Aktualisierung 20.08.2018 13:07:53 Anzahl Tage: 7
07.10.2002 Kos / Marina – Psérimos / O. Vathy
08.10.2002 Psérimos / O. Vathy – Léros / O. Pantéli – Léros / O. Plakouti
09.10.2002 Léros / O. Plakouti – Lipsi / Hafen – Arkí / Tiganáki
10.10.2002 Arkí / Tiganáki – Patmos / O. Meloï – Patmos / Hafen Skála
11.10.2002 Patmos / Hafen Skála – Kálymnos / O. Arganó (Argynónta)
12.10.2002 Kálymnos / O. Arganó (Argynónta) – Psérimos / O. Marathónta
13.10.2002 Psérimos / O. Marathónta – Kos / Marina
Crew:
Tötterström Tom
Herbst-Tschannen Judith
Herbst Andreas
Herbst David
Herbst Benjamin
Gesamt Törn:
Zeit unterwegs: 25:57 Strecke: 138,8 Seemeilen Ø Fahrt: 5,4 Knoten
07.10.2002 Montag
19:00 Kos / Marina Karte Ablegen
20:35 Pserimos / O. Vathy Karte Ankern
Zeit unterwegs: 01:35 Strecke: 10,6 Seemeilen Ø Fahrt: 6,7 Knoten
Der manager der marina, der mechaniker und auch der bootsinspektor sind nicht aufzufinden. Nach dem ausklarieren bei der hafenpolizei in Kos laufen wir daher in der abenddämmerung aus. Kurze zeit später ist es schon ganz finster aber die lichter von Kos und der türkischen küste begleiten uns bis zur bucht Vathy, wo wir um 20:30 ankommen. Der anker hält und wir gehen nach einem köstlichen hot-dog abendessen bald schlafen. Die unruhige wetterlage sendet uns noch etwas schwell, der uns in den schlaf schaukelt.
08.10.2002 Dienstag
13:10 Pserimos / O. Vathy Karte Ablegen
13:39 E von Kalymnos segel setzen
17:15 Léros / O. Pantéli Karte Motoren starten
18:17 Léros / O. Plakouti Karte Ankern
Zeit unterwegs: 05:07 Strecke: 25,7 Seemeilen Ø Fahrt: 5 Knoten
Die nacht hat regen gebracht und noch bei sonnenaufgang regnet es in strömen. Am vormittag klart es auf und wir können bei sonnenschein schwimmen und schnorcheln. Um die mittagszeit ziehen wieder wolken über den himmel und als wir um 13h den anker lichten, steht bereits ein starker südwind in die bucht. 20 minuten später regnet es in strömen. Unter motor und genua fahren wir gegen NNW. Nach einer halben stunde hört der regen plötzlich auf und kurze zeit später scheint wieder die sonne. Wir setzen auch das grosssegel und segeln schmetterling vor dem wind bis zum NE-kap von Leros. Mit den letzten sonnenstrahlen laufen wir in die bucht ein und ankern vor dem sandstrand. Das tageslicht reicht noch für schwimmen aus.
09.10.2002 Mittwoch
10:25 Léros / O. Plakouti Karte Ablegen
11:15 segel setzen
12:25 vor Lipsi Segel bergen
12:49 Lipsi / Hafen Karte Anlegen
15:35 Lipsi / Hafen Karte Ablegen
16:51 Arkí / Tiganáki Karte Ankern
Zeit unterwegs: 03:39 Strecke: 15,6 Seemeilen Ø Fahrt: 4,3 Knoten
Das unbeständige wetter wartet wieder mit regen im morgengrauen auf. Dunkle wolken und SE-wind begleiten uns noch als wir um 1/2 11 aufbrechen. Bald danach wärmt die sonne wieder und wir kommen auf raumem kurs bei mässigem wind aber grossen wellen schnell bis nach Lipsi. Um 12:40h legen wir längsseits am pier von Lipsi an. Sogleich gehen wir einkaufen in den kleinen läden in der ortschaft. Die einkäufe bringen wir an bord und gehen anschliessend essen in eine taverna am hauptplatz. Um 1/2 4 legen wir wieder ab. Das wetter hat sich stabilisiert und es weht nur ein schwacher westwind. Unter motor umrunden wir die insel im uhzeigersinn und kommen nach ruhiger fahrt um 16:50h in Tiganáki an. Bis auf die ziegen, die mit ihren glocken klimpern, sind wir ganz allein und wir können die schöne gegend bei herrlichem wetter geniessen.
10.10.2002 Donnerstag
11:55 Arkí / Tiganáki Karte Ablegen
13:33 Patmos / O. Meloï Karte Ankern
14:58 Patmos / O. Meloï Karte Ablegen
15:33 Patmos / Hafen Skála Karte Anlegen
Zeit unterwegs: 02:13 Strecke: 11,7 Seemeilen Ø Fahrt: 5,3 Knoten
Bei wolkenlosem wetter und fast windstille motoren wir um 12h los richtung Patmos. Unterwegs kocht uns Andreas rühreier mit speck. Um 1/2 2 ankern wir in der bucht Meloi für einen badestopp bevor wir zum hafen Patmos um 15h aufbrechen.
Wir legen mit dem heck zur hafenmole an und zwar gleich an erster stelle des yachtpiers, damit der lärm des kraftwerkes in der nacht am wenigsten zu hören sein wird. Ein taxi bringt uns hinauf zur Chora und kloster.
Nach besichtigung und kurzen rundgang in der Chora wollen wir zum Vagelis essen gehen. Das restaurant öffnet aber erst um 18h, also fast nach einer ganzen stunde. David hat riesenhunger und wir kehren in das einzige offene lokal ein auf tsaziki und pommes. Dann wandern wir zur Skala hinunter, kaufen noch lebensmittel und gehen dann auf ein gutes abendessen in die fischtaverna “To Pyrofani” direkt im hafen.
11.10.2002 Freitag
11:00 Patmos / Hafen Skála Karte Ablegen
11:30 Ankern bei Tankstelle
12:39 Ablegen
17:05 Kálymnos / O. Arganó (Argynónta) Karte Ankern
Zeit unterwegs: 04:56 Strecke: 30,7 Seemeilen Ø Fahrt: 6,2 Knoten
Nach lauter nacht legen wir um 11h ab, um zuerst zur tankstelle zu fahren. Das funktioniert problemlos und der tank wird mit 81 l diesel nachgefüllt. Während des tankens verliert David seine brille und sie fällt ins wasser. Wir ankern umittelbar neben der tankstelle und schnorcheln nach der brille. Trotz geringer tiefe und generalstabsmässigem suchmanöver an der verluststelle können wir sie wegen des trüben wassers nicht finden und geben nach einer stunde auf.
Der wind ist mässig bis gar nicht vorhanden und so motoren wir die ganzen 27 seemeilen nach Ormos Arganó. Während der fahrt tut sich ein neues problem am boot auf: Die spannung des bordnetztes sinkt plötzlich auf unter 10V ab, um bald wieder 13,6 zu haben. Ich vermute einen schlechten kontakt in der minusleitung und spanne alle verbindungen an den stromschaltern nach. Das scheint zunächst zu funktionieren, kommt aber später wieder vor.
Die bucht bietet ganz ruhiges wasser, guten ankergrund und eine nette taverna. Wir nehemen das beiboot in betrieb und setzen zum ufer hinüber. In der taverna sind keine gäste ausser uns und die wirtsleute freuen sich offensichtlich über gäste um diese jahreszeit. Später setzt sich Mike, enkelkind des wirtes Nikolaos, und ebendieser am nachbartisch. Sie erzählen, dass Mike jetzt die handelsschiffahrtsschule auf Hydra besucht und kapitän werden will. Nikolaos war in seiner jugend schwammtaucher, bis er als 35-jähriger einen unfall hatte und seitdem diese taverna betreibt. Jetzt ist er 70. Nikolaos erzählt auf griechisch und Mike übersetzt ins perfekte englische, wie die schwammtaucherei ohne technische hilfsmittel bis auf tiefen von 50-80 metern betrieben wurde: Von einem kleinen boot aus liess sich der taucher mithilfe eines ca. 12 kg schweren marmorblockes, das an einem seil gesichert war, in die tiefe hinunterziehen. Am grund angekommen hat er mit dem stein die schwämme vom boden abgeschabt und dann an einem anderen seil, das an seinem handgelenk befestigt war kräftig gezogen. Das war das zeichen für zwei männer an bord des bootes, an dieser leine so schnell wie möglich zu ziehen und den taucher wieder aus der tiefe heraufzuholen. Ein solcher tauchgang dauerte 2 minuten, maximal 2:20.
Wir bedanken uns für das gute essen und die interessanten erzählungen und fahren in der dunkelheit zum boot zurück.
12.10.2002 Samstag
07:25 Kálymnos / O. Arganó (Argynónta) Karte Ablegen
09:36 Reffen
13:05 vor Pserimos Segel bergen
13:58 Pserimos / O. Marathónta Karte Ankern
Zeit unterwegs: 06:33 Strecke: 33,7 Seemeilen Ø Fahrt: 5,2 Knoten
Sehr früh aufgestanden. Andreas und ich frühstücken noch vor sonnenaufgang. Abfahrt im morgengrauen um 7:25h. Wir setzen gleich die segel. Ein leichter südwestwind weht uns aus der bucht hinaus. Nach einer halse nehmen wir kurs auf die strasse zwischen Kalymnos und Telendos. Umlaufende winde erschweren die fahrt bis südliche fallwinde das aufkreuzen ermöglichen. Nach einer stunde haben wir die strasse passiert und segeln nach SW auf offenes wasser. Der wind nimmt auf über 25 knoten zu und wir reffen die segel. Plötzlich lässt sich die Blodughadda nicht mehr steuern! Der fehler ist schnell gefunden und repariert: Die verbindungsschelle zwischen ruderquerstange und ruderzugseil hat sich gelöst. Nach einer wende geht es wieder richtung südküste von Kalymnos. Noch zwei wenden und wir können auf die nordküste von Pserimos zuhalten. Der wind nimmt ab und dreht nach rechts. Wir können wieder ausreffen und bis vor die buchteinfahrt segeln. In der dem nordwind ausgesetzten bucht entscheiden wir uns für den weniger verschmutzten strand an der östlichen seitenbucht. Wir legen an mit anker und landleine, die Benjamin zu einem stein am ufer hinschwimmt. Um 14h ist alles fertig und wir können den hunger mit nudeln und tomatensosse stillen. Das war die schönste Fahrt – sagt Andreas.
13.10.2002 Sonntag
12:05 Pserimos / O. Marathónta Karte Ablegen
13:58 Kos / Marina Karte Anlegen
Zeit unterwegs: 01:53 Strecke: 10,8 Seemeilen Ø Fahrt: 5,7 Knoten