Blodughadda-Blogbuch
Die Reisen der Blodughadda
Die Reisen der Blodughadda

2011-06-29 Auswintern und schrauben

Seite drucken Aktualisierung 21.08.2018 20:58:03 Anzahl Tage: 1
06.07.2011 Léros / Marina Leros Evros SA – Kos / Marina

Crew:
Tötterström Tom
Tötterström Patrick

Gesamt Törn:
Zeit unterwegs: 5:29 Strecke: 28,6 Seemeilen Ø Fahrt: 5,2 Knoten


06.07.2011 Mittwoch
07:11 Léros / Marina Leros Evros SA Karte
12:40 Kos / Marina Karte
Zeit unterwegs: 05:29 Strecke: 28,6 Seemeilen Ø Fahrt: 5,2 Knoten


Mittwoch 29.6.: Flug, Kos Marina, Kos Stadt:
Statt um 5:35 hebt die Flyniki-Maschine um 10h ab – wegen des Fluglotsenstreiks in Griechenland. Wir versäumen daher die Anschlussfähre nach Leros und nehmen ein Taxi zur Kos Marina gemeinsam mit einem Mann, der zu einer Seglercrew dazustößt. In der Marina könnten wir ein Apartment für eine Nacht bekommen aber 89 Euro ist uns zu viel dafür. Wir setzen uns ins Café. Bald radelt auch der Yachtbetreuer Pierre vorbei. Er bietet sofort ein Segelboot an, auf dem wir die Nacht schlafen können. Das nehmen wir dankbar an.

Donnerstag 30.6.: Fähre Kos-Leros, Leihwagen, Bimini, Lazybag, Deck waschen, Einkauf, Abend schwimmen in Xerokampos und Mama Vetas Spinattopf, Castelo in Panteli:
Wir schlafen gut aber frieren entsetzlich. Vor dem Schlafengehen haben wir uns nicht um irgendwelche Decken gekümmert und um 5h ist es einfacher, sich alles anzuziehen. Es ist trotzdem verdammt kalt.
Um 11h kommt die Dodekanissos Pride pünktlich in Kos an. 1,5 Stunden später erwartet uns der Autovermieter Tony am Fähranleger mit einem Mini-Hunday. Aber um 25 Euro pro Tag ist es OK. Er zeigt uns noch stolz die Appartements, die seine Familie am Strand vermieten. Mit 35 Euro pro Tag sind sie wirklich nicht teuer. Aber auch nicht wirklich toll, griechisch eben.
Dann fahren wir entlang der Bucht bis zum Ende der Straße, wo wir in der Taverna VARELADIKO Tou Koron in Diolioskaria Mittag essen. Sehr beschaulich hier. Danach geht die Arbeit am Boot los. Das Paket mit dem Kühlboxaggregat ist auch schon angekommen – Gott sei Dank.
Ein paar Bilder vom Tag:
Angekommen:

Der Dreck muss weg:

Das hier nenne ich Übermotorisierung:

Freitag 1.7.: Unterwasser geschliffen, Rümpfe gewaschen (gecift), BB-Motor entlüften, Batterie kaufen Agmar, Abendessen To Petrino
To Petrino, das beste Restaurant auf Leros:

Samstag 2.7.: Einkäufe Supermarkt, Elektriker, Antifouling-Farbe verbraucht, Auto zurück, Saildrives besprüht, Travellift um 16h, Motorölwechsel, Hendlessen am Abend
Saildrives bekommen Spezialantifouling:

Bitte: Ein vor uns ins Wasser gehievte Motorboot bringt den Motor nicht in Gang. Damit der Kranführer rechtzeitig um 17h nach Hause gehen kann, wird die Blodughadda ÜBER das Motorboot ins Wasser gehoben:

Nach dem Motorölwechsel haben wir Durst. Es gilt die richtige Flasche zu erwischen:

Das Hendlessen in der Taverna gegenüber der Marinaeinfahrt ist insofern bemerkenswert, als dass es NUR Grillhendl als warme Speise gibt. Dazu wird Senf und Pommes serviert

Sonntag 3.7.: Kühlboxaggregat getauscht, Abend To Petrino + Marina Agmar Café
Draußen ist der alte Kompressor:

Montag 4.7.: 230V, Patrick Einkaufen Elektriker, Gemüse + Supermarkt, Abendessen Australier Tuca

Dienstag 5.7.: Schäkel für Beamstag, 12V, Hafenpolizei, Club Sandwich, Hafenpolizei, To Petrino
Wir unterbrechen die Arbeiten, um die bei der Hafenpolizei die notwendigen Stempel zu holen. Nach 30 Minuten Fußmarsch von Leros Marina Evros sagt der Hafenpolizist um 13:08h umringt von 3 anderen, die auch nichts zu tun haben: „You must come again after three a clock“. Ich, verschwitzt, verärgert darüber, dass ich die Arbeiten am Boot umsonst unterbrochen habe, um zu einer von der Marina empfohlenen Zeit bei der Hafenpolizei vorstellig zu werden, erkläre die Situation. Eine Kollegin erbarmt sich scheinbar meiner und fragt, ob ich alle Papiere dabei hätte. Natürlich habe ich sie! Ob ich auch „the blue paper“ von der Marina erhalten hätte? Nein, habe ich nicht, keine Ahnung, was das ist. Na dann – keine Chance, sie haben dieses Papier nämlich auch nicht und müssen es erst besorgen und das sei vor 15h nicht möglich.
Ich frage nach, ob ich vielleicht erst am Abend wieder vorbeikommen könnte, nämlich dann wenn ich sowieso wieder in „die Stadt“ zum Abendessen gehe. – Natürlich! Ich kann jederzeit kommen. Sie haben ja 24 Stunden am Tag offen (halt nicht zwischen 13:08 und 15h, denke ich mir).
Also gehe ich und komme um 21:10 wieder. 3 Damen in der Hafenpolizistrunde. Die in jeder Hinsicht stärkste macht die Amtshandlung, die 2 anderen assistieren wortreich auf griechisch, das ich nicht verstehe. Eine davon winkt mit einem blauen Durchschreibeformular und fragt, ob ich so eines von der Marina erhalten hätte. Nein, habe ich nicht. Diesmal ist es völlig egal. Nach den üblichen Fotokopien, Stempeln und Eintrag im Hafenfolianten sagt die Amtshandelnde plötzlich „you are ready“. Ich: „nothing to pay?“ Sie: „no you can go“. Das mache ich schleunigst und höre bereits bei der zweiten Stufe der Treppe auf, mich zu wundern. Patrick wartet draußen und wir gehen auf ein wieder exzellentes Abendessen ins To Petrino.

Mittwoch 6.7.: Léros / Marina Leros Evros SA – Kos / Marina
Um 7:11h sind wir bereits unterwegs. Nach 5 Stunden ankern wir vor der Marinaeinfahrt. Ein erster Schwimm vom Boot tut gut. Per VHF Kanal 77 melden wir einen Platzwunsch an. Der Marinero Thomas erfüllt ihn am Kopf des A-Steges, wo wir längsseits zum Preis von Heck oder Bug zum Kai liegen dürfen. Naja, 70% Katamaranaufschlag statt 80% Längsseitsaufschlag macht gerade mal eine Ersparnis von 2,16 aus. Aber immerhin!
Die Wäsche kommt in die Putzerei und die Putzerei auf das Deck, sprich: Patrick entgilbt das Deck mit viel Cif und Wasser.

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