Blodughadda-Blogbuch
Die Reisen der Blodughadda
Die Reisen der Blodughadda

2013-09-11 Segel Bootcamp

Seite drucken Aktualisierung 21.08.2018 18:00:46 Anzahl Tage: 13
11.09.2013 Kos Nord / Marina
12.09.2013 Kos Nord / Marina
13.09.2013 Kos Nord / Marina – Kálymnos / O. Paliónisos
14.09.2013 Kálymnos / O. Paliónisos
15.09.2013 Kálymnos / O. Paliónisos
16.09.2013 Kálymnos / O. Paliónisos – Lipsi / Hafen
17.09.2013 Lipsi / Hafen – Arkí / Tiganáki
18.09.2013 Arkí / Tiganáki
19.09.2013 Arkí / Tiganáki – Patmos / O. Meloï
20.09.2013 Patmos / O. Meloï
21.09.2013 Patmos / O. Meloï – Lipsi / O. Katsadiá
22.09.2013 Lipsi / O. Katsadiá – Léros / N. Archángelos Ankerbucht – Léros / O. Parthéni Agmar Marine
23.09.2013 Léros / O. Parthéni Agmar Marine

Crew:
Tötterström Patrick
Pusarnig Georg
Traxler Alexandra
Traxler Claudia
Szwedek Daniel

Gesamt Törn:
Zeit unterwegs: 13:05 Strecke: 66,5 Seemeilen Ø Fahrt: 5,1 Knoten


11.09.2013 Mittwoch
Kos Nord / Marina


12.09.2013 Donnerstag
Kos Nord / Marina
Gastkommentar: Alexandra (Steuerfrau in Ausbildung) und Claudia (Matrosin mit Aussicht auf Beförderung)

Nach gestriger später Ankunft am Flughafen Kos gehen wir im Marina-Café gemütlich frühstücken, um dann das „Segeln für Anfänger“ – Bootcamp unter Patricks gestrenger Leitung zu starten. Nach einer Stunde schwirrt uns bereits der Kopf von zahlreichen Knoten und Klampenschlägen und auch unserem geduldigen Captain sieht man die Strapazen der Einschulung deutlich an…
Wir beschließen, in eine Nachbarbucht, die aufgrund von heißen Thermalgewässern ein wenig nach faulen Eiern stinkt, baden zu gehen. Jedoch wird uns das Badevergnügen zwischen den großteils niederländischen Badegästen älteren Semesters, die um uns herum im Wasser treiben, relativ schnell zu viel und wir beschließen aufzubrechen, um uns ungehemmt im Lidl-Supermarkt auszutoben.
Nachdem für Claudia ein extra Nutella-Vorrat angelegt und Georgs ausgeprägte Vorliebe für Salat im Einkauf berücksichtigt wurden – Danke Mama für den Boardkassen-Zuschuss ;-) – schleppen wir die Einkäufe mühsam an Bord.
Den heißen Nachmittag verbringen wir schlafend, um anschließend unserem Kapitän bei einer weiteren Einschulung aufmerksam folgen zu können.

Anschließend beginnt das Abendvergnügen, in der Taverna Lithino, wo wir freudig begrüßt werden und uns hungrig durch diverse Vor- und Hauptspeisen kosten.
Zum Dank für den großzügigen Konsum, wird jedem von uns noch ein Ouzo eingeschenkt.
Dann geht’s weiter mit einem Verdauungsspaziergang Richtung Touristenzentrum, wo wir wegen eines Großeinkaufs von 8 Sonnenbrillen (!!) und zwei Hüten für unseren Captain und den Ankerboy Georg durch geschicktes Handeln mit der erfreuten Verkaufsdame noch eine Gratis – Flasche Vodka dazu ersteigern.
In dem erhebenden (?) Gefühl, sich einmal wie richtige Touristen benommen zu haben, ziehen wir weiter in das Global – Café, wo wir auf unser erfolgreiches Geschäft mit Cocktails anstoßen.

Ziemlich erschöpft von den Aktivitäten des Tages spazieren wir zurück Richtung Boot.
Dann geht’s ab in die gemütlichen Kajüten, damit wir für’s morgige Ablegen ausgeschlafen sind.

Erstes Fazit: Ein super Start in den zweiwöchigen Törn!


13.09.2013 Freitag
11:27 Kos / Marina Karte Abfahrt
14:27 Kálymnos / O. Paliónisos Karte Ankunft an Boje
Zeit unterwegs: 03:00 Strecke: 16,4 Seemeilen Ø Fahrt: 5,5 Knoten


Während Claudia in der Früh laufen geht und Patrick das übliche Prozedere bei der Hafenpolizei erledigt*, besorgen Georg, Daniel und ich guten Cappuccino und Gebäck zum Frühstück.
Gegen 11 legen wir schließlich** ab und fahren bei perfektem Wetter Richtung Palionissos auf Kalymnos.
Wir hängen uns an eine Boje*** und verbringen den Nachmittag schnorchelnd und schlafend.
Am Abend machen wir uns auf zu Nikolas Taverna, der sich ziemlich freut uns wiederzusehen, genauso wie seine Frau, die gleich einen Schwall griechischer Worte auf uns niederlässt und feststellt, dass Patrick und ich noch mehr gewachsen sind!?
Claudia und ich werden zu Nikolas Küchen-Sous-Chefs ernannt und um den Kochprozess zu beschleunigen helfen wir beim Zwiebelputzen und Zubereiten der Sauce Nikolas-Alexandra.
Es gibt extra für uns frischgemachten Oktopus „Hydra Philosophy“ mit ganz viel Zwiebeln und etwas Tomaten und Paprika weichgekocht. Obwohl seine Frau behauptet, dass ihr dieser heute nicht sehr gut schmeckt, sind wir ziemlich begeistert davon. Dazu gibt’s in Knoblauch gebackene Shrimps, Zucchini und Kalymnischen Salat.

Zwischenzeitlich essen wir nur bei Mondschein und Kerzenlicht, da der Generator anscheinend seit ein paar Tagen Probleme macht.
Für Nikolas kein Problem, er kann auch im Dunkeln kochen.
Er erzählt, dass er mittlerweile in Pension ist, aber im Winter nicht wie beabsichtigt seinen Sohn in der Schweiz besucht hat, da er ziemlich krank war im Dezember und große Probleme mit der Wirbelsäule hatte.
Wie immer beschwert er sich über die zwei Tavernenbesitzer in der Bucht, die immer dreister werden mit ihren Bojen und nicht wollen, dass sich seine Gäste auch daran fest machen, obwohl sonst kaum mehr Platz ist und diese laut Hafenpolizei für alle Boote erlaubt sein müssen.
Nach ungefähr 4 Stunden und dem üblichen (nur bisschen) Raki aus der Plastikflasche, schaffen wir es aufzubrechen und werden von Nikolas und seiner Frau mit vielen Grüßen und Wünschen auf Griechisch, die er alle übersetzen muss, abgeküsst und herzlich verabschiedet.

Patrick gibt seinen Senf dazu:
*Die Hafenpolizei hat heuer wieder niemanden in der Marina abgestellt, so muss ich den Weg zum Haupthafen von Kos in Kauf nehmen und kurz im Vorraum warten, bis der Herr vor mit fertig ist und ich zur Hafenpolizistin vorgelassen werde. Es gibt 2 Neuerungen: 1. die Dokumente werden eingescannt und nicht kopiert. 2. die 0,88€ müssen nicht mehr bezahlt werden, diese werden laut Auskunft von der Hafenpolizistin über die Marinagebühren abgerechnet.

**Das Ablegen wird zum einfachsten Manöver überhaupt, da links und rechts von uns keine Boote liegen. Stavros hat mir gestern Abend erklärt, dass wir am Pier der Charterboote liegen und diese alle demnächst herein kommen.

***Heuer befinden sich mittlerweile 10 große Bojen in der Bucht, wobei jeweils 5 von den Tavernen in der Bucht sind. Alle sind mit „Welcome free“ gekennzeichnet und nur durch ihre Farben kann unterschieden werden welche zu welcher Taverna gehört. Nicolas hat uns erzählt, dass in Emporio nach einem Streit um die Bojen die Hafenpolizei entschieden hat, dass keine Tavernennamen auf den Bojen stehen dürfen, da der Platz am Meer und somit auch die Bojen für alle da sein müssen. Aus dem Grund müssen wir also auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn wir uns eine Boje nehmen und trotzdem zu Nicolas Essen gehen.


14.09.2013 Samstag
Kálymnos / O. Paliónisos
Nach dem gestrigen Schlemmermenü bei Nikolas und aufgrund des vorhergesagten Windes, beschließen wir noch bis Montag in Palionissos zu bleiben.
Gleich nach dem Aufstehen hüpfen wir ins angenehm kühle Meer, um anschließend an Bord ein ausgiebiges Frühstück mit Obstsalat und Müsli zu genießen. Kurz danach besucht uns Nikolas, der sich unser Dinghy ausleiht und damit eine alte Freundin aus der Türkei besucht, deren Yacht weiter draussen in der Bucht vor Anker liegt.
Den Nachmittag verbringen wir gemütlich an Bord und lauschen zwischenzeitlich Patricks Gitarrenklängen.
Mit dem Sonnenuntergang erwachen schließlich unsere Lebensgeister und wir begeben uns für einen Erkundungsrundgang an Land, begleitet von einer „inselverzwergten“ Hundedame, die uns nicht mehr von der Seite weicht, bis sie ihre Streicheleinheiten bekommen hat.
Am Abend führt natürlich kein Weg an Nikolas Taverna vorbei, der auf unseren Besuch vorbereitet ist und in rekordverdächtigen 20min unseren Tisch mit typisch griechischen Leckereien füllt.
Das Highlight diesmal sind aber die als Nachspeise servierten Lokoumades (gebackene „Teigkugal“ mit Honig) seiner Schwester. Nach einer kurzen Einschulung werden Alex und Claudia wieder zu Sous Chefs ernannt, um anschließend für uns und einen Tisch italienischer Gäste eine weitere Portion dieser Köstlichkeit zuzubereiten. Danach ist der Zeitpunkt gekommen, an dem Nikolaus seine Laute auspackt und sein übliches Repertoire an griechischen Liedern zum Besten gibt, die der Melodie nach alle sehr traurig enden dürften. Nach dem obligatorischen Raki verabschieden wir uns und lassen den Abend gemütlich an Bord ausklingen.

Fazit: Urlaub war noch nie schöner!!!


15.09.2013 Sonntag
Kálymnos / O. Paliónisos
Wir schlafen gemütlich aus und Georg bereitet ein angemessenes Sonntagsfrühstück mit Eierspeise und gebratenem Schinken zu. Dann gehts ab zum Schnorcheln und Schätzetauchen an die Felswand.
Zu Mittag bekommen wir von Nikolas alle ein gekühltes Frappé und Claudia und Alex müssen nochmal Lokoumades für uns und die niederländischen Gäste zubereiten. Diesmal werden wir sogar vom Chef persönlich gelobt, dass sie sehr gut schmecken.
Den Nachmittag verbringen wir auf dem Boot. Später erkunden Daniel und Claudia, wohin die einzige Straße der Bucht hinführt und kommen am Rückweg natürlich nicht unbemerkt an Nikolas Taverne vorbei, ohne dass Sie von seinem Moussaka gekostet haben.

Danach kochen wir gutes Kartoffelpüree mit Knoblauch, Salat und griechischen Würsten.
Schließlich bringen wir wie versprochen Nikolas auch eine Portion davon vorbei und weil wir in den letzten Tagen offensichtlich nicht ausreichend gegessen haben bereitet er noch leckeres griechisches Joghurt mit Honig und frischen Früchten für uns zu. Er erzählt uns dabei, dass in letzter Zeit in Pothia und Umgebung eine drogensüchtige Jugendgruppe aus Kalymnos ihre Kreise zieht, die unter anderem auch in sein Haus eingebrochen ist und Ausweispapiere, die Laptops seiner Söhne und Schmuck im Wert von mehreren tausend Euros gestohlen hat… Hoffentlich nur eine Ausnahme und keine ersten Auswirkungen der Griechenland-Krise, da in Griechenland üblicherweise Diebstahl so gut wie gar nicht vorkommt.

Fazit: Wir sind froh, morgen endlich weiterziehen zu können. Wenn wir noch ein paar Tage länger hier bleiben, würden wir durch Nikolas Küche vermutlich zehn Kilo mehr auf die Waage bringen.


16.09.2013 Montag
10:03 Kálymnos / O. Paliónisos Karte ablegen
13:30 Lipsi / Hafen Karte
Zeit unterwegs: 03:27 Strecke: 18,7 Seemeilen Ø Fahrt: 5,4 Knoten


Montag morgen stehen wir zeitig (also um halb 9) auf und während dem Frühstück gehen wir die drei Varianten an Anlegemanövern der möglichen Zielhafen durch, je nach Windlage entweder Xirokampos, Pandéli oder Lipsi.
Claudia darf den Motor starten (Anmerkung derselbigen) und ich (Alex) soll die Blodughadda aus der Bucht zwischen den ganzen Booten hinausmanövrieren während uns Georg und Patrick von der Boje loslassen. Auf mein unsicheres Nachfragen hör ich stets Patricks beruhigende Worte von irgendwo hinter mir „Ah, des geht si scho aus!“
Wir haben zwar stärkeren Wellengang als am Freitag, dennoch wird es eine angenehme Überfahrt und Claudia und Daniel machen es sich mit den Campingsesseln vorne an Deck gemütlich, mit dem Auftrag nach Delfinen Ausschau zu halten.

Schließlich erreichen wir um die Mittagszeit herum den Hafen von Lipsi und bekommen sogar unsere Wunschanlegestelle längsseits am Schwimmsteg. Das Manöver ist schon wieder ein Kinderspiel, da kaum Wind geht und uns zwei Männer von den Nachbarbooten sofort mit den Seilen zur Hand geben.
Kaum dass wir die Motoren abgedreht haben, stürzt jeder sofort zu seinen Smartphones und Ipads, um den WLAN Entzug der letzten Tage zu kompensieren und die jenseits des Mittelmeers heiß ersehnten Törnberichte hochzuladen.
Danach machen sich Claudia und ich auf die Suche nach den gut beschilderten jedoch verschlossenen Duschen. Schließlich sperrt uns ein kleiner griechischer Bub mit geschäftstüchtiger Miene auf und wartet auf den Stiegen daneben auf seine „3 Euros per people“. Diesen Luxus an Süßwasser leisten wir uns gerne nach den ersten Tagen extensiven Schnorchelns, um die mittlerweile entstandene Kruste aus Salz und Sonnencreme abzuschaben.
Schließlich entschließen sich auch Daniel und Patrick für eine Dusche, da wir allerdings zusammen zahlen, kommt der kleine Grieche mit seiner Buchhaltung ziemlich durcheinander und muss erst seinen Papa holen, um die Einnahmen überprüfen zu lassen. Dieser entlässt uns dann mit dem Auftrag für seine „nice showers“ Werbung zu machen.(hiermit erledigt)
Ebenfalls Werbung macht Manolis, der in seiner beeindruckenden roten Kochmontur die Boote abklappert um Speisekarten für sein tolles Restaurant zu verteilen und auch uns für den Abend einlädt.
Da wir soundso die Absicht hatten, dort hinzugehen, reservieren wir gleich einen Tisch.
Während Patrick und Georg an Bord bleiben, gehen Claudia, Daniel und ich nach den letzten Tagen des konstanten Essens und Nichtbewegens erleichtert spazieren, um die Insel zu erkunden.
Danach gehen Patrick und ich auf einen wirklich guten Cappuccino in die tolle Bäckerei von Lipsi, an der man kaum vorbeikommt, ohne irgend eines der zahlreichen süßen Gebäckstücke gekauft zu haben.
Der Rest der Crew erwartet uns schon hungrig (in Anbetracht der letzten Tage sehr verwunderlich!) und wir machen uns auf zu Manoli’s Restaurant. Wie versprochen gibt es dort einen fertig gedeckten Tisch extra für uns und Manoli’s zeigt uns seine „Special Dishes“ für heute direkt in der Küche.
Wir entscheiden uns, ungeachtet der Vorsätze in den nächsten Tagen weniger zu essen, für eine Variation aus gefüllten Philoteigtaschen und Aufstrichen, sowie wirklich gutem Saganaki Tiri und einem „Perfect Salad“ mit gebratener Birne, Ziegenkäse und Croutons, der zwar gut ist, aber auch nicht unbedingt „perfect“.
Dann gehts erst los mit den eigentlichen Hauptspeisen mit gebratenen Calamari, Huhn in Senfsoße und Lamm in Tomatensoße. Alles sehr viel und sehr gut. Die übliche „Abschiedsmelone“ des Kellners schaffen wir nur mehr mit äußerster Willenskraft.

Zurück an Bord erleben wir ein sehr sehr seltenes Phänomen: Es fängt zu regnen bzw. für griechische Verhältnisse zu schütten an. Das ganze dauert fast 20 Minuten. Danach nimmt der Wind mit 20 Knoten ziemlich zu.
Wir spielen noch eine lange Runde Karten und gehen dann schlafen, wobei es eine ziemlich unruhige Nacht wird, da das Boot samt Steg sehr viel schaukelt.


Lipsi mit Wolken vor dem großen Regen

Patrick’s Senf:

Papa hat vor kuzem in den Törnberichten berichtet, dass anlegen am Molenkopf nur noch für Boote mit Motorschaden erlaubt sei. Eine Ausnahme dürfte auch für größere Motoryachten gelten (und oder dem nötigen Trinkgeld für den örtlichen Hafenwichtigtuer).


17.09.2013 Dienstag
14:30 Lipsi / Hafen Karte Ablegen
15:55 Arkí / Tiganáki Karte
Zeit unterwegs: 01:25 Strecke: 6,5 Seemeilen Ø Fahrt: 4,6 Knoten


Heute morgen ist nichts mehr von dem gestrigen Regen zu sehen, abgesehen von einigen Pfützen auf der Straße.
Wir holen gutes Frühstück von der Bäckerei und brechen schließlich jeder für sich zu einem Landspaziergang auf.
Gegen Mittag legen wir ab, mit der Swimmingpool-Bucht Tiganáki als Ziel.
Das Anlegen gestaltet sich schwieriger als gedacht.* Nach einer Ewigkeit sind wir schließlich mit Anker und auf „italienische Art“, mit einer die halbe Bucht einnehmenden Landleine, sicher festgemacht.(wer die Törnberichte schon länger verfolgt, weiß warum es die italienische Art ist)
Danach geht’s in dem unglaublich klaren und kaum zwei Meter tiefen Wasser zum wohlverdienten Schnorcheln und Muschelsuchen.
Am Abend gibt’s köstlich pikant und süß gefüllte Palatschinken von Georg und ein DKT-Spiel-Battle mit unglaublicher Freunderl-Wirtschaft, aus dem Claudia als Siegerin hervorgeht, bis die restliche Crew entweder vor Erschöpfung einschläft bzw. anfängt die Geldvorräte der Siegerin in unbeobachteten Momenten zu vermindern.

Patrick’s Senf:

*Wir legen uns auf den üblichen Ankerplatz, da der (kaum vorhandene) Wind aber östlicher als sonst kommt dreht es uns sehr stark in die entgegengesetzte Richtung, wobei die dort immer herrschende Strömung ihren Teil dazu beiträgt. Georg beschnorchelt den Anker und kommt zu dem Schluss, dass er gut hält. Ich schaue währenddessen mir die Windvorhersagen für die nächsten 2 Tage an und sehe, dass der Wind auch aus Süden kommen soll. Ich beschließe eine Landleine zu legen und nachdem Georg noch im Wasser ist, bekommt er gleich die Leine in die Hand gedrückt mit der Aufgabe sie um einen passenden Stein zu binden. Die Strömung erschwert die Aktion, aber nach einiger Zeit liegen wir so, dass er zwar nicht besonders ästhetisch ist, aber man behaupten kann, dass es sicher ist.


18.09.2013 Mittwoch
Arkí / Tiganáki
Da unsere Vorratslager wieder mit dem nötigen Proviant gefüllt sind, erwarten uns am Frühstückstisch Eierspeise und Obstsalat! Den restlichen Vormittag gilt es, die angrenzende Ziegeninsel zu erforschen und sich im Meer abzukühlen.

Nach einer kurzen Erholung dieses doch schon sehr anstrengenden Tages gibt es eine weitere Bootcamp Einheit: Dinghy Fahren!
Wir erweisen uns alle als Naturtalente und umkreisen mit großer Begeisterung die kleine Ziegeninsel. Als Belohnung gibt`s dafür eine Runde „Power -Schnorcheln“ mit Motorunterstützung.

Schließlich werden wir in unserer nachmittäglichen Ruhe von einem eintreffenden Katamaran gestört, der anscheinend auch über die Vorzüge dieser Bucht Bescheid weiß und sich vermutlich gerne neben uns einparken würde. Die italienische Crew sieht jedoch rasch ein, dass durch unsere relativ weit gespannte Landleine kein Platz mehr ist. Es bleibt ihnen somit nichts anderes übrig, als ein Stück außerhalb vor Anker zu gehen, natürlich ebenfalls mit obligatorischer Landleine.
Mit dem Gefühl unsere Bucht erfolgreich verteidigt zu haben, brechen Alex und ich (Claudia) auf, einen weiteren „Berg“ (diesmal auf der Hauptinsel Arkí) zu erkunden. Wir schwimmen mit der Kamera im Drybag zum Strand und wandern den Trampelpfad zum Hügel hinauf, um einen Blick auf die andere Seite zu werfen. Dabei werden wir das Gefühl nicht los, unter ständiger Beobachtung zu stehen. Unbeeindruckt davon setzen wir jedoch unseren Weg Richtung Gipfel fort und finden uns schließlich eingekreist in einer Herde starrender und kauender Ziegen wieder. Wir schießen eilig noch ein paar Fotos und treten dann wieder den Rückzug an.
Zurück an Bord, berichten wir der staunenden Crew von unserem mutigen Erlebnis!
Zum Abendessen gibt es dann ein leckeres Gröst’l von Alex und nach einer Runde „Schätzen“ geht`s – übrigens wieder bei absoluter Windstille – zum Nachtschnorcheln bei Vollmond.

Patrick’s Senf:

Es war gut, dass wir die Landleine gelegt haben, da der Wind wie ich aufstehe aus der anderen Richtung kommt. auch die Strömung scheint sich umgedreht zu haben. Hätten wir jetzt keine leine würden wir schon Kontakt mit Felsen haben. In den Spitzen erreicht der Wind allerdings höchstens 10 Knoten und flaut gegen Abend dann wieder komplett ab.


19.09.2013 Donnerstag
13:25 Arkí / Tiganáki Karte Abfahrt
15:04 Patmos / O. Meloï Karte
Zeit unterwegs: 01:39 Strecke: 8,5 Seemeilen Ø Fahrt: 5,2 Knoten


Den Donnerstag Vormittag verbringen wir großteils schnorchelnd.
Später brechen wir auf zur Bucht Meloi auf der Insel Patmos – Georg’s Fazit: auch sehr schön, auch sehr toll!


Flaute bei der Überfahrt

Diesmal setzen wir, aufgrund der Windvorhersage, wieder zusätzlich eine Landleine um einen Baum.
Dann gehen wir gleich Essen bei der Taverne, die direkt am Steg liegt und leihen uns bei Stefanos drei Mopeds und fünf Helme, die an Museumsstücke und Skihelme erinnern, aus. Claudia und Daniel bekommen eine kurze Einschulung und dann düsen wir auch schon los Richtung Hafen, um ein paar Gemüse-Einkäufe zu tätigen und den mit Sonnenuntergang steigenden „Kosmós“ der Griechen und Touristen am Hafen mit einem Eis zu verfolgen.

Überfordert von dem plötzlichen „Großstadtflair“ von Patmos nach der einsamen Bucht auf Arkí, gehen wir diesmal relativ zeitig schlafen.

Patrick’s Senf:

Wie wir zu Stefanos schauen um Mopes zu mieten haben wir auch die Absicht Burger zu essen, müssen aber feststellen, dass die Taverne geschlossen hat. Stefanos klärt uns später auf, dass der Tavernenbesitzer (Stefanos Bruder) vor einer Woche zu gemacht hat, da die Saison am Campingplatz zu Ende ist. Mopeds bekommen wir trotzdem für 10€ das Stück und mit der Rückgabezeit brauchen wir es auch nicht zu genau nehmen.


20.09.2013 Freitag
Patmos / O. Meloï
Gefrühstückt wird diesmal in einer Taverne am Hafen, die zwar sehr touristisch wirkt, dafür aber wirklich gutes English Breakfast mit allem drum und dran anbietet.
Gestärkt fahren wir weiter zur Johannesgrotte und zum Kloster, das Claudia, Daniel und Alex besichtigen, während Georg und Patrick bei einem zweiten Kaffee auf uns warten.
Wir kaufen in den ausgesprochen netten und qualitativ hochwertigeren Geschäften als auf Kos ein paar schöne Souvenirs und erkunden den Stadtteil und die verschlungenen Gässchen der Chora schließlich zu Fuß.

Anschließend zeigt uns Patrick mit den Mopeds einen Felsen mit toller Aussicht( Prophet Ilias). Auf jeden Fall auch sehr schön hier und ein Fast-Gruppenfoto wert (einer muss schließlich auch das Foto schießen!).

Dann geht’s noch zu einer anderen Bucht und einem Felsen im Meer, auf den wir ebenfalls raufklettern.(Grikos)

Zu Mittag gibt’s einen Salat an Bord und eine Schnorcheltour in der Bucht, wobei Claudia eine Qualle in der Nähe des Bootes entdeckt, Alex zwischen dem ganzen Seegras endlich mal eine Muschel findet und auftaucht und ansonsten nicht wirklich was Erwähnenswertes passiert.

Schließlich brechen Patrick und Alex zu einer weiteren Mopedtour auf, zu einem Strand, von dem man keine Kieselsteine mitnehmen darf und zum Blue Fin – Taucherausrüstungs-Geschäft, das leider geschlossen hat.
Claudia geht laufen, um für den anstehenden Nightrun fit zu bleiben und Daniel macht ebenfalls eine weitere Erkundungstour mit dem Moped Richtung Chora.
Zurück, holt Georg uns in typischer Gondoliere-Manier mit dem Dinghy als Fährschiff ab, ohne Motor und sich nur an der Landleine entlanghantelnd vom Strand.

Gegen 7 brechen wir auf zu einer weiteren Souvenir und Ramsch-Shopping Tour ins Zentrum und werden dabei durchaus fündig. Patrick kauft sich im Blue Fin, das nun doch wieder offen hat, kurze Flossen um 23 Euro und ist sehr zufrieden.
Danach gehen wir für österreichische Verhältnisse relativ spät, für griechische Verhältnisse relativ früh, gegen 9 Uhr Essen und finden schließlich eine Touristentaverne in Strandnähe, die ganz in Ordnung ist, allerdings auch nicht so toll, um sie hier namentlich zu erwähnen. Die Taverne am Strand in die wir eigentlich gehen wollten, hat sich mittlerweile zu einem, zumindest den Preisen zufolge, Nobelrestaurant verwandelt.

Zurück an Bord versuchen wir mit Google Maps zu erkunden, um was für ein Luxushaus/hotel/villa es sich bei dem groß beleuchteten Anwesen mit eigener Kapelle am Hügel in unserer Bucht handelt. Leider finden wir nichts heraus, da es dieses zur Aufnahmezeit der Satellitenbildern noch nicht gab und auch das Internet keine weiteren Infos preisgibt.
Toms nachträglicher Senf dazu: Laut Stefanos ist es das neue Luxusanwesen eines Superreichen, der meistens mit dem Hubschrauber anreist. Im Gegensatz zu den Stammgästen des Campingplatzes, die sich kaum mehr die Kosten für die Fähre leisten können und deswegen heuer größtenteils nicht angereist sind.


21.09.2013 Samstag
11:30 Patmos / O. Meloï Karte Abfahrt
12:19 Segel setzen
12:59 Motoren an
13:22 Segel bergen
13:45 Lipsi / O. Katsadiá Karte Ankunft
Zeit unterwegs: 02:15 Strecke: 9,9 Seemeilen Ø Fahrt: 4,4 Knoten



22.09.2013 Sonntag
10:57 Lipsi / O. Katsadiá Karte Abfahrt an Boje
11:54 Léros / N. Archángelos Ankerbucht Karte Ankern in der Bucht
17:44 Léros / N. Archángelos Ankerbucht Karte Abfahrt
18:06 Léros / O. Parthéni Agmar Marine Karte Ankunft an Boje
Zeit unterwegs: 01:19 Strecke: 6,5 Seemeilen Ø Fahrt: 4,9 Knoten


Archangelos, Bootsputz


23.09.2013 Montag
Léros / O. Parthéni Agmar Marine
Aufstehen um halb 8, weil der Wind soundso so laut pfeift, dass ein Weiterschlafen nicht gerade möglich ist.
Um 8 folgt der Anruf, dass der Mechaniker für den Motorencheck zwar nicht wie geplant an Bord kommen kann, wir uns dafür aber Bereit zum Rausheben machen sollen.
Ein Boot wird gerade rausgehoben und es folgt… wie letztes Jahr… das große Warten, dass der Travellift wieder zurück kommt und uns raushebt, bevor der Wind wieder stärker wird.

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