Blodughadda-Blogbuch
Die Reisen der Blodughadda
Die Reisen der Blodughadda

2025-06-23 Christian

Seite drucken Aktualisierung 05.07.2025 13:11:41 Anzahl Tage: 8
23.06.2025 Léros / Lakkí Kuluki
24.06.2025 Léros / Lakkí Kuluki
25.06.2025 Léros / Lakkí Kuluki – Levítha / O. Levítha
26.06.2025 Levítha / O. Levítha – Astypálea / O. Schinunta
27.06.2025 Astypálea / O. Schinunta
28.06.2025 Astypálea / O. Schinunta
29.06.2025 Astypálea / O. Schinunta
30.06.2025 Astypálea / O. Schinunta

Crew:
Tötterström Tom
Schermann Christian

Gesamt Törn:
Zeit unterwegs: 8:52 Strecke: 53,2 Seemeilen Ø Fahrt: 6 Knoten

23.06.2025 Montag
Léros / Lakkí Kuluki
Der eingeschobene Flug OA34 landet mit einer Stunde Verspätung – aber doch. Um 16:30h fährt er mit dem Taxi vor. Ich lade die schwere Genua und mich ins Taxi und wir fahren zum Hafen weiter, von wo es nur ein kurzes Stück zum Schlauchboot am Kuluki-Strand ist. Wir paddeln zum Boot und setzen uns ins Cockpit. Es gibt viel zu erzählen.
Um 19h paddeln wir wieder an Land, essen im I Thraka nicht einmal die Hälfte der uns servierten gewaltigen Portionen auf. Dann ein nicht allzu großer Einkauf im express und wieder zurück zum Boot.

2025-06-23 Leros Lakki Christian in I Thraka
Leros Lakki Christian in I Thraka

24.06.2025 Dienstag
Léros / Lakkí Kuluki
Nach ausgiebigem Frühstück schlagen wir die Genua an. Das geht flott in einer halben Stunde. Dann kommt der Lazybag dran. Das dauert länger, etwa eine Stunde. Nach einer längeren Pause wollen wir das Großsegel anschlagen. Aber da hat der Wind zu stark zugenommen. Wir verschieben die Aktion auf morgen.
Um 18:30h gehen wir ins El Greco essen – sehr gut und viel gepflegter als gestern, aber auch teurer.
Bevor das Obst- und Gemüsegeschäft um 20:30h schließt kaufen wir dort ein. Anschließend gehen wir auf ein Eis ins Repapis und dann wieder zurück zum Boot.

25.06.2025 Mittwoch
13:10 Léros / Lakkí Kuluki Karte Abfahrt
16:41 Levítha / O. Levítha Karte An Boje
Zeit unterwegs: 03:31 Strecke: 20,4 Seemeilen Ø Fahrt: 5,8 Knoten

Am Vormittag schlagen wir das Großsegel an. Es ist langwierig und schweißtreibend. Manfred Müller, der währenddessen die CARA MIA mit seiner Frau Nora unweit mit Landleine geankert hat, kommt zum Schluss mit dem kleinen Plastik-Beiboot zu uns – wie es seit Jahren seine Art ist, wenn wir einander auf irgend einem Ankerplatz treffen. Er hilft mit, die letzten Handgriffe mit dem Lazybag zu machen und dann plaudern wir noch eine Weile. Er möchte gerne Schach spielen – wie üblich – aber wir möchten demnächst abfahren.

Die Überfahrt per Motor ist problemlos mit etwas mehr Wind kurz nach Leros und kurz vor Levitha. Da angekommen nehmen wir eine Boje direkt vor dem kleinen Anleger. Christian auf dem Bauch liegend fängt die Fangschnur mit dem Bootshaken und fädelt das Seil blitzschnell durch die Bojenöse. Zu zweit ist Boje nehmen kein Problem, alleine ein großes.

Wir zählen zehn Boote an den Bojen, ein paar wären noch frei. Der Levitha-Bauer kommt alsbald mit seinem Boot zu allen und erklärt, dass es hier 8 Euro per Nacht kostet. Wir, wie wohl die meisten anderen auch, sagen, dass wir am Abend zur Taverna kommen und dort bezahlen werden. Außerdem bestellen wir gleich gegrillten Fisch zum Abendessen.

Um 19 Uhr paddeln wir zum Anleger und gehen in 12 Minuten zur Taverna hinauf. Es sind schon einige Gäste da. Der vielleicht 15-jährige Sohn kellnert – aber perfekt. Er weiß auch schon, dass wir zwei Fische erhalten werden. Es schmeckt alles sehr gut. Kurz nach Sonnenuntergang brechen wir auf und gehen im letzten Tageslicht den steinigen Weg zurück.

Am Abend spielen wir zum ersten Mal Schach . Christian gewinnt auch die Revanche.

2025-06-25 Levitha Bojenfeld
Levitha Bojenfeld

26.06.2025 Donnerstag
10:43 Levítha / O. Levítha Karte Abfahrt
15:34 Astypálea / O. Schinunta Karte Ankern
Zeit unterwegs: 04:51 Strecke: 30,8 Seemeilen Ø Fahrt: 6,4 Knoten

Es ist nicht besonders viel Wind vorausgesagt. Wir können kommod mit der Genua mit dem Wind motorsegeln. Etwa halbwegs wird der Wind stärker und die Wellen größer. Dem Christian wird es mulmig und er legt sich in die Koje. Er hat mir gesagt, dass es bei der Einkommensteuer die Möglichkeit gibt, den Gewinn aus Gewerbebetrieb oder freiberuflicher Arbeit durch eine „Kleinunternehmerpauschale“ um 20% zu verringern, wenn die Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Das möchte ich natürlich in Anspruch nehmen, aber es ist saukompliziert, weil ich zwei Erklärungen bis Ende des Monats abgeben muss: Eine für die Firma an der ich Mitunternehmer bin und eine für mich persönlich. Ich recherchiere also fast die ganze Fahrt, wie das zu machen ist.

Nach Umrundung des SE-Kaps von Astypalea ist der da ablandige Wind wie üblich sogar stärker als auf der offenen See, aber die Wellen natürlich kaum der Rede wert. Ich richte frohen Mutes die Fender und Festmacherleinen her, um an der Fischerpier in Maltezana anzulegen. Hätte ich mir ersparen können. Es ist kein Platz frei.

Also wieder kurz retour und ums Eck in die Schinunta-Bucht. Genau da, wo ich früher oft und gut geankert habe, liegt ein Riesenkatamaran mit elendslangen Landleinen. Daher müssen wir etwas weiter östlich ankern, wo der Ankergrund nicht so gut ist. Nach einer Weile scheint der Anker zu halten. Die Schnorchelbesichtigung ergibt, dass er gut fünf Meter gebraucht hat, um sich in den anscheinend sehr harten Sand einzugraben. Aber nur mit den zwei Spitzen. Die Flunken sind nicht an der Haltekraft beteiligt. Dürfte aber genügen.

Da wir mehr als 100 m vom Ufer bzw. dem Beton-Badesteg sind, mach ich den Suzuki Außenborder betriebsbereit. Diese Strecke gegen den Wind zu paddeln, ist doch zu mühsam. Beim Test am Heckkorb startet der Motor sofort. Ich bin zufrieden und montiere den Motor auf das Schlauchboot.

Als wir am Abend an Land fahren wollen, startet er auch sofort. Aber beim Hineindrücken vom Choke stirbt er sofort ab. Choke wieder heraus, startet sofort, Choke hinein, stirbt sofort ab obwohl ich dabei ordentlich Gas gebe. Mit herausgezogenem Choke kann man auch fahren, wenn auch recht langsam. Das Anlanden am Betonsteg ist allerdings mühsam, weil man nicht ganz langsam fahren kann.

Wir gehen ins neue Taverna-Restaurant Schinos, wo früher das Astakukos war. Mein übliches Testessen – gegrilltes Schweinskotlett – ist grauslich, ebenso der von der fülligen Kellnerin empfohlene sonnengetrocknete Fisch von Christian. Die Pommes sind schlabbrig aber die gebratenen Zucchinistückchen sind in Ordnung. Die handgeschriebene bis auf die Zahlen unleserliche Rechnung ist eine Frechheit, nämlich vor allem der Preis. 77 Euro! Dabei kam zu vorhin genannten lediglich eine Flasche Weißwein, zwei Sodawasser und ein Kuchen.

2025-06-26 Astypalea Schinunta Christian vor Schlauchboot und Blodughadda
Astypalea Schinunta Christian vor Schlauchboot und Blodughadda
2025-06-26 Leros Schinunta Neue Taverna Schinos
Leros Schinunta Neue Taverna Schinos

27.06.2025 Freitag
Astypálea / O. Schinunta
Zwei von drei Dingen gelingen heute: Die Einkommen- und Umsatzsteuererklärungen und der Austausch des Filters an der Frischwasserpumpe. Der alte war schon so zugedreckt, dass sich die Pumpe hat plagen müssen und seltsam gestottert hat.
Aber beim Außenborder komme ich nicht weiter. Ich rufe den Verkäufer SVB in Bremen an, wo ich im Mai voriges Jahr den Motor gekauft habe. Der Herr Janke kann mir aber auch nicht helfen. Ich schreibe ihm eine E-Mail und bin neugierig, was ich als Antwort erhalten werde:
—-
…. Nochmals geschildert:
1. Motor startet mit gezogenem Choke sofort und läuft bestens mit hoher Drehzahl
2. Dabei kann ich die Motordrehzahl noch erhöhen mit dem Gasgriff
3. Sobald ich den Choke hineindrücke, stirbt der Motor ab – auch wenn ich dabei Vollgas gebe.

Wie gesagt hatte ich auch früher den gleichen Motor mit demselben Problem. Wo auf dem Bild das Deckelchen mit dem türkisen Punkt ist, war aber ein dünnes Aluminium-Plättchen. Das konnte ich mit einer Ahle durchstechen und heraus hebeln und darunter befand sich eine Art Drosselventil (vermutlich fabriksmäßig auf Erfüllung aller Abgasstandards eingestellt). Mit einer Vierteldrehung des Ventils war das Problem gelöst (vermutlich ein Mini-Schmutzpartikel drin).
Das wollte ich bei diesem Motor auch machen, bekomme aber den Alu-Deckel nicht heraus. Aufbohren???
Was sagen die Suzuki-Experten bei SVB?

Christian hat den Rückflug am Dienstag 1.7. um 10 Uhr. Wir müssten also spätestens am Montag die 5-stündige Überfahrt machen. Allerdings ist von heute bis inklusive Montag starker Wind vorhargesagt. Sonntag und Montag sogar sehr starker. Aus Erfahrung weiß ich, dass diese Überfahrt bei solchen Windverhältnissen ein Höllenritt ist, insbesondere für jemanden, der seekrank werden könnte…
Wir überlegen, was es für Alternativen gibt. Es gibt nur eine: Christian nimmt den Schnellkatamaran von Astypalea nach Kos am Montag Nachmittag, dann ein Hotelzimmer und am Dienstag Früh ein Taxi zum Flughafen. Wie es aussieht, kann ich dann am Dienstag bei viel weniger Wind hinübersegeln.

Also haben wir drei Tage Zeit für die Insel. Weil Christian nicht mit dem öffentlichen Bus fahren will, organisiert er einen Leihwagen für drei Tage um schlappe 218 Euro. Um 18 Uhr soll er zum Schinos geliefert werden. Um 18:30h kommt er und die junge Frau erklärt dem Christian, wie ein vollelektrischer Volkswagen ID 3 funktioniert.
Damit fahren wir nach Livadia und essen in Para thin alos und zahlen um zwei Euro weniger als gestern obwohl für mehr und vor allem hervorragend gute und schön präsentierte Speisen.

Nach Sonnanuntergang machen wir einen Stopp in der Chora und einen kurzen Spaziergang bevor wir wieder zurück fahren. Dabei gelingen ein paar schöne Nachtfotos.

2025-06-27 Suzuki Vergaserdetail
Suzuki Vergaserdetail
2025-06-27 Astypalea Livadia Aussicht von Parathinalos
Astypalea Livadia Aussicht von Parathinalos
2025-06-27 Astypalea Chora
Astypalea Chora
2025-06-27 Astypalea Skala
Astypalea Skala
2025-06-27 Astypalea Schinunta Rechnung von neuer Taverna Schinos
Astypalea Schinunta Rechnung von neuer Taverna Schinos
2025-06-27 Astypalea Livadia Rechnung von Para thin alos
Astypalea Livadia Rechnung von Para thin alos

28.06.2025 Samstag
Astypálea / O. Schinunta
Am Vormittag spielen wir Schach. Christian gewinnt wieder.
Um 14h fahren wir los. Erster Stopp Pera Giolos – so heißt der Hafen Skala offiziell – in Fährfahrplänen auch nur Chora genannt, obwohl unterhalb der Chora gelegen. Wir gehen eine Runde und setzen uns in Café Dapia. Dann hinauf nach Chora und eine Runde um das Kastell herum bevor wir den Durst beim neuen Kiosk mit Bier und Wasser löschen.

Weiter geht es Richtung Livadia, wobei wir vorher den recht großen Staudamm besichtigen, wo tatsächlich Wasser drin ist, und auf der Straße hinter Livadia hin und her fahren so weit sie asphaltiert ist. Bis auf ein paar schöne Blicke auf die Chora gibt es da nichts besonderes zu sehen.

Wir landen wieder in Para thin alos am selben Tisch wie gestern. Die Käsebällchen mit süßer Chili-Sauce müssen wieder als Vorspeise her. Der gestrige Wolfsbarsch in Sauce Supreme hat dem Christian so gut geschmeckt, dass er ihn wieder bestellt. Statt dem gestrigen auch hervorragenden gegrillten Schweinskotlett bestelle ich frittierte Astypalea mini-Shrimps – köstlich und viel!
In diesem Lokal passt einfach alles inklusive Bedienung und Aussicht. Es ist sogar gut windgeschützt, zumindest an dem Tisch, wo wir sitzen.

Am Abend gibt es wieder zwei Schachpartien. Endlich gewinne ich eines davon. Das vom Christian mitgebrachte faltbare Schachbrett ist allerdings ein Tuch, das bei dem Wind schwer zu bändigen ist.

2025-06-28 Astypalea Chora am Wanderweg rund um das Kastell
Astypalea Chora am Wanderweg rund um das Kastell
2025-06-28 Astypalea Chora am Wanderweg rund um das Kastell
Astypalea Chora am Wanderweg rund um das Kastell
2025-06-28 Astypalea Chora Christian beim neuen Kiosk
Astypalea Chora Christian beim neuen Kiosk
2025-06-28 Astypalea Livadia Wolfsbarsch in Sauce Supreme und Astypalea mini-Shrimps
Astypalea Livadia Wolfsbarsch in Sauce Supreme und Astypalea mini-Shrimps

29.06.2025 Sonntag
10:45 Astypálea / O. Schinunta Karte Anker auf
11:15 Astypálea / O. Schinunta Karte Ankern
Zeit unterwegs: 00:30 Strecke: 2 Seemeilen Ø Fahrt: 4 Knoten

Der Wind hat in der Nacht noch mehr zugenommen. Nach dem Frühstück mit Ham-and-Eggs bemerke ich, dass das Boot etwas nach hinten gedriftet ist. Die Anchor Sentry App bestätigt eine Positionsänderung um etwa 10 Meter. Der Anker rutscht also obwohl er bisher bestens gehalten hat.

Ich überlege, was zu tun ist. Mehr Kette geben und hoffen, dass sich der Anker wieder fest krallt, oder neu ankern. Ich entscheide mich fürs Zweitere. Vorher schauen wir zum Fischerpier in der Nachbarbucht. Aber wie erwartet, ist kein Platz frei. Bei diesem Wind verlässt kein vernünftiger Mensch einen sicheren Liegeplatz.

Der Anker fällt 40 Meter näher zum Strand und hält – zumindest bis jetzt, also bisher drei Stunden lang. Der Wind ist wirklich stark mit um die 30 Knoten, Spitzenwert 39,9 Knoten, ca. 74 Km/h. Es ist irre laut. Es ist Meltémi pur.

Um ca. 17 Uhr wollen wir an Land. Inzwischen hat der Spitzenwert der Windgeschwindigkeit 42,3 Knoten (77,8 Km/h) erreicht und es orgelt immer noch wie verrückt. Wir wollen es aber trotzdem versuchen.
Vorher verlängere ich sicherheitshalber die Ankerkette um 10 Meter und schnorchle zum Anker. Jetzt ist er vollkommen im Sand eingegraben und müsste auch bei noch stärkerem Wind halten.

Der Außenborder startet brav, aber als wir los fahren stirbt er ab und lässt sich nicht mehr starten. Wir wollen die 10 Meter zum Boot zurück paddeln, aber es gelingt nicht. Wir treiben hinaus. Zum Glück ankert hinter uns ein Segelboot aus Neuseeland, dessen Mannschaft die Situation erfasst hat. Zwei junge Männer hupfen in ihr Schlauchboot, das mit einem 15 PS starken Außenborder bestückt ist. Sie nehmen die Leine unseres Schlauchbootes und schleppen uns an den Bade-Betonsteg.
Ich bedanke mich überschwänglich und kraxle auf den Steg. Dann helfe ich dem Christian beim Aussteigen. Dabei fällt eines der Paddel ins Wasser und droht davon zu schwimmen. Ich gehe auf die Knie auf dem schroffen Beton und strecke mich, um es aufzufangen. Das gelingt auch, aber ich verliere dabei das Gleichgewicht und falle ins Wasser. Es ist brusttief und es ist kein Problem ans Ufer zu waten.
Also könnte ich hier das nächste Mal mit Buganker und Heckleinen anlegen. Immerhin eine gute neue Erkenntnis.

Wir gehen zur Grill-Taverna Tasos mit Aussicht auf die Blodughadda. Bei den wenigen Gästen dürfte meine nasse Erscheinung mit blutenden Knien etwas Aufmerksamkeit erregen. Ist mir egal, ich bin nicht nur nass sondern auch stinksauer. Alles bis auf meine Cigarillos, Feuerzeug und Taschentücher haben das Bad sonst bestens überstanden inklusive iPhone, Apple Watch und Geldbörse – ok, die Geldscheine sind nass aber nicht entwertet.
Die Taverna hat sich nicht geändert. Bis auf die Preise ist alles wie schon vor Jahren, also extrem typisch griechisch.

Danach fahren wir mit dem ID 3 zur Bar Maltezos in Maltezana auf ein Ouzo. Den brauche ich wirklich.

Christian macht sich große Sorgen darum, wie wir wieder aufs Boot kommen werden. Ich versuche, ihm zu versichern, dass wir das schaffen werden und zähle verschiedene Möglichkeiten auf. Wovon ihn keine wirklich überzeugt.

Als wir dann ins Schlauchboot einsteigen, sehe ich, dass ich vergessen hatte, den Benzinhahn am Motor aufzudrehen, den ich so gut wie immer sonst offen lasse. Problemlos fahren wir dann mit gezogenem Choke zum Boot.

30.06.2025 Montag
Astypálea / O. Schinunta
In der Nacht und am Vormittag kachelt es immer noch ordentlich. Wir spielen noch zwei Partien Schach bevor wir uns um 11:30 auf den Weg machen. Der Außenborder spinnt noch immer, aber wir kommen damit gut gegen den Wind am Betonsteg an.

Wir fahren zum Hafen und gehen ins Café Dapia was trinken und essen. Auf Marinetraffic sehe ich, dass die Dodekanissos Pride mindestens 40 Minuten Verspätung haben wird.

Zur geplanten Abfahrtszeit um 13:55h gehen wir gemächlich zum Auto, fahren bis vor die Anlegestelle und warten im Auto. Als der Schnellkatamaran anlegt, verabschieden wir uns und ich fahre zum Autoverleiher Kyrannis. Dort erkläre ich dem jungen Mann, dass zwar vereinbart war, dass das Auto um 18 Uhr in Schinunta abgeholt wird, aber wenn er mich dorthin bringt, überlasse ich das Auto sogleich. Damit ist er natürlich einverstanden, denn so erspart er sich die Abholaktion.
Auf der Fahrt plaudern wir nett und zum Schluss muss ich für den verbrauchten Strom nichts zahlen. Die Batterieladung ist von 85% auf 54% gesunken. Keine Ahnung, was es gekostet hätte, das aufzufüllen und vor allem, wie das an einer der vielen Stromtankstellen funktioniert hätte.

So ist, wie schon zuletzt, der Törn mit Christian nicht so wie geplant abgelaufen. Der Aiolos dürfte ihn nicht mögen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert