Aktualisierung 18.07.2026 19:55:35 Anzahl Tage: 3
16.07.2026 Léros / Lakkí Marina – Léros / Lakkí Kuluki
17.07.2026 Léros / Lakkí Kuluki – Léros / O. Xirokampos
18.07.2026 Léros / O. Xirokampos
Crew:
Tötterström Tom
Tötterström Beate
Sulger Vivienne
Winter Florian
Gesamt Törn:
Zeit unterwegs: 1:12 Strecke: 5,7 Seemeilen Ø Fahrt: 4,7 Knoten
16.07.2026 Donnerstag
11:16 Léros / Lakkí Marina Karte
11:23 Léros / Lakkí Kuluki Karte
Zeit unterwegs: 00:07 Strecke: ,2 Seemeilen Ø Fahrt: 1,7 Knoten
Nach einem guten Frühstück an Bord fahren Vivienne und Florian mit dem Fiat Panda Leihwagen von Giannakos die Insel erkunden. Nachdem das Nachbarboot abgelegt hat, setze ich das Hochdruckreinigen des Decks fort. Dann kommt das Schlauchboot dran, das wir zuerst auf den Kai ziehen. Wie neu wird das acht Jahre alte Boot nimmer, aber der gröbste Dreck, Salz und Steine können zumindest entfernt werden. Beim Einsteigen am Strand kommen immer ein paar Steine und Salzwasser mit ins Boot.
Pünktlich um 10:30h kommt der bestellte Dieselwagen. 71 Liter um € 1,98 per Liter gehen rein, davon 22 in den Reservekanister. Damit werden wir voraussichtlich bis Paros kommen.
Kurz nach 11h legen wir ab und ankern 7 Minuten später in Kuluki. Wieder mache ich einen Versuch, das Solarmodul an der Reling sturmfest zu befestigen. Diesmal mit einem längeren Bolzen, der im Stützrohr steckt.
Um kurz nach 16h sind die zwei Ausflügler am Kuluki Beach angekommen. Ich hole sie mit dem Schlauchboot ab. Dann etwas schwimmen im 22,4°C kühlen Wasser bevor wir um 18h mit einem tief beladenen Schlauchboot an Land fahren. Mit dem Leihwagen holen wir zuerst den letzten Sack aus der Wäscherei und bringen dann den Leihwagen zurück. Idealerweise ist das Büro von Giannakos direkter Nachbar zur famosen Konditorei Repapis. Mit Capuccino und Süßigkeiten in kleinen Plastikbechern lassen wir es uns gut gehen. Alsbald kommen Inge und Toni dazu. Nach der Plauderei hier, verlegen wir uns zur Fortsetzung ins I Thraka. Zufällig sind auch Ann und Paul gerade angekommen und so essen und plaudern wir zu acht an einem Tisch.


Schlauchbootfahrt vom Kuluki Beach zum Boot


17.07.2026 Freitag
13:19 Léros / Lakkí Kuluki Karte Abfahrt
13:36 Genua setzen, Motoren aus
13:49 Genua bergen, Motoren an
14:24 Léros / O. Xirokampos Karte
Zeit unterwegs: 01:05 Strecke: 5,5 Seemeilen Ø Fahrt: 5,1 Knoten
Der Glasfiberstab heckseitig am Bugnetz hat sich schon wieder bewegt und steht gute 20 cm heraus. Diesmal auf der Bb-Seite. Ich löse die Verschnürung, wodurch sich der Stab wieder hineinschieben lässt. Und dann mache ich die Verschnürung komplett neu. Jetzt nicht durchgehend, sondern jeweils von der Mitte zu den Kanten. Wird wahrscheinlich auch nichts helfen. Wenn der Wind das Netz flattern lässt, fängt der Stab zu wandern an.
Bevor wir losfahren sehen wir wieder einen Waldbrand auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht, eigentlich eine starke Rauchentwicklung, die aus einem Bereich hinter einem Berg aufsteigt. Diesmal – also der dritte Waldbrand innerhalb weniger Tage – ist es etwas Größeres. Denn ein Löschhubschraber kommt herbei. Aus dem Meer saugt er Wasser mit einem langen Rohr in einen Tank unten am Heli. Sieht spektakulär aus.
Wir fahren ab und damit Vivienne und Florian etwas Segelfeeling bekommen, rollen wir die Genua aus und schalten die Motoren ab. Allerdings wird der Wind bald unberechenbar, sodass wir wieder motoren. Kurz vor der Einfahrt in die Xirokampos Bucht kommt ein kleines Küstenwachboot herbei und weist uns an, entlang der Ostseite der Bucht hinein zu fahren – wegen des Hubschraubers. Tatsächlich sehen wir den entlang der Westseite Wasser zu saugen und dann zum Waldbrand zu fliegen. Das wiederholt sich mehrmals in 5-Minutentakt.
100 m vor der Taverna Kima ankern wir auf 3 m Tiefe. Den Sandfleck erwischt der Anker nicht, hält aber im kurzen Seegras auch gut. Der Hubschrauber fliegt noch lange mit riesigem Getöse direkt über uns zum Brandherd.
Um 18h fahren wir zu viert mit dem Schlauchboot gegen den Wind, der zum Glück etwas schwächer geworden ist und die etwas kleineren Wellen. So kommen wir trocken am Steg der Taverna Aloni an. Ein Laternenmast bietet gute Ausstiegshilfe. Wir haben ein Treffen mit Inge und Toni im Trechantiri vereinbart, eine gute Taverna nicht am Strand sondern gegenüber dem Sportplatz, die bei den Einheimischen sehr beliebt ist. Zurecht, denn das Essen ist sehr gut, die Bedienung und die Preise ebenso.
Vor der Heimfahrt gehen wir noch auf ein Ouzo ins Aloni, quasi als Bezahlung für den Schlauchanlegeplatz.


Leros Xirokampos Löschhubschrauber nimmt Wasser auf


18.07.2026 Samstag
Léros / O. Xirokampos
In der Früh raucht es noch immer vom Waldbrand. Sieht wie Nebel aus. Man riecht auch den Brand noch leicht.
Wir frühstücken wieder gemütlich.
Gegen halb zwölf fahre ich Vivienne und Florian mitsamt Gepäck zum Steg von Porto Nicola. Wir setzen uns an einen Tisch, bestellen was zu trinken und bitten die Kellnerin, in zehn Minuten ein Taxi anzurufen. Es dauert dann länger als erwartet bis es kommt und wir uns von einander verabschieden. Sie fahren nach Agia Marina, um dort was zu essen bevor sie die Fähre Olympios Ermis nach Kos nehmen.

