auch hier ist nicht klar, wo man anhalten muss, um auf den Querverkehr zu achten.
Astypálea Maltezana Schilder an der Pierwurzel. Auch hier ist nicht klar, wo man anhalten muss, um auf den Querverkehr zu achten.

29.07.2026 Mittwoch
Astypálea / O. Maltezana
Es ist stürmisch. Am Vormittag kommt der Wind mit bis zu 37,3 Knoten direkt aus Nord, ein echter Meltémi. Ob die neue Relingsaufhängung des Solarmoduls das aushält? Tut sie obwohl das Modul schon sehr heftig wackelt. Das Schlauchboot zerrt immer wieder stark an der Fangleine. Ich ziehe es auf das Stbd Heck herauf, was aber eigentlich nicht notwendig ist. So groß sind die Wellen auch wieder nicht.
Wir beobachten, wie ein „echter“ Segler den Anker bei 30 Kn Wind und bereits gesetztem Großsegel aufholt und dann bei uns vorbeirauscht. Sowas noch nie gesehen.
Auch beobachten wir ein paar echte Könner im Foilsurfen, die auf dem Brett stehend 50 cm über dem Wasser lautlos an uns vorbei huschen und so aussehen, als wäre das gar keine Kunst. Paul und sein Sohn Valentin sind noch nicht so weit, was sehr verständlich ist. Die Könner haben wohl auch lange üben müssen.

Am Nachmittag dreht der Wind nach links und wird etwas schwächer. Wir fahren an Land, um den Bus um 18 Uhr nach Livadia zu nehmen. Zum Glück sind wir zu früh an der Haltestelle, denn der Bus kommt schon um 17:50h! Es ist jetzt nicht der öffentliche Bus, sondern der „Private“, wie es auf dem Fahrplan steht. Der Fahrer ist derselbe, der vor zwei Jahren den uralten und nicht mehr vorhandenen öffentlichen Bus gelenkt hat. Ich frage ihn, ob des jetzt sein privater Bus wäre und er bejaht es. Es ist wie der noch verbliebene öffentliche der Marke Otokar Modell Navigo, aber wesentlich jünger. Die Fahrt kostet mit drei Euro pro Person gleich viel wie mit dem öffentlichen Bus, geht aber schneller. Denn der Fahrer gibt ordentlich Gas. Beim Badestrand Steno steigen so viele Leute ein, dass nicht alle sitzen können.

Im Hafen Skala kommt gerade die Fähre Blue Star Naxos an. Der Bus wartet neben dem öffentlichen auf Fahrgäste. Bei uns steigt nur eine Frau ein, aber der öffentliche wird voll. Und zwar mit Campern. Wie ich einem Schild, das ein kleines Mädchen hoch hält, entnehmen kann, fährt der eine Extratour zum Campingplatz. Wir fahren wiederum 10 Minuten vor der planmäßigen Abfahrtszeit um 18:30h los. Wer nicht schon im Hafen ausgestiegen ist, steigt in Chora aus und wir fahren zu zweit als einzige Fahrgäste mit Vollgas nach Livadia.

Beate ist begeistert vom Warenangebot im Supermarkt MAKOS und auch von den sehr sympathischen Brüdern und deren Vater, die das Geschäft betreiben und die wir schon lange kennen. Wir füllen zwei Einkaufskörbe mit Waren auf Vorrat, die man bei der Katerina nicht bekommt. Damit wir sie nicht schleppen müssen, lassen wir sie im Geschäft stehen, gehen im Ort auf und ab und setzen uns ins Para Thin Alos an einem Tisch mit schöner Aussicht auf die Chora und einigermaßen guten Windschutz. Wir essen drei sehr gute Vorspeisen und eine enttäuschende: Die Bruschetta schmeckt lange nicht so gut wie vor zwei Jahren und ist mühsam zu essen.

Nach dem Essen ergänzen wir unsere Einkaufskörbe mit gekühlten Sachen, also Blauschimmelkäse und Milchreisbechern, Mit einem Rucksack und drei Sackerln gehen wir zur Haltestelle vom ASTYBUS. Mit der App bestellt kommt der VW ID BUZZ sieben Minuten später. Früher gab es Probleme mit diesem Mobilitätskonzept, aber jetzt scheint es gut zu funktionieren. Die Fahrt kostet zwar das Doppelte vom Bus, aber dafür ist sie weitaus bequemer und bis 2 Uhr nachts nach Bedarf bestellbar.

Erstaunlich ist schon, dass es auf der insgesamt ca. 11 Kilometer langen einzigen Straße so viele Fahrmöglichkeiten gibt: 7 Abfahrtszeiten der zwei Busse, etwa zehn ASTYBUSSE und ein Taxi. Entlang der 8,6 km langen schön asphaltierten Straße nach Vathy gibt es gar nichts außer Berglandschaft. Es fährt daher da auch kein Bus oder Taxi solange die restlichen 2,1 km nach Exo Vathy eine elendige Schotterpiste sind.

2026-07-29 Astypálea Maltezana Schlauchboot auf dem Bootsheck
Astypálea Maltezana Schlauchboot auf dem Bootsheck
2026-07-29 Astypálea Maltezana Busfahrplan in der Hochsaison
Astypálea Maltezana Busfahrplan in der Hochsaison
2026-07-29 Astypálea Livadi Der 'Privatbus'
Astypálea Livadi Der ‚Privatbus‘ sieht eh wie der öffentliche aus
2026-07-29 Astypálea Livadi Im Geschäft neben Par Thin Alos kaufen wir einiges ein.
Astypálea Livadi Im Geschäft neben Par Thin Alos kaufen wir einiges ein.
2026-07-29 Astypálea Livadi Im Para Thin Alos essen wir nur köstliche Vorspeisen, Bruschetta allerdings nicht so gut wie vor 2 Jahren
Astypálea Livadi Im Para Thin Alos essen wir nur köstliche Vorspeisen, Bruschetta allerdings nicht so gut wie vor 2 Jahren
2026-07-29 Astypálea Livadi Im Para Thin Alos
Astypálea Livadi Im Para Thin Alos

30.07.2026 Donnerstag
Astypálea / O. Maltezana
Der Starkwind hält an. Heute bis 11h etwas winiger als gestern mit „nur“ 31,7 kn Spitzenwert, aber ständig zwischen 20 und 30 Knoten. Gerade das „ständig“ macht den Wind erträglich. Denn er kommt zwar wie immer jede Sekunde mit unterschiedlicher Stärke, aber nicht als heftige Fallböen im 10-20 Sekundentakt, „Watschenböen“ von mir genannt mit kaum Wind dazwischen. Die sind wirklich unerträglich. Hier in Maltezana sind keine hohen Berge, die den stark pulsierenden Wind auf deren Leeseite verursachen würden. Solche Ankerplätze gibt es in der Ägäis bei Meltémi nur wenige.
Der Vorteil mit der Mooring gegenüber Ankern ist insbesondere, dass das Mooringtau ständig gestreckt ist und dadurch keine abwechselnde Vorwärts-Rückwärtsbewegung des Bootes ermöglicht wie eine abwechselnd unterschiedlich gespannte Ankerkette. Das seitliche Hin-und-Herschwojen kann es natürlich nicht verhindern. Mit dem Digitalkompass am iPhone messe ich nach: Die Längsachse des Bootes verdreht sich zur Windrichtung um 20°, bis max. 25°. Das ist nichts gegenüber so manche Einrumpfboote, die es locker auf das Doppelte bis Dreifache schaffen. Beim Katamaran hilft das Hanepot natürlich schon, die Bewegung zu dämpfen.

Seit ein paar Tagen ankert die NAHLIN unweit. Am 12.8.2017 und am 6.8.2020 haben wir diese unglaublich elegante Yacht schon früher gesehen und fotografiert. Jetzt neu fährt ein auch sehr elegantes 18 m langes Beiboot hinterher. James Dyson dürfte sehr stolz darauf sein, dass auch dieses die Flagge White Ensign tragen darf. Zu klein ist sie jedenfalls nicht.

Am Nachmittag kommen wieder die Foilsurfer. Der absolute Könner fährt mehrmals lautlos an uns vorbei. Ich fotografiere und filme ihn.

Nach einem Abendessen an Bord sind wir auf Wein und Ouzo auf der PATRICIA eingeladen. Pauls Frau ist mit ihrem Bruder zu Mittag mit dem DODEKANISSOS PRIDE nach Kos gefahren, um den Flug nach Wien zu nehmen – ihr Hund ist sehr krank geworden.
Wir plaudern mit Paul und Valentin bis nach Aufgang des schönen Fast-Vollmondes um kurz nach 21 Uhr.

2026-07-30 Astypálea Maltezana An der Mooring mit Hanepot
Astypálea Maltezana An der Mooring mit Hanepot
2026-07-30 Astypálea Maltezana An der Mooring mit Hanepot
Astypálea Maltezana An der Mooring mit Hanepot
2026-07-30 Astypálea Maltezana Elegantes 18 m langes Beiboot der NAHLIN
Astypálea Maltezana Elegantes 18 m langes Beiboot der NAHLIN
2026-07-30 Astypálea Maltezana Der absolute Foilsurfer-Könner fährt trocken und mit Hut
Astypálea Maltezana Der absolute Foilsurfer-Könner fährt trocken und mit Hut
2026-07-30 Astypálea Maltezana Die Blodughadda von Patricia aus gesehen
Astypálea Maltezana Die Blodughadda von Patricia aus gesehen

31.07.2026 Freitag
Astypálea / O. Maltezana
Den ganzen Tag beschäftige ich mich damit, die mit dem iPhone aufgenommenen Videos im Blogbuch 1. möglichst schön und dabei 2. möglichst klein, 3. möglichst schnell startend und 4. mit einem Posterbild statt dem schwarzen Rechteck anfangs angezeigt zu bekommen. Ich teste viel bis ich zufrieden bin und erneuere alle Videos von heuer. Es ist schon mühsam: 16 Arbeitsschritte in 5 Programmen. Fotos sind dagegen ein Klacks: 6 Arbeitsschritte in 3 Programmen.

Am frühen Nachmittag fahren wir an Land und gehen zur Bäckerei auf Capuccino, Muffin (Beate) und Schokokrapfen (ich). Nach einem kleinen Einkauf für den Abend bei Katerina fahren wir bald wieder zurück.

Abends gibt es dann die Reste von gestern, Packerlnudeln und einen guten Salat. Die Hälfte der Packerlnudeln Knorr Pasta Bolognese bekommen die Fische ohne Umweg durch den Darm. Sie schmecken so grauenhaft nach Suppengewürz, dass nicht einmal der geriebene Parmesan viel hilft.

2026-07-31 Astypálea Analipsi Bäckerei
Astypálea Analipsi Bäckerei

01.08.2026 Samstag
Astypálea / O. Maltezana
Kurz nach Sonnenaufgang erspähe ich am Horizont die Riesenyacht MY DEEP BLUE und kann mich wieder mal über einen vertrottelten Schiffsnamen echauffieren, der nichts von einem zumindest einigermaßen vorstellbaren menschlichen oder mythologischen Namen hat, wie sie traditionellerweise für Boote vergeben wurden. Diese Tradition ist leider definitiv tot. Meistens muss es irgendwas Englisch klingendes sein und die Varianten mit „BLUE“ sind anscheinend unerschöpflich. Vesselfinder.com listet 4.028 Boote/Schiffe auf, die so heißen oder deren Name das Wort enthält. Das sind aber nur diejenigen, die ein AIS an Bord haben. Mit „KHAKI“ gibt es kein einziges – seltsam!

Seit einigen Tagen schaltet sich die Wasserdruckgesteuerte Frischwasserpumpe MARCO UP3/E alle paar Stunden für eine Sekunde ein. D.h. irgendwo im Druckwassersystem tröpfelt es ganz leicht. Ich finde aber keine nasse Stelle bis ich in die Bb-Bilge schaue. Vor neun Tagen habe ich festgestellt, dass beide Bilgen trocken sind. Ich tunke etwa 1/2 Liter Süßwasser aus der Backbordbilge auf. Die Menge könnte zum Tröpfeln passen. Da keine akute Absaufgefahr besteht, verschiebe ich die weitere Lecksuche auf morgen.
In der Stbd-Bilge ist weiterhin nichts.

Am Nachmittag nimmt der Wind endlich wieder ab und wir können ein gemütliches Abendessen bei Maltezana Mam genießen. Obwohl ja jetzt Hochsaison, ist erstaunlich wenig los, kaum mehr als im Juni. Wir sind froh, hier im genauen Gegenteil von einem Touristenhotspot zu sein.

02.08.2026 Sonntag
Astypálea / O. Maltezana
In der Nacht höre ich die Frischwasserpumpe immer wieder. Das Tröpfeln hat also zugenommen und die Stelle muss gefunden werden. Als ich ein Brett der Koje in der Bb-Kabine aufhebe, sehe ich sie sofort: Die Verbindung zwischen Aktivkohlefilter des Watermakers und der Zuleitung vom Druckwassersystem tropft. Scheint eine einfache Sache zu sein. Aber wie meistens auf dem Boot doch nicht so einfach. Ich muss fast alles, was sich unter dem Brett befindet ausräumen (2 Koffer, 1 Wäschetonne, diverse Sackerln), da hinein hechten und in unbequemer Stellung den Doppelnippel zwischen den Plastikmuffen heraus schrauben. Die Ursache für die Undichtheit ist ein Montagefehler der Werft: Der verwendete Doppelnippel ist zu kurz, um eine Dichtung verwenden zu können und daher wurde Gewindedichtfaden verwendet – aber falsch. Statt im Gewinde ist er als eine Wulst davor, die offenbar zunächst dicht war, aber mit der Zeit durchlässig geworden ist. In meinem Fundus von Fittings finde ich einen passenden solchen mit beidseitigen Gewinden, die lang genug sind, um statt Gewindedichtfaden Gummidichtungen zu verwenden. Das haut hin. Aber wegen der Steifheit des Zuleitungsrohres ist es extrem mühsam, das etwas längere Teil anfangs exakt gerade in die Plastikmuffen zu schrauben. Das Plastikgewinde will ich auf keinem Fall kaputt machen.

Und weil ich schon vor Ort bin, inspiziere ich auch das primäre Seewasser-Mesh-Filter. Auch nicht ohne, denn es ist unterhalb der Wasserlinie montiert. Also muss ich vorher noch das Bodenbrett entfernen, um das Seewasserventil zu schließen. Obwohl in der Bedienungsanleitung steht, dass man dieses Filter alle fünf Tage inspizieren und reinigen soll, ist es nach 82 Betriebstagen fast wie neu. Wenn man den Watermaker also nur dort betreibt, wo das Meerwasser klar ist, braucht man sich um dieses Filter die ganze Saison lang nicht zu kümmern.

Nach diesen Aktionen kann der Watermaker nicht den nötigen Druck von 6,5-7,5 bar aufbauen. Ja klar, da ist Luft im System. Mit leicht geöffneten Dekompressionsventil für ein paar Minuten wird sie ausgeblasen und dann gehts wieder.

Und nach diesen Aktionen und wieder Ordnung schaffen bin ich geschafft. Da tut ein Meeresbad schon gut. Die sonntäglich Rasur auch.

Am Abend gehen wir wieder ins Maltezana Mam, um das gestern angepriesene aber nicht bestellte Moussaka zu essen. Ein Fehler, denn es ist natürlich schon alt. Auch die Bifteki enttäuschen. denn sie sind angebrannt und auch nicht frisch gemacht. Das Lokal ist schon schön gelegen und die Bedienung gut. Aber das Preis-Leistungsverhältnis stimmt nicht. Je 15 Euro für die lieblos zubereiteten Speisen sind eigentlich eine Frechheit.

2026-08-02 Blodughadda Watermaker undichter Doppelnippel
Blodughadda Watermaker undichter Doppelnippel

03.08.2026 Montag
Astypálea / O. Maltezana
Wir beschäftigen uns hauptsächlich damit, wohin wir am Abend essen gehen sollen. Klar wird bald, dass wir eines der drei Lokale in Schinontas nehmen werden. Aufgrund meiner schlechten Erfahrung voriges Jahr haben wir bisher das erste Schinas (Schoinas geschrieben) gemieden. Aber nach Studium der außen angebrachten Speisekarte wollen wir es doch versuchen. Und werden nicht enttäuscht. Gutes Essen, aufmerksame Bedienung und mit knapp 20 Euro per Person nicht teurer als anderswo.

Wir sinnieren über die Temperatur hier und in Wien. Es ist hier recht kühl mit 24°C während es dort zeitgleich 34°C hat. Für dort ist es eine sehr außergewöhnliche Abendtemperatur, für hier nicht. Astypálea dürfte sowieso die kühlste Gegend von ganz Griechenland sein, Athen die wärmste. Bevor der übliche Nordwind auf die Insel trifft, hat er ca. 425 km über dem Meer zurück gelegt und sich entsprechend abgekühlt. Wirklich heiß ist es nur an windstillen Tagen, wie am 22. Juli.

04.08.2026 Dienstag
Astypálea / O. Maltezana
Wir nehmen den Bus um 18 Uhr nach Chora. Katerina hat uns informiert, dass es in der Nähe der Post ein Self-Service Waschsalon geben soll, den wir uns ansehen wollen. Wir finden aber keinen. Ich frage einen Mann, der vor seinem „Explore Rent a Car“ sitzt: Ist seit heuer nicht mehr vorhanden. Es gibt auf ganz Astypálea kein Loundry! Na sowas, aber ist halt so.
Im benachbarten nuts&seeds kaufen wir ein paar süße Bäckereien und setzen uns dann auf der anderen Seite der Straße auf deren Terrasse und ein kleines Bier und ein kleines Piña Colada Mocktail. Die Aussicht ist sehr schön, aber der Wind so böig, dass die Gläser auf dem glatten Tisch rutschen. Außerdem erfreut uns die Rechnung mit 9 Euro nicht.

Wir gehen in den Asty Market ein wenig einkaufen und dann nach Skala hinunter – das zieht sich und wir überlegen ein paar Mal, welchen Treppenweg wir nehmen sollen. Aber wir landen punktgenau im anvisierten Maistrali. Da muss ich was bestellen, was ich noch nie gelesen, geschweige denn gegessen habe: Hendl in Joghurt-Senf-Sauce. Nicht schlecht! Dakos und Zucchinilaberln munden auch.
Und auch hier pfeift der Wind immer wieder arg um die Häuserecken obwohl er sonst eigentlich gar nicht so stark ist.

Der letzte Bus ist um 20h gefahren. Für die Rückfahrt um 21h haben wir den Astybus geplant. Als wir dessen Haltestelle erreichen, steht aber das Inseltaxi bereit. Ich frage die Fahrerin, wie viel die Fahrt nach Maltezana Port kostet: 10 Euro, also gleich viel wie für zwei Personen mit dem Astybus. Also klarer Fall und ohne Wartezeit rasen wir mit dem VW ID 4 dahin.

In Maltezana angekommen bestätigt sich unsere Vermutung: Hier ist kaum Wind – ist ja doch der beste Platz überhaupt!

2026-08-04 Astypálea Chora Aussicht von nuts&seeds
Astypálea Chora Aussicht von nuts&seeds
2026-08-04 Astypálea Skala Taverna Maistrali
Astypálea Skala Taverna Maistrali

05.08.2026 Mittwoch
Astypálea / O. Maltezana
Wir haben Gusto auf ein Club-Sandwich und gehen daher zur Fast-Food-Bude an der Hauptstraße gegenüber von To Rodino. Wir schmunzeln wieder über die griechische Art, Bier aus Mini-Retsína-Gläsern zu trinken. Das Sandwich ist dann größer, insbesondere der Haufen Pommes darauf. Mit einer Portion werden wir damit beide satt. So gut wie in La Palma auf Leros schmeckts aber nicht.

2026-08-05 Astypálea Analipsi Kleines Bier, kleines Bierglas in der Fast-Food-Bude
Astypálea Analipsi Kleines Bier, kleines Bierglas in der Fast-Food-Bude
2026-08-05 Astypálea Analipsi To Rodino gegenüber der Fast-Food-Bude
Astypálea Analipsi To Rodino gegenüber der Fast-Food-Bude
2026-08-05 Astypálea Maltezana Die Buchtenten mal an Land. Solche gibt es in vielen Buchten.
Astypálea Maltezana Die Buchtenten mal an Land. Solche gibt es in vielen Buchten.

06.08.2026 Donnerstag
Astypálea / O. Maltezana
Am Vormittag gehen wir zur Bäckerei, um einmal frisches Brot und diverse andere Backwaren zu kaufen. Dann ins Café Marinos frühstücken. Sehr nett und wirklich kein Schickimicki-Café.
Am Abend macht Beate Griechischen und Thunfischsalat. Dazu das heute gekaufte Brot – wunderbar.

2026-08-06 Astypálea Analipsi Café Marinos
Astypálea Analipsi Café Marinos
2026-08-06 Astypálea Analipsi im Café Marinos
Astypálea Analipsi im Café Marinos

07.08.2026 Freitag
Astypálea / O. Maltezana
Wir essen wieder im Rodino. Der Rote-Rüben-Salat mit Joghurt und geriebenen Walnusskernen ist wieder mal was Neues und Gutes. Souvlaki- und Kebab-Pita kennen wir schon.
Dann kaufen wir bei der netten Katerina ein, die ich fotografieren darf. Von 8:30 bis 22:30 Uhr hat sie ihren Mini Market im Sommer jeden Tag offen.

2026-08-07 Astypálea Analipsi Die sehr nette Katerina in ihrem Geschäft
Astypálea Analipsi Die sehr nette Katerina in ihrem Geschäft

08.08.2026 Samstag
Astypálea / O. Maltezana
Gestern auf der Heimfahrt wollte der Außenborder nicht richtig auf Touren kommen. Das nehme ich zum Anlass, den längst fälligen Motorölwechsel zu machen. Das ist theoretisch recht einfach, praktisch aber nicht. Schlauchboot mit Heck an Bootsheck anbinden, Motor warm laufen lassen, Motor abschrauben und auf die Halterung an der Reling heben und befestigen, Motorhaube abnehmen und Verschluss beim Öleinfüllloch abschrauben (sitzt fest), Öl mit PELA Oil Extractor absaugen, 0,38 Liter frisches Öl in den Messbecher füllen, Schlauchverlängerung für den Einfülltrichter basteln (weil das Einfüllloch so idiotisch platziert ist), Beate bitten, Windschatten mit einem Badetuch zu machen (weil sonst das Öl beim Einfüllen vom Winde verweht wird), Kontrolle des Füllstandes im Sichtfenster, etwas Öl wieder absaugen, weil zu viel drin (kann den Motor angeblich schwer beschädigen), Verschluss wieder drauf.

Und weil der Deckel schon ab und Motor zugänglich ist, bürste ich die Zündkerze mit einer Drahtbürste ab (war eh nicht sehr russig) und kontrolliere den Elektrodenabstand 0,6 mm mit einer Fühlerlehre. Trotzdem werde ich vorsorglich eine Zündkerze in Reserve besorgen: NGK CR6HSA

Das Getriebeöl wechsle ich nicht, da das saukompliziert ist und mit dem Wind beim Herausrinnen eine furchtbare Sauerei ergeben würde. Absaugen geht da nicht. Ich kontrolliere nur, dass das Getriebegehäuse bis oben hin voll mit Öl ist.

Zum Schluss mit dem Motor die Stufen wieder hinunter balancieren und auf dem Schlauchboot montieren – startet fast sofort.

Beate wäscht Wäsche. Dank Watermaker haben wir ja jetzt genug Wasser dafür.

Das Abendessen findet heute in der Grill-Taverna Tasos in Schinontas statt. Ein gutes und preiswertes Erlebnis. Für Beate das erste Mal. Die dicke Wirtin erinnert sich, dass ich am 30. Mai der erste Gast in dieser Saison war. Es gibt jetzt sogar eine Speisekarte und Kartenzahlung ist auch möglich.

2026-08-08 Astypálea Schinontas Taverna Tasos Außen
Astypálea Schinontas Taverna Tasos Außen
2026-08-08 Astypálea Schinontas Taverna Tasos Innen
Astypálea Schinontas Taverna Tasos Innen
2026-08-08 Astypálea Schinontas Taverna Tasos Aussicht
Astypálea Schinontas Taverna Tasos Aussicht
2026-08-08 Astypálea Schinontas Taverna Tasos Grillküche
Astypálea Schinontas Taverna Tasos Grillküche

09.08.2026 Sonntag
Astypálea / O. Maltezana
Abendessen in Schinos. Der Salat ist recht besonders mit zwei Sorten Käse, Oliven, Gurkenstreifen ein Paradeiser und getrocknetes Brot (Paximadi). Die Hauptspeise „Thomas Plate“ auch mit Fleischbällchen, zwei Spiegeleiern und einem Haufen letscherte Pommes. Mehr brauchen wir nicht, um zu zweit satt zu werden.

2026-08-09 Astypálea Schinontas Besoneer Salat im Schinos
Astypálea Schinontas Besonderer Salat im Schinos

10.08.2026 Montag
Astypálea / O. Maltezana
Starker Wind den ganzen Tag zwischen 20 und 25 Knoten. Wir frühstücken im Café Marinos und kaufen bei Katerina für den Abend ein.

11.08.2026 Dienstag
Astypálea / O. Maltezana
Weniger Wind. 18h Bis nach Livadia, einkaufen, essen in Para Thin Alos, Astybus zurück.

12.08.2026 Mittwoch
Astypálea / O. Maltezana
Wieder viel Wind den ganzen Tag. Abendessen in Rodino – bestes Schweinskotlett bisher.

13.08.2026 Donnerstag
Astypálea / O. Maltezana
Der Morgen grüßt ungewöhnlich mit Wolken und einigen Regentropfen. Um 10:20 h schwimmt ein Mann zu uns herüber. Er sei vom großen Katamaran SAINT HELENA, der unweit ankert, und habe ein Problem und ob wir ihm helfen könnten: Das Benzin zu seinem Schlauchbootmotor sei ihm ausgegangen und er müsste an Land, um neues zu kaufen.
Wir wollen den Bus um 11:15 h nach Pera Gialos/Skala nehmen. Vorher bringe ich ihm eine Flasche mit 0,7 Liter Benzin, was auf alle Fälle dafür ausreicht.

In Skala besorgen wir was in der Apotheke und frühstücken im Café Dapia bevor wir den 13-Uhr-Bus zurück nehmen. Kaum auf dem Boot kommt der Mann und ein anderer im Schlauchboot mit der wiederbefüllten Flasche und noch eine dazu zu uns. Also 100% Verzinsung in knapp 3 Stunden.

Kaum sind sie wieder auf ihrem Katamaran, sehen wir, dass deren Anker nicht hält. Das Boot treibt seitwärts mit dem Wind den Anker mitschleppend. Eigentlich eine ganz übliche Sache, die normalerweise leicht zu beheben ist (wenn jemand an Bord ist, was ja seit ein paar Minuten der Fall ist), also Anker herauf und neu ankern. ABER wir sehen, dass das elegante und sicher sehr teure Highfield-Schlauchboot mit 20 PS Außenborder und Steuerkonsole sich losgelöst hat und dahin treibt. Naja denke ich, Anker rauf und Schlauchboot einfangen sollte kein großes Problem sein. ABER der Anker kommt nicht hoch! Er hat sich offenbar auf seinem Weg über den Grund in irgendwas verfangen. Während die Leute auf dem Katamaran vergeblich versuchen, den Anker herauf zu ziehen, treibt das Schlauchboot bis zu den Steinen neben dem der Bucht vorgelagerten Inselchen Diapori, wo es zum Glück hängen bleibt.

Zwei Männer vom ebenfalls hier ankernden Segelboot FIORE BLU fahren mit ihrem Schlauchboot, um das treibende Schlauchboot zu retten. Was auch gelingt und als der Retter zum Katamaran zurück fährt, sehe ich, dass die Fangleine gerissen war. Der Retter klettert auf den Katamaran und hat eine Idee, wie der Anker zu bergen ist. Er schickt den „anderen Mann“ auf Tauchstation mit einer langen Leine. Offenbar gelingt das Manöver, denn kurze Zeit später ist der Anker oben.

Der Katamaran rauscht in die Nachbarbucht Schinontas ab, um dort zu ankern. Wegen der Steinschüttung dazwischen sehen wir nur dessen Mast. Der sich allerdings bald in Windrichtung bewegt. Dann kommt auch der Rumpf zum Vorschein und der treibt wie vorhin schon, aber jetzt weit aus der Bucht hinaus. Der Skipper ist wahrscheinlich schon ziemlich entnervt, kommt wieder in die Maltezana-Bucht und findet endlich einen Platz, an dem der Anker hält – also zumindest vorläufig.

Meine Vermutung für das Festsitzen des Ankers habe ich schon am 27.07.2009 beschrieben als ich am Grund riesige Anker samt Ketten gesehen habe. Wahrscheinlich liegen sie immer noch da.
Meine Vermutung, weshalb das Fangseil in etwa 2 m Entfernung vom Bug gerissen ist: Es war ziemlich lang, vermutlich kein Schwimmseil und ist beim Hin- und Herfahren des Katamarans in dessen Propeller geraten.
Keine Vermutung habe ich aber, wie es sein kann, dass das Schlauchbootbenzin ausgeht ohne es rechtzeitig zu bemerken.

Am Abend essen wir an Bord brauchbare Packerlnudeln und einen sehr guten Griechischen Salat.

14.08.2026 Freitag
Astypálea / O. Maltezana
Wieder schwimmt ein Mann zu uns. Diesmal Dietmar von der Malö 36 CEMARIAN, die hinter uns ankert (als DORNBUSCH auf Marinetraffic und VesselFinder).
Er hat das Boot gebraucht in Cascais in Portugal gekauft, ist schon seit März damit unterwegs und wird am 7. Oktober bei Moor&Dock auf Leros das Boot für den Winter abstellen. Nachdem seine Frau in Spanien einen epileptischen Anfall hatte und nach Hause fliegen musste, segelt er nach einer 6-wöchigen Unterbrechung zu zweit mit seinem Freund Alex.

Wir verabreden uns für ein gemeinsames Abendessen im Rodino.

Es gibt viel zu plaudern und viele Gemeinsamkeiten , vor allem viele gemeinsame Bekannte und Orte, die wir gut kennen.
Dietmar hat vor ein paar Jahren ein Häuschen in Nikia auf Nisyros gekauft, in dem er ca. drei Monate im Jahr lebt. Sonst lebt er in Monschau in der Eifel. Ich kenne Nisyros seit meinem Wintertörn 1992.
Alex ist Österreicher und lebt in der Nähe von Krems, hat sein Segelboot, mit dem er um die Erde gesegelt ist, nach 14 Jahren verkauft.

Nach sehr angenehmen, interessanten und lustigen Gesprächen verlassen wir das Lokal als letzte Gäste.

15.08.2026 Samstag
Astypálea / O. Maltezana
Schon wieder bzw. immer noch sehr viel Wind. Zum Glück morgens und abends weniger, sonst 20 bis 30 Knoten. Mich nervt das schon und ich verbringe den halben Tag in der Koje lesend und schlafend.

Als ich die Instrumente einschalte muss ich feststellen, dass die Anzeigen für Windgeschwindigkeit und Lufttemperatur plötzlich verschwinden. Die für Wassertemperatur bleibt (24-25°C). Nach einer Weile kommen die Anzeigen wieder und nach einer Weile verschwinden sie wieder. Also wahrscheinlich ein Wackelkontakt oder Korrosion irgendwo – aber wo?
Bevor ich mich auf die Suche mache, muss ich gründlich überlegen, wo ich sie beginnen soll. Also wo der Stecker für das Kabel, das zum Geber im Masttopp führt unten am NMEA2000-Strang angeschlossen ist. Wenn der Fehler am Stecker im Masttopp ist, werde ich den sicher nicht reparieren können.

Ich erneuere die Cosmote-Mobile-Internet-Prepaid-Karte, die im Huawei-Router steckt, um ein weiteres Jahr. Für gleichbleibend 80 Euro ist jetzt 985.100 Megabyte Up- und Download bis 15.8.2027 und dazu noch unlimitert bis 13.11.2026 enthalten. So viel wird garantiert nicht verbraucht Es gibt aber nur diesen einen Tarif für ein ganzes Jahr und neue Internet-Mobile-Prepaid Karten scheint es gar nicht mehr zu geben.
Die Mobilnummer der Karte ist übrigens 306985574850, die Internetadresse https://ciotgprepaid.cosmote.gr/ zur Verlängerung funktioniert nur in Griechenland und nicht in Safari.

Abends essen wir in Maltezana Mam.

16.08.2026 Sonntag
Astypálea / O. Maltezana
Schon langsam reichts mir. Mehr als eine Woche bis auf Dienstag starker Wind. Naja, ab morgen soll er abnehmen und am Mittwoch so schwach sein, dass wir die 50 Seemeilen Richtung NW nach Schinousa dagegen fahren können, hoffentlich.

Am Abend gehen wir mit Dietmar und Alex ins The Stolen Lamb Taverna essen. Wir bestellen Authentic Cypriot Meze für zwei Personen, ein Authentic Cypriot Kleftiko und ein Pork-Tomahawk-Steak. Die Kellnerin meint, dass das ganz schön viel Essen wäre. Na gut, sagen wir, wir haben alle einen großen Hunger.
Als die 15 Platten mit den Vorspeisen, ein riesiger Griechischer Salat und eine Platte mit Kontosouvli serviert werden, sehen wir ein, dass die zwei Hauptspeisen unnötig waren. Obwohl wir uns bemühen, schaffen wir vielleicht 60% vom Aufgetischten. Die übrig gebliebenen Fleischstücke nehmen wir in Dogibags mit.

Wir unterhalten uns wieder sehr gut und erzählen einander Schnurren aus unserem Leben. Der vielgereiste Dietmar hat die besten und auch grauslichsten von seinen Erfahrungen auf den Philippinen und Papua Neuguinea (wo ihm u.a. von einem einheimischen Händler ein menschlicher Arm als Essen angeboten wurde…).

Als wir in der Finsternis zum Boot zurück fahren, erschrecken wir ordentlich: Dietmar und Alex haben sich mit ihrem Schlauchboot unter dem Heck der Blodughadda versteckt und als wir um die Ecke biegen, begrüßen sie uns mit einem lauten BUH! So ein Lausbubenstreich! Aber lustig. Und als sie danach weiter fahren, hören wir sie noch lange lachen.

2026-08-16 Astapálea Schinontas 3 Boote ankern in der Bucht
Astapálea Schinontas 3 Boote ankern in der Bucht
2026-08-16 Astapálea Schinontas Alex, Tom und Dietmar auf dem Weg in die The Stolen Lamb Taverna
Astapálea Schinontas Alex, Tom und Dietmar auf dem Weg in die The Stolen Lamb Taverna

17.08.2026 Montag
Astypálea / O. Maltezana
Stimmt, heute ist weniger Wind. Aber nicht sehr viel weniger.

Wir essen die gestern mitgenommenen Reste.

Am frühen Abend kommt die PATRICIA mit Paul und Valentin in die Bucht. Sie haben einen ca. 13-stündigen Segeltag von Folegandros hierher gehabt, ca. 75 sm! Paul kommt alsbald zu uns und erzählt, was sie seit unserem letzten Treffen hier am 30.7. gemacht haben – eine große Runde so ca. 300 Seemeilen: Kalymnos-Leros-Lipsi-Arki-Samos-Agathonisi-Amorgos-Folegandros und hierher zurück. Was wir gemacht haben, nämlich praktisch nichts, hat er hier mitgelesen.

18.08.2026 Dienstag
Astypálea / O. Maltezana
Endlich wieder ein wirklich windstiller Morgen – wunderbar mit herrlichem Meeresbad ohne Wellen.

Um kurz vor 11 Uhr fahren wir zum Strand, um einzukaufen und zu frühstücken. Die Bäckerei enttäuscht. Bis auf Kekse, drei Muffins und ein Brot gibt es nichts mehr! Wir kaufen das Brot und ein Muffin und fragen uns, womit die Dame Umsatz machen wird bis sie um 16 Uhr schließt. Gerne hätten wir auch ein paar typisch griechische gefüllte Teigtascherln gehabt.

Bei der Katerina gibt es noch Brote, aber mehr als eines brauchen wir nicht, bzw. wäre sinnlos, weil die griechischen Brote nach 24 Stunden steinhart sind. Wir brauchen aber schon was anderes auch und nach erledigtem Einkauf verabschieden wir uns von ihr bis zum nächsten Jahr. Sie gibt uns noch den Tipp, zum Live-Konzert βει Almyra ab 20 Uhr zu gehen – naja, 200 Meter davon entfernt, werden wir sowieso mehr hören als uns lieb ist.

Wir frühstücken im Café „Ear“ (εαρ = Frühling) direkt am Maltezana Beach und bereuen, es nicht schon früher gemacht zu haben. Es ist wirklich angenehm und der French Toast und der Pancakes-Turm sehr gut.

Um 19:30h treffen wir uns mit Dietmar und Alex, um wieder ins Rodino essen zu gehen. Die Vorbereitungen für das Konzert sind voll im Gange. Da wird auch klar, warum ein Kleinlastwagen am Vormittag einen Haufen Holzpaletten am Platz bei der Pierwurzel abgeladen hat: Daraus wurde ein Podest für die Musiker gebaut.

Wir essen und unterhalten uns wieder sehr gut und danach ist das Konzert voll im Gang. Anders als befürchtet, ist es am Boot zwar schon laut aber nicht so dass wir nicht schlafen könnten.

2026-08-18 Astypálea Maltezana Morgenstimmung bei Windstille
Astypálea Maltezana Morgenstimmung bei Windstille
2026-08-18 Astypálea Maltezana Frühstück im Ear
Astypálea Maltezana Frühstück im Ear
2026-08-18 Astypálea Maltezana Frühstück im Ear
Astypálea Maltezana Frühstück im Ear
2026-08-18 Astypálea Maltezana Konzertvorbereitung
Astypálea Maltezana Konzertvorbereitung
2026-08-18 Astypálea Maltezana Konzertvorbereitung
Astypálea Maltezana Konzertvorbereitung
2026-08-18 Astypálea Maltezana Konzertvorbereitung
Astypálea Maltezana Konzertvorbereitung
2026-08-18 Astypálea Analipsi Alex, Dietmar, Beate im Rodino
Astypálea Analipsi Alex, Dietmar, Beate im Rodino

19.08.2026 Mittwoch
08:07 Astypálea / O. Maltezana Karte Abfahrt
09:15 Nebel!
10:19 Nebel dünner
11:16 Nebel dicker
11:52 Nebel dünner
11:56 Horizont sichtbar
16:10 Schinousa / Livadi Karte Ankern
Zeit unterwegs: 08:03 Strecke: 53,6 Seemeilen Ø Fahrt: 6,6 Knoten

Nach vier Wochen in Maltezana geht es heute weiter. Ungefähr acht Stunden Fahrt mit hoffentlich wenig Gegenwind stehen uns bevor. Der Morgen und die Windprognosen sehen vielversprechend aus. Es ist jedoch sehr feucht, und das Boot ist vom Tau so nass wie nach einem starken Regen – ein kleiner Preis für die angenehmen Bedingungen.

Diese angenehmen Bedingungen ändern sich jedoch schlagartig, als wir das Südost-Kap von Astypálea umrunden. Dort erwartet uns eine in Griechenland extrem seltene und unliebsame Überraschung: Nebel! Zuerst halte ich es für eine lokale Nebelbank, die wir bald durchfahren werden. Doch nein, fast drei Stunden lang kämpfen wir uns durch teilweise sogar sehr dichten Nebel. Es ist schon unangenehm, wenn man den Horizont nicht sieht, aber wenn die Sichtweite auf kaum 50 Meter sinkt, wird es richtig unheimlich. Dank des Navionics Plotters auf dem iPad und openCPN auf dem Mac ist die Navigation kein Problem. Ohne diese elektronischen Hilfsmittel und ohne Kompass wäre sie unmöglich. Am Steuerstand sitzend, in die weiße Wand starrend, hat man den Eindruck, dass das Boot eine Rechtskurve fährt.

Obwohl die Gefahr einer Kollision mit einem anderen Boot in dieser abgelegenen Gegend extrem gering ist, ist sie doch nicht völlig ausgeschlossen. Ich wechsle zwischen Ausguck und VesselFinder.app auf dem iPad ab, um Boote mit AIS zu erkennen. Obwohl zunächst keine in unserer Nähe sind, werde ich etwas nervös, als ich die 22 Meter lange Motoryacht DIDO von hinten mit dreifacher Geschwindigkeit auf uns zukommen sehe. Ich überlege mir mögliche Ausweichmanöver, falls das Boot direkt auf uns zusteuern sollte. Beate ist die Erste, die es aus dem Nebel schräg hinter uns auftauchen sieht. Glücklicherweise stellt es keine Gefahr dar. Die DIDO überholt uns mit etwa 50 Metern Abstand, hupt fröhlich und erzeugt dabei gewaltige Wellen.

Große Erleichterung herrscht, als der Nebel endlich nachlässt und der Horizont sichtbar wird. Von klarer Sicht kann man allerdings nicht sprechen. Von Flaute hingegen schon.

So einen Nebel habe ich Griechenland in 35 Jahren noch nie erlebt. Nur am 07.08.2006 hatten wir südlich von Lesvos Nebel, aber lange nicht so lange.

Ganz entspannt erreichen wir Livadi auf Schinousa. Vor der Bojenkette ist noch ein guter Ankerplatz frei. Das klare Wasser mit 28°C ist wunderbar, wie auch die Umgebung.

Die voriges Jahr mit Herbert und Silvia zum Frühstück getestete Strandtaverne ist auch am Abend gut und gut besucht. Wir erwischen gerade noch den letzten freien Tisch.

2026-08-19 Fahrt von Astypale nach Schinousa Die Nebelbank S von Astypalea sieht zunächst harmlos aus
Fahrt von Astypale nach Schinousa Die Nebelbank S von Astypalea sieht zunächst harmlos aus
2026-08-19 Fahrt von Astypale nach Schinousa Der Nebel wird dichter
Fahrt von Astypalea nach Schinousa Der Nebel wird dichter
2026-08-19 Fahrt von Astypale nach Schinousa Um 10_51h lichtet sich der Nebel bei der unbewohnten Insel Ofidousa
Fahrt von Astypalea nach Schinousa Um 10_51h lichtet sich der Nebel bei der unbewohnten Insel Ofidousa
2026-08-19 Fahrt von Astypale nach Schinousa Um 10_57h wird der Nebel wieder dichter
Fahrt von Astypalea nach Schinousa Um 10_57h wird der Nebel wieder dichter
2026-08-19 Fahrt von Astypale nach Schinousa 13h Amorgos in Sicht
Fahrt von Astypalea nach Schinousa 13h Amorgos in Sicht
2026-08-19 Fahrt von Astypale nach Schinousa 13_54h südlich von Amorgos, wo bei Nordwind die Hölle los ist
Fahrt von Astypalea nach Schinousa 13_54h südlich von Amorgos, wo bei Nordwind die Hölle los ist
2026-08-19 Schinoua Livadi Der lange Sandstrand und dahinter die Taverne
Schinousa Livadi Der lange Sandstrand und dahinter die Taverne
2026-08-19 Schinoua Livadi Blick von der Taverne
Schinousa Livadi Blick von der Taverne
2026-08-19 Schinoua Livadi In der Taverne
Schinousa Livadi In der Taverne

20.08.2026 Donnerstag
Schinousa / Livadi
Hier ist mehr los als in Maltezana, sehr viel mehr! Hatten wir in Maltezana ein Mal maximal 9 Boote in der Bucht, waren es hier schon in der ersten Nacht 13. Und unsere dort tägliche Wette, ob 1, 2, 3 oder 4 neue Boote ankommen würden (oft kam gar keines), ginge hier nicht. Während des Tages kommen und fahren so zahlreiche Boote, dass man gar nicht zählen kann. Darunter auch viele sehr hässliche große RIB-Muskelboote mit 600 bis 900 PS als 2 oder 3 Außenbordmotoren im Hintern, die wahrscheinlich nur zum Baden aus Athen schnell hierher kommen. Zu was anderem sind sie eh nicht zu gebrauchen, außer zum Angeben und als Potenzschwächekompensation natürlich.

Um 18:50h zähle ich 15 Boote mit uns, davon nur ein anderes, das auch gestern da war. Trotzdem ist es nicht unangenehm, weil die Bucht groß genug ist und die drei großen Motoryachten weit draußen ankern.

Wir fahren zum Strand und gehen in 19 Minuten die zum Schluss recht steile Staubstraße zum Ort hinauf. Ich war schon acht Mal auf Schinousa, aber so viele Menschen im Ort habe ich noch nie gesehen. Es wird mühsam, einen Platz zum Essen zu finden. Leider gibt es nur mehr ein Lokal mit schöner Aussicht auf das Meer, das Deli. Wo wir voriges Jahr am 11.9. mit Herbert und Silvia praktisch allein waren, ist heute alles besetzt. Wir gehen die paar Hundert Meter lange Fußgängerzone auf und ab und werden zunehmend frustrierter. Entweder sind die Lokale bis auf die Tische mit arger Schräglage voll, teuer, ungemütlich oder eine Kombination daraus. Nur das Zefyros im „Zentrum“ ist so gut wie leer. Wieso das, wo ist der Haken? Wir riskieren einen Besuch an einem der wenig schrägen Tische und werden positiv überrascht. Das Essen ist normalpreisig und gut, das Fava ist sogar sensationell gut und viel. Das dürfte hier auch die die Inselspezialität sein, weil es überall angeboten wird – sogar im Supermarkt Okto Adelphia, wo wir anschließend etwas einkaufen. Als wir uns auf den kurzen Weg dorthin machen, ist auch das Zefyros voll.

Der Fußmarsch hinunter zum Livadi-Strand ist natürlich weniger anstrengend als hinauf. Aber ich bin froh, eine Lampe dabei zu haben.

2026-08-20 Schinousa Livadi 19_28h gehen wir los
Schinousa Livadi 19_28h gehen wir los
2026-08-20 Schinousa 19_47h erreichen wir die Chora
Schinousa 19_47h erreichen wir die Chora
2026-08-20 Schinousa viele Leute im Ort
Schinousa viele Leute im Ort
2026-08-20 Schinousa viele Leute im Ort
Schinousa viele Leute im Ort
2026-08-20 Schinousa Ende der Fußgängerzone
Schinousa Ende der Fußgängerzone
2026-08-20 Schinousa das mittlere der drei Geschäfte
Schinousa das mittlere der drei Geschäfte
2026-08-20 Schinousa Deli, das einzige Lokal mit schöner Aussicht von der Terrasse ist ebendort aussichtslos voll
Schinousa Deli, das einzige Lokal mit schöner Aussicht von der Terrasse ist ebendort aussichtslos voll
2026-08-20 Schinousa Volles und teures Restaurant
Schinousa Volles und teures Restaurant
2026-08-20 Schinousa Fava in Zefyros
Schinousa Fava in Zefyros
2026-08-20 Schinousa 21_43h Beim Verlassen ist auch das Zyfyros voll
Schinousa 21_43h Beim Verlassen ist auch das Zyfyros voll
2026-08-20 Schinousa Fava dürfte die lokale Spezialität sein
Schinousa Fava dürfte die lokale Spezialität sein
2026-08-20 Schinousa Fava dürfte die lokale Spezialität sein
Schinousa Fava dürfte die lokale Spezialität sein

21.08.2026 Freitag
Schinousa / Livadi
Also hier könnte ich es nicht so lange aushalten wie in Maltezana. Hauptursache sind die Wind- und Wellenverhältnisse. Genauer: Die Verhältnisse zu einander. Obwohl beide kaum bis nur mäßig vorhanden, nerven sie doch gewaltig. Den ganzen Tag wackelt das Boot in den kleinen seitlich ankommenden Wellen, weil sich Wind und Wellen nicht einigen können, aus derselben Richtung zu kommen. Der Wind findet offenbar auch Gefallen daran, das Boot während des Tages so zu drehen, dass die Sonne bis zum Untergang maximal blendet und das Solarmodul backbords minimal bescheint. Der Watermaker bleibt daher heute arbeitslos.

Während der 63 Tage, die ich heuer in Maltezana verbracht habe, hat es das kein einziges Mal gegeben. Schon ein paar Tage mit kaum Wind und drehendem Boot, jedoch dann ohne Wellen. Der dort tagelang erlebte Starkwind war mit der Zeit zwar schon nervig, aber doch erträglicher als das hier.

Dazu kommt noch, dass man hier an Land kaum was erleben und ohne anstrengenden Fußmarsch nichts einkaufen kann. Naja, den nördlichen Teil der Insel könnte man zu Fuß schon erkunden, aber dafür sind wir nicht sportlich genug.

Am Nachmittag fahren wir zur Strandtaverne auf Kaffee, Bier und ein Schafkäsestrudel und anschließend auf einen kurzen Spaziergang entlang des stark besuchten Strandes.

Am Abend macht Beate einen köstlichen Salat aus den Hendl-Resten, die wir gestern mitgenommen haben.

22.08.2026 Samstag
11:16 Schinousa / Livadi Karte
12:06 Iráklia / Livádi Karte
Zeit unterwegs: 00:50 Strecke: 2 Seemeilen Ø Fahrt: 2,4 Knoten

Dieser Morgen ist auch unangenehm. Der Wind kommt recht frisch in die Bucht herein und die Wellen dazu schräg. Wir fahren ab mit dem uns unbekannten Ziel Livadi auf Iráklia. Es ist nur ein Hupfer hinüber auf die andere Seite der Meeresstraße und so schleppen wir ausnahmsweise bei sehr langsamer Fahrt das Schlauchboot hinten nach. Bevor wir in die Bucht sehen können, male ich mir aus, dass sie voll mit Booten oder, weil nach Nordost offen, zum Ankern ungeeignet wäre. Aber weder noch – nur ein Boot ankert in der Mitte, es gibt keine Wellen.

80 Meter vor dem Steinufer unterhalb der Taverne Para Panta ist perfekter Sandgrund auf 5 m Tiefe, ausreichend weit vom viel besuchten Sandstrand. Wir staunen ob der Schönheit des Platzes und darüber dass hier so wenige Boote sind – im Laufe des Tages kommen noch zwei dazu, die über Nacht bleiben. Wo ist der Haken?

Am Abend fahren wir die kurze Strecke hinüber zu einer betonierten Slipanlage (die man sogar auf Google Maps sieht). Aussteigen aus dem Schlauchboot ist kein Problem und eine robuste Bank bietet sich als Ersatzpoller für die Fangleine an. Wir gehen die paar Schritte hinauf zu den Mistkübeln und dann etwas herunter zur Bushaltestelle(!) Jawohl, es gibt einen öffentlichen Bus auf der Insel, der 12 Mal am Tag zwischen Livadi und dem Hauptort Agios Georgios fährt – super!

Vom gleich dort befindlichen Restaurant Para Panta werden wir ebenfalls überrascht. Absolute Spitzenklasse zu normalen Preisen. So gut haben wir schon sehr lange nicht gegessen.

2026-08-22 Iráklia Busfahrplan
Iráklia Busfahrplan
2026-08-22 Iráklia der Bus
Iráklia der Bus
2026-08-22 Iráklia Livadi Abendessen im Para Panta
Iráklia Livadi Abendessen im Para Panta
2026-08-22 Iráklia Livadi im Para Panta gibt es keinen Hauswein, daher trinken wir einen teueren aber sehr guten Roséwein
Iráklia Livadi im Para Panta gibt es keinen Hauswein, daher trinken wir einen teueren aber sehr guten Roséwein

23.08.2026 Sonntag
Iráklia / Livádi
Der (erste) Haken an diesem Platz offenbart sich am Abend. Die 350 m entfernte Cocktailbar Onami ist in Wirklichkeit eine Musicbar mit lauter BummBumm-Musik. Zunächst nicht arg störend aber als um drei Uhr Früh die Lautstärke voll aufgedreht wird, kann ich nicht mehr schlafen. Beate schon, weil sie auf der dem Lärm abgewandten Seite schläft und sowieso schwerhörig ist.
Ich beginne mein Morgenritual also früher als sonst und stelle fest, dass die Musik erst um 5:43h leiser wird und um 6:03h aufhört. Armes Servicepersonal! Laut Google sperrt die Bar um 16h auf.

Als die Sonne um 7h zu blenden anfängt, lege ich mich wieder in die Koje.

Zur Mittagszeit nehmen wir den kleinen weißen Bus in „die Stadt“. Er kostet zwei Euro per Person und es ist nicht weit. Zu Fuß ginge es in etwa 20 Minuten auch, jedoch ziemlich bergauf und bergab. Am Strand von Agios Georgios, also am Hafenbuchtstrand, steigen wir aus. Da ist echt viel los. Am Fähranleger liegen sogar zwei Segelboote.

Der Ort wirkt sehr sympathisch, absolut Griechenland pur. So gut wie kein Verkehr, nicht viele Leute unterwegs. Leider hat der Supermarkt von 12 bis 16 Uhr geschlossen, was Beate sehr enttäuscht. Aber es gibt noch ein Geschäft, das offen hat, das „Melissa“, in dem wir nach einem Toast und griechischen Omelett (beide sehr gut) im Café To Pérasma einkaufen.

Als wir wieder zum Strand hinunter gehen, kommt uns schon der Bus entgegen. Passt perfekt und ein wenigen Minuten sind wir wieder in Livadi. Da erwartet uns Haken Nummer zwei: Es ist eine nicht kleine Dünung vorhanden, die das Einsteigen ins Schlauchboot erschwert und die Blodughadda nicht wenig schaukeln lässt. Das Schaukeln ist schon unangenehm, im Vergleich zum Wackeln bei kurzen seitlichen Wellen aber erträglicher. Immer wieder dreht der Wind das Boot so, dass die Dünung auch von vorne kommt, was wesentlich angenehmer ist. Offensichtlich weiß der Wind auch hier nicht, aus welcher Richtung er wehen will.

Am Abend fahren wir zum feinen Sandstrand und schauen uns das dort befindliche Lokal Plori an. Gefällt uns nicht so gut und daher essen wir wieder im Para Panta extrem gut. Saganaki, Bugiurdi, Fava, Zucchinilaberln und den gleichen Cherrytomatensalat wie gestern sind eine tolle Geschmackskomposition.

Ins Schlauchboot am Sandstrand einsteigen und abfahren ist mit auflandigem Wind und Wellen auch nicht ganz einfach obwohl beide nicht stark. Ohne nasse Hose und mit einem Riemen weiter hinaus schieben geht es nicht, weil der Strand so flach abfällt.

[

2026-08-23 Iráklia Livadi Beate wartet auf den Bus vor Para Panta
Iráklia Livadi Beate wartet auf den Bus vor Para Panta

2026-08-23 Iráklia Livadi Panorama
Iráklia Livadi Panorama
2026-08-23 Iráklia Agios Georgios Hafenbucht mit Sandstrand
Iráklia Agios Georgios Hafenbucht mit Sandstrand
2026-08-23 Iráklia Agios Georgios typische Modeerscheinung - auf Ästhetik wird gepfiffen (nur bare Backen sind das Wahre)
Iráklia Agios Georgios typische Modeerscheinung – auf Ästhetik wird gepfiffen (nur bare Backen sind das Wahre)
2026-08-23 Iráklia Agios Georgios Hafenbucht mit Sandstrand
Iráklia Agios Georgios Hafenbucht mit Sandstrand
2026-08-23 Iráklia Agios Georgios Café To Pérasma
Iráklia Agios Georgios Café To Pérasma
2026-08-23 Iráklia Agios Georgios im Café To Pérasma
Iráklia Agios Georgios im Café To Pérasma
2026-08-23 Iráklia Agios Georgios Weg bei Café To Pérasma
Iráklia Agios Georgios Weg bei Café To Pérasma
2026-08-23 Iráklia Livadi Anker- und Schlauchbootplatz
Iráklia Livadi Anker- und Schlauchbootplatz
2026-08-23 Iraklia Livadi Schlauchboot am Strand
Iraklia Livadi Schlauchboot am Strand
2026-08-23 Iraklia Livadi Taverna Plori
Iraklia Livadi Taverna Plori
2026-08-23 Iraklia Livadi Taverna Plori
Iraklia Livadi Taverna Plori

24.08.2026 Montag
11:43 Iráklia / Livádi Karte Abfahrt
13:01 Náxos / O. Panermos Karte Ankern
Zeit unterwegs: 01:18 Strecke: 7,5 Seemeilen Ø Fahrt: 5,8 Knoten

Die Musik-Cocktailbar dürfte am Sonntag Ruhetag haben. Jedenfalls ist von Onami nichts zu hören. Die Dünung bleibt aber jetzt beständig von der Seite und so schaukeln wir weiterhin so dass man sich im Stehen und Gehen fest halten muss. Laut Windprognose wäre übermorgen ein guter Tag, um die letzte Etappe unseres Bootssommers nach Paros / Alyki zu machen. Aber halten wir es hier bis dahin aus? Und wenn nicht, wohin dann?

Nein, wir halten es nicht aus. Nach einem späten Frühstück fahren wir los. Nach ausgiebigem Studium der wenigen Ankermöglichkeiten in der Nähe geht es ab nach Ormos Panermos, wo wir voriges Jahr mit Herbert und Silvia eine Pause machten – und einen alten Fischeranker mit unserem erwischten. Also weiß ich jetzt zumindest, wo wir nicht ankern sollen.

Kurz nach Iráklia gibt es die Wellen, die in die Livadi Bucht weiter wandern – und zwar in großer Ausführung und aus verschiedenen Richtungen. Woher die kommen ist nicht klar, denn es gibt nur ganz wenig Wind. Ab etwa der Hälfte der Überfahrt sind sie kaum mehr vorhanden und es weht ein leichter Südwind!

In Panermos ankert noch kein Boot sodass wir 200m vor dem Strand in der Mitte der Bucht auf 7m Tiefe und Sandgrund bequem ankern können. Wind und Wellen stehen ganz leicht in die Bucht hinein, sehr angenehm. Wir beobachten, dass viele Badegäste mit kleinen Booten hin und her gebracht werden, wahrscheinlich zu einem anderen Strand nicht weit von hier.

Während des Nachmittags kommen nur zwei weitere Segelboote in die Bucht.

Am Abend fahren wir zum Essen in der Taverna Mitatos an Land. Guter Strand zum Anlanden. Unübersehbare Hinweisschilder führen zur Taverna, die sich etwas landeinwärts befindet. Das Essen ist gut und normalpreisig. Ein paar andere Tische sind mit Griechen besetzt.

2026-08-24 Naxos Panermos# Strand mit schönen Bäumen und Palmen
Naxos Panermos# Strand mit schönen Bäumen und Palmen
2026-08-24 Naxos Panermos# An Land zum Abendessen gekommen
Naxos Panermos# An Land zum Abendessen gekommen
2026-08-24 Naxos Panermos# Hier gehts zur Taverna Mitatos
Naxos Panermos# Hier gehts zur Taverna Mitatos
2026-08-24 Naxos Panermos# Mitatos Speisekarte
Naxos Panermos# Mitatos Speisekarte
2026-08-24 Naxos Panermos# Taverna Mitatos
Naxos Panermos# Taverna Mitatos
2026-08-24 Naxos Panermos# In Taverna Mitatos
Naxos Panermos# In Taverna Mitatos

25.08.2026 Dienstag
Náxos / O. Panermos
Es ist zwar angenehm, dass die kleinen Wellen und das bisschen Wind in die Bucht herein kommen, aber dadurch steht das Boot so, dass die Solarmodule nicht gut beschienen werden, weil das Heck in Richtung Nordost zeigt. Es reicht aber gerade noch aus.

Heute fahren wir etwas früher an Land, um etwas herum zu gehen. Es gibt aber keinen einladenden Spazierweg. In der Taverna essen wir daher früher und auch weniger als gestern.

2026-08-25 Naxos Panermos# Zwei schöne Tamarisken
Naxos Panermos# Zwei schöne Tamarisken
2026-08-25 Naxos Panermos# Taverna Mitatos
Naxos Panermos# Taverna Mitatos

26.08.2026 Mittwoch
11:00 Náxos / O. Panermos Karte Abfahrt
14:32 Páros / O. Alikí Karte Ankern
Zeit unterwegs: 03:32 Strecke: 22,2 Seemeilen Ø Fahrt: 6,3 Knoten

Also ideal ist diese Bucht auch nicht. In der Nacht stirbt der Wind völlig ab, die Wellen aber nicht. Das Boot stellt sich quer zu den Wellen und wackelt deppert. Erst nach 8h kommt ein Windhauch auf, der das Boot wieder mit Bug in Richtung Wellen stellt.

Nach dem Frühstück fahren wir los. Nach 37 Minuten schauen wir uns die Bucht und den Hafen von Kalados (Kalantos) an. Sieht nicht besonders einladend aus. Baumloser Strand, Fischerhafen mit wenigen Booten und einem Segelboot, keine Bebauung. Aber die einzige Taverna auf einem Hügel soll laut Google-Rezensionen brauchbar sein. Bei Meltémi soll es hier ärgste Fallböen geben.

Über fast glattes Wasser erreichen wir Aliki (=Alyki) bequem und staunen: Die große Bucht ist im Ostteil komplett voll mit Booten und Bojen der Einheimischen. Das hatte ich nicht erwartet. In Westteil ankern einige Segelboote. Wir gesellen uns dazu und werfen den Anker 150m vor dem Agios Nikolaos Beach auf 2,7m Tiefe. Der Ankergrund ist seltsam: Zahlreiche flache, nicht besonders große, an den Kanten abgerundete Steinplatten, dazwischen Felder mit feinem Sand. Der Anker erwischt zum Glück und mithilfe der Polaroid-Sonnenbrille so ein vielleicht 20m2 großes Feld. Da wird er jetzt bis zum 14.9. bleiben und hoffentlich im fürs kommende Wochenende vorausgesagten starken Wind halten.

Bei Windstille fahren wir am Abend Slalom zwischen Booten, Bojen und Schwimmern ans Ostufer. Ein sehr guter Anlandeplatz mit feinem Sand direkt bei der Promenade bietet sich an. Mit dem Lidl-Sack voll Mist gehen wir Richtung Hafen vorbei an zahlreichen Esslokalen auf der Suche nach einer der typischen griechischen großen grünen Mülltonnen. Beim letzten Lokal „Nikoleta“ frage ich den Kellner, wo wir unseren Mist los werden können. Er zeigt auf einen offenen Mistkübel gleich beim Lokal. Tatsächlich passt alles hinein.

Der Kellner spricht sogar ausgezeichnet Deutsch, weil er in Mödling (!) gemeinsam mit einem Freund einen kleinen Laden für griechische Feinkost gehabt hat. Klar, dass wir dann gleich da essen. Es ist reichlich, gut und keineswegs teurer als anderswo bisher, eher sogar eine Spur günstiger.

Auf dem Rückweg stellen wir fest, dass alle anderen Lokale rammelvoll und ungemütlicher sind. Also hatten wir eine gute Wahl getroffen. Das gilt auch für den Anlandungsplatz. Denn genau da ist ein sehr gut sortierter KRITIKOS Supermarkt, der bis 22h offen hat. Wir kaufen einiges ein und ich freue mich, 6 x 1,5 Liter Anthrakuchos (Wasser mit Kohlensäure) ohne lange Schlepperei ins Schlauchboot befördern zu können.

Der Unterschied zu gestern Abend ist gewaltig.

2026-08-26 Naxos Kalantos# Hafen
Naxos Kalantos# Hafen
2026-08-26 Naxos Kalantos# Taverna
Naxos Kalantos# Taverna
2026-08-26 Paros Aliki Aussicht von Taverna Nikoleta
Paros Aliki Aussicht von Taverna Nikoleta
2026-08-26 Paros Aliki Viele Leute
Paros Aliki Viele Leute

27.08.2026 Donnerstag
Páros / O. Alikí
Der Nordwind frischt heute bis zu 30 Knoten auf obwohl für heute weniger vorausgesagt ist. Nicht so angenehm aber kein Problem.

Zu ihrer Zufriedenheit kann Beate Termine beim Friseur und Nagelstudio vereinbaren. Dann essen wir in Veggera eher unterdurschnittlich aber in bequemen Sesseln.

28.08.2026 Freitag
Páros / O. Alikí
Mein übliches Frühaufstehen wird heute zusätzlich mit einer Mondfinsternis belohnt. Schon interessant aber nicht sehr spektakulär. Kurz vor Sonnenaufgang sieht man halt vom Vollmond nur mehr eine Sichel. Mit dem Fernglas sieht man schon den abgeschatteten Teil.

Am Abend geht es zum bereits bewährten Anlandungsplatz mit feinem Sand und dann an den jetzt noch nicht vollen Restaurants vorbei in die bereits bewährte, preiswerte, gute und sympathische Taverna Nikoleta.

2026-08-28 Paros Aliki# Auf der Fahrt an Land jede Menge Boote an Moorings im Weg
Paros Aliki# Auf der Fahrt an Land jede Menge Boote an Moorings im Weg
2026-08-28 Paros Aliki# Anlandungsplatz in Sicht
Paros Aliki# Anlandungsplatz in Sicht
2026-08-28 Paros Aliki# Anlandungsplatz erreicht
Paros Aliki# Anlandungsplatz erreicht
2026-08-28 Paros Aliki# Restaurant noch nicht voll
Paros Aliki# Restaurant noch nicht voll
2026-08-28 Paros Aliki# Restaurant noch nicht voll
Paros Aliki# Restaurant noch nicht voll

29.08.2026 Samstag
Páros / O. Alikí
Am Vormittag inspizieren wir den Nordstrand, vor dem wir ankern, und was dahinter liegt. Das Anlanden ist da nicht so einfach, weil ca. 15 Meter vor dem Ufer eine Sandbarre ist, an dem der Motor streift.

Wir gehen entlang der Straße nordwärts: Kiosk, Müllsammelplatz, Neubauten und nach ca. 500 m Kritikos Supermarkt, Agkaria Bäckerei, Gemüsehändler und The Daily-cious Café. Im Café frühstücken wir ein wenig und schnell (wegen schrecklicher Musik und allgemeiner Ungemütlichkeit) bevor wir weitere 500 m an einer Tankstelle mit irren Preisen vorbei zum dahinter liegenden Museum of Cycladic Folklore gehen. Ist eine Art Minimundus und eine Sammlung von Schiffsmodellen. Alles vom mittlerweile 82-jährigen Benetos Skiades selbst gebaut und gebastelt. Seine Tochter Katerina zeigt und erklärt uns einiges. Sehr nett und die fünf Euro Eintritt wirklich wert.

Der Kritikos Supermarkt hier ist größer als der im Hafen, hat allerdings nicht viel größere Auswahl. Für Leute, die mit dem Auto zum Einkaufen fahren ist dieser mit dem Parkplatz davor natürlich besser als der im Hafen mit dem Anlandungsplatz fürs Schlauchboot davor. Wir kaufen also nichts ein, jedoch beim Bäcker schon.

Auf dem Rückweg fotografiere ich auch ein paar Miniaturen, die aber wirklich nicht mit denen im Museum mithalten können.

Am Abend essen wir an Bord die gestern mitgenommene halbe Portion Hühnerfilet mit Soosse, Chapignons und Reis sowie einen gebratenen Talagani-Käse und das Brot vom Bäcker mit weißem Taramo.

2026-08-29 Paros Aliki# Nordstrand Agios Nikolaos
Paros Aliki# Nordstrand Agios Nikolaos
2026-08-29 Paros Aliki# Am Nordstrand angeleandet
Paros Aliki# Am Nordstrand angeleandet
2026-08-29 Paros Aliki# hohe Treibstoffpreise
Paros Aliki# hohe Treibstoffpreise
2026-08-29 Paros Aliki# Im Museum of Cycladic Folklore
Paros Aliki# Im Museum of Cycladic Folklore
2026-08-29 Paros Aliki# Im Museum of Cycladic Folklore
Paros Aliki# Im Museum of Cycladic Folklore
2026-08-29 Paros Aliki# Im Museum of Cycladic Folklore
Paros Aliki# Im Museum of Cycladic Folklore
2026-08-29 Paros Aliki# Im Museum of Cycladic Folklore
Paros Aliki# Im Museum of Cycladic Folklore
2026-08-29 Paros Aliki# Im Museum of Cycladic Folklore
Paros Aliki# Im Museum of Cycladic Folklore
2026-08-29 Paros Aliki# Im Museum of Cycladic Folklore
Paros Aliki# Im Museum of Cycladic Folklore
2026-08-29 Paros Aliki# Im Museum of Cycladic Folklore
Paros Aliki# Im Museum of Cycladic Folklore
2026-08-29 Paros Aliki# Neben der Straße auch Folklore in den Gärten
Paros Aliki# Neben der Straße auch Folklore in den Gärten
2026-08-29 Paros Aliki# Neben der Straße auch Folklore in den Gärten
Paros Aliki# Neben der Straße auch Folklore in den Gärten
2026-08-29 Paros Aliki# Neben der Straße auch Folklore in den Gärten
Paros Aliki# Neben der Straße auch Folklore in den Gärten

30.08.2026 Sonntag
Páros / O. Alikí
Am Abend spazieren wir im Hafen auf und ab bevor wir uns ins Melinos zu einem einfachen Abendessen mit Club Sandwich und Griechischen Salat setzen. Das dürfte auch eine Art Einheimischenlokal sein.

2026-08-30 Paros Aliki# Sonnenuntergang um 19:40h
Paros Aliki# Sonnenuntergang um 19:40h

31.08.2026 Montag
Páros / O. Alikí
Tagsüber nicht viel Programm. Um 18h hat Beate Maniküre und Pediküre. Ich warte auf sie im APOLOUS bei einem teuren Bier. Das Ambiente ist nicht schlecht, aber die Speisekarte in Richtung Touristennepp. Wir essen im VASSILIS gut und normalpreisig bei netter Bedienung windgeschützt auf der Terrasse.

2026-08-31 Paros Aliki Taverna Vassilis
Paros Aliki Taverna Vassilis
2026-08-31 Paros Aliki Taverna Vassilis
Paros Aliki Taverna Vassilis
2026-08-31 Paros Aliki Taverna Vassilis
Paros Aliki Taverna Vassilis

01.09.2026 Dienstag
Páros / O. Alikí
Wir haben bei Alikis ein Auto für zwei Tage um 81 Euro gebucht. Um 9h holen wir es vom Stützpunkt in Aliki ab, ca. 200 Meter von unserem üblichen Schlauchbootanlandeplatz. Es ist ein ziemlich neuer kleiner weißer Hyundai i10 mit Automatikgetriebe.
Beate fährt damit zum Parkplatz beim Strand Agios Nikolaos im Nord vom Ankerplatz. Ich hole die fünf(!) Lidlsäcke voll mit Wäsche vom Boot und fahre mit dem damit vollen Schlauchboot auch dorthin. Unser erstes Ziel ist eine Wäscherei in Parikia. In Aliki gibt es keine. Kaum haben wir die Stadtgrenze erreicht, haben wir auch schon den Beginn eines Megastaus erreicht. Mehr als eine halbe Stunde geht es langsamer als im Schritttempo voran bis wir endlich bei der Kreuzung mit der Straße nach Naussa sind. Da links abbiegen und gleich wieder rechts, sagt das Navi. Nach 50 m sehen wir ein Schild LAUNDRY. Es ist zwar nicht die im Google Maps angegebe „Ostria“, aber ich frage trotzdem nach. Ja, wenn wir die Wäsche jetzt abgeben, können wir sie ab 17 Uhr abholen, sagt der junge Mann. Na perfekt! Wir hatten damit gerechnet, sie erst morgen abholen zu können.
Die Straßen Richtung Zentrum und Fährhafen sind so verstopft, dass wir die andere Richtung einschlagen. Es gibt auch keinen einzigen freien Parkplatz. Im Scheitel der großen Bucht hat das Restaurant Mario zwar nicht offen aber einen Kioskverkauf und einen großen leeren Parkplatz „for customers only“. Wir kaufen einen Capuccino to go und einen Eistee, wodurch wir wohl Kunden sind. Damit gehen wir 100 m der Straße entlang zurück und setzen uns zu einem Tisch bei Paros cook & bar. Frühstücken wollen wir ja sowieso auch.

2026-09-01 Paros Parikia# Frühstück im Paros cook & bar
Paros Parikia# Frühstück im Paros cook & bar
2026-09-01 Paros Parikia# Frühstück im Paros cook & bar
Paros Parikia# Frühstück im Paros cook & bar
2026-09-01 Paros Parikia# Frühstück im Paros cook & bar
Paros Parikia# Frühstück im Paros cook & bar

Wir fahren nach Naussa und finden gleich einen guten Schrägparkplatz bei der Stadteinfahrt. In Naussa war ich seit 1994 schon oft mit verschiedenen Segelbooten. In der Bucht westlich des Hafens und unterhalb des Parkplatzes ankert an meinem früheren Stammplatz ein Segelboot, bei dem Wellengang allerdings nicht sehr komfortabel. Von der Überführung der Blodughadda von Mallorca nach Kos ist mir ein Datum besonders in Erinnerung geblieben: 11. September 2001. Nicht nur wegen des Terroranschlags in New York, sondern auch, weil wir (mein Bruder Markus Kemetter, Christian Schermann, Gottfried Hinker und ich) damals mit nur einem Motor mühsamst im Hafen anlegen konnten. Auf der Fahrt hatten wir zwischen Peloponnes und Milos den Propeller des anderen Motors verloren.

Zuletzt war ich am 7. August 2007 hier. Der inzwischen zu einer mondänen Marina ausgebaute Hafen mit vielen eleganten Cafés ist nicht wiederzuerkennen. Das sehr pittoreske Stadzentrum mit dem kleinen Innenhafen für Fischerboote und Gässchenwirrwarr nur für Fußgänger hingegen schon. Wir sind froh, so früh hier zu sein, denn abends wird es ein arges Gedränge geben. Das war schon immer so.

2026-09-01 Paros Naoussa# Boot ankert vor dem Piperi Strand
Paros Naoussa# Boot ankert vor dem Piperi Strand
2026-09-01 Paros Naoussa# Innerer Fischerhafen
Paros Naoussa# Innerer Fischerhafen
2026-09-01 Paros Naoussa# noch kein Remmidemmi
Paros Naoussa# noch kein Remmidemmi
2026-09-01 Paros Naoussa# in den Gassen
Paros Naoussa# in den Gassen
2026-09-01 Paros Naoussa# in den Gassen
Paros Naoussa# in den Gassen
2026-09-01 Paros Naoussa# in den Gassen
Paros Naoussa# in den Gassen
2026-09-01 Paros Naoussa# Marina für Reiche, 1 Tag würde für die Blodughadda € 99,20 kosten
Paros Naoussa# Marina für Reiche, 1 Tag würde für die Blodughadda € 99,20 kosten
2026-09-01 Paros Naoussa# Motoryacht legt an
Paros Naoussa# Motoryacht legt an
2026-09-01 Paros Naoussa# Marina
Paros Naoussa# Marina
2026-09-01 Paros Naoussa# Pausenplatz bei der Marina
Paros Naoussa# Pausenplatz bei der Marina

Nach einer Pause in einem Lokal bei der Marina geht es weiter Richtung Südost nach Ampelas. Naja, ein Sandstrand, das Lokal „Blue Oyster“ und ein Fischerhafen machen keine Lust auf einen längeren Aufenthalt. Weiter südwärts bei Marmara und Marpissa hoffen wir vergebens, nette Ortschaften zu finden. Also auf zum berühmten Bergdorf Lefkes. Es liegt tatsächlich malerisch in einem Tal mit Häusern und imposanten Bauten an den Berghängen. Wir finden einen Parkplatz recht weit oberhalb des Zentrums und gehen los. Als wir am Restaurant Αγναντιο, das draußen mit „Lefkes Spezialität ofengebackene Kichererbsen“ wirbt, vorbei gehen, packt mich der Hunger. Wir gehen noch ein Stück weiter bis zum kleinen „Park“, also eine kleine ebene Fläche mit einer Marmorstele in der Mitte und schöner Aussicht. Zum Zentrum hinunter wäre es weit und ich höre die Kichererbsen kichern. Also zurück und diese bestellen. Da es kurz nach 15 Uhr ist, wundern wir uns nicht, dass das Lokal mit sehr schöner Aussicht bis auf uns keine Gäste hat.
Frittierte Zucchinichips und die Kichererbsen werden serviert. Besser hätten wir nur die Zucchinichips bestellt, denn die Kichererbsen in kleiner Tonschale schmecken kaum nach was. Dafür sind sie mit 16 Euro enorm teuer, was wir erst bei der Bezahlung erfahren. Absoluter Touristennepp, den Preis vorher nirgends anzugeben.

Satt aber ziemlich verärgert fahren wir über die Bergstraße nach Parikia zurück. Und wenn man schon leicht grantig ist, kann man sich auch darüber ärgern, dass das Automatikgetriebe des kleinen i10 mit Steigungen schwer zurecht kommt.

Kurz nach Erreichen der Stadt bietet sich eine Bäckerei mit Parkplatz davor an. Wir kaufen Brot und einige Backspezialitäten für den Abend ein, setzen uns noch auf ein Kaffee in den ungemütlichen „Schanigarten“ und warten darauf, dass wir die Wäsche abholen können. Als es so weit ist und wir vorfahren, kommt schon der junge Mann mit unseren fünf Säcken heraus. Dann erleben wir die nächste Preisüberraschung. Wir hatten mit den üblichen 10 bis 15 Euro per Sack gerechnet. Aber nein, er verlangt nur 40. Also mehr als den Kichererbsennepp gutgemacht!

Der Verkehr in der Stadt ist im Vergleich zum Vormittag kaum noch vorhanden und wir finden sogar einen guten Parkplatz direkt beim Hafen vor der Innenstadt, die wie Naussa nur Fußgängerzone ist – auch hübsch jedoch weniger verwinkelt und breitere Gasserln.

Ein Punkt ist noch zu erledigen: Ich brauche einen neuen Koffer. Der, mit dem ich angereist bin, war schon so zerschlissen, dass ich ihn gleich in Leros in die Marinamülltonne entsorgt habe. Tatsächlich finden wir ein Nicht-Touristen-Geschäft mit allen möglichen Stoffen und Matratzen und auch Koffern und Rucksäcken. Ein mittelgroßer roter aus Stoff mit 4 Rollen um € 75 passt. Und einen neuen Rücksack aus Leinen um € 58 kaufe ich auch noch.

Bevor wir zurück fahren, wollen wir noch was trinken. Blöderweise gehen wir an etlichen Lokalen vorbei und setzen uns ins Lokal genau gegenüber dem Fähranleger. Ein totaler Reinfall, weil erstens Selbstbedienung und zweitens extrem teuer: € 7 für eine 0,3l Bierflasche und € 8 für eine 0,125 l Weinflasche.

Paros ist generell teurer als die von uns besuchten Inseln vorher. Das liegt wohl daran, dass sie auch die touristischte ist.

Auf dem Heimweg kaufen wir in einem Lampengeschäft eine Akku-Tischlampe wie sie bei fast allen Restaurants abends auf den Tischen draußen verwendet wird. Kostet € 39, das geht.

Mit zwei Schlauchbootfahrten bringen wir problemlos alles zum Boot und sind mit dem Tag zufrieden.

2026-09-01 Paros Ampelas# Strand
Paros Ampelas# Strand
2026-09-01 Paros Lefkes# Park
Paros Lefkes# Park
2026-09-01 Paros Lefkes#
Paros Lefkes#
2026-09-01 Paros Parikia# Windmühle beim Hafen
Paros Parikia# Windmühle beim Hafen
2026-09-01 Paros Parikia# voller Yachthafen und volle Ankerbucht
Paros Parikia# voller Yachthafen und volle Ankerbucht
2026-09-01 Paros Parikia# in den Gassen
Paros Parikia# in den Gassen
2026-09-01 Paros Parikia# in den Gassen
Paros Parikia# in den Gassen
2026-09-01 Paros Parikia# Tom kauft einen Koffer
Paros Parikia# Tom kauft einen Koffer

02.09.2026 Mittwoch
Páros / O. Alikí
Heute wollen wir den Süd- und Ostteil der Insel erkunden. Die einzige Straße verläuft recht weit oben und recht weit vom Ufer. Nach einigen Kilometern nehmen wir eine Stichstraße Richtung Meer, erreichen es aber nicht. Es gibt verstreut Luxusvillen eingefriedet mit imposanten (Superlativ=geröllimarschige) Steinmauern. Es gibt einen privaten Beach-Club „Faragas“ mit einem Parkplatz auf dem das Abstellen des Autos 10 Euro kostet.

Eine „Sehenswürdigkeit“ der besonderen Art gibt es jedoch kostenlos in dieser Gegend. Am 28. und 29. Juli hat ein großer Waldbrand gewütet. Kilometerweit sieht man dessen schwarze Hinterlassenschaften. Ganze Berghänge sind schwarz. Von sehr vielen Büschen ist nur mehr ein schwarzes Gerippe übrig geblieben. Hohe Bäume dürfte es hier auch vorher nicht gegeben haben. Da wäre der englische Begriff „wildfire“ eigentlich besser. Seltsamerweise scheinen die verstreut in der Landschaft stehenden weißen Häuser keinen Schaden abbekommen zu haben obwohl deren Gärten ganz oder teilweise verbrannt sind.

Sonst gibt es in der Gegend nichts Interessantes. Als wir das Schild „The Cliff @ Lolantis“ sehen, nehmen wir die holprige und kurvige Betonstraße hinunter zum Meer. Ja da schau her, Parkplatz kostet nichts und das Lokal ist sehr gepflegt, oben Restaurant, einige Treppenstufen hinunter die Strandbar. Da nehmen wir einen Capuccino und ein Tonic und studieren die Speisekarte. Hmm, auch sehr gepflegt, vor allem die Preise. Die also zu den Luxusvillen in der weiteren Umgebung gut passen. Also essen werden wir hier nicht und außerdem ist es erst halb zwölf.

Wir fahren weiter. Ein nettes griechisches Dorf mit Kirche, Platia und Kafenion gibt es auch hier nicht. Wir erreichen den Hafenort Piso Livadi. Er ist Aliki nicht unähnlich mit Promende, Lokalen, Sandstrand und einen größeren Hafen. Als wir im Café sitzen, ruft Herbert Kaschowitz an. Er ist mit dem Segelboot SUSANKA und seiner Frau Silvia unterwegs und seit einigen Tagen haben wir öfter mit einander telefoniert. Sie ankern jetzt in der Bucht von Parikia und er erkundigt sich, wo denn die Wäscherei wäre, von der ich ihm erzählt habe. Ich erkläre es ihm und wir machen uns ein Treffen im nahe gelegenen Souvlakilokal „To Souvlaki Tou Pepe“ in etwa einer Stunde aus.

Als wir dort ankommen ist – O Wunder – ein Parkplatz keine 50 m entfernt frei. Naja, Halten erlaubt, Parken nicht. Aber wir sind in Griechenland. Kaum bin ich aus dem Auto ausgestiegen, kommen die beiden auch auf dem Gehsteig daher gewatschelt. Im sonst komplett vollen Lokal bekommen wir – O Wunder – einen Tisch in einer Ecke. Gut, dass wir viel zu reden haben, denn die in Plastik eingeschweissten Speisekarten bekommen wir zwar sofort, aber die Bestellung können wir erst nach mindestens einer halben Stunde aufgeben. Dann dauert es wieder lange und Leute, die nach uns gekommen sind, haben schon längst gegessen als wir unsere Pitas bekommen. Egal, wir unterhalten uns derweil sehr gut.

Wir müssen noch die leere Gasflasche gegen eine volle tauschen, den Reservekanister fürs Boot mit Diesel und den Tank des Leihautos auffüllen. Wegen der Treibstoffe mache ich mir keine Sorgen, aber ums Gas. Woher bekommen? Gleich nach dem Losfahren sehe ich in einer Quergasse ein Schild mit „Boat and Fishing Equipment“. Vielleicht da? Und – O Wunder – der gute Mann hat volle passende Gasflaschen. Kostet mit 20 Euro natürlich mehr als bei BP in Leros, aber egal. Bei Diesel und Benzin darf man auch nicht kleinlich sein. € 2,24 jeweils per Liter ist schon brutal.

Kurz vor Sonnenuntergang fahren wir wieder an Land, um das Auto dem Verleiher zurück zu geben und im Nikoleta zu essen.

2026-09-02 Paros östlich von Aliki# verbrannte Gebiete
Paros östlich von Aliki# verbrannte Gebiete
2026-09-02 Paros östlich von Aliki# verbrannte Gebiete
Paros östlich von Aliki# verbrannte Gebiete
2026-09-02 Paros östlich von Aliki# verbrannte Gebiete
Paros östlich von Aliki# verbrannte Gebiete
2026-09-02 Paros östlich von Aliki# verbrannte Gebiete
Paros östlich von Aliki# verbrannte Gebiete
2026-09-02 Paros Lolantis# im The Cliff
Paros Lolantis# im The Cliff
2026-09-02 Paros Lolantis# im The Cliff
Paros Lolantis# im The Cliff
2026-09-02 Paros Piso Livadi# Strand
Paros Piso Livadi# Strand
2026-09-02 Paros Piso Livadi# Promenade
Paros Piso Livadi# Promenade
2026-09-02 Paros Piso Livadi# Hafen
Paros Piso Livadi# Hafen
2026-09-02 Paros Piso Livadi# Hafen
Paros Piso Livadi# Hafen

03.09.2026 Donnerstag
Páros / O. Alikí
Kurz vor Sonnenaufgang ist es fast windstill. Aber nicht lange. Um 8h ist es mit über 30 Knoten schon nicht mehr gemütlich. Erst am späten Nachmittag wird es etwas ruhiger und beim Abendessen an Bord passt der Wind wieder und wir haben eine Freude mit der neuen Tischlampe.

2026-09-03 Paros Aliki die neue Tischlampe
Paros Aliki die neue Tischlampe

04.09.2026 Freitag
Páros / O. Alikí
Der Wind ist ärgstens mit bis zu 36 Knoten in den Böen. Gemessen mit dem Hand-Anemometer, weil die Anzeige vom Geber im Masttopp nicht funktioniert. Dort oben wird es wohl 40+ haben. Es ist unglaublich laut und unangenehm. Es reißt sogar den Anker aus dem Sandgrund, der dann ca. 10 m darüber schlittert bis er mit einer Flunke an der Kante eines flachen Felsens hängen bleibt. Im Boot ist die abrupte Bremsung deutlich spürbar. Das bestätigt sich als ich zum Anker schnorchle. Was bei dem Wind und den Schaumkronen wirklich kein Vergnügen ist.
Ich hatte wohl doch zu wenig Kette gegeben. Ich dachte, dass 15 Meter bei 2,7 Meter Tiefe auf alle Fälle ausreichend wäre. Andererseits war der Anker nur mit einer Flunke tief eingegraben und daher leicht schief. Ich hätte besser vom Anfang an trotz des seltsamen Ankergrunds neu ankern sollen. Den Ankertest mit Rückwärtsfahrt und die bisherigen Winde auch mit über 30 Knoten hat der Anker aber schon bestanden.

Aber das sind Kleinigkeiten im Vergleich zu dem was noch kommt. Gerade als ich die obigen Zeilen am Laptop eintippe schreit Beate aus dem Cockpit „Schlauchboot!! Ich rase hinaus und sehe das Schlauchboot verkehrt herum schwimmen. Verdammt, eine Windbö hat das Boot umgedreht. Die Wellen können das nicht gewesen sein, weil so hoch sind sie 150 m vom Ufer nicht, vielleicht 20-25 cm. Ich hatte noch vorher kontrolliert, dass das Boot knapp hinter dem Stbd-Rumpf brav etwas hin- und her geschwankt ist.
Mit äußerster Kraft kann ich das Boot verkehrt herum halb aufs Bootsheck und halb auf die Heckplattform heraufziehen so dass der Motor nicht mehr im Wasser ist während Beate nach den davon treibenden Paddeln schwimmt. Sie erwischt aber nur eines. Als sie wieder an Bord ist, gelingt es uns mit gemeinsamen Kräften, das Schlauchboot umzudrehen und auf die Heckplattform zu hieven und zu sichern. Ich montiere den Außenborder sofort auf die Halterung am Heckkorb und überlege, was zu tun ist. Dabei konsultiere ich das Handbuch und ChatGPT. Also ja nicht sofort starten versuchen, falls Wasser im Zylinder ist, sondern Motorhaube abnehmen, mit reichlich Süßwasser spülen, Zündkerze heraus schrauben, an der Zündschnur langsam ziehen, damit evtl. vorhandenes Wasser vom Zylinder heraus gedrückt wird. Da kommt kein Wasser heraus. Dann sollte der Vergaser geleert werden, falls sich Wasser darin befindet. Das geht aber nicht, weil der Schwimmerkammerdeckel vom Werk um 180° gedreht also verkehrt montiert worden ist. Damit ist die Ablass-Schraube nicht nach außen, sondern nach innen und absolut unzugänglich. Den Vergaser komplett demontieren traue ich mich nicht und vor allem habe ich dafür keine Reservedichtung.
ChatGPT meint, der Motor könnte trotzdem starten. Tut er aber nicht.

Dass wir heute nicht an Land fahren können, ist blöd. Aber noch blöder ist, dass Beate morgen an Land geführt werden muss, damit sie im Hotel Narges einchecken und dann am einwöchigen Malkurs teilnehmen kann. Ich habe zwar zwei Paddeln vom alten Schlauchboot herausgekramt, aber Rudern ist bei dem Wind keine Option. Auch mit Motor wäre es grenzwertig. Am blödesten ist, dass der Außenborder demnächst wieder funktionieren MUSS, aber ich weiß nicht wie.

Neben uns ankert schon immer ein Tagestour-Segelboot von Paros Sail zu dem die Betreiber mindestens ein Mal täglich mit einem soliden Schlauchboot fahren und Tagestour-Gäste transportieren. Ich rufe dort an und schildere unser Dilemma. Ja kein Problem, sagt der Inhaber. Er wird morgen um die Mittagszeit Beate samt Gepäck an Land bringen und wegen des Motors wird sich schon eine Lösung finden. Möge es so kommen!

05.09.2026 Samstag
Páros / O. Alikí
Die ganze Nacht und während der Morgenstunden weht der Wind weiterhin kräftig. Das Solarmodul an der Reling hupft so stark auf und ab, dass ich es herunter klappe und mit einer Schnur in vertikaler Position fixiere. Um diese Zeit wird es eh nicht von der Sonne beschienen. Als wir um 10 Uhr frühstücken ist der Wind plötzlich fast weg. Für wie lange?

Am Telefon bekomme ich Tipps von Herbert, der schon Mal einen untergetauchten Außenborder in Gang gebracht hat. Ich probiere sie aus.

12:52h: Der Wind ist immer noch gnädig, der Motor immer noch tot. Der Mann, der auf dem Nachbarboot gearbeitet hat, holt Beate samt Koffer und Rucksack ab und bringt sie zum Kleinboothafen, in dem nur die Boote der Einheimischen Platz haben. Dort holt sie die Chefin von Paros Sail mit dem Auto ab und bringt sie zum Hotel – sehr nett!

13:25h: Motor springt an, hurra! Auf dem Heckkorb ohne Kühlwasser muss ich ihn natürlich nach ein paar Sekunden wieder abstellen.

Nach meinem üblichen Joghurt mit Schokomüsli, Banane und Honig schlafe ich zwei Stunden lang. Dann bereite ich das Schlauchboot für die hoffentlich gelingende Fahrt an Land vor indem ich das Sitzbrett montiere. Sollte ich rudern müssen, ist es unabdingbar. Weil der Wind immer noch gnädig ist, verlege ich den Anker ca. 25 m weiter nach vorne. So richtig wohl habe ich mich mit dem an der Felskante flach liegenden Anker nicht gefühlt, obwohl er bombenfest gehalten hat. Was sich beim Ankeraufholen deutlich zeigt. Die Winde schafft es gerade noch, den Anker auszubrechen. Beim ersten neuen Ankerversuch dasselbe. Ja sakra, was ist das für ein Ankergrund? Aber beim zweiten Versuch landet der Anker im Sand und gräbt sich gut aber wieder leicht schief ein. Diesmal gebe ich 25 m Kette auf 3 m Tiefe.

Der Außenborder startet brav. Ist aber noch ziemlich durcheinander. Er raucht ganz arg und will immer wieder absterben. Ich spiele mit Choke und Gashebel gute 10 Minuten lang und muss ihn immer wieder neu starten bevor er einigermaßen normal wirkt und ich mich traue los zu fahren. Die Fahrt an Land ist dann problemlos.

Ich gehe ins Nikoleta auf ein Pork Chop, treffe Beate kurz, die mit der Malkursdamenrunde in einem anderen Lokal sitzt, und übergebe ihr ein paar Sachen, die sie vergessen hatte mitzunehmen. Auf der Rückfahrt zum Boot funktioniert der Außenborder wieder so wie immer.

21:22h: Oben Geschriebenes erledigt, noch immer wenig Wind, herrlicher Abend.

22:00h: Warum können die Griechen keine Hochzeit ohne extrem laute Scheißmusik feiern? Über diese Ausgeburt an Einfallslosigkeit habe ich mich hier schon oft ausgelassen. Als ich in Nikoleta saß, habe ich gesehen, dass im Nachbarlokal eine Hochzeitsfeier vorbereitet wurde und ahnte schon, was kommen würde. Zum Glück ankere ich 480 Meter davon entfernt. Zumindest die Lautstärke ist dadurch erträglich.

2026-09-05 Paros Aliki Solarmodul vertikal fixiert
Paros Aliki Solarmodul vertikal fixiert
2026-09-05 Paros Aliki Beate wird an Land gebracht
Paros Aliki Beate wird an Land gebracht
2026-09-05 Paros Aliki kleiner Hafen ohne Platz für fremde Schlauchboote. Davor ankern wir.
Paros Aliki kleiner Hafen ohne Platz für fremde Schlauchboote. Davor ankern wir.
2026-09-05 Paros Aliki Pork Chops in Nikoleta
Paros Aliki Pork Chops in Nikoleta

06.09.2026 Sonntag
Páros / O. Alikí
Als ich am Abend mit dem Schlauchboot am üblichen Platz anlande, um mich mit Beate zu treffen, werde ich von einem Paar auf Deutsch begrüßt. Ich bin zunächst sehr erstaunt, weil ich mich nicht erinnern kann, dass wir Peter und Gudrun vor fünf Jahren in Lakki zum Abendessen getroffen haben. Sie sind mit ihrem neuen Segelboot EOS unterwegs und ankern hinter der Blodughadda. Da unser Boot immer noch das selbe ist, haben sie mich identifiziert und abgepasst. In Restaurant Aliki wird es ein langer und vergnüglicher Abend mit gutem Essen.

07.09.2026 Montag
Páros / O. Alikí
Keine besonderen Vorkommnisse. Am Abend essen Beate und ich wieder sehr gut in Nikoleta. Mit einem Dakos und einer Portion Bifteki werden wir beide komplett satt. Die mitunter hoch wirkenden Preise für die Speisen muss man eigentlich halbieren, weil die Portionen so groß sind, dass sie für zwei ausreichen.
Der Außenborder funktioniert tadellos.

08.09.2026 Dienstag
Páros / O. Alikí
Wie am Freitag ist heftiger Wind. Das Anemometer im Masttopp zeigt wieder die Messwerte am Display beim Steuerstand. Höchstwert 38,9 Knoten = 72 Km/h = 8 Beaufort = „stürmischer Wind“ in der Seemannsprache, knapp an 9, was dann wirklich „Sturm“ wäre. Aber jede Landratte würde das hier schon als Sturm bezeichnen. Es ist auch am Anker schwer zu ertragen.
Das Schlauchboot ziehe ich am Stbd-Heck teilweise herauf, damit es nicht wieder umgeworfen wird.

Das geplante gemeinsame Essen mit den 11 Damen des Malkurses von Beate sage ich ab. Bei diesem Wind will ich das Boot nicht unbeaufsichtigt lassen. Spiralnudeln carbonara aus dem Knorr-Packerl müssen den Hunger stillen. Sonst eh nix.

2026-09-08 Paros Aliki Schlauchboot in sturmsicherer Position
Paros Aliki Schlauchboot in sturmsicherer Position

09.09.2026 Mittwoch
Páros / O. Alikí
Der Wind lässt nach. Als ich mich am Abend mit Beate zum Essen in Vassilis treffe, ist er schon ganz schwach.
Den ganzen Tag arbeite ich an der LAUFEN Preisliste 2027.

2026-09-09 Paros Aliki Griechische Schreibweise für Garage
Paros Aliki Griechische Schreibweise für Garage

10.09.2026 Donnerstag
Páros / O. Alikí
Die Nacht auf heute war weder für mich noch für Beate erfreulich. Mich haben die Mücken geplagt, Beate ihr Darm, der die gestrigen Hühnerspieße offenbar nicht gut vertragen hat. Sie fährt deswegen nicht nach Marpissa zum Malen mit. Als es ihr besser geht, hole ich sie um 14h ab.
Gemeinsam fahren wir am Abend zum Strand. Ich kaufe in der Souvlaki-/Gyrosbude Το Σουβλατζιδικο eine Portion Gyros zum Mitnehmen. Auf dem Weg zum Hotel werfe ich den einen vom Schlauchbootumkippen übrig gebliebenen Riemen in die Mülltonne.
Auf der ebenerdigen kleinen Terrasse von Beates Hotelzimmer esse ich das Gyros – nicht schlecht und mehr als ausreichend. Beate isst immer noch nur Trockenes.
Kurz nach Sonnenuntergang fahre ich wieder zum Boot zurück.

11.09.2026 Freitag
Páros / O. Alikí
Mücken sind eigentlich Minivampire. Sie saugen Blut und meiden das Tageslicht. Die Nacht kann ich gut schlafen nachdem ich vorher die Kajüte mit reichlich Mückenspray behandelt habe und dann bei weiterhin geschlossener Tür und geschlossenen Luken schlafe. Das geht schon gut. Notwendig war das in diesem Sommer nur an ganz wenigen Tagen. Auch die Fliegen, die tagsüber extrem lästig werden können, waren nur vereinzelt vorhanden. Nicht vergleichbar mit Invasionen in früheren Jahren, siehe hier also maximal und selten FLAPS 4.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

8 Gedanken zu “2026-07-18 Leros-Paros”