Blodughadda-Blogbuch
Die Reisen der Blodughadda
Die Reisen der Blodughadda

2006-10-04 HeHe 2006

Seite drucken Aktualisierung 20.08.2018 11:24:12 Anzahl Tage: 13
04.10.2006 Kos Nord / Marina
05.10.2006 Kos / Marina – Kálymnos / O. Vathy
06.10.2006 Kálymnos / O. Vathy – Lipsi / N. Makronísi – Lipsi / Hafen
07.10.2006 Lipsi / Hafen – Máratho – Arkí / Tiganáki
08.10.2006 Arkí / Tiganáki – Patmos / Hafen Skála
09.10.2006 36°49.25’N,026°45.35’E – Chalki
10.10.2006 Chalki – Sesklí (Symi) / O. Skomisá
11.10.2006 Sesklí (Symi) / O. Skomisá – Symi / Hafen
12.10.2006 Symi / Hafen – Nisyros / Páli
13.10.2006 Nisyros / Páli – Gyali
14.10.2006 Gyali – Kos / Marina
15.10.2006 Kos Nord / Marina
16.10.2006 Kos Nord / Marina

Crew:
Tötterström Tom
Schillab Christian
Kickinger Wolfgang
Wild Christian

Gesamt Törn:
Zeit unterwegs: 37:34 Strecke: 230,3 Seemeilen Ø Fahrt: 6,1 Knoten


04.10.2006 Mittwoch
Kos Nord / Marina
Wir fliegen „privat“ mit Lauda Air. Die 4 Crewmitglieder haben sich nämlich vorgenommen, alle 7 (in Worten: sieben) Passagiere per Namen persönlich zu betreuen. So ist es dann auch und wir werden unglaublich verwöhnt.
Um 17h treffen wir mit dem Taxi in der Marina ein. Das Wetter ist herrlich. Die Blodughadda ist am Pier E im besten Zustand und wir richten uns ein.
Dann folgt eine Einkaufsberatschlagung bei einem Bier im Marina Café und anschließend der Großeinkauf beim Kostas. Wie immer hat alles irgendwo Platz im Boot. Dann wollen die Christians und ich in die Stadt gehen aber Wolfgang kann uns mit aufgeschnittener Wurst, Käse, Oliven, Paradeisern etc. überreden, doch noch eine Weile an Bord zu bleiben.
Erst um 22:30h brechen wir auf, um das Ausklarieren bei der Hafenpolizei durchzuführen. Ist auch schnell erledigt, obwohl wieder kabarettreif. Auf dem Heimweg müssen wir noch die Happy Hour im Jazz-Blues-Café ausnützen bevor wir kurz nach Mitternacht zum Boot zurückkehren.


05.10.2006 Donnerstag
Kos / Marina – Kálymnos / O. Vathy
Die windstille Nacht war angenehm kühl. Zwischen 9 und 10h kriechen wir aus den Kojen, duschen in den Marinaduschen, frühstücken English Breakfast im Marina Café. Dann kaufen wir noch Brot ein und melden uns im Marinabüro ab. Chriswild wäscht das Deck und kommt dann noch zu uns im Café. Als das Deck wieder trocken ist, gehen wir an Bord und legen um 13h ab. Es ist so gut wie windstill, wolkenlos mit 25° Lufttemperatur. Auch die Sicht ist sommerlich, also ziemlich diesig.
Kaum eine Stunde nach Abfahrt entdecken wir einen Delfin, dem wir zwecks Fotosession eine Zeit lang nachfahren. Und plötzlich ist auch noch eine Robbe zu sehen. Sie hat einen großen Fisch gefangen und hat Schwierigkeiten, diesen zu schlucken. Es sieht wirklich witzig aus, wie sie den Kopf senkrecht hält und unter heftigem Zucken versucht, den zu großen Fisch dessen Schwanzflosse aus dem Mund herausragt, zu schlucken. So haben wir einen Delfin auf der einen, eine Robbe auf der anderen Seite des Bootes. Kein schlechter Auftakt für einen Segeltörn!
Um 15:40h liegen wir längsseits in Vathy Kálymnos an. Ich gehe ins Wasser, die Logge und die Unterwasser-Videokamera putzen. Das Wasser ist noch herrlich warm. Dann richtet und Chrislab eine gute Jause her, die wir uns gut munden lassen.
Kurz vor 19h will eine Oceanis 51 in Vathy anlegen. Zuerst meinen die Holländer, per Buganker und Heckleinen in die kleine Lücke zwischen unserem Bug und der Nachbaryacht anlegen zu wollen. Aber dann können wir sie davon überzeugen, dass es besser ist, an unserer Außenseite längsseits zu gehen. Das machen sie dann auch, wobei zahlreiche Passanten ihren Senf dazu geben müssen.
Abend essen wir in der Taverna direkt neben dem Boot und gehen kurz nach Mitternacht schlafen. Die Holländer neben uns haben ihre Gaudi noch viel länger.


06.10.2006 Freitag
12:35 Kálymnos / O. Vathy Karte
16:20 Lipsi / N. Makronísi Karte Ankern
17:59 Lipsi / N. Makronísi Karte weiter
18:15 Lipsi / Hafen Karte Längsseits anlegen
Zeit unterwegs: 04:00 Strecke: 26,3 Seemeilen Ø Fahrt: 6,6 Knoten


So lange das 51,2 Fuß Segelboot an unserer Außenseite liegt, können wir nicht ablegen und haben es entsprechend wenig eilig und schlafen lange. Nur der Chriswild macht sich um 8:30h auf dem Weg, die Bucht von oben anzusehen. Dazu klettert er zur Straße, die weit oben am Berghang zum Hauptort führt, hinauf.
Nach dem Frühstück montiere ich die neue Telefonhalterung und verbinde sie mit der GSM-Antenne am Masttopp. Die sowieso schon guten Empfangsbedingungen müssten also noch besser werden.
Um 12h machen sich die Nachbarn auf den Weg und wir folgen um 12:35h. Es ist wieder sehr diesig und so gut wie kein Wind.
Um 16:20h werfen wir den Anker bei N. Makronisi. Beide Christians und ich schwimmen zum „Binnensee“. Als Chriswild durch den Unterwassertunnel auf die andere Seite der Insel taucht, traue ich mich auch dasselbe zu tun. Die schroffen Felsen auf der anderen Seite sehen in der Nachmittagssonne besonders spektakulär aus. Wir schwimmen dort durch den natürlichen Torbogen hindurch zur Stelle, wo man zu Fuß wieder zurück gehen kann. Chriswild muss noch einen Sprung von der hohen Felskante ins Becken des „Binnensees“ machen.
Um 18h fahren wir wieder weiter und erreichen den Hafen Lipsi 15 Minuten später, wo wir uns längsseits innen an die Mole legen. Obwohl der Wind kaum spürbar ist, gibt es Wellen, die das Boot blöd schaukeln lassen.
Um 19:30H gehen wir in den Ort essen und anschließend auf einen Kaffee ins “The Rock“. Wir bleiben aber nicht lange und nachher machen Chriswild und ich noch einen Spaziergang hinauf in den Ort, wo wir in einem Lokal allerdings dann doch länger bleiben weil der weiße Hauswein so gut ist und die Leute im Lokal so nett sind.


07.10.2006 Samstag
13:30 Lipsi / Hafen Karte Abfahrt
14:30 Máratho Karte Anlegen
17:15 Máratho Karte
17:30 Arkí / Tiganáki Karte
Zeit unterwegs: 01:15 Strecke: 8,1 Seemeilen Ø Fahrt: 6,5 Knoten


Wieder schlafen wir lange. Chrislab holt Brot vom Bäcker für das Frühstück. Chriswild schreibt Ansichtskarten, Wolfgang putzt und ich beobachte alles.
Um 13:30h fahren wir los und kommen genau eine Stunde später in Maráthi an. Diesmal legen wir uns nicht zur Piratentaverna sondern längsseits am eleganten Steg der Taverna Pantelis. Wir essen ganz köstlich aber mit € 16,75 pro Person nicht gerade billig. Ich kann Chriswild davon überzeugen, dass Katsikaki meistens gut schmeckt und so ist es auch. Hier merkt man sehr, dass die Hauptsaison schon lange vorbei ist. Nur an einem anderen Tisch sitzen Leute und der ganze Sandstrand ist menschenleer.
Nach dem Essen gehen wir noch zur verfallenen Ortschaft mit dem noch intakten Kirchlein hinauf bevor wir um 17:15 wieder ablegen. 15 Minuten später ankern wir bei Tiganáki. Es folgt ausgiebiges Schwimmen und waschen. Die windstille Ruhe wird nur von einigen Ziegen, die mit ihren Glocken in der Ferne klimpern, durchbrochen.
Danach schauen und hören wir diverse humoristische Sachen am Computer an und genießen den Vollmond und das spiegelblanke Wasser.


08.10.2006 Sonntag
11:30 Arkí / Tiganáki Karte Abfahrt
13:15 Patmos / Hafen Skála Karte Anlegen
18:50 Patmos / Hafen Skála Karte Abfahrt
19:41 Weniger Touren
24:00 36°49.25’N,026°45.35’E Unterwegs
Zeit unterwegs: 06:55 Strecke: 43,8 Seemeilen Ø Fahrt: 6,4 Knoten


In der Nacht kommt SE-Wind auf, der Wolken bringt. Um 8h zieht eine große Ziegenherde vorbei und beglückt uns mit einem Glockenkonzert. Zum Frühstück gibt es ein ungewöhnliches Geräusch: Regentropfen auf das Deck.
Als wir um 11:30h abfahren hat der Regen aufgehört und die Sonne versucht sich durch die geschlossene Wolkendecke durchzukämpfen. Es ist so diesig, dass man Patmos gar nicht sehen kann, obwohl nur 8 sm entfernt. Natürlich ist der Wind irgendwo, nur nicht hier.
Um 13:15h ankern wir am Yachtkai in Skala / Patmos. Wir stärken uns in einem Internet-Café und holen die Wettervorhersage für heute Nacht und die kommenden Tage. Schwacher Südwind und im Laufe der Woche ganz wenig Wind aus allen Richtungen. Wir kaufen noch Essen und Mitbringsel ein bevor wir um 18:50h ablegen. In der Abenddämmerung steuern wir Richtung S entlang der Inselküste. Aus dem erhofften Segel setzen wird nichts. Es ist einfach nur ein Minimalgegenwind da. Dafür folgen die Vorbereitungen zum großen Spaghettiessen. Chrislab erweist sich als flexibel. Er wechselt übergangslos vom Navigator zum Koch.
Wir lassen es uns munden während wir über das spiegelglatte Meer dampfen. Bald kann der Mond durch die Wolkenschleier hindurchscheinen abe die Sicht bleibt trotzdem schlecht. Nur der Chriswild sieht alles. Es ist unwahrscheinlich, welche Lichter er schon sieht bevor wer anderer sie auch nur mit dem Fernglas erahnen kann.
Auf genau 37° nördliche Breite, direkt E der Insel Levitha, beschließen wir, direkt nach Chalki zu fahren und den Zwischenstopp auf Astypálea zu streichen. So wird aus der geplanten 55sm Überfahrt eine mit ca. 90sm. Außerdem werden wir bei Tageslicht in Chalki einlaufen, was bei Astypálea nicht der Fall wäre.


09.10.2006 Montag
00:14 36°49.25’N,026°45.35’E weiter
08:47 Ankunft
08:54 Chalki / Hafen Karte Längsseits anlegen
Zeit unterwegs: 08:39 Strecke: 57,7 Seemeilen Ø Fahrt: 6,6 Knoten


Bei immer noch spiegelglattem Meer beginnt der neue Tag. Es sind auch kaum Schiffe zu sehen.Als Chriswild und ich um 2h unsere Wache gerade beenden, entdeckt er, dass wir von Delfinen umzingelt sind. Im diffusen Mondschein sind sie knapp am Bug deutlich zu sehen und noch deutlicher zu hören als sie nach Luft schnappen. Sie begleiten uns eine ganze Weile.
Wolfgang und Chrislab übernehmen die Wache und ich falle todmüde ins Bett und schlafe bereits im Hinlegen ein. Nach absolut ereignislosen 4 Stunden werde ich um 6h wieder geweckt und Chriswild und ich sind wieder dran. Wolfgang bleibt noch auf, weil er den Sonnenaufgang genießen will. Kurz vor 7h ist es so weit aber Wolken verhüllen die aufgehende Sonne. Dafür taucht Chalki am Horizont auf.
Um 8:30h fahren wir außerhalb der Bucht Pótamos im spiegelglattem Meer durch einen großen Fischschwarm. Die ziemlich großen Fische hüpfen immer wieder kurz aus dem Wasser. Der Gedanke, die Angel auszupacken kommt kurz auf, lässt sich aber schnell wieder verdrängen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fisch auch mitten im Schwarm anbeißt ist erfahrungsgemäß auch minimal.
Kurz vor 9h legen wir längsseits am Schwimmsteg im Chalki Hafen nach einer Überfahrt von 91,2sm in 14:04 Stunden an. Der Wetterbericht verspricht Sturm in Nordägäis aber bei uns soll es bei Flaute bleiben.
Wir machen uns auf dem Weg zum Bäcker. Daraus wird ein längerer Spaziergang bei dem wir neugierig die Bau- und Renovierungsarbeiten an den hübschen Häusern und die schöne Aussicht oberhalb des Ortes betrachten. Zurück am Boot wird geschlafen, geschwommen, gewaschen, gegessen, getrunken, geemailt …
Dann sehe ich nach, ob wir Strom bekommen können und verlegen sogar das Boot, damit das Kabel ausreicht. Aber als ich dann anstecke, fließt kein Strom. Es dauert eine Weile, bis ich feststelle, dass der ganze Ort keinen Strom hat.
Dann trudeln noch einige Segelboote ein und mit 5 Booten längsseits ist der Schwimmsteg voll. Um 16h wechselt das Wetter und es sieht sehr nach Regen oder Gewitter aus. Der Wind kommt schon mit ganzen 15 Knoten aus E, man hört Donner in der Ferne und es ist total bewölkt. Dann kommen noch einige Segelboote herein und um 18h sind es insgesamt 9 Stück – mehr als jemals in der Hochsaison.
Als der Strom wieder da ist, machen sich Chrislab und ich daran, herauszufinden, warum die 230V-Steckdosen bei Landstrom nicht zu verwenden sind – der FI fällt sobald man sie einschaltet. Der Elektriker hatte Anfang des Sommers das Batterieladegerät verdächtigt aber schon damals konnte ich feststellen, dass es ein anderer Fehler sein muss. Mit der methodischen Vorgangsweise von Chrislab finden wir heraus, dass die elektrische Heizpatrone im Warmwasserboiler einen Kurzschluss zwischen Nulleiter und Masse haben muss und es daher nicht hilft, ihn an der Phase abzuschalten. Als wir alle Drähte zum Boiler abhängen funktioniert wieder alles bestens, außer die Warmwasseraufbereitung mit Landstrom natürlich.
Abends gehen wir in die Taverna „The Black Sea“ ganz am anderen Ende des Hafens. Es schmeckt köstlich und kostet wenig. Als wir anschließend in der Bar bei Kaffee und Metaxa sitzen, fallen doch noch einige wenige Regentropfen.


10.10.2006 Dienstag
14:35 Chalki / Hafen Karte Abfahrt
18:10 Sesklí (Symi) / O. Skomisá Karte Längsseits anlegen
Zeit unterwegs: 03:35 Strecke: 22 Seemeilen Ø Fahrt: 6,1 Knoten


Als wir aufstehen sind schon fast alle Boote wieder weg. Nur das holländische Ehepaar auf der LIMANIMOU am Steg gegenüber sind noch da. Aber sie sind es schon seit über einer Woche und werden vermutlich noch länger bleiben.
Es ist so schön, dass alle gleich baden gehen. Dann folgt noch eine Rettungsaktion für das Handtuch vom Chriswild, das er unvorsichtigerweise ohne Wäscheklammern auf die Reling gehängt hat. Binnen Sekunden sinkt es auf den Grund ab. Bei 8,5m Tiefe ist an Tauchen nicht zu denken. Aber mit dem Draggen klappt die Bergeaktion schon beim zweiten Versuch.
Nach dem Frühstück mit geröstetem Brot gehen die anderen einkaufen während ich mich um die erste Motorreparatur des Törns kümmere: In der BB-Motorbilge hat sich einiges an Wasser gesammelt und sich mit dem dort schon länger schwappenden Öllackerl zu einer Brühe vermischt. Ich gieße noch ordentlich Spülmittel dazu und schöpfe die ca. 10 Liter aus. Dann stelle ich fest, dass das Wasser vom Schlauch zwischen Wasserpumpe und Motor tröpfelt. Die Ursache ist schnell gefunden und die Reparatur leicht: Unter der Schlauchklemme ist ein kleines Loch entstanden. 3 cm vom Ende abgeschnitten und den Schlauch wieder zurück montiert, behebt den Schaden.
Dann füllen wir noch die Wassertanks auf und verlassen Chalki um 14:35h. Jetzt fahren wir genau mit dem Wind aber nur wenig langsamer als dieser weht. Wir versuchen, die Genua auszurollen aber die Wirkung ist genau null. Hinter uns scheint sich wieder ein Gewitter zu bilden, könnte aber auch nur allgemein schlechtes Wetter sein. Wolfgang richtet uns eine Nachmittagsjause her, die wir schnellstens mit Genuss verdrücken.
Die Wolken holen uns zwar ein aber außer 23 Regentropfen kurz nachdem wir um 18:10h in Sesklí längsseits am kleinen Betonsteg angelegt haben sind nicht drin – glaube ich zuerst. Dann kommen aber noch mindestens 123 während wir mein Tunfischsugo mit Spaghetti essen.

Und als ich den neuesten Bericht auf den Server stellen will, funktioniert die Internet-Verbindung schon wieder nicht. Es ist eigentlich skandalös, wie schlecht sie funktioniert im Vergleich dazu, wie viel sie kostet. Also: trotz voller Feldstärke ist GPRS nicht möglich in Seskli.

Wir verbringen den Abend mit Suchen und lautem Abspielen von oiden hoatn hodern. Die einsame Bucht ist danach mit Smoke On The Water ein wenig weniger idyllisch.


11.10.2006 Mittwoch
12:21 Sesklí (Symi) / O. Skomisá Karte Abfahrt
12:47 segel setzen
13:02 Wind weg, Motor an
14:35 Symi / Hafen Karte Tanken bei Tankstelle
15:02 Symi / Hafen Karte weiter
15:20 Symi / Hafen Karte Anlegen
Zeit unterwegs: 02:32 Strecke: 10,8 Seemeilen Ø Fahrt: 4,3 Knoten


Nach dem Aufstehen schwimmen wir ausgiebig im 25° warmen Meer. Auch das Frühstück fällt ausgiebig aus. Erst um 12:20h legen wir ab. Ostwind mit 15 Knoten ist aufgekommen und macht den Liegeplatz ungemütlich aber verspricht, endlich segeln zu können. Das machen wir dann auch sogleich und nehmen Kurs Richtung N. Die Freude dauert ganze 14 Minuten. Dann ist der Wind weg. Die Wellen aber nicht. Wir fahren auf Windsuche Richtung E und finden auch den Wind, der jetzt aus N kommt, also genau auf die Nase mit weniger als 10 Knoten. Nach ein paar jämmerlichen Versuchen, mit und ohne Motorunterstützung die Segel mit Wind zu füllen, geben wir die Segelei für heute auf.
Wir sehen uns die spektakuläre Bucht Thessalóna an. Zwei Boote liegen da vor Anker und schaukeln recht eifrig in der Dünung. Daher wollen wir es gar nicht probieren, sondern setzen die Fahrt gleich fort.
Bevor wir in den Hafen Symi einlaufen, tanken wir Diesel an der Tankstelle vor dem Ort. Um 15:20h liegen wir mit Buganker und Heckleinen an der N-Seite der Hafenbucht, wobei der Mooringman Leftheris uns tatkräftig unterstützt. Er lässt sich das auch bezahlen und statt der verlangten 3 gebe ich ihm 10 Euro, damit er das nächste Mal uns auch wohl gesonnen sein wird. Jedenfalls lacht er zufrieden mit seinen 5 langen Vorderzähnen. Es kommen massenweise Boote herein und wir verbringen den restlichen Nachmittag damit, die hereinkommenden Boote zu beobachten.
Als dann der tägliche Regenschauer mit Windöen aus allen Richtungen eintrifft, gibt es Bewegung unter den Booten. Zahlreiche Anker halten nicht in der sehr tiefen Ankerbucht und viele Boote müssen ihn wieder neu setzen. Unser Anker hält noch. Aber auf 22m Tiefe ist es immer die Frage, wie lange. Die Wolkenstimmung ist für Gewitterböen nicht ungeeignet und deshalb bringen Wolfgang und ich den Zweitanker mit dem Schlauchboot hinaus so lange der Wind noch beherrschbar ist – falls er überhaupt heute Nacht was anderes werden sollte. Mit 10m Kette und 45m Leine am Britany-Anker mit der Ankerwinde fest angezogen sollte mit dem Hauptanker gemeinsam einiges aushalten.
Nach der Aktion kommt zuerst Regen und dann Wind. Beides nicht wenig aber zunächst auch nicht Besorgnis erregend viel. So bleibt es auch und der Wind schläft ein aber der Regen bleibt noch eine Weile.
Abends essen wir im Restaurant Catherinettes genau gegenüber unserem Liegeplatz weder gut noch günstig. Und anschließend muss ich natürlich wieder in die Vapori-Bar.


12.10.2006 Donnerstag
12:15 Symi / Hafen Karte Abfahrt
17:20 Nisyros / Páli Karte
Zeit unterwegs: 05:04 Strecke: 31,8 Seemeilen Ø Fahrt: 6,3 Knoten


Um 6h kommt das Gewitter. Es kracht und schüttet ganz fürchterlich. Auch der Wind ist nicht ohne. Aber unsere beiden Anker halten obwohl sie zwei Boote halten müssen. Unser Nachbarboot lehnt sich nämlich so kräftig an die Blodughadda, dass ich in der Koje spüre, wie die Außenhaut seitlich eingedrückt wird.
Der Regen ist wirklich sehr ergiebig. Die ganze Straße steht unter Wasser und die Treppen, die zwischen den Häusern zur nächsten Reihe nach oben führen, verwandeln sich in Sturzbäche.
Wir kaufen zwischen den Regengüssen Brot und Schokocroissants beim Bäcker mit dem Holzofen für das Frühstück ein. Um 12h legen wir mit Hilfe des inzwischen sehr freundlichen Leftheris ab. Es funktioniert bestens, zuerst den Hauptanker und dann den Zweitanker über die Ankerwinde herauf zu holen. Wir motoren bei 15kn Ostwind westwärts. Weil ich den Windverhältnissen in Inselnähe nicht traue, warten wir mit dem Segelsetzen bis wir weiter draußen sind. Dann ist es aber schon zu spät, weil der Regen mit unglaublicher Wucht niederprasselt. Mit kurzen Unterbrechungen regnet es die ganze Zeit bis Nisyros in unterschiedlichen Intensitäten. Auch ein Gewitter zieht herum und erschreckt uns mit einem Donnerblitz, der sich gewaschen hat. Wir sind froh, dass nur der Autopilot waschelnass wird und lassen uns im Salon schaukeln. Die rollende Bewegung der schräg von hinten kommenden Wellen machen dem Chriswild zu schaffen nachdem er seine Ansichtskarten geschrieben hat. Aber nach einem Stutgeron und dem verordneten Frischluftbad geht es ihm gleich wieder besser.
Wir erreichen Pali / Nisyros kurz nach 17h und ich muss entsetzt feststellen, dass „mein“ Platz längsseits an der E-Mole besetzt ist. Ein hässliches türkisches Gulet, ein Ausflugsboot und ein Fischerboot reichen haben alles besetzt. Wir legen uns daher per Buganker und Heckleinen an die N-Mole.
Die Christians und ich gehen noch immer bei Regen auf ein Bierchen in die Psaroteverna während Wolfgang klar Schiff macht. Als wir aufbrechen, kommt ein Bus mit amerikanischen Ex-Nisyroten, die unter der Leitung des Bürgermeisters ihre Heimatwurzeln besuchen. Sie finden es offenbar irrsinnig lustig, in Tröten zu blasen und Knallkörper abzufeuern. Chriswild, der inzwischen versucht, ein Nickerchen machen, findet es weniger lustig. Alle anderen auch.


13.10.2006 Freitag
21:35 Nisyros / Páli Karte Abfahrt
22:53 Gyali / Strand Karte Ankern
Zeit unterwegs: 01:18 Strecke: 3,1 Seemeilen Ø Fahrt: 2,4 Knoten


Das schlechte Wetter ist wieder verschwunden und pünktlich um 10h wird unser bestelltes Leihauto zum Boot geliefert. Das kleine gelbe Ding von Manos K (Tel.: +30 22420 31029, GSM: +30 694 580 8104) um € 30,- erweist sich erstaunlicherweise als groß genug für uns vier. Wir sehen uns zuerst das halb verfallene Emporios am Rand der Vulkankaldera an. Dann geht es steil hinunter in die Kaldera und 2km flach bis zum Krater Stefanos. Am Trampelpfad in Serpentinen wandern wir die ca. 40m hinunter zum Boden des Kraters, der mit einem Durchmesser von ca. 300m nicht gerade klein ist. Vom gestrigen Regen hat sich in der Mitte ein riesiger See gebildet. Die heißen Dämpfe haben also genug Material zu verdampfen. Entsprechend brodelt es im östlichen Teil des Kraters, wo die meisten Dämpfe entweichen.
Dann geht es mit einem Abstecher hinunter nach Avlaki am Meer wieder hinauf zu Nikiá dem anderen Ort am Rande der Kaldera. Avlaki erinnert mich sehr an die steile Lavaküste von Lanzarote mit dem zwischen Lavasteinen betonierten Badesteg. Die wenigen Häuser sind bis auf eines total verfallen. In Nikiá sehen wir uns den Krater von oben an und setzen uns dann auf eine Soumada (Mandelsaft) am stimmungsvollen Hauptplatz.
Bevor wir in den Hauptort Mandraki fahren, sehen wir uns noch das nie fertig gestellte riesige Kurhotel in Páli und die Festungsruine oberhalb von Mandraki an. Wir sind von ihrer noch gut erhaltener Wehrmauer fasziniert. Sie besteht aus riesigen ganz dunklen Basaltsteinblöcken, die so genau gemeißelt sind, dass praktisch nirgends auch nur eine Messerklinge zwischen den Steinen platz hätte. So steht die Mauer mit den Steinen nur auf einander gestapelt seit 2.400 Jahren!
In Mandraki essen wir was in Tonys Taverna am Meer, machen einen kleinen Rundgang, und passend zum Sonnenuntergang gehen wir zum Chochlaki-Strand mit den großen rundgeschliffenen Lavasteinen. Im Café Ficus am Ilikomeni Platz unter den riesigen Bäumen lassen wir die Stimmung des hübschen Ortes bei einem Kaffee auf uns wirken. Sie wirkt auch gut, denn alsbald sind wir wieder beim Witze erzählen.
Auf dem Rückweg müssen wir uns durch eine Wahlversammlung durchkämpfen. Am Sonntag sind Land- und Gemeinderatswahlen in Dodekanes und entsprechend aktiv sind die Parteien. Gerade als ich unter dem Balkon gehe, auf dem der Redner steht, applaudiert die Menge. Ich bedanke mich höflich und trage damit zur Aufheiterung bei.
Um 21h lassen wir das Auto am „Hauptplatz“ von Páli mit dem Schlüssel unter der Fahrermatte wie vereinbart stehen und gehen zum Boot zurück. Ich staune darüber, dass jemand die zwei Kugelfender hinter dem bb-Heck als Schutz gegen Anschlagen gebunden hat. Dann stelle ich fest, dass die Ankerkette locker ist. Ich starte die Motoren und hole die Kette ein. Nach 10m hält der Anker wieder bestens. Also kann nur jemand anderer den Anker herausgehoben haben. Ich frage die Nachbarn am Steuerbord ob sie was wüssten und sie geben auch sofort zu, dass sie beim Ankermanöver unseren Anker erwischt hätten. Um die Fender hätte sich wer anderer gekümmert, der sowieso auf unserem Boot war. Die Nachbarn auf der anderen Seite wissen auch nicht, wer der hilfreiche Geist war.
Es weht ein mittelstarker NW-Wind, der einen unangenehmen Schwell ins Hafenbecken sendet. Außerdem wollen wir gerne noch in einer einsamen Bucht sein, bevor wir nach Hause fahren. Also legen wir ab und nehmen Kurs auf Gyali. Es ist recht spannend, weil wir zwischen unbeleuchteten riesigen Festmachertonnen für die Bimsstein-Lastschiffe und einem Riff navigieren müssen. Mit vereinten Sehkräften und zwei GPS geht alles bestens und um 22:50h ankern wir auf 3m vor dem langen Sandstrand.
Dem Chriswild plagt wieder der Hunger, was uns anderen in Form von Spaghetti zu gute kommt. Danach diskutieren und scherzen wir noch lange im Cockpit.


14.10.2006 Samstag
15:36 Gyali / Strand Karte Abfahrt
15:54 segel setzen
18:23 Wenden + Motoren an
19:50 Kos / Marina Karte Anlegen
Zeit unterwegs: 04:13 Strecke: 26,7 Seemeilen Ø Fahrt: 6,3 Knoten


Die Bagger vom Bimssteinbruch wecken uns mit ihren Rückwärtsfahrpiepsern auf. Es folgt schwimmen, ein mächtiges Frühstück mit Heinz Baked Beans, Speck und einer Eierspeise aus 12 Eiern. Wir füttern Fische, versuchen sie zu fotografieren und genießen den letzten Tag am Meer und das gute Wetter. Es folgt noch ein Reparaturversuch am obersten Mastrutscher, der eine starke Reibung hat und es sehr schwer macht, das Segel zu setzen bevor wir um 15:36h abfahren. Gleich an der E-Spitze von Gyali setzen wir die Segel mit einem Reff im Groß. Der Wind passt wunderbar mit ca. 20 Knoten aus NW und wir machen gute Fahrt. Am Anfang steht allerdings eine lästige Kreuzsee. Als wir entlang der S-Küste von Kos in gehöriger Entfernung segeln nimmt der Wind immer mehr zu und wir müssen auch die Genua reffen. Entgegen meiner Erwartung bleibt der Wind stark auch als wir nicht mehr im Bereich der Fallwinde von Kos sind und schon voll auf die Türkei zusteuern. Dabei erreicht er bis zu 34kn, was uns eine Spitzengeschwindigkeit von 8,7kn beschert. Als die Sonne unter geht wenden wir in Richtung Marina. Ohne Motor haben wir aber keine Chance diese direkt anzusteuern. Nicht viel später holen wir auch die Segel herunter so lange noch ein wenig Tageslicht vorhanden ist. Es folgt eine nicht besonders angenehme Motorfahrt fast gegen den Wind, die nur Chrislab in Cockpit aushält, weil er entsprechende Regenbekleidung hat.
Kurz vor 20h weist uns Stavros in den von ihm freigehaltenen Platz auf Pier E ein und kommt etwas später zu uns auf einen Plausch. Ich gebe ihm die mitgebrachte Weinflasche samt Rapid-Ice-Kühler und er strahlt.
Dann folgt die Reinigungssession in den Marinaduschen und das Abendessen in der Taverna.


15.10.2006 Sonntag
Kos Nord / Marina
Mit vollem Einsatz und großer Begeisterung helfen alle mit, die Einwinterungsarbeiten zu machen. Am Abend fahren wir mit dem Leihauto nach Platáni, wo wir im türkischen Lokal ARAP ganz köstlich essen und Abschied feiern.


16.10.2006 Montag
Kos Nord / Marina
Mit dem Leihauto von Stamatis bringe ich die beiden Christians um 8h zum Flughafen. Dann melde ich noch die Ankunft bei der Hafenpolizei an und bekomme den begehrten Stempel.
Wolfang und ich machen dann die restlichen Arbeiten, mit denen wir um 18:30h fertig sind. Wir vergessen sogar, irgendwas zu essen. So waren also 6 intensive Manntage notwendig, um die Blodughadda für den Winter vorzubereiten.

Beim Takis kann ich auch seine Tätigkeiten während des Winters bestellen (€ 300,- Anzahlung gegeben):
– Standard- Motorservice an beiden Motoren
– Überprüfung des bb-Motors wg. Kühlflüssigkeitsverlust und Diesel in der Bilge
– Winterdienst (monatlich Motoren starten, lüften, auf Leckagen checken)
– Anfertigung eines Fallen- und Reffleinenbeutels zu befestigen am Salondach hinter dem Mast.
– Ersatzstopfen für Autohelm-Rumpfdurchlässe besorgen und statt Videokamera u Logge einsetzen

Hier die Checkliste für das nächste Mal:
Tücher:
– Segel aufziehen, mit Frischwasser abspritzen, im Wind trocknen lassen, herunter holen, von den Mastrutschern abschrauben, Segellatten herausziehen, zusammenlegen und unter Salontisch verstauen
– Lazybag waschen, trocknen, abmontieren und verstauen im stbd-Bug (kleine Reparatur des Zipferschlusses von Takis sofort gemacht)
– Groß- und Genuaschoten + Lazyjacks abmontieren
– Alle Leinen ausgiebig mit Frischwasser waschen (im Schlauchboot), trocknen lassen, aufschießen und im Ankerkasten verstauen
– Bimini waschen, abzippen, zusammenfalten, verstauen
– Fensternetze und Steuerstandabdeckung waschen und wieder montieren

Schlauchboot:
– waschen, auslassen, zusammenfalten, einpacken, im Salon verstauen
– Außenborder mit Frischwasser spülen und durchspülen und unter stb. Koje verstauen
– Paddel spülen u im Ankerkasten verstauen

Flüssigkeiten:
– Dieseltank auffüllen, Biodiesel dazugeben
– Wassertanks und -leitungen mit Chlorwasser durchspülen, leeren
– Bilgen trocken wischen
– Gasflasche absperren

Anker:
– Ankerkette hochbinden, damit sie nicht auf dem Trampolin liegt
– Kettenschutznetz abmontieren, waschen, trocknen, verstauen

Waschen/wischen und hereinholen:
– Großschotblöcke
– Flaggen
– Cockpitteppich
– Lifesling- Säcke
– Winschkurbeln
– Heckduschenkopf
– Wassersportkiste
– Landstromkabel

Außen:
– Baum mit Plastiksäcken verstopfen (gegen Vogelnester) und gegen Schlagen sichern
– Niro-Teile waschen und mit NevrDull behandeln (Relingstützen, Bug- und Heckkörbe, Biminigestell, Wantenbeschläge, GPS-Stange, Sitzfuß, Lenkrad, Steckdosenklappe)
– Luken auf Dichtheit prüfen, säubern, absperren
– Befestigungsknöpfe für Fensternetze und Steuerstandabdeckung schmieren

Mit Frischwasser gründlich spülen:
– Rollreffanlage
– Mastrutscher
– Winschen, Klemmen, Genuaschottraveller, Großschottraveller
– Deck, Fenster, Tür, Cockpit, Holzplattform
– Anker, Ankerkette, Fender, Bugnetz
– Ankerkasten innen
– Fallen und Reffleinen

Salon:
– Kühlschrank + Tür waschen und offen lassen
– Pantry putzen und aufräumen, Herd, Spülbecken und Wasserhahn polieren
– Boden wischen
– Sitzbankpölster klopfen, Auflageflächen wischen
– Bücher wegräumen, Ablage wischen
– Tisch + Kartentisch aufräumen, wischen
– Verderbliche und abgelaufene Lebensmittel entsorgen (auch unter Spülbecken!)
– Eingangsteppich säubern, trocknen
– Fernglas, Icom-Hand-VHF und Kurzwellenradio verstecken
– Batterien aus allen Geräten entfernen (Fernglas, Radio, Thermometer, Taschenlampen)

Nasszelle:
– Spiegel, Wände, Türen, Waschbecken, Toilette, Boden mit Reinigungsspray behandeln und abduschen
– Armatur und Handdusche polieren
– Toilette mit Toilet bowl cleaner and lubricant durchspülen
– Seeventil unter Waschbecken schließen
– Bodenrost beidseitig waschen

Kajüten:
– Matratzen + Kopfpölster klopfen, trocknen, in stbd-Kajüte hochkant stellen bzw. was darunter legen
– Teppiche klopfen
– Boden wischen
– Bettwäsche, Handtücher, Geschirrtücher putzen lassen und in entsprechende Säcke schlichten
– Detto für Bekleidung

Motorraum
– Sachen in Kajüten umschlichten, damit Motorräume für Service u Inspektion zugänglich sind
– Stromversorgung abschalten: Alle Schalter senkrecht

Zum Schluss:
– Fender, Mooring- und Festmacherleinen kontrollieren, auf Heckkorb aufschießen
– Ersatzfestmacher in Backskiste legen
– Ankerkasten versperren mit Niroschloss
– Tür versperren
– Passarella auf Holzplattform legen
– Schlüssel bei der Rezeption hinterlegen

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